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Aufgabe 1

Aufgaben
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Bucherfolg - Daniel Kehlmann

Aufgabe 1
Abb. 1: Daniel Kehlmann bei einer Signierstunde.
Aufgabe 1
Abb. 1: Daniel Kehlmann bei einer Signierstunde.
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Humboldt und Carl Friedrich Gauß zu schreiben? Und wer war zuerst da, Humboldt oder Gauß?
Gauß war mir seit Schultagen präsent, hauptsächlich in Anekdoten, auf die ich im Buch zum Teil anspiele. Jahre später ist er mir wiederbegegnet in einem Buch von Leonard Mlodinow, „Euclid's
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Window“, über die Geschichte der Geometrie.
Und wie kam Humboldt dazu?
Mit Humboldt war es ganz anders. Ich habe vor einigen Jahren begonnen, mich intensiv mit südamerikanischer Literatur zu beschäftigen, und war dank eines Stipendiums zwei Monate in Mexiko City. Im Zuge meiner Beschäftigung mit dem Land habe ich Humboldt entdeckt,der dort sehr präsent ist.
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Ich habe in ihm dann, bei aller Größe, sehr schnell eine komische Figur gesehen und war ganz überrascht, daß nie jemandem aufgefallen ist, wie sehr Humboldts Reisewerk von speziell deutschen, sehr komischen Situationen und Mißverständnissen strotzt.
Ist „Die Vermessung der Welt“ ein Roman über unseren Nationalcharakter, darüber, was es heißt, deutsch zu sein?
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Ja, das habe ich ganz stark so empfunden. Eine satirische, spielerische Auseinandersetzung mit dem, was es heißt, deutsch zu sein - auch natürlich mit dem, was man, ganz unironisch, die große deutsche Kultur nennen kann. Für mich ist das eines der Hauptthemen des Romans, wie Andreas Maier so schön im Booklet des Hörbuchs geschrieben hat, „die große deutsche Geistesgeschichte, eine einzige Lebensuntauglichkeit“. In der breiten Rezeption ist dieses Thema dann merkwürdigerweise vernachläs-
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sigt worden. Da wurde der Roman als ein Buch über Wissenschaft und vor allem über zwei schrullige Leute verstanden. Daß in dieser Schrulligkeit aber viel an satirischer Ideologiekritik steckt, ist in der deutschen Rezeption völlig in den Hintergrund getreten. Aber vielleicht hat das ja auch eine gewisse Logik.
Ich habe „Die Vermessung der Welt“ vor allem als Roman über das Altern gelesen.
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Ja, das ist er auch. Das ist die andere Sache, bei der ich mich gewundert habe, daß sie so wenig beachtet wurde.
Sie sind gerade einunddreißig geworden. Was hat Sie dazu bewogen, sich mit der Frage des Alterns auseinanderzusetzen?
Mich hat das Thema des Alterns immer fasziniert. Schon mein letzter Roman, „Ich und Kaminski“,
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beschreibt ein Duell zwischen Alter und Jugend, das das Alter gewinnt. Ein Thema, das sich beim Schreiben der „Vermessung“ sehr klar hergestellt hat, ist die Tatsache, daß alle Menschen über die Jahre hinweg ihren Eltern immer ähnlicher werden, ob sie wollen oder nicht - und normalerweise wollen sie ja überhaupt nicht. In diese Richtung spielt übrigens auch das letzte Kapitel mit Gauß' Sohn Eugen. In dem Moment, wo er selbständig wird, beginnt er plötzlich, sich zu entfalten wie sein Vater, ohne es zu
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bemerken. Das Altern ist insofern tatsächlich das zweite Hauptthema des Buches, und damit verbunden der traurige Umstand, daß man, wenn man lange genug da ist, sich selbst überlebt, sich selbst historisch wird. Es gibt den schönen lateinischen Spruch als Aufschrift auf Sonnenuhren „omnia vulnerant, ultima necat“: Jede verwundet, die letzte bricht. Gemeint sind die Stunden. Ich finde der große existentielle Skandal ist nicht, daß wir sterben, sondern daß wir alt werden müssen.
(Quelle: http://www.faz.net/aktuell/feuilleton/buecher/bucherfolg-ich-wollte-schreiben-wie-ein-verrueckt-gewordener-historiker-1304944.html (bearbeitet))
#leseverstehen#interview#danielkehlmann
1.
Warum führt die FAZ ein Interview mit Daniel Kehlmann?
2.
Nenne die Themen, die in diesem Ausschnitt des Gesprächs angesprochen werden.
#nennen
3.
Wie kam Kehlmann auf die Idee, ein Buch über Gauß und Humboldt zu schreiben? Kreuze an.
Er hat in Mexiko eine Anekdote über Gauß und Humboldt gelesen. Daran gefielen ihm vor allem die vielen komischen Situationen.
Gauß begegnete ihm in einem Buch über die Geschichte der Geometrie. Mit der Figur Humboldts wurde er während seiner Zeit in Mexiko City konfrontiert.
Er ist bereits seit seiner frühen Jugend ein großer Fan dieser Figuren und hatte seitdem den Wunsch, einen gemeinsamen Roman über beide zu verfassen.
4.
Was gefällt Kehlmann besonders gut an der Figur von Humboldt?
5.
Was ist eines der Hauptthemen des Romans? Stichworte genügen.
#stichworte#thema
6.
Was kritisiert Kehlmann an der Rezeption zu seinem Roman?
#rezeption
7.
Welches andere Thema wurde dagegen kaum beachtet? Kreuze an.
Humboldts Reiseberichte.
Die Beziehung zu seinen Eltern.
Die Frage des Alterns.
#thema
8.
Worauf spielt das letzte Kapitel des Buchs an?
Jeder Mensch will werden, wie seine Eltern. Dem Sohn von Gauß gelingt dies endlich.
Sein Sohn möchte selbstständig werden, um so zu sein, wie sein Vater.
Menschen werden ihren Eltern immer ähnlicher. Auch Gauß' Sohn entfaltet sich letztendlich wie sein Vater.
9.
Was hält Kehlmann von dem lateinischen Spruch „omnia vulnerant, ultima necat“? Erkläre in eigenen Worten.
#erklären
Bildnachweise [nach oben]
[1]
https://commons.wikimedia.org/wiki/File:DanielKehlmann_Buchmesse2009_2.jpg – Daniel Kehlmann auf der Leipziger Buchmesse, OmiTs, CC-BY-SA-3.0.
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1.
Warum führt die FAZ ein Interview mit Daniel Kehlmann?
Der Schriftsteller hat mit seinem Roman „Die Vermessung der Welt“ einen großen Erfolg in der deutschen
Literatur erzielt. Das Buch wurde über 400.000 Mal verkauft und in über zwanzig Sprachen übersetzt.

