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Basisteil

Aufgaben
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Text 1

Behalt das Leben lieb

Jaap ter Haar
- Nach einem Unfall wacht die Hauptperson Beer im Krankenhaus auf -
$\,$
Und plötzlich begriff er mit unerbittlicher Klarheit, dass er die blonde Schwester Will nie wirklich sehen würde. Dass er auch seine Eltern, Annemiek, die Schule und seine Freunde nie mehr sehen würde. Nie mehr würde er sich an einem Fußballspiel, am Fernsehen oder an einem Strauch in sanftgrüner Frühlingspracht erfreuen können. Die Sonne würde für ihn nie mehr aufgehen. Darüber gab es keinen Zweifel mehr, nur
5
noch Sicherheit. „Oh Gott, ich bin blind geworden“, flüsterte Beer entsetzt, und er wusste nicht, wie er damit fertig werden sollte. […]
Blind! Er erinnerte sich des Mannes mit der dunklen Brille und dem weißen Stock, der sich in einer engen Ladenstraße so hilflos vorwärts getastet hatte. Genauso würde er von nun an seinen Weg suchen müssen, zu Hause, in der Schule oder wo auch immer. Für den Rest seines Lebens würde er von anderen abhängig
10
sein. Beer ballte zornig die Fäuste, besann sich jedoch: War nicht jeder von anderen Menschen abhängig?
Blind! Plötzlich packte ihn Angst. Würden sie ihn in eine Blindenanstalt schicken? Nein, das konnte nicht sein. Beer dachte an Vater und Mutter und an ihre Streitereien, bei denen er manchmal zwischen ihnen gestanden hatte. War es nicht denkbar, dass sie für immer auseinandergingen, wenn er nicht mehr bei ihnen war? Dieser Gedanke war unerträglch. Und dann wurde ihm bewusst, wie schrecklich es für seine
15
Eltern sein musste, dass er blind geworden war. Wussten sie es schon?
Blind! Verdammt, nein, er wollte nicht weinen. Er würde damit fertigwerden. Er erinnerte sich eines Satzes, den er vor längerer Zeit einmal zu seiner Mutter gesagt hatte: „Wenn man das traurigste Kind der Welt ist, braucht man mit niemandem Mitleid zu haben!“ […]
Blind! Das war schlimm, aber es gab noch schlimmere Dinge auf der Welt. Er hatte noch immer eine
20
Zukunft. Er würde die Blindenschrift lernen müssen. Er würde sein Leben auf eine vollkommen neue Art leben müssen. […]
Ein neuer Anfang! Beer schämte sich jetzt, dass er sich so hatte gehen lassen, denn das traurigste Kind der Welt war er noch lange nicht. Nicht im Geringsten. Wurde es nicht Zeit, endgültig von dem widerspenstigen, verbitterten, jammernden Bübchen Abschied zu nehmen, der er in den vergangenen Stunden gewesen war?
25
Jeder Mensch musste schließlich über seine eigene Tragödie hinwegkommen - und Beer beschloss, für einen neuen Anfang an den Start zu gehen.
Je mehr Beer über alles nachdachte, desto besser erkannte er, dass noch lange nicht alles verloren war. Ein anderes Leben stand vor der Tür. Ein Leben, in dem er sich mit den Fingern vorwärtstasten, auf Stimmen und Geräusche hören musste. Hände und Ohren würden fortan die Arbeit der Augen übernehmen müssen.
30
Blind sein, das war wohl doch anders, als er es sich früher vorgestellt hatte. Er hatte immer gedacht, Blindheit halbiere das Leben und verurteile zur Minderwertigkeit. Jetzt begriff er, dass er noch genau derselbe Beer war wie zuvor.
Aus: Jaap ter Haar: Behalt das Leben lieb. Aus dem Niederländischen von Hans-Joachim Schädlich. 1997 dtv Verlagsgesellschaft mbH & Co. KG, München.
#lesen#leseverstehen

Aufgabe 1

Kreuze die richtige Aussagen an.
Die Aussage in Text 1 ist…
richtig
Beer ist von Geburt an blind.
Beer verliert durch einen Unfall sein Augenlicht.
Beer verzweifelt zunächst angesichts seiner Situation.
Beer wird von der Krankenschwester Will getröstet.
Beer fasst Mut, mit der neuen Situation zurechtzukommen.
Beer denkt, dass er mit der neuen Situation niemals zurechtkommen wird.
Beer stellt sich drauf ein, dass die anderen Sinne das Sehen ersetzen müssen.
#leseverstehen

