Inhalt
Smarter Learning!
Inhalt
Bundesland, Schulart & Klasse
Bundesland, Schulart & Klasse
MV, Gesamtschule
Baden-Württemberg
Berufl. Gymnasium (AG)
Berufl. Gymnasium (BTG)
Berufl. Gymnasium (EG)
Berufl. Gymnasium (SGG)
Berufl. Gymnasium (TG)
Berufl. Gymnasium (WG)
Berufskolleg - FH
Gemeinschaftsschule
Gymnasium (G8)
Gymnasium (G9)
Hauptschule
Realschule
Werkrealschule
Bayern
Fachoberschule
Gymnasium
Mittelschule
Realschule
Berlin
Gymnasium
Integrierte Sekundarschule
Brandenburg
Gesamtschule
Gymnasium
Oberschule
Bremen
Gymnasium (G8)
Oberschule (G9)
Hamburg
Gymnasium
Stadtteilschule
Hessen
Berufl. Gymnasium
Gesamtschule
Gymnasium (G8)
Gymnasium (G9)
Haupt- und Realschule
Hauptschule
Realschule
Mecklenburg-Vorpommern
Gesamtschule
Gymnasium
Niedersachsen
Gymnasium (G8)
Gymnasium (G9)
Integrierte Gesamtschule
Kooperative Gesamtschule
Oberschule
Realschule
NRW
Gesamtschule
Gymnasium
Hauptschule
Realschule
Sekundarschule
Rheinland-Pfalz
Gesamtschule
Gymnasium
Saarland
Gemeinschaftsschule
Gesamtschule
Gymnasium
Realschule
Sachsen
Gymnasium
Oberschule
Sachsen-Anhalt
Fachgymnasium
Gesamtschule
Gymnasium
Sekundarschule
Schleswig-Holstein
Gemeinschaftsschule
Gymnasium (G8)
Gymnasium (G9)
Thüringen
Berufl. Gymnasium
Gemeinschaftsschule
Gesamtschule
Gymnasium
Regelschule
Klasse 12
Klasse 12
Klasse 11
Klasse 10
Klasse 9
Klasse 8
Klasse 7
Klasse 6
Klasse 5
Fach & Lernbereich
Fachauswahl: Deutsch
Mathe
Deutsch
Englisch
Bio
Chemie
Physik
Geschichte
Geo
Lernbereich
Digitales Schulbuch
Lektürehilfen
Abitur
VERA 8 E-Kurs
VERA 8 G-Kurs
Mittlerer Schulabschluss
Mittlerer Sch...
Prüfung
wechseln
Abitur
VERA 8 E-Kurs
VERA 8 G-Kurs
Mittlerer Schulabschluss
Smarter Learning!
Schneller lernen mit deinem SchulLV-Zugang
  • Zugang zu über 1.000 Original-Prüfungsaufgaben mit Lösungen von 2004-2019
  • Alle Bundesländer und Schularten, empfohlen von über 2.300 Schulen in Deutschland
  • Digitales Schulbuch: Über 1.700 Themen mit Aufgaben und Lösungen
  • Monatlich kündbar, lerne solange du möchtest
Jetzt Zugang freischalten!
Inhaltsverzeichnis
Lernbereich Mittlerer Schulabschluss
LV-Prüfung 1
Aufgabe 1
Aufgabe 2
Aufgabe 3

