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Aufgabe 4

Aufgaben
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Verfassen eines Essays

$\blacktriangleright\;$ Thema:
Die Macht der Sprache
$\blacktriangleright\;$ Aufgabenstellung:
  • Verfasse einen Essay zu diesem Thema.
Die vorgelegten Materialien sind als Anregung, nicht als Vorgabe zu verstehen.
#essay
Material 1
Bertolt Brecht: Die List, die Wahrheit unter vielen zu verbreiten (1938)
$\,$
[…] Wer in unserer Zeit statt Volk Bevölkerung […] sagt, unterstützt schon viele Lü-
gen nicht. Er nimmt den Wörtern ihre faule Mystik. Das Wort Volk besagt eine ge-
wisse Einheitlichkeit und deutet auf gemeinsame Interessen hin, sollte also nur be-
nutzt werden, wenn von mehreren Völkern die Rede ist, da höchstens dann eine
5
Gemeinsamkeit der Interessen vorstellbar ist. Die Bevölkerung eines Landstriches
hat verschiedene, auch einander entgegengesetzte Interessen, und dies ist eine
Wahrheit, die unterdrückt wird. […] Für das Wort Disziplin sollte man, wo Unterdrü-
ckung herrscht, das Wort Gehorsam wählen, weil Disziplin auch ohne Herrscher
möglich ist und dadurch etwas Edleres an sich hat als Gehorsam. Und besser als
10
das Wort Ehre ist das Wort Menschenwürde. Dabei verschwindet der einzelne nicht
so leicht aus dem Gesichtsfeld. Weiß man doch, was für ein Gesindel sich heran-
drängt, die Ehre eines Volkes verteidigen zu dürfen! […]
Aus: B. Brecht: Die List, die Wahrheit unter vielen zu verbreiten,
In: Ders., Gesammelte Werke. Bd. 18, Schriften zu Literatur und Kunst I. Frankfurt/M. 1967
(Suhrkamp Verlag), S. 231 f.
#sachtext
Material 2
Eike Christian Hirsch: Arbeitskräfte freisetzen. Deutsch für Besserwisser
$\,$
Die Vereinigung Eisen und Stahl1 hatte zu einem Hintergrundgespräch gebeten. Wir
waren nur wenige handverlesene Journalisten. Es gehe nicht etwa um Sprachrege-
lungen, sagte Bergassessor2 a.D. Dr. F. zu Beginn (und nannte damit doch das
Thema). „Wir sprechen mit Absicht von dem gewaltigen Kostendruck, dem wir
5
standhalten müssen“, sagte er. „Noch besser spricht man von einer Kostenexplosi-
on. Unsere Kosten steigen nämlich explosionsartig mit einer Ausdehnungsge-
schwindigkeit von fast zehn Prozent im Jahr. Der Ausdruck Kostenexplosion hat
sich, auch wenn er übertrieben ercheint, jedenfall politisch bewährt.“
Nun war der zweite Sprecher von Eisen und Stahl an der Reihe, ein Dr.-Ing. e.h.3
10
im Nadelstreifen-Doppelreiher. „Es ist sogar eine Kostenlawine, die auf die Unter-
nehmer zurollt. Eine Lawine steigert bekanntlich ihr Gewicht von jenen zweihundert
Gramm des ersten Schneeballs bis zu den zweihunderttausend Tonnen ihres End-
gewichts in oft weniger als drei Minuten. Somit trifft das Bild von der Kostenlawine
sehr genau unsere Lage; verdoppeln sich doch unsere Kosten auch alle acht Jah-
15
re.“ Er schenkte uns besten Cognac nach.
„Und was tun wir Unternehmer?“ fragte triumphierend ein dritter Sprecher, Direktor
H. aus Düsseldorf. „Der Unternehmer hält dem Kostendruck stand, er bremst ei-
genhändig die Kostenexplosion und fängt die gewaltige Kostenlawine auf, damit sie
nicht auf die Preis durchschlägt.“ Der Bergassessor a.D. nahm das Stichwort auf.
