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Erzählende Literatur (Epik)

Skripte
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Erklärung

Erzählende Literatur wird auch Epik genannt. Sie ist neben Dramatik (Theaterstücke, Operntexte, Drehbücher) und Lyrik (Gedichte) eine der drei grundlegenden Formen der Literatur.
Drama
(Theater)

  –  
Epik
(Erzählende Literatur)

  –  
Lyrik
(Gedichte)
Drama
(Theater)
Epik
(Erzählende Literatur)
Lyrik
(Gedichte)

Wenn du mehr über die literarischen Formen Drama und Lyrik erfahren willst, lies dir die Skripte Textformen, Drama und Textformen, Gedichte durch.
Erzählende Literatur kann in zwei Sprachformen vorkommen:
Prosa:
  • Häufigste Form der Epik
  • Nicht durch Bestimmungen gebunden
  • Trotzdem kann Prosa kunstvoll gestaltet sein, z. B. durch die Verwendung sprachlicher Bilder und anderer Stilmittel.
  • Vers:
  • Die Zeilen reimen sich wie bei einem Gedicht.
  • Kunstvolle Gestaltung: Verse verleihen dem Drama einen ganz bestimmten Rhythmus.
  • Du begegnest erzählenden Texten eigentlich überall: Nicht nur im Deutschunterricht arbeitest du mit ihnen, sondern du triffst sie auch in deinem Alltagsleben an. Zum Beispiel dann, wenn
    • du ein Buch liest.
    • du eine Geschichte im Radio hörst.
    • oder auch im Kino, wenn ein Buch verfilmt wird.

    Erzählende Literatur hat verschiedene Unterformen. Man unterscheidet:
    • Großformen: Roman, Epos, Saga, Autobiographie und Biographie
    • Kleinformen: Kurzgeschichte, Novelle, Erzählung, Parabel, Essay, Anekdote, Ballade, Verserzählung

    Merkmale erzählender Literatur

    Es gibt einige Merkmale, die typisch sind für epische Texte. Egal, in welcher Form erzählende Literatur auftritt: Im Mittelpunkt steht immer das Erzählen.

    Der Erzähler

    Wie die Bezeichnung „erzählende Literatur“ schon sagt, findest du in jedem epischen Text einen Erzähler vor. Dieser ist eine vom Autor frei erfundene, also eine fiktive Figur. Diese Erzählfigur kann unterschiedliche Perspektiven einnehmen. Frage dich bei jedem Text: Wer erzählt eigentlich?
    Wichtig ist hier, dass der Autor des Textes und der Erzähler voneinander unterschieden werden: Eine Geschichte kann beispielsweise aus der Perspektive eines kleinen Jungen erzählt werden, die Autorin ist aber eine ältere Frau.

    WICHTIG: Autor $\neq$ Erzähler!

    Es gibt drei verschiedene Erzählperspektiven:
    • Der Ich-Erzähler beschreibt in der Ich-Form das Geschehen.
    • Ein personaler Erzähler schildert die Geschichte aus der Perspektive einer bestimmten Person und wählt dabei die Er-/Sie-Form.
    • Der allwissende Erzähler (auch: auktorialer Erzähler) hat den Überblick über das gesamte Geschehen.

    Erzählverhalten

    Betrachtet man den Erzähler in epischen Texten genauer, kann man noch eine Unterscheidung vornehmen: nämlich in Außensicht und Innensicht. Es geht immer darum, wie der Erzähler zu den Figuren im Text steht.

    Außensicht Innensicht
    • Aussehen der Figuren
    • Verhaltensweisen (Sprache, Gesichtsausdruck, Verhalten gegenüber anderen) der Figuren
    • Gefühle, Gedanken, Hoffnungen und Ängste der Figur
    • Interessen und Probleme der Figur
    • Gedankengänge einer Figur im Text werden wiedergegeben (innerer Monolog)
    Außensicht Innensicht
    Aussehen der Figuren
    Verhaltensweisen (Sprache, Gesichtsausdruck, Verhalten gegenüber anderen) der Figuren
    Gefühle, Gedanken, Hoffnungen und Ängste der Figur
    Interessen und Probleme der Figur
    Gedankengänge einer Figur im Text werden wiedergegeben (innerer Monolog)

