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Aufgabe 3

Aufgaben
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Abenteuerreise ins eigene Leben

Buchbesprechung - Wolfgang Herrndorf: „Tschick“

 
Vierzehnjährige Jungs sind nicht zu beneiden. Die Schule ist ein Ort grenzenloser Fadheit. Das Alter gebietet Coolness, dabei hat man schon genug damit zu tun, aus dem Kinderkörper herauszuwachsen. Fantasien von unerreichbaren Mädchen sprießen wie Pickel. Wenn der Vater zwar nett ist, aber ein bisschen überfordert, und die Mutter jedes Jahr eine „Schönheitsfarm“ besucht –
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das innerfamiliäre Codewort für eine Alkoholentzugsklinik –, dann hat man das große Los gezogen. So einer ist Maik Klingenberg, von den Schulkameraden kaum beachtet, schon gar nicht von Tatjana, dem schönsten Mädchen der Klasse. Sie veranstaltet an ihrem 14.Geburtstag eine Riesenfeier – Maik ist natürlich nicht eingeladen. Auch der neue Mitschüler, ein Russlanddeutscher, „Tschick“ genannt, steht ohne Einladung da. Ihm scheint das allerdings wenig auszumachen.
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Tschick ist tatsächlich cool. Meistens kommt er zu spät zum Unterricht, und dann nicht selten mit einer Fahne, die man 100 Meter gegen den Wind riechen kann. Er kokettiert mit angeblichen Verbindungen zur Russenmafia, was ihm auf gewisse Weise Unangreifbarkeit beschert. Maik und Tschick – zwei Jungs in Pubertätsnöten, die das beste aus ihrem Außenseitertum machen wollen. Jedenfalls in diesem Sommer. „Tschick“ heißt Wolfgang Herrndorfs großartiger Roman, der richtig in Fahrt kommt,
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als seine beiden Helden in einem geklauten Lada von Berlin aus Richtung Walachei aufbrechen und durch den Osten Deutschlands fahren wie Huckleberry Finn einst durch den Süden der USA. Es ist eine Abenteuerreise ins eigene Leben: Da brechen zwei auf, weil sie ahnen, dass es so etwas wie Glück oder Freiheit geben könnte und tun das, obwohl es gegen alle Regeln verstößt und gefährlich ist. Wie Herrndorf das erzählt, mit einer Sprache, die sich keinem Jugendslang anbiedert und doch
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ganz nah dran zu sein scheint am Denken und Fühlen seiner Helden, mit schnodderiger Kunstsprache, nach der man süchtig werden kann, das ist brillant. Und was er erzählt, ist es ebenfalls: Auf ihrer romantischen Irrfahrt durch den Osten kommen Maik und Tschick in absurdeste Situationen, treffen die merkwürdigsten Menschen und finden sich in unwirklichsten Landschaften wieder. Natürlich gibt es das alles. Aber Herrndorf, der schon mit „In Plüschgewittern“ und „Diesseits des Van-Allen-Gürtels“
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glänzte und viel zu wenig Beachtung gefunden hat, erschafft es durch die Augen seiner Figuren ganz neu, macht es immer ein bisschen fremd und ungesehen: eine Mülldeponie, auf der Maik und Tschick ein nerviges und zugleich feenhaftes Mädchen über den Weg läuft; ein verlassenes Dorf im Braunkohlerevier; Wälder, die aus Grimmschen Märchen in die Gegenwart versetzt sind. Das ist lustig, charmant und anrührend, manchmal zum Brüllen komisch, weil es die Widersprüche des Jungseins so wunderbar durchspielt.
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Gleichwohl steckt immer etwas Melancholisches in dieser Deutschlandreise: Denn es ist natürlich ein Rite de Passage, eine Verwandlung geht mit den Helden vor sich. Man kann das Erwachsenwerden nennen, aber das klänge zu banal. Die Helden lernen, dass sie für sich und einander einstehen müssen – und dass es Verbundenheit und sogar Liebe geben kann, die nichts mit dem Second-Hand-Gefühl von Vorabendserien zu tun hat. Und das wichtigste und niederschmetterndste:
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Sie erfahren, dass alles endlich ist, dass auch dieser Sommer vorbeigehen wird. Einmal begegnen sie einer Seniorenreisegruppe, und Maik fragt sich, warum aus allen Leuten „beige Rentner“ werden. „Ein paar werden auch damals schon öde und hässlich gewesen sein. Aber auch die Öden und Hässlichen haben mit ihrem Leben wahrscheinlich mal was vorgehabt, die hatten sicher auch Pläne für die Zukunft. Und auch die ganz Normalen hatten Pläne für die Zukunft, und was garantiert nicht in diesen Plänen
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stand, war, sich in beige Rentner zu verwandeln.“
Immer wieder, ganz behutsam erzählt, gelangen die Figuren an solche Punkte, an denen ein Stoppschild steht – wo das Verständnis aufhört, weil es um Unaussprechliches geht, um die Einsamkeit und um den Tod. Und darum, wie man trotzdem sein Leben in die Hand nehmen kann. Leider endet dieser Roman. Wenn man mit Herrndorfs Helden einmal im klapprigen Lada aufgebrochen ist, möchte man am liebsten
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immer weiterfahren.

