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Aufgabe 4

Aufgaben
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$\blacktriangleright\;$ Thema:
Mensch und Maschine - Facetten einer Beziehung
$\blacktriangleright\;$ Aufgabenstellung:
  • Verfasse einen Essay zu diesem Thema.
Die vorgelegten Materialien sind als Anregung, nicht als Vorgabe zu verstehen.
#essay
Mat. 1
Mat. 1
Zitate
„Eine Maschine kann die Arbeit von fünfzig gewöhnlichen Menschen leisten, aber sie kann nicht einen einzigen außergewöhnlichen ersetzen.“
Elbert Hubbard (1856-1915)

„Hütet euch vor den Technikern! Mit der Nähmaschine fangen sie an und mit der Atombombe hören sie auf.“
Marcel Pagnol (1895-1974)

„Die Natur hat die Technik „erfunden“. Das klingt seltsam, ist aber so. Technik ist nicht erst eine Errungenschaft des Menschen.“
anonym

„Zähmen sollen sich die Menschen, die sich gedankenlos der Wunder der Wissenschaft und Technik bedienen und nicht mehr davon geistig erfasst haben als die Kuh von der Botanik der Pflanzen, die sie mit Wohlbehagen frisst.“
Albert Einstein (1879-1955)

„Technisiert die Welt so vollkommen, wie sie nur technisiert werden könnte, und es wird, wohin ihr euch auch wendet, eine Maschine geben, die euch die Möglichkeit versperrt, zu arbeiten – das heißt, zu leben.“
George Orwell (1903-1950)

„Der Computer rechnet mit allem – nur nicht mit seinem Besitzer.“
Dieter Hildebrandt (1927-2013)
Mat. 2
Mat. 2
Thomas Bernhard: Eine Maschine
 
Eine Maschine, die wie eine Guillotine ist, schneidet von einer sich langsam fortbewegenden Gummimasse große Stücke ab und läßt sie auf ein Fließband fallen, das sich einen Stock tiefer fortbewegt und an welchem Hilfsarbeiterinnen sitzen, die die abgeschnittenen Stücke zu kontrollieren und schließlich in große Kartons zu
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verpacken haben. Die Maschine ist erst neun Wochen in Betrieb, und den Tag, an welchem sie der Fabrikleitung übergeben wurde, wird niemand, der bei dieser Feierlichkeit anwesend war, vergessen. Sie war auf einem eigens für sie konstruierten Eisenbahnwaggon in die Fabrik geschafft worden, und die Festredner betonten, daß diese Maschine eine der größten Errungenschaften der Technik darstelle. Sie
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wurde bei ihrem Eintreffen in der Fabrik von einer Musikkapelle begrüßt, und die Arbeiter und die Ingenieure empfingen sie mit abgenommenen Hüten. Ihre Montage dauerte vierzehn Tage, und die Besitzer konnten sich von ihrer Arbeitsleistung und Zuverlässigkeit überzeugen. Sie muß nur regelmäßig, und zwar alle vierzehn Tage, mit besonderen Ölen geschmiert werden. Zu diesem Zweck muß eine Arbeiterin
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eine Stahlwendeltreppe erklettern und das Öl durch ein Ventil langsam einfließen lassen. Der Arbeiterin wird alles bis ins kleinste erklärt. Trotzdem rutscht das Mädchen so unglücklich aus, daß es geköpft wird. Sein Kopf platzt wie die Gummistücke hinunter. Die Arbeiterinnen, die am Fließband sitzen, sind so entsetzt, daß keine von ihnen schreien kann. Sie behandeln den Mädchenkopf gewohnheitsmäßig wie die
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Gummistücke. Die letzte nimmt den Kopf und verpackt ihn in einen Karton.

Aus: Thomas Bernhard, Ereignisse. Frankfurt/M. 1991 (Suhrkamp Verlag), S. 37 f.