    Erzählte Zeit

    Zeit spielt bei der erzählenden Literatur eine besondere Rolle. Der Autor eines Textes erzählt die Geschichten nicht in Echtzeit, sondern bedient sich stilistischer Mittel. Die erzählte Zeit ist oft nicht dieselbe Zeit, die zum Lesen der Geschichte benötigt wird (Erzählzeit). In epischen Texten kann der Erzähler beliebig in der Zeit springen. Du kannst verschiedene Zeitmodelle unterscheiden:
    • Zeitraffung: Längere Handlungen werden vom Autor in kurzer Erzählzeit wiedergegeben. Dies geschieht unter Verwendung von Zeitsprüngen, Auslassungen, oder Rückblenden.
    • Zeitdehnung: Die Zeit, die du brauchst, um die Geschichte zu lesen, ist viel länger als die erzählte Zeit. Das passiert besonders oft durch die Wiedergabe von Bewusstseinsströmen (= Erzähltechnik, bei der Gedankengänge aus dem Bewusstsein der Figuren wiedergegeben werden).
      So kann beispielsweise eine ganzer Roman nur von einem einzelnen Tag handeln. Extremstes Beispiel ist der Roman Ulysses des irischen Schriftstellers James Joyce, in dem auf ca. 1000 Seiten ein Tag im Leben des Protagonisten Leopold Bloom beschrieben wird.
    • Zeitdeckung: Hier sind erzählte Zeit und Erzählzeit nahezu gleich, sie decken sich also. Am häufigsten finden wir diese Form im Drama, z.B. bei Theaterstücken, vor.

    Epische Formen im Schulunterricht

    Form Besonderheiten
    Fabel
    • Knappe Erzählung
    • Tiere als Hauptfiguren
    • Tiere werden wie Menschen dargestellt (Sprache, Verhalten etc. spiegeln menschliche Verhaltensweisen wider).
    • Einzelne Tiere haben bestimmte Eigenschaften (z.B. ist ein Fuchs gerissen, ein Wolf gierig etc.).
    • Die Aussage der Fabel ist oft eine Lehre oder Handlungsanweisung.
    Kalendergeschichte
    • ursprünglich: kurze Geschichte auf der Rückseite eines Kalenderblatts
    • Geschichten, die den Kalendern zur Unterhaltung beigefügt waren
    • Handeln von merkwürdigen Begebenheiten und lustigen Alltagssituationen aus dem Leben der „einfachen Leute“.
    • Sprache: schlicht, angelehnt an das mündliche Weitergeben von Geschichten
    Kurzgeschichte
    • Erzählt kurz und knapp von einem wichtigen Moment im Leben einer Figur.
    • Protagonist ist oft ein gewöhnlicher „Alltagsmensch“.
    • Figuren sprechen oft in Umgangssprache.
    • Der Anfang der Geschichte ist plötzlich; es gibt keine Einleitung.
    • Der Schluss ist offen; es gibt keine Lösung des Problems.
    Novelle
    • Geschichte mit mittlerer Länge (kürzer als ein Roman, länger als eine Kurzgeschichte)
    • Beschreibt oft realistische Situationen.
    • Im Zentrum steht meistens ein zentraler Konflikt.
    • Zuspitzung auf Höhepunkt oder besonderes Ereignis
    • Keine Nebenhandlungen
    Parabel
    • Begriff steht für Gleichnis und kommt aus dem Griechischen.
    • Das Erzählte soll im Kleinen für einen größeren Zusammenhang stehen.
    • Vermittelt oft Leitgedanken oder Lebensweisheit.
    • Bildebene: vordergründig und sichtbar (die Handlung der Parabel)
    • Sachebene: Aussage (Bedeutung der Parabel im größeren Kontext)
    Roman
    • Umfangreiche Geschichte mit mehreren Handlungssträngen
    • Erzählt Geschichte über längeren Zeitraum hinweg
    • Eine oder mehrere Figuren und ihr Umfeld spielen die Hauptrolle(n).
    #zeitgestaltung#erzähler#epik
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