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Aufgabe 3

Aufgaben
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$\blacktriangleright\;$ Thema:
Umberto Eco: Mögliche Wälder
Franz Kafka: Der Proceß
$\blacktriangleright\;$ Aufgabenstellung:
  1. Analysiere den vorliegenden Text, indem du die Aussagen Ecos zum Verhältnis von Fiktion und Realität erläuterst, seinen Gedankengang erschließt und die von ihm verwendeten Mittel der Darstellung und ihre Wirkung untersuchst.
  2. Setze Ecos Überlegungen in Beziehung zu Kafkas Roman „Der Proceß“. Erläutere hierfür, inwiefern die Gültigkeit eines solchen Fiktionspakts grundsätzlich angenommen werden kann und inwiefern im Erzählanfang und im weiteren Fortgang des Romans Irritationsmomente gestaltet sind, die in besonderer Weise die Frage nach dem Verhältnis von Fiktion und Wirklichkeit stellen lassen. Deute deine Befunde abschließend kurz vor dem Hintergrund der Überlegungen Ecos.
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Lektürehilfe zu Der Proceß
#fiktion#erläutern#textanalyse#derprozeß#kafka
Der Autor:
Umberto Eco (1932 – 2016): italienischer Schriftsteller und Philosoph, war Professor für Semiotik. Durch seine Romane, vor allem „Der Name der Rose“, wurde er weltberühmt.
Der vorliegende Textauszug ist auf Deutsch zum ersten Mal 1994 veröffentlicht worden.
Grundlage waren die Vorträge von Umberto Eco im Rahmen der „Charles Eliot Norton Lectures“ an der Harvard- Universität, die er 1992 und 1993 gehalten hat.
Der Autor:
Umberto Eco (1932 – 2016): italienischer Schriftsteller und Philosoph, war Professor für Semiotik. Durch seine Romane, vor allem „Der Name der Rose“, wurde er weltberühmt.
Der vorliegende Textauszug ist auf Deutsch zum ersten Mal 1994 veröffentlicht worden.
Grundlage waren die Vorträge von Umberto Eco im Rahmen der „Charles Eliot Norton Lectures“ an der Harvard- Universität, die er 1992 und 1993 gehalten hat.
Umberto Eco

Mögliche Wälder

$\,$
Es war einmal der letzte König von Italien, Vittorio Emanuele III., der nach dem Zweiten Weltkrieg ins Exil geschickt wurde. Dieser König stand im Ruf, ein Mann von geringer humanistischer Bildung zu sein, mehr an wirtschaftlichen und militärischen Fragen interessiert, wenn auch ein leidenschaftlicher Sammler alter Münzen. Eines Tages, so wird erzählt, mußte er eine Gemäldeausstellung eröffnen und war also
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gezwungen, durch die Säle zu gehen und die Bilder zu bewundern. Vor einer idyllischen Landschaft, die ein liebliches Tal mit einem Dorf am Berghang zeigte, stand er lange betrachtend, dann fragte er den Direktor der Ausstellung: „Wie viele Einwohner hat dieses Dorf?“
Die Grundregel jeder Auseinandersetzung mit einem erzählenden Werk ist, daß der Leser stillschweigend einen Fiktionsvertrag mit dem Autor schließen muß, der das beinhaltet, was Coleridge[1] „the willing
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suspension of disbelief“, die willentliche Aussetzung der Ungläubigkeit nannte. Der Leser muß wissen, daß das, was ihm erzählt wird, eine ausgedachte Geschichte ist, ohne darum zu meinen, daß der Autor ihm Lügen erzählt. Wie John Searle[2] es ausgedrückt hat, der Autor tut einfach so, als ob er die Wahrheit sagt, und wir akzeptieren den Fiktionsvertrag und tun so, als wäre das, was der Autor erzählt, wirklich geschehen.
Da ich zweimal die Erfahrung gemacht habe, daß ein von mir verfaßter Roman mehrere Millionen Leser
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erreicht hat, habe ich ein außergewöhnliches Phänomen beobachten können. Bis zur Auflagenhöhe von einigen zigtausend Exemplaren (die Zahl kann von Land zu Land variieren) trifft man in der Regel auf Leser, die den Fiktionsvertrag sehr gut kennen. Danach, und jedenfalls nach der ersten Million, betritt man ein Land, in dem man nicht mehr sicher sein kann, ob die Leser je von diesem Pakt gehört haben.
In Kapitel 115 meines Romans Das Foucaultsche Pendel läuft der Erzähler Casaubon in der Nacht vom
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23. zum 24. Juni 1984 […] die ganze Rue Saint-Martin hinunter, kreuzt die Rue aux Ours, gelangt zum Centre Pompidou und dann zur Kirche Saint-Merry und irrt von dort weiter durch mehrere Straßen, die alle namentlich genannt werden […]. Ich muß sagen, um dieses Kapitel zu schreiben, bin ich mehrmals bei Nacht dieselbe Strecke gegangen, mit einem Diktaphon in der Hand, um festzuhalten, was ich sah und was ich dabei empfand. […] Ich habe das nicht aus Streben nach Realismus getan, denn ich bin nicht Emile
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Zola[3]. Aber wenn ich erzähle, habe ich gerne den Raum vor Augen, in dem das Erzählte spielt; das schafft mir eine gewisse Vertrautheit mit dem Geschehen und hilft mir, mich in die Personen hineinzuversetzen.
Nachdem der Roman erschienen war, bekam ich einen Brief von einem Leser, der sich offensichtlich in die Bibliothèque Nationale gesetzt hatte, um alle Zeitungen vom 24. Juni 1984 durchzusehen. Dabei hatte er entdeckt, daß es an der Ecke der Rue Réaumur, die ich zwar nicht erwähnt hatte, die aber an einem
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bestimmten Punkt die Rue Saint-Martin kreuzt, nach Mitternacht, ungefähr um die Zeit, als Casaubon dort vorbeikam, einen Brand gegeben hatte, einen Brand, der nicht unbeträchtliche Dimensionen gehabt haben mußte, wenn die Zeitungen davon sprachen. Der Leser fragte mich, wie es möglich sei, daß Casaubon diesen Brand nicht gesehen hatte.
Um mir einen Spaß zu machen, antwortete ich ihm, vermutlich habe Casaubon den Brand sehr wohl
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gesehen, und wenn er ihn mir gegenüber nicht erwähnt habe, werde es wohl irgendeinen geheimnisvollen Grund dafür geben […]. Ich fürchte, der gute Mann versucht noch immer herauszufinden, warum Casaubon den Brand verschwiegen hat […].
Und doch hatte jener Leser – wenn auch leicht paranoisch – nicht gänzlich unrecht. Ich hatte ihn glauben gemacht, daß meine Geschichte im »realen« Paris geschehen sei, und hatte ihm sogar das genaue Datum
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genannt. Hätte ich in einer so detaillierten Beschreibung behauptet, gegenüber dem Conservatoire erhebe sich die Sagrada Familia[4] von Gaudí, wäre er zu Recht verärgert gewesen, denn wenn wir in Paris sind, sind wir nicht in Barcelona. Hatte er auch das Recht, nach einem Brand zu suchen, den es in jener Nacht in Paris gegeben hatte, der aber in meinem Roman nicht vorkommt?
Ich bin zwar der Ansicht, daß jener Leser es übertrieben hatte, als er verlangte, eine ausgedachte
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Geschichte müsse restlos und vollständig mit der wirklichen Welt, auf die sie sich bezieht, übereinstimmen, aber das Problem liegt nicht so einfach. Bevor wir den Mann verurteilen, sehen wir uns einmal an, wie verurteilenswert König Vittorio Emanuele III. wirklich war.
Beim Eintritt in den Wald der Fiktionen wird von uns erwartet, daß wir den Fiktionspakt mit dem Autor unterschreiben und uns zum Beispiel darauf gefaßt machen, daß Wölfe sprechen können; wenn aber
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Rotkäppchen dann vom bösen Wolf gefressen wird, glauben wir, daß es tot ist (und dieser Glaube ist sehr wichtig für die Katharsis[5] am Ende und für unsere große Freude über Rotkäppchens Auferstehung). Wir glauben, daß der Wolf einen Pelz und aufrechtstehende Ohren hat, mehr oder weniger wie die Wölfe in wirklichen Wäldern, und es kommt uns ganz natürlich vor, daß Rotkäppchen sich wie ein kleines Mädchen benimmt und seine Mutter wie eine besorgte und verantwortungsbewußte Erwachsene. Warum? Weil es in
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der Welt unserer Erfahrung so ist, also in jener Welt, die wir fürs erste […] die reale oder wirkliche Welt nennen werden.
Was ich hier sage, mag sehr selbstverständlich klingen, ist es aber nicht, wenn wir uns streng an das Dogma der „suspension of disbelief“ halten. Wie es scheint, suspendieren wir unsere Ungläubigkeit, wenn wir fiktive Geschichten lesen, nur in bezug auf einige Dinge und nicht auf andere. Und wenn sich zeigt […],
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daß die Grenzen zwischen dem, was wir glauben sollen, und dem, was wir nicht glauben sollen, ziemlich unscharf sind, wie können wir dann dem armen Vittorio Emanuele ganz unrecht geben? Wenn er nur die ästhetischen Qualitäten jenes Gemäldes bewundern sollte, die Farben, die Gekonntheit der Perspektive, dann war es sicherlich falsch von ihm, nach der Einwohnerzahl des Dorfes zu fragen. Aber wenn er in jenes Bild eingetreten war, wie man in eine fiktive Welt eintritt, etwa indem er sich vorstellte, über jene Hügel zu
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wandern, warum sollte er sich dann nicht fragen dürfen, wem er in jenem Dorf begegnen würde und ob es dort wohl ein ruhiges Gasthaus gäbe. Wenn das Bild realistisch gemalt war, wie ich vermute, warum sollte er dann meinen, das Dorf sei unbewohnt oder voller Nachtmahre wie ein Dorf bei Lovecraft[6]? Dies ist doch im Grunde der Zauber einer jeden erzählerischen Fiktion, ob verbaler oder visueller Natur: daß sie uns in die Grenzen einer Welt einschließt und irgendwie dazu bringt, diese Welt ernst zu nehmen.