20
„Überhaupt die Preise! Wenn einmal leichte Preiskorrekturen am Markt durchzuset-
zen sind, so sehen wir es nicht gern, wenn sie öffentlich als Preissteigerungen oder
Preiserhöhungen bezeichnet werden. Das sind für uns Preisangleichungen, allen-
falls Preisanhebungen. Deswegen sagen wir generell in unseren Verlautbarungen:
Preisangleichungen an die Kostensituation sind unvermeidbar gewesen.“
25
Hier war es jender Dr.-Ing. e.h., der die fachlichen Erläuterungen fortsetzte. „Im übri-
gen sind ja nicht wir es, die die Preise machen. Wie schon die treffenden Rede-
wendungen zeigen, daß die Preise ‚klettern‘ und die Lohn-Preis-Spirale ‚sich dreht‘,
sind wir da ganz ohne Einfluß. “

1Die Vereinigung Eisen und Stahl: wirtschaftspolitischer Verband der Stahlindustrie
2Bergassessor:Absolvent einer staatlichen Bergbauakademie
3Dr.-Ing. e.h.: Doktor der Ingenieurswissenschaften ehrenhalber; die Ehrendoktorwürde ist eine Auszeichnung für besondere wissenschaftliche Verdienste.
Aus: E. C. Hirsch: Arbeitskräfte freisetzen. Deutsch für Besserwisser,
In: München 1988,
(dtb), S. 37 f.
#sachtext
Material 3
Elena Bernard: Kinder wollen „Helfer sein“
$\,$
Erklärt man Kindern, sie könnten „Helfer sein“, sind sie tatsächlich hilfsbereiter, als
wenn man ihnen vorschlägt zu „helfen“. Forscher um Christopher Bryan von der
University of California in San Diego boten Drei- bis Sechsjährigen verschiedene
Möglichkeiten an, einem Erwachsenem zur Hand zu gehen - etwa beim Einsam-
5
meln von Buntstiften. Kinder, denen sie zuvor gesagt hatten, sie könnten „Helfer
sein“, waren nun öfter bereit, ihr Spiel zu unterbrechen, als wenn in dem Gespräch
nur von „helfen“ die Rede gewesen war.
Der vermutete Grund: Das Nomen „Helfer“ verknüpfen Kinder stärker mit ihrer
Persönlichkeit, so die Forscher. Das Helfen erscheine dann nicht als einmaliger Akt,
10
sondern als Ausdruck des Charakters.
Ähnliches kennt man auch von Erwachsenen: Fragt man, wie wichtig es ist, „Wähler
zu sein“, geben sie mit größerer Wahrscheinlichkeit ihre Stimme ab, als wenn man
sich nach der Bedeutung des „Wählens“ erkundigte. Allerdings fördert der Nominal-
stil nur Verhalten, das als positiv gilt: „Betrüger sein“ wollen Menschen weniger als
15
„betrügen“.
Offenbar sind bereits Vorschulkinder in der Lage, ihre Identität durch das eigene
Handeln zu gestalten. Mit ihrer Wortwahl können Eltern beeinflussen, wie ein Kind
seine Persönlichkeit einschätzt: Bezeichnen sie ihren Spross zum Beispiel als
„Sportler“ und betonen außerdem, dass er „ein Instrument spielt“, identifiziert sich
20
der Nachwuchs über den Sport, während er das Musizieren als bloßes Tun wahr-
nimmt.
Vorsicht geboten ist dagegen bei Urteilen wie „Du bist ein guter Sportler“. Hier kann
das Nomen Kinder sogar verunsichern. Beim Loben scheint es daher sinnvoller zu
sein, sich auf die Tätigkeit zu beziehen.
Quelle: http://www.spektrum.de/news/kinder-wollen-helfer-sein/1283813,
veröffentlicht am 30.04.2014,
Zugriff am 12.05.2017.
#zeitungsartikel
Material 4
Sabine Röder: Auszug aus einem Leitfaden zum Einsatz von gendersensibler Sprache in der Mediation1
$\,$
Ein wesentlicher Aspekt des ethischen Selbstverständnisses als Mediatorin oder als
Mediator ist die eigene Allparteilichkeit gegenüber den Mediantinnen und Median-
ten. Sie besagt, dass die Konfliktparteien gleichermaßen in die Mediation einbezo-
gen werden sollen, indem auf jede der beiden Parteien gleichermaßen wertschät-
5
zend zugegangen wird, ohne die jeweils andere zu vernachlässigen. Eines der
wichtigsten Werkzeuge, die dem Mediator oder der Mediatorin hierfür zur Verfügung
stehen, ist die Sprache. Damit das Werkzeug effektiv ist, muss Sprache diese wert-
schätzende Haltung abbilden.
Nun besteht im deutschen Sprachgebrauch die weit verbreitete Praxis, die männli-
10
che Form eines Wortes als Sammelbezeichnung für beide Geschlechter zu ver-
wenden („generisches Maskulinum“). Wenn auch Mediatorinnen oder Mediatoren in
der Mediation dieses generische Maskulinum verwenden, bestehen zwei wesentli-
che Gefahrenpotentiale:
1. Frauen werden durch die Verwendung des generischen Maskulinums sprachlich
15
„unsichtbar“ gemacht. Sie werden also nicht in gleichem Maße angesprochen wie
der Mann und somit in der Sprache vernachlässigt. Teilweise wird dies sogar als ei-
ne sprachliche Diskriminierung empfunden. Rein sprachlich wird damit in der Me-
diation klar gegen den Grundsatz der Allparteilichkeit verstoßen.
