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Aufgaben
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Grenzerfahrung des Ich

Erlaubte Hilfsmittel:
  1. ein Wörterbuch der deutschen Rechtschreibung
  2. eine Liste der fachspezifischen Operatoren
  3. Schiller: Die Jungfrau von Orleans
  4. Timm: Halbschatten
Tipp
Erlaubte Hilfsmittel:
  1. ein Wörterbuch der deutschen Rechtschreibung
  2. eine Liste der fachspezifischen Operatoren
  3. Schiller: Die Jungfrau von Orleans
  4. Timm: Halbschatten
$\blacktriangleright\;$ Aufgabenstellung:
1.
Fasse den Text zusammen und analysiere ihn. Berücksichtige dabei inhaltliche und sprachlich-formale Aspekte. (Material)
(35 BE)
#zusammenfassen#analysieren
2.
Stelle gegenüber, wie der Ich-Erzähler aus Schnurres Erzählung (Material) und Johanna aus Schillers „Die Jungfrau von Orleans“ ihr Ich vor dem Hintergrund ihrer Kriegserfahrungen erleben.
(35 BE)
#schiller#ich-erzähler#diejungfrauvonorleans#nachkriegsliteratur
3.
Schnurres Ich-Erzähler stellt die These auf: „Wer die Liebe nicht hat, hat auch das Leben nicht.“ (Material)
Diskutiere, inwiefern diese These auf das Scheitern zwischenmenschlicher Beziehungen bei Schillers Johanna und Marga von Etzdorf aus Uwe Timms Roman „Halbschatten“ zutrifft.
(30 BE)
#diskutieren#halbschatten#these#schiller
Material

Wolfdietrich Schnurre: „Unterm Fallbeil der Freiheit“ (1946)

$\,$
Furchtbar ist das mit mir. Immer habe ich das Gefühl, ich bin nur auf Urlaub zu
Hause. Wenn es klingelt, bekomme ich Herzklopfen. Dauernd habe ich Angst, es
könnte einer kommen, der mir die Abfahrt befiehlt oder mich verhaftet, weil das Da-
tum gefälscht ist auf meinem Schein. Neulich mußte ich nach Nauen1, Kartoffeln be-
5
sorgen. Ich bin fast verrückt geworden während der Fahrt. Ich kann keinen Zug mehr
sehen. Ich denke immer, ich sitze im Fronturlauber nach Lemberg2. Diese Unrast
macht einen kaputt. Ich zittre um jede Kleinigkeit. Ich bin unfähig, klare Entschlüsse
zu fassen. Ich brauche Ewigkeiten, um mich zu etwas aufzuraffen. Die mich kennen,
nennen das willensschwach. Bestimmt haben sie recht; aber hilft einem das?
10
Neuerdings zucke ich auch wieder vor Uniformen zusammen. Eine Weile war es
weg; aber jetzt ist es wiedergekommen. Ich kann nichts dagegen tun. Denn das bin
ich nicht selber, das ist der Muschkote3 in mir. Vor dem bin ich machtlos. Ja, er mel-
det sich wieder; er hat ausgeschlafen, er war gar nicht tot. Ich merke es, wenn ich
mich unterhalte; wie er da beipflichtet; wie er sich da an die Wand drücken läßt, der
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Strolch. Ständig habe ich Minderwertigkeitskomplexe durch ihn. Er macht mich un-
fähig, im andern einen Gleichgestellten zu sehen. Es gibt keinen Gleichgestellten, es
gibt nur Überlegene, Besserwisser und Vorgesetzte für ihn: Korporale, Feldwebel,
Offiziere. Vor denen preßt er die Hände an die Schenkel und schlägt die Hacken zu-
sammen.
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Ich bin kein Psychiater. Aber man will sich auch nicht aufgeben. Ich begehe infolge-
dessen das Dümmste, was man in so einem Fall nur tun kann; ich versuche mehr aus
mir zu machen, als ich bin. Hinterher dann könnte ich mich ohrfeigen und sterbe
beinah vor Scham. Das Ergebnis: Ich kapsle mich ab. Ich werde menschenscheu.
Statt nun aber, wie es logisch wäre, mich selber zu hassen, hasse ich die andern: die
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„Kameraden“ vor allem, die „Kumpel“, die ewigen Du-Sager.