Aufgabe 2

Vollziehe die Entwicklung Beers in Text 1 nach.
Schreibe zu den Überschriften passende Stichworte oder geeignete Textstellen.
a)
Beers ursprüngliche Stimmung
b)
Beers Vorurteile gegenüber Blindheit
c)
Beers Befürchtungen für die Zukunft
d)
Beers Sorgen bezüglich der Eltern
e)
Beers Ziele
f)
Beers abschließende persönliche Erkenntnis
#leseverstehen

Aufgabe 3

Begründe, ob du Beers veränderte Einstellung nachvollziehen kannst.
Schreibe mit eigenen Worten, in ganzen Sätzen.
#begründen

Aufgabe 4

„Wenn man das traurigste Kind der Welt ist, braucht man mit niemandem Mitleid zu haben!“ (Z. 17f.)
Vermute, was Beer mit dieser Aussage ausdrücken möchte. Schreibe in eigenen Worten, in ganzen Sätzen.
#leseverstehen

Aufgabe 5

Im folgenden Interview fehlen drei Fragen des Schülerreporters. Ergänze die jeweils fehlenden Fragen passend zu den Antworten.
Frage 1:
Antwort: Blind sein ist keine Behinderung, sondern eine Schwäche wie zum Beispiel nicht tanzen können. Blinde können genau wie Sehende Dinge haben, die einen glücklich machen und für die man lebt, wie Freunde, Beziehungen, Familie und Hobbys.
Frage 2:
Antwort: Sehende können zwar die Augen schließen, doch das Gefühl, blind zu sein, ist etwas ganz anderes. Bei Blinden übernehmen andere Sinne die Aufgaben der Augen. Die anderen Sinne bilden sich viel stärker aus, wie zum Beispiel der Gehörsinn, das Wärmeempfinden und sogar der Geruchssinn.
Frage 3: Wie lernt ein Blinder Menschen genauer kennen?
Antwort: Da ein Blinder seine Mitmenschen nicht sieht, wird er beim Kennenlernen nicht vom Äußeren seines Gegenübers beeinflusst, sondern er schließt eher vom Inneren einer Person auf das Äußere. Er ist z.B. in der Lage, Stimmen und Stimmungen in seinem Umfeld durch seinen Gehörsinn intensiver wahrzunehmen. Ein Blinder fühlt sozusagen mit den Ohren.
Frage 4: Würdest du blinden Jugendlichen den Besuch einer speziellen Einrichtung, wie z.B. einer Blindenschule, empfehlen?
Antwort: Jeder nichtsehende Jugendliche muss seine eigenen Erfahrungen sammeln. Man kann nicht einfach sagen: Du bist blind, du gehörst auf eine Blindenschule. Ich selbst war bis zu der achten Klasse auf einer Blindenschule. Blindenschulen helfen einem besser im Alltag klarzukommen, zum Beispiel durch Erlernen der Brailleschrift, mit speziellen Vorlesesystemen, mobilen Diktiergeräten usw. Auch das Lernen unter Gleichgesinnten hat mir den Schulstart erheblich erleichtert. Die für Blinde ausgebildeten Lehrer konnten auf meine Bedürfnisse eingehen, da sie teilweise selbst Beeinträchtigungen im Sehen hatten und häufig wussten, wo die Probleme im Alltag lagen.
Frage 5: Warum hast du die Schule gewechselt?
Antwort: Nach der achten Klasse wechselte ich auf eigenen Wunsch auf eine „normale“ Schule (Regelschule). Meine alte Schule war ein Internat, in dem ich die ganze Woche verbrachte. So konnte ich oft viele Dinge nicht tun, wie z.B. mit meinen sehenden Freunden in die Stadt gehen oder sich einfach mal zum Fußballspielen im Park verabreden.
Frage 6:
Antwort: Ich gewöhnte mich auf der neuen Schule sehr schnell ein, weil ich gleich zu Beginn viele neue Freunde fand. Doch auch in der neuen Schule mussten zunächst einmal alle lernen, dass wir im Unterricht mehr aufeinander und auf die Lehrer achten. Das hat letztendlich zu einer guten Atmosphäre innerhalb der Klasse beigetragen. Für mich und meine Mitschüler war Blindheit eben nur eine Schwäche, die ich durch viele andere Stärken wieder wettmachen konnte.
#interview

