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Aufgabe 4

Aufgaben
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Essay

$\blacktriangleright\;$ Thema:
Kommunikation ist heute (k)eine Kunst
$\blacktriangleright\;$ Aufgabenstellung:
Bearbeite die folgenden Aufgaben auf der Grundlage des vorgelegten Dossiers:
  • Verfasse Abstracts zu den Materialien 2-5.
#abstract
  • Schreibe einen Essay mit dem Titel „Kommunikation ist heute (k)eine Kunst“.
#essay
Material 1
Kommunikation

[lat.] Kommunikation bezeichnet den Austausch von Informationen zwischen zwei oder mehreren Personen. Als elementare Notwendigkeit menschlicher Existenz und wichtigstes soziales Bindemittel kann Kommunikation über Sprache, Mimik, Gestik, durch schriftlichen Austausch, Medien etc. stattfinden.
Quelle: Klaus Schubert/Martina Klein: Das Politiklexikon. Bonn: Dietz 2011.
zit. nach: http://www.bpb.de/nachschlagen/lexika/politiklexikon/17726/kommunikation (Zugriff: 18.10.2016)
#kommunikation
Material 2
Andrew Keen über das Internet

40
gegen sie, samt Mord- und Vergewalti-
gungsdrohungen. […]
sozialen Netzwerken wird das Image
eines öffentlichen Gutes angedichtet, ei-
nes Werkzeugs, das jedem eine Stimme
45
verleiht und Freiheit verspricht. Das ist
ein genialer Marketing-Coup. Viele
Millionen Nutzer weltweit glauben das.
Tatsächlich sind das alles private, ge-
winnorientierte Firmen, denen wir unse-
50
re Daten ausliefern. Das Netz insgesamt
verspricht Freiheit, Gemeinschaft, De-
mokratie, Gleichheit. Nichts davon ist
eingelöst worden.
Das Netz hat den Arabischen Früh-
55
ling beflügelt. Genauso hilft es der
Opposition in China, Iran und Russ-
land.
Das lässt sich nicht abstreiten. Ich habe
allen Respekt vor den Menschen, die
60
sich Diktaturen entgegenstellen, für sie
ist das Internet ein wichtiges Mittel.
Aber abgesehen davon, dass der Arabi-
sche Frühling gescheitert ist: Nehmen
wir die Occupy-Bewegung. Occupy soll-
65
te alles ändern. Was ist passiert? Nichts.
Das liegt nicht daran, dass die Teilneh-
mer unehrlich gewesen wären oder Ei-
geninteressen verfolgt hätten. Diese
Leute, die sich übers Internet verban-
70
den, wollten die Mächtigen herausfor-
dern. Im Netz entsteht eine solche Ge-
meinschaft aber nicht, sondern nur eine
atomisierte Kultur, die der Demokratie
nicht hilft.
Aus: Süddeutsche Zeitung, 21. Februar 2015, S. 56. Andrew Keen, geboren 1960, ist Politikwissenschaftler und lebt in Berkeley, Kalifornien.
#zeitungsartikel#interview#internet
Material 3
Antje Boijens - Was macht eine gelingende Kommunikation aus?

$\,$
Der amerikanische Physiker und Philosoph David Bohm (1917-1992) hat in den 80er
Jahren eine faszinierende Antwort dazu formuliert. Und um es gleich vorweg zu sagen:
Sie ist nicht einfach. Der nach ihm benannte „Bohmsche Dialog" ist kein Gesprächsfor-
mat fürs Reality TV und keine Patentlösung, die mal eben schnell eingesetzt werden kann.
5
Wer „dialogisieren“ möchte, muss zuallererst das Missverständnis überwinden, dass ein
Dialog damit beginnt, dass zwei oder mehr Menschen einfach miteinander reden.