[1] Samuel Taylor Coleridge (1772-1834): Schriftsteller, ein Hauptvertreter der englischen Romantik
[2] John Searle (*1932): amerikanischer Philosoph und Sprechakttheoretiker
[3] Emile Zola (1840-1902): bedeutender französischer Romancier, dessen Werke sich durch eine Nähe zum Realismus bzw. Naturalismus auszeichnen
[4] Sagrada Familia: eine bedeutende Kirche in Barcelona im Stil des Modernisme. Hauptwerk des katalanischen Architekten Antoni Gaudí (1852-1926), seit 1882 in Bau
[5] Katharsis: wörtlich Reinigung, zentraler Begriff der Dramen- und Literaturtheorie seit der Antike, bezeichnet die Reinigung oder Läuterung des Publikums von bestimmten Affekten
[6] H. P. Lovecraft (1890-1937): gilt als ein zentraler Erzähler der amerikanischen phantastischen Literatur, dessen Erzählungen auch Elemente des Horror enthalten
Aus: Umberto Eco: Mögliche Wälder. In: Ders.: Im Wald der Fiktionen. Sechs Streifzüge durch die Literatur. Deutsch von Burkhart Kroeber. 3. Auflage. München: dtv 2004, S. 103-106.
Franz Kafka

Der Proceß

Verhaftung
$\,$
Jemand mußte Josef K. verleumdet haben, denn ohne daß er etwas Böses getan hätte, wurde er eines Morgens verhaftet. Die Köchin der Frau Grubach, seiner Zimmervermieterin, die ihm jeden Tag gegen acht Uhr früh das Frühstück brachte, kam diesmal nicht. Das war noch niemals geschehn. K. wartete noch ein Weilchen, sah von seinem Kopfkissen aus die alte Frau die ihm gegenüber wohnte und die ihn
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mit einer an ihr ganz ungewöhnlichen Neugierde beobachtete, dann aber, gleichzeitig befremdet und hungrig, läutete er. Sofort klopfte es und ein Mann, den er in dieser Wohnung noch niemals gesehen hatte trat ein. Er war schlank und doch fest gebaut, er trug ein anliegendes schwarzes Kleid, das ähnlich den Reiseanzügen mit verschiedenen Falten, Taschen, Schnallen, Knöpfen und einem Gürtel versehen war und infolgedessen, ohne daß man sich darüber klar wurde, wozu es dienen sollte, besonders praktisch erschien.
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„Wer sind Sie?“ fragte K. und saß gleich halb aufrecht im Bett. Der Mann aber ging über die Frage hinweg, als müsse man seine Erscheinung hinnehmen und sagte bloß seinerseits: „Sie haben geläutet?“ „Anna soll mir das Frühstück bringen“, sagte K. und versuchte zunächst stillschweigend durch Aufmerksamkeit und Überlegung festzustellen, wer der Mann eigentlich war. Aber dieser setzte sich nicht allzulange seinen Blicken aus, sondern wandte sich zur Tür, die er ein wenig öffnete, um jemandem, der offenbar knapp hinter
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der Tür stand, zu sagen: „Er will, daß Anna ihm das Frühstück bringt.“ Ein kleines Gelächter im Nebenzimmer folgte, es war nach dem Klang nicht sicher ob nicht mehrere Personen daran beteiligt waren. Trotzdem der fremde Mann dadurch nichts erfahren haben konnte, was er nicht schon früher gewußt hätte, sagte er nun doch zu K. im Tone einer Meldung: „Es ist unmöglich.“ „Das wäre neu“, sagte K., sprang aus dem Bett und zog rasch seine Hosen an. „Ich will doch sehn, was für Leute im Nebenzimmer sind und wie
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Frau Grubach diese Störung mir gegenüber verantworten wird.“ Es fiel ihm zwar gleich ein, daß er das nicht hätte laut sagen müssen und daß er dadurch gewissermaßen ein Beaufsichtigungsrecht des Fremden anerkannte, aber es schien ihm jetzt nicht wichtig. Immerhin faßte es der Fremde so auf, denn er sagte: „Wollen Sie nicht lieber hier bleiben?“ „Ich will weder hierbleiben noch von Ihnen angesprochen werden, solange Sie sich mir nicht vorstellen.“ „Es war gut gemeint“, sagte der Fremde und öffnete nun freiwillig die
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Tür. Im Nebenzimmer, in das K. langsamer eintrat als er wollte, sah es auf den ersten Blick fast genau so aus, wie am Abend vorher. Es war das Wohnzimmer der Frau Grubach, vielleicht war in diesem mit Möbeln Decken Porzellan und Photographien überfüllten Zimmer heute ein wenig mehr Raum als sonst, man erkannte das nicht gleich, umsoweniger als die Hauptveränderung in der Anwesenheit eines Mannes bestand, der beim offenen Fenster mit einem Buch saß, von dem er jetzt aufblickte. „Sie hätten in Ihrem
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Zimmer bleiben sollen! Hat es Ihnen denn Franz nicht gesagt?“ „Ja, was wollen Sie denn?“ sagte K. und sah von der neuen Bekanntschaft zu dem mit Franz Benannten, der in der Tür stehen geblieben war, und dann wieder zurück. Durch das offene Fenster erblickte man wieder die alte Frau, die mit wahrhaft greisenhafter Neugierde zu dem jetzt gegenüberliegenden Fenster getreten war, um auch weiterhin alles zu sehn. „Ich will doch Frau Grubach –“, sagte K., machte eine Bewegung, als reiße er sich von den zwei
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Männern los, die aber weit von ihm entfernt standen, und wollte weitergehn. „Nein“, sagte der Mann beim Fenster, warf das Buch auf ein Tischchen und stand auf. „Sie dürfen nicht weggehn, Sie sind ja gefangen.“ „Es sieht so aus“, sagte K.
Aus: Franz Kafka: Der Proceß. Hrsg. von Malcolm Pasley. In: Ders.: Schriften - Tagebücher - Briefe. Kritische Ausgabe. Frankfurt/M.: S. Fischer 1990, S. 7-9.
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Textanalyse

$\blacktriangleright\;$ Thema:
Umberto Eco: Mögliche Wälder
$\blacktriangleright\;$ Aufgabenstellung:
  • Analysiere den vorliegenden Text, indem du die Aussagen Ecos zum Verhältnis von Fiktion und Realität erläuterst, seinen Gedankengang erschließt und die von ihm verwendeten Mittel der Darstellung und ihre Wirkung untersuchst.

Einleitung

Wie bei jeder Analyse beginnst du die Einleitung mit einem Basissatz, in welchem du die wichtigsten Informationen zu Umberto Ecos Text nennst und den Inhalt des Textes kurz zusammenfasst.
Basissatz
  • Titel: Mögliche Wälder
  • Autor: Umberto Eco
  • Erscheinungsjahr: 1994
  • Inhaltsangabe: Es geht um den Fiktionsvertrag zwischen Leser und Autor und das Verhältnis von Realität und Fiktion.

