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Aufgabe 1

Aufgaben
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Textinterpretation

$\blacktriangleright\;$ Aufgabenstellung:
1.
Interpretiere das Gedicht „Gefallen: ein Mann“ von Ernst Preczang.
#kriegslyrik#gedichtinterpretation#gedicht
2.
Vergleiche - ausgehend von deinen Interpretationsergebnissen -, wie der Soldatentod in Ernst Preczangs Gedicht „Gefallen: ein Mann“ und in Erich Maria Remarques Roman „Im Westen nichts Neues“ thematisiert wird.
Bitte beachte, dass der Schwerpunkt der Gewichtung auf der ersten Teilaufgabe liegt.
#imwestennichtsneues#vergleichen#nachkriegsliteratur
Material

Ernst Preczang: Gefallen: ein Mann (1914)

$\,$
Sag nicht: ein einzelner … als wär es wenig.
Wenn nur der eine bleibt.
Das Leben treibt.
Sein Spiel so gut im Bettler wie im König.
5
Wohl ist sein Name Schall, und sein Geschlecht
Nennt niemand mit ehrfürchtigem Gesichte;
Ein Arbeitsmann vielleicht, ein armer Knecht,
Und unbestrahlt vom Nimbus1 der Geschichte.
Jedoch: er lebte. Dieses aber heißt:
10
Er sah das Licht an jedem neuen Morgen,
Und immer wieder ward aus Lust und Sorgen
Ihm Tag und Jahr geschweißt.
Er lebte; denn er wirkte. Nerv und Kraft,
Sie wurden in der harten Hand zu Taten;
15
Er schmiedete den Pflug, er streute Saaten,
Und Frucht war seines Daseins Zeugenschaft.
Er lebte, heißt: er trug wohl Haß und Liebe,
Trug Freundschaft, Güte, Zorn;
Begehr in ihm und Wille waren Sporn2,
20
Und Hemmung waren ihm die dunklen Triebe.
Er lebte, heißt: in seinem Angesicht
Hat sich die Buntheit dieser Welt gespiegelt.
Nun es der Tod verriegelt3,
Erlosch in ihm und für ihn alles Licht.
25
Sag nicht: nur einer … Er auch war ein Held
Und hat sein ganzes Dasein hingegeben.
Wo tausend fallen, sterben tausend Leben;
Wo einer stürzt, stürzt mit ihm eine Welt.
Stürzt jene Welt, die andern heilig schien;
30
Denn irgendwo weint irgendwer um ihn.

1Nimbus: glanzvoller Rum
2Sporn: Ansporn, Antrieb
3Nun es der Tod verriegelt: Nun, da es der Tod verriegelt
Aus: Ernst Preczang: Gefallen: ein Mann.
In: Im Strom der Zeit. Gedichte. Fünfte, veränderte und ergänzte Auflage. Berlin
1929, (Buchmeister Verlag), S.103.
#gedicht#kriegslyrik
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Da deine Aufgabe im Abitur in zwei Teilaufgaben gegliedert ist, solltest du auch deine Bearbeitungszeit so einteilen, dass du beide Aufgaben bearbeiten kannst.
Erste Teilaufgabe
$\blacktriangleright\;$ Interpretiere das Gedicht „Gefallen: ein Mann“ von Ernst Preczang.
Du sollst das Gedicht interpretieren, also dessen Inhalt und Form deuten. Lies dir dafür zuerst die Überschrift durch und schreibe dir einige Stichworte auf, was du von dem Gedicht erwartest. Jetzt solltest du das Gedicht ein Mal komplett lesen. Dabei kannst du dir bereits einige Wörter oder Verse markieren, an denen dir etwas auffällt. Anschließend solltest du dir das Gedicht und die einzelnen Strophen nochmal näher anschauen. In deiner Interpretation kannst du am Besten die inhaltlichen Merkmale mit der Form verknüpfen. Achte darauf, dass du deine Ergebnisse im Schluss knapp zusammenfasst und darauf basierend eine Überleitung zur zweiten Teilaufgabe bilden kannst.
Zweite Teilaufgabe
$\blacktriangleright\;$ Vergleiche - ausgehend von deinen Interpretationsergebnissen -, wie der Soldatentod in Ernst Preczangs Gedicht „Gefallen: ein Mann“ und in Erich Maria Remarques Roman „Im Westen nichts Neues“ thematisiert wird.