#sachtext
Mat. 3
Mat. 3
Tibor Déry: Der Mensch und die Maschine
 
Das, was die Maschine heute für den Menschen auf der Straße, in seinen Fabriken, in seinen Büros, in seinen Wohnungen, in seinem Privatissimum vorbereitet, ist psychologischer Mord! Als Vermittlerin zwischen den Menschen und die Welt gestellt, schwächt sie jenen und verfälscht sie diese. Als Handlangerin und Stellvertre-
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terin unserer Sinne verneint sie den Sinn unserer Existenz, den wir nur in Ausübung unserer Sinnlichkeiten erfassen können. Unter dem Vorwand, dem Menschen zu helfen, schwächt sie ihm nicht nur die Muskeln und sämtliche Sinnesorgane, sondern alle durch diese bedingte gestaltende Kraft des Geistes. Wir bewegen uns, sehen, hören, riechen nach dem Diktat der Maschine, durch die Maschine. Der un-
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mittelbare Kontakt mit der Welt wird durch den Kontakt mit einer von der Maschine erschaffenen Scheinwelt ersetzt.
Es ist alles Ersatz! Jede von der Maschine geleistete Teilarbeit, wenn auch noch so vollkommen, zeugt von dem Versagen des Menschen als Ganzem. Jedes Ergebnis der Maschine ist eine Kopie des auf ewig verloren gegangenen Originals. Die Rake-
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tenfahrt oder Flucht in den Weltraum scheint mir so wenig ein Triumph des menschlichen Geistes zu sein, wie es die Schreckgebärde des Vogels Strauß ist, wenn er den Kopf in den Sand steckt. Sie spricht mir von der Ohnmacht des Menschen, Ordnung zu halten auf der Erde und mit den bösen Nachbarn in Frieden zu leben.

Quelle: www.zeit.de/1977/36/ der-mensch-und-die-maschine (Zugriff 6.6.2015)
#zeitungsartikel
Mat. 4
Mat. 4
Charlie Chaplin in dem Film Modern Times aus dem Jahr 1936
#charliechaplin
Mat. 5
Mat. 5
Cornelius Janzen: Die Cyborgs kommen. Wie Mensch und Maschine immer mehr verschmelzen
 
Egal ob Brille, Kontaktlinsen, Herzschrittmacher oder Smartphone – der Mensch versucht sich permanent mit technischen Hilfsmitteln zu optimieren und seine Sinne zu erweitern. Doch die Debatte um das sogenannte Human Enhancement, die technische Optimierung des Menschen, löst noch immer bei vielen Unbehagen aus.
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Cyborgs bevölkern die Erde, Körper und Technik verschmelzen. Eine Vision, die für viele einem Alptraum aus einer Sience-Fiction-Geschichte gleichkommt.
„Es ist ein ganz anderer Blick auf das, was der Mensch ist“, erklärt Frank Hartmann, Medienphilosoph an der Bauhaus-Universität Weimar. „Es ist eine Input-Output Maschine, es sind Feedbackschleifen, es ist Selbstorganisation vorhanden und das
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braucht nicht unbedingt dieses Bewusstsein eines humanistischen Menschen. Das können zum Teil auch Maschinen machen. Es wurde menschliche Logik in die Technik implementiert, das erzeugt Ängste.“ Sind diese tiefsitzenden Ängste Ausdruck einer narzisstischen Kränkung? Noch klammern wir uns fest an die Vorstellung des Menschen als autonomes Subjekt. Doch seine Werkzeuge haben den
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Menschen verändert und in einem ständigen Prozess zu dem gemacht, was er heute ist zu einem hybriden Wesen, das nicht nur seine Umwelt, sondern auch sich selbst mit Hilfe von Technik formt.
„Der älteste Begriff von Technik bei Aristoteles weist schon darauf hin, dass Technik jene Kunst ist, die Natur nachahmt, aber auch Natur verbessert“, so Frank
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Hartmann, und dass „diese Optimierungstendenz schon im Begriff angelegt ist und der Begriff der Natur und der Begriff der Technik nicht scharf voneinander abgegrenzt werden können.“ Die Technik lässt sich von der menschlichen Natur nicht trennen. „Wir müssen Technik ins Konzept der Evolution einbauen und als Teil einer erweiterten Biologie sehen, die hier selbstverständlich zum Prozess der Evolution gehört.“

Quelle: www.3sat.de/page/source=/ kulturzeit/themen/170052/index.html (Zugriff: 9.2.2014)
#zeitungsartikel
Bildnachweise [nach oben]
[1]
http://4.bp.blogspot.com/-oDhQKJFodjo/VH3m2iYal/ AAAAAAAALTY/LkdUXdYMyy/s1600/ Modern%2BTimes%2B%2BCharlot %2Ben%2Be%2Bengranaje.jpg (Zugriff: 6.6.2015).
