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Beispiel

Skripte
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Gedichtinterpretation – Aufgabenstellung

In diesem Skript wollen wir dir ein Beispiel für eine Gedichtinterpretation geben. Es gibt unterschiedliche Aufgabenstellungen im Zusammenhang mit der Untersuchung von Gedichten. Wichtig ist, dass du die Aufgabenstellung verstehst und das Gedicht / die Gedichte wie im Arbeitsauftrag gefordert beschreibst und interpretierst.

Gedicht – Text





5



10

Zwei Segel erhellend
Die tieblaue Bucht!
Zwei Segel sich schwellend
zu ruhiger Flucht!
Wie eins in den Winden
Sich wölbt und bewegt,
Wird auch das Empfinden
Des andern erregt.
Begehrt eins zu hasten,
Das andre geht schnell,
Verlangt eins zu rasten,
Ruht auch sein Gesell.
Conrad Ferdinand Meyer: Zwei Segel, 1882.
Interpretationen: Beispiel
Abb.: Conrad Ferdinand Meyer.
Interpretationen: Beispiel
Abb.:: Conrad Ferdinand Meyer.

Informationen zum Autor

Conrad Ferdinand Meyer:
  • lebte zwischen 1825 und 1898.
  • war ein Dichter aus der Schweiz.
  • hatte ein sehr inniges Verhältnis zu seiner Schwester Betsy.
  • war verheiratet und hatte eine Tochter.
  • war Autor der literarischen Epoche Realismus.
  • hebt sich mit dem Gedicht Zwei Segel von den Tendenzen seiner Epoche ab.

Aufgabenstellung

Bei dem Gedicht Zwei Segel von Conrad Ferdinand Meyer handelt es sich um ein Liebesgedicht. Beschreibe und untersuche das Gedicht.
Zeige dabei auf, welche Vorstellung von Liebe hier beschrieben wird.
Tipp
Bei Gedichten wird oftmals erst auf den zweiten Blick klar, um was es eigentlich geht. Meistens ist dir ein Thema gegeben: In diesem Fall geht es um das Thema Liebe. Benutze hier also deine Fantasie, um das Gedicht als Liebesgedicht zu untersuchen. Stelle dir zum Beispiel vor, die zwei Segel stehen bildlich für zwei Menschen, die sich lieben (Metapher).

Gedichtinterpretation – Schreiben

Vorüberlegungen

Voraussetzung für das Schreiben deiner Gedichtinterpretation ist es, dass du
  • das Gedicht mehrmals aufmerksam gelesen hast.
  • das Gedicht verstanden hast. Oft hilft dir die Aufgabenstellung dabei, wie du das Gedicht verstehen (= deuten) sollst.
  • die Aufgabenstellung verstanden hast. Dir sollte also klar sein, was von dir gefordert ist. Konkret heißt das für unsere Aufgabenstellung, dass du eine Antwort auf folgende Frage geben kannst: Welche Vorstellung von Liebe wird im Gedicht vermittelt?
Eine Gedichtinterpretation führst du mithilfe der Schritt für Schritt Untersuchung durch. Dabei betrachtest du das Gedicht unter drei Gesichtspunkten:
  1. Äußere Form
  2. Inhalt
  3. Sprache
Du kannst in unserem Skript Gedicht, Untersuchen, Beschreiben genau nachlesen, wie du eine Schritt für Schritt Untersuchung eines Gedichts durchführst.
Wichtig für deinen Text ist außerdem, dass du dem klassischen Aufbau folgst:
EinleitungHauptteilSchluss

Musterlösung

Textinterpretation zu Conrad Ferdinand Meyers Zwei Segel
Bei dem Text handelt es sich um ein Gedicht von Conrad Ferdinand Meyer. Das Gedicht trägt den Titel Zwei Segel und stammt aus dem Jahr 1882. In dem Gedicht werden „zwei Segel“ beschrieben, die miteinander auf dem Wasser sind. Die Segel, die Meyer sehr menschlich beschreibt (Personifikation), können Symbole für zwei Personen sein, die sich lieben. Meyer ist eigentlich ein Autor des Realismus. Sein Gedicht Zwei Segel ist aber untypisch für diese Epoche, weil es sehr romantisch ist.
Einleitung
Wichtigste Fakten
Thema und Inhalt
Epoche
Das Gedicht besteht aus drei Strophen mit je vier Versen. Es reimen sich immer der erste und der dritte Vers und der zweite und der vierte Vers (z.B.„hasten“ und „rasten“, Z. 9 und 11). Das Reimschema stellt einen Kreuzreim (abab) dar. Es handelt sich um einen Endreim, weil die Reime immer am Ende eines Verses stehen. Dadurch wirkt das Gedicht wie eine Melodie und ist sehr fröhlich. Die äußere Form passt auch zum Inhalt, weil sie unbeschwert wirkt, genauso wie das Liebespaar.
Hauptteil – Form
Man kann das gesamte Gedicht so deuten, dass die „zwei Segel“ und ihr Verhalten eine Metapher für ein Liebespaar sind. Es geht also nicht um zwei Boote, die zusammen auf dem Wasser fahren, sondern um zwei Menschen, die eine Liebesbeziehung haben. Meyer beschreibt in seinem Gedicht, wie harmonisch dieses Verhältnis ist: Wenn sich das eine „wölbt und bewegt“ (Z.6) wird auch „das Empfinden des andern erregt“ (Z.8). Beide Partner gehen immer aufeinander ein. Meyer betont das besonders durch die Verwendung der Zahlwörter zwei (Z.1 und 3), eins (Z.5,9 und 11) und andere/andern (Z.8 und 10). Er beschreibt, dass wenn das eine Segel (= der eine Partner) sich in die eine Richtung bewegt, folgt das andere (= der andere Partner) – und umgekehrt. Das Gedicht handelt also von zwei Menschen, die in einer gut ausbalancierten und harmonischen Beziehung sind, in der beide Rücksicht aufeinander nehmen. Jeder ist eigenständig, aber sie sind auch zusammen. Meyers Verständnis von Liebe ist also sehr idealistisch (= romantisierend). Die „beiden Segel“ bilden in ihrer Liebe eine perekte Gemeinschaft.
Hauptteil – Inhalt
„Zwei Segel“ als Metapher