In dieser Teilaufgabe sollst du das interpretierte Gedicht mit Remarques Roman, den du bereits aus dem Schulunterricht kennst, vergleichen. Du kannst dir eine Liste erstellen, in der du Gemeinsamkeiten und Unterschiede zwischen den beiden Texten sammelst. Achte darauf, dass du sinnvolle Stellen auswählst, mit deren Hilfe du den Roman und das Gedicht vergleichen kannst. Außerdem solltest du dich auch hier sowohl zum Inhalt, als auch zur Form äußern. In deinem Schluss solltest du dann die Beantwortung der Ausgangsfrage abrunden und eine deutliche Stellung einnehmen können.
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Textinterpretation

Tipp
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$\blacktriangleright\;$ Aufgabenstellung:
1.
Interpretiere das Gedicht „Gefallen: ein Mann“ von Ernst Preczang.
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Du sollst das Gedicht interpretieren, also dessen Inhalt und Form deuten. Lies dir dafür zuerst die Überschrift durch und schreibe dir einige Stichworte auf, was du von dem Gedicht erwartest. Jetzt solltest du das Gedicht ein Mal komplett lesen. Dabei kannst du dir bereits einige Wörter oder Verse markieren, an denen dir etwas auffällt. Anschließend solltest du dir das Gedicht und die einzelnen Strophen nochmal näher anschauen. In deiner Interpretation kannst du am Besten die inhaltlichen Merkmale mit der Form verknüpfen. Achte darauf, dass du deine Ergebnisse im Schluss knapp zusammenfasst und darauf basierend eine Überleitung zur zweiten Teilaufgabe bilden kannst.
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Du sollst das Gedicht interpretieren, also dessen Inhalt und Form deuten. Lies dir dafür zuerst die Überschrift durch und schreibe dir einige Stichworte auf, was du von dem Gedicht erwartest. Jetzt solltest du das Gedicht ein Mal komplett lesen. Dabei kannst du dir bereits einige Wörter oder Verse markieren, an denen dir etwas auffällt. Anschließend solltest du dir das Gedicht und die einzelnen Strophen nochmal näher anschauen. In deiner Interpretation kannst du am Besten die inhaltlichen Merkmale mit der Form verknüpfen. Achte darauf, dass du deine Ergebnisse im Schluss knapp zusammenfasst und darauf basierend eine Überleitung zur zweiten Teilaufgabe bilden kannst.
Das Gedicht „Gefallen: ein Mann“ wurde im Herbst 1914 von Ernst Preczang verfasst und thematisiert den Soldatentod. Dieses Thema lässt sich bereits durch die Überschrift erahnen und weckt in dem Leser die Vermutung, dass der heldenhafte Tod eines Soldaten, der im Ersten Weltkrieg gefallen ist, geehrt werden soll. Diese wird durch den Blick auf die Form des Gedichts unterstützt, denn die zwei unterschiedlich langen Versgruppen erinnern an eine Totenrede. Mit dem Lesen des ersten Verses wird allerdings deutlich, dass Preczang mit seinem Gedicht ein anderes Ziel verfolgt.
Einleitung
Titel, Autor, Jahr, Erwartung
Es scheint, als wolle er mit den Worten im ersten Vers „Sag nicht:“ die ersten Eindrücke des Lesers unterbrechen, indem er ihn direkt anspricht. Noch im gleichen Vers wird deutlich, dass das Gedicht inhaltlich nicht lobend und feierlich gestimmt ist, sondern vielmehr von Trauer markiert wird („ein einzelner … als wär es wenig“, V. 1). Der Autor drückt in den ersten Versen seines Gedichts bereits aus, dass er dem individuellen Leben eines gefallenen Soldaten einen hohen Wert zumisst. Diese Botschaft übermittelt er dem Leser zwar nur indirekt durch seine Aussage, dass ein einziger Überlebender („Wenn nur der eine bleibt.“, V. 2) wenig sei, doch sie wirkt unmissverständlich auf den Leser. Denn gleichzeitig wird dadurch ausgedrückt, dass nur ein Gefallener auch nicht wenig sei. Diese zentrale Aussage behandelt Preczang auf verschiedene Arten im Laufe seines Gedichts.