Worterklärungen
kokettieren: sich mit etwas interessant machen
Lada: russische Automarke
Walachei: Region in Rumänien
Rite de Passage: Übergang zwischen zwei Lebensphasen
#romanauszug#tschick#leseverstehen
1.
Die Buchbesprechung besteht aus Inhaltsangabe und Beurteilung. Gib für folgende Zeilen an, ob nacherzählt oder beurteilt wird:
Zeilen 1-23:
Zeilen 24-29:
Zeilen 30-40:
Zeilen 41-45:
2.
Die Hauptfiguren des Jugendromans sind zwei Jungs namens Maik und Tschick. Welche Informationen bekommst du in der Buchbesprechung über sie?
Die Jungs sind 14 Jahre alt.
Maiks Mutter besucht jährlich eine Alkoholentzugsklinik.
Tschick ist halb russisch, halb deutsch.
Tschick wird von den Schulkameraden kaum beachtet.
Maik kommt manchmal betrunken in die Schule.
Die Jungs sind Außenseiter.
Maik und Tschick fahren durch den Süden der USA.
Auf einer Mülldeponie treffen sie ein Mädchen.
3.
Warum machen Maik und Tschick eine Abenteuerreise? Antworte in vollständigen Sätzen.
4.
Was erfährt man über Maiks Eltern? Antworte in vollständigen Sätzen.
5.
Was erleben die Jungs auf ihrer Reise? Antworte in vollständigen Sätzen.
6.
Der Verfasser der Buchbesprechung meint, der Roman komme richtig in Fahrt und man "möchte am liebsten immer weiterfahren". Wie begründet er seine Einschätzung und wie nicht? Kreuze entsprechend an.
Herrndorfs Sprache ist ganz nah dran am Denken und Fühlen seiner Helden.
Die Geschichte entwickelt sich schnell.
Man kann von Herrndorfs Sprache süchtig werden.
Das Buch ist so spannend, dass man es nicht weglegen kann.
Die verrückten Situationen machen die Geschichte so brillant.
7.
Der Verfasser sagt über den Schreibstil des Autors: Herrndorf erzählt die Geschichte „fremd und ungesehen“. Erkläre, was er damit meint.
#erklären
8.
Erkläre mit eigenen Worten, was die Helden auf ihrer Reise lernen.
#erklären
9.
Welches Ziel scheint der Verfasser mit seiner Buchbesprechung zu verfolgen? Kreuze an und begründe deine Entscheidung. Der Verfasser…
rät zum Kauf des Buches.
rät vom Kauf des Buches ab.
empfiehlt das Buch für einen bestimmten Leserkreis.
Begründung:
#begründen
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Abenteuerreise ins eigene Leben

Buchbesprechung - Wolfgang Herrndorf: „Tschick“

1.
Die Buchbesprechung besteht aus Inhaltsangabe und Beurteilung. Gib für folgende Zeilen an, ob nacherzählt oder beurteilt wird:
Zeilen 1-23: Nacherzählt.
Zeilen 24-29: Beurteilt.
Zeilen 30-40: Nacherzählt.
Zeilen 41-45: Beurteilt.
2.
Die Hauptfiguren des Jugendromans sind zwei Jungs namens Maik und Tschick. Welche Informationen bekommst du in der Buchbesprechung über sie?
Die Jungs sind 14 Jahre alt.
Maiks Mutter besucht jährlich eine Alkoholentzugsklinik.
Tschick ist halb russisch, halb deutsch.
Tschick wird von den Schulkameraden kaum beachtet.
Maik kommt manchmal betrunken in die Schule.
Die Jungs sind Außenseiter.
Maik und Tschick fahren durch den Süden der USA.
Auf einer Mülldeponie treffen sie ein Mädchen.
3.
Warum machen Maik und Tschick eine Abenteuerreise? Antworte in vollständigen Sätzen:

Maik und Tschick wissen, dass ihre Reise gefährlich werden kann, trotzdem wagen sie sie. Die beiden Jungs sind mitten in der Pubertät, sie wissen noch nicht genau wer sie sind und wie ihre Zukunft aussehen wird. Diese Reise ist eine Reise in ihr "Ich", sie wollen zu sich finden und sich selbst besser kennenlernen.
Sie wollen ihre Freiheit finden und ihre Grenzen erfahren, indem sie gegen alle Regeln verstoßen und bei alldem herausfinden, was Glück ist.
4.
Was erfährt man über Maiks Eltern? Antworte in vollständigen Sätzen.