2. Durch die Verwendung einer nicht-geschlechtergerechten Sprache besteht die
20
Gefahr, wesentliche Ressourcen für die Mediation nicht auszuschöpfen. Mittlerweile
gilt es nämlich als belegt, dass die Verwendung des generischen Maskulinums die
kognitive Repräsentation der Frau erschwert. […]
Häufig wird die Wahl des generischen Maskulinums mit der sprachlichen Vereinfa-
chung gerechtfertigt; Frauen seien selbstverständlich miterfasst. Sprache aber formt
25
Bewusstsein. Es ist für eine Frau ein erheblicher zusätzlicher innerer Aufwand er-
forderlich, sich gleichberechtigt als Frau erfasst zu fühlen, wenn sie stets männlich
angesprochen wird.

1Mediation: (lateinisch „Vermittlung“) ein strukturiertes, freiwilliges Verfahren zur konstruktiven Beilegung eines Konfliktes, bei dem unabhängige „allparteiliche“ Dritte die Konfliktparteien in ihrem Lösungsprozess begleiten
Quelle: http://www.frankfurter-mediationszentrale.de/leitfaden-zum-einsatz-von-gendersensibler-sprache-der-mediation/,
veröffentlicht am 29.04.2014,
Zugriff am 12.05.2017.
#sachtext
Material 5
Stefanie Schramm, Claudia Wüstenhagen: Die Macht der Worte
$\,$
Es gibt die offensichtliche Wirkung der Worte: Wer einen Roman aufschlägt, eine
Liebeserklärung bekommt oder in einen heftigen Streit gerät, der spürt, wie Sprache
berührt. Worte können trösten oder tief verletzen, manche hängen einem tage- oder
gar jahrelang nach. Auch unsere eigenen Worte wirken auf uns. Wenn wir etwa ein
5
Tabuwort aussprechen, kann das bei uns selbst körperlich messbare Stresssymp-
tome hervorrufen. […]
Oft jedoch bekommen wir den Einfluss der Worte gar nicht mit. Deshalb kann man
uns so gut manipulieren, mit Marketing zum Beispiel. Studien ergaben, dass allein
die Beschreibung von Lebensmitteln das Geschmackserlebnis beeinflussen kann:
10
Gebäck schmeckt besser, wenn es laut Speisekarte nach einem „Rezept der
Großmutter“ gebacken oder „traditionell“ erzeugt wurde. Ein exotischer Name ver-
leiht Getränken ein frischeres Aroma, ergaben Tests. Unsere Wahrnehmung ist also
alles andere als objektiv, sie lässt sich von Begriffen leiten.
Worte können als Heuristiken1 dienen, mit deren Hilfe wir Informationen schnell
15
einordnen können. Ihre Kraft liegt in den Assoziationen, die sie wecken. Das gilt vor
allem für Metaphern. Sie übertragen eine konkrete Erfahrung auf ein abstraktes
Konzept. Da muss eine Idee verdaut, eine Theorie untermauert, ein Argument ge-
schärft werden. Metaphern stehen an der Schnittstelle zwischen Wahrnehmen und
Handeln auf der einen und Denken auf der anderen Seite. Und sie sind damit weit
20
mehr als rhetorische Figuren und poetischer Zuckerguss, als die sie uns im
Deutschunterricht begegnet sind.
Der Linguist George Lakoff ist überzeugt: „Metaphern können töten.“ Mit diesem
Satz begann er im März 2003 einen Artikel über den bevorstehenden Krieg gegen
den Irak. Er meinte den Ausdruck „Krieg gegen den Terror“, den die Regierung
25
Bush nach dem 11. September 2001 geprägt hatte. Schon Stunden nach den An-
schlägen seien die Weichen gestellt worden. Zunächst sprach die Regierung von
„Opfern“, wenige Stunden später von „Verlusten“.
„Ein Sprachmoment von höchster politischer Relevanz“, meint Lakoff. Denn mit die-
sem Wortwechsel habe sich auch die Deutung der Anschläge verändert: vom Ver-
30
brechen hin zu einer Kriegshandlung. Das habe zur Metapher „Krieg gegen den
Terror“ geführt - und letztlich zu den Kriegen in Afghanistan und im Irak mit Zehn-
tausenden Toten.
