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Wahlthema 1

Aufgaben
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Textanalyse

$\blacktriangleright\;$ Thema:
Zoë Jenny: Ein schnelles Leben
$\blacktriangleright\;$ Aufgabenstellung:
Analysiere den Textauszug aus dem Roman „Ein schnelles Leben“ von Zoë Jenny.
Gehe dabei so vor:
  • Schreibe eine Einleitung, in der du Textsorte, Titel, Autorin und Erscheinungsjahr benennst sowie das Thema formulierst.
  • Fasse den Text zusammen.
  • Stelle dar, unter welchen Voraussetzungen Christian an den Start geht.
  • Untersuche das Verhalten, die Gefühle und Gedanken Christians bei dem Rennen.
  • Erläutere, wie durch sprachliche und formale Mittel deutlich wird, unter welcher Anspannung er während seines Laufes steht (mögliche Aspekte: Wortwahl, stilistische Mittel, Erzählperspektive).
  • Setze dich im Schlussteil kritisch mit der folgenden Aussage einer Schülerin auseinander:
    „Christian hätte den Pokal nicht annehmen dürfen.“
    – Nimm Stellung zu der Aussage.
    – Begründe deine Meinung.
    – Belege deine Ausführungen am Text.
Zoë Jenny

Ein schnelles Leben

Der Text ist eine Erinnerung an ein Ereignis aus der Kindheit des Erzählers.
$\,$
Schon Wochen vor dem Langstreckenlauf waren sich Christian und Sigi darüber einig gewesen, dass man an einem Wettkampf nur dann teilnehmen dürfe, wenn man als Sieger daraus hervorgehe. Über das Geschwätz der Lehrer, nur das Kollektiv[1] zähle, und die Teilnahme sei wichtiger als der Sieg, lachten sie bloß.
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„Denen zeigen wir’s“, sagte Sigi, und sie hatten sich geschworen, zusammen an der Spitze zu rennen und sich gegenseitig anzufeuern. Gleichzeitig wollten sie, Hand in Hand, nebeneinander durchs Ziel laufen.
Am Morgen des Wettkampfs war Christian übel gewesen, und während er die Turnschuhe zugebunden hatte, waren seine Hände feucht vor Aufregung.
Das riesige Oval der Rennbahn öffnete sich vor ihm wie eine Arena. Sigi klopfte ihm auf die Schulter.
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„Nicht vergessen, wir rennen nebeneinander“, sagte er noch.
In den Minuten vor dem Startschuss stand die Zeit für Christian wie gefroren still, während er auf den roten, flachgewalzten Boden der Aschenbahn starrte. Im letzten Sommer hatte er einmal versucht, barfuß zu laufen. Die gespeicherte Hitze der Bahn hatte an den Fußsohlen gebrannt, es schmerzte so sehr, dass er ins Gras springen musste. Jetzt dachte er an diese Hitze, die unter seinen Füßen gespeichert war, und
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als der Startschuss fiel, sah er den Boden brennen und in Flammen aufgehen, und sein kleiner schmächtiger[2] Körper rannte durch die Flammen, die er nicht hinter sich lassen konnte. Sein Herz raste vor Anstrengung, und die Geschwindigkeit trieb ihm den Wind ins Gesicht. Er blickte nach links und rechts, aber weder vor noch neben ihm war jemand zu sehen. Wo bist du, dachte er erschrocken, wo bist du denn?, und im Reflex, vielleicht etwas falsch gemacht zu haben oder zu früh losgerannt zu sein, drehte
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er seinen Kopf, blickte, noch immer rennend, zurück, und weit hinten, in der Nähe des Starts, entdeckte er Sigi inmitten der anderen, eine träge[3] sich fortbewegende Masse.
Christian rannte allein an der Spitze. Er hatte bereits zwei Drittel der Strecke hinter sich gebracht, vor sich das Ziel, das er, weit im Vorsprung, mit Leichtigkeit als erster hätte durchlaufen können. Christian sah sich selbst, völlig allein auf der Rennbahn. Hunderten von Blicken derer ausgesetzt, die dort oben auf der
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Tribüne saßen oder am Rande und klatschten und pfiffen, weil sie seines Sieges gewiss waren, der so absehbar und deutlich nahe vor ihm lag, als er mitten auf der Bahn stehenblieb und wartete. Ein Sportlehrer am Rand rief ihm etwas zu, fuchtelte mit den Armen, aber Christian rührte sich nicht. Mit dem Rücken zum Ziel, sah er den anderen entgegen, einer Wand rennender, keuchender Kinder, die rasch näher kam.
