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Aufgabe 1

Aufgaben
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Auf anderen Wegen

1
Du willst gehen, ich lieber springen
Wenn du redest, will ich singen
Du schlägst Wurzeln, ich muss fliegen
Wir haben die Stille um uns totgeschwiegen
Wo ist die Liebe geblieben

6
Ich fühl' mich jung und du dich alt
so fallen wir um, uns fehlt der Halt
Wir müssen uns bewegen
Ich bin dafür, du dagegen
Wir gehen auf anderen Wegen

Refrain: (2x)
11
Mein Herz schlägt schneller als deins,
sie schlagen nicht mehr wie eins
Wir leuchten heller allein,
vielleicht muss es so sein


15
Sind ein festgefahrenes Ritual, das immer stärker brennt
und ich frage nicht mehr nach,
was uns verbindet oder trennt,
weil ich weiß, wir fahren weiter im Kreis
Wir müssen atmen, wieder wachsen
20
bis die alten Schalen platzen
und wo wir uns selbst begegnen,
fallen wir mitten ins Leben
Wir gehen auf anderen Wegen
Refrain (2x):
$\,$
Mein Herz schlägt schneller…

25
Ich geb' dich frei
Ich werd' dich lieben
Bist ein Teil von mir geblieben

$\,$
Geb' dich frei
Ich werd' dich lieben

30
Frei – ich werd' dich lieben
Refrain (2x):
$\;$
Mein Herz schlägt schneller…

$\;$
vielleicht muss es so sein
vielleicht muss es so sein
So sein so sein so sein

Andreas Bourani (*1983). deutscher Songschreiber

Quelle: Bourani, Andreas; Copyright BMG Rights Management GmbH, Berlin


#lied
Hinweis
Bei der Aufgabenstellung „Textbeschreibung“ wird entweder ein Gedicht oder ein Prosatext bearbeitet. Arbeite bei dieser Aufgabenstellung grundsätzlich mit Zitaten und Belegen aus dem Text.
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#beleg#zitieren
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Tipps für die Gedichtinterpretation
Lies das Gedicht mehrmals durch und mache dir über die Absicht hinter dem Gedicht Gedanken.
Ist es ein Liebesgedicht oder ein Naturgedicht? Wie fühlt sich das lyrische Ich? Wer wird angesprochen?

Aufbau einer Gedichtinterpretation: Einleitung - Hauptteil - Schluss.
Bei dieser typischen Dreigliederung geht man wie folgt vor:
  • Der Einstieg (Einleitung und Aufbau) in eine Gedichtinterpretation dient dazu, den Leser in das Thema einzuführen und das Thema kurz zu erläutern. In die Einleitung schreibst du Titel, Autor, Erscheinungsjahr, Textart und Thema des Gedichts. Dazu kannst du auch auf den formalen Aufbau des Gedichts eingehen, d.h. du behandelst die Form der Lyrik, die Anzahl der Strophen und Verse, die Reimform und das Metrum/ Versmaß. Auch auf die sprachlichen Besonderheiten, also stilistische Mittel, Vergleiche oder rhetorische Fragen, sollte eingegangen werden. Achte auch auf den verwendeten Satzbau!
  • Im Hauptteil (Inhalt und Deutung) geht es um die inhaltliche Analyse des Gedichts. Was ist die Absicht und mit welchen Mitteln wird diese umgesetzt? In diesem Teil erläuterst du die Handlung des Gedichts und interpretierst sie. Vergiss dabei nicht, die Überschrift miteinzubeziehen. Belege alle Aspekte mit Zitaten aus dem Text, damit du zeigen kannst, woher du deine Schlußfolgerungen hast.
  • Im Schluss fasst du alles noch einmal zusammen. Je nach Inhalt des Textes, kannst du in diesem Teil, die Absichten des Autors erläutern und sogar abschließend mit aktuellen Themen vergleichen. Vermeide es allerdings deine eigene Meinung einfließen zu lassen, wie es in der Erörterung der Fall ist.
Tipps für die Gedichtinterpretation
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Ist es ein Liebesgedicht oder ein Naturgedicht? Wie fühlt sich das lyrische Ich? Wer wird angesprochen?

