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Aufgabe 4

Aufgaben
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Basel

Aufgabe 4
Abb. 1: Im Bahnhof von Basel.
Aufgabe 4
Abb. 1: Im Bahnhof von Basel.
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auf diesem Bahnhof einem Beamten auf den Fuß tratest, dann kamst du ins Kittchen.
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Hier durftest du nicht. Dort mußtest du. Und wer dieses Murren der Kanonen hörte, der wußte: da morden sie. Da schlagen sie sich tot. Ein halbes Stündchen weiter – da tobte der Mord. Hier nicht. Das hat keiner geschrieben, merkwürdig. Ich weiß ja nicht, wie sie das gemacht haben, dass die Kugeln der beiderseitigen Vaterländer nicht auf schweizer Gebiet abgeirrt sind, und manchmal sind sie ja wohl, und wenn ich nicht irre, hat es auch dadurch auf schweizer Seite einen Toten gegeben oder zwei. Es steht
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da von dem großen englischen Grotesk-Zeichner W. Heath Robinson in ›Some Frightful War Pictures‹ ein grandioses Blatt: »Ein schweizer Schäfer sieht einer Schlacht an der Grenze zu.« Da sitzt also der Schäfer inmitten seiner Bähbäh-Schafe und raucht eine Friedenspfeife, hinter sich hat er einen Topf mit schweizer Milch stehn, und auf dem benachbarten Berge steht eine Sennerin mit etwas Ziege, und ein kleiner Mann jodelt Noten in die Luft … Die Grenze aber ist ein scharfer, punktierter Strich. Und hinter
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dieser Grenze, da gehn sie aufeinander los, die Deutschen und die Engländer, immer ganz genau an der Grenze entlang, und selbst die heruntergefallenen Mützen bleiben artig im Kriegsgebiet liegen und oben am Himmel ist ein wildes Gewimmel von Zepps1 und Flugzeugen, aber immer hübsch an der Wand lang und keinen Millimeter drüber. Und der Schäfer raucht. So ähnlich wird es ja wohl gewesen sein. Schade, dass das keiner geschrieben hat. Dieses Grausen, dieses Herzklopfen auf der einen Seite – und die
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die strenge Absperrung auf der andern … nichts ist ja schrecklicher, als eine Mordtat zu hören, die man nicht sehn kann. Und an diesen Wahnwitz denke ich immer, wenn ich auf dem Bahnhof zu Basel stehe.
Worterklärung:
1Zepps = Zeppeline
Quelle: Kurt Tucholsky: Basel. In: Die Weltbühne: Berlin, 22.12.1931, Nr. 51, S. 940.
#leseverstehen#kurttucholsky#kurzprosa
1.
Bestimme das Thema der Kurzgeschichte. Kreuze die passende Aussage an.
Der Wahnwitz des Krieges.
Die Deutsch-Schweizer Grenze ist gefährlich.
Verbrechen am Basler Bahnhof.
Der Deutsch-Schweizer Krieg.
2.
Warum werden die Schafe in Zeile 13 als „Bähbäh“ Schafe bezeichnet?
„Bähbäh“ steht lautsprachlich für Baby.
„Bähbäh“ Schafe sind eine spezielle Züchtung.
Die Schafe drücken die Abneigung des Autors dem Krieg gegenüber aus.
Der Schäfer heißt Herr Bähbäh.
3.
Welche zwei Nationen kämpfen an der Schweizer Grenze? Schreibe einen vollständigen Satz.
4.
Wie viele Personen tauchen in der Bildbeschreibung auf? Führe die Personen auf.
5.
„Und wer dieses Murren der Kanonen hörte, der wußte: da morden sie. Da schlagen sie sich tot. Ein halbes Stündchen weiter – da tobte der Mord. Hier nicht.“
Was bringt dieses Zitat zum Ausdruck?
6.
„[O]ben am Himmel ist ein wildes Gewimmel von Zepps und Flugzeugen, aber immer hübsch an der Wand lang“
Für was steht die „Wand“ in diesem Zitat?
#zitieren
7.
Wie wird im Text der idylillische Zustand in der Schweiz beschrieben?
Erläutere deine Antwort.
#erläutern
8.
Welche Aussagen treffen zu? Kreuze die richtige Antwort an.
Am Bahnhof von Basel starben viele Menschen.
Jeder hat den Wahnwitz des Krieges erkannt.
Es ist schlimm eine Mordtat zu hören, wenn man sie nicht sehen kann.
Der Autor des Textausschnitts ist Kurt Tucholsky.
Bildnachweise [nach oben]
[1]
https://de.wikipedia.org/wiki/Datei:Train_shed_Basel_SBB_station_Switzerland.jpg – Bahnhofshalle des Bahnhofs Basel (SBB), Christian Schröder, CC-BY-SA-3.0.
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Basel

