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Aufgabe 1

Aufgaben
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Friedrich Schiller: Kabale und Liebe

$\blacktriangleright\;$ Thema:
Sabine Doering (*1961): Lust und Last der Lektüre
Friedrich Schiller (1759-1805): Kabale und Liebe
$\blacktriangleright\;$ Aufgabenstellung:
1.
Analysiere den vorliegenden Auszug aus dem Aufsatz von Sabine Doering unter besonderer Berücksichtigung des Askpekts der „mißlingenden Brieflektüre“ (Z. 9). Erschließe dabei die Hauptaussagen und die Argumentationsstruktur.
#hauptaussagen#argumentationsstruktur#analysieren
2.
Erläutere die Umstände, unter denen Luises Brief in Schillers Drama „Kabale und Liebe“ verfasst wird. Stelle Ferdinands Reaktion auf diesen Brief (IV, 2) und dessen Bedeutung für den weiteren Handlungsverlauf dar. Überprüfe unter Berücksichtigung des angesprochenen Verhältnisses von „Verstand und Gefühl“, inwieweit Doerings Ausführungen geeignet sind, die dramatische Funktion dieses Briefes angemessen zu erfassen.
Bitte beachte, dass der Schwerpunkt der Gewichtung auf der zweiten Teilaufgabe liegt.
Brauchst du noch mehr Informationen zu Kabale und Liebe?
Schau doch in unserer Lektürehilfe nach!
Lektürehilfe zu Kabale und Liebe
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Schau doch in unserer Lektürehilfe nach!
Lektürehilfe zu Kabale und Liebe
#kabaleundliebe#erläutern#schiller

Sabine Doering: Lust und Last der Lektüre (Auszug)

 
Falsche Lektüre, daran läßt Schiller keinen Zweifel, kann mancherlei Unglück nach sich zie-
hen, und die Kunst des rechten Lesens ist nur wenigen möglich. Die Frage „Könnt Ihr lesen?“1
zielt auf mehr als die bloße Technik der Entzifferung.
[…]
5
Denn Lesen bedeutet zugleich Interpretieren. Jeder Lektüre-Akt, und mag er sich noch so
automatisch vollziehen, ist auch ein hermeneutischer Prozeß der Sinnkonstitution2. Wo es aber
um die Frage der angemessenen Interpretation geht, ist stets auch die Gefahr der Miß-Inter-
pretation, der falschen Auslegung, gegeben. Das demonstriert Schiller vor allem an der viel-
fach mißlingenden Brieflektüre in seinen Dramen.
10
  Auffällig ist zunächst die Häufigkeit der Briefe, die in diesen Dramen geschrieben und
gelesen werden. Dabei geht die Brief-Lektüre oft mit heftigen unmittelbaren körperlichen
Reaktionen einher: Als der kriegserprobte Oberst Buttler, der immerhin manche Schlacht
durchstanden hat, den Brief zu lesen bekommt, der Wallensteins falsches Spiel ihm gegen-
über entlarvt, verlassen den erfahrenen Krieger seine Kräfte: „seine Knie zittern, er greift
15
nach einem Stuhl, setzt sich nieder“. Ungestümer noch ist die Reaktion jüngerer Briefleser:
In Kabale und Liebe sehen wir den eifersüchtigen Ferdinand, als er den Brief „durchfliegt“,
der Luises angebliche Untreue dokumentiert, „bald erstarrend, bald wütend herumstürzend“.
Don Karlos schließlich, ein ebenso stürmisch Liebender, verliert vollends seine Beherrschung,
als er den Brief der Hofdame Eboli erhält, den er in fatalem Irrtum als Liebesbeweis seiner
20
Stiefmutter Elisabeth mißversteht. Er „fängt an, heftig zu zittern und wechselweis zu erblassen
und zu erröten. Nachdem er gelesen hat, steht er lange sprachlos, die Augen starr auf den Brief
geheftet“.
