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Aufgabe 2

Aufgaben
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Amerika im Kopf

$\blacktriangleright\;$ Thema:
Charlie Chaplin (1889-1977): Die Wurzeln meiner Komik
Franz Kafka (1883-1942): Der Verschollene
$\blacktriangleright\;$ Aufgabenstellung:
1.
Fasse Chaplins Text zu den Wurzeln seiner Komik zusammen.
#charliechaplin#zusammenfassen
2.
Analysiere anhand selbstgewählter Textstellen, welche Teile des Romans „Der Verschollene“ am ehesten Chaplins Vorstellungen von Komik entsprechen.
#analysieren
3.
Setze dich mit der Frage auseinander, inwiefern „Der Verschollene“ insgesamt als ein „komischer Roman“ bezeichnet werden kann.
#chaplin #kafka #komik #amerika #analyse
#erörtern#komödie

Charlie Chaplin: Die Wurzeln meiner Komik (Text a)

$\;$
Weil es eine harte Arbeit ist, andere das Lachen zu lehren, und weil ich sehr viel
gearbeitet habe, werde ich wahrscheinlich einmal daran sterben. Ich habe dem
Menschen den Menschen gezeigt in seiner angeborenen Tragikkomik. Am meisten
stützte sich meine Menschenkenntnis auf die Tatsache, daß beim Publikum immer ein
5
Mensch wirkt, der sich gleichzeitig in einer lächerlichen und in einer peinlichen
Situation befindet. Daß einem der Hut im Winde wegfliegt, das ist noch nicht
lächerlich. Aber der Besitzer des Hutes ist lächerlich, wenn er ihm mit flatterndem
Rockschößen nachstolpert, sinnlos und willenlos dem Zickzack des Wirbelwindes
folgend. Denn alle elementare Komik gründet sich darauf, daß der Mensch in einer
10
lächerlichen und peinlichen Lage handeln muß.
Noch komischer aber ist ein Mensch, dem Lächerliches und Peinliches widerfährt, der
sich aber hartnäckig weigert, das Mißgeschick anzuerkennen und hinzunehmen, der
vielmehr krampfhaft so tut, als ob seine Würde gar nicht verletzt worden sei. Das
beste und häufigste Beispiel dafür ist der Betrunkene, der uns durch eine besonders
15
aufgereckte und gesammelte Haltung von seiner Nüchternheit überzeugen will. Er ist
viel komischer als der harmlose Angeheiterte, der sich nicht darum kümmert, ob man
seinen Zustand merkt oder nicht. Deshalb werden auf der Bühne Betrunkene meistens
mit Würde dargestellt - weil alle Schauspieler diese Menschenkenntnis haben. Und
deshalb beruhen alle meine Filme auf dem höchst simplen Gedanken, daß ich in die
20
peinlichsten Verlegenheiten geriet, aber verzweifelt versuchte, in allen
diesen Angelegenheiten ein ernsthafter Gentleman zu bleiben. Deshalb bemühte ich mich
also, wie widerwärtig auch meine Lage sein mochte, zu allererst zierlich mein
Stöckchen zu fassen, elegant die Krawatte in Ordnung zu bringen, den Hut korrekt
zurechtzurücken - auch wenn ich gerade heftig auf den Hinterkopf gefallen war. Ich
25
war mir dieser komischen Wirkungen so sicher, daß ich in meinen Filmen nicht nur
mich, sondern auch meine Mitspieler abwechselnd in solche Lagen brachte.
Dabei bemühte ich mich stehts, so sparsam wie möglich zu bleiben. Statt zwei
Vorgänge zu ersinnen, die zwei Gelächter erregen, ist es besser, einen Vorgang zu
haben, der zweimal Gelächter auslöst, denn das ist dann gesteigerte Fortsetzung.
