Inhalt
Smarter Learning!
Inhalt
Bundesland, Schulart & Klasse
Bundesland, Schulart & Klasse
HH, Stadtteilschule
Baden-Württemberg
Berufl. Gymnasium (AG)
Berufl. Gymnasium (BTG)
Berufl. Gymnasium (EG)
Berufl. Gymnasium (SGG)
Berufl. Gymnasium (TG)
Berufl. Gymnasium (WG)
Berufskolleg - FH
Gemeinschaftsschule
Gymnasium (G8)
Gymnasium (G9)
Hauptschule
Realschule
Werkrealschule
Bayern
Fachoberschule
Gymnasium
Mittelschule
Realschule
Berlin
Gymnasium
Integrierte Sekundarschule
Brandenburg
Gesamtschule
Gymnasium
Oberschule
Bremen
Gymnasium (G8)
Oberschule (G9)
Hamburg
Gymnasium
Stadtteilschule
Hessen
Berufl. Gymnasium
Gesamtschule
Gymnasium (G8)
Gymnasium (G9)
Haupt- und Realschule
Hauptschule
Realschule
Mecklenburg-Vorpommern
Gesamtschule
Gymnasium
Niedersachsen
Gymnasium (G8)
Gymnasium (G9)
Integrierte Gesamtschule
Kooperative Gesamtschule
Oberschule
Realschule
NRW
Gesamtschule
Gymnasium
Hauptschule
Realschule
Sekundarschule
Rheinland-Pfalz
Gesamtschule
Gymnasium
Saarland
Gemeinschaftsschule
Gesamtschule
Gymnasium
Realschule
Sachsen
Gymnasium
Oberschule
Sachsen-Anhalt
Fachgymnasium
Gesamtschule
Gymnasium
Sekundarschule
Schleswig-Holstein
Gemeinschaftsschule
Gymnasium (G8)
Gymnasium (G9)
Thüringen
Berufl. Gymnasium
Gemeinschaftsschule
Gesamtschule
Gymnasium
Regelschule
Klasse 13
Klasse 13
Klasse 12
Klasse 11
Klasse 10
Klasse 9
Klasse 8
Klasse 7
Klasse 6
Klasse 5
Fach & Lernbereich
Fachauswahl: Deutsch
Mathe
Deutsch
Englisch
Bio
Chemie
Physik
Geschichte
Geo
Lernbereich
Lektürehilfen
Digitales Schulbuch
Abitur eA
Abitur gA
Mittlerer Schulabschluss
Lernstandserhebung 8 E-Ku...
Lernstandserhebung 8 G-Ku...
Abitur gA
Prüfung
wechseln
Abitur eA
Abitur gA
Mittlerer Schulabschluss
Lernstandserhebung 8 E-Kurs
Lernstandserhebung 8 G-Kurs
Smarter Learning!
Schneller lernen mit deinem SchulLV-Zugang
  • Zugang zu über 1.000 Original-Prüfungsaufgaben mit Lösungen von 2004-2019
  • Alle Bundesländer und Schularten, empfohlen von über 2.300 Schulen in Deutschland
  • Digitales Schulbuch: Über 1.700 Themen mit Aufgaben und Lösungen
  • Monatlich kündbar, lerne solange du möchtest
Jetzt Zugang freischalten!

