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Brandbekämpfung und -verhütung

Skripte
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Einführung

Chemie der Luft: Brandbekämpfung und -verhütung
Abb. 1: Wir sind nicht die Feuerwehr, doch jeder
kann bei einem Brand helfen.
Chemie der Luft: Brandbekämpfung und -verhütung
Abb. 1: Wir sind nicht die Feuerwehr, doch jeder kann bei einem Brand helfen.
Jetzt haben wir uns in den letzten Skripten mit ziemlich explosiven Reaktionen beschäftigt. Es sind große Mengen Energie frei geworden, wir haben Dinge verbrannt und haben schöne Flammen bestaunt. Dabei gibt es immer ein gewisses Risiko.
Was passiert, wenn wir die Kontrolle verlieren? Was passiert, wenn wir ausversehen den einen Gegenstand oder noch schlimmer die Kleidung einer Person anzünden?
Deshalb ist es unheimlich wichtig, dass du die Grundregeln kennst, wenn es darum geht Brände zu bekämpfen und zu vermeiden. Das wollen wir dir in diesem Skript zeigen.

Den Ernstfall verhindern

Einen Brand kann man am besten bekämpfen, indem man ihn gar nicht erst entstehen lässt. Bevor du experimentierst, solltest du dich deshalb immer mit den Risiken vertraut machen. Mache dir über alle Gefahrenquellen gedanken.
Chemie der Luft: Brandbekämpfung und -verhütung
Abb. 2: Achte bei Chemikalienbehältern auf die
Gefahrenstoffsymbole.
Chemie der Luft: Brandbekämpfung und -verhütung
Abb. 2: Achte bei Chemikalienbehältern auf die Gefahrenstoffsymbole.
Wir wollen z.B. die Verbrennung von Propangas (Campinggas) durchführen. Dazu benötigen wir ein Feuerzeug, einen Brenner und eine Flasche Propangas. Jetzt solltest du dir für jedes Hilfsmittel und jede Chemikalie potentielle Risiken überlegen. Die Gefahrenstoffsymbole oder H- und P-Sätze auf den Chemikalienbehältern können dir helfen.
Das Feuerzeug ist relativ sicher. Solange du es nicht an der falschen Stelle hältst oder leichtfertig damit herumspielst, läufst du wenig Gefahr einen Brand zu verursachen.
Beim Brenner solltest du sicher gehen, dass du ihn fachgemäß anzündest. Wie du das tust kannst du in unserem Skript über Gefahrenkennzeichnung lesen oder deinen Chemielehrer fragen.
Eine weitere potentielle Gefahrenquelle bei diesem Versuch ist die Propangasflasche. Ähnlich wie beim Brenner, solltest du vorher sicher gehen, dass die Flasche gut abgeschlossen ist und kein Gas entweichen kann. Auch solltest du die Flasche während dem Experimentieren möglichst weit vom Bunsenbrenner entfernt halten. Wird sie nicht gebraucht, dann stelle sie Abseits und nicht direkt neben den Brenner. Die heiße Flamme des Brenners erwärmt die Umgebung und kann im schlimmsten Fall zur Explosion der Propangasflasche führen.
Jetzt weißt du, welche Risiken deine Versuchsgeräte bergen und wie du sie vermeidest. Jetzt möchtest du sicher deinen Versuch durchführen und deine Beobachtungen niederschreiben. Apropos! Da haben wir eine weitere potentielle Gefahrenquelle: Dein Block oder Heft ist auch leicht entzündlich. Deshalb solltest du beim Experimentieren grundsätzlich alle Dinge, die nichts mit dem Experiment zu tun haben, wie z.B. dein Mäppchen, vom Tisch nehmen und sicher verstauen. Auch deinen Stift und dein Heft solltest du in sichere Entfernung legen.
Aber dein Umfeld bietet noch andere Risiken. Wenn du lange Haare hast und dich über den Brenner lehnst, dann kann es sein, dass deine Haare herunter hängen. Deshalb sollte man lange Haare grundsätzlich vor dem Experimentieren zu einem Zopf zusammenmachen. Trage auch immer die nötigen Schutzgegenstände. Eine Schutzbrille ist im Labor immer Pflicht. Unter umständen können Schutzhandschuhe oder ein Kittel hilfreich sein.
Wenn du alle Risiken bedacht hast und alle potentiellen Gefahrenquellen reduziert hast, dann bist du bereit für dein Experiment. Wenn du ein Experiment durchführst, bei dem du den Ausgang nicht genau kennst, dann frage besser deinen Lehrer vorher, auf was du zusätztlich achten sollst.