Ich weiß, gerade in ihnen sehe ich mich selber. Ich rede mir zwar ein, ich will nicht
an die Vergangenheit erinnert werden. Aber ich spüre: Dieser hohlwangige Stoppel-
bart, dieser zotenselige Einbeinige, dieser schweißstinkende Weißt-du-noch-Mann,
die sind ja auch alle in mir. Ihre Unsicherheit ist meine Unsicherheit. Ihre Verkom-
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menheit ist meine Verkommenheit. Ihre Erlebnisse sind meine Erlebnisse. Ich gehöre
zu ihnen.
Aber ich will nicht zu ihnen gehören. Ich will wieder „ich“ und nicht dauernd „wir“
denken müssen. Ich will raus aus der Herde. Ich habe sie satt, die Kameradschaft der
Unseligen. Ebenso wie ich die Heilgebliebenen satt habe, die Sicheren, vor deren
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Forschheit mein letzter Rest Selbstbewußtsein zur Farce gefriert.
Soweit mußte es kommen. Und wie habe ich mich früher danach gesehnt, wirklicher
Menschenliebe teilhaft zu werden. Wie wollte ich im andern den Bruder, den Nächs-
ten erblicken. Und jetzt? Wie soll man leben mit diesem chaotischen Haß, mit dieser
verkarsteten Härte im Herzen? Ich verbreite nur Bedrückung um mich. Keiner Güte
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keiner Freundlichkeit bin ich mehr fähig. Was ich anfasse, wird grau. Was ich sage,
klingt schrill. Ich bin ständig mit mir selber zerfallen.
Ja, wenn man ihn abwürgen könnte, den zählebigen Befehlsempfänger in einem.
Aber das ist es ja: Er ist gefeit. Er hat hundert Gesichter. Eins demoliert man ihm;
gleich grinst er mit einem Dutzend andrer. Ich erkenne sie wieder; oft genug haben
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sie sich im Kriege verzerrt. Und er versteht sie zu tragen, sie passen ihm alle: Er ist
die Unsicherheit, er ist die Prahlsucht. Er ist die Verwahrlosung, er ist der Argwohn.
Er ist die Zähigkeit, er ist die Schwäche. Er ist die Niedertracht, er ist die Feigheit.
Unterwerfung, Befehlslust; Grausamkeit, Selbstmitleid; Knechtssinn und Herren-
allüren - alles geht auf sein Konto.
50
Ich weiß das; ich spüre ja mein besseres Ich noch; ich merke, wie es sich wehrt. […]
[Ich bin] meinen gefallenen Freunden unleidlicher denn je. Nämlich ich weiß: Wer
die Liebe nicht hat, hat auch das Leben nicht. Doch ich will es nicht wahrhaben, daß
ich verloren bin. Und wenn ich es in den Gesichtern meiner Toten erkenne, schreie
ich es nieder. Sie sollen lügen. Ich will betrogen werden. Ich will, daß man davon
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spricht, ich sei gut. Ich würde es nicht glauben. Aber es hätte doch mal einer gesagt.
[…]
Und dann dieser Nebel, dieser furchtbare Nebel jetzt immer, der einem selbst hier,
zwischen den Häusern, jedes Gefühl der Geborgenheit nimmt. Nebel, das war das
Schlimmste. Nicht wegen der Angst, plötzlich dicht vor sich einen Russen die
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Maschinenpistole heben zu sehen. Sicher, diese Angst hatte man auch. Aber da war
noch eine andre: Die Angst vor der lähmenden Macht des Alls, dieser Macht, die
einen in der Ebene im Nebel mit Polypenarmen hinaufsaugt. Die einen loslöst vom
Festen und hochreißt ins Nichts. Deren Blicke die Blicke der Gefallenen sind, die
sterbend hinaufgestarrt haben. Und deren Stimmen das Fauchen des Schneesturms im
65
Drahtverhau, aber auch die unendliche Stille horizontweiter Ebenen ist.
Sicher, es gibt erleuchtete Fenster und Laternen jetzt nachts, tastende Autoschein-
werfer, helle Reklamen. Aber was nützt das. Wen die Verlorenheit erst einmal ge-
packt hat, den läßt sie auch zwischen Häusern nicht los. Ein einziger unvorsichtiger
Blick aus dem Fenster, und sie steigt herein, lautlos, riesig, und schiebt die Wände an
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die Ränder der Welt. Da hilft kein Buch in den Schneenächten jetzt, kein Manuskript;
diese lastende Grenzenlosigkeit hängt wie ein grau bauchiger Alp über einem.
