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Aufgabe 4

Aufgaben
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Gedichtinterpretation und -vergleich

$\blacktriangleright\;$ Thema:
Lyrik
$\blacktriangleright\;$ Texte:
  • Lasker-Schüler, Else: Ein Lied. In dies.: Werke und Briefe. Kritische Ausgabe, hrsg. von Norbert Oellers u. a. Bd.1.1, Gedichte. Frankfurt a. M. 1996, S. 193.
  • Kirsch, Sarah: Dreistufige Drohung. In: Dies.: Gespräch mit dem Saurier. Gedichte von Sarah und Rainer Kirsch. Berlin 1965, S. 7.
$\blacktriangleright\;$ Aufgabenstellung:
  • Interpretiere das Gedicht Ein Lied. von Else Lasker-Schüler. (60 %)
  • Vergleiche die Gestaltung des Trennungserlebnisses in den Gedichten Ein Lied. von Else Lasker-Schüler und Dreistufige Drohung von Sarah Kirsch.
    Berücksichtige dabei sowohl inhaltliche als auch sprachliche Aspekte. (40 %)
Material 1
Else Lasker-Schüler (1869 - 1945): Ein Lied. (1917)
$\;$
Hinter meinen Augen stehen Wasser,
Die muß ich alle weinen.
Immer möcht ich auffliegen,
Mit den Zugvögeln fort;
5
Bunt atmen mit den Winden
In der großen Luft.
O ich bin traurig ….
Das Gesicht im Mond weiß es.
Drum ist viel samtne Andacht
10
Und nahender Frühmorgen um mich.
Als an deinen steinernen Herzen
Meine Flügel brachen,
Fielen die Amseln wie Trauerrosen
Hoch vom blauen Gebüsch.
15
Alles verhaltene Gezwitscher
Will wieder jubeln,
Und ich möchte auffliegen
Mit den Zugvögeln fort.
Die Rechtschreibung folgt der Textquelle
Material 2
Sarah Kirsch (1935 – 2013): Dreistufige Drohung (1963)
$\;$
Du willst jetzt gehn?
Das sag ich dem Mond!
Da hat sich der Mond
im Großen Wagen verladen,
5
der fühlt mit mir, weißzahnig
rollt er hinter dir her!
Die Klinke drückst du?
Ich sag es dem Wind!
Er schminkt dich
10
mit Ruß und Regen,
peitscht dich mit Hagelkörnern,
glasmurmelgroß.
Du mußt jetzt fort?
Gut, ich sag es keinem.
15
Ich werde ohne Tränen
und Träume schlafen;
nichts hindert dich.
Die Rechtschreibung folgt der Textquelle
#gedichtinterpretation#gedichtanalyse#vergleichen#stilmittel
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Gedichtinterpretation und -vergleich

$\blacktriangleright\;$ Thema:
Lyrik
$\blacktriangleright\;$ Aufgabenstellung:
  • Interpretiere das Gedicht Ein Lied. von Else Lasker-Schüler. (60 %)
  • Vergleiche die Gestaltung des Trennungserlebnisses in den Gedichten Ein Lied. von Else Lasker-Schüler und Dreistufige Drohung von Sarah Kirsch.
    Berücksichtige dabei sowohl inhaltliche als auch sprachliche Aspekte. (40 %)

Einleitung

Deine Interpretation beginnt wie jeder Text mit einer Einleitung. In der Einleitung musst du den Titel, den Autor und das Erscheinungsjahr nennen und den Inhalt kurz und knapp zusammenfassen.
  • Titel: Ein Lied
  • Autor: Else Lasker-Schüler
  • Erscheinungsjahr: 1917
  • Inhalt: In dem Gedicht Ein Lied von Else Lasker-Schüler, das auf das Jahr 1917 datiert ist, geht es um den großen, lähmenden Trennungsschmerz eines lyrischen Ich, das sich nach neuer Lebensfreude sehnt.
Da außerdem ein Vergleich gefordert ist, musst du in der Einleitung auch schon auf das zweite Gedicht eingehen. Nenne ebenfalls den Titel, den Autor und das Erscheinungsjahr und beschreibe kurz, was dieses Gedicht mit dem ersten vergleichbar macht.
  • Titel: Dreistufige Drohung
  • Autor: Sarah Kirsch
  • Erscheinungsjahr: 1963
  • Inhalt: Das Gedicht Dreistufige Drohung von Sarah Kirsch aus dem Jahr 1963 handelt von einem möglichen Verlassenwerden, auf das ein lyrisches Ich mit drei Drohungen reagiert.