Hilfsmittel und Notausgänge kennen

Es heißt ja immer: „Wissen ist Macht, nichts wissen macht auch nichts.“
Das ist nicht ganz richtig in der Chemie. Wenn es zu einem Ernstfall kommt, dann ist es wichtig schnell und bedacht zu handeln. Die goldene Regel lautet: Ruhe bewahren! Wenn du panisch wirst, dann können dir Fehler unterlaufen, die im schlimmsten Fall den Brand verstärken.
Deshalb ist es wichtig, dass du auf den Ernstfall vorbereitet bist:

Wie bekämpfe ich einen Brand?

Chemie der Luft: Brandbekämpfung und -verhütung
Abb. 3: Für jeden Brand gibt es das richtige Löschmittel.
Chemie der Luft: Brandbekämpfung und -verhütung
Abb. 3: Für jeden Brand gibt es das richtige Löschmittel.
Fängt es an zu brennen, dann besteht der erste Schritt darin zu versuchen, den Brand zu löschen. Dazu stehen dir unterschiedliche Brandbekämpfungsmittel zur Verfügung.
Zum einen gibt es Wasser. Wasser wird häufig zur Brandbekämpfung verwendet, da es effektiv die Wärme des Brandes aufnehmen kann und damit den Brand löschen kann. Wir berauben ihn also seiner Energie. Außerdem hat Wasser den Vorteil, dass es den Sauerstoff von der Brandquelle ausschließt. Du erinnerst dich, dass wir für jede Verbrennungsreaktion Sauerstoff benötigen. Wenn der Sauerstoff ausbleibt, dann geht der Brand aus.
Auf eine ähnliche Weise funktioniert ein Feuerlöscher. Dieser sprüht jedoch nicht Wasser, sondern Kohlenstoffdioxid. (=CO2) Dieses Gas verdrängt den Sauerstoff und reagiert selbst nicht. Kohlenstoffdioxid hat gegenüber Wasser noch den Vorteil, dass es gasförmig ist. Wieso das ein Vorteil ist?
Vielleicht weißt du, dass du Fett- oder Ölbrände z.B. nicht mit Wasser löschen darfst. Das hat den Grund, dass bei der Verbrennung von Fetten eine enorme Menge Energie frei wird. Diese Energie ist so groß, dass Wasser nicht mehr in der Lage ist, die komplette Energie aufzunehmen und dabei flüssig zu bleiben. Es erwärmt sich, siedet und wird schließlich zu Wasserdampf. Bei einem Fettbrand geschieht das so schnell, dass das Wasser blitzschnell siedet und dabei nicht nur eine große Wolke aus heißem Wasserdampf entsteht, sondern es dabei auch einzelne Tropfen brennenden Fetts mit sich tragen kann. Die Folge ist eine Stichflamme. Kohlenstoffdioxid ist bereits gasförmig, weshalb dieses Problem nicht entsteht.
Metallbrände sind ebenfalls sehr heiße Brände. Zur Bekämpfung dieser Brände wird häufig noch ein anderes Hilfsmittel verwendet: Sand. Sand kann eine enorme Menge Energie aufnehmen, bevor er jemals schmelzen oder sich zersetzen würde. Deshalb kannst du viele Brände auch effektiv mit Sand löschen.
Wenn du vor einem Brandherd stehst, dann ist es auch immer wichtig zu wissen, in welche Richtung du einen Brand löschen musst. Dabei gibt es zwei Grundrichtungen, die du dir merken solltest:
  • Lösche immer die Flammen, die dir am nächsten sind. Bei der Brandbekämpfung solltest du möglichst wenige Risiken eingehen, deshalb solltest du immer da den Brand bekämpfen, wo er dir am nächsten ist. Löschst du zuerst die hinteren Flammen, dann kann es passieren, dass sich der Brand weiter in deine Richtung ausbreitet.
  • Lösche immer von unten nach oben. Das hat einen praktischen Sinn. Wenn du eine Flamme betrachtest, dann stellst du fest, dass sie immer von unten nach oben lodert. Wenn du einen Brand von oben nach unten bekämpfen würdest, dann ist die Gefahr, dass sich der gerade gelöschte Bereich durch die hochzüngelnden Flammen wieder entzündet, höher.

