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Textgrundlage

Aufgaben
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Fiktionaler Text

Robert Seethaler, Jetzt wird's ernst (Romanauszug)
„Mein Weg zum Theater war verschlungen, unvorhersehbar. Holprig.“ So beginnt Robert Seethaler die Geschichte seines eigenwilligen Helden, der in einer Kleinstadt lebt, Friseur werden soll wie sein Vater und doch unbedingt ans Theater will. Aus der Perspektive des Erwachsenen erzählt er von einem langen und steinigen Weg, an dessen Ende er sich endlich trauen will, Schauspieler zu sein.
Seine erste Begegnung mit dem Theater hatte er mit sechs Jahren. Der Titel des Stückes lautete „Kasperls geraubtes Picknick“. Aufgeführt wurde es in der Mehrzweckhalle der Volkshochschule. Hier setzt der folgende Auszug ein.
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Das Klingelzeichen ertönte. Gleich darauf wurde es dunkel. Musik erklang, und plötzlich erstrahlte die Bühne im grellen Licht. Da, wo eben noch ein dunkles Loch in der Mehrzweckhalle klaffte, erschien nun ein sonniger Wald aus bemalter Pappe und Draht. Eine Weile passierte nichts, dann wurde die Musik leiser, etwas regte sich hinter einem Busch, und Kasperle trat auf.
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„Da sind ja die Kinder! Seid ihr alle daaa?!“, schrie er und ließ den Zipfel seiner Mütze kreisen. Sofort brüllte der komplette Saal einstimmig auf: „Jaaaa!“
Ich blieb still. Dieser Kasperl gefiel mir nicht. Unsympathischer Bursche. Spazierte einfach so im Wald herum, hatte eine Idiotenmütze auf dem Kopf und stellte dumme Fragen.
Aber jetzt war er nun mal da und die Kinder auch, und es konnte mit der Geschichte losgehen. Es gab
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nämlich ein Problem. Eigentlich wollte Kasperl mit seinen Kumpeln Eichhorn und Frosch ein Picknick veranstalten, doch der Picknickkorb war weg. Einfach verschwunden. Und natürlich hatte Kasperl dazu eine eigene Theorie entwickelt: Ein Zauberer sollte hinter der Angelegenheit stecken. Und zwar nicht irgendein Zauberer, sondern der größte, gemeinste und hässlichste Zauberer der ganzen Gegend! Ein Raunen durchlief die Sitzreihen. Eine Welle der Empörung. Entsetzen. Wut. Kasperl hatte natürlich gleich einen Plan.
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Schnell wurde aus ein paar Blättern und Ästen ein zweiter Picknickkorb gebastelt und danach mit Hilfe des Hauruck-Gebrülls des Publikums eine Grube im Waldboden ausgehoben. Mit einem Seil wurde der Korb hinunter gelassen, die Grube wurde abgedeckt, die Falle war fertig, alle freuten sich, Kasperl klatschte in die fingerlosen Hände, Eichhorn und Frosch machten groteske Sprünge, und es wurde ein Lied gesungen.
Die drei waren so beschäftigt mit ihrer blödsinnigen Freude, dass sie nicht bemerkten, wie sich im
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Hintergrund ein paar Zweige teilten und den Blick auf einen graugesichtigen alten Knacker freigaben.
Der Saal brüllte wie aus einer Kehle. Die Kinder sprangen aus ihren Sitzen hoch, trampelten, klatschten und schrien. Mir war nicht klar, warum dieser Zauberer so schlecht ankam. Alles in allem schien er recht harmlos zu sein. Gar nicht unsympathisch. Er war dürr, stand etwas verloren in der Gegend herum und hatte einen ziemlich depressiven Gesichtsausdruck. Unter seinem mit silbrigen Sternen bestickten Hut quollen graue
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Haare hervor, die ihm in langen Strähnen über die Schultern flossen und einen ordentlichen Haarschnitt gut hätten gebrauchen können.
Er beobachtete die drei Idioten für einen Moment. Nickte kurz und sondierte nachdenklich die Umgebung. Ich war mir nicht sicher, ob er Kasperls Plan durchschaut hatte. Ob er überhaupt kapierte, was eigentlich los war. Und plötzlich war mir klar, dass ich ihn warnen musste.
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„He, Zauberer!“, schrie ich, so laut ich konnte. „Der Kasperl und seine blöden Kumpels wollen dich in eine Falle locken! Die wollen, dass du in ein Loch fällst, und dann wollen sie dich aufspießen und braten und mit deinen Knochen Mikado spielen!“ Der Zauberer schien mich für einen Moment anzusehen. Dann tauchte er ab und es war still im Saal. Völlige Geräuschlosigkeit. Ich hatte einen dieser magischen Augenblicke geschaffen, in dem eine ganze Halle wie auf Kommando einzuatmen scheint und das gemeinschaftliche
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Gebrüll für ein paar Sekunden erlischt.
Nur meine Worte standen hell und klar im Raum.
Auch die drei Freunde standen eine Weile regungslos und schweigend im Wald. Leise knarrte die Pappe, irgendjemand räusperte sich unter der Bühne. Kasperl fing sich als erster wieder.