Ich weiß nun nicht mehr, wie ich es länger ertragen soll. Ich möchte so gerne leben
und teilhaben an der Zuversicht andrer. Ich bin kein Pessimist von Haus aus; ich habe
früher auch manchmal gelacht. Und jetzt? Es ist sinnlos, noch Fragen zu stellen. Je
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krampfhafter ich mich an meine umdrohte Käfigexistenz klammre, desto mehr sterbe
ich ab. Die Erinnerung höhlt mich aus. Die Furcht nimmt mir den Atem. Ich kann
nicht mehr.

1 Nauen: Kleinstadt, nordwestlich von Berlin
2 Lemberg: Lwiw, Stadt in der westlichen Ukraine
3 Muschkote (Soldatensprache): ein einfacher Soldat der Infanterie, abwertend gemeint
Aus: Wolfdietrich Schnurre: Unterm Fallbeil der Freiheit.
In: Schreibtisch unter freiem Himmel. Polemik und Bekenntnis.
Olten: Walter Verlag 1964.
Hinweise: Wolfdietrich Schnurre (1920-1989) wuchs in Frankfurt am Main und Berlin auf und erlebte die politischen Unruhen am Ende der Weimarer Republik sowie die Machtergreifung der Nationalsozialisten. Nach einem mehrjährigen Fronteinsatz im Zweiten Weltkrieg kehrte er 1945 nach Berlin zurück. Er arbeitete als Journalist und freier Schriftsteller. Die vorliegende Erzählung trägt autobiografische Züge.
Die Rechtschreibung entspricht der Textvorlage.
#nachkriegsliteratur#kurzprosa
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Da deine Aufgabe im Abitur in drei Teilaufgaben gegliedert ist, solltest du auch deine Bearbeitungszeit so einteilen, dass du alle Aufgaben bearbeiten kannst. Hierbei ist es wichtig, die Punktevergabe zu beachten. Versuche alle drei Teilaufgaben so zu verfassen, dass die jeweiligen Einleitungen Übergänge zu den vorherigen Absätzen bilden und der Lesefluss nicht unterbrochen wird.
Aufgabenstellung:
1.
Fasse den Text zusammen und analysiere ihn. Berücksichtige dabei inhaltliche und sprachlich-formale Aspekte. (Material)
(35 BE)
Die Zusammenfassung des Textes sollte nach Sinnabschnitten, in eigenen Worten und im Präsens erfolgen. Im Anschluss solltest du die Struktur und sprachliche Mittel analysieren.
2.
Stelle gegenüber, wie der Ich-Erzähler aus Schnurres Erzählung (Material) und Johanna aus Schillers „Die Jungfrau von Orleans“ ihr Ich vor dem Hintergrund ihrer Kriegserfahrungen erleben.
(35 BE)
Die Unterschiede im Ich, obwohl beide Figuren Kriegserfahrungen haben sind eindeutig. Versuche dennoch die verschiedenen Unterschiede zu definieren und aspektorientiert zu betrachten. Nutze außerdem Zitate, um deine Aussagen zu untermalen.
3.
Schnurres Ich-Erzähler stellt die These auf: „Wer die Liebe nicht hat, hat auch das Leben nicht.“ (Material)
Diskutiere, inwiefern diese These auf das Scheitern zwischenmenschlicher Beziehungen bei Schillers Johanna und Marga von Etzdorf aus Uwe Timms Roman „Halbschatten“ zutrifft.
(30 BE)
Die Diskussion im letzten Teil der Abiturprüfung sollte Pro- und Kontraargumente zu den beiden Figuren Marga und Johanna enthalten. Stelle die Situation vor und nach der Begegnung mit den jeweiligen Männern, in die sich die Protagonistinnen verlieben, dar.
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Grenzerfahrung des Ich

Tipp
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Tipp
Da deine Aufgabe im Abitur in drei Teilaufgaben gegliedert ist, solltest du auch deine Bearbeitungszeit so einteilen, dass du alle Aufgaben bearbeiten kannst. Hierbei ist es wichtig, die Punktevergabe zu beachten. Versuche alle drei Teilaufgaben so zu verfassen, dass die jeweiligen Einleitungen Übergänge zu den vorherigen Absätzen bilden und der Lesefluss nicht unterbrochen wird.
$\blacktriangleright\;$ Aufgabenstellung:
1.
