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Aufgabe 1

Aufgaben
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Erschließen eines literarischen Textes

$\blacktriangleright\;$ Thema:
Hilde Domin (1909-2006): Fremder
$\blacktriangleright\;$ Aufgabenstellung:
  • Erschließe und interpretiere das Gedicht „Fremder“ von Hilde Domin. Gehe dabei insbesondere darauf ein, welche Erfahrung das lyrische Ich in der Fremde macht. Nutze dafür auch das Material.
#erschließen#lyrischesich#interpretieren#gedicht#hildedomin
  • Zeige ausgehend von deinen Ergebnissen vergleichend auf, wie das Thema der existenziellen Verunsicherung in einem anderen literarischen Werk gestaltet wird.
#vergleichen#identitätskonflikt

Hilde Domin: Fremder

$\;$
Ich falle durch jedes Netz,
wie ein Toter

falle ich durch die Netze hindurch.
Samenkorn ohne Erde
5
schwerelos
treibt mich der Wind
aus allen Netzen empor.

Wohin ich komme, Gespinst von Wegen,
eng geknüpft.
10
In jeder Stadt liegt bereit
was sie brauchen,
Spielzeug und Hochzeitslaken
und der Platz
bei dem Sarg der Mutter.

15
Ich brauche nichts, ich komme und gehe
mit offenen Händen.

„Unsere Sprache sprichst du“,,
sagen sie überall
mit Verwundern.
20
Ich bin der Fremde,
der ihre Sprache spricht.

Vor mir wird aufgebaut,
hinter mir abgeräumt,
die Bühne aus sehr dauerhaften
25
Häusern, Straßen, Bäumen.

Minuten ehe ich komme,
ein Platz, Stühle, ein Tisch.
Man bringt mit Kaffee,
ich spreche die Sprache des Kellners.
30
Stunden entfernt
baut man ein Schlafzimmer auf
in einem lauten Hotel.
Niemand wartet am Zug.

Ich ziehe um mich
35
das kleine schon dünne Tuch
deiner Liebe,
mein einziges Kleid.
Ich gehe im Licht
eines fernen
40
längst erloschenen
Lächelns.
Aus: Hilde Domin: Sämtliche Gedichte, Frankfurt/M. 2009
(Fischer Taschenbuch), S. 102 f.
#identitätskonflikt#gedicht#hildedomin
Material 1

Hilde Domin: Heimat

$\;$
[…] „Vaterland“? Ich will lieber von Mutterland reden, dem Land meiner Herkunft, dem Land meiner Sprache. […] Für mich ist die Sprache das Unverlierbare, nachdem alles andere sich als verlierbar erwiesen hatte. Das letzte, unabnehmbare Zuhause. Nur das Aufhören der Person (der Gehirntod) kann sie mir wegnehmen. Also die
5
deutsche Sprache. In den andern Sprachen, die ich spreche, bin ich zu Gast. Gern und dankbar zu Gast. Die deutsche Sprache war der Halt, ihr verdanken wir, daß wir die Identität mit uns selbst bewahren konnten. Der Sprache wegen bin ich auch zurück-
gekommen.
Es war eine der Aufregungen des Lebens, wieder nachhause zu kommen. In das Land
10
der Geburt, wo die Menschen deutsch reden. Vielleicht, ja sicher war es noch aufregender als das Weggehen, damals. Dazwischen lag das Exil, das Nicht-Dazugehören, eine Erfahrung, die man erst stückweise vollzieht, man sieht sie nicht als Ganzes vor sich. Erst beim Gehen merkt man, wie vertrackt der neue Zustand ist, wie „un-heim-lich“. […] Zuhausesein, Hingehörendürfen, ist eben keine Frage der Kulisse.
15
Oder auch des Wohlergehens. Es bedeutet, mitverantwortlich zu sein. Nicht nur Fremder sein. Sich einmischen können, nötigenfalls. Ein Mitspracherecht haben, das mitgebo-
ren ist. […]
Aus: Hilde Domin: Heimat,
In: Aber die Hoffnung, Autobiographisches, aus und über Deutschland, München 1982
(Piper), S. 12 f.
#identitätskonflikt#sekundärtext#hildedomin
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Thema:
Hilde Domin (1909-2006): Fremder
Erste Teilaufgabe:
$\blacktriangleright$ Erschließe und interpretiere das Gedicht „Fremder“ von Hilde Domin. Gehe dabei insbesondere darauf ein, welche Erfahrung das lyrische Ich in der Fremde macht. Nutze dafür auch das Material.
Die Aufgabe ist in zwei Teile gegliedert. Beim ersten Arbeitsauftrag geht es darum den literarischen Text „Fremder“ von Hilde Domin zu erschließen und zu interpretieren. Da der Schwerpunkt auf diesem Aufgabenteil liegt, solltest du hier mehr schreiben als beim nachfolgenden Teil. Achte wie immer darauf zuerst einen Schreibplan zu erstellen. Hierzu solltest du dir das Gedicht zuerst mehrfach durchlesen. Beim ersten Mal solltest du dich nur darauf konzentrieren den Inhalt zu erfassen, beim zweiten Mal solltest du auf die äußere Form (Strophen, Silben, Metrum und Reimschema) achten und beim letzten Mal markierst du dir am besten signifikante Stellen, die du in deiner Erschließung benötigst oder auf die du in deiner Interpretation näher eingehen möchtest.