Hauptteil
Stimmung des Gedichts
Zentrale Aussage
Entscheidend dafür ist die Struktur, die in Einklang mit dem Inhalt steht. Wie beschrieben dienen bereits die ersten beiden Verse dazu, dem Leser die zentrale Botschaft zu vermitteln. Im Verlauf der ersten Strophe, die insgesamt 24 Verse zählt, wird sie näher ausgeführt. Dabei ist ein Reimschema zu erkennen, das eng mit dem Inhalt verbunden scheint. Auf die ersten vier Strophen folgt ein gekreuzter Reim, der nur ein Mal im Gedicht vorkommt. Somit sind diese Strophen in ihrem Reimschema ebenso besonders wie in ihrem Inhalt. Preczang konzentriert sich in diesen Versen auf die unteren sozialen Schichten („Ein Arbeitsmann vielleicht, ein armer Knecht“, V. 7), nachdem er zuvor festgestellt hat, dass die soziale Position, „Bettler wie […] König“ (V. 4), keinen Einfluss auf den Tod oder den Wert des Lebens hat. Darauf folgen vier Mal vier Verse, die inhaltlich und angesichts ihrer umarmenden Reime auch formal jeweils eine Einheit bilden.
Zusammenhang von Struktur und Inhalt
Diese Verse sind durch den jeweils gleichen Anfang „Er lebte“ (V. 9, 13, 17 und 21) leicht zu erkennen und befassen sich mit den verschiedenen Qualitäten, die das Leben eines Soldaten ausmachen. Diese beziehen sich auf „Lust und Sorgen“ (V. 11), seinen Nutzen in der Gesellschaft (V. 13f.) oder seine Gefühle („er trug wohl Haß und Liebe“, V. 17). Indem die vielen Aspekte seines Lebens thematisiert und als „die Buntheit dieser Welt“ bezeichnet werden, stellt Preczang den Soldat als Individuum dar. Anstatt in ihm nur einen Soldaten zu sehen, wird ersichtlich, dass es sich um einen Menschen handelt. Auch sprachlich wird unterstrichen, dass von einem Individuum gesprochen wird, denn der Soldat wird umschrieben als „ein Mann“ (Überschrift), „ein einzelner“ (V. 1), „der eine“ (V. 2) oder „nur einer“ (V. 25).
Der Soldat als Individuum
Indem Preczang das Leben des Soldaten anspricht, erhält sein Tod im Krieg eine neue Bedeutung. Anstatt die gefallenen Soldaten des Ersten Weltkriegs lediglich als anonyme Figuren zu sehen, die in einer großen Masse gestorben sind, wird hier der einzelne Mensch beleuchtet, der sich hinter dem Begriff „Soldat“ verbirgt. Im Gedicht wird hierzu das Motiv des Lichts verwendet, denn der Soldat „sah das Licht an jedem neuen Morgen“ (V. 10). Am Ende der ersten Strophe steht der Tod des Soldaten und damit auch das Ende dieses Lichts („Erlosch in ihm und für ihn alles Licht.“, V. 24).
Das Individuum im anonymen Massensterben des Krieges
Die anfangs genannte Aussage des Gedichts findet in der zweiten Strophe eine Art Zuspitzung. Nicht nur wurde der Soldat bereits als Individuum gekennzeichnet, er wird nun auch als „Held“ (V. 25) bezeichnet, der „sein ganzes Dasein hingegeben“ (V. 26) hat. In den letzten vier Versen verleiht Preczang der Strophe mit Hilfe des sprachlichen Mittels der Wiederholung nochmals besonderen Ausdruck. Die Wiederholung des Wortes „Wo“ (V. 27f.) bringt eine deutliche Wirkung mit sich, als solle sie dem Leser in Gedanken bleiben: „Wo tausend fallen, sterben tausend Leben; Wo einer stürzt, stürzt mit ihm eine Welt.“ (V. 27f.). Im nächsten Vers wird nochmals das Verb „stürzen“ aufgegriffen und durch den Paarreim vermitteln die letzten beiden Strophen dem Leser die traurige Botschaft, dass mit dem Soldaten eine ganze Welt stirbt, um die seine Angehörigen trauern.
Zuspitzung in der zweiten Strophe
Obwohl anfangs zu erwarten war, dass sich hinter dem Gedicht eine lobhafte Totenrede verbergen würde, rückt Preczang vielmehr die Botschaft in den Mittelpunkt, dass jeder Soldat ein Individuum sei. Demnach lässt er ihm zwar Ehre zukommen, doch der Schwerpunkt liegt darauf, den Wert des Soldatenlebens zu verdeutlichen. Auf diese Weise wird in „Gefallen: ein Mann“ vermittelt, dass jeder im Krieg gefallene Soldat, wichtig sei. Indem er die Vielfalt des einzelnen Soldatenlebens beleuchtet, macht Preczang deutlich, dass sich hinter jedem Soldaten ein individueller Mensch verbirgt. Denn so erkennt der Leser, dass jedes Leben wertvoll ist und mit dem Tod eines Menschen eine ganze Welt stirbt.