Fasse den Text zusammen und analysiere ihn. Berücksichtige dabei inhaltliche und sprachlich-formale Aspekte. (Material)
(35 BE)
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Die Zusammenfassung des Textes sollte nach Sinnabschnitten, in eigenen Worten und im Präsens erfolgen. Im Anschluss solltest du die Struktur und sprachliche Mittel analysieren.
Tipp
Die Zusammenfassung des Textes sollte nach Sinnabschnitten, in eigenen Worten und im Präsens erfolgen. Im Anschluss solltest du die Struktur und sprachliche Mittel analysieren.
Wolfdietrich Schnurrer lebte von 1920 bis 1989 und erlebte in dieser Zeit viele verschiedene Formen von politischer Unruhe in Deutschland. Das Ende der Weimarer Republik, das NS-Regime, der Zweite Weltkrieg, bei dem er selbst mehrere Jahre an der Front kämpfte, und die Spaltung Deutschlands mit allen Facetten haben sein Leben und sein Werk geprägt.
1946, ein Jahr nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs, verfasste er die Erzählung „Unterm Fallbeil der Freiheit“.
Der Protagonist des Textes ist ein Kriegsrückkehrer, der ein Resümee über seine Eindrücke zurück in der alten Welt gibt. Er ist sich selbst fremd und verzweifelt. Hier hat das Werk autobiografische Züge.
Aufgabe 1
Einleitung
Der Ich Erzähler stellt in dem Text Gefühle und Gedanken zur Rückkehr nach den Kriegserfahrungen in erlebter Rede dar. Inhaltlich lässt sich der Text in zwei größere Abschnitte (Z. 1-56 und Z. 57-77) unterteilen.
Im ersten Teil wird dargestellt, wie sich der Charakter des Protagonisten nach der Rückkehr änderte. Er fürchtet, dass seine Freiheit nur Einbildung sei, dass er nur auf Urlaub (Z. 1) sei. Er fühlt sich rastlos und findet „[d]ie Unrast macht einen kaputt“ (Z. 6f.). Dennoch ist er zum wirklichen Handeln zu gelähmt und „unfähig, klare Entschlüsse zu fassen“ (Z. 7f.).
Die Rolle des untergeordneten Soldaten, der bedingungslos gehorcht verfolgt ihn. „Neuerdings zucke ich auch wieder vor Uniformen zusammen“ (Z. 10), sagt er und zeigt, nicht nur die Kriegserinnungen durch den Gegner, sondern auch seine Situation im eigenen Militär belastet ihn noch immer. Er fühlt sich minderwertig, denn es „gibt keine Gleichgestellten“ (Z. 16). Er schämt sich für sein überhebliches Verhalten und zieht sich aufgrund dessen aus der Öffentlichkeit zurück.
Er projiziert seine Wut auf seine Kameraden, die „ewigen Du-Sager“ (Z. 25) macht er für seine Situation verantwortlich, da sie ihm sein eigenes Verhalten vorführen. Der Drill beim Militär hat den Soldaten ihre Würde genommen, sie werden mit einer „Herde“ verglichen, die kopflos folgen und nichts menschliches mehr haben.
Der Protagonist hat die Fähigkeit zur Menschenliebe, die er im Krieg noch hatte, verloren. „Keiner Güte, keiner Freundlichkeit bin ich mehr fähig“ (Z. 39f.) äußert er und ist sich bewusst, dass er zu diesem Zustand nicht zurück kann, da die Veränderung in ihm zu viele Facetten hat, „[e]r hat hundert Gesichter“ (Z. 43).
Nun wechselt die Darstellung und in einem zweiten Teil wird die Sprache metaphorischer. Nebel verbildlicht die undurchsichtige Lage des Protagonisten. Er empfindet Leere und Stille. Die Leere verursacht Angst, „[d]ie Angst vor der lähmenden Macht des Alls“ (Z. 61). Die „lastende Grenzenlosigkeit“ (Z. 71) und die neue Freiheit überfordern den Protagonisten. Angst, Leere und die Erinnerung sorgt für seine Verzweifelung.
Hauptteil
Zusammenfassung
Dass die Kriegserlebnisse prägend für die Handlung sind, ist eindeutig zu erkennen. Der Rahmen entsteht durch das einleitende Adverb „furchtbar“ (Z. 1) und dem Schluss „Ich kann nicht mehr“ (Z. 76f.). Das Gefühl der Sinnlosigkeit und Ohnmacht ist also von Beginn bis zum Ende unverändert, zeigt sich währenddessen nur aus verschiedenen Blickwinkeln.
