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Wahlteil A

Aufgaben
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Wahlteil A

Du machst ein Praktikum bei einem Wolfsberater. Bei deinen Recherchen im Internet stößt du auf ein Forum von Wolfsgegnern. Dort läuft gerade eine Kampagne gegen die Rückkehr des Wolfes. Als Aufhänger dafür dienen lediglich einige Schlagzeilen über beunruhigende aktuelle Wolfsbegegnungen, darunter auch die Überschrift „Fürchterlicher Kampf eines Menschen mit einem Wolf“. Du findest heraus, dass es sich hierbei um den Titel eines Textes des deutschen Schriftstellers Johann Peter Hebel aus dem 19. Jahrhundert handelt.
Du verfasst für die Besucher des Forums einen informierend- appellierenden Eintrag, in dem du dich mit dem Hebel-Text und dem darin vermittelten Wolfsbild auseinandersetzt. In einem abschließenden Appell forderst du zu einer sachlicheren Betrachtungsweise in der Diskussion um den Wolf auf.
Johann Peter Hebel (1760 - 1826) war ein deutscher Schriftsteller, der vor allem mit seinen Kalendergeschichten berühmt wurde. Sie erschienen, wie der Name schon sagt, in einem Kalender und waren in einer Zeit ohne Radio, Fernsehen, elektronische Medien und Internet bei den Lesern eine sehr beliebte Unterhaltungslektüre.
Hebels Geschichten erzählen interessante und lehrreiche Neuigkeiten, merkwürdige Begebenheiten, Anekdoten, abgewandelte Märchen und Ähnliches. Auch Zeitungsberichte dienten ihm als Vorlage, denen er dann eine originelle und kunstvolle literarische Form gab. So geht die Kalendergeschichte „Fürchterlicher Kampf eines Menschen mit einem Wolf“ von 1809 ursprünglich auf einen Zeitungsbericht zurück, der ein Jahr zuvor in einer Tageszeitung erschienen war.
Johann Peter Hebel (1760 - 1826) war ein deutscher Schriftsteller, der vor allem mit seinen Kalendergeschichten berühmt wurde. Sie erschienen, wie der Name schon sagt, in einem Kalender und waren in einer Zeit ohne Radio, Fernsehen, elektronische Medien und Internet bei den Lesern eine sehr beliebte Unterhaltungslektüre.
Hebels Geschichten erzählen interessante und lehrreiche Neuigkeiten, merkwürdige Begebenheiten, Anekdoten, abgewandelte Märchen und Ähnliches. Auch Zeitungsberichte dienten ihm als Vorlage, denen er dann eine originelle und kunstvolle literarische Form gab. So geht die Kalendergeschichte „Fürchterlicher Kampf eines Menschen mit einem Wolf“ von 1809 ursprünglich auf einen Zeitungsbericht zurück, der ein Jahr zuvor in einer Tageszeitung erschienen war.