Hauptteil

In deinem Hauptteil geht es nun darum, das erste Gedicht zu interpretieren. Führe dazu zunächst die formale Analyse durch. Dazu gehört, dass du die Anzahl der Strophen und Verse, das Metrum und das Reimschema ermittelst und angibst.
Für die Interpretation des Inhalts gehst du am besten Strophe für Strophe vor - so gehst du sicher, dass du bei deiner Interpretation keinen Aspekt vergisst. Neben dem Inhalt sind aber auch die sprachlichen Mittel, die Lasker-Schüler verwendet, essenziell. Lasse diese aber nicht so stehen, sondern erkläre immer, warum die Mittel eingesetzt werden, denn sie heben immer den Inhalt hervor und unterstreichen ihn.
Gehe bei deiner Interpretation auch auf den Bezug des Textes zum Titel ein und erkläre, wie diese zusammenhängen. Es bietet sich an, dies nach der Interpretation der neun Strophen zu machen, denn dann hast du den gesamten Inhalt erfasst und nicht erst Teile davon.
Formale Analyse
  • 9 Strophen à 2 Verse
  • Metrum: zweifüßiger Trochäus
  • Kein Reimschema
1. Strophe
$\blacktriangleright$ Inhalt
  • Das lyrische Ich spricht von Unmengen Tränen, die es weint
  • Der große Schmerz dringt unerbitterlich nach außen in Form der Tränen
$\blacktriangleright$ Sprache
  • „Wasser“: Symbol für den großen Schmerz; Steigerung von Tränen
  • Die Gegenwartsform von „stehen“ zeigt, dass noch lange nicht alle Tränen geweint sind
  • Das Verb „muß“ verdeutlicht, dass der Schmerz das lyrische Ich übermannt
2. Strophe
$\blacktriangleright$ Inhalt
  • Das lyrische Ich möchte mit Vögeln wegfliegen und der Situation entfliehen
  • Es sehnt sich danach, frei zu sein
$\blacktriangleright$ Sprache
  • Volkslied Wenn ich ein Vöglein wär aufgegriffen
  • Symbol: „Zugvögel“
    $\rightarrow$ Vögel stehen für Freiheit und Heiterkeit; das lyrische Ich sehnt sich genau danach und will sich innerlich von dem Schmerz distanzieren
  • Die Worte „immer möcht“ zeigen, dass der Wille nach Überwindung der Trauer da ist, aber immer scheiterte bisher
3. Strophe
$\blacktriangleright$ Inhalt
  • Der Gedanke an die Freiheit aus Strophe 2 lässt das lyrische Ich phantasieren
  • Es träumt von einem Dasein voll neuer Lebensfreude
$\blacktriangleright$ Sprache
  • Die Sprache ist plötzlich nicht mehr so schlicht wie zuvor, sondern bildreicher
  • Synästhesie: „bunt atmen“
    $\rightarrow$ Das lyrische Ich will das Leben wieder in all seinen Farben wahrnehmen und spüren können; es will raus aus der tristen Trauer, die es erstickt
  • Pleonasmus: „große Luft“
    $\rightarrow$ Dadurch, dass dem Wort „Luft“, das alleine schon für eine unbändige Freiheit steht, das Wort „groß“ vorangestellt wird, findet eine Steigerung statt
4. Strophe
$\blacktriangleright$ Inhalt
  • Nach dem Gedankenspiel folgt das bittere Erwachen
  • Das lyrische Ich fühlt sich im Schmerz gefangen und ist hilflos
  • Der Schmerz scheint vor allem nachts am größten zu sein, wenn der Mond am Himmel steht
$\blacktriangleright$ Sprache
  • Der Ausruf „O“ verdeutlicht, dass das lyrische Ich nach seiner Träumerei vom Schmerz beinahe erschlagen wird
  • Die „….“ stehen für die atemlose Stille des lyrischen Ich
  • Der kindliche Glaube an das Märchen vom Mann im Mond wird aufgegriffen
  • Personifikation: „Der Mann im Mond weiß es“
    $\rightarrow$ Die Natur wird vermenschlicht; es klingt, als hätte das lyrische Ich außer dem Mond keinen Vertrauten
5. Strophe
$\blacktriangleright$ Inhalt
  • Das lyrische Ich fühlt sich in einer seltsamen Stille gefangen