Durch die erlebte Rede, Gedankenströme, kurze Ausrufe und rhetorischen Fragen ist der Leser nah an den Erlebnissen des Ichs. Sachverhalte werden nicht realisisch geschildert, sondern Gefühle und kurze Impressionen verleiten zum Nachempfinden. Es erscheint nicht nur so, als würde der Protagonist mit sich selbst sprechen, sondern so als würde er sich vor einem anderen Menschen darstellen, fast rechtfertigen. („Ich bin kein Psychiater“ (Z. 20) oder „Soweit mußte es kommen“ (Z. 36))
Der Wechsel zwischen Rede und Gegenrede, häufig durch das adversative „Aber“ (Z. 9, 11, 26, 60 …) verdeutlicht, zeigt die gespaltene Situation des lyrischen Ichs. Dem Ich ist unklar, ob es in der alten Kriegswelt oder der neuen Welt ankommen muss. Die Unterschiede zwischen den anderen Kameraden und ihm selbst sind nicht existent. Das wird deutlich durch die Parallelsätze: „Ihre Unsicherheit ist meine Unsicherheit. Ihre Verkommenheit ist meine Verkommenheit. Ihre Erlebnisse sind meine Erlebnisse.“ (Z. 29f.).
Fragen zeigen die Verzweifelung, bleiben aber offen und unbeantwortet. „Und jetzt?“ (Z. 38), die Gegenwart überfordert den Protagonisten, die Leere und der Nebel, der sich zunächst auf die Kriegsbedingungen bezieht, aber dann als Metapher dient (vgl. Z. 57). Der Nebel macht dem Ich-Erzähler anders Angst als die Maschinenpistolen. Die Existanzangst und dass Nichts sind beängstigender als die Todesangst im Krieg, da sie weniger greifbar und unsicherer sind.
„Sicher, diese Angst hatte man auch“ (Z. 60). Das unpersönliche Pronomen ‚man‘ und ‚einen‘ („das macht einen kaputt“ (Z. 7)) wird häufig verwendet, zeigt einmal die Umgangssprache aber auch die Anonymität als einzelner Soldat in der Gruppe. Die Gefühle sind allgemeingültig und nicht zu hinterfragen.
Neben der Umgangssprache, wie auch die wenig konkrete Aussagen „Ich habe sie satt“ (Z. 33) und „Nämlich ich weiß […]“ (Z. 51) wird auch elaborierte Sprache wie beispielsweise der Konjunktiv bei der Aussage, „daß man davon spricht, ich sei gut“ (Z. 54f.). Außerdem sind Genitivkonstruktionen („wirklicher Menschenliebe teilhaft […] werden“ (Z. 36 und vergleiche Z. 73)) eher formale Sprache. Dieser Kontrast in der Sprachverwendung zeigt die zwei Leben, zwischen denen das Ich steht.
Auch der zeitliche Aspekt spielt immer wieder eine Rolle. Das Ich spürt „sein besseres Ich noch“ (Z. 50), allerdings wird dieses bessere Ich verschwinden, wenn sich an den Lebensumständen und der Wahrnehmung der Realität nichts ändert. Wenn dann „dieser furchtbare Nebel jetzt immer“ (Z. 57) kommt, also die Angst aus dem Krieg nun für immer bleibt, dann ist eine Aussichtslosigkeit damit verbunden, die durch die Metapher sprachlich greifbar wird. Das Adverb „furchtbar“ (Z. 1) wird hier als Attribut wieder aufgegriffen.
Ebenfalls im Bildbereich ist die Personifikation der „Verlorenheit“ (Z. 67) wichtig, die als lautlos und riesig (vgl. Z. 69) beschrieben wird. Das Ich kann sich nicht gegen diese Leere aufbäumen, die immer und überall unerwartet in sein Leben tritt.
Analyse
Schon im Titel wird der Sehnsuchtsbegriff der Freiheit mit dem Fallbeil in Verbindung gebracht. Nach dem Krieg ist der Protagonist mit der Freiheit in der Gesellschaft überfordert, weiß sie nicht einzuordnen, kann sich nicht von dem Kameradschaftsgefühl trennen und ihm fehlt Sicherheit. Dieser Zustand wird mit dem Neologismus der „Käfigexistenz“ (Z. 75) auf den Punkt gebracht. Bei der neu gewonnen Freiheit fehlen Geborgenheit und Sicherheit, um ein soziales Umfeld zu etablieren.