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Das Rufen der Zuschauer wurde lauter und schriller, er hörte seinen Namen, sie schrien ihm zu: „Lauf! Lauf!“ Er hatte Vaters brüllende Stimme herausgehört, aber stärker als die Angst zu verlieren, war jetzt die Angst, allein zu gewinnen. Er sah alles deutlich vor sich, seinen tobenden, verzweifelten Vater, der auf der Tribüne seinen Namen schrie, seine hilflose Mutter, die händeringend seinen Vater zu beruhigen suchte, die Leute, die verständnislos auf ihn hinunterblickten und deren Rufe, vorher wohlwollend und freudig,
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sich jetzt in höhnisches Gelächter verwandelten.
Die Kinder kamen näher, rannten auf ihn zu, hasteten grinsend oder erstaunt an ihm vorbei. Ein Ellbogen schlug ihm in die Seite, er stolperte, beinahe wäre er hingefallen, aber durch den zufälligen Stoß wieder in Bewegung gebracht, lief er hintennach[4] wie ein verletztes Tier, das versucht, seiner Herde zu folgen. Mit eingezogenem Kopf rannte er als letzter über das von Dutzenden Turnschuhen niedergetrampelte
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Zielband. Aber schlimmer, als bei der Preisverleihung leer auszugehen, und schlimmer als die spöttischen Blicke der Mitschüler, das Kopfschütteln ihrer Eltern und Mutters verständnisloses „Warum?“ war es, Sigi auf dem Podest zu sehen, wie er, mit stolz geschwellter Brust, den ersten Preis im Langstreckenlauf entgegennahm. Mit beiden Händen hielt er den Pokal in die Höhe und blickte über Christians Kopf hinweg, als wäre er gar nicht mehr anwesend.
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Die ganze Nacht hatte Christian nicht schlafen können und sich vor Enttäuschung und Wut im Bett hin und her geworfen.
Am nächsten Tag, als er Sigi im Flur entgegenkommen sah, hatte er ihn sofort gepackt und an die Wand gedrückt.
„Warum bist du alleine weitergerannt?“, hatte er wütend gesagt.
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„Ich wollte dich doch mitziehen“, hatte Sigi entschuldigend gestammelt, „du hast dich ja nicht gerührt.“
Christian fühlte genau, dass etwas nicht stimmte und Sigi ihn reingelegt hatte. Aber seine Wut flaute ab, als Sigi überraschend den Pokal aus der Schultasche nahm und ihm entgegenstreckte.
„Ich weiß, dass du schneller bist. Du hast gewonnen. Der Pokal gehört dir“, hatte er kleinlaut gesagt. Versöhnt hatte Christian den Pokal angenommen und ihn dann als Zeichen ihrer Freundschaft zu Hause
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auf seinen Schreibtisch gestellt.


[1] Kollektiv: hier: Gemeinschaft
[2] schmächtig: hier: klein und dünn
[3] träge: langsam
[4] hintennach: hinterher
Aus: Zoë Jenny: Ein schnelles Leben. Berlin: Aufbau-Verlag 2002, S. 74-78.
(Text geringfügig gekürzt und der aktuellen Rechtschreibung angepasst)
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$\blacktriangleright\;$ Thema:
Zoë Jenny: Ein schnelles Leben
$\blacktriangleright\;$ Aufgabenstellung:
Analysiere den Textauszug aus dem Roman „Ein schnelles Leben“ von Zoë Jenny.
Gehe dabei so vor:
  • Schreibe eine Einleitung, in der du Textsorte, Titel, Autorin und Erscheinungsjahr benennst sowie das Thema formulierst.
  • Fasse den Text zusammen.
  • Stelle dar, unter welchen Voraussetzungen Christian an den Start geht.
  • Untersuche das Verhalten, die Gefühle und Gedanken Christians bei dem Rennen.
  • Erläutere, wie durch sprachliche und formale Mittel deutlich wird, unter welcher Anspannung er während seines Laufes steht (mögliche Aspekte: Wortwahl, stilistische Mittel, Erzählperspektive).