Fürchterlicher Kampf eines Menschen mit einem Wolf

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In Frankreich ist ein Departement, heißt Goldhügel. In diesem Departement1 befindet sich eine kleine
Landschaft, genannt Saulieu (musst lesen Soliö); diese Landschaft bekam im März des Jahres 1807
einen schlimmen Besuch von einem reißenden Tier, wie man noch keines daselbst gesehen hatte,
hierzulande auch nicht. Es hatte Ähnlichkeit mit einem Wolf, wird auch einer gewesen sein. Doch
5
hatte es eine kürzere Schnauze als ein gemeiner2 Wolf, war lang und mager und mit langen
dunkelgrünen Haaren besetzt. Diese grausame und blutgierige Bestie wütete mehrere Tage lang zum
Schrecken der Einwohner in dem Lande herum, griff Menschen und Tiere an, wagte sich sogar am 30.
März am hellen Tag auf der Landstraße an die Reisenden, zerriss einen Konskribierten3, zerfleischte
zwei Mägdlein und einen Knaben und blieb selbige Nacht nahe bei dem Hause eines Landmannes
10
namens Machin im Gebüsche über Nacht. Der gute Machin […] ging des Morgens früh um drei Uhr,
als es noch ganz finster war, aus dem Hause. Da hörte er etwas rauschen im Gebüsch, glaubte, es
sei die Katze, die sich vor einigen Tagen verlaufen hatte, und rief seiner Frau, die Katze sei da. Aber
in dem nämlichen Augenblicke springt das Untier wütend auf ihn los. Er wirft es zurück. Es kommt
wieder, stellt sich auf die Hinterfüße, drückt ihn zwei Schritte weit an die Wand zurück und packt ihn
15
mit einem Rachen voll scharfer starker Zähne wütend an der linken Brust. Vergebens sucht er sich
loszumachen. Das Tier setzt immer tiefer seine Zähne ein und verursacht ihm die entsetzlichsten
Schmerzen. Da umfasst es der herzhafte und starke Machin mit beiden Armen, drückt es fest an sich,
ringt mit ihm, bis er es im Hause hat, wirft sich mit ihm auf einen Tisch, sodass das Tier unten lag, und
rief seiner Frau, dass sie ein Licht anzünde. Aber Frau und Kinder wagten es nicht, sich zu nähern,
20
und das Tier biss sich immer tiefer und tiefer in die Brust des unglücklichen Mannes ein, bis endlich
die älteste Tochter von 22 Jahren sich ermannte4 und mit einem Licht und einem Messer herbeieilte.
Der Vater drückt so stark er kann mit seinem Körper auf das Tier, zeigt ihr mit der linken Hand, wo sie
hineinstechen müsse, dass das Ungeheuer sicher getötet werde. Noch biss sich die Bestie immer
tiefer und tiefer ein, während die Tochter den kühnen und glücklichen Stich tat und ein paarmal das
25
Messer in der Wunde umkehrte. Aber jetzt schoss das heiße schwarze Blut wie ein Strom aus der
tödlichen Wunde hervor, das Tier fing an, die Augen zu verdrehen, und es war ihm nicht, als wenn es
noch viele Buben und Mägdlein zerreißen wollte. Aber erst, nachdem es sich völlig verblutet hatte, war
man imstande, die Brust des braven Mannes von ihm loszumachen, so fest hatte es sich mit seinen
mörderischen Zähnen eingehauen. Drauf wurde das Untier vollends totgeschlagen und verlocht5.
30
Machin aber hatte noch lange an seiner Brust zu leiden und zu heilen und sagt, er wolle sein Leben
lang dran denken.
Quelle (bearbeitet): Johann Peter Hebel: Die Kalendergeschichten. Sämtliche Erzählungen aus dem Rheinischen Hausfreund. Hg. v. Hannelore Schlaffer u. Harald Zils. München (Hanser) 1999, S. 200-204.


1 Departement: Verwaltungsbezirk
2 gemein: hier im Sinne von gewöhnlich, allgemein bekannt
3 Konskribierter: jemand, der zum Kriegsdienst einberufen wird
4 sich ermannen: sich aufraffen, Mutzu etwas fassen
5 verlochen: [in einem Erdloch] verscharren, vergraben
#lesen
Bearbeite die folgenden Aufgaben in einem zusammenhängenden Text.
Zähle abschließend die von dir geschriebenen Wörter.
Gehe dabei folgendermaßen vor:
a.
Erkläre einleitend den Anlass für deinen Beitrag und nenne dabei die grundlegenden Informationen zu Text 2A.
2 P
#erklären
b.
Fasse den Inhalt des Textes 2A in wenigen Sätzen zusammen.
3 P
#zusammenfassen
c.
Beschreibe kurz das Wolfsbild, das Johann Peter Hebel in seinem Text vermittelt, und belege deine Aussagen mithilfe von vier treffenden Zitaten.
2 P
#beschreiben
d)
Begründe anhand von zwei Beispielen, warum Text 2A nicht als Argument gegen die Rückkehr des Wolfes geeignet ist. Berückisichtige bei deinen Ausführungen auch die Schreibabsicht Hebels.
2 P
#begründen
e.
Schließe deinen Beitrag mit einem Appell an die Besucher des Forums, der zu einer sachlichen betrachtung der aktuellen Diskussion um den Wolf auffordert.
Beziehe auch Ergebnisse des Basisteils ein, die zur Versachlichung des Umgangs mit dem Wolf beitragen können.
3 P
#appell
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Wahlteil A