  Der Mediziner Schiller verknüpft mit diesen Lese-Akten eine erstaunliche Vielfalt patho-
logischer Symptome, die den Schauspielern ein beträchtliches Maß an Körperbeherrschung
25
abverlangen: zitternde Knie, katatonische3 Erstarrung oder, komplementär dazu, hyperaktiver
Bewegungsdrang, unmittelbare körperliche Schwäche, Einschränkung der Redefähigkeit,
nachhaltige Störungen des vegetativen4 Nervensystems. […] Schillers Leser […] lesen mit
vollem Einsatz ihres Körpers, allerdings oft unter eingeschränkter Beteiligung ihres kritischen
Verstandes.
30
  Die große Bedeutung, die Schiller der Brieflektüre beimißt, beruht nicht allein auf den
theatertechnischen Vorteilen, die den Brief zum beliebten und vielseitig verwendbaren Mit-
tel der dramatischen Intrige machen, ist doch kaum ein Requisit so flexibel einsetzbar. Ein
Brief kann schnell von einem Ort zum anderen transportiert werden und Entfernungen zu über-
brücken helfen, er läßt sich leicht verbergen, ebenso leicht aber auch entdecken und scheint
35
im Zeitalter von Tinte und Feder Authentizität zu garantieren. Diese unhinterfragte Unmittel-
barkeit des handschriftlichen Briefes führt aber zu dem gewichtigeren Grund für die Häufig-
keit der Briefe, zumal der gefälschten, in Schillers Dramen: Die Leichtgläubigkeit, mit der
selbst intelligente Leser auf plumpe Fälschungen hereinfallen, weil sie dem geschriebenen
Wort selbstverständliche Gültigkeit zubilligen, demaskiert eine der wirkungsmächtigsten
40
Mythen jener empfindsamen Epoche, die oft als „Zeitalter des Briefes“ bezeichnet wird. Die
freie Selbstaussprache im Medium des Briefes gehört zu den großen Errungenschaften des
18. Jahrhunderts, wovon umfangreiche und ergreifende Korrespondenzen, gerade auch von
Briefschreiberinnen, Zeugnis geben. […]
  Anders als ein offizielles Schreiben verlangt ein eigenhändiger, persönlicher Brief die ver-
45
trauende Sympathie seiner Leserin, seines Lesers. Der private Brief als Medium der Selbstaus-
sprache appelliert nicht allein an den Verstand, sondern insbesondere an das Gefühl. Gefühle
aber sind manipulierbar, sind anfällig für Täuschungen und Illusionen. Indem Schiller nun
in seinen Dramen vielfältige Beispiele solcher Täuschungen und Selbsttäuschungen bei der
Lektüre von Briefen entwirft, nimmt er die Position eines Lehrers aus der Schule der Aufklä-
50
rung ein, der seinen Zuschauern Möglichkeiten des Mißbrauchs eines populären Mediums vor
Augen führt. Die Frage „Könnt Ihr lesen?“ zielt auch auf die rechte Balance von Verstand
und Gefühl, von empathischer und kritischer Lektüre.

1So lautet die Frage an den Titelhelden in Schillers Verschwörung des Fiesko zu Genua
2Verstehensprozess zur Sinnfindung
3hier: krampfartig
4eigentlich pflanzlich, hier: dem Willen nicht unterliegend
Aus: Sabine Doering: Lust und Last der Lektüre.
Lese-Akte in Schillers Dramen.
In: Jahrbuch der Deutschen Schillergesellschaft 47 (2003),
S. 171-186, hier: S. 176-178
#sekundärtext

Friedrich Schiller: Kabale und Liebe

Vierter Akt. Zweite Szene

 
Ferdinand allein, den Brief durchfliegend, bald erstarrend, bald wütend herumstürzend

Es ist nicht möglich. Nicht möglich. Diese himmlische Hülle versteckt kein so teuflisches
Herz – – Und doch! doch! Wenn alle Engel herunterstiegen, für ihre Unschuld bürgten – wenn
Himmel und Erde, wenn Schöpfung und Schöpfer zusammenträten, für ihre Unschuld bürg-
5
ten – es ist ihre Hand – ein unerhörter, ungeheurer Betrug, wie die Menschheit noch keinen
erlebte! – Das also wars, warum man sich so beharrlich der Flucht widersetzte! – Darum –
o Gott! jetzt erwach ich, jetzt enthüllt sich mir alles! – Darum gab man seinen Anspruch
auf meine Liebe mit soviel Heldenmut auf, und bald, bald hätte selbst mich die himmlische
Schminke betrogen!