  • Setze dich im Schlussteil kritisch mit der folgenden Aussage einer Schülerin auseinander:
    „Christian hätte den Pokal nicht annehmen dürfen.“
    – Nimm Stellung zu der Aussage.
    – Begründe deine Meinung.
    – Belege deine Ausführungen am Text.
„Ein schnelles Leben“, erschienen im Jahr 2002 und geschrieben von der Autorin Zoë Jenny, ist ein Roman über die Liebe zwischen dem türkischen Mädchen Ayse und Christian, der sich in rechtsradikalen Kreisen bewegt. In dem vorliegenden Textauszug geht es um einen Langstreckenlaufwettbewerb, den Sigi und Christian zusammen gewinnen wollen. Doch obwohl Christian schneller gewesen wäre gewinnt zum Schluss Sigi. Als Christian extra stehen bleibt, um auf Sigi zu warten, wird er umgestoßen und kommt als Letzter ins Ziel. Sigi schenkt Christian den Pokal als Zeichen ihrer Freundschaft.
Einleitung
Christian und Sigi schließen eine Abmachung, dass sie beim anstehenden Langstreckenlauf gemeinsam über die Ziellinie laufen werden - sie wollen gewinnen. Christian ist nervös vor dem Lauf und denkt daran, wie er sich früher beinahe die Füße auf der Aschenbahn verbrannt hat. Als der Startschuss fällt ruft Christian sich dieses Gefühl wieder in Erinnerung. Kurz darauf bemerkt er, dass er alleine an der Spitze ist - es ist nicht mehr weit bis zur Ziellinie - und er sowohl Sigi als auch die anderen Kinder weit hinter sich gelassen hat. Trotz den wütenden Rufen seines Vaters und des Publikums bleibt er stehen, um auf Sigi zu warten. Als die anderen Kinder angerannt kommen, wird Christian umgestoßen. Er überquert als Letzter die Ziellinie und muss zusehen, wie Sigi den Wettbewerb gewinnt. Dieser beachtet seinen Freund jedoch überhaupt nicht und nimmt stolz den Pokal entgegen. Am nächsten Tag stellt Christian Sigi zur Rede, warum Sigi einfach weitergerannt ist. Sigi zieht den Pokal aus seinem Rucksack und gibt zu, dass Christian den Pokal eigentlich verdient hätte. Als Zeichen ihrer Freundschaft stellt Christian den Pokal Zuhause auf seinen Schreibtisch.
Hauptteil
Zusammenfassung des Textes
Der ehrgeizige Christian geht unter der Voraussetzung an den Start, dass er zusammen mit Sigi gewinnen will. Für ihn kommt nur dabei sein - wie es die Lehrer sagen - gar nicht in Frage. Deshalb steht er aber auch unter großem Druck und ist sehr nervös. Diese Nervosität äußert sich in der beschriebenen morgendlichen Übelkeit und schweißnassen Händen beim Schuhe binden (vgl. Z. 8-9). Durch seinen „kleine[n] schmächtige[n] Körper“ (Z. 16) hat er gute Voraussetzungen für einen Langstreckenlauf - durch seine geringe Größe ist er sehr flink und sein dünner Körper lässt ihn schneller rennen, als die schwerfälligeren Kinder. Die Vorstellung an die Flammen, die unter seinen Füßen brennen, treibt ihn noch mehr an.