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Bei dieser typischen Dreigliederung geht man wie folgt vor:
  • Der Einstieg (Einleitung und Aufbau) in eine Gedichtinterpretation dient dazu, den Leser in das Thema einzuführen und das Thema kurz zu erläutern. In die Einleitung schreibst du Titel, Autor, Erscheinungsjahr, Textart und Thema des Gedichts. Dazu kannst du auch auf den formalen Aufbau des Gedichts eingehen, d.h. du behandelst die Form der Lyrik, die Anzahl der Strophen und Verse, die Reimform und das Metrum/ Versmaß. Auch auf die sprachlichen Besonderheiten, also stilistische Mittel, Vergleiche oder rhetorische Fragen, sollte eingegangen werden. Achte auch auf den verwendeten Satzbau!
  • Im Hauptteil (Inhalt und Deutung) geht es um die inhaltliche Analyse des Gedichts. Was ist die Absicht und mit welchen Mitteln wird diese umgesetzt? In diesem Teil erläuterst du die Handlung des Gedichts und interpretierst sie. Vergiss dabei nicht, die Überschrift miteinzubeziehen. Belege alle Aspekte mit Zitaten aus dem Text, damit du zeigen kannst, woher du deine Schlußfolgerungen hast.
  • Im Schluss fasst du alles noch einmal zusammen. Je nach Inhalt des Textes, kannst du in diesem Teil, die Absichten des Autors erläutern und sogar abschließend mit aktuellen Themen vergleichen. Vermeide es allerdings deine eigene Meinung einfließen zu lassen, wie es in der Erörterung der Fall ist.
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Auf anderen Wegen

Tipps für die Gedichtinterpretation
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Ist es ein Liebesgedicht oder ein Naturgedicht? Wie fühlt sich das lyrische Ich? Wer wird angesprochen?

Aufbau einer Gedichtinterpretation: Einleitung - Hauptteil - Schluss.
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  • Der Einstieg (Einleitung und Aufbau) in eine Gedichtinterpretation dient dazu, den Leser in das Thema einzuführen und das Thema kurz zu erläutern. In die Einleitung schreibst du Titel, Autor, Erscheinungsjahr, Textart und Thema des Gedichts. Dazu kannst du auch auf den formalen Aufbau des Gedichts eingehen, d.h. du behandelst die Form der Lyrik, die Anzahl der Strophen und Verse, die Reimform und das Metrum/ Versmaß. Auch auf die sprachlichen Besonderheiten, also stilistische Mittel, Vergleiche oder rhetorische Fragen, sollte eingegangen werden. Achte auch auf den verwendeten Satzbau!
  • Im Hauptteil (Inhalt und Deutung) geht es um die inhaltliche Analyse des Gedichts. Was ist die Absicht und mit welchen Mitteln wird diese umgesetzt? In diesem Teil erläuterst du die Handlung des Gedichts und interpretierst sie. Vergiss dabei nicht, die Überschrift miteinzubeziehen. Belege alle Aspekte mit Zitaten aus dem Text, damit du zeigen kannst, woher du deine Schlussfolgerungen hast.
  • Im Schluss fasst du alles noch einmal zusammen. Je nach Inhalt des Textes, kannst du in diesem Teil, die Absichten des Autors erläutern und sogar abschließend mit aktuellen Themen vergleichen. Vermeide es allerdings deine eigene Meinung einfließen zu lassen, wie es in der Erörterung der Fall ist.
Tipps für die Gedichtinterpretation
Lies das Gedicht mehrmals durch und mache dir über die Absicht hinter dem Gedicht Gedanken.
Ist es ein Liebesgedicht oder ein Naturgedicht? Wie fühlt sich das lyrische Ich? Wer wird angesprochen?