30
Dafür ein praktisches Beispiel:
In meinem Anno 1917 gedrehten Film „Der Abenteurer“ sieht man mich in einer Szene
auf der Galerie eines Festsaals mit einer jungen Dame. Wir löffeln beide Eis. Unter
uns im Parkett sitzt eine würdige, stattliche, füllige Dame in einem großen, tief
ausgeschnittenen Abendkleid. Mir rutscht ein Klumpen Eis vom Löffel, fällt hinter
35
meinen zu weiten Hosenbund, rutscht mein Bein entlang, fällt unten heraus vom
Balkon hinab in den Rückenausschnitt der Dame, an der entlang das Eis schließlich
den Weg zum Boden findet. Das erste Gelächter wird durch meine eigene
"eisige" Betroffenheit erregt, das zweite, viel heftigere Gelächter durch den wütenden
Schreckenstanz der überraschten Dame unten. Und es ist nur ein verlängerter
40
Vorgang, ein einziger Klumpen Eis, der zwei Lacherfolge erzielt. So einfach und
albern er ist, berührt er doch zwei Elementareigenschaften des menschlichen
Charakters: die Bosheit des Publikums gegen Reichtum und Luxus; und das
vollkommene Mitempfinden fremder drastischer Ereignisse.
Auf dem Theater lernt man sehr schnell, daß das Publikum nichts so sehr liebt, wie
45
reiche und privilegierte Leute das schlechtere Ende bekommen zu sehen, denn neun
Zehntel der Menschheit sind arm und neiden dem zehnten Zehntel seinen protzigen
Reichtum. Hätte ich den Eisklumpen in den Hals eines armen Diensboten fallen
lassen, so hätte das Publikum wahrscheinlich nicht gelacht, sondern wäre empört
aufgesprungen. Fällt aber das Eis in den Ausschnitt einer aufgetakelten Reichen, so
50
hat das Publikum das Gefühl, daß ihr das eigentlich ganz recht geschieht.
Und was das Mitempfinden betrifft: Fast jeder im Publikum fühlt das Eis an sich
selbst so schauerlich hinabgleiten, und so schauert es mit mir und mit der
unglücklichen Reichen. Und dieses Mitempfinden, dieses Miterleben des Schauers
entsühnt wiederum die Eisheit des Publikums und befreit sein Lachen. Natürlich muß
55
ein solcher Vorgang dem Publikum bekannt und vertraut sein, sonst bleibt die
Mitempfindung und damit ein Element der Komik aus. Man muß also, um des
Erfolges sicher zu sein, immer ganz einfacher, allgemein bekannte Empfindungen, wie
die des kalten Eises auf dem warmen Körper, wählen. […]
Aus: Charlie Chaplin: Die Wurzeln meiner Komik.
In: Jüdische Allgemeine Zeitung.
3. März 1967, Nr. XXI/49, S. 20.
Anmerkung zum Autor
Charlie Chaplin (1889-1977) war ein britischer Komiker, Schauspieler, Regisseur, Drehbuchautor, Komponist und Filmproduzent.
Chaplin zählt zu den einflussreichsten Komikern des 20. Jahrhunderts und der Filmgeschichte. Seine bekannteste Rolle ist der „Vagabund“ (im Original „The Tramp“), ein verarmter Wanderarbeiter mit den Manieren und der Würde eines Gentleman. Diese Figur mit Zweifingerschnurrbart (auch „Chaplinbart“ genannt), übergroßer Hose und riesigen Schuhen, enger Jacke, Bambusstock in der Hand und Melone auf dem Kopf wurde zu einer Filmikone. Charakteristisch für seine Filme wurde die enge Verknüpfung von Slapstick-Komödie und ernsten bis tragischen Elementen. Das American Film Institute wählte Chaplin auf Platz 10 der größten amerikanischen Filmlegenden.
Chaplin begann seine Karriere schon als Kind bei Auftritten in der Music Hall. Als Komiker in den frühen Stummfilmkomödien Hollywoods feierte er bald große Erfolge. Als beliebtester Stummfilmkomiker seiner Zeit erarbeitete er sich künstlerische und finanzielle Unabhängigkeit. 1919 gründete er zusammen mit Mary Pickford, Douglas Fairbanks und David W. Griffith die Filmgesellschaft United Artists.
(Nach: Wikipedia (http://de.wikipedia.org/wiki/Charlie_Chaplin)
#komödie#charliechaplin
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Thema:
Charlie Chaplin (1889-1977): Die Wurzeln meiner Komik
Franz Kafka (1883-1942): Der Verschollene
Erste Teilaufgabe:
$\blacktriangleright$ Fasse Chaplins Text zu den Wurzeln seiner Komik zusammen.