Unter der Erschließung eines Textes versteht man die Ausarbeitung der Aussage des Textes in inhaltlicher, formaler sowie sprachlicher Hinsicht. Die Interpretation hingegen befasst sich hauptsächlich mit einem bestimmten Thema, in diesem Fall also die Erfahrungen, die das lyrische Ich in der Fremde macht, und dient andererseits jedoch ebenso zum Entschlüsseln der sprachlichen Bilder. Bei Gedichten gibt es hierfür ein festgelegtes Schema:
  • Einleitung
  • äußere Form
  • Interpretation
  • Schluss
Zweite Teilaufgabe:
$\blacktriangleright$ Zeige ausgehend von deinen Ergebnissen vergleichend auf, wie das Thema der existenziellen Verunsicherung in einem anderen literarischen Werk gestaltet wird.
Die Aufgabe ist in zwei Teile gegliedert. Beim zweiten Aufgabenteil geht es darum deine im vorherigen Teil erarbeiteten Ergebnisse nun mit einem anderen Werk deiner Wahl zu vergleichen und hierbei vor allem auf die Umsetzung der existenziellen Verunsicherung einzugehen. Achte hierbei ebenfalls wieder darauf einen Schreibplan zu erstellen bevor du mit dem eigentlichen Schreiben beginnst, sodass du den roten Faden nicht verlierst. Gehe bei dieser Aufgabe vor allem auf die Parallele zwischen Domins und deinem gewählten Werk ein. Versuche ein Werk zu wählen, das einen weiteren oder einen ähnlichen Aspekt der existenziellen Verunsicherung beleuchtet.
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Erschließen eines literarischen Textes

$\blacktriangleright\;$ Thema:
Hilde Domin (1909-2006): Fremder
$\blacktriangleright\;$ Erste Teilaufgabe: Erschließe und interpretiere das Gedicht „Fremder“ von Hilde Domin. Gehe dabei insbesondere darauf ein, welche Erfahrung das lyrische Ich in der Fremde macht. Nutze dafür auch das Material.
Tipp
Die Aufgabe ist in zwei Teile gegliedert. Beim ersten Arbeitsauftrag geht es darum, den literarischen Text „Fremder“ von Hilde Domin zu erschließen und zu interpretieren. Da der Schwerpunkt auf diesem Aufgabenteil liegt, solltest du hier mehr schreiben als beim nachfolgenden Teil. Achte wie immer darauf, einen Schreibplan zu erstellen. Hierzu solltest du dir das Gedicht zuerst mehrfach durchlesen. Beim ersten Mal solltest du dich nur darauf konzentrieren den Inhalt zu erfassen. Beim zweiten Mal solltest du auf die äußere Form (Strophen, Silben, Metrum und Reimschema) achten und beim letzten Mal markierst du dir am besten signifikante Stellen, die du in deiner Erschließung benötigst oder auf die du in deiner Interpretation näher eingehen möchtest.

Unter der Erschließung eines Textes versteht man die Ausarbeitung der Aussagen des Textes in inhaltlicher, formaler sowie sprachlicher Hinsicht. Die Interpretation hingegen befasst sich hauptsächlich mit einem bestimmten Thema, in diesem Fall also die Erfahrungen, die das lyrische Ich in der Fremde macht. Andererseits dient sie auch zum Entschlüsseln der sprachlichen Bilder. Bei Gedichten gibt es hierfür ein festgelegtes Schema:
  • Einleitung
  • Hauptteil (äußere Form, Interpretation)
  • Schluss
Tipp
Die Aufgabe ist in zwei Teile gegliedert. Beim ersten Arbeitsauftrag geht es darum den literarischen Text „Fremder“ von Hilde Domin zu erschließen und zu interpretieren. Da der Schwerpunkt auf diesem Aufgabenteil liegt, solltest du hier mehr schreiben als beim nachfolgenden Teil. Achte wie immer darauf zuerst einen Schreibplan zu erstellen. Hierzu solltest du dir das Gedicht zuerst mehrfach durchlesen. Beim ersten Mal solltest du dich nur darauf konzentrieren den Inhalt zu erfassen, beim zweiten Mal solltest du auf die äußere Form (Strophen, Silben, Metrum und Reimschema) achten und beim letzten Mal markierst du dir am besten signifikante Stellen, die du in deiner Erschließung benötigst oder auf die du in deiner Interpretation näher eingehen möchtest.