Aufgabe 1

Aufgaben
Download als Dokument:PDF

Umfassende Sachtextanalyse

$\blacktriangleright\;$ Thema:
Lara Fritzsche: Selbstdarstellung in sozialen Netzwerken
$\blacktriangleright\;$ Aufgabenstellung:
  • Analysiere den Text, indem du folgende Teilaufgaben bearbeitest.
    • Formuliere das Thema des Textes und fasse den Inhalt zusammen.
    • Bestimme und begründe die Textsorte.
    • Arbeite ausgewählte sprachlich-stilistische Besonderheiten heraus und beschreibe deren Wirkung bzw. Funktion.
  • Nimm Stellung zur Thematik unter Zuhilfenahme von mindestens zwei Argumenten aus dem Text.
#sachtext#analysieren
Material
$\;$
Lara Fritzsche
Selbstdarstellung in sozialen Netzwerken
Wir Facebook-Schauspieler
Möglichst cool, irre, lustig, immer gut drauf - viele nutzen Facebook für Eigen-PR. Wir schreiben nicht, was uns wichtig ist, sondern was bei den anderen gut ankommt. Was macht das mit uns?
Wenn früher gute Freunde nachts enthemmte Gespräche führten, dann gestanden sie einander, wie sie gerne wären, wen sie gerne darstellen würden und was sie erreichen möchten. Heute ist das anders.
5
Wenn wir nachts betrunken bei einer öligen Pizza zusammensitzen, dann gestehen wir uns, wie wir wirklich sind. Was wir denken, machen und fühlen, wir berichten von dem Teil von uns, den wir online immer verschweigen. Wie viel mehr wir sind als die Version, die die anderen aus dem Internet kennen.
Nicht selten beginnt es so: Der eine spricht den anderen auf einen Post von vor ein paar Tagen an: "War es wirklich so super, erzähl mal." Eine Vorlage für den Autor, an seine euphorischen Sätze von der
10
Pinnwand anzuschließen. Dort hatte er eine überschwängliche und kenntnisreiche Konzertkritik veröffentlicht. Statt einer Fortsetzung kommt nur eine kurze Antwort: "Ich hatte an dem Tag furchtbare Kopfschmerzen, wäre am liebsten zu Hause geblieben." Was? Später in der Nacht, im grellen Licht der Pizzabude, kommt noch raus, dass der vermeintliche Partyfreund und Konzertjunkie gar nicht so gern ausgeht, furchtbar gern zu Hause alte Fotoalben ansieht, nicht immer Menschen um sich haben will,
15
häufiger auch mal alleine ins Kino geht und nach zehn Uhr nur widerwillig Anrufe entgegennimmt. […] Aber egal. Gemerkt hat es keiner, stattdessen gab es Applaus von den Internetfreunden.
Und nur darum geht es bei Facebook. Alles, was wir online tun, folgt nur dem Ziel, dafür bezahlt zu werden, in der härtesten Währung unserer Zeit: Aufmerksamkeit. Die ist deshalb so kostbar, weil die Möglichkeiten, sie zu verteilen, so zahlreich sind. Wir empfangen dreißig Fernsehsender und können doch
20
nur einem Programm folgen, wir können jedes Buch der Welt bestellen und trotzdem immer nur eins lesen, das Internet ist voller Informationen, und dennoch können wir nur eine nach der anderen aufnehmen. Wir haben hunderte Freunde und können trotzdem immer nur einem zuhören. Für die Fülle der Möglichkeiten fehlt uns schlicht die geistige Kapazität. Aufmerksamkeit ist kostbar.
Deshalb belohnen wir die, die es uns einfach machen. Für einen Post übers Wetter und das dazugeladene