Aufgabe 3

Aufgaben
Download als Dokument:PDF

Verfassen eines Artikels

$\blacktriangleright\;$ Thema:
Medien
$\blacktriangleright\;$ Materialien:
  • Material 1: Blogeintrag unter dem Namen Andrea: Filmsynchronisation: Kulturelles Verbrechen oder Geschenk für die Zuschauer? (August 2014).
    URL: http://blog.lingoking.com/allgemein/1677 (abgerufen am 11.01.2016).
  • Material 2: Deutsche Synchronkartei. Intro zur Website Deutsche Synchronkartei.
    URL: https://www.synchronkartei.de/?action=show&type=intro (abgerufen am 11.01.2016).
  • Material 3: Gerhards, Jürgen/Hess, Dagmar: Sprachen lernen. Fernsehen auf Englisch.
    In: ZEIT ONLINE vom 09.04.2014 (April 2014).
    URL: http://www.zeit.de/gesellschaft/zeitgeschehen/2014-04/sprachen-lernen-fernsehen-auf-englisch (abgerufen am 11.01.2016).
  • Material 4: Metz, Markus/Seeßlen, Georg: Das Kino spricht deutsch. Glanz und Elend der Synchronisation.
    In: Deutschlandradio Kultur vom 11.02.2009 (Februar 2009).
    URL: http://www.deutschlandradiokultur.de/das-kino-spricht-deutsch.984.de.html?dram:article_id=153454 (abgerufen am 11.01.2016).
  • Material 5: Engelhardt, Markus: Die Kunst der Synchronisation. Kennen Sie den Schwarzwaldtruthahn?
    In: Frankfurter Allgemeine Feuilleton vom 11.12.2014 (Dezember 2014).
    URL: http://www.faz.net/aktuell/feuilleton/medien/gruende-fuer-eine-film-synchronisation-in-deutschland-13296741.html (abgerufen am 11.01.2016).
  • Material 6: Blogeintrag: Die Simpsons – die schlechteste Synchronisation ever! (Mai 2013).
    URL: https://commucon.wordpress.com/2013/05/07/die-simpsons-die-schlechteste-synchronisation-ever/ (abgerufen am 11.01.2016).
  • Material 7: Grafik: Education First: English Proficiency Index. Länder Fact Sheet Deutschland. (2014).
    URL: http://media.ef.com/sitecore/__/~/media/centralefcom/epi/v4/downloads/fact-sheets/ef-epi-country-fact-sheet-v4-de-de.pdf (abgerufen am 11.01.2016). Text nach: http://www.ef.de/epi/ (abgerufen am 11.01.2016).
Die Schreibweise folgt – sofern nicht anders angegeben – jeweils den Textquellen.
$\blacktriangleright\;$ Aufgabenstellung:
Eine überregionale Tageszeitung plant für ihre Wochenendausgabe Sonderseiten zur Rezeption internationaler Filme und Serien in Deutschland. In diesem Zusammenhang wird die Frage zur Diskussion gestellt, ob künftig auf Synchronisationen englischsprachiger Produktionen verzichtet werden sollte. Um eine Beteiligung der Leserschaft wird ausdrücklich gebeten.
Verfasse als Leserin/Leser der Tageszeitung einen Kommentar, in dem du dich zu dieser Frage positionierst. Nutze die folgenden Materialien (1–7) und beziehe eigene Erfahrungen und eigenes Wissen ein. Wähle eine geeignete Überschrift.
Bezüge auf die Materialien können dem Stil eines Kommentars entsprechend ohne Zeilenangabe nur unter Nennung des Autors und ggf. des Titels angeführt werden.
Dein Kommentar sollte etwa 800 Wörter umfassen.
Materlial 1
Blogeintrag zur Filmsynchronisation: Kulturelles Verbrechen oder Geschenk für die Zuschauer? (2014)
$\;$
Der Übergang vom Stumm- zum Tonfilm: Deut(sch)lich hörbar
Mitte der 1920er-Jahre war der Film von einem rein visuellen zu einem audiovisuellen
Medium geworden. Die ersten Tonfilme zogen die Zuschauer in ihren Bann, denn von
nun an konnte man die Stars nicht nur sehen, sondern erfreute sich auch an der erotischen
5
Gesangsstimme einer Marlene Dietrich oder den Stepptanz-Darbietungen eines Fred
Astaire. Doch ergab sich ein dickes Problem. Wie sollte man bezüglich der Sprachbarrie-
re verfahren, um mit englischsprachigen Hollywood-Filmen auch im Ausland die Massen
zu begeistern? Einfach die Originalfassung zeigen? Keine Chance, denn nur wenige ver-
standen damals in Frankreich, Deutschland und anderen europäischen Ländern so gut
10
Englisch, dass sie der Filmhandlung komplett folgen konnten. Eine andere Möglichkeit
war die Integrierung von Untertiteln, während die Sprache im Original zu hören war.
Doch auch diese Variante konnte sich in vielen Ländern nicht durchsetzen – man wollte
das Publikum beim Filmgenuss schlichtweg nicht überfordern. […] Die goldene Lösung
für die Filmindustrie: Synchronisierung. Denn […] sie erlaubte es den Verantwortlichen,
15