Einen Bohmschen Dialog zu führen, heißt, sich auf einen sorgfältig zu gestaltenden Denk-
und Spürprozess einzulassen und alle Gewissheiten loszulassen, inklusive der Gewissheit,
dass eine/r wüsste, wie der -genau dieser- Dialog funktioniert. Alles ist im Fluss - Ge-
10
wissheiten, Voraussetzungen, Ansichten und Einsichten. Nicht eine/r hat die Lösung. Sie
entsteht überhaupt erst durch die Beteiligung aller im Gespräch. […]
Dialoge funktionieren also nicht über unser übliches Diskussionsverhalten, z.B. durch
Überzeugungsarbeit, Druck oder Rhetorik. Hilfreich ist viel mehr die Bereitschaft zum
Zuhören und zur kritischen Reflexion eigener Annahmen. Auch gehört dazu die Fähigkeit
15
-und menschliche Größe-, sich verunsichern zu lassen und radikal das zu akzeptieren,
was sich im Dialog zeigt. Dann erst lohnt sich ein Dialog.
Dann kann der Dialog neue Welten erschließen. Das wechselseitige Zuhören und der
Bezug aufeinander im Dialog öffnen die Beteiligten so, dass etwas Neues entstehen kann,
das uns gleichzeitig verbindet und transzendiert1. Mit dem Dialog kann sich Bewusstsein
20
und die Utopie weiter entwickeln, dass Verstehen und ein gemeinsam geteilter Sinn bei
aller Komplexität und bei allen Unterschieden in unserer Welt heute möglich sind.[…]
Macht und Hierarchie sind im Dialog hinderlich und müssen zumindest für die Dauer des
Dialogs aufgehoben werden. Nur die Akzeptanz der Gleichrangigkeit alles Gesagten und
der Respekt vor der Einzigartigkeit und Gleichwertigkeit aller Sprechenden ermöglicht,
25
die Energie der Verbundenheit (wieder) herzustellen. Sie kann dann genutzt werden, um
zu Einsichten zu gelangen, zu denen wir alleine nicht kommen würden. Damit wären wir
bei dem richtigen Verständnis des Wortes Dia-log*: es geht um Sinn, der (überhaupt nur)
durch das Gespräch entsteht.

1 transzendieren: Grenzen überschreiten
* Dia-log: Schreibweise im Originaltext
Aus: https://ethik-heute.org/was-macht-eine-gelingende-kommunikation-aus/ (Zugriff: 18.10.2016)
#zeitungsartikel#kommunikation
Material 4
Andreas Grieß - „Internetsucht“ ist die Heilung, nicht die Krankheit

$\,$
Heute schon etwas über „Internetsucht“ gelesen? Dieses Thema schwappt mit ziemlicher
Regelmäßigkeit in die Nachrichtenströme. Jeder dritte Jugendliche, so heißt es, leide unter
Internetsucht, und diese wird dramatischer dargestellt als die Abhängigkeit von Zigaret-
ten, Alkohol und LSD - zusammengenommen.
5
Regelrechte Entzugserscheinungen hätten die Betroffenen, wenn sie nicht regelmäßig auf
Facebook sehen können, wer gerade was von sich gibt und wem gerade gefällt, was man
selbst mit der Masse geteilt hat. Davon los zu kommen sei schwieriger, als das Rauchen
aufzugeben.
Ja und? Will man hier Facebook tatsächlich auf eine Ebene mit Drogen stellen, die jähr-
10
lich zahlreiche Todesopfer fordern? Die Rede ist in diesem Zusammenhang auch nicht
von Leuten, die in Computerspielen versinken. Nein, es geht um Facebook, Twitter und
E-Mail. Es ist auffällig, wie durchgängig negativ das Phänomen beschrieben wird. Seht
her, unsere Gesellschaft wird immer technischer und schneller, und diese Leute erliegen
einer Sucht. Sie sind krank. Sie brauchen Heilung.
15
Ja, unsere Gesellschaft ist krank. Aber vielleicht ist die „Internetsucht“ nicht die Krank-
heit, sondern die Heilung.[…]
Durch das Internet kommunizieren wir mit deutlich mehr Personen als zu analogen Zei-
ten. Das meiste ist Small-Talk oder Basis-Information. Aber es ist Kommunikation. Wenn
die Menschen sich danach sehnen, alle paar Minuten Neuigkeiten dieser Art zu erfahren
20
und zu teilen, spricht das dann nicht dafür, dass wir Menschen mehr voneinander wissen
wollen, mehr miteinander teilen wollen als früher? Was ist daran schlecht?