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Tipps
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$\blacktriangleright$ Ein Essay zum Thema verfassen
Ein Essay verfassen heißt, dass du dich mit dem vorgegebenen Thema - Mensch und Maschine: Facetten einer Beziehung - frei und kreativ auseinandersetzen sollst. Hierbei sind dir im Grunde kaum Schranken gesetzt: Sowohl die inhaltliche als auch die formale Gestaltung deines Essays richten sich ganz nach deinen persönlichen Vorlieben und Neigungen.
Beachte zunächst: Die vorgegebene Materialsammlung kann und soll dir Denkanstöße liefern; es ist aber keine Pflicht , die Texte in deine Überlegungen mit einzubauen. Sie bieten dir ein breites Panorama an Gedanken rund um das Thema Mensch und Maschine und liefern dir evtl. auch Denkanstöße, um auf eigene Ideen zu kommen, die du in dein Essay mit einbauen kannst. Lies dir die Materialien deshalb zunächst gründlich durch und mache dir Notizen zu Abschnitten, die dir für dein Essay interessant erscheinen.
Jetzt geht es darum, dass du dir rund um das Thema eine eigene Gedankenwelt erschaffst und dir überlegst, welche Aspekte des Themas du gerne in deinem Essay thematisieren möchtest. Auf Basis deiner Lektüre der Materialsammlung kannst du jetzt deinen Gedanken freien Lauf lassen . Denke dabei an deine persönlichen Erfahrungen und an aktuelle Ereignisse. Am besten machst du dir dafür auf einem einzelnen Blatt Notizen (hier kann es hilfreich sein, wenn du dir z.B. eine Mindmap erstellst), damit du den Überblick behältst. Formuliere zu Beginn, um dich dem Thema zu nähern, einige allgemeine Fragen:
  • Wie definierst du für dich das Spannungsverhältnis zwischen Mensch und Maschine?
  • Fallen dir (aktuelle) Beispiele ein, die du verwenden kannst?
  • Welche Probleme können sich ergeben, wenn Mensch und Maschine aufeinandertreffen bzw. zusammen agieren?
  • Was bedeuten Maschinen (was bedeutet Technik) für die heutige Gesellschaft?
Wenn du für dich die Themenfelder abgesteckt hast, die du gerne ansprechen möchtest, ordne deine Gedanken kurz. Die literarische Form eines Essays ist ziemlich offen : Du musst hier keine stark analysierende Darstellung des Sachverhalts liefern oder dich streng an einen formalen Aufbau halten. Trotzdem sollten natürlich Grundstrukturen wie Einleitung, Hauptteil und Schluss bei deinem Text vorhanden sein. Du hast das Glück, dass du hier frei und assoziativ über ein Thema reflektieren kannst und darfst: Deine Kreativität unterliegt keinen formalen Auflagen. Du kannst beispielsweise mit einer Anekdote in deinen Text einsteigen und auch Formen wie Witz und Ironie mit einbauen.
Außerdem ist es beim Verfassen eines Essays wichtig, den Sprachstil zu wechseln: Verworrene Sätze (z.B. in einem Bewusstseinsstrom oder inneren Monolog), dann wieder ganz nüchterner Stil, mal berichten aus der Ich-Perspektive, in einem anderen Absatz den auktorialen (= allwissenden) Erzähler wählen, etc.
Weil das Schreiben eines Essays von dir erwartet, dass du deine ganz persönliche (subjektive) Meinung darlegst, gibt es auch kein „Richtig“ oder „Falsch“. Trau dich also, deine Gedankengänge offenzulegen und selbstbewusst auszuführen.
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Lösungen
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Thema:
Mensch und Maschine - Facetten einer Beziehung
Lösungsvorschlag
$\blacktriangleright$ Einen Essay zum Thema verfassen
Tipp
Einen Essay verfassen heißt, dass du dich mit dem vorgegebenen Thema - Mensch und Maschine: Facetten einer Beziehung - frei und kreativ auseinandersetzen sollst. Hierbei sind dir im Grunde kaum Grenzen gesetzt: Sowohl die inhaltliche als auch die formale Gestaltung deines Essays richten sich ganz nach deinen persönlichen Vorlieben und Neigungen.