Schluss
#sinnabschnitte
2.
Stelle gegenüber, wie der Ich-Erzähler aus Schnurres Erzählung (Material) und Johanna aus Schillers „Die Jungfrau von Orleans“ ihr Ich vor dem Hintergrund ihrer Kriegserfahrungen erleben.
(35 BE)
Tipp
Die Unterschiede im Ich, obwohl beide Figuren Kriegserfahrungen haben sind eindeutig. Versuche dennoch die verschiedenen Unterschiede zu definieren und aspektorientiert zu betrachten. Nutze außerdem Zitate, um deine Aussagen zu untermalen.
Tipp
Aufgabe 2
Die Unterschiede im Ich, obwohl beide Figuren Kriegserfahrungen haben sind eindeutig. Versuche dennoch die verschiedenen Unterschiede zu definieren und aspektorientiert zu betrachten. Nutze außerdem Zitate, um deine Aussagen zu untermalen.
Die romantische Tragödie Friedrich Schillers, „Die Jungfrau von Orléans“ hat mit Johanna als Titelheldin eine tragische Figur, die sich mit übermenschlichen Kräften im Krieg für ihr französisches Vaterland einsetzt und schließlich stirbt. Sie überlebt den Krieg nicht und stirbt als Heldin, während der Protagonist bei Schnurr als einer von vielen Kriegsheimkehrern seine Erinnerungen reflektiert.
Aufgabe 2
Einleitung
Johanna weist erst ab dem Zeitpunkt Gemeinsamkeiten zu der Situation des Protagonisten auf, als sie sich auf dem Schlachtfeld in Lionel verliebt (vgl. III, 10). Erst ab dem Zeitpunkt ist sie menschlich und verletzbar. Nun lebt sie einen inneren Konflikt zwischen ihrer Rolle als Kämpferin und ihren Gefühlen. Genauso wie der Protagonist ist ihr ihre Position im Handlungsgefüge unklar. Dass Johanna jetzt in der Lage ist, zu lieben und sich dem Auftrag, als keusche Jungfrau zu kämpfen widersetzt, macht sie schuldig. Schuld ist auch eine zentrale Thematik in Schurres Erzählung.
Der Krieg als „furchtbarer Beruf“ (IV,1), der das Herz abhärtert ist auch das Problem des Protagonisten. Vor dem Krieg hatte er sich danach „gesehnt, wirklicher Menschenliebe teilhaft zu werden“ (Z. 37), genau wie Johanna, die im Krieg mordet und davor Nächstenliebe und Mitleid empfand.
Während bei Schnurres Protagonisten diese Gefühle verschwunden zu sein scheinen, sind sie bei Johanna zugunsten ihrer Rolle im Krieg unterdrückt. In beiden Fällen ist das Handeln im Krieg ein Handeln im Auftrag eines entweder irdischen oder wie bei Johanna himmlischen Auftraggebers. Der blinde Gehorsam (V. 2578f.) bringt Johanna zur Vollstreckung von Aufträgen und belastet den Protagonisten noch nach dem Krieg, „indem er wieder vor Uniformen zusammen[zuckt]“ (Z. 10).
Hauptteil
Gemeinsamkeiten
In dieser Form der Abhängigkeit besteht der zentrale Unterschied. Der Protagonist bei Schnurres ist einer von vielen, ein Soldat, der nichts besonderes ist, sondern mit gleichwertigen Kameraden im untersten Teil der Militärstruktur lebt. Hingegen ist Johanna einzigartig, sie ist berufen, ihr Vaterland zu retten und als Heldin den Krieg zu gewinnen. Sie ist eine absolute Ausnahmefigur, geleitet von Gott und somit in dessen Abhängigkeit. Sie handelt nicht selbstständig, sondern sie „treibt die Götterstimme“ (II, 8).
Sie hat etwas Magisches nahezu Übermenschliches. Im Gegensatz zu Schnurre idealisiert Schiller den Krieg und romantisiert die Handlungen der Protagonistin. Die Wahrnehmung ist verklärt und jede Handlung Johannas ist unerhöhrt und wunderbar, sie ist das „heil´ge Mädchen“ (I, 9).