Lakoffs manchmal kühne Thesen sind unter Sprachforschern umstritten. Doch dass
Metaphern die öffentliche Meinung beeinflussen können, bestreiten auch gemäßigte
35
Linguisten nicht. „Politiker spielen damit“, sagt etwa Hans-Jörg Schmid von der
Ludwigs-Maximilians-Universität München. Interessant sei zum Beispiel der „Euro-
Rettungsschirm“, eine recht neue Wortschöpfung. „Das weckt die Assoziation, dass
man einen Staat schützt, der unverschuldet ins Unwetter geraten ist.“ Ganz an-
ders der englische Begriff bail out, der so viel wie „heraushauen“, aber auch „auf
40
Kaution aus dem Gefängnis holen“ bedeutet. Er legt nahe, dass der von der Pleite
bedrohte Staat selbst an seiner misslichen Lage schuld, womöglich gar kriminell
sei.

1Heuristik:Methodische Kunst der Wahrheitsfindung
Quelle: http://www.zeit.de/zeit-wissen/2012/06/Sprache-Worte-Wahrnehmung,
veröffentlicht am 09.10.2012,
Zugriff am 12.05.2017.
#zeitungsartikel
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$\blacktriangleright\;$ Thema:
Die Macht der Sprache
$\blacktriangleright$  Verfasse einen Essay zu diesem Thema.
Einen Essay verfassen heißt, dass du dich mit dem vorgegebenen Thema - Die Macht der Sprache - frei und kreativ auseinandersetzen sollst. Hierbei sind dir im Grunde kaum Grenzen gesetzt: Sowohl die inhaltliche als auch die formale Gestaltung deines Essays richten sich ganz nach deinen persönlichen Vorlieben und Neigungen.
Beachte zunächst: Die vorgegebene Materialsammlung kann und soll dir Denkanstöße liefern. Es ist aber keine Pflicht, die Texte in deine Überlegungen mit einzubauen. Sie bieten dir ein breites Panorama an Gedanken rund um das Thema Macht der Sprache und liefern dir eventuell auch Impressionen, um auf eigene Ideen zu kommen, die du in deinem Essay aufgreifen kannst. Lies dir die Materialien deshalb zunächst gründlich durch und mache dir Notizen zu den Abschnitten, die dir für deinen Essay interessant erscheinen.
Jetzt geht es darum, dass du dir rund um das Thema eine eigene Gedankenwelt erschaffst und dir überlegst, welche Aspekte des Themas du gerne in deinem Essay thematisieren möchtest. Auf Basis deiner Lektüre der Materialsammlung kannst du nun deinen Gedanken freien Lauf lassen. Denke dabei an deine persönlichen Erfahrungen und an aktuelle Ereignisse. Am besten machst du dir dafür auf einem einzelnen Blatt Notizen (hierbei kann es hilfreich sein, wenn du dir z.B. eine Mindmap erstellst), damit du den Überblick behältst. Um dich dem Thema zunächst zu nähern, solltest du einige allgemeine Fragen formulieren:
  • Wie entsteht überhaupt Sprache?
  • Hat die Sprache Macht oder gibt sie Menschen Macht oder gar beides?
  • In welchen Bereichen findest du Beispiele, die zeigen, dass Sprache Macht besitzt?
Wenn du die Themenfelder, die du gerne in deinem Essay aufgreifen möchtest, abgesteckt hast, solltest du deine Gedanken kurz ordnen. Die literarische Form eines Essays ist ziemlich offen: Du musst hier keine stark analysierende Darstellung des Sachverhalts formulieren oder dich an einen streng formalen Aufbau halten. Trotzdem sollten natürlich Grundstrukturen wie Einleitung, Hauptteil und Schluss bei deinem Text vorhanden sein. Du hast das Glück, dass du hier frei und assoziativ über ein Thema reflektieren kannst und darfst: Deine Kreativität unterliegt keinen formalen Auflagen. Du kannst beispielsweise mit einer Anekdote in deinen Text einsteigen und auch Formen wie Witz und Ironie verwenden.
Weil das Schreiben eines Essays vor allem auf deiner ganz persönlichen (subjektiven) Meinung beruht, gibt es auch kein „richtig“ oder „falsch“. Trau dich also, deine Gedankengänge offenzulegen und selbstbewusst auszuführen.
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Verfassen eines Essays

$\blacktriangleright\;$ Thema:
Die Macht der Sprache
Lösungsvorschlag
$\blacktriangleright$  Verfasse einen Essay zu diesem Thema.