25
Foto eines Schneemanns gibt es sechs Kommentare von "Ohh, wie süß" bis "Selber gemacht?". Für ein schlaues Statement über die Sprunghaftigkeit von Sigmar Gabriel gibt es keinen. Da überlegt man es sich beim nächsten Mal schon genau, ob man noch mal Weisheiten rumschickt oder vielleicht doch lieber Banalitäten in Bildform. Denn so eine Statusmeldung, die keiner beachtet, auf die keiner Bezug nimmt, die kann sehr, sehr traurig aussehen in der langen Liste der Neuigkeiten. […]
30
So posten wir nur noch Sachen, von denen wir wissen, dass man sie leicht konsumieren kann, und die zu der erdachten Version von uns passen. Aber selbst die wählen wir nicht selbstbestimmt.
In einem populären Netzwerk wie Facebook kommen Freunde und Bekannte aus vielen verschiedenen Kontexten zusammen: Exfreund und Verlobter, Chef und Traumchef, Freundin und Feindin, Mutti und One-Night-Stand, Partyfreunde und Vermieter - alle in einem virtuellen Raum. Und genau dieser Umstand
35
hindert uns daran zu tun, was man üblicherweise von Menschen im Internet erwartet: mit Identität zu experimentieren. Alles, was Missfallen hervorrufen könnte, sortieren wir aus: Faulpelz, Säufer, Lästermaul, Aggressor, Heulsuse und viele andere. Übrig bleiben nur ein paar gängige Hochglanzcharaktere - aus deren Pool können wir uns einen aussuchen.
Heißt: Am Ende haben wir uns für ein allseits geschätztes und leicht verständliches Image entschieden;
40
geben uns eindimensional, schreiben überschwänglich freundlich, verzichten auf negative Emotionen und verkneifen uns Zynismus. Denn dafür gibt's keinen Applaus - zumindest nicht von allen in unserer heterogenen Freundesliste. Und es funktioniert, die hochgeladene Demoversion kommt gut an. Wie könnte auch eine Person, die es allen so verdammt einfach macht, sie zu mögen, auf Ablehnung stoßen? Das Publikum bestätigt uns in unserer Rolle: "Gefällt mir, was du machst. Weiter so." So gewinnt es
45
Einfluss darüber, wer wir sind.
Identität entsteht seit jeher im Austausch mit der Umwelt. Sie ist nicht statisch. Wir probieren uns in unterschiedlichen Rollen, zeigen Facetten unserer Persönlichkeit und erhalten dafür Feedback. Erfolgreiche Stücke werden wieder und wieder aufgeführt, irgendwann akzeptieren wir dann unsere Rolle darin als Teil unserer Identität. Beachtung hat die Kraft, uns zu verändern. Sowohl im echten Leben als
50
auch online.
Der Unterschied: Das Feedback, das wir offline bekommen, ist niemals so unmissverständlich wie der virtuelle Daumen. Internetfreunde mit ihrem "Gefällt mir"-Button prägen uns schneller, weil uns ihr Lob häufiger und unmittelbarer erreicht. Blöd nur, dass sie uns nicht bestätigen, wie wir nachts sind, wenn wir bei öliger Pizza zusammensitzen, sondern diese lahme Demoversion aus dem Internet.
www. stern.de/digital/online/selbstdarstellung-in-sozialen-netzwerken-wir-facebook-schauspieler-3566252.html
Weiter lernen mit SchulLV-PLUS!
Jetzt freischalten
Infos zu SchulLV PLUS
Ich habe bereits einen Zugang
Zugangscode einlösen
Login
Lösungen
Download als Dokument:PDF