Hauptteil

Im Hauptteil erläuterst du nun zuerst Ecos Aussagen zum Verhältnis von Realität und Fiktion. Erläutere die Aussagen in deinen eigenen Worten!
Erschließe daraufhin seinen Gedankengang und untersuche die von ihm verwendeten Mittel der Darstellung und ihre Wirkung.
Aussagen zum Verhältnis von Realität und Fiktion
  • „Die Grundregel jeder Auseinandersetzung mit einem erzählenden Werk ist, daß der Leser stillschweigend einen Fiktionsvertrag mit dem Autor schließen muß […].“ (Z. 8-9)
    $\rightarrow$ Vertrag wird zwischen Leser und Autor geschlossen
    $\rightarrow$ Leser willigt ein, dass Text ausgedachte Geschichte, aber keine Lüge ist
    $\rightarrow$ Leser tut so, als wäre das Erzählte wirklich geschehen, weiß aber gleichzeitig, dass es nur fiktiv ist
    $\rightarrow$ Autor hingegen tut so, als wäre Geschriebenes real, um es glaubwürdiger darstellen zu können
  • „[…] eine ausgedachte Geschichte müsse restlos und vollständig mit der wirklichen Welt, auf die sie sich bezieht, übereinstimmen […].“ (Z. 45)
    $\rightarrow$ Eco stimmt damit nicht komplett überein
    $\rightarrow$ Ort ist zwar real, Handlung aber fiktiv
    $\rightarrow$ wäre Handlung wirklich geschehen, wäre Geschichte eine historische Nacherzählung
    $\rightarrow$ Autor kann zwar Orte besuchen, an denen Handlung spielt, wird dabei jedoch nie ganz die damaligen sozialen, gesellschaftlichen und politischen Umstände und Geschehnisse erfassen können
  • „Weil es in der Welt unserer Erfahrung so ist, also in jener Welt, die wir fürs erste […] die reale oder wirkliche Welt nennen werden.“ (Z. 55)
    $\rightarrow$ Erfahrungen nehmen Einfluss darauf, was wir für fiktiv halten oder nicht
  • „Wie es scheint, suspendieren wir unsere Ungläubigkeit, wenn wir fiktive Geschichten lesen, nur in bezug auf einige Dinge und nicht auf andere.“ (Z. 57)
    $\rightarrow$ Ungläubigkeit kann nur bedingt bei einigen Dingen von Wahrnehmung abgelöst werden; diese Dinge nehmen wir dann als gegeben hin
    $\rightarrow$ andere Dinge können wir nicht als real ansehen, da wir sie trotz Fiktionsvertrag als fiktiv erkennen und auch so betrachten
  • „Grenzen zwischen dem, was wir glauben sollen, und dem, was wir nicht glauben sollen, ziemlich unscharf sind […].“ (Z. 60)
    $\rightarrow$ es kommt darauf an, wie tief Betrachter in fiktive Welt eintaucht
    $\rightarrow$ je mehr man sich auf fiktive Welt einlässt, desto mehr hält man sie für real
    $\rightarrow$ oberflächlich betrachtet, erscheint die fiktive Welt immer nicht real
  • „der Zauber einer jeden erzählerischen Fiktion“ (Z. 68)
    $\rightarrow$ fiktiver Text ermöglicht es, dass Grenzen zwischen Realität und Fiktion verschwimmen
    $\rightarrow$ Leser kann in fiktive Welt abtauchen und sie für real halten, obwohl er weiß, dass sie es nicht ist
Gedankengang erschließen
  • Einstieg in Text mit Anekdote über die Lächerlichkeit der Frage von König Vittorio Emanuel III anläßlich seiner Betrachtung eines Gemäldes
    $\rightarrow$ Eco versucht für Leser einen verständlichen Einstieg in das Thema zu schaffen
    $\rightarrow$ aus Anekdote wird späterer Gedankengang jedoch nicht deutlich und Sinn der Anekdote wird auch nicht klar
    $\rightarrow$ soll erst nach den Erklärungen Sinn ergeben
  • Eco holt Leser zum Thema Realität und Fiktion ganz am Anfang ab, um Zugänglichkeit für Leserschaft zu erhöhen
    $\rightarrow$ da Realität und Fiktion ein sehr umfassendes und kompliziertes Thema ist, beginnt Eco den Fiktionsvertrag in einfachen Worten zu erläutern
    $\rightarrow$ nutzt dafür vor allem verschiedene Beschreibungen und Beispiele anderer Autoren, um Leser die Materie des Fiktionsvertrages, welcher eigentlich auch fiktiv ist, verständlich zu machen
    $\rightarrow$ Leser fängt nun an, das eigentliche Thema des Textes zu begreifen und zu erfassen
  • als Autor hat Eco selbst Erfahrungen mit dem Fiktionsvertrag gemacht, die er Leser nicht vorenthalten will, um Text anschaulicher zu gestalten
    $\rightarrow$ ab bestimmter Leserzahl ist nicht sicher, wer Fiktionsvertrag überhaupt kennt
    $\rightarrow$ kennt der Leser, wie im Beispiel, den Vertrag nicht oder hält ihn nicht ein, fällt es auch dem Autor schwer, sich daran zu halten
    $\rightarrow$ Eco begegnet Situation mit Humor; vielleicht auch um Text aufzulockern
    $\rightarrow$ Beispiel soll verdeutlichen, was passiert, wenn Fiktionsvertrag nicht eingehalten wird
    $\rightarrow$ Text wirkt persönlicher und glaubhafter, weil Eco aus seinem Privatleben erzählt
    $\rightarrow$ Beispiel mit Leser bringt Eco aber auch zum Nachdenken und dient als Überleitung zum weiteren Gedankengang