Unter der Erschließung eines Textes versteht man die Ausarbeitung der Aussage des Textes in inhaltlicher, formaler sowie sprachlicher Hinsicht. Die Interpretation hingegen befasst sich hauptsächlich mit einem bestimmten Thema, in diesem Fall also die Erfahrungen, die das lyrische Ich in der Fremde macht, und dient andererseits jedoch ebenso zum Entschlüsseln der sprachlichen Bilder. Bei Gedichten gibt es hierfür ein festgelegtes Schema:
  • Einleitung
  • Äußere Form
  • Interpretation
  • Schluss
Das Gedicht „Fremder“, das 1960 von Hilde Domin verfasst wurde, handelt von dem Leben in der Fremde im Vergleich zu den dort Einheimischen. Es setzt sich vor allem mit dem Gefühl der Einsamkeit und der Unzugehörigkeit auseinander.
Einleitung
  • Einsamkeit
  • Unzugehörigkeit
Das Gedicht stammt aus der Zeit der Exilliteratur und basiert auf dem Umstand, dass Domin nach Hitlers Machtübernahme nicht mehr nach Deutschland zurückkehren konnte und somit ein Leben fernab ihrer Heimat führen musste. Die offene Gestaltung des Gedichts unterstreicht das Gefühl der Unsicherheit und Ungewissheit von Anfang an. Das Gedicht ist in neun Strophen unterteilt, die jeweils in der Länge variieren und weder einen festen Rhythmus noch ein einheitliches Reimschema vorweisen. Durch diese unstrukturierte äußerliche Form gelingt es Domin den Leser von Beginn an in das Geschehen miteinzubeziehen und die Gefühle des lyrischen Ichs zu verdeutlichen.
Hauptteil
  • Exilliteratur
  • Domins Exil
  • äußere Form
  • fehlende Struktur
  • Gefühle
Der erste Eindruck, den der Leser somit erhält, verfestigt sich im Laufe des Gedichts immer mehr. Hierbei wird nun das Leben als Heimatloser beschrieben, der sich als „Samenkorn ohne Erde“ (Text 1, Z. 4) fühlt. Hierdurch soll verdeutlicht werden, dass das lyrische Ich als einzelne Person ohne soziale Bindungen den Lebenssinn nicht begreifen kann und die eigene Identität somit nicht mehr fassbar ist. Ist man Teil der Erde als einzelnes Samenkorn, so kann man aus der Erde etwas bilden. Sie selbst hat bereits eine Daseinsberechtigung. Doch als einzelnes Korn fühlt man sich verloren und einsam und der großen Gemeinschaft entrissen.
  • heimatlos
  • „Samenkorn ohne Erde“
  • keine sozialen Bindungen
Des Weiteren ist die Rede davon, dass das lyrische Ich „durch jedes Netz“ (Text 1, Z. 1) fällt. Das Netz ist hierbei repräsentativ für eine Gemeinschaft und die sozialen Verbindungen, die ein Mensch während seines Lebens aufbaut. Fehlt dieser Rückhalt an Menschen, mit denen man sich gerne umgibt, so fehlt ein wesentlicher sozialer Bestandteil des Lebens, auf den man sich zurückfallen lassen kann, in guten wie in schweren Zeiten. Die anderen Menschen haben im Gegensatz zum heimatlosen, lyrischen Ich „[i]n jeder Stadt“ (Text 1, Z. 10) alles, „was sie brauchen“ (Text 1, Z. 11). Hier sind jedoch nicht nur materielle Dinge gemeint, sondern vor allem eine soziale Verankerung, wie durch das Beispiel „der Platz bei dem Sarg der Mutter“ (Text 1, Z. 13 f.) klar wird. Es geht um die eigene Heimat und das Gefühl, an diesen Ort zu gehören. Genau dieses Gefühl vermisst das lyrische Ich schmerzlichst. Unterstrichen wird diese Gefühlslage durch die Aussage „Ich brauche nichts“ (Text 1, Z. 15), denn das, was gebraucht wird, das Gefühl der Zugehörigkeit, Rückhalt der Familie, Freunde, ist nicht verfügbar in der Fremde. Die Menschen, die das lyrische Ich trifft sind sehr verwundert, da es ihre Sprache beherrscht (vgl. Text 1, Z. 17 f.) ohne jedoch zugehörig zu sein.
  • Bild des Netzes
  • Rückhalt
  • Einheimischen haben alles, was sie brauchen