Schluss
Hervorhebung des einzelnen Menschenlebens
#metrum#stilmittel#reimschema
$\blacktriangleright\;$ Aufgabenstellung:
2.
Vergleiche - ausgehend von deinen Interpretationsergebnissen -, wie der Soldatentod in Ernst Preczangs Gedicht „Gefallen: ein Mann“ und in Erich Maria Remarques Roman „Im Westen nichts Neues“ thematisiert wird.
Bitte beachte, dass der Schwerpunkt der Gewichtung auf der ersten Teilaufgabe liegt.
Tipp
In dieser Teilaufgabe sollst du das interpretierte Gedicht mit Remarques Roman, den du bereits aus dem Schulunterricht kennst, vergleichen. Du kannst dir eine Liste erstellen, in der du Gemeinsamkeiten und Unterschiede zwischen den beiden Texten sammelst. Achte darauf, dass du sinnvolle Stellen auswählst, mit deren Hilfe du den Roman und das Gedicht vergleichen kannst. Außerdem solltest du dich auch hier sowohl zum Inhalt, als auch zur Form äußern. In deinem Schluss solltest du dann die Beantwortung der Ausgangsfrage abrunden und eine deutliche Stellung einnehmen können.
Tipp
In dieser Teilaufgabe sollst du das interpretierte Gedicht mit Remarques Roman, den du bereits aus dem Schulunterricht kennst, vergleichen. Du kannst dir eine Liste erstellen, in der du Gemeinsamkeiten und Unterschiede zwischen den beiden Texten sammelst. Achte darauf, dass du sinnvolle Stellen auswählst, mit deren Hilfe du den Roman und das Gedicht vergleichen kannst. Außerdem solltest du dich auch hier sowohl zum Inhalt, als auch zur Form äußern. In deinem Schluss solltest du dann die Beantwortung der Ausgangsfrage abrunden und eine deutliche Stellung einnehmen können.
Ebenso setzt Erich Maria Remarque sich in seinem Roman „Im Westen nichts Neues“ mit dem Thema Soldatentod auseinander. Der Roman befindet sich damit auf dem gleichen Themengebiet wie Preczang, doch es wirft sich die Frage auf, ob die Autoren auf ähnliche Art und Weise mit dem Thema umgehen.
Überleitung
Grundsätzlich fällt bei dem Vergleich auf, dass die Textsorten sich deutlich voneinander unterscheiden. Das wirkt sich nicht nur auf den Inhalt aus, der in einem Roman viel ausführlicher ist als in einem Gedicht. Auch die Intentionen der Autoren kommen in diesem Zusammenhang zum Ausdruck. In Preczangs Gedicht wird deutlich, dass eine bestimmte Botschaft vermittelt werden soll. Es spricht ein lyrisches Ich, das den Leser direkt anspricht (vgl. V. 1) und damit nicht nur seine Meinung zum Ausdruck bringt, sondern den Leser aktiv beeinflussen will. Remarque drückt in seiner Vorrede hingegen explizit aus, dass es sich bei seinem Roman weder um eine Anklage, noch um ein Bekenntnis handelt. Er weist damit jegliche Intention, die durch die Veröffentlichung eines Romans verfolgt werden könnte, von sich.
Hauptteil
Textform
Darüber hinaus können den beiden Texten abweichende inhaltliche Schwerpunkte zugewiesen werden. Preczang vermittelt seine Botschaft über den Wert des individuellen Soldaten maßgeblich, indem er das Leben des Soldaten beleuchtet. Er bezieht sich dabei auf verschiedene Aspekte, unter anderem die Gefühle des Soldaten, die sein Leben ausgemacht haben (vgl. V. 17f.). Davon ausgehend stellt er den Tod des Soldaten als großen Verlust dar, der auch auf die Angehörigen des Soldaten bezogen ist. Was in dem Gedicht jedoch außen vorgelassen wird, sind die emotionalen Folgen, die der Krieg für den einzelnen Soldaten bedeuten.