Beachte zunächst: Die vorgegebene Materialsammlung kann und soll dir Denkanstöße liefern. Es ist aber keine Pflicht , die Texte in deine Überlegungen mit einzubauen. Sie bieten dir ein breites Panorama an Gedanken rund um das Thema Mensch und Maschine und liefern dir eventuell auch Denkanstöße, um auf eigene Ideen zu kommen, die du in deinem Essay aufgreifen kannst. Lies dir die Materialien deshalb zunächst gründlich durch und mache dir Notizen zu den Abschnitten, die dir für deinen Essay interessant erscheinen.
Jetzt geht es darum, dass du dir rund um das Thema eine eigene Gedankenwelt erschaffst und dir überlegst, welche Aspekte des Themas du gerne in deinem Essay thematisieren möchtest. Auf Basis deiner Lektüre der Materialsammlung kannst du nun deinen Gedanken freien Lauf lassen. Denke dabei an deine persönlichen Erfahrungen und an aktuelle Ereignisse. Am besten machst du dir dafür auf einem einzelnen Blatt Notizen (hierbei kann es hilfreich sein, wenn du dir z.B. eine Mindmap erstellst), damit du den Überblick behältst. Um dich dem Thema zunächst zu nähern, solltest du einige allgemeine Fragen formulieren:
  • Wie würdest du das Spannungsverhältnis zwischen Mensch und Maschine definieren?
  • Fallen dir (aktuelle) Beispiele ein, die du verwenden kannst?
  • Welche Probleme können sich ergeben, wenn Mensch und Maschine aufeinandertreffen bzw. zusammen agieren?
  • Was bedeuten Maschinen (was bedeutet Technik) für die heutige Gesellschaft?
Wenn du die Themenfelder, die du gerne in deinem Essay aufgreifen möchtest, abgesteckt hast, solltest du deine Gedanken kurz ordnen. Die literarische Form eines Essays ist ziemlich offen: Du musst hier keine stark analysierende Darstellung des Sachverhalts formulieren oder dich an einen streng formalen Aufbau halten. Trotzdem sollten natürlich Grundstrukturen wie Einleitung, Hauptteil und Schluss bei deinem Text vorhanden sein. Du hast das Glück, dass du hier frei und assoziativ über ein Thema reflektieren kannst und darfst: Deine Kreativität unterliegt keinen formalen Auflagen. Du kannst beispielsweise mit einer Anekdote in deinen Text einsteigen und auch Formen wie Witz und Ironie verwenden.
Weil das Schreiben eines Essays vor allem auf deiner ganz persönlichen (subjektiven) Meinung beruht, gibt es auch kein „richtig“ oder „falsch“. Trau dich also, deine Gedankengänge offenzulegen und selbstbewusst auszuführen.
Tipp
Einen Essay verfassen heißt, dass du dich mit dem vorgegebenen Thema - Mensch und Maschine: Facetten einer Beziehung - frei und kreativ auseinandersetzen sollst. Hierbei sind dir im Grunde kaum Grenzen gesetzt: Sowohl die inhaltliche als auch die formale Gestaltung deines Essays richten sich ganz nach deinen persönlichen Vorlieben und Neigungen.
Beachte zunächst: Die vorgegebene Materialsammlung kann und soll dir Denkanstöße liefern. Es ist aber keine Pflicht , die Texte in deine Überlegungen mit einzubauen. Sie bieten dir ein breites Panorama an Gedanken rund um das Thema Mensch und Maschine und liefern dir eventuell auch Denkanstöße, um auf eigene Ideen zu kommen, die du in deinem Essay aufgreifen kannst. Lies dir die Materialien deshalb zunächst gründlich durch und mache dir Notizen zu den Abschnitten, die dir für deinen Essay interessant erscheinen.
Jetzt geht es darum, dass du dir rund um das Thema eine eigene Gedankenwelt erschaffst und dir überlegst, welche Aspekte des Themas du gerne in deinem Essay thematisieren möchtest. Auf Basis deiner Lektüre der Materialsammlung kannst du nun deinen Gedanken freien Lauf lassen. Denke dabei an deine persönlichen Erfahrungen und an aktuelle Ereignisse. Am besten machst du dir dafür auf einem einzelnen Blatt Notizen (hierbei kann es hilfreich sein, wenn du dir z.B. eine Mindmap erstellst), damit du den Überblick behältst. Um dich dem Thema zunächst zu nähern, solltest du einige allgemeine Fragen formulieren:
  • Wie würdest du das Spannungsverhältnis zwischen Mensch und Maschine definieren?