Mit der Möglichkeit der quantitativ verstärkten Kommunikation ist also offenbar auch ein
Bedürfnis nach verstärkter Kommunikation einhergegangen. Vernachlässigen wir deshalb
etwas anderes? Mit der Erfindung der Dampfmaschine ist auch eine Welle der Mobilität
25
einhergegangen. Womöglich laufen wir seitdem weniger und fahren weniger Fahrrad.
Vielleicht aber auch nicht. Vielleicht haben wir einfach Möglichkeiten hinzugewonnen.
Der Begriff „Internetsucht“ ist medizinisch fragwürdig und zudem negativ wertend. Im
einfachsten Fall haben wir es mit einem veränderten Kommunikationsverhalten und ande-
ren Kommunikationsbedürfnissen zu tun, ähnlich wie sich das Verhalten im Hinblick auf
30
Mobilität verändert hat. Es spricht aber auch niemand von Automobilsucht. Im besten Fall
haben wir es sogar mit einem Wandel zu einer besseren Gesellschaft zu tun, in der sich
Menschen verstärkt füreinander interessieren. In der sie Freud und Leid teilen, auch wenn
sie kein gemeinsames Umfeld haben und nicht von den Taten des anderen tangiert
werden.
Aus: http://www.carta.info/41791/internetsucht-ist-die-heilung-nicht-die-krankheit/ (Zugriff: 18.10.2016).
#zeitungsartikel#internet#internetsucht
Material 5
Aufgabe 4
Abb. 1: Soziale Medien: App-Trends 2014.
Aufgabe 4
Abb. 1: Soziale Medien: App-Trends 2014.
#digitalerevolution
Bildnachweise [nach oben]
[1]
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Thema:
Kommunikation ist heute (k)eine Kunst
Aufgabenstellung:
$\blacktriangleright\;$ Bearbeite die folgenden Aufgaben auf der Grundlage des vorgelegten Dossiers:
  • Verfasse Abstracts zu den Materialien 2-5.
  • Schreibe einen Essay mit dem Titel „Kommunikation ist heute (k)eine Kunst“.
Einen Essay verfassen heißt, dass du dich mit dem vorgegebenen Thema - Kommunikation ist heute (k)eine Kunst - frei und kreativ auseinandersetzen sollst. Hierbei sind dir im Grunde kaum Grenzen gesetzt: Sowohl die inhaltliche als auch die formale Gestaltung deines Essays richten sich ganz nach deinen persönlichen Vorlieben und Neigungen.
Beachte zunächst: Die vorgegebene Materialsammlung kann und soll dir Denkanstöße liefern. Es ist aber keine Pflicht, die Texte in deine Überlegungen mit einzubauen. Sie bieten dir ein breites Panorama an Gedanken rund um das Thema und liefern dir eventuell auch Denkanstöße, um auf eigene Ideen zu kommen, die du in deinem Essay aufgreifen kannst. Lies dir die Materialien deshalb zunächst gründlich durch und mache dir Notizen zu den Abschnitten, die dir für deinen Essay interessant erscheinen.
Jetzt geht es darum, dass du dir rund um das Thema eine eigene Gedankenwelt erschaffst und dir überlegst, welche Aspekte des Themas du gerne in deinem Essay thematisieren möchtest. Auf Basis deiner Lektüre der Materialsammlung kannst du nun deinen Gedanken freien Lauf lassen. Denke dabei an deine persönlichen Erfahrungen und an aktuelle Ereignisse. Am besten machst du dir dafür auf einem einzelnen Blatt Notizen (hierbei kann es hilfreich sein, wenn du dir z.B. eine Mindmap erstellst), damit du den Überblick behältst.
Wenn du die Themenfelder, die du gerne in deinem Essay aufgreifen möchtest, abgesteckt hast, solltest du deine Gedanken kurz ordnen. Die literarische Form eines Essays ist ziemlich offen: Du musst hier keine stark analysierende Darstellung des Sachverhalts formulieren oder dich an einen streng formalen Aufbau halten. Trotzdem sollten natürlich Grundstrukturen wie Einleitung, Hauptteil und Schluss bei deinem Text vorhanden sein. Du hast das Glück, dass du hier frei und assoziativ über ein Thema reflektieren kannst und darfst: Deine Kreativität unterliegt keinen formalen Auflagen. Du kannst beispielsweise mit einer Anekdote in deinen Text einsteigen und auch Formen wie Witz und Ironie verwenden.