  • durch Beispiel, von dem Eco ausgeht, dass jeder Leser es kennt, erklärt er, warum es uns manchmal schwer und manchmal leicht fällt, den Fiktionsvertrag einzuhalten
    $\rightarrow$ Rotkäppchen als Beispiel
    $\rightarrow$ Leser nimmt es beispielsweise als selbstvertsändlich hin, dass Wolf reden kann
  • Eco schließt am Ende den gedanklichen Kreis, indem er mit seinen Gedanken zur Einleitungs-Anekdote zurückkehrt und den Leser über deren Sinn aufklärt
Sprachliche Gestaltung
  • Textart: essayistischer Text
    $\rightarrow$ Essay lässt mehr Raum für persönliche Meinung, was auch wichtig für Leserlenkung ist
    $\rightarrow$ klare Argumentationsstruktur
    $\rightarrow$ durch viele Beispiele wird Text verständlich, anschaubar und bildhaft
    $\rightarrow$ essayistischer Text, in welchem der Autor seine persönliche Meinung zum Ausdruck bringt und teilweise über sein Privatleben erzählt
  • Erzählform: Ich-Form
    $\rightarrow$ Autor und Erzähler sind dieselbe Person
    $\rightarrow$ Leser kann sich mit Autor und Erzähler besser identifizieren
    $\rightarrow$ wirkt auf Leser wie ein Brief an einen Freund oder wie ein Tagebucheintrag und nicht wie eine literarische Diskussion
  • Leserlenkung: Leser bekommt im Text überwiegend Wahrnehmung des Autors geschildert
    $\rightarrow$ Leser wird einseitig beeinflusst und soll später die Meinung des Autors übernehmen
    $\rightarrow$ bekommt jedoch auch Möglichkeit, selbst den Text zu reflektieren, indem Autor Fragen an Leser stellt
  • Satzbau: hypotaktischer Stil
    $\rightarrow$ wirkt einerseits rasant
    $\rightarrow$ andererseits gut, um komplizierte Sachverhalte einfach darzustellen
    $\rightarrow$ macht Text informativer
    $\rightarrow$ hypotaktischer Stil wirkt auf Leser sehr sehr, da die Sätze meist lang und verschachtelt sind; hilft jedoch komplizierte Sachverhalte genauer zu erklären
  • Wortwahl: gehobene Wortwahl
    $\rightarrow$ verwendet zwar nicht viele Fachbegriffe oder wissenschaftliche Sprache, jedoch muss Leser sich sehr konzentrieren, um Text beim erstmaligen Lesen direkt begreifen zu können
    $\rightarrow$ setzt voraus, dass Leser sich ein wenig mit Literatur auskennt
    $\rightarrow$ Begriffe wie Fiktion und Realität werden nicht genauer erläutert, was beim Leser auch Vorkenntnisse voraussetzt
Stilmittel
  • Anekdote : „Es war einmal […].“ (Z. 1-6)
    $\rightarrow$ Eco verwendet eine ganz andere Textart, um in seinen eigenen Text einzuführen
    $\rightarrow$ Leser fühlt sich, als würde ihm ein Märchen erzählt werden
    $\rightarrow$ Anekdote bildet roten Faden, der sich durch den Text zieht und auf den Eco immer wieder zurückgreift
  • Klimax : „die ästhetischen Qualitäten […], die Farben, die Gekonntheit der Perspektive […].“ (Z. 62)
    $\rightarrow$ Aufzählung wird gesteigert
    $\rightarrow$ zuerst wird nur das Gesamtbild betrachtet, am Ende Einzelheiten wie die Perspektive
    $\rightarrow$ verleiht Leser einen Eindruck, auf was man alles achten kann bei der Betrachtung eines Werkes
  • Sarkasmus : „[…], denn ich bin nicht Emile Zola.“ (Z. 24)
    $\rightarrow$ nutzt Sarkasmus, um Text aufzulockern
    $\rightarrow$ will sich von Emile Zola, einem bedeutenden französischen Romancier, dessen Werke sich durch eine Nähe zum Realismus bzw. Naturalismus auszeichnen, abgrenzen
  • Metapher : „Beim Eintritt in den Wald der Fiktionen“ (Z. 48)
    $\rightarrow$ Geschichten bestehen oft aus einer Menge an Fiktionen
    $\rightarrow$ durch die vielen Fiktionen bemerkt man eine einzelne Fiktion weniger
    $\rightarrow$ verbunden mit Sprichwort: „Man sieht den Wald vor lauter Bäumen nicht“
    $\rightarrow$ Metapher macht das Beschriebene für Leser verständlicher und bildhafter
  • Personifikation : „[…] daß sie uns in die Grenzen einer Welt einschließt […].“ (Z. 69)
    $\rightarrow$ bildhaft und einprägsam für Leser
    $\rightarrow$ Fiktion kann einen nicht in Grenzen einschließen
    $\rightarrow$ Leser kann sich beim Lesen jedoch nur innerhalb dieser Grenzen der Geschichte bewegen
  • Rhetorische Frage : „Hatte er auch das Recht, […]?“ (Z. 42ff.); „Warum?“ (Z. 55)
    $\rightarrow$ bezieht durch rhetorische Fragen Leser in den Text mit ein und regt ihn zum Nachdenken an
    $\rightarrow$ Leser muss Frage jedoch nicht selbst beantworten, sondern Eco beantwortet sie selbst
  • Zitat : „« the willing suspension of disbelief »“ (Z. 10)
    $\rightarrow$ Beleg für die eigene Auffassung
    $\rightarrow$ durch Textbelege erscheint Text dem Leser literarischer