  • Fallen dir (aktuelle) Beispiele ein, die du verwenden kannst?
  • Welche Probleme können sich ergeben, wenn Mensch und Maschine aufeinandertreffen bzw. zusammen agieren?
  • Was bedeuten Maschinen (was bedeutet Technik) für die heutige Gesellschaft?
Wenn du die Themenfelder, die du gerne in deinem Essay aufgreifen möchtest, abgesteckt hast, solltest du deine Gedanken kurz ordnen. Die literarische Form eines Essays ist ziemlich offen: Du musst hier keine stark analysierende Darstellung des Sachverhalts formulieren oder dich an einen streng formalen Aufbau halten. Trotzdem sollten natürlich Grundstrukturen wie Einleitung, Hauptteil und Schluss bei deinem Text vorhanden sein. Du hast das Glück, dass du hier frei und assoziativ über ein Thema reflektieren kannst und darfst: Deine Kreativität unterliegt keinen formalen Auflagen. Du kannst beispielsweise mit einer Anekdote in deinen Text einsteigen und auch Formen wie Witz und Ironie verwenden.
Weil das Schreiben eines Essays vor allem auf deiner ganz persönlichen (subjektiven) Meinung beruht, gibt es auch kein „richtig“ oder „falsch“. Trau dich also, deine Gedankengänge offenzulegen und selbstbewusst auszuführen.
Wichtig: Hierbei handelt es sich um eine Lösungsvariante. Wichtig für eine gute Note bei einem Essay ist, dass den Essay nicht wie eine Erörterung verfasst. Außerdem solltest du natürlich - wie immer bei einem Text, den du in Deutsch verfasst - auf Rechtschreibung, Zeichensetzung und Ausdruck achten.
Als Thomas Newcomen im Jahr 1712 die erste funktionsfähige Dampfmaschine baute, war die Begeisterung für die zukünftigen „helfenden Hände“ der Menschen unbegrenzt: Endlich gab es etwas, das ihnen den harten Arbeitsalltag, u.a. in Fabriken, erleichterte und ihr Leben dadurch ein Stück weit angenehmer machte.
Einstieg: Einleitung in das Thema „Mensch und Maschine“ , die schon den Übergang zum ersten inhaltlichen Punkt möglich macht
Jede Entwicklung birgt jedoch auch immer Gefahren. Im Falle der Maschinen ist es zum Beispiel die Lebensgefahr bei der Bedienung, die sich für die Menschen ergibt. Auf die Nachteile und Gefahren von Maschinen bezieht sich auch der Autor Thomas Bernhard in seiner Kurzgeschichte Eine Maschine .
In der durch nüchternen, nahezu objektiven Stil auffallenden Geschichte geht es um den Tod einer Arbeiterin, der durch eine Maschine verursacht wird. Nachdem der auktoriale Erzähler die Euphorie der Menschen am Tag der Inbetriebnahme dargelegt hat („den Tag, an welchem sie der Fabrikleitung übergeben wurde, wird niemand, der bei dieser Feierlichkeit anwesend war, vergessen“, Z. 5 - 8), beschreibt er sehr sachlich, wie eine Arbeiterin, die die Maschine warten soll, trotz vorheriger Einarbeitung von dieser geköpft wird. Die anderen Arbeiterinnen sind so geschockt von diesem Anblick, dass sie den Kopf ihrer Kollegin genauso behandeln wie die Gummimasse, die die Maschine vorher in Stücke geschnitten hat.
Erster Punkt des Essays: die Nachteile (die Gefahren) von Maschinen ; hier bietet es sich an, Material 2 zu verwenden (Thomas Bernhard: Eine Maschine)
Dass die Auswirkungen von Technik nicht ausschließlich positiv sind und ihre fortschreitende Entwicklung nicht nur eine Bereicherung sein kann, erkannte auch der französische Schriftsteller Marcel Pagnol: „Hütet euch vor den Technikern! Mit der Nähmaschine fangen sie an und mit der Atombombe hören sie auf“ (Material 1). Pagnols Aussage zeigt, dass es bei Maschinen, Innovationen und Technik darauf ankommt, wer in deren Besitz bzw. in Besitz des Wissens über ihre Konstruktion ist. Die immense Erleichterung der Arbeit durch Maschinen in Fabriken, zum Beispiel, wäre demnach auch nicht möglich gewesen.