Tipp
Einen Essay verfassen heißt, dass du dich mit dem vorgegebenen Thema - Die Macht der Sprache - frei und kreativ auseinandersetzen sollst. Hierbei sind dir im Grunde kaum Grenzen gesetzt: Sowohl die inhaltliche als auch die formale Gestaltung deines Essays richten sich ganz nach deinen persönlichen Vorlieben und Neigungen.
Beachte zunächst: Die vorgegebene Materialsammlung kann und soll dir Denkanstöße liefern. Es ist aber keine Pflicht, die Texte in deine Überlegungen mit einzubauen. Sie bieten dir ein breites Panorama an Gedanken rund um das Thema Macht der Sprache und liefern dir eventuell auch Impressionen, um auf eigene Ideen zu kommen, die du in deinem Essay aufgreifen kannst. Lies dir die Materialien deshalb zunächst gründlich durch und mache dir Notizen zu den Abschnitten, die dir für deinen Essay interessant erscheinen.
Jetzt geht es darum, dass du dir rund um das Thema eine eigene Gedankenwelt erschaffst und dir überlegst, welche Aspekte des Themas du gerne in deinem Essay thematisieren möchtest. Auf Basis deiner Lektüre der Materialsammlung kannst du nun deinen Gedanken freien Lauf lassen. Denke dabei an deine persönlichen Erfahrungen und an aktuelle Ereignisse. Am besten machst du dir dafür auf einem einzelnen Blatt Notizen (hierbei kann es hilfreich sein, wenn du dir z.B. eine Mindmap erstellst), damit du den Überblick behältst. Um dich dem Thema zunächst zu nähern, solltest du einige allgemeine Fragen formulieren:
  • Wie entsteht überhaupt Sprache?
  • Hat die Sprache Macht oder gibt sie Menschen Macht oder gar beides?
  • In welchen Bereichen findest du Beispiele, die zeigen, dass Sprache Macht besitzt?
Wenn du die Themenfelder, die du gerne in deinem Essay aufgreifen möchtest, abgesteckt hast, solltest du deine Gedanken kurz ordnen. Die literarische Form eines Essays ist ziemlich offen: Du musst hier keine stark analysierende Darstellung des Sachverhalts formulieren oder dich an einen streng formalen Aufbau halten. Trotzdem sollten natürlich Grundstrukturen wie Einleitung, Hauptteil und Schluss bei deinem Text vorhanden sein. Du hast das Glück, dass du hier frei und assoziativ über ein Thema reflektieren kannst und darfst: Deine Kreativität unterliegt keinen formalen Auflagen. Du kannst beispielsweise mit einer Anekdote in deinen Text einsteigen und auch Formen wie Witz und Ironie verwenden.
Weil das Schreiben eines Essays vor allem auf deiner ganz persönlichen (subjektiven) Meinung beruht, gibt es auch kein „richtig“ oder „falsch“. Trau dich also, deine Gedankengänge offenzulegen und selbstbewusst auszuführen.
Tipp
Einen Essay verfassen heißt, dass du dich mit dem vorgegebenen Thema - Die Macht der Sprache - frei und kreativ auseinandersetzen sollst. Hierbei sind dir im Grunde kaum Grenzen gesetzt: Sowohl die inhaltliche als auch die formale Gestaltung deines Essays richten sich ganz nach deinen persönlichen Vorlieben und Neigungen.
Beachte zunächst: Die vorgegebene Materialsammlung kann und soll dir Denkanstöße liefern. Es ist aber keine Pflicht, die Texte in deine Überlegungen mit einzubauen. Sie bieten dir ein breites Panorama an Gedanken rund um das Thema Macht der Sprache und liefern dir eventuell auch Impressionen, um auf eigene Ideen zu kommen, die du in deinem Essay aufgreifen kannst. Lies dir die Materialien deshalb zunächst gründlich durch und mache dir Notizen zu den Abschnitten, die dir für deinen Essay interessant erscheinen.
Jetzt geht es darum, dass du dir rund um das Thema eine eigene Gedankenwelt erschaffst und dir überlegst, welche Aspekte des Themas du gerne in deinem Essay thematisieren möchtest. Auf Basis deiner Lektüre der Materialsammlung kannst du nun deinen Gedanken freien Lauf lassen. Denke dabei an deine persönlichen Erfahrungen und an aktuelle Ereignisse. Am besten machst du dir dafür auf einem einzelnen Blatt Notizen (hierbei kann es hilfreich sein, wenn du dir z.B. eine Mindmap erstellst), damit du den Überblick behältst. Um dich dem Thema zunächst zu nähern, solltest du einige allgemeine Fragen formulieren:
  • Wie entsteht überhaupt Sprache?