Aufgabe 6

a)
„Ein Blinder fühlt sozusagen mit den Ohren.“ (Siehe Aufgabe 5, Antwort 3)
Kreuze an, welches sprachliche Mittel hier verwendet wird.
Symbol
Metapher
Vergleich
Personifikation
b)
Erkläre, was Marc S. mit diesem Ausspruch „Ein Blinder fühlt sozusagen mit den Ohren.“ meint.
Schreibe in eigenen Worten und ganzen Sätzen.
#erklären

Aufgabe 7

Entscheide, ob es sich um eine Satzreihe oder um ein Satzgefüge handelt. Kreuze an.
a)
Du bist blind, du gehörst auf eine Blindenschule.
Satzreihe
Satzgefüge
b)
Ich gewöhnte mich auf der neuen Schule sehr schnell ein, weil ich gleich zu Beginn viele neue Freunde fand.
Satzreihe
Satzgefüge
#satzgefüge#satzreihe

Aufgabe 8

a)
Notiere ein Argument für den Besuch einer speziellen Schule für Blinde.
b)
Notiere ein Argument für den Besuch einer Regelschule.
#argument

Text 2

Dialog im Dunkeln

Der DIALOG IM DUNKELN in Hamburg ist eine bedeutende Ausstellung, die mit ihrer Einzigartigkeit besticht. Die Besucher werden von blinden Menschen durch eine dunkle Welt aus Gerüchen, Klängen und Temperaturen geführt. Eine Ausstellung zur Entdeckung des Unsichtbaren, in der es garantiert nichts zu sehen gibt, aber jede Menge zu entdecken.
$\,$
Der blinde Begleiter wird dabei zur Bezugsperson Nummer eins, da man auf der gesamten Führung auf ihn angewiesen ist. Die Sehenden werden zu Blinden und die Blinden zu Sehenden. Die Ausstellung befindet sich in völlig abgedunkelten Räumen. Es ist eine Reise i eine fremde, faszinierende Welt. Eine Welt, in der Düfte, Winde, unterschiedliche Oberflächenstrukturen und Geräusche, aber auch Worte und Berührungen
5
an die Stelle der optischen Reize treten. Leben ohne Augenlicht - was das bedeutet, lässt sich hier in aller Konsequenz erfahren.
Vertrautes wird verkehrt, Selbstverständliches in Frage gestellt. Alltägliche Situationen, wie ein Spaziergang durch einen Park oder der Besuch eines Cafés, entwickeln sich in absolut lichtlosen Räumen zu einem einzigartigen Abenteuer. Die Besucher erleben, wie sie sich wildfremden, blinden Menschen anvertrauen,
10
die sie mit absoluter Sicherheit durch das Dunkel führen. Anhand von verschiedenen Umwelteinflüssen wie Gerüchen, Tönen und Temperaturen kann man eine ganz neue Welt erfahren und verschiedene Eindrücke ausschließlich über den Geruchs-, Gehör- und Tastsinn erleben. In den Räumen sind einige Alltagssituationen nachgestellt worden, wozu der Aufenthalt in einer Bar, im Stadtpark oder mitten in der City gehört.
Nur 30 min. Fußweg vom Hauptbahnhof
Eintrittspreise:
Erwachsene 21,00 Euro
Schüler 12,20 Euro
Dauer der Führung:
ca. 2 Stunden
Eintrittskarten:
Reservierte Tickets müssen bis 30 Minuten vor Führungsbeginn abgeholt werden.
Nur 30 min. Fußweg vom Hauptbahnhof
Eintrittspreise:
Erwachsene 21,00 Euro
Schüler 12,20 Euro
Dauer der Führung:
ca. 2 Stunden
Eintrittskarten:
Reservierte Tickets müssen bis 30 Minuten vor Führungsbeginn abgeholt werden.
#leseverstehen

