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Aufgabe 5

Aufgaben
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Texterörterung/Textanalyse

$\blacktriangleright\;$ Thema:
Bernd Kramer: Hard Skills, please.
$\blacktriangleright\;$ Aufgabenstellung:
  • Arbeite die Aussagen des Autors heraus; berücksichtige dabei, wie er den Text gestaltet hat.
  • Setze dich kritisch mit den Argumenten des Autors auseinander.
  • Erörter - über den Text hinausgehend - inwieweit soziale Kompetenzen für die Berufswelt von Bedeutung sind.
[Schwerpunkt Erörterung]
#erörtern#argumentationsstruktur

Bernd Kramer

Hard Skills, please.

Angeblich muss man tüchtig an seinen Soft Skills arbeiten, wenn man es im Beruf zu was bringen will. Können wir mal aufhören mit dem Quatsch - und einfach arbeiten?
95
antworten. Es verfolgt uns wie der An-
ruf des Chefs, der uns natürlich auch im
Urlaub auf dem Handy erreichen kann.
Bereits Siegfried Kracauer beschrieb in
seiner Angestelltenstudie die „von den
100
Charakteranalysen her drohende Gefahr
eines Übergriffs in die Privatsphäre“.
Die Psychologisierung der Arbeitswelt
bedeutet, dass auch deren Probleme
psychologisch zu interpretieren sind.
105
Klappt es im Büro nicht, liegt das nicht
mehr nur an der schwierigen Wirt-
schaftslage oder dem falschen Fach, das
wir studiert haben. Irgendwas tief in
uns drin ist mitverantwortlich. Soll die
110
Persönlichkeit für den Erfolg bestim-
mend sein, ist sie das auch für unser
Scheitern. Da wird der hübsche Soft-
Skills-Jargon brutal: Er führt uns direkt
in eine „Welt, in welcher persönliche
115
Niederlagen, auch wenn sie sozial be-
dingt sind, sozial kompetent eingesteckt
werden“ müssen. schreibt der Basler
Bildungsphilosoph Roland Reichen-
bach. Protest verrät mangelnde Sozial-
120
kompetenz.
Indem überall Soft Skills eingefordert
werden, wird nicht nur unsere ganze
Person in Mithaftung für sämtliche
Übel der Arbeitswelt genommen. Wir
125
müssen auch deren Ungerechtigkeiten
hinnehmen.
Eigentlich lebt eine moderne Gesell-
schaft von dem Versprechen, dass die
besten Stellen nach Leistung und Bega-
130
bung vergeben werden, nach klaren
Kriterien, an denen sich jeder orientie-
ren kann. Aber was ist gerecht, wenn
der Aufstieg von weichen, widersprüch-
lichen Qualifikationen abhängen soll?
135
Die Soziologen Michael Hartmann und
Johannes Kopp haben die Lebensläufe
von 6 500 promovierten Ingenieuren,
Juristen und Wirtschaftswissenschaft-
lern ausgewertet, also von fachlich bes-
140
tens qualifizierten Leuten. Das Ergeb-
nis: In die obersten Chefetagen schaffen
es nur diejenigen unter ihnen, die aus
dem richtigen Elternhaus stammen. Nur
sie haben von klein auf die feinen
145
Codes und Umgangsformen des geho-
benen Bürgertums gelernt und verin-
nerlicht, mit denen sie ihren Förderern
signalisieren, dass sie denselben Krei-
sen entstammen. Ist das gerecht? Man
150
fände bestimmt ein paar Soft Skills, mit
denen sich legitimieren ließe, dass sich
in den Führungsetagen immer derselbe
Schlag Mensch verschanzt. Weltge-
wandtheit, Stil, Etikette, was auch im-
155
mer.
Gute Doktoranden aus Arbeiterfamilien
bleiben derweil unterwegs stecken. Ge-
nau wie Frauen, die irgendwann mit
ihrem Kopf an die gläserne Decke knal-
160
len beim Versuch, auf der Karriereleiter
nach oben zu kommen. Woran das liegt?
Soft Skills natürlich. Fehlendes Alpha-
tiergehabe, untrainierte Ellenbogen, man-
gelndes Gespür für Herrenwitz. Daran
165
zeigt sich wieder die Verlogenheit des
Soft-Skills-Konzepts: Man könnte den
Aufstieg auch mit den genau entgegen-
gesetzten Eigenschaften rechtfertigen.
