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Aufgaben
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Basisteil

Der Schriftsteller Hermann Hesse wurde 1877 in Calw / Württemberg als Sohn des evangelischen Missionars und Verlegers Johannes Hesse geboren. Bereits 1884 suchten die Eltern wegen „Erziehungsschwierigkeiten“ mit dem Jungen fremde Hilfe. Der Konflikt steigerte sich, nachdem der Gymnasiast 1891 in das Pfarrerseminar Maulbronn aufgenommen worden war: Er riss dort 1892 aus, wurde bald aufgegriffen und nach Bad Boll gebracht, wo sein Gemütszustand untersucht werden sollte. Ein Selbstmord- und ein zweiter Fluchtversuch veranlassten die Eltern, Hermann in die Nervenheilanstalt Stetten zu bringen. Von dort schrieb er eine Reihe von Briefen nach Hause. Darin wiederholte er auch die Selbstmorddrohung. Im Herbst des gleichen Jahres holten die Eltern Hermann wieder zu sich zurück.

Hermann Hesse: Brief an den Vater (13.6.1893)

 
Um unnötige Erregung zu verhüten, wähle ich den umständlichen Weg des Schreibens; es hat sich so oft gezeigt, dass wir beide eben leider nicht miteinander sprechen können, da wir beide reizbar und in unsern Ansichten und Grundsätzen so verschieden sind. Doch zur Sache!
Im Seminar$^1$ gefiel es mir nicht […]. Dass ich ohne Weiteres immer weggelaufen, galt Euch für krankhaft.
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Es war natürlich nicht das Richtige, aber ich fühlte zu allem, was Ihr aus mir machen wolltet, keine Lust, keine Kraft, keinen Mut. Wenn ich so ohne jedes Interesse an meiner Arbeit Stunde um Stunde im Geschäft oder Studium war, ergriff mich eben Ekel.
Meine freien Stunden habe ich immer zur Privatausbildung verwendet; Ihr nanntet es brotlose Künste etc., ich aber hoffte und hoffe, davon zu leben. Nie hatte ich den Mut, meine Absichten und Wünsche
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Euch zu sagen, denn ich wusste, dass sie mit den Euren nicht übereinstimmten, so kamen wir immer weiter auseinander. Ich versuchte es ja mit dem Buchhandel, hatte den Willen, wenn ich der Sache auch nur eine einzige freundliche Seite abgewänne, mich anzustrengen, etc. etc.; aber es ekelte mich an. Jetzt ist eine Entscheidung nötig; ich weiß, dass Du an die Nervenheilanstalt Stetten […] oder etwas Ähnliches dachtest oder denkst, also muss es heraus. Mit Euren Plänen, zu denen ich „Ja“ gesagt, ist es nichts
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geworden. Darf ich es, ehe ich ins Irrenhaus gehe oder Gärtner oder Schreiber werde, nicht doch einmal mit meinen Plänen versuchen. Meine Bitte geht dahin - ich weiß, dass du Genauigkeit in solchen Dingen liebst: - Ich möchte versuchen, mit dem, was ich privat gelernt, mein Brot zu verdienen. Anfangen würde ich da, wo ich schon Boden habe, in Cannstatt, Esslingen, Stuttgart. Dazu brauchte ich aber die nötigen Papiere der Polizei wegen und zum Anfang einiges Geld. Ohne ein paar Mark könnte ich ja nicht
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einmal nach Esslingen etc. kommen, angenommen, ich käme für den ersten Tag ungelegen, so hätte ich ja kein Brot. Für den Anfang muss ich also natürlich jemandes Hilfe in Anspruch nehmen. Später, d.h. in nächster Zeit schon, hoffe ich, Einiges zu verdienen.
Du hast viel für mich ausgegeben, um Deine Pläne mit mir zu verwirklichen. Wolltest Du nicht ein Weniges daran setzen, mir Gelegenheit zu geben, die eigenen Pläne auf ihren praktischen Wert zu
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probieren. Mit nackten Worten also: Ich bitte Dich, statt der 1.000 Mark, die doch allermindestens nötig wären zum Kaufmann oder Ähnlichem, mir Freiheit zu geben, d.h. mir für die nötigen Papiere sorgen zu helfen, mir einiges Geld zum Anfangen zu geben und die Erlaubnis, in Sachen wie Wäsche, Stiefelflicken etc., mich in der allernächsten Zeit noch an Euch zu wenden. Geht es mir dann gut, dann umso besser. Geht es nicht, so ist ja die Wertlosigkeit meiner Hoffnung erwiesen, und ich mache nimmer Anspruch
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darauf, einen eigenen Willen zu haben, […].
Hermann
$^1$Seminar: hier: Ausbildungsanstalt für Geistliche
Quelle (bearbeitet): Kindheit und Jugend vor Neunzehnhundert. Hermann Hesse in Briefen und Lebenszeugnissen. 1877 - 1895. Hg. v. H. Hesse. Frankfurt a. M. 1966, hier zitiert nach: Lesebuch 10. Frankfurt a. M. 1988 (Diesterweg), S. 142f.
#briefwechsel#hermannhesse#leseverstehen
1.
Kreuze an, welche der folgenden Aussagen zutrifft und welche nicht.
Aussagentrifft zutrifft
nicht zu
Der Vater hält nichts von den beruflichen Bemühungen seines Sohnes.
Der Sohn möchte unbedingt Buchhändler werden.
Der Sohn beklagt sich, dass der Vater ihn nicht ausreichend finanziell unterstützt.
Der Sohn ist krank und deshalb nicht in der Lage zu arbeiten.
Der Sohn zieht es vor, einen Brief zu schreiben, um die direkte Auseinandersetzung mit seinem Vater zu vermeiden.
Der Sohn befürchtet, dass sein Vater die Absicht haben könnte, ihn erneut in eine psychiatrische Einrichtung einzuweisen/ einweisen zu lassen.
3P
2.
Wie hat sich der Einfluss der Eltern bzw. der „Älteren“ auf die Orientierungssuche ihrer Kinder in den letzten 100 Jahren verändert?
Beschreibe stichwortartig in einer Gegenüberstellung diese Veränderung anhand von jeweils zwei unterschiedlichen Haltungen der Väter („Woran kann ich mich orientieren?“ (Text 1) und „Brief an den Vater“ (Text 2)) und den beruflichen Orientierungen ihrer Kinder.
Früher (Text 2)Heute (Text 1)
  