Weil das Schreiben eines Essays vor allem auf deiner ganz persönlichen (subjektiven) Meinung beruht, gibt es auch kein „richtig“ oder „falsch“. Trau dich also, deine Gedankengänge offenzulegen und selbstbewusst auszuführen.
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Essay

$\blacktriangleright\;$ Thema:
Kommunikation ist heute (k)eine Kunst
$\blacktriangleright\;$ Aufgabenstellung:
Bearbeite die folgenden Aufgaben auf der Grundlage des vorgelegten Dossiers:
  • Verfasse Abstracts zu den Materialien 2-5.
  • Schreibe einen Essay mit dem Titel „Kommunikation ist heute (k)eine Kunst“.
Tipp
Einen Essay verfassen heißt, dass du dich mit dem vorgegebenen Thema - Kommunikation ist heute (k)eine Kunst - frei und kreativ auseinandersetzen sollst. Hierbei sind dir im Grunde kaum Grenzen gesetzt: Sowohl die inhaltliche als auch die formale Gestaltung deines Essays richten sich ganz nach deinen persönlichen Vorlieben und Neigungen.
Beachte zunächst: Die vorgegebene Materialsammlung kann und soll dir Denkanstöße liefern. Es ist aber keine Pflicht, die Texte in deine Überlegungen mit einzubauen. Sie bieten dir ein breites Panorama an Gedanken rund um das Thema und liefern dir eventuell auch Denkanstöße, um auf eigene Ideen zu kommen, die du in deinem Essay aufgreifen kannst. Lies dir die Materialien deshalb zunächst gründlich durch und mache dir Notizen zu den Abschnitten, die dir für deinen Essay interessant erscheinen.
Jetzt geht es darum, dass du dir rund um das Thema eine eigene Gedankenwelt erschaffst und dir überlegst, welche Aspekte des Themas du gerne in deinem Essay thematisieren möchtest. Auf Basis deiner Lektüre der Materialsammlung kannst du nun deinen Gedanken freien Lauf lassen. Denke dabei an deine persönlichen Erfahrungen und an aktuelle Ereignisse. Am besten machst du dir dafür auf einem einzelnen Blatt Notizen (hierbei kann es hilfreich sein, wenn du dir z.B. eine Mindmap erstellst), damit du den Überblick behältst.
Wenn du die Themenfelder, die du gerne in deinem Essay aufgreifen möchtest, abgesteckt hast, solltest du deine Gedanken kurz ordnen. Die literarische Form eines Essays ist ziemlich offen: Du musst hier keine stark analysierende Darstellung des Sachverhalts formulieren oder dich an einen streng formalen Aufbau halten. Trotzdem sollten natürlich Grundstrukturen wie Einleitung, Hauptteil und Schluss bei deinem Text vorhanden sein. Du hast das Glück, dass du hier frei und assoziativ über ein Thema reflektieren kannst und darfst: Deine Kreativität unterliegt keinen formalen Auflagen. Du kannst beispielsweise mit einer Anekdote in deinen Text einsteigen und auch Formen wie Witz und Ironie verwenden.
Weil das Schreiben eines Essays vor allem auf deiner ganz persönlichen (subjektiven) Meinung beruht, gibt es auch kein „richtig“ oder „falsch“. Trau dich also, deine Gedankengänge offenzulegen und selbstbewusst auszuführen.
Tipp
Einen Essay verfassen heißt, dass du dich mit dem vorgegebenen Thema - Mensch und Maschine: Facetten einer Beziehung - frei und kreativ auseinandersetzen sollst. Hierbei sind dir im Grunde kaum Grenzen gesetzt: Sowohl die inhaltliche als auch die formale Gestaltung deines Essays richten sich ganz nach deinen persönlichen Vorlieben und Neigungen.
Beachte zunächst: Die vorgegebene Materialsammlung kann und soll dir Denkanstöße liefern. Es ist aber keine Pflicht , die Texte in deine Überlegungen mit einzubauen. Sie bieten dir ein breites Panorama an Gedanken rund um das Thema Mensch und Maschine und liefern dir eventuell auch Denkanstöße, um auf eigene Ideen zu kommen, die du in deinem Essay aufgreifen kannst. Lies dir die Materialien deshalb zunächst gründlich durch und mache dir Notizen zu den Abschnitten, die dir für deinen Essay interessant erscheinen.