  • Hat die Sprache Macht oder gibt sie Menschen Macht oder gar beides?
  • In welchen Bereichen findest du Beispiele, die zeigen, dass Sprache Macht besitzt?
Wenn du die Themenfelder, die du gerne in deinem Essay aufgreifen möchtest, abgesteckt hast, solltest du deine Gedanken kurz ordnen. Die literarische Form eines Essays ist ziemlich offen: Du musst hier keine stark analysierende Darstellung des Sachverhalts formulieren oder dich an einen streng formalen Aufbau halten. Trotzdem sollten natürlich Grundstrukturen wie Einleitung, Hauptteil und Schluss bei deinem Text vorhanden sein. Du hast das Glück, dass du hier frei und assoziativ über ein Thema reflektieren kannst und darfst: Deine Kreativität unterliegt keinen formalen Auflagen. Du kannst beispielsweise mit einer Anekdote in deinen Text einsteigen und auch Formen wie Witz und Ironie verwenden.
Weil das Schreiben eines Essays vor allem auf deiner ganz persönlichen (subjektiven) Meinung beruht, gibt es auch kein „richtig“ oder „falsch“. Trau dich also, deine Gedankengänge offenzulegen und selbstbewusst auszuführen.
Sprache ist überall. Ohne Sprache würde uns ein wesentlicher Bestandteil unserer selbst und der Gesellschaft fehlen. Sei es die gesprochene, die geschriebene oder die gedachte Sprache. Sprache ist enorm wichtig und zusätzlich ein gewaltiges Machtinstrument, mit dem wir und andere beeinflusst werden können - dessen muss man sich allerdings erst einmal bewusst werden.
Einleitung
Um darauf zu kommen, wie Sprache zu einem Machtinstrument werden kann, muss man zunächst einmal den Aufbau der Sprache betrachten. Natürlich, jedes Land, jede Nationalität und auch einige sehr kleine Menschengruppen haben ihre eigene Sprache. Aber wie kommt es dazu, dass wir durch Sprache ausdrücken können, was wir denken? Um sprachlich etwas darzustellen, braucht es drei Komponenten: Zum einen brauchen wir den Gegenstand, über den wir sprechen möchten, nehmen wir als Beispiel einmal einen Stuhl. Doch dieser Gegenstand muss nun abstrahiert werden, denn sonst würde das kleine Mädchen an seinen pinken Drehstuhl mit Einhörnern denken und der Schüler an die unbequemen, alten Stühle in der Schule. Der Gegenstand, beziehungsweise die ganze Gruppe von Gegenständen wird nun zu einem Begriff, einer Vorstellung im Kopf, abstrahiert. Jeder weiß: Ein Stuhl hat eine Sitzfläche, vier Beine und eine Rückenlehne. Dieser Vorstellung des Stuhles wird nun durch die Sprache eine Benennung zugeordnet, in unserem Fall ist es „Stuhl“. Durch dieses Zusammenspiel der drei Komponenten - Gegenstand, Begriff und Benennung - kann Sprache überhaupt erst funktionieren. Im Umkehrschluss bedeutet dies allerdings auch, dass wir jedes Mal, wenn wir ein Wort hören, einen bestimmten Begriff in unserem Kopf damit verbinden. Da in unserer Vorstellung auch immer eine persönliche Prägung mit einfließt, ist klar, dass durch Sprache auch bestimmte Emotionen in uns hervorgerufen werden können und wir somit durch Sprache unbewusst beeinflusst werden können.
Allgemeines
  • Aufbau der Sprache
  • über Sprache im Denken beeinflusst
Wer wohlsituiert und in geordneten Umständen aufwächst, ist es gewohnt von „Geld“ zu sprechen. Wer in einer ärmeren Umgebung aufwächst, der benutzt stattdessen eher die Benennung „Kohle“. Vom Gefühl her merkt man an diesem Beispiel direkt, dass „Kohle“ eher abschätzig und abwertend klingt und „Geld“ dementsprechend positiver. Das hat viel mit der Konnotation zu tun - die meisten Wörter sind positiv oder negativ konnotiert. Ebenso zeigt, wer von einem „Polizist“ redet, mehr Respekt als der, der von einem „Bullen“ spricht. Auch hier hängt diese Auffassung direkt mit der Konnotation zusammen und beeinflusst uns unterbewusst. Obwohl dasselbe gemeint ist, ist die Meinung darüber plötzlich eine andere.