Fürchterlicher Kampf eines Menschen mit einem Wolf

Sehr geehrte Forums-Besucher,
anlässlich der missbräuchlichen Verwendung eines historischen und zugleich literarischen Titels zwecks der Stimmungsmache gegen den Wolf und dessen Rückkehr möchte ich diesen Beitrag veröffentlichen um eine andere Sichtweise auf den Wolf zu ermöglichen.
Der Titel „Fürchterlicher Kampf eines Menschen mit einem Wolf“, welcher hier zur Hetze gegen den Wolf genutzt wird, gehörte ursprünglich zu einer Kalendergeschichte, geschrieben von dem deutschen Autor Johann Peter Hebel. Dieser veröffentlichte die Kalendergeschichte mit besagtem Titel 1809, nachdem ein Jahr zuvor ein Zeitungsbericht in einer Tageszeitung über jenes Thema veröffentlicht wurde.
a.) Anlass und Basisinformationen
Die Kalendergeschichte Hebels handelt von einem Wolf, der im Jahr 1807 in Frankreich Angst und Schrecken unter der Landbevölkerung verbreitet. Er bedroht und tötet Menschen und Tiere. Auch ein Landmann namens Machin wird vom Wolf angegriffen und trägt diesen Kampf mit dem Wolf aus. Mithilfe seiner ältesten Tochter kann er schließlich den Wolf besiegen. Das Tier wird von seiner Tochter getötet. Machin jedoch leidet lebenslang an den Wunden.
b.) Inhalt des Textes
Der Wolf wird von Johann Peter Hebel als ein äußerst bedrohliches und wahllos tötendes Raubtier dargestellt. Besonders deutlich wird dies durch drastische Bezeichnungen für den Wolf und den Beschreibungen seines aggressiven Verhaltens wie „reißendes Tier“ (Z.3), „Diese grausame und blutgierige Bestie wütete …,“ (Z. 6), „das Untier“ (Z. 13), der Wolf „packt ihn mit einem Rachen voll scharfer starker Zähne wütend an der linken Brust“ (Z. 14f.) und noch einige mehr.
c.) Beschreibung des dargestellten Wolfbilds
Bei Hebels Kalendergeschichte handelt es sich nicht um einen sachlich informierenden, sondern um einen literarischen Text, der zahlreiche Elemente fiktiven Erzählens enthält.
Beispiele hierfür sind zum einen die oftmals übertriebene Darstellung des Geschehens wie „Aber jetzt schoss das heiße schwarze Blut wie ein Strom aus der tödlichen Wunde hervor, das Tier fing an, die Augen zu verdrehen, und es war ihm nicht, als wenn es noch viele Buben und Mägdlein zerreißen wollte.“ (Z. 25 ff.)
Des Weiteren soll die Darstellung des Geschehens spannend und dramatisch sein und wird auch genau so dargestellt: „Da umfasst es der herzhafte und starke Machin mit beiden Armen, drückt es fest an sich, ringt mit ihm, bis er es im Hause hat, wirft sich mit ihm auf einen Tisch, sodass das Tier unten lag, und rief seiner Frau, dass sie ein Licht anzünde.“ (Z. 17 ff.)
d.) Begründung, warum der Text nicht als Argument gegen die Rückkehr des Wolfs geeignet ist
Bei diesen Ausführungen darf die Schreibabsicht des Autors natürlich nicht vernachlässigt werden. Hebel schrieb die Kalendergeschichten in einer Zeit ohne Radio, Fernsehen oder andere elektronische Medien. Die Geschichten dienten deshalb der Unterhaltung der Leser und nicht der sachlichen Information.
Schreibabsicht
Deshalb informiert euch und betrachtet die aktuelle Diskussion um den Wolf sachlich!
Denn wie ihr nun womöglich erkennen konntet ist die Sichtweise auf den Wolf in diesem Forum sehr einseitig und teilweise auch verfälscht dargestellt. Und keine Diskussion sollte einseitig betrachtet werden. Bezieht deshalb auch bitte andere Meinungen mit ein, um euch ein aufgeklärtes und sachliches Meinungsbild und Urteil über diese Diskussion bilden zu können! Denn das abschreckende Bild des Wolfes in Märchen und Gruselfilmen entspricht nicht der Realität. Wölfe sind laut einer Statistik nicht gefährlicher als Wildschweine. Die Wahrscheinlichkeit, eines der beiden Tiere bei einem Spaziergang im Wald zu treffen ist sehr gering, da beides sehr scheue Tiere sind und den Menschen aus dem Weg gehen. Des Weiteren haben die Wölfe nichts Böses im Sinn. Das Bild des „Raubtieres“ hat sich schon lange gewandelt und ist veraltet. Der heutzutage genutze Begriff „Beutegreifer“ ist ein neutralerer Begriff, der das Verhalten der Wölfe wertfrei als naturgegeben respektiert. Die Nutztiere, die die Wölfe reißen, sind Gelegenheitsbeute. Und zwar machen die Wölfe den Jägern Konkurrenz bei der Jagd auf Wild, jedoch machen sie die Jagd auch wieder natürlicher.
Deshalb appelliere ich nochmals an euch alle: betrachtet die aktuelle Diskussion sachlich und lasst euch nicht von fälschlich verwendeten Titeln historischer Kalendergeschichten blenden!
e.) Appell an die Leser
~ 600 Wörter
#erklären#zusammenfassen#appell#begründen#beschreiben
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