  • vermissen
  • keine Sprachbarriere
Außerdem empfindet es keine Veränderung und keinen Halt, da „vor [ihm] aufgebaut [wird]“ und hinter ihm „abgeräumt“ (Text 1, Z. 22 f.). Alles befindet sich im Fluss und verändert sich. Menschen gestalten ihr Leben und gründen Familien, nur für den Fremden ändert sich nichts, da er immer noch fremd ist und sich kein neues Leben fernab der Heimat aufbauen möchte oder gar kann. Ein weiterer Unterschied, der zwischen dem Fremden und einen Einheimischen klar wird, ist der Umstand, dass „Niemand […]am Zug [wartet]“ (Text 1, Z. 33). Diese Zeile kann verschieden gedeutet werden. Zum einen verkörpert der Niemand in der Literatur eine besondere Person ohne Identität und Herkunft, wodurch der Niemand die einzige Person wäre, die auf den Zug wartet und somit könnte hier das lyrische gemeint sein. Zum anderen könnte man Niemand als keine Personen deuten, was nochmals verdeutlichen würde, dass jeder in diesem Ort fest verwurzelt ist und somit überhaupt kein Anlass besteht, auf den Zug zu warten und die Heimat zu verlassen.
  • keine Veränderung
  • kein Halt
  • alles ist im Fluss
  • lyrisches Ich steht still
  • „Niemand wartet am Zug“
  • zwei mögliche Interpretationen
  • der Niemand in der Literatur
Das Gedicht endet damit, dass das lyrische Ich von einem „kleine[n] schon dünne[n] Tuch deiner Liebe“ (Text 1, Z.35 f.) spricht, welches es um sich zieht und die einzige Kleidung darstellen soll, die es besitzt. Tatsächlich verkörpert dieses Kleid der Liebe die Zuneigung all der Menschen, die das lyrische Ich in seiner Heimat zurückgelassen hat und welche ihm nun fehlen. Das Tuch ist dünn, da die Erinnerungen an diese glückliche Zeit und an alle Freunde und die Familie allmählich verblassen und ihm somit nichts mehr bleibt als die Einsamkeit.
Schluss
  • Ende des Gedichtes
  • Erinnerungen verblassen
  • Einsamkeit bleibt
#metrum#reimschema#stilmittel#lyrischesich
$\blacktriangleright\;$ Zweite Teilaufgabe:
Zeige ausgehend von deinen Ergebnissen vergleichend auf, wie das Thema der existenziellen Verunsicherung in einem anderen literarischen Werk gestaltet wird.
Tipp
Die Aufgabe ist in zwei Teile gegliedert. Beim zweiten Aufgabenteil geht es darum deine im vorherigen Teil erarbeiteten Ergebnisse nun mit einem anderen Werk deiner Wahl zu vergleichen und hierbei vor allem auf die Umsetzung der existenziellen Verunsicherung einzugehen. Achte hierbei ebenfalls darauf einen Schreibplan zu erstellen, bevor du mit dem eigentlichen Schreiben beginnst, sodass du den roten Faden nicht verlierst. Gehe bei dieser Aufgabe vor allem auf die Parallele zwischen Domins und deinem gewählten Werk ein. Versuche ein Werk zu wählen, das einen weiteren oder einen ähnlichen Aspekt der existenziellen Verunsicherung beleuchtet.
Tipp
Die Aufgabe ist in zwei Teile gegliedert. Beim zweiten Aufgabenteil geht es darum deine im vorherigen Teil erarbeiteten Ergebnisse nun mit einem anderen Werk deiner Wahl zu vergleichen und hierbei vor allem auf die Umsetzung der existenziellen Verunsicherung einzugehen. Achte hierbei ebenfalls darauf einen Schreibplan zu erstellen, bevor du mit dem eigentlichen Schreiben beginnst, sodass du den roten Faden nicht verlierst. Gehe bei dieser Aufgabe vor allem auf die Parallele zwischen Domins und deinem gewählten Werk ein. Versuche ein Werk zu wählen, das einen weiteren oder einen ähnlichen Aspekt der existenziellen Verunsicherung beleuchtet.