  • Gleichzeitig keimt die Hoffnung auf Trost und Geborgenheit auf
$\blacktriangleright$ Sprache
  • Das Adjektiv „samtne“ passt nicht wirklich zum Substantiv „Andacht“; dieser Bruch spiegelt wider, wie seltsam sich das lyrische Ich fühlt
  • Einerseits steht „samtne“ für etwas weiches, Geborgenheit spendendes; auf der anderen Seite für eine Art betäubte Stille
  • Bild: „Frühmorgen“
    $\rightarrow$ Der nahende Frühmorgen steht für die Hoffnung auf einen Neubeginn; die Erlösung vom Trennungsschmerz scheint näher zu rücken
6. Strophe
$\blacktriangleright$ Inhalt
  • Es folgt die Beschreibung des Grundes für den Schmerz
  • Das lyrische Ich leidet an Liebeskummer
$\blacktriangleright$ Sprache
  • Die Konjunktion „als“ und der Wechsel ins Imperfekt verdeutlichen, dass die Wurzel des Schmerzes in der Vergangenheit liegt
  • Bild: „steinernes Herz“
    $\rightarrow$ Dieses Bild stammt aus alten Märchen; es soll die gefühlskälte des Ex-Partners darlegen
  • Mit „meine Flügel“ wird wieder das Vogel-Thema aufgegriffen; das lyrische Ich fühlte sich durch die Liebe beflügelt; mit der Trennung zerbrach dieses Hochgefühl und das Herz des lyrischen Ich
7. Strophe
$\blacktriangleright$ Inhalt
  • Diese Strophe führt die Erinnerung aus Strophe 6 fort
  • Beide Strophen zusammen bilden den Kern des Schmerzes
  • Das lyrische Ich wurde durch die Trennung in ein großes Loch gestürzt
$\blacktriangleright$ Sprache
  • Enjambement: „Als … brachen, fielen …“
    $\rightarrow$ Strophe 6 und 7 werden durch einen fortführenden Satz miteinander verbunden
  • Symbol: „Amseln“
    $\rightarrow$ Die Amsel steht im Volksglauben für Heiterkeit und Lebensmut, in der Lyrik aber wird sie aufgrund ihrer schwarzen Farbe oft als Symbol für den Tod verwendet; die fallenden Amseln stehen also sowohl für den Verlust des Lebensmutes als auch für den Tod
  • Die Rose als Smbol der Liebe wird zur „Trauerrose“, was ebenfalls den fürchterlichen Schmerz nach der großen Liebe widerspiegelt
  • Die Farbe Blau steht im Expressionismus häufig für einen paradiesischen Gemütszustand, aus dem das lyrische Ich nun gefallen ist
8. Strophe
$\blacktriangleright$ Inhalt
  • Das lyrische Ich beschreibt, dass die Lebensfreude in der Natur nicht niedergezwungen werden kann
  • Überall schlummert der Wunsch, wieder Freude zu spüren
$\blacktriangleright$ Sprache
  • Das Wort „alles“ schließt das lyrische Ich eigentlich mit ein
  • „Verhaltnes Gezwitscher“ steht sinnbildlich für die lustlose Situation des lyrischen Ich
  • „jubeln“ steht für Heiterkeit und Lebensfreude
9. Strophe
$\blacktriangleright$ Inhalt
  • Dem lyrischen Ich fehlt offenbar die Kraft, sich von dem Schmerz zu befreien und wieder fröhlich zu sein
  • Einziger Ausweg scheint für das lyrische Ich die Sehnsucht nach dem Davon-Fliegen zu sein
$\blacktriangleright$ Sprache
  • „Und ich“ schafft Distanz zur vorherigen Strophe; anders als die Natur, fehlt dem lyrischen Ich die Kraft
  • Das Bild aus Strophe 2 wird erneut aufgegriffen
  • Die Sehnsucht nach Distanz zum Schmerz und Freiheit ist groß
Bezug zum Titel
  • „Ein Lied“ klingt zunächst heiter und fröhlich
  • Der Inhalt des Gedichts ist dagegen von Traurigkeit und Schmerz geprägt
  • Der Titel greift aber das Thema der Vögel indirekt auf, die heitere Lieder pfeifen
  • Versteckter Bezug zum Volkslied „Wenn ich ein Vöglein wär“
  • Beim schnellen Lesen könnte aus „Lied“ auch „Leid“ gemacht werden