Wir sind so gut ausgebildet wie keine
170
Generation vor uns. Warum sind wir
nicht selbstbewusst und treten das Soft-
Skills-Gerede, das uns überall entgegen-
schlägt, in die Tonne? Konzentrieren
wir uns besser auf das, was bei der Ar-
175
beit wesentlich ist: dass der Kram er-
ledigt wird.

1 Curriculum:Lehrplan
Aus: jetzt-Leben und Job No. 6/2012.
S. 30 (Beilage der Süddeutschen Zeitung)
#zeitungsartikel
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Thema:
Bernd Kramer: Hard Skills, please.
Aufgabenstellung:
  • Arbeite die Aussagen des Autors heraus; berücksichtige dabei, wie er den Text gestaltet hat.
  • Setze dich kritisch mit den Argumenten des Autors auseinander.
  • Erörter - über den Text hinausgehend - inwieweit soziale Kompetenzen für die Berufswelt von Bedeutung sind.
[Schwerpunkt Erörterung]
Deine Aufgabe unterteilt sich in vier verschiedene Teilaufgaben, wobei die Gewichtung auf der Erörterung liegt.
  1. Aussagen des Autors: Hierbei solltest du chronologische vorgehen und die Hauptaussagen des Autors darstellen. Es ist sinnvoll, wenn du schon beim Lesen den Text in Sinnabschnitte ordnest.
  2. Gestaltung des Textes: Hierbei ist es wichtig, häufige sprachliche Mittel, den Adressatenbezug und die Sprachwahl zu betrachten. Es geht nicht darum, jedes Stilmittel zu entdecken. Vielmehr ist eine grundsätzliche Gestaltung und deren Wirkung gefragt.
  3. Kritische Auseinandersetzung mit den Argumenten: Hier sollst du noch keine eigenen Argumente gestalten, sondern die Argumente des Autors sowohl bekräftigen als auch entkräften.
  4. Erörterung: Hier ist der Hauptpunkt der Aufgabe. Sammel Pro- und Kontraargumente zu der These und gewichte sie. Überleg dir, wo du Beispiele und wo du Belege einbauen kannst.
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Texterörterung/Textanalyse

$\blacktriangleright\;$ Thema:
Bernd Kramer: Hard Skills, please.
$\blacktriangleright\;$ Aufgabenstellung:
  • Arbeite die Aussagen des Autors heraus; berücksichtige dabei, wie er den Text gestaltet hat.
  • Setze dich kritisch mit den Argumenten des Autors auseinander.
  • Erörter - über den Text hinausgehend - inwieweit soziale Kompetenzen für die Berufswelt von Bedeutung sind.
[Schwerpunkt Erörterung]
Tipp
Deine Aufgabe unterteilt sich in vier verschiedene Teilaufgaben, wobei die Gewichtung auf der Erörterung liegt.
  1. Aussagen des Autors: Hierbei solltest du chronologische vorgehen und die Hauptaussagen des Autors darstellen. Es ist sinnvoll, wenn du schon beim Lesen den Text in Sinnabschnitte ordnest.
  2. Gestaltung des Textes: Hierbei ist es wichtig, häufige sprachliche Mittel, den Adressatenbezug und die Sprachwahl zu betrachten. Es geht nicht darum, jedes Stilmittel zu entdecken. Vielmehr ist eine grundsätzliche Gestaltung und deren Wirkung gefragt.
  3. Kritische Auseinandersetzung mit den Argumenten: Hier sollst du noch keine eigenen Argumente gestalten, sondern die Argumente des Autors sowohl bekräftigen als auch entkräften.
  4. Erörterung: Hier ist der Hauptpunkt der Aufgabe. Sammel Pro- und Kontraargumente zu der These und gewichte sie. Überleg dir, wo du Beispiele und wo du Belege einbauen kannst.
Tipp
Deine Aufgabe unterteilt sich in vier verschiedene Teilaufgaben, wobei die Gewichtung auf der Erörterung liegt.
  1. Aussagen des Autors: Hierbei solltest du chronologische vorgehen und die Hauptaussagen des Autors darstellen. Es ist sinnvoll, wenn du schon beim Lesen den Text in Sinnabschnitte ordnest.