Hilde Domin zählt zu der sogenannten Gruppe der Exilautoren, die selbst erfahren mussten, wie es sich anfühlt im Exil zu leben und die geliebte Heimat zu verlassen. Doch das Gefühl der existenziellen Verunsicherung wird nicht ausschließlich in der Exilliteratur geschildert, sondern auch in anderen Bereichen. Dies beweist Daniel Kehlmann 2009 mit seinem Werk „Ruhm“, einem „Roman in neun Geschichten“, das mit einer etwas anderen Sicht auf die globalisierte Welt das Problem der Entwurzelung in insgesamt neun Geschichten schildert, welche während des Romans alle zusammenführen. Nicht nur die Frage der Entwurzelung wird in Kehlmanns Werk aufgeworfen, sondern auch das Problem der eigenen Identität.
Einleitung
  • existenzielle Verunsicherung auch in anderer Literatur
  • Daniel Kehlmann
  • „Ruhm“
  • Entwurzelung
  • eigene Identität
Um die Parallelen zu Domins Werk aufzuzeigen wird nun beispielhaft eine der neun Geschichten ausgewählt, die von der erfolgreichen Krimiautorin Maria Rubinstein handelt, welche anstelle eines Kollegen eine Informationsreise in ein zentralasiatisches Land unternimmt. Zu Beginn eröffnen sich dem Leser noch nicht die Probleme, mit denen sich Rubinstein später auseinandersetzen muss, da eine Reiseleitung vorhanden ist, die sich um alles kümmert. Auf dem Weg vom Flughafen zum Hotel lassen sich dann bereits erste Kommunikationsschwierigkeiten feststellen, da keine gemeinsame Sprache vorhanden ist. Die Ereignisse überschlagen sich an dem letzten Tag, den Rubinstein im fremdem Land verbringen soll. Sie muss in einem menschenleeren Hotel übernachten muss, da ansonsten kein anderes Zimmer mehr für sie frei ist. Am nächsten Morgen steht sie vor einem scheinbar unlösbaren Problem: Niemand holt sie ab. Ausgeschlossen, ohne menschlichen Kontakt und unfähig zu jeglicher Kommunikation beginnt hier die Parallele zu Domins „Fremder“, in dem sich die Protagonistin ohne jeden Halt ganz auf sich allein gestellt vorfindet. Zu allem Überfluss hat sie ihr Ladekabel vergessen, sodass die einzige Möglichkeit über ihr Handy mit der Heimat Kontakt aufzunehmen am leeren Akku scheitert. Als sie verzweifelt Hilfe bei der Polizei sucht, erwartet sie das nächste Problem ihr abgelaufenes Visum. Nach einiger Zeit verlieren die Polizisten jedoch das Interesse an der Reisenden und lassen sie wieder gehen, ohne ihr jedoch in irgendeiner Weise geholfen zu haben. Nachdem sie eine Weile durch die Stadt geirrt ist, wird sie schließlich von zwei Einheimischen mitgenommen, die sie zu einem Haus bringen, in welchem sie ab diesem Zeitpunkt nun als Hilfskraft arbeiten kann.
Hauptteil
  • neun Geschichten
  • Schriftstellerin Maria Rubinstein
  • Reise nach Zentralasien
  • schicksalhafter Verlauf der Reise
  • Verlust der Identität
  • Verlust der Persönlichkeit
  • Abhängigkeit von neuen Medien
  • keine Hilfe
  • Sprachbarriere
Mit dieser Situation endet die Geschichte der Schriftstellerin, die davon handelt, wie sich die eigene Identität und die eigene Persönlichkeit in der Fremde auflösen. Hier kann eine klare Parallele zu Domins Gedicht „Fremder“ gezogen werden, welches das Leben im Exil fernab der Heimat beschreibt. Die Erfahrungen mit dem Fremdsein, der Heimatlosigkeit und dem damit verbundenen Gefühl der Ausweglosigkeit wird in beiden Werken detailliert beschrieben. Beide Charaktere, Rubinstein sowie das lyrische Ich befinden sich in ähnlichen Situationen in einem fremden Land und fühlen sich aufgrund der Abgeschiedenheit zur eigenen ursprünglichen Welt, der Heimat, allein.
Schluss
  • Ende der Geschichte
  • Parallele zu Domin
  • Fremdsein
  • Heimatlosigkeit
  • Gefühl der Ausweglosigkeit
  • Einsamkeit
#beleg#these#argument
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