Schluss

Fasse am Schluss deine Analyse-Ergebnisse in einem Fazit zusammen.
  • Eco verwendet vor allem einen hypotaktischen Schreibstil, was den Text zwar rasanter, aber auch informativer macht
  • Text wendet sich oft direkt an den Leser und bezieht ihn durch Wörter wie „wir“ oder „uns“ mit ein
  • Eco verwendet viele bildhafte Beispiele
    $\rightarrow$ macht Text verständlicher für Leser
    $\rightarrow$ gebraucht jedoch wenige Stilmittel
  • Text behandelt ein sehr umfassendes, kompliziertes Thema auf anschauliche Art

Vergleich mit Kafkas „Der Proceß“

$\blacktriangleright\;$ Thema:
Umberto Eco: Mögliche Wälder
Franz Kafka: Der Proceß
$\blacktriangleright\;$ Aufgabenstellung:
  • Setze Ecos Überlegungen in Beziehung zu Kafkas Roman „Der Proceß“.
    Erläutere hierfür, inwiefern die Gültigkeit eines solchen Fiktionspakts grundsätzlich angenommen werden kann und inwiefern im Erzählanfang und im weiteren Fortgang des Romans Irritationsmomente gestaltet sind, die in besonderer Weise die Frage nach dem Verhältnis von Fiktion und Wirklichkeit stellen lassen. Deute deine Befunde abschließend kurz vor dem Hintergrund der Überlegungen Ecos.

Einleitung

Fasse in deiner Einleitung die wichtigsten Informationen zu Kafkas „Der Proceß“ und dessen Inhalt in einem Basisatz zusammen.
Basissatz
  • Titel: Der Proceß
  • Autor: Franz Kafka
  • Inhalt: Im Mittelpunkt der Erzählung steht der Bankangestellte Josef K., gegen den ein Gerichtsverfahren eingeleitet wurde. Das Gericht agiert im Geheimen, und bis zu seiner Hinrichtung erfährt K. nicht einmal den Grund der Anklage. Der Ort der Handlung ist eine fiktive deutsche Großstadt, die Zeit der Handlung stimmt mit ihrer Entstehungszeit um 1914 überein.