Umfassende Sachtextanalyse

$\blacktriangleright\;$ Thema:
Lara Fritzsche: Selbstdarstellung in sozialen Netzwerken
$\blacktriangleright\;$ Aufgabenstellung:
  • Analysiere den Text, indem du folgende Teilaufgaben bearbeitest.
    • Formuliere das Thema des Textes und fasse den Inhalt zusammen.
    • Bestimme und begründe die Textsorte.
    • Arbeite ausgewählte sprachlich-stilistische Besonderheiten heraus und beschreibe deren Wirkung bzw. Funktion.
  • Nimm Stellung zur Thematik unter Zuhilfenahme von mindestens zwei Argumenten aus dem Text.

Textanalyse

In dem Artikel „Selbstdarstellung in sozialen Netzwerken - Wir Facebook-Schauspieler“ von Lara Fritzsche wird kritisiert, dass soziale Medien heutzutage als Plattformen der Inszenierung der eigenen Persönlichkeit fungieren. Dabei werden jedoch alle negativen Seiten ausgeschalten und nur positive Aspekte zum Vorschein gebracht, die auch möglichst viele Likes erzielen.
Einleitung
Lara Fritzsche beginnt ihren Artikel mit einem Rückblick auf vergangene Zeiten. Sie beschreibt, wie Freunde früher zusammensaßen und sich darüber unterhielten, wer sie gerne sein würden. Heutzutage hingegen dreht sich alles nur darum, wer man jetzt ist und wie man sich darstellt. Dabei ist das Internet äußerst nützlich - hier kann man Identitäten annehmen, von denen man im offline-Leben nur träumen würde.
Die Autorin gibt an, dass man sich im Internet oftmals ganz anders darstellt, sie spricht von einem jungen Menschen, der online Konzerte liebt, der jedoch vom letzten Konzertbesuch Kopfschmerzen bekam und am liebsten daheim geblieben wär. Nur sieht das eben schlecht aus im Internet, weswegen er dann doch lieber „überschwänglich und kenntnisreich“ (Z. 10) davon berichtet.
Daraufhin kritisiert Fritzsche, dass es bei Facebook nur darum geht, die Aufmerksamkeit anderer geballt auf sich zu ziehen. Denn normalerweise können sich Menschen nur auf eins konzentrieren, sie können nur einer anderen Person zuhören, sie können nur ein Buch lesen, obwohl es hunderte davon gibt. Und deswegen ist es in der Regel schwierig, von mehreren Personen gleichzeitig Aufmerksamkeit zu bekommen. Doch über Facebook ist es leicht, gleichzeitig von mehreren Menschen positives Feedback zu bekommen. Die Autorin hingegen schwächt dies ab, indem sie erklärt, dass Rückmeldungen eben nur auf banale Dinge, wie ein süßer Schneemann, kommen - nicht etwa auf ein politisches oder gesellschaftliches relevantes Thema.
Hier liegt auch die Problematik an dem Zusammenhang zwischen sozialen Medien und der Identität: im Internet kann man zwar sein, wer man will. Aber man kann eben nur Likes bekommen, wenn der Inhalt stimmt - wenn er also banal ist. Und trotzdem kann man nicht einfach so seine online-Identität bestimmen. Denn laut der Autorin sind ja nicht nur Freunde auf Facebook und dergleichen, sondern auch „Exfreund und Verlobter, Chef und Traumchef, Freundin und Feindin, Mutti und One-Night-Stand, Partyfreunde und Vermieter“ (Z. 33f.). Deswegen kann man eben nicht der sein, der man gerne wäre, sondern darf sich nur von der besten Seite präsentieren. Irgendwann habe man laut Fritzsche dann positive Verhaltensmuster so oft wiederholt, dass sie in der eigenen Persönlichkeit fest integriert sind. Doch die Autorin kritisiert, dass im wahren Leben eben nicht die künstlich positive Person bestätigt wird, sondern die, die man tatsächlich ist.
Der Text ist in Kommentarform geschrieben. Dies erkennt man zuerst einmal an der reißerischen Überschrift. Zudem steht die Meinung der Autorin im Vordergrund. Die subjektive, persönliche Meinung zum Sachverhalt ist also die Kernaussage des Textes. Manche Passagen sind außerdem recht ironisch geschrieben, was auch ein Merkmal dieser Textsorte ist.
Textsorte
Dass der Text in die Sorte des Kommentars fällt, wird auch durch die Nutzung verschiedener sprachlichen Mittel klar. In dem kurzen Einleitungstext wird durch die Aufzählung „cool, irre, lustig, immer gut drauf“ (Z. 1) bereits klar, dass eben dies nicht der Fall ist, sondern in sozialen Medien eine verschobene Realität dargestellt wird. Durch den antithetischen Parallelismus „Wenn früher gute Freunde […] wie sie wirklich sind […]. Wenn wir nachts […], wie wir wirklich sind.“ (Z. 1-4) wird deutlich, dass das Konzept der Identität sich über die Zeit hinweg geändert hat und dass in Facebook lediglich unrealistische Abbilder unser selbst existieren. Dass diese Praktik auch öffentlich bekannt ist, zeigt die Litotes „Nicht selten […].“ (Z. 8) und auch die suggestiv-anzweifelnd gestellte Frage „War es wirklich so super […]“ (Z. 8f.). Dass die Autorin nicht viel von der beweihräuchernden Selbstdarstellung hält, wird durch die Repetitio Internetfreunde (Z. 16/52) und durch die öfters im Text wiederkehrende Ironie deutlich (vgl. Z. 16/39). Die rhetorischen Fragen wie beispielsweise „Was?“ (Z. 12) oder „Wie könnte auch eine Person, […], auf Ablehnung stoßen?“ (Z. 42f.) appellieren im Prinzip an den gesunden Menschenverstand - und dass eben auch eine realistisch dargestellte Person mit all ihren Makeln im Internet Anklang findet. Die Autorin bedient sich auch der bildlichen Sprache, wie die Metapher der Aufmerksamkeit als härteste Wärhung der Zeit (vgl. Z. 18) oder die Metapher „Weisheiten rumschick[en]“ (Z. 27) belegen. Dadurch wirkt der Text greifbarer für den Leser und gleichzeitig lässt die Autorin so keine andere Meinung als die eigene zu.
Die vielen Antithesen im Text bestätigen die Eingangsvermutung der Autorin, dass es zum einen früher anders war, dass Personen früher authentischer waren und zum anderen, dass die Darstellung einer Person im Internet keinesfalls mit der realen Identität übereinstimmt (vgl. Z. 8-16, Z.33-34). Hierdurch kritisiert Fritzsche, dass aber die echten Menschen und nicht die fürs Internet polierten und herausgeputzten zählen und wahrgenommen werden. Denn im Leben kommt es für sie auf Authentizität an, auf die Echtheit der Menschen.
sprachliche Mittel
Insgesamt beschreibt die Autorin eine Situation, wie wir sie alle kennen. Jemand gibt sich im Internet ganz anders als er wirklich ist, nur um viel positive Aufmerksamkeit zu bekommen. Dies führt sogar so weit, dass sich Personen diese positiven Muster aneignen und dadurch ihre Identität verfälschen.