Bei dieser Aufgabe geht es darum, eine Zusammenfassung zu Chaplins Text zu schreiben. Hierbei solltest du darauf achten, die Hauptaussagen des Textes zu erkennen und zu beschreiben. Unnötige Details solltest du weglassen. Versuche den Text kurz und informativ zu gestalten.
Zweite Teilaufgabe:
$\blacktriangleright$ Analysiere anhand selbstgewählter Textstellen, welche Teile des Romans „Der Verschollene“ am ehesten Chaplins Vorstellungen von Komik entsprechen.
Bei dieser Aufgabe geht es darum, dass du zuerst einmal den Text von Charlie Chaplin liest. Danach solltest du dir Gedanken darüber machen, welche Textstellen in Kafkas Roman zu der Beschreibung der Komik von Chaplin passen. Überlege dir ungefähr zwei bis drei Stellen. Fertige dir dann einen Schreibplan an, in dem du festhältst, was du in welcher Reihenfolge sagen möchtest. Fasse die Textstellen nicht nur zusammen, sondern erläutere ebenfalls, weshalb sie zu Chaplins Komiktheorie passen. Achte beim Schreiben auf folgendes Schema:
  • Einleitung
  • Hauptteil
  • Schluss
Dritte Teilaufgabe:
$\blacktriangleright$ Setze dich mit der Frage auseinander, inwiefern „Der Verschollene“ insgesamt als ein „komischer Roman“ bezeichnet werden kann.
Bei dieser Aufgabe sollst du dich mit der Frage auseinandersetzen, inwiefern Kafkas Roman „Der Verschollene“ als ein Roman der Komik bezeichnet werden kann. Dazu solltest du dir zum Einen nochmals die Eigenschaften einer Komödie auflisten und versuchen, diese im Roman wiederzufinden. Achte hierbei jedoch darauf, dass Gattungszuweisungen nie völlig eindeutig sind, sodass du hierbei auf das Ergebnis kommen solltest, dass „Der Verschollene“ eine Tragikomödie ist. Um deine These zu stützen, suchst du dir passende Textstellen heraus und erklärst anhand des Inhaltes, weshalb es sich hierbei um eine Tragikomödie handelt. Es empfiehlt sich zunächst einen Schreibplan zu entwickeln. Achte beim Schreiben selbst auf folgendes Schema:
  • Einleitung
  • Hauptteil
  • Schluss
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Amerika im Kopf

$\blacktriangleright\;$ Thema:
Charlie Chaplin (1889-1977): Die Wurzeln meiner Komik
Franz Kafka (1883-1942): Der Verschollene
$\blacktriangleright\;$ Erste Teilaufgabe:
Fasse Chaplins Text zu den Wurzeln seiner Komik zusammen.
Tipp
Bei dieser Aufgabe geht es darum, eine Zusammenfassung zu Chaplins Text zu schreiben. Hierbei solltest du darauf achten, die Hauptaussagen des Textes zu erkennen und zu beschreiben. Unnötige Details solltest du weglassen. Versuche den Text kurz und informativ zu gestalten.
Tipp
Bei dieser Aufgabe geht es darum, eine Zusammenfassung zu Chaplins Text zu schreiben. Hierbei solltest du darauf achten, die Hauptaussagen des Textes zu erkennen und zu beschreiben. Unnötige Details solltest du weglassen. Versuche den Text kurz und informativ zu gestalten.
In seinem Text „Die Wurzeln meiner Komik“ erläutert Charlie Chaplin die Besonderheiten der Komik und wie sie zustande kommt.