Aufbau einer Gedichtinterpretation: Einleitung - Hauptteil - Schluss.
Bei dieser typischen Dreigliederung geht man wie folgt vor:
  • Der Einstieg (Einleitung und Aufbau) in eine Gedichtinterpretation dient dazu, den Leser in das Thema einzuführen und das Thema kurz zu erläutern. In die Einleitung schreibst du Titel, Autor, Erscheinungsjahr, Textart und Thema des Gedichts. Dazu kannst du auch auf den formalen Aufbau des Gedichts eingehen, d.h. du behandelst die Form der Lyrik, die Anzahl der Strophen und Verse, die Reimform und das Metrum/ Versmaß. Auch auf die sprachlichen Besonderheiten, also stilistische Mittel, Vergleiche oder rhetorische Fragen, sollte eingegangen werden. Achte auch auf den verwendeten Satzbau!
  • Im Hauptteil (Inhalt und Deutung) geht es um die inhaltliche Analyse des Gedichts. Was ist die Absicht und mit welchen Mitteln wird diese umgesetzt? In diesem Teil erläuterst du die Handlung des Gedichts und interpretierst sie. Vergiss dabei nicht, die Überschrift miteinzubeziehen. Belege alle Aspekte mit Zitaten aus dem Text, damit du zeigen kannst, woher du deine Schlußfolgerungen hast.
  • Im Schluss fasst du alles noch einmal zusammen. Je nach Inhalt des Textes, kannst du in diesem Teil, die Absichten des Autors erläutern und sogar abschließend mit aktuellen Themen vergleichen. Vermeide es allerdings deine eigene Meinung einfließen zu lassen, wie es in der Erörterung der Fall ist.
1.
Einleitung und Aufbau
Der Songtext zu dem Lied „Auf anderen Wegen“ von Andreas Bourani wurde 2014 das erste Mal von BMG in Berlin veröffentlicht.
Bourani beschreibt in seinem Lied das Ende einer Liebesbeziehung. Bei dem Lied spricht das lyrische Ich über den Grund des Beziehungsendes und vergleicht sich in den einzelnen Strophen mit seinem Partner oder Partnerin. Es handelt sich dabei um eine melancholische Ballade.
Insgesamt besteht die Ballade aus neun Strophen, davon sind drei Strophen der Refrain. Die ersten beiden Strophen bestehen aus jeweils fünf Versen, die einen Paarreim aufweisen, also aabbb. Der Refrain besteht aus vier Versen und weist einen reinen Paarreim mit aabb auf. Die vierte Strophe, die auch insgesamt die längste ist, besteht aus neun Strophen. Das Reimschema gleicht einem unregelmäßigen Schweifreim mit abacddeee. Bei Vers sechs handelt es sich um den Refrain. Ab dem sechsten Vers werden die folgenden Verse kürzer und das Reimschema ändert sich und fällt teilweise sogar aus. Denn Vers sieben besteht aus drei Strophen, wobei sich nur noch die letzten beiden Strophen durch einen Paarreim, also aa, reimen. Der achte Vers ist eine Wiederholung des vorhergehenden, aber in einer elliptischen Version, wobei sich die letzten beiden Strophen wiederholen. Bei diesen beiden Epiphern handelt es sich um ein identisches Reimformat. In der siebten und letzten Strophe handelt es sich um eine Ansammlung von Wiederholungen. Besonders der letzte Vers besteht aus Epiphern aus den ersten beiden Versen der Strophe. Dieser letzte Vers wirkt wie ein Echo und eine Bekräftigung des Entschlusses des lyrischen Ichs, dass eine Trennung die richtige Entscheidung ist.
Durch die Ballade ziehen sich zahlreiche Metaphern, sowie Antithesen, Elisionen und Wiederholungen, auf die im Weiteren eingegangen wird. Im Vordergrund steht das lyrische Ich, das in der Ich-Form aus seiner Sicht formuliert und das Lied bestimmt. Die Verse sind überwiegend in Parataxen aufgebaut, wodurch der Text einprägsam wird.