10
(Er stürzt rascher durchs Zimmer, dann steht er wieder nachdenkend still) Mich so ganz zu
ergründen! – Jedes kühne Gefühl, jede leise, schüchterne Bebung zu erwidern, jede feurige
Wallung – An der feinsten Unbeschreiblichkeit eines schwebenden Lauts meine Seele zu fas-
sen – Mich zu berechnen in einer Träne – Auf jeden gähen Gipfel der Leidenschaft mich zu
begleiten, mir zu begegnen vor jedem schwindelnden Absturz – Gott! Gott! und alles das
15
nichts als Grimasse? – Grimasse? – O wenn die Lüge eine so haltbare Farbe hat, wie ging es
zu, daß sich kein Teufel noch in das Himmelreich hineinlog?
Da ich ihr die Gefahr unsrer Liebe entdeckte, mit welch überzeugender Täuschung erblaßte
die Falsche da! Mit welch siegender Würde schlug sie den frechen Hohn meines Vaters zu
Boden, und in eben dem Augenblick fühlte das Weib sich doch schuldig – Was? hielt sie nicht
20
selbst die Feuerprobe der Wahrheit aus – die Heuchlerin sinkt in Ohnmacht. Welche Sprache
wirst du jetzt führen, Empfindung? Auch Koketten sinken in Ohnmacht. Womit wirst du dich
rechtfertigen, Unschuld – Auch Metzen sinken in Ohnmacht.
Sie weiß, was sie aus mir gemacht hat. Sie hat meine ganze Seele gesehn. Mein Herz trat beim
Erröten des ersten Kusses sichtbar in meine Augen – und sie empfand nichts? Empfand viel-
25
leicht nur den Triumph ihrer Kunst? – Da mein glücklicher Wahnsinn den ganzen Himmel in
ihr zu umspannen wähnte? Meine wildesten Wünsche schwiegen? Vor meinem Gemüt stand
kein Gedanke als die Ewigkeit und das Mädchen – Gott! da empfand sie nichts? Fühlte nichts,
als ihren Anschlag gelungen? Nichts, als ihre Reize geschmeichelt? Tod und Rache! Nichts,
als daß ich betrogen sei?
Aus: Friedrich Schiller: Kabale und Liebe.
Ein bürgerliches Trauerspiel in fünf Aufzügen.
In: Ders.: Sämtliche Werke.
Auf Grund der Originaldrucke herausgegeben von
Gerhard Fricke und Herbert G. Göpfert. Bd. 1: Gedichte.
Dramen I. 8. durgesehene Auflage.
München: Hanser 1987, S. 817 f.
#drama
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Thema:
Sabine Doering (*1961): Lust und Last der Lektüre
Friedrich Schiller (1759-1805): Kabale und Liebe
Erste Teilaufgabe:
$\blacktriangleright\;$ Analysiere den vorliegenden Auszug.
Analysieren bedeutet, dass du inhaltliche und sprachliche Merkmale im Text unter dem Aspekt der „mißlungene[n] Brieflektüre“ untersuchen sollst. Überlege dir dafür:
  • Was versteht die Autorin unter einer „mißlungenen Brieflektüre“?
  • Wie macht sie sich bemerkbar?
Desweiteren wird von dir verlangt, die Hauptaussagen des Textes und die Argumentationsstruktur herauszuarbeiten. Dabei ist es wichtig, dass du keine Inhaltsangabe schreibst, sondern die Kernaussagen auf den Punkt bringst.