  2. Gestaltung des Textes: Hierbei ist es wichtig, häufige sprachliche Mittel, den Adressatenbezug und die Sprachwahl zu betrachten. Es geht nicht darum, jedes Stilmittel zu entdecken. Vielmehr ist eine grundsätzliche Gestaltung und deren Wirkung gefragt.
  3. Kritische Auseinandersetzung mit den Argumenten: Hier sollst du noch keine eigenen Argumente gestalten, sondern die Argumente des Autors sowohl bekräftigen als auch entkräften.
  4. Erörterung: Hier ist der Hauptpunkt der Aufgabe. Sammel Pro- und Kontraargumente zu der These und gewichte sie. Überleg dir, wo du Beispiele und wo du Belege einbauen kannst.
Kompetenzorientierte Lehrpläne sind heute in jeder Schule üblich. Doch was bedeutet Kompetenz und was sind Soft Skills. Bernd Kramer äußert sich in seinem Text mit dem Titel „Hard Skills, please.“ vom Juni 2012 über die Diskrepanz von Hard und Soft Skills.
Einleitung
Er findet, es sei an der Zeit, sich wieder auf die Arbeit und die Kernaufgaben zu konzentrieren, statt Soft Skills zu sehr in den Mittelpunkt zu rücken.
Textanalyse
Als Eröffnung seiner Darstellung wählt der Autor ein Beispiel von der Uni Fulda, wo der Studiengang „Sozialkompetenz“ (Z. 3) eingeführt wurde. Aus diesem Extrembeispiel zieht er den Schluss, dass fachliche Kompetenz hinter persönlicher in den Hintergrund gerät (vgl. Z. 15-26). Dass dieses Phänomen nichts Neues ist, erklärt er im Folgenden. Bis Zeile 53 stellt er dar, wie das „Psychosprech im 20. Jahrhundert von den Unternehmen aus seinen Siegeszug durch die Gesellschaft antrat“ (Z. 49-52). Daraus ergibt sich die Hauptthese des Autors: „[D]er Ruf nach Soft Skills bedeutet, dass die Ansprüche steigen, dass uns noch mehr abverlangt wird im Job“ (Z. 58-60). Diese Position bekräftigt er, indem er im Folgenden die Widersprüche innerhalb der Soft Skills darstellt (vgl. Z. 61-75). Sein Fazit daraus, Anforderungen, die zum Widerspruch führen, bewirken, „dass man sie nie ganz wird erfüllen können“ (Z. 79f.). Daraus resultiert für ihn, dass sich das Gefühl, nicht zu genügen, vom Job ins Private überträgt. „Klappt es im Büro nicht, liegt das nicht mehr nur an der schwierigen Wirtschaftslage oder dem falschen Fach, das wir studiert haben. Irgendwas tief in uns drin ist mitverantwortlich.“ (Z. 105-109) Es kommt zu einer Psychologisierung und daraus resultierenden „Ungerechtigkeiten“ (Z. 125). Frauen und Arbeiter aus nciht akademischen oder ökonomisch schlechter gestellten Familien sind verlierer dieser Entwicklung. Sein Fazit, „konzentrieren wir uns besser auf das, was bei der Arbeit wesentlich ist: dass der Kram erledigt wird.“ (Z. 173-176)
Struktur und Aussagen
Hinsichtlich der Gestaltung wählt der Autor zunächst die Wir-Form. Das Personalpronomen sorgt dafür, dass sich der Leser mit dem Autor verbunden fühlt und automaticshe seine Argumentationsstruktur bejaht. Durch rhetorische Fragen wie: „Ist das gerecht?“ (Z. 149) wird der Leser zum Nachdenken motiviert und hinterfragt das Handeln der Unternehmer.
Gestaltung
Adressatenbezug
Durch die provokante sprachliche Gestaltung wird der Leser zudem unterhalten und liest den Text gerne. Umgangssprachliche Formulierungen wie „[d]enn mal ehrlich“ (Z. 87) suggerieren eine Freundschaftsebene und schaffen Vertrauen, sind also zusätzlich lesernah.
Umgangssprache
Trotz dieser Form der Nähe nutzt er Bezüge auf Wissenschaftler, Soziologen (vgl. Z. 48, 135) und Bildungsphilosophen (vgl. Z. 118), um die Glaubwürdigkeit seiner Aussagen zu bestärken.