Hauptteil

Im Hauptteil musst du nun zunächst erläutern, inwiefern die Gültigkeit eines Fiktionspakts grundsätzlich angenommen werden kann und inwiefern im Erzählanfang und im weiteren Fortgang des Romans Irritationsmomente gestaltet sind, die in besonderer Weise die Frage nach dem Verhältnis von Fiktion und Wirklichkeit stellen lassen. Deute anschließend deine Befunde vor dem Hintergrund der Überlegungen Ecos.
Gültigkeit des Fiktionspakts
  • Leser geht Pakt ein, wenn er beginnt Roman zu lesen
  • Leser willigt auf Einladung des Autors für den Moment der Lektüre bewusst ein, für die Zeit des Rezeptionsvorgangs der Darstellung des fiktionalen Textes Glauben zu schenken
  • nach der Lektüre wird diese Suspendierung wieder außer Kraft gesetzt
    $\rightarrow$ der Leser weiß dann wieder, dass er dem Text nicht zu glauben hat
  • Gültigkeit kann dann angenommen werden, wenn Leser Text bewusst liest, als wäre er real, aber weiß, dass der Text fiktiv ist
Irritationsmomente im Roman
  • Roman ist in sich geschlossen und setzt unmittelbar ein
    $\rightarrow$ Leser erfährt erst nach und nach die Details und muss so lange dem Autor glauben
  • mit klarer Sprache reiht Kafka scheinbar realistische Sachverhalte aneinander, wobei sich Innen- und Außenwelt zu einem absurden, irrealen Ganzen mischen
    $\rightarrow$ Realität und Fiktion scheinen sich für den Leser zu vermischen
    $\rightarrow$ Roman lässt Grenzen zwischen Realität und Fiktion verschwinden
  • Roman beginnt mit Josef K., der im Bett liegt
    $\rightarrow$ lässt sich nicht sagen, ob Josef K. tatsächlich wach ist, oder aber nur träumt
  • Beschreibungen sind oft wirr und durcheinander
    $\rightarrow$ es wird alles aus Sicht von Josef K. geschildert, was Frage aufwirft, wie glaubhaft er ist
    $\rightarrow$ Leser muss darauf vertrauen, dass Beschreibungen von Josef K. korrekt sind
  • Beschreibung der Gerichtskanzleien wirkt irritierend auf Leser
    $\rightarrow$ es erscheint absolut unwahrscheinlich, dass sich in einem nicht besonders großen Zimmer in einer heruntergekommenen Vorstadt eine Galerie befindet, auf der sich Beamte bücken müssen
    $\rightarrow$ K. nimmt die Situation jedoch als gegeben hin
    $\rightarrow$ Leser muss ebenfalls daran glauben
  • wichtige Entwicklungen wie K.s Entscheidung, den Prozess ernst zu nehmen, werden quasi nebenbei geschildert
    $\rightarrow$ Leser ratlos, welche Stellen glaubhaft oder besonders wichtig sind und welche nicht
  • das Verhalten der Wächter bei K.s Verhaftung
    $\rightarrow$ sie essen K.s Frühstück
    $\rightarrow$ der Bauch des einen Wächters stößt freundschaftlich immer wieder an K.
    $\rightarrow$ Situation scheint auf Leser eher fiktiv als real
  • K.s Verhandlung findet am Sonntag statt, man könne die Untersuchungen aber auch nachts stattfinden lassen
    $\rightarrow$ fraglich für Leser, warum Gerichtsverhandlung sonntags oder nachts stattfindet
    $\rightarrow$ die Verhandlung im überfüllten Gerichtssaal selbst wirkt grotesk
  • die Episode von den Advokaten, die sich vom alten Beamten immer wieder die Treppe hinunterwerfen lassen
    $\rightarrow$ scheint auch eher fiktiv oder ein Traum zu sein
  • die stummen, fetten Henker, die K. sogar unter den Arm nehmen und mit ihm auf und ab gehen, um ihn nicht der kalten Nachtluft auszusetzen, während sie eine geeignete Stelle für die Hinrichtung suchen
Ecos Überlegungen in Beziehung zu Kafkas „Der Proceß“
  • Kafkas Roman ist eine Geschichte voller grotesker bis absurder Situationen, die in ruhiger, klarer Sprache geschildert werden
    $\rightarrow$ groteske Situationen entsprechen Fiktion, da sie nicht mit den eigenen Erfahrungen vereinbar sind
    $\rightarrow$ ruhige, klare Sprache spricht dafür, dass reale Geschehnisse geschildert werden und es sich um einen echten Prozess handelt
  • Leser weiß nicht, ob es sich um einen Traum Josef K.s handelt oder ob K. den Prozess wirklich erlebt
  • Prozess selbst klingt sehr fiktiv und nicht wie ein richtiger Prozess
  • ausgedachte Geschichte stimmt nicht komplett mit der beschriebenen Welt überein
    $\rightarrow$ spielt in einer anonymen deutschen Großstadt, jedoch mit scheinbar anderem Rechtssystem
  • Leser nimmt einige Dinge wie K.s Verhaftung als gegeben hin, manche Beschreibungen hält man jedoch auch während dem Lesen für fiktiv
  • Grenzen zwischen Realität und Fiktion sind unscharf
    $\rightarrow$ Leser weiß nicht, was er glauben und nicht glauben soll
  • oberflächlich betrachtet ist Geschichte fiktiv
    $\rightarrow$ Leser kann aber nicht sicher sein, ob es solche abstrusen Verhandlungen nicht tatsächlich einmal gegeben hat

Schluss

Fasse deine Ergebnisse nochmals in einem kurzen Fazit zusammen.
  • bei Kafkas Roman kommt es darauf an, wie tief der Betrachter in die fiktive Welt eintaucht
    $\rightarrow$ je mehr er sich darauf einlässt, desto realer wirkt der Prozess
  • Geschichte vom Prozess ist nicht mit Erfahrungen von Lesern zu üblichen Prozessen vereinbar
    $\rightarrow$ beeinflusst erheblich, was Leser für fiktiv hält oder nicht
  • Leser muss Fiktionspakt einhalten, um Roman verstehen zu können
  • wenn Leser Fiktionspakt einhält, taucht er in andere Welt ein, in der er Fiktives für real halten kann
  • Kafkas Roman scheint teilweise dennoch so abstrus, dass man ihn nicht für real halten kann
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Lösungen
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Aufgabe 3