2.
Inhalt und Deutung
Zu Beginn vergleicht sich das lyrische Ich mit seinem Partner oder Partnerin und zählt die Unterschiede in seiner Partnerschaft auf. In der ersten Strophe nutzt das lyrische Ich Metaphern, um die Unterschiede zu verdeutlichen: „Du schlägst Wurzeln, ich muss fliegen“ (Z. 3). Auf der einen Seite steht „das Wurzeln schlagen“ für das Stehen, nicht mehr weitergehen wollen, denn wer wie ein Baum seine Wurzeln schlägt, hat seinen Ort gefunden und will diesen nicht mehr verlassen. Mit einem Paradoxon führt das lyrische Ich weiter aus, wie problematisch mittlerweile seine Liebesbeziehung ist: „Wir haben die Stille um uns totgeschwiegen“ (Z. 4).
Sie haben sich nichts mehr zu sagen. Das Verb „totschweigen“ bedeutet nicht nur schweigen, sondern auch etwas verheimlichen, bis hin zu etwas nicht erwähnen, damit der Eindruck erweckt wird, dass es nicht da ist. Möglicherweise bezieht sich das lyrische Ich an dieser Stelle auf die gemeinsamen Probleme in der Partnerschaft, die man ab einem gewissen Zeitpunkt übergeht und nicht mehr lösen will. Denn die erste Strophe schließt mit einer rhetorischen Frage: „Wo ist die Liebe geblieben“ (Z. 5) ab. Die Liebe, also das Fundament der Partnerschaft, fehlt und das lyrische Ich scheint nicht zu wissen, ab wann sie nicht mehr da war und vor allem, weiß es nicht, warum sie nicht mehr da ist.
In der zweiten Strophe geht der Vergleich weiter. Das lyrische Ich fühlt sich „jung“ (Z. 6), während der Partner oder die Partnerin sich „alt“ fühlt. Bedingt durch diesen Unterschied ist das lyrische Ich der Meinung, dass sie beide als Paar umfallen (vgl. Z. 7). Mit dieser Formulierung zieht das lyrische Ich einen Vergleich zur Metapher des Baumes, der seine Wurzeln schlägt, diese aber nicht fest genug waren und er deshalb umfällt. Vielleicht aus Schwäche oder weil das Fundament, die Liebe, fehlt.
Im vierten Vers findet sich eine Antithese: „Ich bin dafür, du dagegen“. Das Paar ist verschiedener Meinung. Das lyrische Ich ist davon überzeugt, dass sich beide bewegen müssen (Vgl. Z. 8), jedoch stehen beide Meinungen gegenüber und sie kommen auf keinen gemeinsamen Nenner mehr. Das Ergebnis ist, dass sie „auf anderen Wegen gehen“ (Z. 10) müssen. Es handelt sich dabei um eine Metapher, die bedeutet, dass sich die beiden trennen müssen, die Beziehung ist am Ende.
Es folgt der Refrain. Das lyrische Ich verdeutlicht mithilfe von der Herz- und Rhythmus-Metapher (Vgl. Z. 11f), dass sie trotz Partnerschaft unterschiedliche Geschwindigkeiten haben, „mein Herz schlägt schneller als deins“ (Z. 11). Ihr Rhythmus passt nicht mehr zusammen und sie sind nicht mehr eins. Weiter ist sich das lyrische Ich sicher, dass sie heller allein leuchten (Vgl. Z. 13). Diese Metapher der Helligkeit deutet darauf hin, dass das lyrische Ich von seiner Entscheidung überzeugt ist. Denn Helligkeit steht für Eindeutigkeit und Wahrheit, ganz im Gegensatz zu Schatten und Dunkelheit, wo Dinge im Verborgenen liegen können. „Vielleicht muss es so sein“ (Z. 14), dass sie sich trennen, denn wenn jeder einzeln heller leuchtet, ist jeder für sich auch stärker und ehrlicher zu sich selbst.