Idealbild von Liebe
Harmonie
Während des gesamten Gedichts stößt man auf eine Personifikation, d.h. die „zwei Segel“ werden vermenschlicht. Dies passiert durch die Verwendung von Verben (z.B. „begehrt“ und „verlangt“ in den Zeilen 9 und 11). Das Gedicht kann also so gedeutet werden, dass die zwei Segel eine Metapher für zwei Menschen sind.
Im ganzen Gedicht finden sich außerdem viele Verben (der Bewegung), die oft in der Partizip-Form (= Mittelwort) vorliegen. Beispiele dafür sind: erhellendschwellend (Z.1 und 3) und bewegterregt (Z.6 und 8). Diese Konstruktion vermittelt Dynamik und macht klar, dass es sich um keine starre und festgefahrene Beziehung handelt.
Meyer verwendet in seinem Gedicht Antithesen, um hervorzuheben, dass die beiden Liebenden trotz unterschiedlicher Vorstellungen, Wünsche und Voraussetzungen Rücksicht aufeinander nehmen und diese Gegensätze überbrücken. Sie passen sich den jeweiligen Umständen an und achten darauf, dass keiner der beiden auf der Strecke bleibt. Dies drückt sich besonders durch folgende Gegenüberstellungen aus: hastenrasten (Z.9 und 11) und geht schnellruht (Z.10 und 12).
Die Beziehung des Liebespaares erscheint sehr ausgewogen, harmonisch und daher friedlich. Dies wird auch durch die Konstruktion ruhige Flucht (Z.4) (Oxymeron) deutlich. Eigentlich ist eine Flucht nie „ruhig“, sondern immer hektisch und mit Unruhe verbunden. Dass die „zwei Segel“ ihr Leben aber in „ruhiger Flucht“ bestreiten macht deutlich, wie sehr die Beziehung von Übereinstimmung und Ergänzung bestimmt ist.
Meyer vertritt in seinem Gedicht die Ansicht, dass ein Liebespaar nur gemeinsam das Leben bestreiten und dabei immer aufeinander Rücksicht nehmen sollte. Harmonie, Ausgeglichenheit und Rücksichtnahme sind für ihn die wichtigsten Bausteine einer funktionierenden Liebesbeziehung.
Hauptteil – Sprache
Personifikation




Partizipien






Antithesen







Oxymeron



Bezug zu Aufgabenstellung:
Bild von Liebe
Insgesamt vermittelt Conrad Ferdinand Meyers Gedicht Zwei Segel eine sehr romantisches Bild von der Liebe. Die äußere Form des Gedichts entspricht auch dem Inhalt: Die Beziehung der „beiden Segel“, die symbolisch für die zwei Liebenden stehen, wird als glücklich und dynamisch beschrieben. Es kommt nicht zu Stillstand, sondern beide Partner entwickeln sich mit dem anderen immer weiter.
Die Stilmittel (= Sprache), die Meyer verwendet, demonstrieren, dass das Liebespaar als Einheit funktioniert und allen Gegensätzen trotzt.
Meiner Meinung nach ist die beschriebene Liebesbeziehung zu unrealistisch und verkörpert ein Bild, das viel zu romantisch ist. In der heutigen modernen Welt, in der jeder seinen eigenen Interessen und Träumen nachjagt, ist es unrealistisch, dass sich zwei Menschen so aneinander hängen. Vielleicht hat Conrad Ferdinand Meyer niemals eine solche Beziehung gehabt und in seinem Gedicht seine Idealvorstellung von Liebe beschrieben.
Schluss
Zusammenfassung








Eigene Meinung
Bildnachweise [nach oben]
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