Schnurre hingegen schildert ein realistisches Bild eines Kriegsrückkehrers und auch die Erinnerungen an den Krieg sind den realen Erlebnissen entsprechend. Die Magie, die bei Johanna mitschwingt, ist hier deutlich von einer negativen Bildlichkeit überlagert. Wenn der Protagonist zu bedenken gibt, alles „[w]as ich anfasse wird grau“ (Z. 40) steht dies im Kontrast zu der Glorifizierung Johannas.
Dazu passt die Wahrnehmung der Handlung. Der Protagonist bei Schnurre ist zwar vordergründig frei, aber begrenzt in seiner Handlungsfreiheit. Johanna hingegen scheint Grenzen überschreiten zu können und immer wieder über Normen hinaus zu aggieren. Wichtig ist, dass Johanna ersetzbar ist. Dadurch, dass ihre Berufung zur Heldin durch eine übernatürliche Instanz eingeleitet wurde, hätte jeder diese übermenschliche Kriegsheldin seien können. Johanna dient als Werkzeug und handelt nach Anweisungen. Diese Distanz zu sich selbst wird durch die Rede in der 3. Person Singular verdeutlicht. „Der Herr wird mit ihr sein“ (Prolog) verdeutlicht, inwieweit sie ihre Handlungen von ihren Interessen löst und dem Herrn überlässt.
Die Sinnfrage bei Schnurres Protagonisten steht dem gegenüber. Hier fragt sich der Protagonist, warum er überlebt, was ihn von sterbenden Kameraden unterscheidet und am Ende ist das Ich nicht von dem der anderen Kameraden zu trennen.
Unterschiede
Die Unterschiede liegen deutlich auf der Hand, Schnurres Protagonist ist einer von vielen, ein Kriegsrückkehrer, der dem Regime gehorcht hat und nun an der Sinnfindung scheitert, während Johanna einer höheren Instanz Gehorsam schenkt, durch die Liebe verletzlich und menschlich wird und schließlich im Krieg stirbt. Schiller idealisiert und romantisiert hierbei Schlachten und Kriege, wohingegen Schnurrer die Realität des Zweiten Weltkriegs verarbeitet. Johanna führt den Krieg als Heldin zu Ende, während Schnurres Ich-Erzähler als leidender und verzweifelter Kriegsrückkehrer alles in Frage stellt.
Schluss
3.
Schnurres Ich-Erzähler stellt die These auf: „Wer die Liebe nicht hat, hat auch das Leben nicht.“ (Material)
Diskutiere, inwiefern diese These auf das Scheitern zwischenmenschlicher Beziehungen bei Schillers Johanna und Marga von Etzdorf aus Uwe Timms Roman „Halbschatten“ zutrifft.
(30 BE)
Tipp
Die Diskussion im letzten Teil der Abiturprüfung sollte Pro- und Kontraargumente zu den beiden Figuren Marga und Johanna enthalten. Stelle die Situation vor und nach der Begegnung mit den jeweiligen Männern, in die sich die Protagonistinnen verlieben, dar.
Tipp
Die Diskussion im letzten Teil der Abiturprüfung sollte Pro- und Kontraargumente zu den beiden Figuren Marga und Johanna enthalten. Stelle die Situation vor und nach der Begegnung mit den jeweiligen Männern, in die sich die Protagonistinnen verlieben, dar.
„Wer die Liebe nicht hat, hat auch das Leben nicht“, behauptet der Protagonist in Schnurres Erzählung. Die Bedeutung der Liebe für die menschliche Lebensfähigkeit ist hier existenziell. Gemeint ist hiermit keine sexuell zu verstehende Liebe oder partnerschaftliche Liebe, sondern eine weiterführende Form der Liebe. Nächstenliebe und die Fähigkeit zur Emphatie. Selbstachtung ist dem Helden nicht mehr möglich, somit ist ihm auch die Menschenliebe unmöglich. Wer sich und sein Leben nicht mehr wertschätzen kann, ist nicht in der Lage Liebe zu empfinden oder zu empfangen.
Aufgabe 3
Einleitung
Marga von Etzdorf ist Flugpionierin und Protagonistin in Uwe Timms Roman „Halbschatten“. Sie ist voller Lebenskraft und Freude und empfindet eine nicht enden wollende Liebe zur Fliegerei. Diese Liebe ist für sie eine Form von Lebenselixier und somit mit dem Zitat in Zusammenhang zu bringen. Das Fliegen ist ihr größtes Glück und ihr Leben, so sagt sie, und sie riskiert alles für das Abenteuer und das Risiko zwischen Überleben und Sterben in der Luft.