Aufgabe 9

Deine Klasse plant einen Ausflug von Cuxhaven nach Hamburg in die Ausstellung „Dialog im Dunkeln“. Du bist verantwortlich für die Reservierung der Tickets. Aus organisatorischen Gründen muss die Fahrt im Mai nach den Prüfungen stattfinden. Anhand eines Kalenders legst du mögliche Termine fest und entscheidest dich für einen. Freitage sind als Veranstaltungstage ausgeschlossen!
a)
Gleiche Kalender und Belegungsplan nach möglichen Terminen ab. Markiere in beiden Kalendern alle möglichen Termine. (Tipp: Beachte die Hinweise in der Aufgabenstellung!)
Kalender Mai 2017
MontagDienstagMittwochDonnerstagFreitag
1 2 3 4 5
Tag der
Arbeit
Besuch der
Ausbildungs-
messe
Abschlussarbeit:
Mathematik
89101112
Nachschreib-
termin:
Deutsch
1516171819
Nachschreib-
termin:
Englisch
Nachschreib-
termin:
Mathematik
2223242526
HimmelfahrtSchulfrei
293031
Besuch des Land-
tages in Hannover
Ausschnitt aus dem Belegungsplan des Dialogs im Dunkeln für den Monat Mai:
Frei: leeres Kästchen
Belegt: x
Führungen1516171819202122232425262728293031
10:00xxxx
12:00xxxxxxxxxx
14:00xxxxxxxx
16:00xxxx
b)
Markiere mögliche Zugverbindungen für die Hin- und Rückfahrt. Um möglichst kostengünstig zu fahren, nutzt ihr das Niedersachsenticket (gültig ab 9:00 Uhr; Kosten pro Person 7,80 Euro).
Hinfahrt Cuxhaven - Hamburg
Montag bis Freitag
Cuxhaven
06:5109:1010:1011:1013:10
Hamburg HBF
08:3510:5711:5412:5414:54
Rückfahrt Hamburg - Cuxhaven
Montag bis Freitag
Hamburg HBF
16:0617:0618:0619:0620:06
Cuxhaven
17:5018:5019:5020:5021:50
c)
Entscheide dich für eine passende Möglichkeit und ergänze die Tabelle.
DatumFührungHinfahrtRückfahrt
#leseverstehen
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Aufgabe 1

Kreuze die richtige Aussagen an.
Die Aussage in Text 1 ist…
richtig
Beer ist von Geburt an blind.
Beer verliert durch einen Unfall sein Augenlicht.
Beer verzweifelt zunächst angesichts seiner Situation.
Beer wird von der Krankenschwester Will getröstet.
Beer fasst Mut, mit der neuen Situation zurechtzukommen.
Beer denkt, dass er mit der neuen Situation niemals zurechtkommen wird.
Beer stellt sich darauf ein, dass die anderen Sinne das Sehen ersetzen müssen.
#leseverstehen

Aufgabe 2

Vollziehe die Entwicklung Beers in Text 1 nach.
Schreibe zu den Überschriften passende Stichworte oder geeignete Textstellen.
a)
Beers ursprüngliche Stimmung
ist entsetzt; weiß nicht, wie er mit Situation umgehen bzw. fertigwerden soll
b)
Beers Vorurteile gegenüber Blindheit
Hilflosigkeit; Abhängigkeit
c)
Beers Befürchtungen für die Zukunft
„Nie mehr würde er sich an einem Fußballspiel, am Fernsehen oder an einem Strauch in sanftgrüner
Frühlingspracht erfreuen können.“ (Z. 2f.); wird immer Weg suchen müssen
d)
Beers Sorgen bezüglich der Eltern
Angst, dass sie ihn in Blindenanstalt stecken und sich scheiden lassen, wenn er nicht mehr da ist
e)
Beers Ziele
Blindenschrift lernen; Neustart wagen und neues Leben lernen
f)
Beers abschließende persönliche Erkenntnis
„Blind sein, das war wohl doch anders, als er es sich früher vorgestellt hatte. Er hatte immer gedacht,
Blindheit halbiere das Leben und verurteile zur Minderwertigkeit. Jetzt begriff er, dass er noch genau
derselbe Beer war wie zuvor.“ (Z. 30ff.)
#leseverstehen

Aufgabe 3

Begründe, ob du Beers veränderte Einstellung nachvollziehen kannst.
Schreibe mit eigenen Worten, in ganzen Sätzen.
Ich kann Beers Einstellung nachvollziehen. Da er an der Situation sowieso nichts ändern kann, sollte er versuchen,
das Beste daraus zu machen. Beer lässt den Kopf nicht hängen, sondern betrachtet seine Blindheit auch positiv.
Ich kann nachvollziehen, dass er es als eine Chance sieht, um einen Neustart seines Lebens zu wagen, da sein
Leben sich durch die Blindheit sehr verändern wird.
#begründen

