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Rückenmark

Skripte
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Aufbau des Rückenmarks

Damit wir richtig funktionieren können, müssen Informationen zwischen unserem Gehirn und dem Körper ausgetauscht werden. Der Informationsaustausch findet über das Rückenmark statt. Es ist ungefähr 45 cm lang und nicht dicker als 2 cm. Das Rückenmark befindet sich im Wirbelkanal der Wirbelsäule und besteht aus zwei Substanzen. In der Abb. 1 kannst du den Querschnitt des Rückenmarks erkennen und siehst, dass es aus einer grauen und weißen Substanz zusammengesetzt ist. Die graue Substanz bildet den schmetterlingsförmigen Kern des Rückenmarks und besteht hauptsächlich aus Nervenzellen und teilweise auch aus Nervenfasern. Die weiße Substanz ist zum größten Teil aus Nervenfasern zusammengesetzt. Sie bildet das Äußere des Rückenmarks.
Nervensystem: Rückenmark
Abb. 1: Der Aufbau des Rückenmarks.
Nervensystem: Rückenmark
Abb. 1: Der Aufbau des Rückenmarks.
In Abb. 1 kannst du ebenfalls erkennen, dass vom Rückenmark sogenannte Rückenmarksnerven abzweigen. Sie verlassen die Wirbelsäule paarweise. Insgesamt besitzen wir 31 Paare davon. Die Nerven verästeln sich mehrmals, sodass alle Orte im Körper erreicht werden. Der Rückenmarksnerv besitzt am Rückenmark zwei Wurzeln. Die vordere Wurzel besteht aus motorischen Nervenwurzeln, die sich in der grauen Substanz des Rückenmarks befinden. Hier werden Signale in die Muskulatur weitergeleitet. Allerdings müssen Informationen auch vom Körper zum Rückenmark gelangen. Dies geschieht über die hintere Wurzel des Rückenmarksnervs. Diese Wurzel besitzt sensible Nervenzellen, deren Zellkörper in den Nervenknoten liegen, den sogenannten Spinalganglien.

Das Rückenmark kann auch selbstständig arbeiten

Wusstest du schon, dass es beim Niesen unmöglich ist die Augen offen zu lassen? Selbst wenn du bewusst versuchen würdest beim Niesen die Augen geöffnet zu lassen, würde es nicht funktionieren. Das liegt daran, dass Fremdkörper, die in die Nase gelangen, die Sinneszellen dort anregen. So wird das vegetative Nervensystem aktiviert. Dabei wird ein Reflex ausgelöst, der Niesreflex.
Reflexe werden durch einen Außenreiz ausgelöst und die Reaktion erfolgt anschließend unbewusst und unkontrolliert. Dadurch, dass sich der Reaktionsablauf direkt zwischen Körper und Rückenmark vollzieht (und die Information nicht erst im Gehirn verarbeitet werden muss), erfolgen Reflexe sehr schnell und verlaufen immer im selben Reaktionsschema ab.
Wenn sich deine Hand zu nah an einer heißen Quelle (z.B. Kerze) befindet, dann bewegt dein Körper die Hand automatisch weg von der Quelle. Der Reiz ist im Beispiel der Kerze die Flamme. In deiner Hand befinden sich Rezeptoren, die die Hitze wahrnehmen können und die Information durch die sensorischen Nervenzellen weiterleiten. Das Signal erreicht schließlich das zentrale Nervensystem (Rückenmark), weshalb wir zu diesem Punkt dann auch den Schmerz empfinden. Der Körper reagiert schließlich mit einer Bewegung indem ein neues Signal über die motorischen Nerven weitergeleitet wird. Die Effektoren (das sind die Muskelzellen, die aktiviert werden) im Armmuskel erhalten die Information den Arm von der Flamme wegzuziehen und als Reaktion erfolgt damit der Rückziehreflex. Wenn du die Gesamtabfolge einer solchen Reaktionsabfolge betrachtest, kannst du erkennen, dass die Reiz-Reaktionskette einen Bogen durchläuft, weshalb diese Reaktionsabfolge auch als der Reflexbogen bekannt ist.
Nicht alle Reflexreaktionen folgen diesem Schema. Einige Signalübertragungen laufen über Umwege und Verzweigungen. Außerdem wird unterschieden, wo die Rezeptoren und Effektoren lokalisiert sind. Man unterscheidet folgende Reflextypen:
  • Eigenreflexe: Wenn sich der Rezeptor und Effektor eines Reflexbogens im gleichen Organ befinden, dann handelt es sich um einen Eigenreflex. Die Reizaufnahme findet also am selben Körperteil statt, wo auch die Reaktion erfolgt, z.B. beim Kniesehnenreflex.
  • Fremdreflexe: Hier liegen Rezeptor und Effektor in unterschiedlichen Organen im Körper vor. Die Reizaufnahme liegt also realtiv entfernt von der Reflexreaktion. Bei der Verbrennung der Hand, wo die Rezeptoren in diesem Fall vorliegen, wird die Armmuskulatur zum Kontrahieren gebracht, damit die Hand weggezogen wird. Die Effektoren liegen also an einer anderen Stell als die Rezeptoren.
  • Monosynaptische Reflexe: Bei einem monosynaptischen Reflex erfolgt die Reiz-Reaktions-Kette ohne Umwege. Die Signalübertragung verläuft direkt über eine einzige Nervenzelle. Die Synapse bildet den Rezeptor, das Soma befindet sich im zentralen Nervensystem und das zugehörige Axon bildet den Efferenten. Dies ist meistens der Fall bei Eigenreflexen.
  • Polysynaptische Reflexe: In diesem Fall erfolgt die Übertragung nicht auf direktem Weg. Zuerst wird die Information auf mindestens ein Interneuron geleitet, von wo aus das Signal dann auf eine efferente Nervenzelle und dann auf weitere zentrale Nervenzellen übertragen wird.