Einleitung
Chaplin beginnt den oben genannten Text damit, dass er seine Erfahrungen in Bezug auf die Komik betont und erklärt, dass seine Arbeit hauptsächlich darin bestand, den Menschen „in seiner angeborenen Tragikkomik“ (Z. 3) darzustellen. Des Weiteren geht er darauf ein, wann etwas überhaupt komisch ist. Hierzu führt er das Beispiel eines Mannes an, der seinen Hut durch den Wind verliert und ihm dann mit wehendem Schoßröckchen hinterher stolpert. Außerdem legt er den Umstand dar, dass ein Mensch, der unfähig ist, ein Missgeschick anzunehmen und darauf zu beharren, ebenfalls mit Komik gleichzusetzen ist. Hierfür nennt er das Beispiel eines Betrunkenen, der in seinem Zustand alles versucht, um die Menschen davon zu überzeugen, dass er nüchtern ist. Chaplin selbst bediente sich dieses Umstandes mehrfach, wobei er stets auf die angemessene Anzahl achtet. Er bevorzugt es, eine Situation für zwei Lacher zu verwenden, anstatt sich zwei Situationen für zwei Lacher zu überlegen. Er schließt seinen Text mit der Erkenntnis, dass die Menschen es zum Einen lieben, „reiche[n] und privilegierte[n] Leute das schlechtere Ende bekommen zu sehen“ und zum Anderen mitempfinden zu können.
Hauptteil
  • Erfahrungen mit Komik
  • Mensch besitzt angeborene Tragikkomik
  • Mann verfolgt seinen Hut
  • Unfähigkeiten der Menschen
  • Betrunkener
  • eine Situation für zwei Lacher
  • Reiche sollen das schlechtere Ende haben
Zusammenfassend lässt sich also sagen, Chaplin erreichte durch seine jahrelangen Erfahrungen und Erlebnisse einen gewissen Grad an Professionalität, sodass er die Menschen sowie ihre Reaktionen sehr gut vorhersehen und steuern kann.
Schluss
#zusammenfassen
$\blacktriangleright\;$ Zweite Teilaufgabe:
Analysiere anhand selbstgewählter Textstellen, welche Teile des Romans „Der Verschollene“ am ehesten Chaplins Vorstellungen von Komik entsprechen.
Tipp
Bei dieser Aufgabe geht es darum, dass du zuerst einmal den Text von Charlie Chaplin liest. Danach solltest du dir Gedanken darüber machen, welche Textstellen in Kafkas Roman zu der Beschreibung der Komik von Chaplin passen. Überlege dir ungefähr zwei bis drei Stellen. Fertige dir dann einen Schreibplan an, in dem du festhältst, was du in welcher Reihenfolge sagen möchtest. Fasse die Textstellen nicht nur zusammen, sondern erläutere ebenfalls, weshalb sie zu Chaplins Komiktheorie passen. Achte beim Schreiben auf folgendes Schema:
  • Einleitung
  • Hauptteil
  • Schluss
Tipp
Bei dieser Aufgabe geht es darum, dass du zuerst einmal den Text von Charlie Chaplin liest. Danach solltest du dir Gedanken darüber machen, welche Textstellen in Kafkas Roman zu der Beschreibung der Komik von Chaplin passen. Überlege dir ungefähr zwei bis drei Stellen. Fertige dir dann einen Schreibplan an, in dem du festhältst, was du in welcher Reihenfolge sagen möchtest. Fasse die Textstellen nicht nur zusammen, sondern erläutere ebenfalls, weshalb sie zu Chaplins Komiktheorie passen. Achte beim Schreiben auf folgendes Schema:
  • Einleitung
  • Hauptteil
  • Schluss
Der Roman „Der Verschollene“, der zwischen 1911 und 1927 von Franz Kafka verfasst wurde, handelt von dem 16-jährigen Karl Roßmann und dessen Lebensverlauf. Im Folgenden wird erläutert, welche Textstellen ganz im Sinne der Komik nach Chaplin stehen.