Wenn es eine andere Person trifft

Chemie der Luft: Brandbekämpfung und -verhütung
Abb. 4: Diese Symbole können dir
sagen, wo eine Löschdecke oder
ein Feuerlöscher zu finden sind.
Chemie der Luft: Brandbekämpfung und -verhütung
Abb. 4: Diese Symbole können dir sagen, wo eine Löschdecke oder ein Feuerlöscher zu finden sind.
Was passiert, wenn durch einen Unfall eine andere Person gefährdet wird oder z.B. anfängt zu brennen. Die Person solltest du schnellst möglich versuchen zu löschen. Wenn du selbst brennst, dann hilft es sich auf dem Boden zu wälzen, um die Flammen zu ersticken. Wenn ein Mensch brennt, dann passiert es jedoch häufig, dass er in Panik gerät und nicht mehr rational denkt.
Eine brennende Person solltest du deshalb im Notfall sogar festhalten oder auf den Boden werfen, wenn es dir dadurch möglich wird, sie zu löschen! Zum Löschen kann auch eine Löschdecke oder ein Feuerlöscher hilfreich sein. Achte auf die Symbole für diese Gegenstände, dann weißt du, wo sie zu finden sind.
Brennt die Person nicht, sondern ist durch eine Chemikalie ohnmächtig, dann bring sie nach Möglichkeit an die frische Luft und setze sie hin.

