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Aufgabe 1

Aufgaben
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Analyse eines Sachtextes

$\blacktriangleright\;$ Thema:
Gerhard Matzig: Stadt ohne Herz
$\blacktriangleright\;$ Aufgabenstellung:
  1. Verfasse zum vorliegenden Text eine Überblicksinformation.
  2. Arbeite die Aussageabsichten des Verfassers heraus und analysiere, wie diese sprachlich umgesetzt werden.
  3. Analysiere den Titel „Stadt ohne Herz“ und dessen Funktion. Teilst du die Einschätzung des Autors, dass „unser Einkaufsverhalten die Zentren der Republik veröden lassen könnte“?
$\;$
Material
Gerhard Matzig: Stadt ohne Herz
Wie unser Einkaufsverhalten die Zentren der Republik veröden lassen könnte
Nehmen wir eine normale innerstädtische Straße mit schmalen Parzellen und kleinteiliger Bebauung. Etwa die Bierstraße in Osnabrück. Und überlegen wir uns, was Amazon & Co., also der boomende, sogenannte Distanzhandel (vormals: Versandhandel) für den immer noch nicht wirklich darbenden, sogenannten stationären Einzelhandel (vormals: Läden und Geschäfte) bedeuten könnte.
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Auch deshalb wählen wir übrigens die Bierstraße, weil sie einen schönen Namen hat. Ende des 15. Jahrhunderts befanden sich in der Osnabrücker Altstadt 63 Brauereien, die meisten davon in dieser Straße. Von den vielen Brauereien ist aber mittlerweile nicht mehr viel zu sehen. Das, befürchten nicht wenige Stadtplaner und Kommunalpolitiker, könnte exakt auch das Schicksal des Einzelhandels werden: hinweggefegt von Internet und Logistik.
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Der Trend: Die Leute bestellen im Netz, die Post liefert an die Haustür: „Wenn das so weitergeht, sind in 15 Jahren die Innenstädte leer“, sagt Olaf Jaeschke, Vizepräsident des Einzelhandelsverbandes Harz-Heide. 15 Jahre. 500 Jahre hat man gebraucht, um das Bier loszuwerden.
Was es nun statt Bier in der Osnabrücker Bierstraße zu sehen gibt: zum Beispiel das Pfandleihhaus „Fairkaufen“. Das bleibt vom E-Commerce vermutlich unbehelligt. Kann bleiben. Daneben ein Schnellimbiss
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(„NEU! Folielkartoffel für 2,50 Euro“). Kann auch bleiben, die Folienkartoffeln sind mächtiger als Amazon. Daneben „Trendnails“. Bleibt. Daneben „Anno Domini“. Kommt weg, auch Antiquitäten werden immer öfter über Ebay vertickt. Daneben ein Laden für Second-Hand-Design-Klamotten. Kommt weg, der Handel mit Second-Hand wie auch der mit Designerteilen: ist internetaffin.
Man könnte so weitermachen, die Straße rauf - und auf der anderen Seite wieder herunter. Wenn sich die
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Befürchtungen der Experten als gerechtfertigt herausstellen, dann werden sich unsere Innenstädte in Zukunft durch Schnellimbisse, Maniküreangebote und vielleicht noch Pfandleihhäuser auszeichnen. Schon daran sieht man: Die Verelendung der Stadträume, die schon heute zu beobachten ist, würde sich drastisch beschleunigen. Ein schwacher Trost: Die ubiquitären Handy-Läden würden auch verschwinden. Auch Handys kann man bei Amazon bestellen.
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Elektroartikel, Bücher und Kleidung: Das sind die Produkte und Warengruppen, die samt der zugehörigen Läden zunehmend aus dem Weichbild der Städte verschwinden. Allein im Buchhandel stieg der Anteil des Onlinehandels am Gesamtumsatz 2011 von 27 auf 30 Prozent. Die Dynamik ist beachtlich, trotzdem muss man auch sagen: Der Onlinehandel macht insgesamt und im Durchschnitt der Warengruppen noch keine zehn Prozent des Umsatzes aus. Es kommt aber auf die Wachstumsraten an. „Telepolis“, die Vision einer
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digitalen, virtuellen Stadtgemeinschaft, ist keine Utopie. Handel und Begegnung: Das waren einst die Ur-Motive der Stadt. (Allerdings auch: der Wandel.) […]
Ausgerechnet jetzt deutet sich das an, da die „Renaissance der Stadt“ allerorten gefeiert wird - also die Wiedergewinnung des urbanen Raumes zum Wohnen und Arbeiten. Was aber zuletzt, als sich das Arbeiten seit der Nachkriegszeit in die abgelegenen Fabriken und das Wohnen auf die grüne Wiese verlagert hatten,
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noch in der Stadt erlebbar war: ist eben das Kaufen - den Discountparadiesen und Gewerbesteppen zum Trotz. Der Einzelhandel ist ein Initial der Renaissance der Stadt. War, muss man vielleicht bald sagen.
Diese Entwicklung geht derzeit einher mit der Eventisierung der Stadt. Die Städte bieten schon seit einigen Jahren in einem einzigen großen Buhlen um die Aufmerksamkeit der Touristen, der Provinzler und der Zahlungskräftigen unter den Stadtbewohnern ihre Plätze und Straßen dar, als hätten sie nur eines zu
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fürchten: die Leere.
Der Horror vacui hat aus dem öffentlichen Raum […] eine Abfolge partikularer und temporärer Interessen gemacht. Beziehungsweise ein sehr spezielles Terrain für Mittelaltermärkte, den Stadtmarathon, […], das Weinfest, das Kino-Open-Air-Festival, die Nacht der Museen, Fanmeile, Partyzone, … Städte sind auch hier Getriebene der Städte-Konkurrenz.
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Der 24-Stunden-Online-Shop kommt in seiner ganzen Virtualität prima ohne die Stadt aus. Das Kaufen wird womöglich nicht mehr das Motiv des Stadtbesuchs sein. So verwandeln sich die Städte in Museen ihrer selbst - und in das Event. Arme Bierstraße. Das Bier ist den Büchern, Socken und Uhren nur vorangegangen.
Aus: Gerhard Matzig: Stadt ohne Herz, Süddeutsche Zeitung, 23.02.2013 (Text überarbeitet)
#erörterung#sachtext#analysieren#zusammenfassen#lineareerörterung
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