Aufgabe 4

„Wenn man das traurigste Kind der Welt ist, braucht man mit niemandem Mitleid zu haben!“ (Z. 17f.)
Vermute, was Beer mit dieser Aussage ausdrücken möchte. Schreibe in eigenen Worten, in ganzen Sätzen.
Beer möchte mit dieser Aussage ausdrücken, dass es niemandem schlechter gehen kann, als dem traurigsten Kind
der Welt, als welches er sich selbst sieht. Deshalb muss er mit niemandem Mitleid haben, sondern alle Mitmenschen
sollten ihn bemitleiden, da es ihm am schlechtesten geht.
#leseverstehen

Aufgabe 5

Im folgenden Interview fehlen drei Fragen des Schülerreporters. Ergänze die jeweils fehlenden Fragen passend zu den Antworten.
Frage 1:
Findest du, dass die Blindheit eine Behinderung ist?
Antwort: Blind sein ist keine Behinderung, sondern eine Schwäche wie zum Beispiel nicht tanzen können. Blinde können genau wie Sehende Dinge haben, die einen glücklich machen und für die man lebt, wie Freunde, Beziehungen, Familie und Hobbys.
Frage 2:
Wenn ich meine Augen schließe, weiß ich dann wie es ist, blind zu sein?
Antwort: Sehende können zwar die Augen schließen, doch das Gefühl, blind zu sein, ist etwas ganz anderes. Bei Blinden übernehmen andere Sinne die Aufgaben der Augen. Die anderen Sinne bilden sich viel stärker aus, wie zum Beispiel der Gehörsinn, das Wärmeempfinden und sogar der Geruchssinn.
Frage 3: Wie lernt ein Blinder Menschen genauer kennen?
Antwort: Da ein Blinder seine Mitmenschen nicht sieht, wird er beim Kennenlernen nicht vom Äußeren seines Gegenübers beeinflusst, sondern er schließt eher vom Inneren einer Person auf das Äußere. Er ist z.B. in der Lage, Stimmen und Stimmungen in seinem Umfeld durch seinen Gehörsinn intensiver wahrzunehmen. Ein Blinder fühlt sozusagen mit den Ohren.
Frage 4: Würdest du blinden Jugendlichen den Besuch einer speziellen Einrichtung, wie z.B. einer Blindenschule, empfehlen?
Antwort: Jeder nichtsehende Jugendliche muss seine eigenen Erfahrungen sammeln. Man kann nicht einfach sagen: Du bist blind, du gehörst auf eine Blindenschule. Ich selbst war bis zu der achten Klasse auf einer Blindenschule. Blindenschulen helfen einem besser im Alltag klarzukommen, zum Beispiel durch Erlernen der Brailleschrift, mit speziellen Vorlesesystemen, mobilen Diktiergeräten usw. Auch das Lernen unter Gleichgesinnten hat mir den Schulstart erheblich erleichtert. Die für Blinde ausgebildeten Lehrer konnten auf meine Bedürfnisse eingehen, da sie teilweise selbst Beeinträchtigungen im Sehen hatten und häufig wussten, wo die Probleme im Alltag lagen.
Frage 5: Warum hast du die Schule gewechselt?
Antwort: Nach der achten Klasse wechselte ich auf eigenen Wunsch auf eine „normale“ Schule (Regelschule). Meine alte Schule war ein Internat, in dem ich die ganze Woche verbrachte. So konnte ich oft viele Dinge nicht tun, wie z.B. mit meinen sehenden Freunden in die Stadt gehen oder sich einfach mal zum Fußballspielen im Park verabreden.
Frage 6:
Konntest du dich gut an der normalen Schule integrieren?
Antwort: Ich gewöhnte mich auf der neuen Schule sehr schnell ein, weil ich gleich zu Beginn viele neue Freunde fand. Doch auch in der neuen Schule mussten zunächst einmal alle lernen, dass wir im Unterricht mehr aufeinander und auf die Lehrer achten. Das hat letztendlich zu einer guten Atmosphäre innerhalb der Klasse beigetragen. Für mich und meine Mitschüler war Blindheit eben nur eine Schwäche, die ich durch viele andere Stärken wieder wettmachen konnte.
#interview