den Film so „zurechtzustutzen“, wie er in der jeweiligen Region wohl am ehesten auf
Anklang stoßen dürfte. […]
Material 2
Intro zur Website „Deutsche Synchronkartei“ (Stand 2016)
$\;$
[…] Viele Leute stehen deutschen Synchronfassungen kritisch gegenüber. Sie argumen-
tieren, dass das Original ohnehin nie zu erreichen sei und man in anderen Ländern – wie
Schweden oder Finnland – auch ohne Synchronisation auskomme. Dort gelange der Film
zum einen „unverfälscht“ in die Kinos und zum anderen verbesserten sich auch die
5
Fremdsprachenkenntnisse der Zuschauer. Alles richtig. […]
Ein entscheidender Punkt ist die Übersetzung der Dialoge, die immer wieder zu wün-
schen übrig lässt. Übersetzungsfehler oder Vergewaltigungen der deutschen Sprache sind
keine Seltenheit. Hinzu kommen redaktionelle Änderungen des Originals an Stellen, die
vom Texter „zum besseren Verständnis“ vorgenommen wurden. Einige davon mögen
10
sinnvoll sein, häufig wird der Zuschauer aber schlicht unterschätzt. Oft fragt man sich,
wieso nicht wenigstens die Sprecher schlecht übersetzte Dialoge korrigieren. Bei knapp
zwei Minuten Vorbereitung haben diese aber kaum die Chance, Übersetzungsfehler zu
beanstanden.
Originaltreue Dialoge sind allerdings für eine erfolgreiche Synchronisation nicht zwin-
15
gend nötig. Dies bewiesen vor allem viele deutsche Dialogbücher aus der Feder der bei-
den Synchronbuchautoren Rainer Brandt und Karlheinz Brunnemann, deren humorvoller
Stil in den 70er und 80er Jahren groß in Mode war und auch andere Kollegen beeinfluss-
te. Bei TV-Serien wie Die Zwei (mit Roger Moore und Tony Curtis) oder den berühmt-
berüchtigten Italo-Western mit Terence Hill und Bud Spencer legten die kreativen Herren
20
den Figuren jede Menge lockere Sprüche in den Mund, die nichts mehr mit dem Original
zu tun hatten, vom deutschen Publikum aber begeistert aufgenommen wurden. Um den
Humor auch dort unterzubringen, wo er eigentlich gar nicht hingehörte, ließ man zahlrei-
che zusätzliche Sätze aus dem Off einsprechen und kürzte alle zu gewalttätigen Szenen
heraus. Das Ergebnis war ein komplett anderer, jedoch ebenso stimmiger Film, der es
25
durchaus verstand, das Publikum zu unterhalten. […]
Material 3
Jürgen Gerhards, Dagmar Hess: Sprachen lernen. Fernsehen auf Englisch (2014)
$\;$
[…] Eine von der Europäischen Kommission in Auftrag gegebene und von der Media
Consulting Group durchgeführte Studie klassifiziert Länder danach, wie sie mit aus-
ländischen Filmen und Sendungen umgehen. Die Autoren unterscheiden zwischen
„Untertitelungsländern“, in denen die Mehrzahl der Sendungen in der Originalsprache
5
mit Untertiteln ausgestrahlt wird, und „Synchronisationsländern“. Deutschland gehört
wie Frankreich, Italien und Österreich zur Gruppe der Länder, in denen die Synchroni-
sation vorherrscht. In Ländern, in denen besonders gut Englisch gesprochen wird wie
den Niederlanden, in Dänemark, Finnland, Norwegen, Schweden und Estland wird der
Untertitelung der Vorzug gegeben.
10
Dabei fielen von den im Jahr 2009 ausgestrahlten rund 83.000 Fernsehstunden fast
90 Prozent auf Sendungen, die in einer anderen Sprache gedreht wurden. Mehr als die
Hälfte der Zeit wird allein von amerikanischen und damit englischsprachigen Produk-
tionen bespielt. Würden diese Sendungen in der Originalsprache ausgestrahlt, dann
käme dies einem Fremdsprachenunterricht gigantischen Ausmaßes gleich – ohne zu-
15
sätzliche Kosten.
Tatsächlich stehen die Bundesbürger der Idee aufgeschlossen gegenüber, englisch-
sprachig produzierte Kinder- und Jugendsendungen im Original zu zeigen. Rund 40
Prozent der Gesamtbevölkerung und über die Hälfte der jungen Erwachsenen sprechen
sich dafür aus, Kinder- und Jugendsendungen allein in der Originalsprache auszustrah-
20
len. Das zeigt eine aktuelle Studie des infas-Instituts für angewandte Sozialwissen-
schaft in Bonn, für die 1.500 Erwachsene telefonisch befragt wurden. Von jenen, die
eine nicht übersetzte Ausstrahlung von Kinder- und Jugendsendungen ablehnen, wä-
ren 83 Prozent doch dafür zu gewinnen, wenn parallel zur englischen Originalversion
die deutsche Synchronisation verfügbar wäre, der Zuschauer also zwischen zwei Ver-
25
sionen die Wahl hätte. […]