Die Flucht ergreifen

Kleine Brände kannst du mit Wasser, einem Feuerlöscher oder Sand löschen, aber was passiert, wenn der Brand nicht mehr einzudämmen ist? Dann solltest du so schnell es geht, den Ort des Geschehens verlassen. Dabei ist es wichtig, dass du die vorgeschriebenen Fluchtwege verwendest, um Chaos zu vermeiden. Du bist nicht der einzige, der entkommen will und wenn alle Menschen Kreuz und Quer durch die Gegend laufen, dann können Staus entstehen.
Bevor du das Zimmer verlässt, solltest du darauf achten, dass die Fenster nach Möglichkeit geschlossen sind. So gelangt kein neuer Sauerstoff ins Zimmer und das Feuer würde auf Dauer ausgehen. Wenn du eine Tür öffnest, solltest du immer vorsichtig sein, denn du weißt nicht, ob der Raum dahinter auch brennt. Dabei gilt es zwei mögliche Gefahrenquellen zu beachten.
Chemie der Luft: Brandbekämpfung und -verhütung
Abb. 5: Im Notfall solltest du immer diesen
Schildern folgen.
Chemie der Luft: Brandbekämpfung und -verhütung
Abb. 5: Im Notfall solltest du immer diesen Schildern folgen.
Die Erste ist ein Feuer mit fehlendem Sauerstoff. Brennt der Raum dahinter und ist das Feuer kurz vorm Ausgehen, da es keine Sauerstoffversorgung mehr gibt, dann kann es höchst gefährlich sein, die Tür zu öffnen. Die Luft in deinem Raum wird als Brandbeschleuniger dienen und das Feuer kann in einer Stichflamme erneut auflodern. Deshalb stelle dich beim Öffnen einer Tür immer weg von der Öffnung.
Eine weitere Gefahr geht vom Türgriff selbst aus. Viele Türgriffe sind aus Metall. Metall leitet Wärme sehr gut. Brennt es im Raum dahinter, dann kann das Feuer den Türgriff von außen aufheitzen wie eine Herdplatte. Deshalb ist bei der Bedienung des Türgriffs immer vorsicht geboten.
Wenn der Fluchtweg begehbar ist, dann solltest du auf eine unsichtbare Gefahr aufpassen. Ihr Name lautet Kohlenstoffmonoxid (=CO). Dieses Gas entsteht, wenn ein verbrennender Stoff nicht ausreichend mit Sauerstoff versorgt ist. Normalerweise würde ja Kohlenstoffdioxid (=CO2) entstehen, aber so reicht es nur für das Monoxid. Kohlenstoffmonoxid ist für uns Menschen wesentlich giftiger, denn es bindet ca. 300 mal besser an den roten Blutfarbstoff Hämoglobin, als Sauerstoff. Wenn du zu viel Kohlenstoffmonoxid ausgesetzt bist, dann kannst du leicht ersticken. Halte bei der Flucht aus einem brennenden Bereich deshalb immer ein T-Shirt oder zumindest die Hand über deine Nase und laufe gebückt.
Jetzt haben wir eine ganze Menge Informationen zum Thema Brandbekämpfung erhalten. Damit du das alles behalten kannst, haben wir dir die wichtigsten Dinge noch einmal zusammengefasst:
Brandbekämpfung und -vermeidung
  • Mach dich vor dem Experiment mit den Chemikalien und Hilfsmitteln vertraut. Wäge ab, wo Risiken entstehen können und versuche diese zu vermeiden.
  • Trage beim Experimentieren deine Schutzausrüstung, binde lange Haare zu einem Zopf zusammen und entferne alle Gegenstände vom Tisch, die nicht für das Experiment benötigt werden.
  • Kleine Brände kannst du versuchen selbst zu löschen. Entweder mit Wasser, einem Feuerlöscher oder Sand. Achtung! Versuche einen Metall- oder Fettbrand niemals mit Wasser zu löschen.
  • Lösche einen Brand immer weg von dir und von unten nach oben.
  • Wenn der Brand nicht mehr zu löschen ist, dann flüchte. Halte dich dabei an die vorgeschriebenen Fluchtwege. Halte dich gebückt und schütze deinen Mund und die Nase.
  • Öffne eine Tür immer weg von dir und pass auf Türgriffe auf, die sich erhitzt haben.
  • Halte brennende Personen fest und lösche sie. Ohnmächtige Personen solltest du nach Möglichkeit außer Gefahr schaffen.
Brandbekämpfung und Verhütung
  • Mach dich vor dem Experiment mit den Chemikalien und Hilfsmitteln vertraut. Wäge ab, wo Risiken entstehen können und versuche diese zu vermeiden.
  • Trage beim Experimentieren deine Schutzausrüstung, binde lange Haare zu einem Zopf zusammen und entferne alle Gegenstände vom Tisch, die nicht für das Experiment benötigt werden.
  • Kleine Brände kannst du versuchen selbst zu löschen. Entweder mit Wasser, einem Feuerlöscher oder Sand. Achtung! Versuche einen Metall- oder Fettbrand niemals mit Wasser zu löschen.
  • Lösche einen Brand immer weg von dir und von unten nach oben.
  • Wenn der Brand nicht mehr zu löschen ist, dann flüchte. Halte dich dabei an die vorgeschriebenen Fluchtwege. Halte dich gebückt und schütze deinen Mund und die Nase.
  • Öffne eine Tür immer weg von dir und pass auf Türgriffe auf, die sich erhitzt haben könnten.
  • Halte brennende Personen fest und lösche sie. Ohnmächtige Personen solltest du nach Möglichkeit außer Gefahr schaffen.
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