Aufgabe 6

a)
„Ein Blinder fühlt sozusagen mit den Ohren.“ (Siehe Aufgabe 5, Antwort 3)
Kreuze an, welches sprachliche Mittel hier verwendet wird.
Symbol
Metapher
Vergleich
Personifikation
b)
Erkläre, was Marc S. mit diesem Ausspruch „Ein Blinder fühlt sozusagen mit den Ohren.“ meint.
Schreibe in eigenen Worten und ganzen Sätzen.
Bei Blinden sind die anderen Sinne viel stärker ausgebildet. Sie kompensieren ihren verlorenen Sehsinn also
mit ihren anderen Sinnen. So nehmen Blinde ihre Umwelt auch viel stärker über den Gehörsinn wahr und
können mit ihrem Gehör ihre Umgebung ertasten. An Geräuschen oder Stimmen erkennen sie, welche
Person gerade redet, können deren Stimmung erkennen oder wo sie sich im Raum befindet.
#erklären

Aufgabe 7

Entscheide, ob es sich um eine Satzreihe oder um ein Satzgefüge handelt. Kreuze an.
a)
Du bist blind, du gehörst auf eine Blindenschule.
Satzreihe
Satzgefüge
b)
Ich gewöhnte mich auf der neuen Schule sehr schnell ein, weil ich gleich zu Beginn viele neue Freunde fand.
Satzreihe
Satzgefüge
#satzgefüge#satzreihe

Aufgabe 8

a)
Notiere ein Argument für den Besuch einer speziellen Schule für Blinde.
Die Lehrer der Blindenschule sind speziell für blinde Schüler geschult und können so besser auf deren
Bedürfnisse eingehen.
Die Schüler könnnen dort die Brailleschrift lernen und bekommen Hilfe, um besser im Alltag zurechtzu-
kommen.
b)
Notiere ein Argument für den Besuch einer Regelschule.
Blinde können ein beinahe normales Leben führen, wie ihr Mitschüler. Sie können zum Beispiel mit ihren
sehenden Freunden zum Fußball spielen oder einfach in die Stadt gehen. Der Besuch einer Regelschule
fördert zudem das Verständnis der Mitschüler für blinde Menschen und schult zugleich den Umgang mit
ihnen.
#argument

Aufgabe 9

Deine Klasse plant einen Ausflug von Cuxhaven nach Hamburg in die Ausstellung „Dialog im Dunkeln“. Du bist verantwortlich für die Reservierung der Tickets. Aus organisatorischen Gründen muss die Fahrt im Mai nach den Prüfungen stattfinden. Anhand eines Kalenders legst du mögliche Termine fest und entscheidest dich für einen. Freitage sind als Veranstaltungstage ausgeschlossen!
a)
Gleiche Kalender und Belegungsplan nach möglichen Terminen ab. Markiere in beiden Kalendern alle möglichen Termine. (Tipp: Beachte die Hinweise in der Aufgabenstellung!)
Mögliche Termine: x
Kalender Mai 2017
MontagDienstagMittwochDonnerstagFreitag
1 2 3 4 5
Tag der
Arbeit
Besuch der
Ausbildungs-
messe
Abschlussarbeit:
Mathematik
89101112
Nachschreib-
termin:
Deutsch
1516171819
Nachschreib-
termin:
Englisch
Nachschreib-
termin:
Mathematik
x
2223242526
xxxHimmelfahrtSchulfrei
293031
xBesuch des Land-
tages in Hannover
x
Ausschnitt aus dem Belegungsplan des Dialogs im Dunkeln für den Monat Mai:
Frei: leeres Kästchen
Belegt: x
Mögliche Termine: x
Führungen1516171819202122232425262728293031
10:00xxxxxxxxx
12:00xxxxxxxxxxxxxx
14:00xxxxxxxxxxxx
16:00xxxxxxxx
b)
Markiere mögliche Zugverbindungen für die Hin- und Rückfahrt. Um möglichst kostengünstig zu fahren, nutzt ihr das Niedersachsenticket (gültig ab 9:00 Uhr; Kosten pro Person 7,80 Euro).
Hinfahrt Cuxhaven - Hamburg
Montag bis Freitag
Cuxhaven
06:5109:1010:1011:1013:10
Hamburg HBF
08:3510:5711:5412:5414:54
Rückfahrt Hamburg - Cuxhaven
Montag bis Freitag
Hamburg HBF
16:0617:0618:0619:0620:06
Cuxhaven
17:5018:5019:5020:5021:50
c)
Entscheide dich für eine passende Möglichkeit und ergänze die Tabelle.
DatumFührungHinfahrtRückfahrt
24. Mai 201714:0011:1017:06
#leseverstehen
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