Macht durch Sprache
  • Konnotation beeinflusst Wahrnehmung
Dies machen sich vor allem Politiker zunutze. Damit beschäftigen sich auch Stefanie Schramm und Claudia Wüstenhagen in ihrem Artikel Die Macht der Worte, der am 9.10.2012 auf der Internetseite der „Zeit“ veröffentlicht wurde. Hierin zitieren die beiden Autorinnen unter anderem den Linguisten George Lakoff, der überzeugt davon ist, dass Metaphern töten können. Diese Aussage bezieht sich auf den Ausdruck „Krieg gegen den Terror“, denn Lakoff ist der Meinung, dass diese Metapher letztlich zu den Kriegen in Afghanistan und im Irak geführt habe, bei denen es Zehntausende Tote gab. Schuld daran, dass es zu dieser Metapher gekommen sei, sei ein Wortwechsel nach dem Anschlag des 1. Septembers gewesen. Zuerst sei von „Opfern“ gesprochen worden, dann von „Verlusten“. Wenn man einmal nachfühlt, welche Regungen und Assoziationen in einem ausgelöst werden, merkt man, dass „Verluste“ dramatischer wirken als „Opfer“. Bei den „Verlusten“ kommt automatisch Mitgefühl für Angehörige und Hinterbliebene auf, es fühlt sich an wie ein kollektiver Verlust für die ganze Gesellschaft. Gleichzeitig fühlt man dadurch auch Wut auf die Verursacher aufsteigen, die Schuld daran sind, dass wir alle solch einen Verlust erlitten haben. Im Vergleich dazu ist die Benennung „Opfer“ viel statischer. Man verbindet nicht so viele Emotionen damit. Man sieht die Sache nüchterner. Doch genau das sollte ja nicht passieren, die Bush-Regierung wollte die Menschen emotionalisieren und Hass schüren auf die Schuldigen. Auch der darauffolgende Ausdruck „Krieg gegen den Terror“ weckt wieder ähnliche Assoziationen. Obwohl mit dem Begriff „Krieg“ Negatives verbunden ist, ist der ja gegen den Terror, der Terror wird als direkter Gegner und als Feindbild gesehen. Auch damit kann sich jeder identifizieren: Terror ist schlecht, Krieg ist schlecht. Krieg gegen den Terror ist aber folglich gut, weil es dann keinen Terror mehr gibt.
Politik
  • Bush: „Krieg gegen den Terror“
Auch US-Präsident Donald Trump machte sich die Macht der Sprache im zurückliegenden Wahlkampf zunutze. Um seine Wähler und sein Publikum anzusprechen, benutzte er bewusst eine sehr einfache Sprache und Grammatik - damit wird beim Zuhörer assoziiert, dass derjenige auch durchzieht was er sagt, und die Wirkung wird schnell ohne abstraktes Denken erzielt. Mit seinem bekannten Ausspruch „make America great again“ zielt er durch die Sprache auch genau auf seine Wähler ab. Er verspricht ihnen damit, Amerika großartig zu machen. Durch das kleine Wörtchen „again“ wird jedoch gleichzeitig betont, dass Amerika momentan nicht großartig ist, sondern schlecht, und man es erst wieder zu etwas Großartigem machen muss. Der Satz gibt seinen Wählern gleichzeitig Hoffnung auf etwas Besseres und beeinflusst sie unterbewusst, die aktuelle Situation schlecht zu finden. Da der Satz immer nur aus seinem Mund zu hören ist, wird die Wirkung erzielt, dass die Zuhörer denken, nur Trump könne alles besser machen.
  • Trump: „Make America great again“
Im Gegensatz dazu steht Ex-US-Präsident Barack Obamas ehemaliger Wahlspruch: „Yes we can!“. Durch die Benutzung des „we“ bezieht er alle mit ein, sogar nicht nur seine Wähler sondern die Allgemeinheit. Nicht er schafft es, sondern wir schaffen es, alle schaffen es gemeinsam.