Jürgen Gerhards ist Professor für Soziologie an der Freien Universität Berlin. Doris Hess ist Leiterin des Bereichs Sozialforschung bei infas (Institut für angewandte Sozialwissenschaft GmbH) in Bonn.
Material 4
Markus Metz, Georg Seeßlen: Das Kino spricht deutsch. Glanz und Elend der Synchronisation (2009)
$\;$
[…] Im Kino können wir auf imaginäre Weise reisen: in fremde Kulturen, in fremde
Geschichten, in fremde Phantasien. Im Kino kommen wir an Orte, wo wir im wirkli-
chen Leben nie sein könnten. Wenn die Kamera, das ist die große Fiktion des Kinos,
ein unschuldiges, unsichtbares, objektives Instrument der Beobachtung wäre, dann ist
5
ein Film aus der Inneren Mongolei wahrer als meine eigene Reise dorthin.
Das Kino ist eine Kunst, die das Fremde in einer anderen Kultur respektiert. Aber mit
der Fremdheit können wir uns nicht abfinden. Nur die hartgesottensten Cineasten ge-
nießen Filme in Sprachen, von denen sie kein Wort verstehen. In der Regel wollen wir
das Fremde eben doch verstehen. Am liebsten sind uns Bilder der Fremde, die in einer
10
vertrauten Sprache erklärt werden: Cowboys, Piraten und Weltraumfahrer - abenteu-
erliche Träumer, die sich dort herumtreiben, wo wir nie hinkommen - nur sie sollen
bitteschön so reden wie du und ich. […]
[Ganz] nebenbei erwies sich die Synchronisation immer als perfektes Mittel, der Viel-
deutigkeit der Filmbilder eine eindeutige, kontrollierte Sprache gegenüberzustellen.
15
Soviel ist sicher: Synchronisation ist auch heute noch die ökonomisch erfolgreichste
Methode, Filme aus anderen Ländern anzubieten. Und am erfolgreichsten erweist sich
ein Kino-Stoff, der sich am wenigsten sträubt gegen die Übertragung in eine andere
Sprache: eine bildhafte Erzählweise für Geschichten mit einfachen dramaturgischen
Regeln, die innerhalb eines einzigen Films erlernt werden können. Nirgends versteht
20
man sich darauf so gut wie in Hollywood.
Die Traumfabrik eroberte die Kino-Märkte also nicht trotz, sondern mit Hilfe der Syn-
chronisation. Ein Hollywood-Film ist ein Film, den man durch Synchronisation am
leichtesten in einen zur Hälfte amerikanischen und zur Hälfte entweder deutschen,
französischen oder spanischen Film verwandeln kann. Die eigene Sprache suggeriert
25
dabei eine kulturelle Vertrautheit, über die man ganz vergisst, dass der Kerl auf der
Leinwand sich möglicherweise gar nicht so verhält, wie es uns seine Stimme glauben
lassen könnte. […]
Markus Metz und Georg Seeßlen sind freie Journalisten und Autoren.
Material 5
Markus Engelhardt: Die Kunst der Synchronisation. Kennen Sie den Schwarzwaldtruthahn? (2014)
$\;$
[D]as Publikum besteht nicht nur aus polyglotten Medienprofis, sondern auch aus
Altenpflegern, Urologen, Mechatronikern oder Physiotherapeuten, um wahllos ein
paar Berufe zu nennen. Auch sie sind netzaffin [1] und haben einen Facebook- oder
Twitter-Account. Doch wenn sie sich nach einem langen Arbeitstag aufs Sofa fallen
5
lassen, um sich die „Simpsons“ oder „House of Cards“ anzuschauen, greifen sie
mehrheitlich, auch wenn sie die Wahl haben, zur deutschen Fassung.
[…]
Nicht jedes Wortspiel lässt sich ohne Verlust übertragen. In jeder Serie wimmelt es
überdies nur so von Verweisen auf die (meist amerikanische) Populärkultur, die nur
versteht, wer über Gangsterraps und Baseball ebenso Bescheid weiß wie über Nach-
10
mittagscartoons und den Inhalt amerikanischer Tiefkühltruhen. Oft findet man eine
brauchbare Lösung. Aber manchmal – und das wissen auch literarische Übersetzer –
muss man einen Witz eben sterben lassen, soll ein fremder Text in einem anderen
Kulturkreis überleben.
[…]
15
Doch ist genau dies ein verbreiteter Vorwurf an die Branche: Vieles bleibt auf der
Strecke, Feinheiten gehen verloren, Bedeutungen verschieben sich, Anspielungen
werden mangelhaft übertragen. Dabei wird gern so getan, als wären die Probleme der
Übertragung von Kulturtatsachen erst mit der Synchronisation zeitgenössischer Fern-
sehserien entstanden. Tatsächlich aber sind sie so alt wie das Übersetzerhandwerk
20
selbst. Banal gesagt: Wer die Tragödien von Sophokles übersetzen wollte, musste sich
erst vergewissern, ob die Götter des Olymp auch im Kulturkreis der Zielsprache be-
kannt sind. […]


