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Aufgabe 5

Aufgaben
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Analyse und Erörterung pragmatischer Texte
Schwerpunkt: Erörterung

$\blacktriangleright\;$ Aufgabenstellung:
  • Arbeite die Kernaussagen des Textes heraus.
#analysieren
  • Setze dich mit der Position des Autors auseinander.
Bitte beachte, dass der Schwerpunkt der Gewichtung auf der zweiten Teilaufgabe liegt.
#erörtern#textgebundeneerörterung
Bernhard Pörksen: Wir Tugendterroristen
Im digitalen Zeitalter neigt die Mediendemokratie zur dauernden Empörung: Permanent droht der Skandal. Warum ist das so?
In: DIE ZEIT Nr. 46 / 8. November 2012
 
Vielleicht werden Mentalitätshistoriker, die eines Tages in den Archiven und Daten-
speichern nach kollektiven Bewusstseinsspuren fahnden, unsere Gegenwart als die
Epoche der Daueraufregung beschreiben, als die Zeit des permanenten Skandals.
Denn es vergeht kein Tag, an dem diese Gesellschaft nicht mit neuen Empörungs-
5
angeboten geflutet würde. Schon wer das Wort Skandal bei Google eingibt, also die
moderne Form des Existenz- und Relevanznachweises führt, erhält gut 58 Millionen
Treffer. Ganz im Sinne der allgemeinen Aufregungskommunikation gefragt: Wer ist
schuld? Das Netz? Hat diese „Spektakelmaschine in Echtzeit“ (Sascha Lobo) den
Ton bis an den Rand des Diskurs Ruins1 verschärft?
10
Das allerdings, so muss man gleich festhalten, ist die falsche Frage. Denn zum ei-
nen würde die Netz-Verteufelung bedeuten, dass die Verantwortung des Einzelnen
unsichtbar würde, der dieses so faszinierend plastische Medium auf seine Weise
benutzt: manchmal eben für das absurde Spektakel, den Shitstorm ohne Sinn und
Verstand, dann aber eben auch für die gesellschaftlich bedeutsame Aufklärung, die
15
dringend benötigte Transparenz. Und zum anderen würde man sich den Blick dafür
verbauen, dass die allmähliche Verwandlung der Öffentlichkeit in ein Testlabor für
Erregungsvorschläge vielschichtige Ursachen besitzt. Es reicht also nicht hin, ein-
fach nur auf das Netz zu schimpfen. Denn was sich am Beispiel der allgemeinen
Skandalsucht offenbart, ist Symptom eines umfassenden Kultur- und Medienwan-
20
dels, Ausdruck und Folge einer neuen publizistischen Formation.
Aus der einst vornehmlich massenmedial geprägten Mediendemokratie entsteht
allmählich die Empörungsdemokratie des digitalen Zeitalters. Hier wird die Deu-
tungsmacht der wenigen zum erbittert ausgefochtenen Meinungskamp der vielen.
Hier wird aus dem Gatekeeping (dem journalistischen Akt des Gewichtens, des
25
Publizierens und Verschweigens von Information an der Zugangsschleuse zur Öf-
fentlichkeit) das permanente, oft sorglos betriebene Gateblowing: Es genügt
manchmal schon ein einziger Link, ein rasch mit dem Smartphone produziertes und
dann online gestelltes Filmchen, eine sekundenschnell abgesetzte Twitter-Meldung,
um gerade noch geschützte, abgeschottete Informationsräume aufzusprengen - ei-
30
ne Form der barrierefreien Ad-hoc-Publikation2, die die Zahl möglicher Skandalof-
ferten noch einmal kräftig potenziert.
In der massenmedial geprägten Mediendemokratie konnten einst publizistische
Großmächte darüber entscheiden, was als wichtig zu gelten hatte. Es gab räumlich
einigermaßen eingrenzbare Wirkungsfelder, klar erkennbare, physisch fassbare
35
Machtzentren. In der digitalen Empörungsdemokratie der Gegenwart sind räumli-
che, zeitliche und kulturelle Grenzen leicht passierbar geworden. Wir wissen von
Mitt Romneys Ausfällen bei einem Spendendinner, Günther Oettingers Englisch-
Karaoke vor amerikanischem Publikum, den antisemitischen Pöbeleien des ehema-
ligen Dior-Designers John Galliano in einem Pariser Café. Einmal digitalisierte Do-
40
kumente der Blamage und der Demontage, Spott- und Hassvideos lassen sich ra-
send schnell verbreiten, ohne Aufwand kopieren, kaum noch zensieren und immer
wieder präsentieren. Sie zirkulieren heute global.