Tod des Soldaten steht zentral
Remarque setzt sich hingegen vielmehr mit dieser Thematik auseinander. Sein Roman bietet Platz dafür, die traumatischen Kriegserlebnisse zu behandeln, mit denen die Soldaten konfrontiert wurden. Nicht nur der Soldatentod spielt eine entscheidende Rolle, sondern auch die belastenden Erlebnisse der Soldaten und wie sie damit leben müssen. Das wird einerseits deutlich, als der Protagonist während seiner zeitweisen Rückkehr in seine Heimat unfähig ist, seiner Familie von den Kriegserlebnissen zu berichten. Und auch andere Situationen während des Romans bringen die emtional schwer belastenden Erlebnisse der Soldaten zum Ausdruck. Nur ein Beispiel ist das Erlebnis in Kapitel 9, als Bäumer aus Todesangst einen Franzosen umbringt und mehrere Stunden neben dem Toten in einem Bombentrichter ausharren muss.
Auseinandersetzung mit emotionalen Folgen des Krieges
Gerade durch solche Einblicke in den Kriegsalltag schafft es Remarque, ähnlich wie Preczang in „Gefallen: ein Mann“, den einzelnen Tod des Soldaten als tragisches Erlebnis darzustellen. Das zeigt sein tödlicher Angriff auf den Franzosen sehr deutlich, denn plötzlich ist der gegenerische Soldat nicht mehr nur ein Soldat, sondern ein Mensch. Als Folge seiner Schuldgefühle, oder weil ihm bewusst wird, dass ihn das gleiche Schicksal hätte treffen können, verspricht Bäumer dem Franzosen, dass er sich um dessen Familie kümmern werde. Insgesamt wird er während des Romans mehrmals mit dem Tod konfrontiert. Bereits zu Beginn, als er zusehen muss, wie sein Kamerad Kemmerich stirbt und auch gegen Ende, als sein enger Freund Kat bei einem Angriff ums Leben kommt. Dadurch wird dieselbe zentrale Botschaft übermittelt, die Preczang in seinem Gedicht überbringt, denn mit jedem gefallenen Soldaten im Krieg, stirbt ein Mensch.
Tod von individuellen Menschen, nicht nur von Soldaten
Eine weitere Gemeinsamkeit, die Remarque und Perczang in diesem Zusammenhang ansprechen, ist die Folge für Angehörige. In „Gefallen: ein Mann“ wird der Tod des Soldaten als Einstürzen einer ganzen Welt (vgl. V.28) bezeichnet. Die letzte Zeile betont deutlich, dass der Soldat nicht nur im Krieg existiert, sondern ein Sohn, Bruder oder Freund von jemandem ist. Diese Angehörigen wird der Tod schwer treffen, „denn irgendwo weint irgendwer um ihn“ (V. 30). Ähnlich ist diese Folge in Remarques Roman zu finden, denn nach Kemmerichs Tod muss der Protagonist bereits daran denken, dass er dessen Mutter einen Brief schreiben muss, um ihr von dem Tod ihres Sohnes zu berichten.
Trauer von Angehörigen
Dass Remarques Roman und Preczangs Gedicht die Aussage gemeinsam haben, dass jeder Tod eines Soldaten bedeutet, dass ein Individuum stirbt, wird beim Blick auf das Romanende sehr deutlich. Auch Bäumer fällt schließlich im Krieg, doch da es an diesem Tag an der Front sehr ruhig ist, lautet der Heeresbericht schlichtweg „Im Westen nichts Neues“. Obwohl ein Soldat gefallen ist, scheint sein Tod keine Erwähnung wert zu sein. Daraus wird die Bedeutungslosigkeit des Individuums im Krieg deutlich und wie sehr der Soldatentod im Massensterben des Krieges untergeht. Hier spiegelt sich die Aussage des Gedichts von Preczang, dass nur ein einzelner Tod nicht wenig sei (vgl. V. 1f.).
Untergang eines einzelnes Todesfalls in der Masse
Mit dieser Überschneidung zwischen Remarques Roman und dem Gedicht Preczangs wird klar, dass der Soldatentod auf sehr ähnliche Weise thematisiert wird. Beide Autoren stellen das Sterben von Soldaten als den Verlust von Individuen dar. Zugleich kann dies als Kritik der Autoren angesehen werden, dass dem Tod eines einzelnen Soldaten in der Kriegszeit kein Wert zugemessen wird.
Schluss
Hervorhebung der gleichen Meinung
#these#argument#beleg
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