[1] affin: zu einer Person oder Sache in enger Beziehung stehen, eine Vorliebe für etwas haben
Markus Engelhardt ist seit über zwanzig Jahren als Übersetzer und Dialogbuchautor in der Film-Synchronisation tätig.
Material 6
Blogeintrag: Die „Simpsons“ – die schlechteste Synchronisation ever! (2013)
$\;$
[…] Die Übersetzer der Simpsons (zumindest zwischen 1994 und 2006) konnten nicht
nur kein Englisch, sondern auch kein Deutsch, hatten keine Ahnung von Kultur und
Geschichte, schon gar nicht von der amerikanischen, waren komplett unkreativ und
obendrein super-schlampig.
5
[…] Ihr Problem war: Sie hatten nie eine Chance, die Simpsons adäquat zu übersetzen,
weil sie die meisten Gags nicht verstehen konnten, denn dazu fehlte ihnen komplett
das Hintergrundwissen über die moderne Medienkultur – und das bei einer Serie, de-
ren Hauptinhalt die satirische Demaskierung genau jener Medienkultur ist! Beispiele,
die das belegen, folgen zuhauf. […]
10
Das Brettspiel mit dem Bischof
Staffel 14, Folge 20: Stresserella über alles („Brake My Wife, Please“)
Homer kommt an zwei Leuten vorbei, die in einem Park an einem Tisch sitzen und
Domino spielen. Homer rät dem einen, dass er „Bischof auf Königin vier“ spielen soll.
Frage: Was will Homer mit „Bischof auf Königin vier“ sagen?
15
Hier die Erklärung dieses total sinnlosen und unwitzigen Satzes: Homer ist so dumm,
dass er glaubt, die beiden Leute spielen Schach. Er empfiehlt einem der Spieler einen
Schachzug. Im Original sagt er „bishop to queen four“. Der „bishop“ ist im Deutschen
der Läufer. Die „queen“ ist natürlich die Dame. Korrekt übersetzt wäre der Satz also:
„Läufer auf Dame vier“. So hätte auch der deutsche Zuschauer kapiert, dass Homer
20
glaubt, die Leute spielen Schach. […]
Material 7
Education First: English Proficiency Index. Länder Fact Sheet Deutschland (2014)
$\;$
Der English Proficiency Index ist das weltweit größte Ranking von Ländern nach
ihren Englischkenntnissen. Die 4. Ausgabe des EF English Proficiency Index (EF EPI
2014) nimmt eine Einstufung von insgesamt 63 Ländern und Gebieten vor. Um eine
Länder-Rangliste zu erstellen, wurden Prüfdaten von 750.000 Erwachsenen
5
verwendet, die 18 Jahre und älter waren und 2013 den Englisch-Test absolviert haben.
Auf Platz 1 der Länder-Rangliste befindet sich Dänemark mit einer Punktzahl von
69,30 Punkten, auf Platz 63 Irak mit 38,02 Punkten. Deutschland liegt hinter Holland,
Schweden, Finnland, Norwegen, Polen, Österreich, Estland und Belgien auf Platz 10
mit 60,89 Punkten.
Aufgabe 3
Abb. 1: Education First: English Proficiency Index.; aus: Länder Fact Sheet Deutschland (2014)
Aufgabe 3
Abb. 1: Education First: English Proficiency Index.; aus: Länder Fact Sheet Deutschland (2014)
#zentraleraufgabenpool#kommentar
Weiter lernen mit SchulLV-PLUS!
Jetzt freischalten
Infos zu SchulLV PLUS
Ich habe bereits einen Zugang
Zugangscode einlösen
Login
Lösungen
Download als Dokument:PDF