Stellungnahme

Lara Fritzsche vertritt die These, dass viele Personen sich in sozialen Medien heutzutage ganz anders darstellen, als sie tatsächlich sind um mehr Aufmerksamkeit auf sich zu ziehen und um bei anderen gut anzukommen. Als konsequente Nutzerin solcher Medien wie auch instagram oder Snapchat kann ich ihr oft zustimmen. Meiner Meinung nach gibt es viele Menschen, die sich auf diesen Plattformen besonders inszenieren - allerdings kann man dies nicht verallgemeinern.
Die Autorin erklärt, dass wir nur positive Dinge posten, da man keine Likes dafür bekommt, wenn man beispielsweise politische Statements kritisiert, sich für aktivistische Bewegungen einsetzt oder sich zu gesellschaftlich relevanten Dingen äußert. Dem kann ich nur teilweise zustimmen. Es kommt eben immer auf die Leute an, die einem folgen. Ich zum Beispiel folge einer jungen Unternehmerin, die sich sehr für Politik, insbesondere für die Bundestagswahlen interessiert und auch einsetzt, und oft über politische Themen spricht. Die Kommentare unter ihren Posts sind sehr zustimmend und oftmals postet sie auch unschöne Sachen oder ähnliches über ihr Leben . Auch dafür bekommt sie extrem positive Resonanz, weil sie einfach komplett authentisch ist und ihre Follower sich mit ihr identifizieren können - sie ist eben keine für das Internet und die Follower erstellte Persönlichkeit, sondern sie ist sie selbst. Sie bekommt auch viel Mut und positive Worte zugesprochen, wenn sie etwas eher trauriges postet. Natürlich gibt es aber auch Promis, die instagram ausnutzen, um sich extrem gut darzustellen und ausschließlich Dinge posten, um gut anzukommen und um noch mehr Fans zu bekommen. So werden soziale Medien ausgenutzt und das kann ich nicht gutheißen. Schließlich sind Stars auch Vorbilder für jüngere Menschen und diese bekommen so ein falsches Realitätsbild eingeflößt. Sie sind dann eher enttäuscht, wenn sie merken, dass das Leben eben nicht so ist, wie es auf instagram dargestellt wird.
Ich muss der Autorin auch Recht geben, wenn sie sagt, dass wir einfache, banale Posts mehr mit Likes belohnen und beachten als kritische Posts. Deshalb posten wir eben auch nur banales, aus Angst keinerlei Rückmeldung zu bekommen. Denn eine unbeachtete Statusmeldung bedeutet, dass man selbst nicht als wichtig angesehen wird. Das kann ich leicht nachvollziehen und leider muss ich dem auch zustimmen. Ich erwische mich manchmal selbst dabei, wie ich extra meine ganzen Bilder im Handy durchgehe und nur die poste, die eben cool aussehen, und von denen ich weiß, dass sie viele andere Leute liken. Das ist nicht gut und trotzdem soll man ja auch Dinge posten, auf denen man sich gefällt! Es ist ja wie ein Fotoalbum, das man sich selber manchmal Jahre später noch anschaut. Ich denke, man braucht da ein gutes Gleichgewicht zwischen Dingen, die man postet, um gut anzukommen und einfach Posts, die die Realität darstellen. Ansonsten kann es sein, dass man nicht mehr ernst genommen wird und dadurch Freunde verliert.
Meiner Meinung nach ist es wichtig, darauf zu achten, was man genau postet. Es sollte immer realitätsgetreu sein, wenn man nicht als inauthentisch und gekünstelt dastehen will. Zudem sollte man den tatsächlichen Nutzen von sozialen Medien wie facebook oder instagram sehen: die Kommunikation. Und diese Plattformen dann eben auch dafür nutzen - um seinen Freunden mitzuteilen, wo man gerade ist, was man gerade macht und auch einfach um Erinnerungen festzuhalten.
Weiter lernen mit SchulLV-PLUS!
Jetzt freischalten
Infos zu SchulLV PLUS
Ich habe bereits einen Zugang
Zugangscode einlösen
Login
Folge uns auf
SchulLV als App