Der Flug ist für sie das Leben wert und die Gefahr dabei bereitet ihr keine Angst. Im Gegenteil, die Extremsituationen sorgen dafür, dass sie sich lebendig fühlt. Sie möchte Orte besuchen, an denen zuvor niemand war, sie möchte Völker und Regionen der Welt kennennlernen und sie miteinander verbinden.
Bei der Liebe zum Fliegen ist es nicht verwunderlich, dass die Liebe zu einem Mann, eine Herausforderung für das Leben der Protagonistin ist und hier, wie auch bei Johanna, zu einem Unglück führt. Ihre Sicherheit und ihre Selbstständigkeit wird durch diese Liebe bedroht. Sie beherrscht die Technik, genauso wie es die männer in ihrem Umfeld tun. Außerdem ist sie mutig und entschlossen, Eigenschaften, die eher den männlichen Figuren im Roman zugeschrieben werden. Obwohl die Männer diese außergewöhnlich finden ist Marga gut in der Gesellschaft integriert. Ihre unbeschwerte und leichte Wirkung auf andere (vgl. S. 18) beeindruckt vor allem Miller und er erkennt eine gewisse Distanz zu sich selbst in ihrem Auftreten.
Die Liebe zu einem Mann verändert Margas Wahrnehmung, die bisher nur für ihren Beruf lebte. Die Gesprächsnacht im japanischen Garten, bei der sie Christian von Dahlem ihr gesamtes Leben anvertraut, führt dazu, dass Marga seine Sicht auf die Dinge reflektiert. Die Liebe in Berlin dient ihr als Vorbild und sie entwickelt eine starke Sehnsucht nach einer solchen Form von Zuneigung. Das dämmernde Licht im Gesprächsraum bietet hierbei Schutz, doch als sie die Situation verlassen, bleibt Margas Liebe unbeantwortet, während Dahlem Berlin mit einer anderen Frau verlässt.
Schlussendlich nimmt sich Marga das Leben. Ob die weitere Bruchlandung oder ihre verletzte Ehre Ursache ist, bleibt offen aber, dass sie ihre Zerstreutheit auch aus der Begegnung mit Dahlem resultiert, ist eindeutig. Die Begegnung mit der Liebe hat sie verletztlich gemacht, obwohl es sich nicht um eine gegenseitige Liebe handelte.
Hauptteil
Marga von Etzdorf
Diese Distanz zu sich selbst empfindet auch Johanna, in der Zeit, die sie im Sinne ihres Auftrags auf dem Schlachtfeld verbringt. Erst aus der Begegnung mit Lionel, der Begegnung mit einer Form von zwischenmenschlicher Liebe, die ihr bisher nicht bekannt war, bringt sie zu sich selbst. Ihr Leben, nicht im Auftrag eines Herren, sondern mit eigenen Gefühlen und Bedüfnissen entsteht durch die Liebe.
Dass Johanna bis dahin, ähnlich wie Marga, selbstbewusst und konsequent in den Krieg zieht, sozusagen eine Männerrolle übernimmt und dadurch den Engländern wie eine Kriegsgöttin erscheint, ist eine Parallele. Dennoch ist Johanna, anders als der Protagonist bei Schnurrer, nicht isoliert, sondern in der Gesellschaft integriert. Ein Leben ist ihr also durch diese Form der Liebe möglich.
Ab der Begegnung mit Lionel ändert sich die Situation. Sie empfindet ihre Liebe als Schuld und versagt sich die menschliche Liebe und überhöht sie dadurch. Sie gewinnt ihren Fokus und ihre Stärke durch diese Steigerung ins Erhabene. Diese Idealisierung bei Schiller passt zu der Darstellung Johannas als absolute Heldin.
Johanna
Beide Frauen leben zunächst ihre Leidenschaft und Liebe zur Berufung, dem Fliegen beziehungsweise dem Kampf für das Vaterland aus. Sie sind selbstbewusst und in ihrer Rolle emanzipiert. Die Begegnung mit einer zwischenmenschlichen Liebe zerstört Marga, da die Sehnsucht unerfüllt bleibt und überhöht Johanna, bis sie schließlich für ihr Land stirbt. Schiller konzipiert eine ideale Heldin, wohingegen der moderne Autor, Timm die verschiedenen menschlichen Entscheidungen und ihre Vielschichtigkeit aufzeigt.
Schluss
#argumentationsstruktur
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