Und das einst weitgehend stumme, zur Passivität verdammte Medienpublikum wird
zunehmend selbst zum Akteur, zu einem neuen Player im Wettlauf um den Scoop3
45
und die Sensation. In der Empörungsdemokratie der Gegenwart besitzt fast jeder
die Instrumente, um die eigenen Botschaften in die medialen Erregungskreisläufe
einzuspeisen. Man braucht keine Redaktion, keinen Sender, lediglich einen Netz-
zugang und ein Thema, das fasziniert und alarmiert.
[…]
50
Aber die Veränderung des Diskursklimas hat auch handfeste ökonomische Gründe,
nimmt doch die Konkurrenz auf dem Medienmark beständig zu. Wer „Skandal“!
ruft, der zeichnet seine eigene Botschaft als unbedingt beachtenswert aus. Der
Skandalschrei ist inzwischen so etwas wie die Ultrakurzformel eines aggressiven
Werbens um Aufmerksamkeit. Erfolgreiche Aufreger sind schlicht profitabel, gerade
55
in einer Zeit, in der etablierte Erlösmodelle nicht mehr reibungslos funktionieren, die
Leserbindung schwächer wird, Auflagen sinnken, Quoten einbrechen. Und schließ-
lich lässt sich, auch das ist eine Ursache der allgemein spürbaren Klimawandels,
eine Moralisierung aller Lebensbereiche beobachten, eine Neigung zum Tugendter-
ror, der Maß und Mitte verloren hat.
60
Warum ist das so? Moralische Empörung suggeriert ein Ad-hoc-Verstehen, liefert
die Möglichkeit, sich über den anderen zu erheben und im Moment der kollektiven
Wut Gemeinschaft zu finden. Sie kommt dem allgemein menschlichen Bedürfnis
nach Einfachheit, der Orientierung am Konkreten, Punktuellen und Personalisierba-
ren entgegen, bedient die Sehnsucht nach Eindeutigkeit, dem Sofort-Urteil und der
65
Instant-Entlarvung. (…)
Es sind die technologischen Bedingungen, die medialen Konkurrenzverhältnisse,
die gesellschaftlichen Moralisierungswellen im Verbund mit allgemein menschlichen
Wahrnehmungsmustern, die in der Summe eine Skandalisierungsspirale in Gang
setzen und eine beständig lauernde Erregungsbereitschaft erzeugen, die sich in ra-
70
scher Folge neue Opfer und Objekte sucht. Was aber wäre, wenn die stimmberech-
tigten Mitglieder der Empörungsdemokratie (und das sind wir alle) sich zu einem
klügeren, sorgfältigeren, besser dosierten Umgang mit den eigenen Affekten ent-
schließen und sich einer einzigen Frage stellen würden: Was ist wirklich wichtig -
bei welchem Thema lohnt die Wut, bei welchem nicht? Welche Debatten könnten
75
dann entstehen, welche Formen der kreativen Nachdenklichkeit, des ausgeruhten Argumentierens?
Eine derartige kollektive Sensibilisierung für Relevanz und eine plötzlich um sich
greifende Begeisterung für die Nuance sind unrealistisch, gewiss. Aber man wird
doch noch träumen dürfen, wenigstens für einen Moment. Bis zum nächsten Skan-
80
dal.

1 Diskurs: öffentliche Diskussion
2 ad hoc: spontan
3 Scoop: exklusive Meldung
#zeitungsartikel
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-- einfuehrungstext --
-- aufgabenteil --
Zweite Teilaufgabe:
$\blacktriangleright$ Setze dich mit der Position des Autors auseinander.
Im zweiten Aufgabenteil sollst du dich mit Bernhard Pörksens Ausführungen auseinandersetzen, d.h. du sollst den Text erörtern. Der Operator verlangt von dir, dass du dich auf Basis deines Textverständnisses (erster Aufgabenteil) kritisch mit den Gedankengängen auseinandersetzt. Dazu musst du seine dargelegten Thesen und Argumente kritisch durchleuchten. Überprüfe also, ob Pörksens Ausführungen schlüssig und sinnvoll sind.