Jetzt geht es darum, dass du dir rund um das Thema eine eigene Gedankenwelt erschaffst und dir überlegst, welche Aspekte des Themas du gerne in deinem Essay thematisieren möchtest. Auf Basis deiner Lektüre der Materialsammlung kannst du nun deinen Gedanken freien Lauf lassen. Denke dabei an deine persönlichen Erfahrungen und an aktuelle Ereignisse. Am besten machst du dir dafür auf einem einzelnen Blatt Notizen (hierbei kann es hilfreich sein, wenn du dir z.B. eine Mindmap erstellst), damit du den Überblick behältst. Um dich dem Thema zunächst zu nähern, solltest du einige allgemeine Fragen formulieren:
  • Wie würdest du das Spannungsverhältnis zwischen Mensch und Maschine definieren?
  • Fallen dir (aktuelle) Beispiele ein, die du verwenden kannst?
  • Welche Probleme können sich ergeben, wenn Mensch und Maschine aufeinandertreffen bzw. zusammen agieren?
  • Was bedeuten Maschinen (was bedeutet Technik) für die heutige Gesellschaft?
Wenn du die Themenfelder, die du gerne in deinem Essay aufgreifen möchtest, abgesteckt hast, solltest du deine Gedanken kurz ordnen. Die literarische Form eines Essays ist ziemlich offen: Du musst hier keine stark analysierende Darstellung des Sachverhalts formulieren oder dich an einen streng formalen Aufbau halten. Trotzdem sollten natürlich Grundstrukturen wie Einleitung, Hauptteil und Schluss bei deinem Text vorhanden sein. Du hast das Glück, dass du hier frei und assoziativ über ein Thema reflektieren kannst und darfst: Deine Kreativität unterliegt keinen formalen Auflagen. Du kannst beispielsweise mit einer Anekdote in deinen Text einsteigen und auch Formen wie Witz und Ironie verwenden.
Weil das Schreiben eines Essays vor allem auf deiner ganz persönlichen (subjektiven) Meinung beruht, gibt es auch kein „richtig“ oder „falsch“. Trau dich also, deine Gedankengänge offenzulegen und selbstbewusst auszuführen.
Material 2
In dem Interview gibt Andrew Keen seine Bedenken zum Thema Internet preis. Er findet, die erwartete Globalisierung und Vernetzung habe nicht stattgefunden. Stattdessen führen soziale Netzwerke zur Vereinzelung der Menschen und fördern deren Selbstdarstellung und Wirkung in der Außenwelt. Zwar ermöglichen soziale Netzwerke Oppositionsbewegungen, doch sind diese nicht erfolgreich. Hetze und Mobbing in der Welt des Internets sind für ihn gravierende Kritikpunkte und zudem werden User von sozialen Netzwerken von den gewinnorientierten Firmen im Hintergrund dauerhaft manipuliert.
Material 3
Die Autorin Antje Boijens fasst die Theorie des Bohmschen Dialogs zusammen. Hiernach ist gelungene Kommunikation dann möglich, wenn man sich dem Denkprozess in einem Dialog bewusst wird. Hierarchien und Überzeugungsarbeit sind nicht zielführend, sondern müssen im Dialog ausgeblendet werden. Aktives Zuhören fokussieren, eigene Verunsicherung zulassen und neue Erkenntnisse schätzen. Es geht darum Einsichten und Sinn durch Gespräche zu bekommen und hierzu müssen Grenzen überwunden werden.
Material 4
Internetsucht ist nach Andreas Grieß kein Problem der Digitalisierung. Für ihn ist der Begriff an dieser Stelle falsch gewählt, da Drogen- und Alkoholsucht tödliche Folgen haben kann. Das Internet hingegen stellt für ihn die Grundlage für einen Wandel unserer Kommunikation dar. Für ihn ist deutlich, dass sich durch die Kommunikation im Internet unser Mobilitätsverhalten ändert. Dennoch zeigt sich, dass wir ein hohes Interesse an den Lebenswelten anderer haben. Die neuen Kommunikationskanäle eröffnen also weitere Möglichkeiten und stillen ihr Bedürfnis nach Information.