Autoritäten
Nachdruck gibt der Autor seinen Worten durch Wiederholungen und Aufzählungen. Beispielsweise redet nicht einfach die Bevölkerung über Soft Skills, sondern Schule, Uni, Dozenten, Freunde mit und ohne BWL-Hintergrund (Z. 19f.). Aussagen werden dadurch verstärkt und bekommen mehr Aufmerksamkeit.
Wiederholungen und Aufzählungen
Außerdem machen solche sprachlichen Auffälligkeiten die Absurdität der Lage deutlich. Hierdurch bekommt der Text die provokante und teilweise sehr ironische Note. Wertungen wie, „die abstruseste Curricularisierung eines Blablas“ (Z. 16f.) sorgen dafür, dass die Debatte um Soft Skills vom Leser verlacht wird. Das entscheidende Merkmal für den Text, da so die Unternehmer und ihre Kriterien nicht mehr ernst genommen werden. Genau dadurch funktioniert die Überzeugungsarbeit des Autors.
Ironie
Die Fokussierung auf Soft Skills in der Arbeitswelt führt auf der einen Seite dazu, dass das Wesentliche, die Arbeitsleistung, in den Hintergrund verschwindet. Auf der anderen Seite ist die psychische Belastung der Arbeitnehmer auch außerhalb der Arbeit enorm. Ungerechtigkeit in der Arbeitswelt wird verstärkt und die Selbstkritik immer mehr in den Fokus gerückt.
Kramers Thesen
Dieser These kann man in einigen Punkten zustimmen. Beispielsweise führt die Fixierung auf Soft Skills dazu, dass einerseits die Wissenschaftlichkeit und fachwissenschaftliche Ausbildung zu kurz kommt und andererseit Selbstoptimierung in den Vordergrund tritt. Damit wird nicht nur Wissen und Können, sondern auch immer Persönlichkeit kritisiert. Ein Zustand, der die Psyche auch außerhalb der Arbeitswelt belastet, da man immer bestrebt ist, die eigene Persönlichkeit zu optimieren, um einem höheren ökologischen Anspruch zu genügen.
Ständige Verfügbarkeit und die digitale Kommunikation schaffen eine dauerhafte Erreichbarkeit der Arbeitnehmer durch ihre Vorgesetzten. Privates und geschäftliches verschwimmt und damit auch der Stress. Dies kann zu stressbedingten Krankheiten wie Burn-Out und Depressionen führen.
Kramer nennt zusätzlich das nachvollziehbare Argumente, soziale Ungerechtigkeit würde sich verstärken. Arbeitnehmer aus sozial oder ökonomisch starken Familien haben tendenziell bessere Soft Skills und dadurch in der Abreitswelt bessere Chancen. Außerdem lassen sich Soft Skills weniger gut vergleichen als Fachwissen, somit lassen sich hiermit eher fragwürdige Personalentscheidungen begründen. Es ist also die Aufgabe der Bildungseinrichtungen eventuelle Unterschiede durch die familiäre Herkunft auszugleichen, damit alle Schülerinnen und Schüler die gleichen Chancen haben.
Pro-Argumente
Trotzdem ist aus Unternehmenssicht absolut nachvollziehbar, dass Soft Skills wie Kommunikation, Teamfähigkeit und selbstständiges und verantwortungsvolles Arbeiten wichtig sind. Gerade in einer vernetzten Welt, wo nicht mehr die Produktion, sondern die Entwicklung im Fokus steht, ist es wichtig, sich über Ideen und Fortschritte angemessen auszutauschen.
Darüber hinaus ist es keinesfalls nötig, dass alle dieser Fähigkeiten immer und zeitgleich abverlangt werden. Es liegt vielmehr auch im Interesse der Unternehmer, die Grenze zwischen Privatem und Geschäftlichem wieder zu schaffen. Homeoffice und flexible Arbeitszeiten sind darüber hinaus Vorteile, die die neue Arbeitswelt bietet. Das funktioniert aber nur, wenn entsprechende Soft Skills garantieren, dass der Arbeitnehmer den maximalen Fortschritt des Unternehmens im Fokus hat. Nur dann ist Freiheit in der Arbeitswelt auch möglich.
Ungerechtigkeit in der Arbeitswelt, wie angesprochen gegen Frauen, ist meiner Meinung nach ein Aspekt, der sich ausgleichen wird, je mehr wir auch auf kompetente Frauen in den führenden Schichten eines Unternehmens angewisen sind. Hierbei ist es wichtig, dass Arbeitnehmer ihr Selbstwertgefühl nicht nur durch die Wertschätzung anderer erlangen. Hierführ gibt es unzählige Angebote, die Personen dabei unterstützen ihr Selbstbewusstsein und Standing zu stärken und so auch im Unternehmen präsent und zufrieden zu sein.