  
  
  
  
  
  
  
  
  
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Basisteil

Hermann Hesse: Brief an den Vater (13.6.1893)

1.
Kreuze an, welche der folgenden Aussagen zutrifft und welche nicht.
Aussagentrifft zutrifft
nicht zu
Der Vater hält nichts von den beruflichen Bemühungen seines Sohnes.
Der Sohn möchte unbedingt Buchhändler werden.
Der Sohn beklagt sich, dass der Vater ihn nicht ausreichend finanziell unterstützt.
Der Sohn ist krank und deshalb nicht in der Lage zu arbeiten.
Der Sohn zieht es vor, einen Brief zu schreiben, um die direkte Auseinandersetzung mit seinem Vater zu vermeiden.
Der Sohn befürchtet, dass sein Vater die Absicht haben könnte, ihn erneut in eine psychiatrische Einrichtung einzuweisen/ einweisen zu lassen.
2.
Wie hat sich der Einfluss der Eltern bzw. der Älteren auf die Orientierungssuche ihrer Kinder in den letzten 100 Jahren verändert?
Beschreibe stichwortartig in einer Gegenüberstellung diese Veränderung anhand von jeweils zwei unterschiedlichen Haltungen der Väter („Woran kann ich mich orientieren?“ (Text 1) und „Brief an den Vater“ (Text 2)) und den beruflichen Orientierungen ihrer Kinder.
Früher (Text 2)Heute (Text 1)
Hermann Hesses Vater gibt ihm seine berufliche Zukunft vor, unterstützt ihn darinWilhelm Schmid lässt seine Tochter alles ausprobieren, unterstützt sie darin
Hesses Vater unterstützt ihn finanziellSchmids Hilfe geht über das Finanzielle hinaus
Hesses Vater will das Hermann etwas Vernünftiges lerntWilhelm Schmid findet es wichtig Erfahrungen zu machen, egal ob sie gut oder schlecht sind
bei „Erziehungsschwierigkeiten“ schickt Hesses Vater seinen Sohn aufs Internat und in die NervenheilanstaltSchmid lässt seine Tochter Dinge ausprobieren und ihre eigenen Fehler machen
Hermann Hesse bittet um Unterstützung seines Vater bei seinen PlänenSchmids Tochter muss nicht um Unterstützung bitten
Hermann Hesse probiert den Weg seines Vaters zu gehen, aber er findet kein Gefallen an den BerufenSchmids Tochter probiert die Dinge aus, die sie selbst interessieren
Hesse hat Verschiedenes ausprobiertSchmids Tochter hat Verschiedenes ausprobiert
wenn Hermanns Pläne scheitern, würde er sich ergeben und den Plänen seines Vaters folgenwenn Schmids Tochter merkt, ein Beruf ist nichts für sie, dann probiert sie etwas Neues aus und wird von ihrem Vater unterstützt
Hermann ging am Ende seine eigenen WegeSchmids Tochter wird ihren eigenen Weg gehen
  
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