„Aha…“, sagte er und ließ ein bisschen unmotiviert seinen Mützenzipfel kreisen, „Kinder, ist denn der
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Zauberer wirklich hier gewesen?“ „Jaaa!“, schrien alle.
Und mitten drinnen ich, zitternd vor Wut und hilfloser Aufregung. Diese Idioten. Diese hirnverbrannten Idioten! Offenbar kapierten sie nichts. Nicht das Geringste. Nur ich, ich als Einziger sehe das Unheil nahen. Die Ungerechtigkeit. Die Katastrophe.
Und auf einmal geht alles schnell. Die drei Helden stecken die Köpfe zusammen, tuscheln, kichern, tun
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wichtig, beratschlagen sich mit dem Publikum, alle sind sich einig, alle freuen sich, ein weiteres Lied wird gesungen, dazu wird ausgiebig im Kreis getanzt, anschließend versteckt man sich am Bühnenrand und wartet. Tatsächlich erscheint auch gleich darauf wieder der Zauberer. Er zittert ein wenig hilflos mit seinem Zauberstäbchen in der Luft herum und marschiert dann nichts ahnend direkt auf den Picknickkorb zu. Kasperl grinst. Das Publikum feixt. Der Zauberer spaziert nickend und murmelnd auf das teuflische Loch zu.
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Die Kinder halten den Atem an. Kasperl kichert. […] Und da halte ich es nicht mehr aus. Ich springe auf, drängle mich an den Kindern vorbei, stolpere den Mittelgang nach vorne, rempele ein Plastikblumengesteck um und klettere auf die Bühne.
Mit beiden Händen greife ich in den Wald hinein und kriege den Kasperlkopf zu fassen. […] Er wehrt sich, windet sich, krümmt sich. Doch mein Hass ist stärker. Und meine Angst sowieso. Es gibt einen Ruck, etwas
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knackst leise, etwas löst sich, und ich stolpere einen Schritt zurück. Da, wo eben noch Kasperl hockte, ragt nun eine Hand aus dem Waldboden […].
Aus: Robert Seethaler: Jetzt wird's ernst.Roman. Kein und Aber Verlag, Zürich 2010.
#leseverstehen#lesen

Nicht fiktionale Texte

Text 1:
Michaela Schneider, „Theater muss man schauen lernen“
Nele Neitzke, die Theaterpädagogin des Mainfranken-Theaters erzählt, wie man Schüler an die Institution heranführt.
$\,$
Bei den Schultheatertagen wird die Kammerspiel-Bühne im mainfranken-Theater Würzburg den Schülern gehören. Fast 200 Buben und Mädchen unterfränkischer Grund- und Realschulen werden vom 17. - 19. Juli auf der Profi-Bühne stehen. doch sind die Schultheatertage, das jährliche Kindertheaterfest oder auch Kinderkuscheltierkonzerte ab drei Jahren nur Bausteine im theaterpädagogischen Angebot.
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Wir sprachen mit Nele Neitzke. Die 35-Jährige arbeitet seit dieser Spielzeit als Theaterpädagogin und Leiterin des Jungen Theaters am Mainfranken-Theater. Zuvor war sie fünf Jahre lang als Theaterpädagogin, Schauspieldramaturgin und Regisseurin am Theater in Ulm engagiert.
Warum ist Theaterpädagogik wichtig?
Nele Neitzke: Theater erklärt sich - anders als viele Filme und Serien im Fernsehen - nicht unbedingt von
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selbst. Theater schauen muss man lernen, und zwar möglichst früh, denn mit Mitte 20 ist die Lernphase vielleicht schon beendet. Die Aufgabe als Theaterpädagoge ist es deshalb, junge Menschen ans Theater - auch als ein kulturelles Ereignis - heranzuführen. Am besten nicht als Zuschauer. Deshalb ermöglichen wir bei den Schultheatertagen oder auch im Jugendclub, Theater am eigenen Leib zu erfahren.
Erzählen sie mehr vom Jugendclub…
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Nele Neitzke: Beim Jugendclub kann mitmachen, wer will. Wir entwickeln und erarbeiten die Spielzeit über ein eigenes Stck. Dieses wird dann in den Kammerspielen mehrmals aufgeführt.
In den Jugendclub kommen junge Menschen, die interessiert sind am Theater. Wie kommen Sie an andere Jugendliche ran?
Nele Neitzke: Über die Schulen. Das geht mit günstigen Gruppenreisen für die Schulen los oder
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Theaterbeuteln mit Lektüre zu ausgewählten Inszenierungen. Trotzdem gibt es nach wie vor viel zu viele Schüler, die bis zum Abschluss kein einziges Mal im Theater waren - etwa ein Drittel fällt hinten durch. Als eine meiner Hauptaufgaben betrachte ich es deshalb vor allem, den direkten Kontakt zwischen Schulen und Theater herzustellen.
Wie sieht das aus?