  • Obama: „Yes we can!“
Im Bereich des Marketings wird die Sprache ebenfalls als Machtinstrument eingesetzt, um uns zum Kauf zu bewegen. Kuchen „nach Omas Rezept“ schmeckt besser, „Arizona Ice-Tea“ klingt exotisch-frisch. Die Speisen und Getränke bei der Restaurantkette „Hans im Glück“ klingen märchenhaft und verlockend, wer isst nicht gerne einen Burger namens „Abendrot“ und trinkt dazu einen „Spaßgesellen“? Das Spiel mit der Sprache wird im Marketing auch bewusst eingesetzt, um uns zum Nachdenken anzuregen und uns so dazu zu bringen, uns weitergehend mit der beworbenen Firma zu beschäftigen. Neologismen stehen an der Tagesordnung, aber auch Teekesselchen oder Sätze mit mehreren Bedeutungen werden eingesetzt. So zum Beispiel von „Swiss Life“, einem Lebensversicherungskonzern aus der Schweiz. „Ich werde niemals heiraten wir in der Kirche“, „Aus der Traum wird Wirklichkeit“ ist beispielsweise auf ihren Werbeplakaten zu lesen. Solche Sätze bleiben im Gedächtnis und wir werden dazu gebracht, uns auch weiter damit auseinanderzusetzen. Aber auch der Spruch „Freiburg stirbt mit Sicherheit“, der zur Kampagne gegen umfassende Sicherheitsüberwachungen in der Stadt anhält, bringt einen dazu, sich mit der Thematik auseinanderzusetzen. Es sind gerade diese überraschenden und ungewöhnlichen sprachlichen Mittel in der Werbung, die uns dazu bringen, uns mit dem Produkt auseinanderzusetzen und die im Gedächtnis bleiben.
Marketing
  • Neologismen
  • Teekesselchen
  • Mehrdeutigkeit
Sprache beeinflusst das Denken, die Werte, die Persönlichkeit. Sprache hat Macht - nicht nur diejenigen, die sie benutzen, sondern auch die Sprache an sich. Schon früh wird man durch seine Sprache geprägt, auch in seinem Verhalten. Es gibt feste sprachliche Schubladen, in die wir uns und unsere Mitmenschen einordnen, nachdem wir sie ordentlich zusammengefaltet haben. Schon vor unserer Geburt fängt es an: „Wird es ein Junge oder ein Mädchen?“ Doch was ist mit den Menschen, die sich selbst nicht definitiv dem einen Geschlecht zuordnen können? Gerade die Genderproblematik ist sprachlich höchst interessant, auch wenn dort vorerst noch bei dem Problem verharrt wird, dass die männliche sprachliche Form für beide Geschlechter genutzt wird, anstatt beide oder eine geschlechtsneutrale Form zu benutzen. Durch das Benutzen der männlichen Form kann frau sich unsichtbar und gar nicht wirklich wahrgenommen fühlen. Die Sprache hat hier eine große Macht über den Einzelnen.
Macht der Sprache
  • Genderproblematik
Natürlich müssen wir auch darauf achten, mit unserer Sprache niemanden zu verletzen. Dazu gibt es ja die ganze „political correctness“-Debatte, in der es darum geht, ja niemanden mit sprachlichen Ausdrücken zu diskriminieren. Erscheint es uns oft abwegig, statt „Mohrenkopf“ „Schokokuss“, statt „Eskimo“ „Inuit“ und statt „Zigeuner“ „Sinti und Roma“ zu sagen, ist es doch nur fair, allen unterschiedlichen Personengruppen gegenüber denselben Respekt zu zeigen. Natürlich, wir sehen nichts in den Benennungen, das uns verwerflich erscheint. Trotzdem sollten wir, sobald uns bewusst wird, dass wir Menschen mit unserer Wortwahl verletzen können, damit aufhören und anders sprechen. Denn wer will schon ein „Fiesling“ sein, ein „Ungerechter“?
  • political correctness
Apropos Nominalisierungen. Elena Bernhard berichtet in ihrem Artikel „Kinder wollen Helfer sein“ davon, wie unterschiedlich die Verwendung von Verben und die Verwendung der dazugehörigen Nominalisierungen wirken. Ihre Ergebnisse: Werden Kinder gefragt, ob sie „helfen“ wollen, sind sie weniger bereit dazu, als wenn sie gefragt werden, ob sie „Helfer sein“ wollen. Auch bei Erwachsenen kann man Ähnliches beobachten: Es ist ihnen wichtiger „Wähler“ zu sein als zu „wählen“. Bei negativen Eigenschaften ist es genau andersrum: Die meisten wollen lieber „betrügen“ als „Betrüger sein“.
  • Nominalisierungen
Auf alle Lebensbereiche übertragen lässt sich diese Erkenntnis jedoch nicht. Denn wer will lieber ein „Schläfer“ sein als zu „schlafen“ - und wer will lieber ein „Lacher“ sein als zu „lachen“?
Wichtig: Hierbei handelt es sich um eine Lösungsvariante. Um eine gute Note bei einem Essay zu bekommen, musst du darauf achten, den Essay nicht wie eine Erörterung, sondern freier und kreativer zu verfassen. Außerdem solltest du natürlich - wie immer bei einem Text, den du in Deutsch verfasst - auf Rechtschreibung, Zeichensetzung und Ausdruck achten.
#essay
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