Christians Voraussetzungen
Zu Beginn des Rennens, kurz vor dem Startschuss, ist Christian wie gelähmt vor Nervosität. Diese äußert sich durch die Beschreibung, dass die Zeit „wie gefroren still“ (Z. 11) scheint. Christian nimmt in diesem Moment nichts anderes wahr, außer den Boden der Aschenbahn vor sich. Seine Gedanken schweifen ab zu der Erinnerung, als er sich beinahe die Füße an der Aschenbahn verbrannte. Diese Erinnerung macht ihm Mut und die anfängliche Nervosität scheint verflogen zu sein. Als der Startschuss fällt ruft er sich das Gefühl der brennend heißen Aschenbahn unter seinen Füßen wieder vor Augen. Während dem Sprint denkt Christian an nichts und nimmt seine Umwelt überhaupt nicht war. Erst als sein Herz vor Anstrengung zu rasen beginnt, wird er wieder aufmerksam und blickt sich um. Als er sich umblickt und erschrickt, scheint Christian zunächst orientierungslos und äußert dies in den Fragen „Wo bist du […] wo bist du denn?“ (Z. 18). Ein Reflex drängt ihn dazu, seinen Kopf zu drehen. Dabei realisiert er, wie weit er die anderen Kinder und Sigi hinter sich gelassen hat. Erst an dieser Stelle scheint ihm wieder einzufallen, dass er gemeinsam mit Sigi gewinnen wollte, weshalb er trotz der Zurufe seiner Eltern und der anderen Zuschauer einfach stehen bleibt. Seine anfängliche Euphorie scheint sich in Angst - vor allem in Angst vor Sigi - zu wandeln: „[…] aber stärker als die Angst zu verlieren, war jetzt die Angst, allein zu gewinnen.“ (Z. 31). Während die Zeit wieder stillzustehen scheint beschreibt Christian die Reaktionen der Zuschauer. Dabei ist jedoch nicht sicher, ob er die Zuschauer tatsächlich betrachtet oder sich ihre Reaktionen lediglich vor seinem inneren Auge vorstellt. Nachdem die anderen Kinder an ihm vorbei gerannt sind, humpelt Christian „wie ein verletztes Tier“ (Z. 38) zur Ziellinie. Einerseits ist er verletzt, weil er von den anderen Kindern umgestoßen wurde, andererseits ist er aber auch emotional verletzt, weil Sigi einfach ohne ihn weitergelaufen ist und auch noch alleine gewonnen hat.
Verhalten, Gefühle und Gedanken Christians
Der Langstreckenlauf wird aus der Sicht Christinas berichtet, wobei die Erzählperspektive die eines personalen Erzählers ist. Der personale Erzähler berichtet dabei von dem Verhalten und den Gefühlen Christians, der unter einer großen Anspannung steht. Die Wortwahl des Erzählers ist dabei einfach und leicht verständlich. Durch die simple Wortwahl wird auch die Klarheit der Gefühle und der Situation deutlicher hervorgebracht. Der Text ist in einem hypotaktischen Stil geschrieben, was ihn rasant und informativ wirken lässt. Das Rennen geschieht sehr schnell, dennoch lässt der Erzähler ab und zu auch kurze und prägnante Sätze einfließen, wenn er Christians Anspannung besonders hervorheben will, wie beispielsweise: „Sein Herz raste vor Anstrengung, und die Geschwindigkeit trieb ihm den Wind ins Gesicht.“ (Z. 16). Während dem Rennen setzt der Text vor allem auf eine bildhafte Sprache, wie „[…] und als der Startschuss fiel, sah er den Boden brennen und in Flammen aufgehen, und sein kleiner schmächtiger Körper rannte durch die Flammen, die er nicht hinter sich lassen konnte.“ (Z. 15). Weitere stilistische Mittel sind dabei auch Vergleiche, um das Bild welches Christian sieht, für den Leser noch anschaulicher zu machen („eine träge sich fortbewegende Masse“ (Z. 21); „einer Wand rennender, keuchender Kinder, die rasch näher kam“ (Z. 28)). Am deutlichsten wird Christians Anspannung jedoch durch den Parallelismus „aber stärker als die Angst zu verlieren, war jetzt die Angst, allein zu gewinnen“ (Z. 32-33) hervorgehoben.
Sprachliche und formale Mittel
Der Aussage einer Schülerin „Christian hätte den Pokal nicht annehmen dürfen.“ stimme ich nicht zu. Christian war der schnellste Läufer und hätte den Wettbewerb auch gewonnen, wenn er nicht auf Sigi gewartet hätte. Auch wenn Sigi offiziell den Pokal gewonnen hat, gehört er eigentlich inoffiziell Christian, da er der eigentliche Sieger des Laufes ist und er somit den Pokal verdient hat: „Christian rannte allein an der Spitze. Er hatte bereits zwei Drittel der Strecke hinter sich gebracht, vor sich das Ziel, das er, weit im Vorsprung, mit Leichtigkeit als erster hätte durchlaufen können.“ (Z. 22-23). Christian sieht den Pokal auch nicht als Bestätigung, dass er der Bessere ist, sondern als „Zeichen ihrer Freundschaft“ (Z. 54).
Schluss
Kritische Auseinandersetzung
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