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Nele Neitzke: Lehrer können zum Beispiel jederzeit mit uns besprechen, welches Stück das geeignetste für die jeweilige Schulklasse ist. Im besten Fall werden wir dann in die Schule eingeladen und dürfen das ausgewählte Stück im Vorfeld selbst vorstellen. Denn tatsächlich wissen die meisten Leute recht wenig darüber, was in einem Theater passiert - eigentlich sind wir eine Stadt im Kleinen mit weit mehr Leuten als denen auf der Bühne. Davon erzählen wir jederzeit gerne, auch bei Theateraufführungen.
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Was sollte man bei Kinderstücken aus pädagogischer Sicht beachten?
Nele Neitzke: Zunächst einmal: Die Kunst steht immer vorne - man sollte im Theater nicht alles dem Primat des Pädagogischen unterordnen. Natürlich gibt es trotzdem gewisse Regeln: Beim Weihnachtsmärchen ab fünf Jahren ist klar, dass keine Nackten über die Bühne laufen, auch sollte es nicht länger als 70 Minuten dauern, man muss auf die Wortwahl achten und sollte auch zu lange Dunkelszenen meiden. Das Schöne bei
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Kinderstücken ist, dass man viel feiner, kreativer, bunter und komischer sein darf. Heute wird als Weihnachtsmärchen übrigens Astrid-Lindgrens-Märchen „Mio mein Mio“ gespielt.
Und wie steht's um das Jugendangebot im Spielplan?
Nele Neitzke: Ein paar jugendtaugliche Stücke sollten im Programm immer dabei sein, diese laufen in unserem Almanach zur Spielsaison unter der Rubrik „Junges Theater“. Ich werde zum Beispiel „Nibelungen
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Short Cuts“ inszenieren und damit ein Drei-Stunden-Werk auf 70 Minuten reduzieren. Ich hoffe, dass die Lehrer vorher sagen: „He toll, da gehen wir rein.“ Und die Schüler bestenfalls danach sagen: „Cool war’s!“ Letztendlich glaube ich aber: Es gibt gar keinen so großen Unterschied zwischen Stücken für Jugendliche und für Erwachsene.
Was funktioniert bei Jugendlichen am besten: Schauspiel, Musiktheater oder Ballett?
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Nele Neitzke: Schauspiel kommt wohl der gewohnten Umwelt am nächsten, dadurch dass es über Sprache und nicht über übertriebene Körperlichkeit funktioniert. Aber auch Tanztheater klappt gerade bei Kindern oft wahnsinnig gut, gerade weil man nicht auf die sprachliche Ebene fürs Verständnis angewiesen ist, Tanz ist universal. Viele neue Kindertheaterentwicklungen kommen deshalb aus dem Tanz heraus. Musicals sind ebenfalls beliebt – in Opern indes ist das Publikum zugegeben älter.
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Bevor Eltern mit ihren Kindern ins Theater gehen: braucht das eine Vorbereitung?
Nele Neitzke: Mit Blick auf die Stücke selbst meiner Ansicht nach nicht. Wenn Kinder- und Jugendtheater nicht für sich selbst steht, taugt es nicht. Sind Kinder sensibel, kann es aber sinnvoll sein, vorab klar zu machen, dass auf der Bühne echte Menschen stehen. Das kann auf kleine Theaterbesucher unter Umständen beim ersten Mal bedrohlich wirken. Wichtig ist meiner Meinung nach aber vor allem eine
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entsprechende Vorbereitung von Schulklassen über den Raum und die Funktionsweise von Theater.
Was genau meinen Sie damit?
Nele Neitzke: Einige Schüler haben gar keinen Bezug zum Theater. Hier sollte man klar machen, dass Theater nicht Kino ist und die Schauspieler alles mitbekommen. Handys sind auszuschalten und Popcorn essen ist nicht drin. Wir verteilen Schulklassen gern im Publikum, so dass sich die Jungs und Mädels nicht
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unnötig gegenseitig hochschaukeln. Das wirkt sich übrigens auch positiv auf erfahrene Theaterbesucher aus: Schüler sind häufig viel direkter, zum Beispiel wenn’s ums Lachen geht, das überträgt sich auf die Leute rundherum. Aber zurück zu den „Regeln“: Wir haben einen kleinen „Theaterknigge“ geschrieben, den wir den Schulen mit den Eintrittskarten schicken. Da steht nicht nur drin, dass man keine Fotos und Videos machen darf und vorher noch mal auf die Toilette gehen sollte. Wir weisen auch darauf hin, dass die
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Kleiderordnung im Theater längst nicht mehr so streng ist wie früher. Niemand braucht sich in ein Etuikleid oder einen Anzug zu zwängen, wenn er sich darin nicht wohl fühlt.
Quelle: Michaela Schneider, http://www.ich-schreibe.com/jugendtheater.html., Datum des Zugriffs: 12.09.2017.
#interview#leseverstehen
Text 2
#leseverstehen
Bildnachweise [nach oben]
[1]
https://de.statista.com/statistik/daten/studie/448026/umfrage/besuch-von-kulturangeboten-mit-der-schule-in-deutschland/ – Besuch von Kulturangeboten und kulturellen Veranstaltungen mit der Schule in Deutschland im Jahr 2015, Statista 2015, CC BY-SA.
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