Material 5
Soziale Medien wurden im Jahr 2014 viel verwendet. Ein Diagramm zeigt die Ergebnisse einer Umfrage zum Anstieg der Nutzerzahlen bei unterschiedlichen Apps. Ohne die chinesische Bevölkerung zu befragen wurden knapp 42.000 Leute zwischen 16 und 64 Jahren in der ganzen Welt befragt. Alle Apps bieten Chatfunktionen mit unterschiedlichen Schwerpunkten und Zusatzleistungen. Snapchat ist mit einem Zuwachs von 57% führend, dennoch haben alle Apps Nutzerzuwachs zu verzeichnen.
#abstract

Essay: Kommunikation ist heute (k)eine Kunst

Der Wecker klingelt. Gestern war ich früh im Bett. Nachwirkungen vom Konzert am Wochenende. Ich drücke auf Schlummern. Das Weckersymbol verschwindet und noch in der Sekunde - ich war fest davon überzeugt, mich nochmal umzudrehen - erscheinen neue Nachrichten auf dem Logscreen. Ich scrolle runter, scrolle weiter. Überfliege die Infos. Das kleine @ hinter dem Absender zeigt, es sind Gruppenchats. 72 Nachrichten. Ich bin selbst überrascht. Ich lege das Handy weg und drehe mich nochmal um - noch 3:22 gibt mir mein Handy.
Kommunikation über Soziale Medien ist ein Trend, der immer weiter zunimmt und permanent werden neue Apps in die digitalen Stores der globalisierten Welt eingespielt. Snapchat erreicht 57% Nutzerzunahme in 2014 - die Rekordapp des Jahres. Pinterest bietet Bildercollagen, WhatsApp ist die Nummer eins der Chatportale in Europa, Google+ verbindet soziales Netzwerk, Mailprogramm und Kommunikationsmittel und Instagram ist die bekannteste Fotoplattform aus den USA. Das Angebot ist kaum noch zu überblicken. Immer wieder tauchen neue Messenger auf und wieder ab. Dabei ist es doch gerade für den User entscheidend, mit seinem Freundes- und Bekanntenkreis ein gemeinsamens Kommunikationsmedium zu nutzen. So setzen sich manche Plattformen durch und neue Messenger müssen mit neuen Zusatzfunktionen überzeugen. Folge ist, Freunde, die beispielsweise nicht über Whatsapp kommunizieren oder keinen Facebook-Account haben werden nicht mehr auf Veranstlatungen eingeladen oder werden bei Gruppengeschenken für das Geburtstagskind übergangen. Nicht mutwillig oder mit böser Absicht, sondern schlicht und ergreifend, weil sie nicht den gleichen Kommunikationskanal zur Verfügung stellen.
Und genau an diesem Punkt ist Kommunikation in den neuen Medien eine Kunst. Es ist eine Kunst, Kommunikation nicht nur dann stattfinden zu lassen, wenn die Wege dafür bereitet sind. Austausch sollte nicht daran scheitern, dass Adressat und Sender unterschiedliche Kommunikationsmedien nutzen. Dadurch übergeben wir die Macht über unseren Austausch einer dritten Instanz und machen uns abhängig von sozialen Medien und Messengern. Ist es nicht völlig in Ordnung, wenn eine gute Freundin WhatsApp als unsicheren Messenger ansieht und diesen nicht verwendet? Und ist es nicht dann meine Verantwortung als eben diese gute Freundin, die Kommunikation nicht einzustellen, nur weil der Weg umständlicher wird? Sollte ich sie dann nicht in ihrer Einstellung bestärken? HIer kommt die Frage auf, wie wichtig mir persönlicher Austausch ist und welche vermeidlichen Hindernisse ich dafür in Kauf nehme.
An dieser Stelle ergibt sich die Frage, was Kommunikation bedeutet. Ist Kommunikation der Austausch von Informationen? Dazu reichen Messenger. Sie sind sogar sehr hilfreich. Informationen können schnell ausgetauscht, korrigiert und ergänzt werden. Jeder ist jederzeit erreichbar und Absprachen lassen sich kurzfristig an das dynamische Leben anpassen. Hinsichtlich dieses Absprache- und Austauschaspekts ist Kommunikation heute sicherlich optimiert.