Maiks Vater ist nett, aber überfordert; vielleicht mit seinem Sohn, vielleicht sogar mit Maiks Mutter, die alkoholkrank ist. Maiks Mutter besucht jedes Jahr eine Alkoholentzugsklinik. Da sie jährlich in die Klinik muss, deutet das darauf hin, dass sie nicht loskommt von ihrer Alkoholsucht und rückfällig ist.
5.
Was erleben die Jungs auf ihrer Reise? Antworte in vollständigen Sätzen.

Die Reise der beiden Jungen ist eine Irrfahrt. Sie kommen in absurde Situationen, treffen auf merkwürdige Menschen und sehen unwirkliche Landschaften. Auf einer Mülldeponie treffen sie auf ein nerviges, aber feenhaftes Mädchen und im Braunkohlerevier irren sie durch ein leeres, verlassenes Dorf. Sie durchstreifen sogar Wälder, die an verzauberte Wälder aus den Märchen der Gebrüder Grimm erinnern.
6.
Der Verfasser der Buchbesprechung meint, der Roman komme richtig in Fahrt und man "möchte am liebsten immer weiterfahren". Wie begründet er seine Einschätzung und wie nicht? Kreuze entsprechend an.
Herrndorfs Sprache ist ganz nah dran am Denken und Fühlen seiner Helden.
Die Geschichte entwickelt sich schnell.
Man kann von Herrndorfs Sprache süchtig werden.
Das Buch ist so spannend, dass man es nicht weglegen kann.
Die verrückten Situationen machen die Geschichte so brillant.
7.
Der Verfasser sagt über den Schreibstil des Autors: Herrndorf erzählt die Geschichte „fremd und ungesehen“. Erkläre, was er damit meint:

Die beiden Jungen reisen durch den Osten Deutschlands, es sind bekannte Orte, die es wirklich gibt, doch der Autor erzählt die Geschichte so, dass Bekanntes neu und anders erscheint. Das Vertraute wird in diesem Roman zum Fremden und Andersartigen. Der Autor erschafft durch die Augen seiner Helden eine neue Sicht auf das Bekannte.
8.
Erkläre mit eigenen Worten, was die Helden auf ihrer Reise lernen.
Tipp
Lies dir noch einmal die Stellen der Buchbesprechung durch, die sich auf die Frage beziehen und lass deinen Gedanken freien Lauf. Hier sind verschiedene Antworten möglich!
Tipp
Lies dir noch einmal die Stellen der Buchbesprechung durch, die sich auf die Frage beziehen und lass deinen Gedanken freien Lauf. Hier sind verschiedene Antworten möglich!
Maik und Tschick sind erst 14 Jahre alt, trotzdem machen sie sich allein auf eine Reise durch Ostdeutschland. Sie suchen die Freiheit und wollen herausfinden was Glück ist. Auf ihrer Reise kommen sie dem Erwachsenwerden ein großes Stück näher. Sie erkennen, dass sie ihr Leben in ihrer eigenen Hand haben und für sich selbst geradestehen, also Verantwortung übernehmen müssen.
Sie lernen, was Freundschaft noch bedeutet, nämlich dass man wirklich miteinander verbunden sein kann und sie lernen den Unterschied zwischen der Liebe, die es in der realen Welt geben kann, zu der Liebe, die sie nur aus dem Fernsehen kennen.
Sie machen Pläne für ihre Zukunft und werden sich darüber klar, dass nichts unendlich ist, weder ihre eigene Jugend, noch ihre Reise oder der Sommer.
9.
Welches Ziel scheint der Verfasser mit seiner Buchbesprechung zu verfolgen? Kreuze an und begründe deine Entscheidung. Der Verfasser…
rät zum Kauf des Buches.
rät vom Kauf des Buches ab.
empfiehlt das Buch für einen bestimmten Leserkreis.
Begründung:
Tipp
Wie wirkt die Buchbesprechung auf dich? Hier ist deine Meinung gefragt! Auch hier sind verschiedene Antworten möglich.
Tipp
Wie wirkt die Buchbesprechung auf dich? Hier ist deine Meinung gefragt! Auch hier sind verschiedene Antworten möglich.
Der Verfasser der Buchbesprechung empfiehlt den Roman keinem bestimmten Leserkreis, er möchte jedem das Buch ans Herz legen. Zwar sind die Helden des Romans 14-Jährige Jungen, die erst erwachsen werden müssen, doch spricht diese Thematik nicht nur Jugendliche an. Auch Erwachsene waren einmal in der Pubertät und werden sich in Maiks und Tschicks Sorgen und Problemen sicherlich wiederfinden.
Die Sprache ist mitreißend und interessant, die von den Jungen besuchten Orte, besonders und anders. Der Roman ist lustig, aber behandelt auch ernste Themen. Es sind Themen, die in jedem Lebensabschnitt Bedeutung haben: Liebe, Suche nach Glück, Freundschaft, Leben und Tod.
Es ist eindeutig, was der Verfasser der Buchbesprechung ausdrücken will: Dieses Buch sollte von jedem gelesen werden!
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