Folgende Fragestellungen können dir dabei helfen:
  • Sind die Argumente des Autors nachvollziehbar und stichhaltig? Wo siehst du strittige oder anfechtbare Punkte? Erscheint dir der Aufbau des Artikels schlüssig?
  • Kannst du persönlich den Ansichten Pörksens zustimmen oder lehnst du sie eher ab? Fallen dir eigene Argumente ein, die Pörksens Thesen untermauern oder widerlegen können?
Es geht jetzt also darum, dass du eine eigene Position beziehst und diese darlegst. Du bist völlig frei in der Ausgestaltung deiner eigenen Meinung, du musst diese nur argumentativ untermauern. Dafür kann es hilfreich sein, wenn du auf einem Blatt Papier Pro- und Kontraargumente sammelst und sie sinnvoll anordnest. Dann kannst du sofort loslegen! Wichtig ist hier, dass du – obwohl du nun kommentieren und bewerten sollst – einen sachlichen Schreibstil beibehältst.
Wenn du dich noch unsicher fühlst, kannst du noch einmal in unserem Skript unter Methodik Erörterung: Textgebundene Erörterung nachlesen, wie du die Erörterung am besten verfasst.
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Analyse und Erörterung pragmatischer Texte
Schwerpunkt: Erörterung

$\blacktriangleright$ Erste Teilaufgabe: Arbeite die Kernaussagen des Textes heraus.
Tipp
Im ersten Teil der Aufgabe geht es darum, zu zeigen, dass du den Artikel von Bernhard Pörksen verstanden hast. Nachdem du dir den Text mehrmals durchgelesen hast, solltest du also in der Lage sein, den Sachverhalt in eigenen Worten wiederzugeben und die Argumentation Pörksens aufzuzeigen. Damit du dich hierbei auf die wesentlichen Kernthesen konzentrierst, ist es am besten, wenn du während des Lesens die wichtigsten Argumente und Belege farbig markierst.
Worauf du besonders achten solltest, ist, dass dein Sprachstil sachlich und objektiv bleibt. Erst im zweiten Aufgabenteil ist deine eigene Meinung gefragt. Vermeide außerdem unbedingt eine bloße Inhaltsangabe des Textes und setze dich auch mit der stilistischen Gestaltung (Sprache, Stilmittel etc.) auseinander.
Außerdem solltest du bei diesem Aufgabenteil darauf achten, die Gedanken von Bernhard Pörksen indirekt im Konjunktiv oder direkt als Zitat wiederzugeben.

Ein mögliches Vorgehen, wenn du die Aufgabe im Abi vorgelegt bekommst, kann zum Beispiel so aussehen:
  1. Du liest den Text mehrmals aufmerksam durch. Hierbei kannst du mit der Drei-Schritt-Lesemethode arbeiten:
    • Im ersten Lesedurchgang kannst du erst einmal versuchen, den Plot (also den groben Inhalt) zu erfassen.
    • Beim zweiten Mal Lesen bietet es sich an, die Kernaussagen des Autors und die wichtigsten Begriffe zu markieren.
    • Wenn du den Text schon besser verstanden hast und ihn nun zum dritten Mal liest, kannst du dir die jeweiligen Abschnitte rechts oder links am Rand zusammenfassen. Dies erleichtert dir sowohl den ersten Aufgabenteil des Zusammenfassens als auch deine Erörterung im zweiten Aufgabenteil.
  2. Überlege dir eine Struktur für deinen Text. Am besten gehst du chronologisch vor (d.h. du folgst dem Text der Reihe nach von oben nach unten).
  3. Schreibe deine Zusammenfassung kurz und prägnant. Fasse dabei die wichtigsten Aussagen zusammen, stelle Thesen und Argumente vor. Wichtig ist außerdem, dass du nicht nur eine reine Textzusammenfassung verfasst, sondern auch ein wenig auf den Schreibstil des Autors eingehst. Vergiss nicht, wichtige Textstellen als Zitat in deinen Text einzubauen und diese mit einer Zeilenangabe (z.B. Z. 16 bei direkten Zitaten) oder einer vergleichenden Zeilenangabe (z.B. vgl. Z. 21 bei indirekten Zitaten) zu versehen.
Wichtig ist, dass du bei der Ausarbeitung im Kopf behältst, dass der Schwerpunkt der gesamten Aufgabe bei der zweiten Teilaufgabe liegt. Das heißt für dich: Verwende nicht zu viel Zeit auf diese Aufgabe.