Verfassen eines Artikels

$\blacktriangleright\;$ Thema:
Medien
$\blacktriangleright\;$ Aufgabenstellung:
Eine überregionale Tageszeitung plant für ihre Wochenendausgabe Sonderseiten zur Rezeption internationaler Filme und Serien in Deutschland. In diesem Zusammenhang wird die Frage zur Diskussion gestellt, ob künftig auf Synchronisationen englischsprachiger Produktionen verzichtet werden sollte. Um eine Beteiligung der Leserschaft wird ausdrücklich gebeten.
Verfasse als Leserin/Leser der Tageszeitung einen Kommentar, in dem du dich zu dieser Frage positionierst. Nutze die Materialien (1–7) und beziehe eigene Erfahrungen und eigenes Wissen ein. Wähle eine geeignete Überschrift.

Vorarbeit

Bevor du beginnst, den Kommentar für die Tageszeitung zu schreiben, musst du die vorgelegten Materialien aufmerksam durchlesen, die wichtigen Aspekte unterstreichen und dir Randnotizen machen. So kannst du den Inhalt am besten erfassen und die Informationen für deinen Beitrag sammeln und auf den Punkt bringen. Überlege dir dann, wie du deinen Kommentar aufbauen möchtest. Dabei gibt es speziell Aspekte, die du beachten musst. Beispielsweise gibt es eine Überschrift als Schlagzeile und meist einen Aufhänger. Beachte hierbei auch, dass der Kommentar den kommunikativen Zweck haben soll, zur Diskussion anzuregen und den Blickwinkel der Leser zu verändern. Du musst also recht kontrovers an das Thema herangehen und bewusst provozieren, damit die Leser zum Umdenken angeregt werden. Reiße anfangs die Informationen aus den Materialien an, analysiere diese kurz und positioniere dich dann eindeutig. Bewerte das Thema anhand eigener Erfahrungen und Kenntnisse und weise auf mögliche Folgen hin.

Einleitung

Überlege dir zunächst eine reißerische, prägnante Überschrift für deinen Kommentar, um die Leser der Tageszeitung zu ködern. In der Einleitung deines Kommentars gehst du dann auf den Aufhänger der Debatte ein und stellst eine kurze These auf. Dann gibst du in wenigen Sätzen einen Überblick über den Sachverhalt und die verschiedenen Standpunkte dazu. Hierfür musst du die interessantesten Aspekt herausfiltern, die den Leser anziehen.
Überschrift
  • Kurz, prägnant
  • Provozierend, reißerisch
  • Pro Synchronisatio z.B.: Filme in Originalfassung? Da muss ich erst gar nicht schauen …
  • Contra Synchronisation z.B.: Stop synchronization! Wer englische Filme will, muss Englisch lernen!
Aufhänger/ These
  • Thema kurz und knapp vorstellen
  • Eine eigene These anreißen
  • Verständlich und nachvollziehbar schreiben
  • Provozierende, interessante Argumente nennen
  • Bsp.: Internationale Filme und Serien wie Game of Thrones oder Modern Family werden in Deutschland immer beliebter. Umso dringlicher wird die Frage nach der Synchronisation. Brauchen wir heutzutage immer noch eine Übersetzung der englischen Filme? Obwohl Englisch schon jahrelang ein Pflichtfach in der Schule ist! Oder ist in Zeiten der Internationalisierung nicht der Punkt gekommen, an dem auch wir die Originalfassungen anschauen sollten und könnten? Es gibt schließlich genügend Länder, die genau das vormachen. Wie also wollen wir unsere Rezeptionszukunft gestalten?