Beginne deine Analyse mit einer Einleitung, in der du die Textgrundlagen sowie das Leitthema des Textes wiedergibst. Im Hauptteil legst du anschließend die Hauptaussagen dar und untersuchst die Argumentationsstruktur der Autorin. Am Ende der Teilaufgabe sollst du erläutern, wie Doering die „mißlingenden Brieflektüre“ versteht.
Bedenke bei deiner Ausarbeitung der ersten Teilaufgabe, dass der Schwerpunkt deiner Arbeit auf der zweiten Teilaufgabe liegen soll. Demnach musst du deine Zeit einteilen. Wichtig ist, dass du unnötige Wiederholungen vermeidest und keine Inhaltsangabe verfasst. Bringe wichtige Aspekte auf den Punkt und formuliere präzise.
Zweite Teilaufgabe:
$\blacktriangleright\;$ Erläutere die Umstände für den Brief in Kabale und Liebe, zeige Ferdinands Reaktionen auf und Überprüfe Doerings Ausführungen.
Erläutern bedeutet, dass du die Umstände kurz und knapp verständlich machst. Anschließend sollst du Ferdinands Reaktionen auf den Brief herausarbeiten und aufzeigen, welche Bedeutung der Brief für den weiteren Handlungsverlauf hat. Zum Schluss wird bei der Überprüfung von dir verlangt, die Gültigkeit dieser Ausführung zu untersuchen.
Beginne die zweite Teilaufgabe mit einer gelungenen Überleitung zum Thema. Arbeite dann die Aufgaben ab und beende deine Ausarbeitung mit abschließenden Schlusssätzen.
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Friedrich Schiller: Kabale und Liebe

$\blacktriangleright\;$ Thema:
Sabine Doering (*1961): Lust und Last der Lektüre
Friedrich Schiller (1759-1805): Kabale und Liebe
$\blacktriangleright\;$ Aufgabenstellung:
1.
Analysiere den vorliegenden Auszug aus dem Aufsatz von Sabine Doering unter besonderer Berücksichtigung des Askpekts der „mißlingenden Brieflektüre“ (Z. 9). Erschließe dabei die Hauptaussagen und die Argumentationsstruktur.
2.
Erläutere die Umstände, unter denen Luises Brief in Schillers Drama „Kabale und Liebe“ verfasst wird. Stelle Ferdinands Reaktion auf diesen Brief (IV, 2) und dessen Bedeutung für den weiteren Handlungsverlauf dar. Überprüfe unter Berücksichtigung des angesprochenen Verhältnisses von „Verstand und Gefühl“, inwieweit Doerings Ausführungen geeignet sind, die dramatische Funktion dieses Briefes angemessen zu erfassen.
Bitte beachte, dass der Schwerpunkt der Gewichtung auf der zweiten Teilaufgabe liegt.
Tipp
In der ersten Teilaufgabe sollst du den vorliegenden Auszug von Sabine Doering analysieren. Analysieren bedeutet, dass du inhaltliche und sprachliche Merkmale im Text unter dem Aspekt der „mißlungene[n] Brieflektüre“ untersuchen sollst. Überlege dir dafür:
  • Was versteht die Autorin unter einer „mißlungenen Brieflektüre“?
  • Wie macht sie sich bemerkbar?
Desweiteren wird von dir verlangt, die Hauptaussagen des Textes und die Argumentationsstruktur herauszuarbeiten. Dabei ist es wichtig, dass du keine Inhaltsangabe schreibst, sondern die Kernaussagen auf den Punkt bringst.
Beginne deine Analyse mit einer Einleitung, in der du die Textgrundlagen sowie das Leitthema des Textes wiedergibst. Im Hauptteil legst du anschließend die Hauptaussagen dar und untersuchst die Argumentationsstruktur der Autorin. Am Ende der Teilaufgabe sollst du erläutern, wie Doering die „mißlingenden Brieflektüre“ versteht.
Bedenke bei deiner Ausarbeitung der ersten Teilaufgabe, dass der Schwerpunkt deiner Arbeit auf der zweiten Teilaufgabe liegen soll. Demnach musst du deine Zeit einteilen. Wichtig ist, dass du unnötige Wiederholungen vermeidest und keine Inhaltsangabe verfasst. Bringe wichtige Aspekte auf den Punkt und formuliere präzise.