Die fortschreitende Entwicklung der Technik : differenziert zu betrachten (Zitat von Marcel Pagnol)
Maschinen haben das tägliche Leben durchdrungen: Sie ersetzen den Menschen als Arbeitskraft und halten Einzug in unsere Wohnungen. Sie sind so alltäglich geworden, dass wir sie kaum noch wahrnehmen. Morgens nach dem Aufstehen läuft man erst einmal zur Kaffeemaschine. Wenn sich eine Frau danach fertig macht, föhnt sie sich die Haare. Bei der Arbeit läuft man zum Drucker und wirft anschließend Dokumente, die aufgrund ihrer streng vertraulichen Daten niemand sonst sehen darf, in einen Aktenvernichter. Kommt man abends nach Hause, landet die schmutzige Kleidung in der Waschmaschine und anschließend kocht man mit Hilfe von Herd und Backofen.
Dass Maschinen unser tägliches Leben derart durchdringen und in einigen Fällen auch Menschen am Arbeitsplatz ersetzen, zeigt, dass diese Entwicklung nicht nur Vorteile mit sich bringt. Arbeit ist nicht nur eine lästige Pflicht, sondern auch etwas, das uns ausmacht. Sie gibt uns eine Aufgabe innerhalb der Gesellschaft und somit einen Daseinszweck. Auch der englische Schriftsteller George Orwell teilt diese Überzeugung, wie man in folgendem Zitat (Material 1) erkennen kann: „Technisiert die Welt so vollkommen, wie sie nur technisiert werden könnte, und es wird, wohin ihr euch auch wendet, eine Maschine geben, die euch die Möglichkeit versperrt, zu arbeiten - das heißt, zu leben“.
Beispiele dafür, inwieweit Maschinen bereits Teil unseres täglichen Lebens geworden sind; Darlegen von Nachteilen der Ersetzung von Menschen durch Maschinen am Arbeitsplatz (Zitat von George Orwell, Material 1)
Menschen verwenden Maschinen aber auch (mehr oder weniger) bewusst, um sich mit deren Hilfe zu „optimieren“ (Cornelius Janzen: Die Cyborgs kommen. Wie Mensch und Maschine immer mehr verschmelzen , Material 5, Z. 2): Brille, Kontaktlinsen, ein Herzschrittmacher oder das Smartphone sind Janzen zufolge techhnische Hilfsmittel, mit deren Hilfe wir uns so weit wie möglich zu optimieren versuchen.
Diese Entwicklung kann man v.a. in letzter Zeit beobachten: Apps zur Selbstoptimierung halten Einzug in unseren Alltag. Es gibt Apps zum Schritte zählen, die uns „sagen“, dass wir uns mehr bewegen sollen, unseren BMI (Body-Mass-Index) kennen und uns ein Sportprogramm empfehlen. Es gibt Apps, in die man eintragen kann, was man den ganzen Tag über gegessen und getrunken hat. Anschließend berechnen diese die Kalorien, die man zu sich genommen hat und sprechen beispielsweise die Empfehlung aus, dass man mehr trinken soll.
All diese Apps dienen der Selbstoptimierung: keine Fehler mehr zulassen, der „perfekte Mensch“ ist gewünscht. Die Digitalisierung stellt in dieser Hinsicht den (vorerst) letzten Schritt der Technisierung dar.
Maschinen werden von Menschen bewusst eingesetzt, um sich bestmöglich zu „optimieren“ (Cornelius Janzen: Die Cyborgs kommen. Wie Mensch und Maschine immer mehr verschmelzen , Material 5); heutzutage: Selbstoptimierung durch Apps
Was man jedoch bei der Diskussion um die Nützlichkeit von Maschinen niemals vergessen darf, ist, dass sie zwar die Arbeiter am Fließband ersetzen können, die den ganzen Tag nur mechanisch die gleichen Bewegungen ausführen, jedoch immer Maschinen bleiben werden. Sie sind nicht fähig Emotionen wie Empathie zu empfinden und können somit nur einen winzigen Teil dessen abdecken, was jemand im Arbeitsalltag leisten muss.