Einleitung
  • Hinführung zum Thema
Gleich zu Beginn der Geschichte in Kapitel 1 „Der Heizer“ kann man die Umsetzung der Komik nach Chaplin betrachten. So startet der Roman mit dem 16-jährigen Karl, der in Amerika ankommt, wohin ihn seine Eltern geschickt haben. Karl ist gerade dabei das Schiff zu verlassen, als ihm auffällt, dass er seinen Regenschirm in der Kabine vergessen hat. Er entscheidet sich dazu, dem Mitreisenden Franz Butterbaum, den er als vermeintlichen Freund ansieht, seinen Koffer zur kurzen Überwachung zu überlassen, um in das Schiff zurückzukehren und seinen Schirm zu holen. Bei dem Versuch, seine Kabine zu finden, verläuft sich Karl jedoch und kommt bei einer anderen Kabine an, in der ein Mann gerade versucht, seinen Koffer zu schließen. Die Beiden kommen ins Gespräch und als der Mann Karl bittet, in die Kabine zu kommen und die Tür zu schließen, da er die offene Tür nicht mag, wirft sich Karl auf das Bett. Genau in diesem Moment fällt dem Jungen auf, dass sein Koffer immer noch draußen bei Butterbaum ist und er seinen Regenschirm noch nicht gefunden hat. Panisch möchte er nach draußen gehen, wovon ihn der Herr jedoch abhält, da er ja sowieso in ein paar Minuten das Schiff verlassen muss. Er erklärt Karl außerdem, dass sein Koffer womöglich sowieso verloren sei, woraufhin dieser in Bezug auf die Situation recht gelassen reagiert. Die Komik in dieser Situation liegt darin, dass sich Karl mit seinen 16 Jahren in einem ihm völlig fremden Land befindet, Butterbaum ohne zu zögern seinen Koffer anvertraut und sich dann in dem Schiff verläuft, in dem er einige Wochen gelebt hat. Der Leser nimmt zuerst an, dass er sehr erwachsen für sein Alter sei, findet dann jedoch heraus, dass er alles andere als erwachsen ist, sondern vielmehr naiv, unorganisiert und vergesslich. Somit befindet sich Karl in einer peinlichen Situation, nämlich der, dass er sich verlaufen hat, und nun Hilfe benötigt. Er wird dazu gezwungen, zu handeln und überlässt das Handeln schlussendlich dem Schiffsheizer.
Im weiteren Verlauf der Geschichte kommen immer wieder Momente auf, in denen man von einer typisch komischen Situation laut Chaplin sprechen kann. So zum Beispiel ebenfalls, wenn Karl eine Stelle als Liftboy im Hotel erhält und ihn dann zuerst Delamarche sowie Robinson aufsuchen, um ihn zu bitten, wieder zu ihnen zurückzukehren. Als Robinson jedoch im Hotel auftaucht, ist dieser sturzbetrunken und erzählt Karl von einem tollen, luxuriösen Leben mit Delamarche und seiner Freundin Brunelda. Karl lässt sich davon aber nicht beeindrucken und ist nur daran interessiert, die für ihn sehr peinliche und missliche Lage zu bereinigen und Robinson so schnell wie möglich loszuwerden. Daher bietet er ihm Geld an, damit dieser ihn für immer in Ruhe lässt. Doch als es gerade zu der Einigung kommen soll, wird es Robinson schlecht, sodass Karl ihn wegschaffen muss. Er schleppt ihn in eine Ecke neben dem Lift und versteckt ihn dort, um alles Weitere zu überlegen. Karl versucht Robinson davon zu überzeugen, dass dieser das Geld nehmen, sich ein Taxi rufen und weggehen soll, was allerdings aufgrund seines gesundheitlichen Zustandes nicht möglich ist. Diese Situation stellt ein Paradebeispiel für Chaplins Komiktheorie dar, da sich sowohl Karl als auch Robinson in einer lächerlichen und zugleich peinlichen Situation befinden, weil Robinson völlig betrunken ist, sich permanent übergibt und dies die Gäste nicht sehen sollen. Karl muss erneut in solch einer Situation handeln und schlägt völlig irrationale Dinge vor, wie zum Beispiel, dass Robinson einfach gehen solle. Da sich dieser jedoch noch nicht einmal alleine, geschweige denn mit Hilfe von Karl auf den Beinen halten kann, ist dieser Vorschlag völlig sinnfrei. Karl versucht händeringend eine Lösung zu finden, die für alle Beteiligten das Beste ist und bringt Robinson somit in den Schlafsaal in sein eigenes Bett. Dies führt schließlich erneut zu einer Wende in seinem Leben; zur Entlassung.