Dennoch liegt es hier auch in der Verantwortung jedes Nutzers, sich von der hohen Nachrichtenanzahl und der schnellen Veränderung nicht zu sehr stressen und leiten zu lassen. Das Gefühl, jederzeit erreichbar zu sein und immer Antworten zu müssen, übt einen immensen Druck aus. Hier sollte jeder sein eigenes Verhalten reflektieren. Außerdem können gerade Gruppenchats sehr viel unnötige Zeit und Energie kosten. Früher war es nun einmal nicht möglich, seine Meinung innerhalb von 30 Minuten mehrmals zu ändern und in der Zeit mit 15 weiteren Leuten auszutauschen, ohne dass alle Beteiligten zusammensaßen. Nachteile sind sicherlich Missverständnise und das, was Eltern gerne als Internetsucht bezeichnen. Obwohl ich das, genau wie Andreas Grieß, für den falschen Begriff halte, sehe ich doch die Probleme, die damit beschrieben werden sollen.
Nochmal zurück zum Kommunikationsbegriff… Da haben wir einmal einen Beitrag aus dem Politiklexikon von Klaus Schubert und Martina Klein: Kommunikation bezeichnet den Austausch von Informationen zwischen zwei oder mehreren Personen. Als elementare Notwendigkeit menschlicher Existenz und wichtigstes soziales Bindemittel kann Kommunikation über Sprache, Mimik, Gestik, durch schriftlichen Austausch, Medien etc. stattfinden. Die Definition kommt dem oben dargestellten nahe. Informationsaustausch ist heute absolut gegeben. Die Probleme hinsichtlich der Funktion von Kommunikationsmitteln heute als soziales Bindemittel sind fragwürdig, wenn der Kommunikationskanal die Bindemöglichkeit beeinflusst. Außerdem falls in der Digitalen Welt Gestik und Mimik weg. Nonverbale Kommunikation ist aber in vielen Bereichen absolut notwendig, um Missverständisse zu vermeiden. Häufig wird die Bedeutung von Worten erst dann verständlich, wenn die Mimik und Gestik das Gesagte in das richtige Licht rückt.
„Hey, was hast du denn für ein Problem, nicht dein Erst!“ „Hä! wie was ist los, das war ein Witz!“ „Wie ein Witz, sowas kannst du doch nicht schreiben.“ „Aber da ist doch ein lachendes Emoji hinter!“
So oder ähnlich gut funktioniert nonverbale Kommunikation in Chats. Es kommt zu Streitigkeiten und Missverständnissen auf der einen Seite, auf der anderen helfen Emojis dennoch, Gemeintes aber nicht Gesagtes zu vermitteln. Ein Nach- aber auch Vorteil - man kann seine Emotionen, vermittelt durch Emojis, kontrolliert einsetzen. Innerhalb eines realen Gesprächs ist das anders, hier kann man die Emotionen beim Gegenüber direkt ablesen und darauf reagieren. Man kann sich nicht hinter der Filterfunktion der digitalen Medien verstecken und verstellen.
Ein weiterer Kommunikationsbegriff, der Bohmsche Dialog, greift genau das auf. Kommunikation braucht die Bereitschaft zuzuhören und seine Wahrnehmung durch den Austausch kritisch zu hinterfragen. Der Sinn eines Gesprächs entsteht aus dem Gespräch selbst heraus. Genau so empfinde ich das auch. Es gibt einfach zwei Formen von Kommunikation. Das eine ist Informationsaustausch und Unterhaltung, beides durchaus möglich in unserer heutigen Zeit. Zwar mit Hindernissen und Hürden aber auch mit vielen Vorteilen. Und auf der anderen Seite Gespräche, tiefgehende und inspirierende Unterhaltungen, die sich eben aus sich selbst heraus entwickeln. Hierzu braucht es das Gegenüber live und in Farbe - wie man so schön sagt. Das nennt sich Dialog, etwas, was in der digitalen Welt funktionieren kann, aber schon eher eine Kunst darstellt.
Einigen wir uns also darauf: Kommunikation, egal welcher Definition nach, ist eine Herausforderung - immer - und bedarf genauem Bewusstsein und genügend Selbstreflexion. Nur dann kann Austausch und Gespräch auch heute und vor allem auch in unseren Medien funktionieren und das Leben jedes Users bereichern.
#essay#argumentationsstruktur
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