Tipp
Im ersten Teil der Aufgabe geht es darum, zu zeigen, dass du den Artikel von Bernhard Pörksen verstanden hast. Nachdem du dir den Text mehrmals durchgelesen hast, solltest du also in der Lage sein, den Sachverhalt in eigenen Worten wiederzugeben und die Argumentation Pörksens aufzuzeigen. Damit du dich hierbei auf die wesentlichen Kernthesen konzentrierst, ist es am besten, wenn du während des Lesens die wichtigsten Argumente und Belege farbig markierst.
Worauf du besonders achten solltest, ist, dass dein Sprachstil sachlich und objektiv bleibt. Erst im zweiten Aufgabenteil ist deine eigene Meinung gefragt. Vermeide außerdem unbedingt eine bloße Inhaltsangabe des Textes und setze dich auch mit der stilistischen Gestaltung (Sprache, Stilmittel etc.) auseinander.
Außerdem solltest du bei diesem Aufgabenteil darauf achten, die Gedanken von Bernhard Pörksen indirekt im Konjunktiv oder direkt als Zitat wiederzugeben.

Ein mögliches Vorgehen, wenn du die Aufgabe im Abi vorgelegt bekommst, kann zum Beispiel so aussehen:
  1. Du liest den Text mehrmals aufmerksam durch. Hierbei kannst du mit der Drei-Schritt-Lesemethode arbeiten:
    • Im ersten Lesedurchgang kannst du erst einmal versuchen, den Plot (also den groben Inhalt) zu erfassen.
    • Beim zweiten Mal Lesen bietet es sich an, die Kernaussagen des Autors und die wichtigsten Begriffe zu markieren.
    • Wenn du den Text schon besser verstanden hast und ihn nun zum dritten Mal liest, kannst du dir die jeweiligen Abschnitte rechts oder links am Rand zusammenfassen. Dies erleichtert dir sowohl den ersten Aufgabenteil des Zusammenfassens als auch deine Erörterung im zweiten Aufgabenteil.
  2. Überlege dir eine Struktur für deinen Text. Am besten gehst du chronologisch vor (d.h. du folgst dem Text der Reihe nach von oben nach unten).
  3. Schreibe deine Zusammenfassung kurz und prägnant. Fasse dabei die wichtigsten Aussagen zusammen, stelle Thesen und Argumente vor. Wichtig ist außerdem, dass du nicht nur eine reine Textzusammenfassung verfasst, sondern auch ein wenig auf den Schreibstil des Autors eingehst. Vergiss nicht, wichtige Textstellen als Zitat in deinen Text einzubauen und diese mit einer Zeilenangabe (z.B. Z. 16 bei direkten Zitaten) oder einer vergleichenden Zeilenangabe (z.B. vgl. Z. 21 bei indirekten Zitaten) zu versehen.
Wichtig ist, dass du bei der Ausarbeitung im Kopf behältst, dass der Schwerpunkt der gesamten Aufgabe bei der zweiten Teilaufgabe liegt. Das heißt für dich: Verwende nicht zu viel Zeit auf diese Aufgabe.
In dem Artikel Wir Tugendterroristen, der in der 46. Ausgabe der „Zeit“ am 8. November 2012 veröffentlicht wurde, beschäftigt sich der Autor Bernhard Pörksen mit der Frage, warum die Mediendemokratie im digitalen Zeitalter zur dauernden Empörung neigt und deshalb permanent der Skandal droht. Er sieht die Tendenz zur Skandalisierung als Konsequenz des Medienwandels an.
Einleitung
Pörksen identifiziert die momentane Gegenwart als „die Epoche der Daueraufregung“ (Z. 2f.) und als „die Zeit des permanenten Skandals“ (Z. 3). Dies begründet er damit, dass man schon allein bei der Eingabe des Wortes „Skandal“ (Z. 5) bei Google über 58 Millionen Treffer bekomme (vgl. Z. 5f.).
Hauptteil
Kernaussagen
  • permanenter Skandal
Die These, die er sich selbst als Frage stellt, ob „[d]as Netz“ (Z. 7f.) schuld daran sei, weist er direkt vehement zurück, da sie zu undifferenziert sei. Denn damit werde die „Verantwortung des Einzelnen unsichtbar“ (Z. 11) und die ganze Schuld an der Skandalisierung auf das Medium Internet geschoben. Die Ursache derselben sieht er vielmehr in einem „umfassenden Kultur- und Medienwandel“ (Z. 19f.), einer „Verwandlung der Öffentlichkeit in ein Testlabor für Erregungsvorschläge“ (Z. 16f.), die selbst wiederum „vielschichtige Ursachen“ (Z. 17) haben.