Kontra-Argumente
Die Rolle von sozialen Kompetenzen in der Berufswelt ist also ein Diskussionsaspekt, der im Folgenden genauer betrachtet wird. Hierbei handelt es sich um die Fertigkeiten, die einen Menschen dazu befähigen Interaktion und Teamarbeit zu optimieren.
Erörterung
Kommunikation ist sicherlich in unserer globalisierten Welt entscheidendste soziale Kompetenz. Wenn Unternehmen zwischen den USA, Asien und Europa vernetzt sind, dann sind sowohl interkulturelle aber auch kommunikative Soft Skills gefragt. Aber auch im kleinen Rahmen sind einzelne Geschäftsbereiche nicht mehr getrennt zu betrachten. Das Marketing muss wissen, welche Produkte wann und wo auf den Markt kommen, der Vertrieb muss seine Kampagne daran ausrichten und das ganze muss eventuell mit den Kunden abgestimmt werden. Das alles sind dynamische Prozesse und Kommunikation ist hier absolut entscheidend. Dennoch funktioniert Kommunikation nur über die richtigen Kanäle und mit entsprechenden Regeln. Auch das gehört zur sozialen Kompetenz. Sich an Regeln halten, zuverlässig Aufgaben umsetzen und das Vertrauen der Kollegen nciht enttäuschen oder missbrauchen.
Hierdurch ergibt sich ein Bottom-up-Effekt. Vorbilder sind nicht nur Vorgesetzte, sondern alle Mitarbeiter und man kann von jedem anderen lernen.
Teamfähigkeit ist hierbei ein Schlüssel und dazu gehört Kritikfähigkeit und Fairness. Hier kommt eine Schwierigkeit ins Spiel. Wenn das Klima im Unternehmen so gut ist, dass Kollegen zu Freunden werden, dann ist es umso schwerer Kritik anzunehmen und zu formulieren. Doch gerade das sollte nicht passieren.
Pro-Argumente
Ein Aspekt der Verstärkung von sozialen Kompetenzen ist es also, dass Disziplin und Struktur durch flache Hierarchien und freundschaftlichen Umgang einbüßen können. Hier müssen schon alle Mitarbeiter wirklich motiviert und selbstreflektiert sein, um das zu ermöglichen. Ein weiterer Nachteil ist, dass alle Mitarbeiter irgendwie gleich gemacht werden. An jeden werden die gleichen Erwartungen und Anforderungen gestellt und Individualisten, die eventuell kreativere und andere Ideen haben, gehen unter. Außerdem geht der Fokus auf Fachwissenschaftlichkeit verloren, wenn soziale Kompetenzen zu sehr in den Vordergrund rücken. Die Qualität und der Fortschritt können darunter leiden, dass freie Strukturen und zu viel Kommunikation zu wenig Abreitsleistung zur Folge haben.
Der Druck, der auf die Persönlichkeit jedes Mitarbeiters einwirkt, ist außerdem eine große Belastung. Soziale Kompetenz haben viele Menschen sozusagen von Geburt an. Sie sind einfach kommunikativ, organisiert, offen und selbstbewusst. Das schüchtert andere Arbeitnehmer eventuell ein. Soziale Kompetenz ist anders als Fachwissen schwer zu erlernen. Dadurch kommen Versagensängste zustande und das Selbstwertgefühl leidet.
Kontra-Argumente
Es ist also, wie bei vielen anderen Themen auch, sinnvoll, einen Mittelweg zu fokussieren. Natürlich sind soziale Kompetenzen in unserer Arbeitswelt nciht mehr weg zu denken. Das ist auch gut so. Kommunikation, Verantwortung, Teamfähigkeit und Vorbildfunktion sind wichtige Aspekte in einem Unternehmen und bedeutende Fähigkeiten. Daneben dürfen diese Fähigkeiten alleine aber nicht Grundlage für die Bewertung von Arbeitsleistungen sein. Daneben gehören Fachwissen, Qualität und Arbeitshaltung dazu. Querdenker und Indivdualisten können in der entsprechenden Umgebung sehr nützlich sein. Ein Mittelweg ist optimal.
Schluss
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