Hauptteil

Im Hauptteil musst du dich nun mit der Rezeption internationaler Filme und Serien in Deutschland und der Frage nach einer Synchronisation auseinandersetzen. Konzentriere dich hierbei auf die Informationen, die du aus den Materialien extrahiert hast, aber gehe daneben auch auf dein eigenes Wissen und deine Erfahrungen ein. Reflektiere alle relevanten Aspekte und erläutere anschließend deinen eigenen Standpunkt. Diesen musst du schlüssig vertreten, um die Leser von deiner Meinung zu überzeugen. Damit dein Text flüssig zu lesen ist, ist es ratsam, nicht erst die Informationen aus den Texten und dann deine eigenen Erfahrungen niederzuschreiben, sondern die Informationen aus den Materialien direkt mit deinen eigenen Erfahrungen oder Vermutungen zu ergänzen und anzureichern. Wichtig ist hierbei, dass dein Argumentationsgang zielgerichtet deinen Standpunkt veranschaulicht. Du musst deine Argumente also nach Wichtigkeit strukturieren und begründen. Achte darauf, auch Gegenargumente zu berücksichtigen und gleich zu entkräften. Da du die Meinung der Leser beeinflussen willst, solltest du einen Bezug zum Leser schaffen und pointiert schreiben. Gib deine persönliche Meinung und Perspektive spannend und ansprechend wieder, indem du mit Mitteln wie Ironie, Sarkasmus, rhetorischen Fragen oder kurzen, eindeutigen Formulierungen arbeitest.
Informationen aus den Texten
$\blacktriangleright$ Material 1
  • Mitte der 1920er Jahre Wandel vom Stumm- zum Tonflim
  • Die Frage, was mit internationalen Filmen passieren soll, kam erstmals auf
  • Originalfassung ging nicht, weil fast keiner Englisch sprach
  • Untertitel überforderten die Zuschauer
  • Die goldene Lösung war damals die Synchronisation
  • Der Film konnte „zurechtgestutzt“ werden für die jeweilige Region
$\blacktriangleright$ Material 2
  • Kritik, dass die Synchronfassung nicht an das Original herankommt
  • Andere Länder zeigen die Originalfassung, sodass der Film nicht verfälscht und die Fremdsprachenkenntnisse verbessert werden
  • Übersetzung der Dialoge oft fehlerhaft oder schlecht
  • Bei redaktionellen Änderungen am Film für bessere Verständlichkeit werden die Zuschauer unterschätzt
  • Originalgetreue Dialoge aber keine Grundvoraussetzung für eine gute Synchronisation
  • Synchronbuchautoren Brandt und Brunnemann als Beispiel für gelungene Abänderung
  • Gelungener Film möglich - allerdings nicht mehr der Originalfilm
$\blacktriangleright$ Material 3
  • Studie der Europäischen Kommission zum Umgang mit ausländischen Filmen
  • Deutschland, Frankreich, Italien, Österreich als Synchronisationsländer
  • Niederlande, Finnland, Dänemark, Norwegen, Schweden, Estland als Untertitelungsländer
  • 90 Prozent der 2009 ausgestrahlten 83000 Fernsehstunden waren Sendungen in einer anderen Sprache
  • Die Hälfte der Zeit machen amerikanische Produktionen aus
  • Originalgetreue Ausstrahlung wäre guter Fremdsprachenunterricht ohne Kosten
  • Ca. 40 Prozent der Bevölkerung und mehr als die Hälfte der jungen Erwachsenen wollen, dass Kinder- und Jugendsendungen im Original ausgestrahlt werden (infas-Studie)
  • 83 Prozent der Synchronisations-Befürworter, wären gegenüber der Originalversion der Kinder- und Jugendsendungen aufgeschlossen, wenn es parallel noch eine synchronisierte Version gäbe
$\blacktriangleright$ Material 4
  • Das Kino ermöglicht imaginäre Reisen in fremde Kulturen, fremde Geschichten, Fantasien
  • Kino als Kunst, die das Fremde respektiert
  • Diese Kunst verstehen nur wahre Cineasten; der Rest der Bevölkerung will das Fremde in der eigenen Sprache erklärt bekommen
  • Synchronisation als perfektes Mittel, die vieldeutigen Bilder mit der Sprache eindeutig zu machen
  • Die Synchronisation ist bis heute die ökonomisch erfolgreichste Methode
  • Hollywood liefert Filme, die leicht synchronisiert werden können; bildhaft und einfach
  • Hollywood-Filme sind gerade auch durch die Synchronisation so erfolgreich
  • Die eigene Sprache vermittelt Vertrautheit, obwohl die Handlungen amerikanisch sind
$\blacktriangleright$ Material 5
  • Das Publikum besteht nicht nur aus mehrsprachigen Menschen
  • Egal wie modern die Zuschauer sind; sie wollen abends Entspannung und schauen zum Großteil die deutschen Fassungen
  • Synchronisation funktioniert nicht ohne Verluste; Bezüge auf die jeweilige Kultur oder Wortspiele können nicht immer „übersetzt“ werden
  • Synchronisationen genau dafür kritisiert, dass Feinheiten verloren gehen und der Sinn verändert wird
  • Aber: Das ist kein Problem der zeitgenössischen Synchronisation, sondern war schon immer so
  • Kulturtatsachen können seit jeher nur übertragen werden, wenn sie in der Kultur der Zielsprache bekannt sie; z.B. Götter des Olymp bei Sophokles