In der zweiten Teilaufgabe wird von dir verlangt, dass du den Textauszug aus Kabale und Liebe kurz in die Handlung einordnet und die Umstände, unter denen der Brief verfasst wird, erläuterst. Erläutern bedeutet dabei, dass du die Umstände kurz und knapp verständlich machst. Anschließend sollst du Ferdinands Reaktionen auf den Brief herausarbeiten und aufzeigen, welche Bedeutung der Brief für den weiteren Handlungsverlauf hat. Zum Schluss sollst du überprüfen, inwieweit Doerings Ausführung des Verhältnisses von Verstand und Gefühl geeignet ist, um die dramatische Funktion des Briefes zu erfassen. Dies verlangt von dir, die Gültigkeit dieser Ausführung zu untersuchen.
Beginne den zweiten Teil der Aufgabe mit einer gelungenen Überleitung zum Thema. Vermeide allgemein Zusammenfassungen, sondern fasse dich kurz und präzise.
Der Schluss deiner Arbeit stellt die Überprüfung der Ausführung dar und sollte einen abschließenden Schlusssatz beinhalten. So wird deine Ausarbeitung abgerundet.
Tipp
In der ersten Teilaufgabe sollst du den vorliegenden Auszug von Sabine Doering analysieren. Analysieren bedeutet, dass du inhaltliche und sprachliche Merkmale im Text unter dem Aspekt der „mißlungene[n] Brieflektüre“ untersuchen sollst. Überlege dir dafür:
  • Was versteht die Autorin unter einer „mißlungenen Brieflektüre“?
  • Wie macht sie sich bemerkbar?
Desweiteren wird von dir verlangt, die Hauptaussagen des Textes und die Argumentationsstruktur herauszuarbeiten. Dabei ist es wichtig, dass du keine Inhaltsangabe schreibst, sondern die Kernaussagen auf den Punkt bringst.
Beginne deine Analyse mit einer Einleitung, in der du die Textgrundlagen sowie das Leitthema des Textes wiedergibst. Im Hauptteil legst du anschließend die Hauptaussagen dar und untersuchst die Argumentationsstruktur der Autorin. Am Ende der Teilaufgabe sollst du erläutern, wie Doering die „mißlingenden Brieflektüre“ versteht.
Bedenke bei deiner Ausarbeitung der ersten Teilaufgabe, dass der Schwerpunkt deiner Arbeit auf der zweiten Teilaufgabe liegen soll. Demnach musst du deine Zeit einteilen. Wichtig ist, dass du unnötige Wiederholungen vermeidest und keine Inhaltsangabe verfasst. Bringe wichtige Aspekte auf den Punkt und formuliere präzise.
In der zweiten Teilaufgabe wird von dir verlangt, dass du den Textauszug aus Kabale und Liebe kurz in die Handlung einordnet und die Umstände, unter denen der Brief verfasst wird, erläuterst. Erläutern bedeutet dabei, dass du die Umstände kurz und knapp verständlich machst. Anschließend sollst du Ferdinands Reaktionen auf den Brief herausarbeiten und aufzeigen, welche Bedeutung der Brief für den weiteren Handlungsverlauf hat. Zum Schluss sollst du überprüfen, inwieweit Doerings Ausführung des Verhältnisses von Verstand und Gefühl geeignet ist, um die dramatische Funktion des Briefes zu erfassen. Dies verlangt von dir, die Gültigkeit dieser Ausführung zu untersuchen.
Beginne den zweiten Teil der Aufgabe mit einer gelungenen Überleitung zum Thema. Vermeide allgemein Zusammenfassungen, sondern fasse dich kurz und präzise.
Der Schluss deiner Arbeit stellt die Überprüfung der Ausführung dar und sollte einen abschließenden Schlusssatz beinhalten. So wird deine Ausarbeitung abgerundet.