Hauptteil
  • Textstelle 1: Der Heizer
  • Regenschirm vergessen
  • Koffer bei Butterbaum
  • verlaufen im Schiff

  • Textstelle 2: Der Fall Robinson
  • Liftboy im Hotel
  • Robinson erscheint
  • Betrunkener
  • Karl sucht Ausweg
Zusammenfassend lässt sich also sagen, dass Kafkas „Der Verschollene“ einige Stellen aufzeigt, in denen man die typische Komik laut Charlie Chaplin erkennen kann. Dies macht den Roman jedoch nicht automatisch zu einem „komischen Roman“, was in der nachfolgenden Aufgabe genauer erörtert wird.
Schluss
  • Zusammenfassung der Hauptgedanken
#komödie#analysieren
$\blacktriangleright\;$ Dritte Teilaufgabe:
Setze dich mit der Frage auseinander, inwiefern „Der Verschollene“ insgesamt als ein „komischer Roman“ bezeichnet werden kann.
Tipp
Bei dieser Aufgabe sollst du dich mit der Frage auseinandersetzen, inwiefern Kafkas Roman „Der Verschollene“ als ein Roman der Komik bezeichnet werden kann. Dazu solltest du dir zum Einen nochmals die Eigenschaften einer Komödie auflisten und versuchen, diese im Roman wieder zu finden. Achte hierbei jedoch darauf, dass Gattungszuweisungen nie völlig eindeutig sind, sodass du hierbei auf das Ergebnis kommen solltest, dass „Der Verschollene“ eine Tragikomödie ist. Um deine These zu stützen, suchst du dir passende Textstellen heraus und erklärst anhand des Inhaltes, weshalb es sich hierbei um eine Tragikomödie handelt. Es empfiehlt sich, zunächst einen Schreibplan zu entwickeln. Achte beim Schreiben selbst auf folgendes Schema:
  • Einleitung
  • Hauptteil
  • Schluss
Tipp
Bei dieser Aufgabe sollst du dich mit der Frage auseinandersetzen, inwiefern Kafkas Roman „Der Verschollene“ als ein Roman der Komik bezeichnet werden kann. Dazu solltest du dir zum Einen nochmals die Eigenschaften einer Komödie auflisten und versuchen, diese im Roman wieder zu finden. Achte hierbei jedoch darauf, dass Gattungszuweisungen nie völlig eindeutig sind, sodass du hierbei auf das Ergebnis kommen solltest, dass „Der Verschollene“ eine Tragikomödie ist. Um deine These zu stützen, suchst du dir passende Textstellen heraus und erklärst anhand des Inhaltes, weshalb es sich hierbei um eine Tragikomödie handelt. Es empfiehlt sich, zunächst einen Schreibplan zu entwickeln. Achte beim Schreiben selbst auf folgendes Schema:
  • Einleitung
  • Hauptteil
  • Schluss
Der Roman „Der Verschollene“, der zwischen 1911 und 1927 von Franz Kafka verfasst wurde, handelt von dem 16-jährigen Karl Roßmann und dessen Lebensverlauf. Im Folgenden wird erläutert, inwiefern man hierbei von einem komischen Roman sprechen kann.