In der vierten Strophe vergleicht das lyrische Ich sich und seine Partnerin mit einem festgefahrenem Ritual, das immer stärker brennt (Vgl. Z. 15). Ein Ritual ist ein wiederholtes, aber immer gleich bleibendes und regelmäßiges Vorgehen. Ein Ritual ist zwar etwas gewohntes, kann aber auch langweilig sein, denn es bedeutet, dass nichts Neues dazu kommt, man bleibt stehen. Das lyrische Ich deutet darauf hin, dass das Festgefahrene der Beziehung gefährlich ist, denn es „brennt“ immer stärker (Z. 15). Diese Metapher des Feuers verdeutlicht, wie gefährlich eine festgefahrene Beziehung, die stehen geblieben ist, sein kann: sie brennt immer stärker und ein immer stärkeres Brennen kann nur zu Verbrennungen, Schmerzen und sogar zu Wunden führen. Weiter vergleicht das lyrische Ich die Beziehung mit einem Kreis, das heißt in ihrer Beziehung fahren sie nur noch im Kreis (Vgl. Z. 18). Eine weitere Metapher dafür, dass sie zusammen nicht mehr voran kommen können. Das lyrische Ich will auch nicht mehr nachfragen, was sie zusammenhält oder wo sie auseinandergehen könnten, denn alles wiederholt sich, er sieht keinen Sinn mehr in dieser sich im Kreis drehenden Beziehung (Vgl. Z. 16 ff). Die Lösung ist „atmen, wieder wachsen, bis die alten Schalen platzen“ (Z. 19 f). Eine ähnliche Metapher für die erwähnten Schalen, wäre, wie eine Schlange die Haut abstreift. Ein Bild, dass das Bedürfnis des lyrischen Ichs erklärt, denn er will, dass die alten und nicht mehr brauchbaren Gewohnheiten abgestreift werden, sodass etwas Neues kommen kann. Eine Veränderung soll her. Dabei betont das lyrische Ich, dass sich beide erneuern müssen.
Nach dem Refrain folgt die sechste Strophe. Auffällig sind die Elisionen in „geb'“ (Z. 25) und „werd'“ (Z. 26) und der Ellipse im letzten Vers dieser Strophe (Vgl. Z. 27). Durch diese beiden Stilmittel verändert sich die Dynamik der Ballade. Der Entschluss des lyrischen Ichs, nämlich von der Beziehung abzulassen und loszulassen, tritt dadurch umso betonter hervor. Die siebte Strophe ist elliptischer als die vorhergehende Strophe und wiederholt diese dabei auch. Auch hier werden Elisionen verwendet, wobei optisch und vom Satzbau her besonders das Wort „Frei“ (Z. 30) hervortritt. Durch ein Gedankenstrich ist es abgegrenzt vom Rest der Ballade und wird damit emphatisch, also betont, hervorgehoben. Die Ballade endet damit, dass das lyrische Ich seinen Entschluss frei von der Beziehung zu sein, bekräftigt, indem Wiederholungen eingesetzt werden. Strophe neun wirkt wie ein Echo seines Beschlusses, das ihn gleichzeitig auch bestärkt. Eine Trennung ist das Beste für die beiden Partner, es führt kein Weg daran vorbei.
3.
Absicht
Andreas Bourani verdeutlicht mit seiner Ballade, dass eine Trennung manchmal die einzige Lösung ist. In einer Beziehung kann es Höhen und Tiefen geben. Hat sich aber ein Paar auseinandergelebt und hat sich nichts mehr zu erzählen, weil sich das Tempo der jeweiligen Personen zu unterschiedlich entwickelt hat, dann ist es in manchen Fällen besser für den Einzelnen, wieder einen eigenen Weg zu gehen. Nur so kann man wieder stärker leuchten und wieder zu sich selbst finden, sich treu sein. Es ist normal, dass der Mensch sich mit der Zeit verändert und es kann auch vorkommen, dass sich Paare unterschiedlich entwickeln und nicht mehr zueinander finden. Bourani verdeutlicht aber auch, dass eine Trennung nicht aus Hass passieren muss. „Ich werd' dich lieben. Bist ein Teil von mir geblieben“ (Z. 26 f.). Man kann sich trennen und immer noch lieben. Gerade weil man so viel Zeit miteinander verbracht hat und man einen gemeinsamen Weg gegangen ist, wird man immer ein Teil vom Leben des anderen bleiben, wenn auch bloß als eine Erinnerung.
#reimschema#gedichtinterpretation
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