  • Netz nicht allein Schuld
  • umfassender Kulturwandel
Diese Ursachen nennt Pörksel im Folgenden und führt sie weiter aus. Zum einen sieht er die Verbindung aus „allgemeine[r] Skandalsucht“ (Z. 18) und all den technischen Möglichkeiten des Internets als Grund dafür an, dass die „Gatekeeping“-Funktion (Z. 24), die zuvor der klassische Journalismus innehielt, wegfalle und es zu einem „permanente[m], oft sorglos betriebene[m] Gateblowing“ (Z. 26) komme. Somit sei es jederzeit möglich, räumlich und kulturell nahezu unbegrenzt Behauptungen zu verbreiten (vgl. Z. 35).
  • allgemeine Skandalsucht
  • technische Möglichkeiten
Damit greift er auch gleich seine zweite These auf: Es obliege nicht mehr den „publizistischen Großmächte[n] […], was als wichtig zu gelten“ (Z. 32f.) habe, sondern jeder habe die Möglichkeit, das zu veröffentlichen, was ihm als wichtig erscheine. Nicht mehr nur ausgebildete, institutionalisierte Journalisten würden die Informationen verbreiten, sondern das gehe auch ohne Kontakt zu einer Redaktion oder einem Sender (vgl. Z. 47) - dafür brauche man „lediglich einen Netzzugang und ein Thema, das fasziniert und alarmiert“ (Z. 47f.). Jeder könne somit heutzutage mitmachen beim „Wettlauf um den Scoop“ (Z. 44) und das einst passive Medienpublikum könne selbst zum Akteur werden (vgl. Z. 43f.).
  • jeder kann Behauptungen verbreiten
  • Journalisten entscheiden nicht mehr allein
Als weiteres Argument führt Pörksen „ökonomische Gründe“ (Z. 50) an. Da die Konkurrenz auf dem Medienmarkt beständig zunehme (vgl. Z. 51) werde es immer schwieriger, Aufmerksamkeit für seine Publikationen zu bekommen. Wer hier „Skandal“ (Z. 51) rufe, bekomme aber direkt mehr Aufmerksamkeit als Mitbewerber, die nicht mit Aufregern würben. Und dies sei nötig, um gegen die Konkurrenz zu bestehen, aufgrunddessen, dass „etablierte Erlösmodelle nicht mehr reibungslos funktionieren, die Leserbindung schwächer wird, Auflagen sinken, Quoten einbrechen“ (Z. 55f.).
  • ökonomische Gründe
  • Durchsetzung gegen Konkurrenz
Darüberhinaus behauptet Pörksen, dass die Skandalisierung die „Neigung zum Tugendterror“ (Z. 58) beim Leser befriedige. Die Leser genössen es, „sich über den anderen zu erheben und im Moment der kollektiven Wut Gemeinschaft zu finden“ (Z. 61f.). Mit Skandalen werde der Sehnsucht nach Einfachheit und Eindeutigkeit nachgegeben, dem Sofort-Urteil und der Instant-Entlarvung (vgl. Z. 63f.). Solche Nachrichten verstünden die Leser unmittelbar und seien so zufrieden mit sich.
  • Neigung zum Tugendterror
Pörksel fasst im Folgenden seine wichtigsten Argumente nochmals auf den Punkt gebracht zusammen, die seiner Meinung nach in Summe eine „Skandalisierungsspirale“ (Z. 68) in Gang setzen würden.
  • Skandalisierungsspirale
Diese Skandalisierungsspirale führe dazu, dass die Linien zwischen begründetem und unbegründetem Empören verwischen würden und nicht mehr klar wäre, bei welchem Thema sich Wut lohne und bei welchem nicht (vgl. Z. 73f.). Es wäre nicht mehr eindeutig, was wirklich wichtig sei, weil durch diese Art der kollektiven Empörung jeder Leser mitgerissen werde.