Dass es in Fällen, in denen Menschen bei der Arbeit nur mechanische Bewegungen ausführen müssen, sehr von Vorteil ist, wenn sie von Maschinen ersetzt werden, zeigt der Film Modern Times mit Charlie Chaplin aus dem Jahr 1936 (Material 4).
In dem US-amerikanischen Spielfilm, der den Taylorismus in der Arbeitswelt thematisiert, spielt Chaplin einen Fabrikarbeiter. Jeden Tag muss er am Fließband stehen und die exakt gleichen Bewegungen ausführen: Zwei Schrauben müssen gleichzeitig von ihm festgezogen werden. Die Arbeit an sich ist nicht sonderlich schwer, aber die Bedingungen erschweren sie: In der Fabrik ist es sehr heiß und das Fließband ist so programmiert, dass die Arbeiter die Bewegungen extrem schnell ausführen müssen, da schon kleine Verzögerungen zu Problemen führen. Die Arbeit ist daher so stressig und eintönig, dass der von Chaplin gespielte Arbeiter bald auch nach Feierabend noch exakt die gleichen Bewegungen macht wie in der Fabrik auch: mit der rechten Hand eine Drehung nach links, mit der linken Hand eine Drehung nach rechts.
Maschinen können Menschen niemals vollständig ersetzen (mit Beispiel: Film Modern Times (Material 4) und Zitat von Elbert Hubbard (Material 1) belegt)
Dass eine Maschine (sehr wahrscheinlich) nie hochkomplexe Aufgaben übernehmen wird, zeigt in gewisser Weise auch das Zitat von Elbert Hubbard (Material 1): „Eine Maschine kann die Arbeit von fünfzig gewöhnlichen Menschen leisten, aber sie kann nicht einen außergewöhnlichen ersetzen“.
Dass Maschinen nützlich sein und uns Leben und Arbeit sehr erleichtern können, steht außer Frage. Wie vorsichtig man allerdings mit den neuesten Errungenschaften der Technik umgehen sollte, hat auch schon Einstein, einer der bedeutendsten Physiker aller Zeiten, erkannt: „Zähmen sollen sich die Menschen, die sich gedankenlos der Wunder der Wissenschaft und Technik bedienen und nicht mehr davon geistig erfasst haben als die Kuh von der Botanik der Pflanzen, die sie mit Wohlbehagen frisst“ (Material 1). Er will die Menschen dazu anregen, erst einmal über neue Errungenschaften nachzudenken und sie nicht kopflos zu benutzen, denn wenn man überhaupt nicht weiß, wie etwas funktioniert, besteht die Gefahr, dass die Sache an sich bald die Oberhand über uns gewinnt. Hierbei zielt er vor allem auf die künstliche Intelligenz ab, welche viel zu unerforscht und mächtig ist, als dass wir diese erschaffen sollten.
Maschinen können sehr nützlich sein; man sollte jedoch vorsichtig mit ihnen umgehen und sich der Gefahren, die von ihnen ausgehen und die durch ihre Nutzung entstehen, bewusst sein
Durch die Erfindung von Maschinen ist es zu einer „Rückentwicklungssperre“ gekommen: Wo aufgrund der Technisierung nun Maschinen eingesetzt werden, wird ganz sicher kein Rückschritt mehr gemacht werden. Es wird also kein Mensch mehr die Arbeit machen, die erst von den Maschinen übernommen wurde. Dadurch entsteht auch eine gewisse Abhängigkeit, zwar nicht mehr von Menschen, wie früher, dafür jetzt von Maschinen.
Dem steht aber ein Freiheitsgefühl gegenüber, das auch durch die Entwicklung von Maschinen bedingt ist: Man ist heutzutage viel mobiler. Während sich Menschen im 18. Jahrhundert selten mehr als zwanzig Kilometer von ihrem Heimatort wegbewegten, ermöglichen uns Erfindungen wie Auto und Flugzeug heutzutage eine sehr viel größere Mobilität.
Rückentwicklungssperre (Abhängigkeit, aber nicht mehr von Menschen, sondern von Maschinen) vs. Freiheitsgefühl (größere Mobilität durch Flugzeug, Auto, etc.)
#argumentationsstruktur#essay
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