Textanalyse

$\blacktriangleright\;$ Thema:
Umberto Eco: Mögliche Wälder
$\blacktriangleright\;$ Aufgabenstellung:
  • Analysiere den vorliegenden Text, indem du die Aussagen Ecos zum Verhältnis von Fiktion und Realität erläuterst, seinen Gedankengang erschließt und die von ihm verwendeten Mittel der Darstellung und ihre Wirkung untersuchst.
In dem Textauszug Mögliche Wälder von Umberto Eco, der 1994 veröffentlicht wurde, geht es um den Fiktionsvertrag zwischen Leser und Autor und das Verhältnis zwischen Realität und Fiktion.
Eco ist der Auffassung, dass jeder Leser einen Vertrag mit dem Autor schließt, sobald er dessen fiktive Geschichte liest. Der Leser willigt also jedes Mal ein, dass der Text eine ausgedachte Geschichte, aber keinesfalls eine Lüge ist. Er tut so, als ob das Erzählte wirklich geschehen ist, sich aber gleichzeitig auf fiktiver Ebene abspielt. Die Aufgabe des Autors ist es hingegen, das Geschriebene als real wahrzunehmen, um es glaubwürdiger darstellen zu können. Mit der Aussage, dass eine Geschichte „restlos und vollständig mit der wirklichen Welt, auf die sie sich bezieht, übereinstimmen“ (Z. 45) muss, stimmt Eco jedoch nicht überein. Der Ort ist für ihn zwar real, aber die Handlung ist fiktiv. Wäre die Handlung eben tatsächlich geschehen, dann wäre die Geschichte eine bloße Nacherzählung. Der Autor kann zwar Orte besuchen, an denen eine Handlung spielt, wird dabei jedoch nie ganz die damaligen soziaen, gesellschaftlichen und politischen Umstände und Geschehnisse erfassen können. Trotz des Fiktionsvertrags gibt es aber einige Dinge, bei denen der Leser seine Ungläubigkeit nicht einfach suspendieren kann (vgl. Z. 57). Das heißt, dass die Ungläubigkeit nur bedingt bei manchen Dingen, Handlungen oder Situationen von der Wahrnehmung abgelöst werden kann - diese Dinge nehmen wir dann als gegeben hin. Andere Dinge hingegen können wir nicht als real ansehen - z.B. Drachen - da wir sie trotz des Fiktionsvertages als fiktiv erkennen und auch so betrachten. Jedoch sind die „Grenzen zwischen dem, was wir glauben sollen, und dem, was wir nicht glauben sollen, ziemlich unscharf […].“ (Z. 60). Es kommt also immer darauf an, wie tief der Betrachter in die jeweilige fiktive Welt eintaucht. Je mehr man sich auf diese fiktive Welt aber einlässt, desto mehr hält man sie für real. Rein oberflächlich betrachtet erscheint die fiktive Welt jedoch nie real. Insgesamt ist Eco der Meinung, dass Fiktion die Kraft hat, die Grenzen zwischen Realität und Fiktion verschwimmen. Der Leser kann also in eine fiktive Welt abtauchen und sie für real halten, obwohl er weiß, dass sie es nicht ist.
Eco beginnt seinen Text mit einer Anekdote über die Lächerlichkeit der Frage von König Vittoria Emanuel III anläßlich seiner Betrachtung eines Gemäldes. Eco versucht, für den Leser einen verständlichen Einstieg in das Thema zu schaffen. Der tatsächliche Sinn dieser Anekdote wird allerdings nicht ganz klar und soll erst nach den Erklärungen Ecos Sinn ergeben. Eco holt den Leser zum Thema Realität und Fiktion ganz am Anfang ab, um die Zugänglichkeit für die Leserschaft zu erhöhen. Da Realität und Fiktion ein sehr umfassendes und kompliziertes Thema ist, beginnt Eco den Fiktionsvertrag in einfachen Worten zu erläutern. Er nutzt dafür vor allem verschiedene Beschreibungen und Beispiele anderer Autoren, um den Lesern die Materie des Fiktionsvertrages, welcher eigentlich auch fiktiv ist, verständlich zu machen. Der Leser fängt jetzt an, das eigentliche Thema des Textes zu begreifen und zu erfassen. Als Autor hat Eco selbst Erfahrungen mit dem Fiktionsvertrag gemacht, die er den Lesern nicht vorenthalten will, um den Text anschaulicher zu gestalten. Ab einer bestimmten Leserzahl ist nämlich nicht mehr klar, wer den Fiktionsvertrag überhaupt kennt. Kennt der Leser wie im Beispiel den Vertrag nicht oder hält ihn nicht ein, so fällt es auch dem Autor schwer, sich daran zu halten. Eco begegnet dieser Situation mit Humor und trotzdem soll das Beispiel verdeutlichen, was passiert, wenn der Fiktionsvertrag nicht eingehalten wird. Da Eco aus seinem Privatleben erzählt, wirkt der Text persönlicher und glaubhafter. Dieses Beispiel mit dem Leser bringt Eco aber auch zum Nachdenken und dient als Überleitung zum weiteren Gedankengang. Durch das Beispiel, von dem Eco ausgeht, dass jeder Leser es kennt, erklärt er, warum es uns manchmal schwer und machmal leicht fällt, den Fiktionsvertrag einzuhalten. Das Märchen vom Rottkäppchen ist hier ein gutes Beispiel: der Leser nimmt es als selbstverständlich hin, dass der Wolf reden kann. Eco schließt am Ende den gedanklichen Kreis, indem er mit seinen Gedanken zur Einleitungs-Anekdote zurückkehrt und den Leser über deren Sinn aufklärt. Sie bildet den roten Faden, der sich durch den kompletten Text zieht und auf den immer wieder zurückgegriffen wird. Der Leser fühlt sich, als würde Eco ein Märchen erzählen, was den Unterschied zwischen Fiktion und Realität nochmals verdeutlicht.
Der als Essay verfasst Text Ecos lässt mehr Raum für eine persönliche Meinung. Es gibt eine klare Argumentationsstruktur und durch viele Beispiele wird der Text verständlich, anschaubar und bildhaft. Autor und Erzähler sind hier die selbe Person, so kann sich der Leser besser mit dem Autor und seinen Erlebnissen identifizieren. Eco setzt ein gehobeneres Publikum voraus, Begriffe wie Realität und Fiktion werden gar nicht erklärt und obwohl er nicht viele Fachbegriffe oder gar wissenschaftliche Sprache verwendet, muss der Leser sich konzentrieren, um den Text beim erstmaligen Lesen direkt begreifen zu können. Er geht auch davon aus, dass sein Publikum durchaus etwas von Literatur versteht und hält sie durch die Klimax „die ästhetischen Qualitäten […], die Farben, die Gekonntheit der Perspektive […].“ (Z. 62) dazu an, eine Geschichte als Gesamtkunstwerk zu betrachten, um es komplett zu verstehen. Für ihn ist die Fiktion auch etwas menschliches und lebendiges. Sie schließt den Leser in die Grenzen einer Welt ein (vgl. Z. 69) - dies wirkt bildhaft und einprägsam für den Leser und der Leser kann sich beim Lesen jedoch nur innerhalb dieser Grenzen der Geschichte bewegen. Durch rhetorische Fragen wie „Hatte er auch das Recht, […]?“ (Z. 42ff.); „Warum?“ (Z. 55) bezieht er seine Leser mit in die Thematik ein und regt sie zum Nachdenken an. Der Leser beantwortet die Frage jedoch nicht selbst, sondern Eco gibt Antworten dazu.
Um seine Meinung und Erfahrungen an den Leser heranzutragen, nutzt Eco vor allem einen hypotaktischen Schreibstil - der Text wirkt hierdurch rasanter, aber auch informativer. Der Text selbst wendet sich oft direkt an den Leser und bezieht ihn durch Wörter wie „wir“ oder „uns“ mit ein. Eco verwendet außerdem viele bildhafte Beispiele, die den Text für den Leser verständlicher machen - er nutzt jedoch wenig Stilmittel, um seinen Text zu gestalten. Dies ist jedoch nicht notwendig, da das Thema alleine schon genug Spielraum für interpretative Gedankengänge des Publikums gibt. Insgesamt betrachtet behandelt der Text ein sehr umfassendes, kompliziertesThema auf anschauliche Art.
#stilmittel#textanalyse#fiktion
Aufgabe 3

Vergleich mit Kafkas „Der Proceß“

$\blacktriangleright\;$ Thema:
Umberto Eco: Mögliche Wälder
Franz Kafka: Der Proceß
$\blacktriangleright\;$ Aufgabenstellung:
  • Setze Ecos Überlegungen in Beziehung zu Kafkas Roman „Der Proceß“.
    Erläutere hierfür, inwiefern die Gültigkeit eines solchen Fiktionspakts grundsätzlich angenommen werden kann und inwiefern im Erzählanfang und im weiteren Fortgang des Romans Irritationsmomente gestaltet sind, die in besonderer Weise die Frage nach dem Verhältnis von Fiktion und Wirklichkeit stellen lassen. Deute deine Befunde abschließend kurz vor dem Hintergrund der Überlegungen Ecos.