  • begründetes und unbegründetes Empören nicht mehr differenzierbar
Pörksel schließt seinen Kommentar mit dem Wunsch nach „kollektiver Sensibilisierung für Relevanz“ (Z. 77) und ruhiger, differenzierter und gründlicher Argumentation (vgl. Z. 70f.), was er aber selbst skeptisch als unrealistische Vorstellung einordnet.
Schluss
#argumentationsstruktur
$\blacktriangleright$ Zweite Teilaufgabe: Setze dich mit der Position des Autors auseinander.
Tipp
Im zweiten Aufgabenteil sollst du dich mit Bernhard Pörksens Ausführungen auseinandersetzen, d.h. du sollst den Text erörtern. Der Operator verlangt von dir, dass du dich auf Basis deines Textverständnisses (erster Aufgabenteil) kritisch mit den Gedankengängen auseinandersetzt. Dazu musst du seine dargelegten Thesen und Argumente kritisch durchleuchten. Überprüfe also, ob Pörksens Ausführungen schlüssig und sinnvoll sind.
Folgende Fragestellungen können dir dabei helfen:
  • Sind die Argumente des Autors nachvollziehbar und stichhaltig? Wo siehst du strittige oder anfechtbare Punkte? Erscheint dir der Aufbau des Artikels schlüssig?
  • Kannst du persönlich den Ansichten Pörksens zustimmen oder lehnst du sie eher ab? Fallen dir eigene Argumente ein, die Pörksens Thesen untermauern oder widerlegen können?
Es geht jetzt also darum, dass du eine eigene Position beziehst und diese darlegst. Du bist völlig frei in der Ausgestaltung deiner eigenen Meinung, du musst diese nur argumentativ untermauern. Dafür kann es hilfreich sein, wenn du auf einem Blatt Papier Pro- und Kontraargumente sammelst und sie sinnvoll anordnest. Dann kannst du sofort loslegen! Wichtig ist hier, dass du – obwohl du nun kommentieren und bewerten sollst – einen sachlichen Schreibstil beibehältst.
Wenn du dich noch unsicher fühlst, kannst du noch einmal in unserem Skript unter Methodik Erörterung: Textgebundene Erörterung nachlesen, wie du die Erörterung am besten verfasst.
Tipp
Im zweiten Aufgabenteil sollst du dich mit Bernhard Pörksens Ausführungen auseinandersetzen, d.h. du sollst den Text erörtern. Der Operator verlangt von dir, dass du dich auf Basis deines Textverständnisses (erster Aufgabenteil) kritisch mit den Gedankengängen auseinandersetzt. Dazu musst du seine dargelegten Thesen und Argumente kritisch durchleuchten. Überprüfe also, ob Pörksens Ausführungen schlüssig und sinnvoll sind.
Folgende Fragestellungen können dir dabei helfen:
  • Sind die Argumente des Autors nachvollziehbar und stichhaltig? Wo siehst du strittige oder anfechtbare Punkte? Erscheint dir der Aufbau des Artikels schlüssig?
  • Kannst du persönlich den Ansichten Pörksens zustimmen oder lehnst du sie eher ab? Fallen dir eigene Argumente ein, die Pörksens Thesen untermauern oder widerlegen können?
Es geht jetzt also darum, dass du eine eigene Position beziehst und diese darlegst. Du bist völlig frei in der Ausgestaltung deiner eigenen Meinung, du musst diese nur argumentativ untermauern. Dafür kann es hilfreich sein, wenn du auf einem Blatt Papier Pro- und Kontraargumente sammelst und sie sinnvoll anordnest. Dann kannst du sofort loslegen! Wichtig ist hier, dass du – obwohl du nun kommentieren und bewerten sollst – einen sachlichen Schreibstil beibehältst.
Wenn du dich noch unsicher fühlst, kannst du noch einmal in unserem Skript unter Methodik Erörterung: Textgebundene Erörterung nachlesen, wie du die Erörterung am besten verfasst.
Bernhard Pörksen setzt sich in seinem Artikel „Wir Tugendterroristen“ mit der medialen Skandalisierung im digitalen Zeitalter auseinander. Er vertritt die Ansicht, dass aus der einst massenmedial geprägten Mediendemokratie allmählich „die Empörungsdemokratie des digitalen Zeitalters“ (Z. 21f.) entstehe und die einstigen Kontrolleure der Medien durch Privatpersonen ausgelotet würden, da aufgrund der technischen Möglichkeiten heutzutage jeder Behauptungen zeitlich und räumlich nahezu unbegrenzt im Netz verbreiten könne.