Der Text „Lust und Last der Lektüre“ ist ein Auszug aus dem Aufsatz von Sabine Doering, welcher 2003 im Jahrbuch der Deutschen Schillergesellschaft 47 veröffentlicht wurde.
Dabei befasst sich die Autorin mit der Bedeutung und der Funktion von Briefen in Schillers Dramen.
erste Teilaufgabe Einleitung
Die Autorin verdeutlicht, dass das Lesen nicht nur die Entzifferung der Worte, sondern vielmehr das Interpretieren und die Sinnfindung dieser darstellt. Anhand von diversen Beispielen aus Schillers Werken zeigt sie auf, welche Gefahren Fehldeutungen von Briefen mit sich bringen können. Der geschriebene Brief ist in dieser Zeit authentisch und löst daher reflexartig heftige körperliche Reaktionen beim Lesen aus. Er ist allerdings auch von großer Bedeutung, da er sich flexibel einsetzen lässt und so theatertechnische Vorteile bietet. Der private Brief wird als „Medium der Selbstaussprache“ verwendet und appeliert dadurch nicht nur an den Verstand, sondern auch an das Gefühl. Doch durch das Manipulationspotential der Gefühle zeigt der Brief auch die Fähigkeit des Täuschens auf und nimmt so die Funktion des Aufklärens ein. Um einen Brief somit verstehen zu können, muss der Verstand mit dem Gefühl in Balance stehen.
Hauptteil
Hauptaussagen des Textes
Die Argumentationsweise von Sabine Doering ist klar strukturiert. Zunächst leitet sie das zentrale Thema ein, indem sie beschreibt, dass das Lesen einen hermeneutischen Prozess fordert.
Anschließend stellt sie die These auf, dass Brieflektüren fehlinterpretiert werden können, was Schiller in seinen Dramen durch misslingende Brieflektüren demonstriert. Diese These belegt sie durch Textbeispiele aus Schillers Dramen und begründet die Miß-Interpretation damit, dass die Leser oft mit vollem Körpereinsatz lesen, jedoch mit wenig kritischem Verstand. Sie hinterfragen nicht aktiv.
Danach hebt die Autorin die besondere Bedeutung des Briefes in Schillers Dramen hervor. Sie zeigt anhand von Beispielen auf, welche theatertechnische Vorteile die Häufigkeit und Flexibilität des Einsetzens bietet und welch großes Maß an Körperbeherrschung von den Figuren und Lesern abverlangt wird. Abschließend legt die Autorin noch einmal die Bedeutung von Schillers Briefen dar, die eine aufklärende Position über eine mögliche Täuschung einnehmen.
Argumentationsstruktur
Im Allgemeinen versteht Sabine Doering unter einer misslingenden Brieflektüre die falsche Sinnfindung des Briefes durch Miß-Interpretation. Diese falsche Auslegung des Sinns kommt zum einen zustande, weil dem persönlichen Brief eine zweifelsfreie Authentizität zugesprochen wird. Zum anderen ist sich der Verfasser des Briefes seiner Manipulation der Emotionen des Lesers bewusst. Außerdem begründet sie eine falsche Auslegung dadurch, dass der Leser oft mit mehr Gefühl als kritischem Verstand liest und somit unwahre Aussagen nicht hinterfragt. Daher ist der Leser anfällig für Täuschungen und Selbsttäuschungen.
Verstädnis einer „mißlingenden Brieflektüre“
In Sabine Doerings Aufsatz führt sie als Beispiel für eine „mißlingende[n] Brieflektüre“ auch den Brief in Schillers „Kabale und Liebe“ auf.