Kurt Tucholsky: Basel

1.
Bestimme das Thema der Kurzgeschichte. Kreuze die passende Aussage an.
Der Wahnwitz des Krieges.
Die Deutsch-Schweizer Grenze ist gefährlich.
Verbrechen am Basler Bahnhof.
Der Deutsch-Schweizer Krieg.
2.
Warum werden die Schafe in Zeile 13 als „Bähbäh“ Schafe bezeichnet?
„Bähbäh“ steht lautsprachlich für Baby.
„Bähbäh“ Schafe sind eine spezielle Züchtung.
Die Schafe drücken die Abneigung des Autors dem Krieg gegenüber aus.
Der Schäfer heißt Herr Bähbäh.
3.
Welche zwei Nationen kämpfen an der Schweizer Grenze? Schreibe einen vollständigen Satz:
An der Schweizer Grenze kämpfen die deutschen gegen die englischen Truppen.
4.
Wie viele Personen tauchen in der Bildbeschreibung auf? Führe die Personen auf:
Der Schäfer, die Sennerin, ein kleiner Mann, deutsche Soldaten, englische Soldaten.
5.
„Und wer dieses Murren der Kanonen hörte, der wußte: da morden sie. Da schlagen sie sich tot. Ein halbes Stündchen weiter – da tobte der Mord. Hier nicht.“
Was bringt dieses Zitat zum Ausdruck?
Tipp
Lass das Zitat auf dich wirken. Hier ist deine eigene Meinung gefragt!
Tipp
Text
Das Zitat wirkt ironisch. Zwar ist der Baseler Bahnhof sehr nah an der Schweizer Grenze, trotzdem hört man an diesem Ort nur den Krieg und sieht ihn nicht. Der Bahnhof scheint sicher, denn das Morden ist schließlich eine halbe Stunde entfernt. Aber es ist Selbsttäuschung, ein Irrtum. Auch der Bahnhof befindet sich im Krieg und das Töten ist nicht weit entfernt.
6.
„[O]ben am Himmel ist ein wildes Gewimmel von Zepps und Flugzeugen, aber immer hübsch an der Wand lang“
Für was steht die „Wand“ in diesem Zitat?
Die Wand steht hier für den Horizont.
7.
Wie wird im Text der idylillische Zustand in der Schweiz beschrieben?
Erläutere deine Antwort.
In Zeile 9-10 wird beschrieben, dass kaum eine Kugel ins Schweizer Gebiet gelandet ist. Dort gab es nur sehr wenige Tote, obwohl die Schweizer Grenze, an der viele Soldaten ihr Leben ließen, sehr nah war.
Besonders durch die Beschreibung des im Text erwähnten Bildes "Ein schweizer Schäfer sieht einer Schlacht an der Grenze zu" in den Zeilen 12-15 wird der idyllische Zustand beschrieben. Ein Schäfer mit seinen Schafen und seiner Milch schaut Soldaten beim töten zu und raucht eine Friedenspfeiffe dabei. Eine Sennerin und ihre Ziegen und ein singender Mann schauen auch zu. Angst scheint hier keiner zu haben, obwohl sie sich alle in Sichtweite der Soldaten befinden.
Das Bild ist eine ländliche Beschreibung, genauso wie man sich die Schweizer Berge vorstellt. Obwohl auch eine Schlacht darauf abgebildet ist, scheint diese im Hintergrund kaum eine Rolle zu spielen.
8.
Welche Aussagen treffen zu? Kreuze die richtige Antwort an.
Am Bahnhof von Basel starben viele Menschen.
Jeder hat den Wahnwitz des Krieges erkannt.
Es ist schlimm eine Mordtat zu hören, wenn man sie nicht sehen kann.
Der Autor des Textausschnitts ist Kurt Tucholsky.
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