Einleitung
  • Hinführung zum Thema
Die Komik basiert vor allem darauf, dass Menschen in peinlichen Situationen handeln müssen und dies meist automatisch zu einer komischen Situation führt. Betrachtet man jedoch den Inhalt von Kafkas Roman, so vermisst man die gängigen Merkmale der Komik. Der junge Karl wird von einem Dienstmädchen zum Geschlechtsverkehr gezwungen, das daraufhin von ihm schwanger wird. Seine Eltern reagieren darauf, indem sie Karl von Prag nach Amerika schicken, wo er in die Obhut eines Onkels gelangt. Hiermit beginnt die mehr tragische als komische Reise des Jungen. Er wird von seinem Onkel in dessen Haus aufgenommen, führt ein luxuriöses Leben und lernt schließlich die Geschäftspartner seines Onkels, Pollunder und Green, kennen. Als Karl gegen den Willen seines Oheims die Einladung Pollunders annimmt und zu dessen Landhaus fährt, kommt es zum Bruch zwischen den Beiden. Dieser elementare Handlungsverlauf wird dadurch ausgelöst, dass Karl dem Gastgeber zustimmt und noch bleibt, da dieser ihm von einem Brief erzählt, den er ihm jedoch erst nach Mitternacht aushändigen darf. Diese tragische Entscheidung führt dazu, dass Karl von seinem Onkel verstoßen wird. Bereits hier zeichnet sich die Tendenz ab, dass es sich statt einer reinen Komödie vielmehr um eine Tragikömodie handelt, die sowohl tragische als auch komische Elemente in sich vereint. Der Leser glaubt jedes Mal daran, dass Karl nun einen anderen, neuen Weg eingeschlagen hat und sein Leben meistern kann, ohne von Jemandem abhängig zu sein oder sich von anderen Menschen ausnutzen zu lassen. Kurze Zeit später aber passiert etwas Unerwartetes, was zu einem tragischkomischen Effekt führt. So etwa, als sich Karl auf dem Weg nach Ramses befindet und in einer schäbigen Herberge zwei Tagelöhner, Robinson und Delamarche, kennenlernt. Als er in Ramses Lebensmittel besorgen soll, trifft er auf die Oberlöchin eines Hotels und entscheidet sich, im Hotel zu bleiben, nachdem die Tagelöhner ihn durch das Aufbrechen seines Koffers von seiner Loyalität freigesprochen haben. Er erhält einen Job als Liftboy und lernt die ernste Sekretärin Therese kennen, mit der sich eine Freundschaft entwickelt. Karl ist so froh über die Stelle, dass er viel und gerne arbeitet, was prompt von seinem Kollegen Renell ausgenutzt wird. Nach kurzer Zeit im Glück muss es so kommen und Delamarche taucht auf und fragt Renell nach Karl. Wenig später erscheint Robinson, der zweite Tagelöhner, völlig betrunken im Hotel und will den Jungen dazu bringen, wieder zurückzukehren. Während er Karl davon überzeugen will, bricht er zusammen. Daraufhin hilft Karl Robinson und trägt ihn in den Schlafsaal der Liftboys, was natürlich nicht unentdeckt bleibt und so wird Karl entlassen. Erneut erkennt der Leser die tragischen Elemente, die sich mit den komischen vermischen und immer wieder Hoffnung aufkeimen lassen, wo einfach keine ist. Die Figur Karls erscheint wie ein Pechvogel, dessen Leben nicht normal verlaufen kann und der sich durch seine teilweise eigenen Entscheidungen selbst Probleme schafft. So zum Beispiel auch, wenn er sich dazu entscheidet, Robinson zu Delamarche und seiner Freundin Brunelda zu begleiten, wo er kurze Zeit später Robinson als leibeigenen Diener von Delamarche und seiner Freundin ablöst. Seine Versuche, zu fliehen, scheitern, da er von Delamarche erwischt und zusammengeschlagen wird. Als Karl eines Tages Josef Mendel trifft und ihm sein Leid klagt, rät dieser dem Jungen, bei dem Tagelöhner zu bleiben und sich seinem Schicksal zu ergeben. Insgeheim hofft Karl jedoch weiter auf Erlösung und einen Ausweg, genauso wie der Leser. Die Chance ergibt sich, als Karl ein Plakat liest und sich für das Theater von Oklahoma als technischer Arbeiter bewirbt und eingestellt wird. Der Roman endet damit, dass er in einem Zug mit allen anderen Mitarbeitern nach Oklahoma gebracht wird und ihm zum ersten Mal die Größe der USA bewusst wird.
Hauptteil
  • Argumente und Textabschnitte für Tragikömodie
  • tragische Elemente
  • komische Elemente
Da „Der Verschollene“ einer der drei unvollendeten Romane von Kafka ist, bleibt offen, wie er die Geschichte Karls hätte enden lassen, wenn er noch die Möglichkeit dazu gehabt hätte. Fakt bleibt jedoch, dass der Inhalt des Romans nicht ausschließlich komisch ist, sondern tragische Elemente mit komischen vereint, was den Text zu einer Tragikömodie macht.
Schluss
  • unvollendeter Roman
  • Zusammenfassung der Hauptgedanken
#argumentationsstruktur#erörtern#komödie
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