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Kommunikationsmodelle

Skripte
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Definition Sprache

Sprache ist das, was wir jeden Tag anwenden: Wenn du dich mit deinen Freunden darüber unterhältst, welche Aufgaben du als Hausaufgabe machen musstest, wendest du dabei Sprache an. Wenn du beim Vokabellernen die Worte vor dich hin sprichst, um sie dir so besser merken zu können, ist auch dies eine konkrete Anwendung von Sprache. Wenn du anschließend mit einer Freundin per WhatsApp ausmachst, wann ihr euch das nächste Mal seht, ist auch dies eine konkrete Anwendung von Sprache.
Würde jedoch jemand von dir verlangen, Sprache zu definieren, ist es schon schwieriger. Wie soll man das alles in Worte fassen?

Das Metzler Lexikon Sprache definiert Sprache wie folgt:

Definition: Was ist Sprache?
Wichtigstes und artspezifisches Kommunikationsmittel der Menschen, das dem Austausch von Informationen dient sowie epistemologische (die Organisation des Denkens betreffende), kognitive und affektive Funktionen erfüllt.“

Diese Definition erscheint erst ein wenig kompliziert, aber genauer betrachtet ist sie eigentlich ganz einfach:
  • wichtigstes und artspezifisches Kommunikationsmittel der Menschen $\rightarrow$ Sprache ist etwas, über das nur wir Menschen verfügen: Wenn ein Hund bellt, ist das auch eine Art von Kommunikation, kann aber nicht als Sprache betrachtet werden.
  • Austausch von Informationen $\rightarrow$ Weswegen kommunizieren wir überhaupt? Um Informationen weiterzugeben, uns über unseren jeweiligen Wissensstand auszutauschen und so immer auf dem neuesten Stand zu sein.
  • epistomologische (die Organisation des Denkens betreffende), kognitive und affektive Funktionen erfüllt
    • epistomologische Funktionen: Durch Sprache organisieren wir unsere Gedanken bzw können diese überhaupt erst formulieren.
    • kognitive Funktionen: „das Wahrnehmen, Denken, Erkennen betreffend“ (Duden)
    • affektive Funktionen: „gefühlsbetont“ $\rightarrow$ nicht nur pragmatische Funktionen werden durch Sprache erfüllt (helfen, unsere Gedanken in Worte zu fassen, etc.); sie hilft uns auch dabei, Emotionen auszudrücken.

Definition Sprache nach Ferdinand de Saussure

Ferdinand de Saussure (1857 - 1913)
Der aus Genf stammende Sprachwissenschaftler wurde 1857 geboren und beschäftigte sich v.a. mit der Definition und Betrachtung von Zeichen im Zusammenhang sprachlicher Kommunikation. Er gilt als Begründer der modernen Linguistik (Sprachwissenschaft).

Ferdinand de Saussure hat Sprache in zwei Teilaspekte aufgeteilt: langue und parole.
Sprache: Kommunikationsmodelle
  • Langue ist nach de Saussure die Sprache als System: Der gesamte, zur Verfügung stehende Wortschatz und die Verknüfungsregeln (also die Grammatik).
  • Parole definiert de Saussure als die tatsächlichen sprachlichen Äußerungen.

Kommunikationsmodelle

Kommunikationswissenschaftler und Linguisten beschäftigen sich seit langer Zeit mit der Frage, wie die zwischenmenschliche Kommunikation in der Theorie funktioniert und wie man diese in einem Modell bzw. Theorem beschreiben kann. Die bekanntesten dieser Kommunikationstheorien findest du hier:

Ferdinand de Saussure und sein zweiseitiges Zeichenmodell

Sprache: Kommunikationsmodelle
Abb. 1:Ferdinand de Saussures Zeichenmodell
Ferdinand de Saussures Zeichenmodell ist zweiseitig: Ein Zeichen besteht laut de Saussure immer aus zwei „Teilen“: Die eine Seite des Zeichens ist das Bezeichnende (= Signifikant). Damit ist der sprachliche Ausdruck gemeint: Wenn man also das Wort „Baum“ hört, ist dies die bezeichnende Seite eines Zeichens nach Saussure.
Die andere Seite des Zeichens ist das Bezeichnete (= Signifikat), also das Bild, das man im Kopf hat, wenn man z.B. das Wort „Baum“ hört.

Das Kommunikations-Dreieck nach Charles S. Peirce

Charles S. Peirce (1839 - 1914)
Der Amerikaner Charles Sanders Peirce, der 1839 in Cambridge geboren wurde, leistete u.a. wichtige Beiträge zur Semiotik (Wissenschaft/Lehre von den Zeichen). Das dreigliedrige Modell des Zeichens des Mathematikers, Philosophen und Semiotikers dient noch heute als eine der Grundlagen der Semiotik.
Der amerikanische Philosoph, dessen Namen man wie den Geldbeutel im Englischen ("purse") ausspricht, war der Meinung, dass ein Zeichen durch drei Komponenten bestimmt wird. Er erweitert Saussures zweiteiliges Zeichenmodell um den Referenten (ein Objekt in der Welt), auf den das Zeichen durch die Verbindung von Signifikat und Signifikant verweist.
Sprache: Kommunikationsmodelle

Das Vier-Ohren-Modell nach Friedemann Schulz von Thun

Ein weiteres wichtiges Modell in der Zeichentheorie ist das des Deutschen Friedemann Schulz von Thun.
Friedemann Schulz von Thun (* 1944)
Der deutsche Psychologe und Kommunikationswissenschaftler Friedemann Schulz von Thun studierte Psychologie, Pädagogik und Philosophie in Hamburg. Außerdem ist er der Gründer des Schulz von Thun-Instituts für Kommunikation.
Sein Vier-Ohren-Modell, das auch unter den Namen Kommunikationsquadrat oder Vier-Seiten-Modell bekannt ist, sagt aus, dass eine Nachricht immer aus vier verschiedenen Seiten besteht. Seine Hauptintention beim Erstellen des Modells war es, Missverständnisse in der zwischenmenschlichen Kommunikation zu erklären. Die vier Seiten des Modells sind
  • die Selbstkundgabe: was der Sprecher (möglicherweise unbewusst) durch die Kommunikation preisgibt
  • der Inhalt: was der Sprecher mit seinen Worten an den Empfänger vermittelt
  • der Beziehungsaspekt: was die Nachricht über die Beziehung zwischen Empfänger und Sender verrät
  • die beabsichtigte Wirkung (der Appell): was der Sender mit seiner Nachricht an den Empfänger ausdrucken möchte bzw. bei ihm erreichen möchte
#spracheundsprachgebrauch#sprache
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