Einleitung

Fasse in deiner Einleitung die wichtigsten Informationen zu Kafkas „Der Proceß“ und dessen Inhalt in einem Basisatz zusammen.
Basissatz
  • Titel: Der Proceß
  • Autor: Franz Kafka
  • Inhalt: Im Mittelpunkt der Erzählung steht der Bankangestellte Josef K., gegen den ein Gerichtsverfahren eingeleitet wurde. Das Gericht agiert im Geheimen, und bis zu seiner Hinrichtung erfährt K. nicht einmal den Grund der Anklage. Der Ort der Handlung ist eine fiktive deutsche Großstadt, die Zeit der Handlung stimmt mit ihrer Entstehungszeit um 1914 überein.
Im Mittelpunkt von Franz Kafkas „Der Proceß“ steht der Bankangestellte Josef K., gegen den ein Gerichtsverfahren eingeleitet wurde. Das Gericht agiert im Geheimen, und bis zu seiner Hinrichtung erfährt K. nicht einmal den Grund der Anklage. Der Ort der Handlung ist eine fiktive deutsche Großstadt, die Zeit der Handlung stimmt mit ihrer Entstehungszeit um 1914 überein. Die Handlungsstränge in „Der Proceß“ wirken teils sehr grotesk auf den Leser - hier kommt Umberto Ecos Fiktionsvertrag ins Spiel.
Laut Eco geht der Leser einen Pakt mit dem Autor ein, wenn er beginnt, dessen Roman zu lesen. Der Leser willigt auf die Einladung des Autors für den Moment der Lektüre bewusst ein, für die Zeit des Rezeptionsvorgangs der Darstellung des fiktionalen Textes Glauben zu schenken. Nach der Lektüre wird diese Suspendierung wieder außer Kraft gesetzt und der Leser weiß dann wieder, dass er dem Text nicht zu glauben hat. Die Gültigkeit einer HAndlung kann dann angenommen werden, wenn der Leser den Text bewusst liest, als wäre er real, aber weiß, dass der Text fiktiv ist.
Im Roman „Der Proceß“ kommt es häufig zu gewissen Irritationsmomenten. Er ist in sich geschlossen und die Handlung setzt unmittelbar ein. Der Leser erfährt also erst nach und nach die Details und muss solange dem Autor glauben. Mit klarer Sprache reiht Kafka scheinbar realistische Sachverhalte aneinander, wobei sich Innen- und Außenwelt zu einem absurden, irrealen Ganzen mischen. Realität und Fiktion werden hier miteinander verwoben bis schließlich die Grenzen zwischen den beiden Paradigmen verschwinden. Die Handlung beginnt damit, dass Josef K. im Bett liegt. Bereits hier stellt sich die Frage, ob seine Erlebnisse Realität sind oder ob er diese nur träumt. Seine Beschreibungen sind oft wirr und durcheinander. Alles wird aus K.s Sichtweise geschildert, was die Frage aufwirft, wie glaubhaft er tatsächlich ist. Der Leser muss allerdings darauf vertrauen, dass seine Beschreibungen korrekt sind. Auch die Schilderung der Gerichtskanzleien wirkt auf den Leser irritierend. Es erscheint absolut unwahrscheinlich, dass sich in einem nicht besonders großen Zimmer in einer heruntergekommenen Vorstadt eine Galerie befindet, auf der sich Beamte jedoch bücken müssen. K. nimmt diese Situation jedoch als gegeben hin und der Leser muss ebenfalls auf deren Echtheit vertrauen. Wichtige Entwicklungen wie K.s Entscheidung, den Prozess ernst zu nehmen, werden quasi nebenbei geschildert, was den Leser ratlos darüber lässt, welche Stellen glaubhaft oder besonders wichtig sind und welche nicht. Auch das Verhalten der Wächter lässt auf die Fiktionalität Rückschlüsse ziehen. Sie essen K.s Frühstück und der Bauch des einen Wächters stößt immer wieder freundschaftlich an K.. K.s Verhandlung findet am Sonntag statt, man könne die Untersuchung aber auch nachts stattfinden lassen. Es ist durchaus wunderlich für den Leser, warum eine Gerichtsverhandlung sonntags oder gar nachts stattfinden solle. Die Verhandlung im überfüllten Gerichtssaal selbst wirkt grotesk. Auch die Episode von den Advokaten, die sich vom alten Beamten immer wieder die Treppe hinunterwerfen lassen scheinen eher fiktiv als real. Ein weiteres Beispiel sind die stummen, fetten Henker, die K. sogar unter den Arm nehmen und mit ihm auf und ab gehen, um ihn nicht der kalten Nachtluft auszusetzen, während sie eine geeignete Stelle für die Hinrichtung suchen.
Setzt man Ecos Überlegungen in Beziehung zu Kafkas „Der Proceß“, so können mehrere Erkenntnisse daraus gewonnen werden. Zum einen ist Kafkas Roman eine Geschichte voller grotesker bis absurder Situationen, die in ruhiger, klarer Sprache geschildert werden. Die Groteske entspricht der Fiktion, da sie nicht mit den eigenen Erfahrungen vereinbar sind. Die ruhige, klare Sprache spricht jedoch dafür, dass reale Geschehnisse geschildert werden und es sich um einen echten Prozess handelt. Der Leser weiß also nicht, ob es sich um einen Traum des Protagonisten handelt, oder ob er den Prozess wirklich erlebt. Der Prozess selbst klingt sehr fiktiv und nicht wie ein richtiger Prozess. Außerdem stimmt die ausgedachte Geschichte nicht komplett mit der beschriebenen Welt überein. Sie spielt in einer anonymen deutschen Großstadt, scheint aber ein komplett anderes Rechtssystem zu haben. Der Leser nimmt so einige Dinge wie K.s Verhaftung als gegeben hin, manche Beschreibungen hält man jedoch auch während dem Lesen für fiktiv. Die Grenzen zwischen Realität und Fiktion sind hier recht unscharf, weswegen der Leser nicht weiß, was er glauben und nicht glauben soll. Oberflächlich betrachtet ist die Geschichte natürlich fiktiv - dessen kann sich der Leser aber nicht sonderlich sicher sein, denn solche abstruse Verhandlungen gibt es in der Realität eher weniger.
Bei Kafkas Roman kommt es darauf an, wie tief der Betrachter in die fiktive Welt eintaucht. Je mehr er sich darauf einlässt, desto realer wirkt der Prozess. Die Geschichte vom Prozess selbst ist nicht mit den Erfahrungen von Lesern zu der üblichen Vorgehensweise von Prozessen vereinbar. Dies beeinflusst erheblich, was der Leser für fiktiv hält und was nicht. Der Leser muss jedoch den Fiktionspakt einhalten, um den Roman verstehen und genießen zu können. Wenn der Leser diesen Pakt einhält, dann taucht er in eine andere Welt ein, in der er Fiktives für real halten kann. Dennoch scheint Kafkas Roman teilweise abstrus, sodass man ihn nicht für real halten kann
#kafka#fiktion#derprozeß#erläutern
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