Vergleich

In diesem Teil musst du auf Basis deiner Interpretation von Ein Lied Kriterien finden, anhand derer du die beiden Gedichte miteinander vergleichen kannst. Arbeite dann Gemeinsamkeiten und Unterschiede der beiden Gedichte heraus. Hierbei musst du sowohl den Inhalt als auch Form und sprachliche Gestaltung analysieren. Da der Schwerpunkt der Aufgabe aber nicht auf dem Vergleich, sondern auf der Interpretation des ersten Gedichts liegt, musst du das zweite Gedicht nicht extra interpretieren. Du kannst die Interpretation des Gedichts direkt mit dem Vergleich verbinden.
Formale Analyse
  • 3 Strophen mit unterschiedlicher Vers-Zahl (6; 6; 5), insgesamt 17 Verse
  • Metrum: unregelmäßiges Metrum
  • Reimschema: kein Reim
  • Prosa-naher Stil
Kurze Analyse
  • Das Gedicht handelt von der Reaktion eines lyrischen Ich auf eine drohende Trennung
  • Jede Strophe entspricht einer der drei Drohungen aus dem Titel
  • 1. Strophe: Weil der Partner gehen will, droht das lyrische Ich, den Mond als Komplizen hinzuzuziehen
    Das Motiv des beschützenden, ruhigen Mondes wird umgekehrt; der Mond soll den Partner mit Zähnen eines Raubtieres verfolgen
    Der Schmerz des lyrischen Ich ist so groß, dass er den Mond in den „großen Wagen verladen“ kann
  • 2. Strophe: Weil der Partner zur Tür hinaus will, wird das lyrische Ich noch hysterischer
    Das lyrische Ich droht den Wind auf ihn zu hetzen; auch hier ein Bild für Gewalt („glasmurmelgroße Hagelkörner“)
    „Ruß und Regen“ (Alliteration) sollen den Partner schminken; die Zeichen der Zerstörung sind in den Augen des lyrischen Ich schöner als der Partner
  • 3. Stophe: Weil die Gewaltdrohungen die Beziehung nicht retten konnten, droht das lyrische Ich nun mit seelischer Verletzung
    Die Hysterie der vorherigen Strophen wandelt sich in Gleichgültigkeit; die männlichen Kandenzen wechseln in weibliche, was Ruhe ausstrahlt
    Das lyrische Ich will die Trennung ignorieren und dem Partner zeigen, wie egal er ihm geworden ist
    Ironische Aussage: „nichts hindert dich“
  • Kirsch arbeitet mit bekannten Natur-Motiven, die sie allerdings abwandelt und aus ihrer harmonischen Bedeutung eine bedrohliche macht
  • Die Natur ist der einzige Komplize, den das lyrische Ich in seiner Verzweiflung noch hat
Vergleich
$\blacktriangleright$ Gemeinsamkeiten
  • Situative Klammer: Beide Gedichte handeln von dem Thema Trennung und dem Schmerz einer zerbrochenen Liebe
  • Beide Male spricht ein lyrisches Ich
  • Die Gedichte kommen jeweils ohne Reim aus
  • In beiden Gedichten werden altbekannte Natur-Motive aufgegriffen und verändert, z.b. heitere Amseln als Todes-Symbol oder das himmlische Kind Wind als gewalttätige Naturkraft
  • Beide Lyriker personifizieren den Mond und machen ihn zu einem Mitwisser und Komplizen des lyrischen Ich, das ansonsten offenbar einsam ist
  • Das lyrische Ich verzweifelt in beiden Gedichten an seiner Situation und erreicht nicht, was es erreichen möchte - die Trauer zu überwinden bzw. die Trennung zu verhindern
  • Der (Ex-)Partner wird in beiden Gedichten als gefühllos dargestellt
$\blacktriangleright$ Unterschiede
  • Situativ: Bei Ein Lied liegt die Trennung bereits in der Vergangenheit, bei Dreistufige Drohung ist sie noch im Gange
  • Das lyrische Ich in Ein Lied kann seinen Schmerz bereits reflektieren, das lyrische Ich in Dreistufige Drohung ist noch in der ersten Hysterie und Verzweiflung gefangen
  • In Ein Lied beschäftigt sich das lyrische Ich mit der eigenen Situation, während im anderen Gedicht der Partner im Mittelpunkt steht
  • Lasker-Schüler arbeitet trotz einer schlichten Sprache mit mehr sprachlichen Mitteln als Kirsch
  • In Ein Lied werden die Natur-Motive zu traurigen Bildern verkehrt, in Dreistufige Drohung aber sogar zu bedrohlichen, aktiv gewalttätigen

Schluss

Am Schluss solltest du die Hauptaussage, die Intention, des ersten Gedichts noch einmal kurz zusammenfassen. Du kannst hier auch sagen, welche Gefühle das Lesen des Gedichts in dir ausgelöst und in welche Stimmung es dich versetzt hat. Dann nimmst du noch einmal kurz Bezug auf den Vergleich und nennst ein Fazit dazu. Du kannst auch deine eigene Meinung sagen und erklären, welches Gedicht dir besser gefallen hat.
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