Der Brief ist eine Täuschung und wird verfasst, da die Liebesbeziehung zwischen Ferdinand und Luise sabotiert werden soll. Zum einen möchte der Vater seinen Sohn mit einer Adeligen verheiraten, zum anderen hat sein Sekretär Wurm selbst Interesse an Luise. Durch ein Intrigenspiel der beiden wird Luise schließlich erpresst. Sie soll einen gefälschten Liebesbrief an den Hofmarschall schreiben, sonst wird ihr Vater in Gefahr gebracht. Aus Sorge schreibt sie den Brief, der dann Ferdinand zugespielt wird.
zweite Teilaufgabe
Einordnung des Briefes
In dem Brief an den Hofmarschall spricht Luise negativ über Ferdinand und beschreibt ihre falschen Gefühle zu ihm. Sie offenbart die Sehnsucht nach dem nächsten heimlichen Treffen mit dem Hofmarschall und dem Ende der Beziehung zu Ferdinand.
kurze Inhaltsangabe des Briefes
Nachdem Ferdinand Luises Brief gelesen hat, ist er fassungslos und wütend. Er reagiert zunächst mit Zweifeln, da er sich anfänglich nicht vorstellen kann, dass Luise ihre Gefühle ihm gegenüber vorspielt. Jedoch erkennt er die Handschrift von Luise wieder, was die Glaubwürdigkeit des Briefes beweist. Danach fallen ihm Situationen ein, die die Aufrichtigkeit von Luise und ihre Liebe zu Ferdinand in Frage stellen. Er fühlt sich betrogen und gedemütigt. Er ist bestürzt, aufgewühlt und erschüttert, was durch seine körperlichen Reaktionen und sein Sprachverhalten verdeutlicht wird. Am Ende ist er wütend und spricht Drohungen gegenüber Luise aus, an der er sich rächen will.
Ferdinands Reaktionen
Nachdem Ferdinand den Brief aufgebracht durchgelesen hat, spricht er mit seinem Vater, der seine Eifersucht bestärkt. Auch Luise wird weiterhin von Wurm manipuliert, welcher selbst ein Interesse an ihr hat. Durch den Brief wird das Vertrauensverhältnis zwischen Luise und Ferdinand zerrüttet. Durch Ferdinands Wut ist er nicht in der Lage Luises Verzweiflung und die Intrige zu erkennen und vergiftet sich und Luise. Erst als Luise merkt, dass sie selbst sterben wird, gesteht sie Ferdinand die Wahrheit.
Konsequenzen für den weiteren Handlungsverlauf
Der Brief nimmt für die Dramenhandlung die entscheidende Funktion als katastrophenauslösendes Moment ein. Wie Doering in ihrem Aufsatz beschreibt, ist auch der Brief in „Kabale und Liebe“ ein Requisit, welches theatertechnische Vorteile bietet. Sie beschreibt das Verhältnis zwischen Verstand und Gefühl während des Lesens, wobei das Gefühl die Oberhand gewinnt. So ist es auch bei Ferdinand, der zunächst an der Glaubwürdigkeit des Briefes zweifelt, jedoch aufgrund der Handschrift von Luise manipuliert und somit leicht überzeugt wird. Der geschriebene Brief scheint in diesem Zeitalter Authentizität zu garantieren, wodurch Ferdinands Zweifel schwinden. Er wird dadurch beeinflusst und zeigt heftige körperliche Reaktionen, die auch Doering in ihrem Aufsatz erwähnt. Sie sagt, dass Gefühle manipulierbar sind und der Verstand beim Lesen zurücktritt. Dies lässt sich an Ferdinands Reaktionen auch feststellen, der damit beginnt, bestimmte Situationen ihrer Beziehung erneut zu überdenken und zu deuten, anstatt den Brief in Frage zu stellen. Doch die geglückte Intention von Wurm steht der scheinbaren Selbstausprache von Luise gegenüber und so gelingt es dem Sektretär Ferdinand zu täuschen. Dieser denkt über eine Fremdbestimmung von Luise beim Verfassen des Textes nicht nach, sondern lässt sich täuschen.
Schlussteil
Überprüfung von Doerings Ausführungen
Ich würde daher sagen, dass Doerings Ausführungen geeignet sind, um die dramatische Funktion des Briefes aufzuzeigen. Das angesprochene Verhältnis von Gefühl und Verstand zeigt sich ganz deutlich auch in Ferdinands Reaktionen in „Kabale und Liebe“, weswegen der Brief den Auslöser für die Katastrophe im Drama darstellt.
#beleg#these#argument
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