Die These, dass sich die Gesellschaft in eine Empörungsdemokratie verwandle ist stimmig. Beweise hierfür sind nicht nur im world wide web zu finden, sondern auch in den journalistischen Massenmedien. Man schaue sich hierfür nur einmal die Überschriften in der Bildzeitung an, die geradezu nach den größten Skandalen schreien und alles schlimmer darstellen, als es eigentlich ist, nur um mehr Aufmerksamkeit zu bekommen. Doch das ist ja gerade das, was der Leser will, sonst würde sich die Zeitung nicht immer noch so gut verkaufen. Und auch im Fernsehen wird ständig mit Skandalen, Skandalen, Skandalen geworben. Das fängt bei der Vorschau für die Casting-Show „Germanys Next Topmodel“ an, in der man sieht, wie die Kandidatinnen sich gegenseitig anzicken und weinen, geht über Formate wie „Punkt 12“ oder „taff“, die geradezu nur noch von Skandalen leben, bis hin zur Sendung „Sarah und Pietro - Die ganze Wahrheit“, in der die Trennung der beiden „Sternchen“ breit getreten wird, immer bedacht auf die Aussage „Hauptsache Allesio geht's gut“.
Hauptteil
  • Empörungsdemokratie
Aber wenn man einmal ehrlich zu sich selbst ist, muss man dahingehend auch einer weiteren These Pörksens zustimmen, nämlich der, dass wir uns durch solche „Skandale“ über andere erheben, uns also selbst als etwas Besseres ansehen. Wir finden Gemeinschaft in der kollektiven Wut (vgl. Z. 61f.), etwa wenn wir uns mit unseren Freunden gemeinsam über einen weiteren Skandal aufregen können und wir so mit anderen einer Meinung sind und wir sind ab und an froh, uns mit etwas so Trivialem und Einfachem zu beschäftigen. Und wer lacht sich nicht insgeheim ins Fäustchen, wenn ein ungeliebter Bekannter durch ein peinliches Foto in der Facebook-Timeline aus der Reihe fällt?
  • über andere erheben
  • mit Anderen einer Meinung sein
Allerdings muss hinblicklich dieser These auch bemerkt werden, dass diese Gier nach Skandalen, die Neugier auf Menschliches und die Tendenz zur Vereinfachung in unseren Genen liegt und wir als Menschen einfach nicht anders können. All dies kann als „Bedürfnis“ des Menschen gewertet werden - auch wenn dies eine nicht gerade positive Eigenschaft ist, wenn man die Misserfolge anderer braucht, um sich selbst darüber zu profilieren.
  • Neugier und Vereinfachung in den menschlichen Genen
Dass Pörksen in einer weiteren These die Verwandlung des passiven Medienpublikums zum aktiven Akteur (vgl. Z. 43f.) beklagt, ist nicht ganz nachvollziehbar. Zwar hat er mit dieser Aussage natürlich recht, allerdings sollte diese nicht grundsätzlich negativ verstanden werden. Das passive Publikum hatte keine Möglichkeit, seine eigene Meinung zu Themen kundzutun oder dafür zu sorgen, dass Themen, die für es von Interesse waren, aufzugreifen. Somit war eine starke Einschränkung der Leser, die lediglich konsumieren konnten, was ihnen vorgesetzt wurde, die Regel. Dass jeder nun durch die neuen technischen Möglichkeiten aktiv werden kann, kann man auch als eine Art „Emanzipation“ auffassen. Damit ist der kleine Mann nun nicht mehr abhängig davon, was die „Machtzentren“ (Z. 35) für wichtig befinden und bekommt nur diese Informationen, sondern kann aktiv mitmischen und die allgemeine Meinungsbildung mit beeinflussen.