$\blacktriangleright$ Material 6
  • Die Simpsons werden als schlechteste Synchronisation überhaupt kritisiert
  • Deren Übersetzer konnten weder Englisch, noch Deutsch
  • Scheiterten mit einer adäquaten Übersetzung, weil sie die amerikanische Kultur und deren Satire nicht verstanden
  • Als Beispiel wird die schlechte Synchronisation der Folge Stresserella über alles genannt
  • Die Übersetzer synchronisierten hier wörtlich, anstatt den Witz hinter Homers Worten zu erkennen
$\blacktriangleright$ Material 7
  • Der English Proficiency Index beurteilt Länder nach ihren Englischkenntnissen
  • Für die Länder-Rangliste wurden die Kenntnisse von 750000 Erwachsenen aufgrund eines Englisch-Tests analysiert
  • 1. Platz Dänemark, letzter, 63. Platz Irak
  • Deutschland auf Platz 10 mit 8,41 Punkten weniger als Dänemark und 22,87 Punkten mehr als Irak
  • Deutschland liegt hinter Holland, Schweden, Finnland, Norwegen, Polen, Österreich, Estland und Belgien
  • Die höchste Punktzahl in Deutschland erreichten Probanden im Alter von 18-24
  • Je höher die Altersgruppe, desto schlechter die Englisch-Kenntnisse in Deutschland
  • In Europa bleibt die Punktzahl bis ca. 44 in etwa konstant
Eigene Erfahrungen
  • Wenn ich die Originalfassung nicht kenne, merke ich auch die Veränderung gegenüber des Originals durch die Synchronisation nicht
  • Wer auf Englisch schaut, aber nicht alles versteht, kann den Sinn des Filmes nicht verstehen
  • Die Originalfassung zu schauen und im Kopf übersetzten zu müssen, kann sehr anstrengend sein und von der eigentlichen Handlung ablenken
  • Serien oder Filme auf Englisch zu schauen, fördert meine Sprachkenntnisse, vor allem was Redewendungen und Alltagssprache angeht
  • Synchronisation stört, da Mundbewegungen und Text oft nicht zusammen passen
  • Wenn auf die Synchronisation verzichtet wird, sind die Serien und Filme schneller in Deutschland verfügbar
Mögliche Argumentationsgänge
$\blacktriangleright$ Contra Synchronisation / Auf die Synchronisation soll verzichtet werden
  • Das Original wird zu sehr verändert; Satire und Witz gehen verloren, Dialogen werden schlecht übersetzt und der Film wird dadurch oftmals ein völlig anderer
  • Schlecht gemachte Synchronisationen stören die Rezeption des Filmes
  • 2009 waren 90 Prozent der Filme und Serien international, was einen riesigen Aufwand an Synchronisation darstellt; man könnte viel Arbeit und Geld sparen
  • Ohne Synchronisation wären die Filme und Serien schneller auch in Deutschland verfügbar
  • Ein großer Teil der Bevölkerung (ca. 40 Prozent laut Gerhards Text) wären offen für die Originalfassung
  • Filme und Serien in Originalfassung sind kostenloser Englischunterricht; durch das Anschauen der Originalfassung werden die Englischkenntnisse mit der Zeit verbessert, was sich auch daran zeigt, dass die Englischkenntnisse laut EPI in sogenannten Untertitelungsländern deutlich besser sind als in Synchronisationsländern wie Deutschland
  • In Zeiten der Internationalisierung sind gute Englischkenntnisse immer wichtiger und sollten gefördert werden
  • Das Kino ist eigentlich eine Kunst, die das Fremde respektiert
$\blacktriangleright$ Pro Synchronisation / Die Synchronisation sollte weiterhin stattfinden
  • Nicht alle Menschen sprechen gut genug oder überhaupt Englisch
  • Untertitelungsländer zeigen die Originalfassung, weil dort die meisten Menschen gut Englisch sprechen; das ist in Deutschland nicht in diesem Maße gegeben laut EPI
  • Die Rezeption auf Englisch ist anstrengend und lenkt von der Handlung ab; Sprachbarrieren verhindern evtl. sogar das Verständnis der Handlung
  • Die Mehrheit der Bevölkerung will die Synchronisation laut infas-Institut
  • Trotz Synchronisation sind gelungene Filme möglich, auch wenn sie vom Original abweichen; diese Abweichungen merkt sowieso nur, wer die Originalfassung kennt
  • Synchronisation als ökonomisch beste Methode; Hollywood produziert schon extra dafür und ist gerade auch durch die Synchronisation erfolgreich laut Metz und Seeßlen
  • Der Verlust von Kulturtatsachen entsteht nicht durch die Synchronisation, sondern passiert auch bei der Rezeption von Originalfassungen, wenn die Zuschauer die entsprechenden ausländischen Kulturen nicht kennen; das ist also kein Argument gegen die Synchronisation

Schluss

Am Besten greifst du hier die anfängliche These zu dem Thema noch einmal auf, ziehst ein kurzes Fazit aus deiner Argumentation und endest mit einer prägnanten, provozierenden Forderung oder Mahnung an die Leser der Tageszeitung.
Weiter lernen mit SchulLV-PLUS!
Jetzt freischalten
Infos zu SchulLV PLUS
Ich habe bereits einen Zugang
Zugangscode einlösen
Login
Folge uns auf
SchulLV als App