Eine schmerzhafte Angelegenheit

Zwischen den Wirbelknochen befinden sich die Bandscheiben. Durch ihre knorplige und damit flexible Eigenschaften dienen sie als Stoßdämpfer für die Wirbelsäule. Damit bewegt sich die Wirbelsäule geschmeidiger und ist vor Stößen und Verletzungen besser geschützt.
Schlechte Sitzgewohnheiten, falscher Transport von schweren Gewichten oder Übergewicht können zu einer Erkrankung führen: dem Bandscheibenvorfall. Ein Teil der Bandscheibe dringt aus der Hülle raus in den Wibelkanal und schwillt an. Es entsteht ein Druck auf das Rückenmark, sodass der Patient starke Schmerzen im Rücken empfindet. Die Beweglichkeit kann möglicherweise eingeschränkt werden und einige Betroffene berichten von Gefühlslosigkeit in den Armen und Beinen.
Nervensystem: Rückenmark
Abb. 2: Bandscheibenvorfall: Ein Teil der Bandscheibe übt Druck auf das Rückenmark aus.
Nervensystem: Rückenmark
Abb. 2: Bandscheibenvorfall: Ein Teil der Bandscheibe übt Druck auf das Rückenmark aus.
In der Regel lässt sich der Bandscheibenvorfall mit entzündungshemmenden Medikamenten behandeln. Physiotherapie und Bewegung sind essentielle Übungen, die Patienten regelmäßig durchführen müssen. Dadurch kann der ausgetretende Teil der Bandscheibe abgebaut und die inneren Bandscheiben wieder aufgebaut werden. Bei sehr schweren Fällen muss die Bahandlung operativ erfolgen.
Unfälle an der Wirbelsäule können tragische Folgen mit sich tragen. Bei einem Bruch oder Verschiebung des Wirbels kann das Rückenmark geschädigt werden. Man spricht von einer Querschnittslähmung. Dabei können dann bestimmte Körperregionen nicht mehr bewegt werden. Im schlimmsten Fall kann eine Querschnittslähmung im Bereich der Halswirbeln erfolgen, sodass die Arme und die Beine gelähmt sind. Diese Fälle kommen am häufigsten bei Motorradunfällen und bei Kopfsprüngen ins Wasser vor. Man sollte daher solche Aktivitäten mit Verantwortung und Vorsicht genießen.
Bildnachweise [nach oben]
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© 2016 – SchulLV.
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