  • Partizipation als Emanzipation
Doch natürlich muss auch dieser vermeintlich positive Akt der Emanzipierung kritisch hinterleuchtet werden. Dadurch, dass jeder nun die Möglichkeit hat, Informationen ungefiltert und ungeprüft im Netz zu verbreiten, besteht die Gefahr von sogenannten Falschmeldungen. Durch die Massenwirksamkeit - beispielsweise, wenn auf Facebook ein Beitrag oft geteilt wird - kann solch eine Falschmeldung jedoch rasend schnell verbreitet werden und im schlimmsten Fall zu einer Massenpanik führen, wenn beispielsweise über einen angeblichen Terroranschlag oder ähnliches berichtet wird. Auch besteht die Gefahr der Verleumdung gewisser Personen und nachfolgender Hetzjagd auf diese im Internet in Form von Shitstorms. Denn sobald ein mutmaßlicher Täter für eine schlimme, begangene Tat gefasst wird, liest man tausende Meldungen darüber im Internet. Selbst wenn sich im Endeffekt herausstellt, dass der mutmaßliche Täter unschuldig ist und ein anderer die Tat begangen hat, ist doch der Ruf dieser Person immens und auf ewig geschädigt - denn das Internet vergisst nie. Wer schon auf hiesigen Seiten wie Facebook oder in gewissen Foren die Kommentare zu solchen Meldungen verfolgt hat, ist geschockt, wie schnell der Hass des „emanzipierten kleinen Mannes“ ungeahnte Höhen erreicht, der unglaublich hohe Strafen und im schlimmsten Fall Selbstjustiz fordert. Ungefiltert werden Hassmeldungen und Vorurteile verbreitet und es wird versucht, dem Publikum Angst einzujagen, um Emotionen aufzurufen.
  • Gefahr vor Falschmeldungen
Wenn man solche Punkte bedenkt, kann man Pörksen bei seiner negativen Bewertung der These teilweise zustimmen. Denn in solchen Fällen von Falschmeldungen oder verfrühter Veröffentlichung von persönlichen Daten sollte man eher den journalistischen, kritisch-überprüften Leitmedien Glauben schenken und nicht irgendeiner Meldung, die im Internet auf einer unseriösen Seite veröffentlicht wurde. Denn es hat schon einen Sinn, warum die Journalisten solange das Monopol auf Meldungen von (unter anderem) Skandalen hatten: In seriösen Medien wird vorher eingehend der Wahrheitsgehalt von Informationen geprüft und es wird Acht auf die Menschenrechte jedes einzelnen - auch auf die mutmaßlicher Serienmörder - gegeben.
  • kritisch geprüfte journalistische Leitmedien
Dies zeigt auch ein Problem auf, das Pörksen in seinem Artikel ebenfalls thematisiert: Heutzutage ist das Internet die Informationsquelle Nummer 1. Durch die technischen Möglichkeiten ist das natürlich selbstverständlich. Aber er sieht ja gerade darin das Problem, dass nicht mehr zwischen unbegründetem und begründetem Empören unterschieden werden könne und die Wichtigkeit der Informationen vom Leser nicht ausreichend differenziert betrachtet werde. Trotz allem haben die klassischen Massenmedien glücklicherweise immer noch einen hohen Stellenwert und sind für die meisten Menschen immer noch die Quellen, die sie bei Unsicherheit aufsuchen und denen sie mehr Vertrauen schenken, als dem Internet.
  • Internet als erste Informationsquelle
Die These von Pörksen, dass es auch ökonomische Gründe habe, dass so viele Skandale veröffentlicht werden, ist nicht ganz stimmig. Zwar hat er hinsichtlich der journalistischen Medien, die damit ihr täglich Brot verdienen müssen, Recht. Bei Privatpersonen, die gerade im Internet Informationen veröffentlichen, stecken in der Regel allerdings keine ökonomischen Gründe dahinter. Denn ihnen bringt es kein Geld ein, wenn sie solche Informationen veröffentlichen, sie tun es lediglich, um ihre eigene Meinung kundzugeben und etwas zu polarisieren. Meist ist der Grund dafür auch, dass sie sich einfach mit anderen Menschen online über ein Thema austauschen wollen und die meisten Themen, die von Interesse sind, nun einmal etwas mit Skandal zu tun haben. Mit diesem Argument beschränkt sich Pörksen also viel zu sehr auf die Menschen, die von Berufs wegen Informationen und Skandale veröffentlichen und nicht auf Privatpersonen, die dies aus gänzlich anderen Gründen und keinesfalls wegen des Geldes tun.
  • Privatpersonen haben keine ökonomischen Gründe
Alles in allem kann man sagen, dass Pörksen in den meisten seiner Thesen und Argumente zuzustimmen ist. Er hinterleuchtet viele Punkte kritisch und betrachtet sich selbst und seine Mitmenschen ebenso. Lediglich in wenigen Punkten hätte er in seiner Ausarbeitung differenzierter vorgehen können, um seine Argumente auf die Allgemeinheit ausweiten zu können.
Schluss
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