Der Schriftsteller hat mit seinem Roman „Die Vermessung der Welt“ einen großen Erfolg in der deutschen Literatur erzielt. Das Buch wurde über 400.000 Mal verkauft und in über zwanzig Sprachen übersetzt.
2.
Nenne die Themen, die in diesem Ausschnitt des Gesprächs angesprochen werden.
  • Die Idee Kehlmanns, das Buch zu schreiben.
  • Das genaue Thema des Buchs.
  • Das Verhältnis Kehlmanns zum Altern.
3.
Wie kam Kehlmann auf die Idee, ein Buch über Gauß und Humboldt zu schreiben? Kreuze an.
Er hat in Mexiko eine Anekdote über Gauß und Humboldt gelesen. Daran gefielen ihm vor allem, die vielen komischen Situationen.
Gauß begegnete ihm in einem Buch über die Geschichte der Geometrie. Mit der Figur Humboldts wurde er während seiner Zeit in Mexiko City konfrontiert.
Er ist bereits seit seiner frühen Jugend ein großer Fan dieser Figuren und hatte seitdem den Wunsch, einen gemeinsamen Roman über beide zu verfassen.
4.
Was gefällt Kehlmann besonders gut an der Figur von Humboldt?
Kehlmann ist begeistert von der komischen Figur Humboldt. Seine Reiseberichte scheinen von witzigen,
typisch deutschen Situationen und Missverständnissen geprägt zu sein.

Kehlmann ist begeistert von der komischen Figur Humboldt. Seine Reiseberichte scheinen von witzigen, typisch deutschen Situationen und Missverständnissen geprägt zu sein.
5.
Was ist eines der Hauptthemen des Romans? Stichworte genügen.
Der deutsche Nationalcharakter. Das, was es heißt, deutsch zu sein.

Der deutsche Nationalcharakter. Das, was es heißt deutsch zu sein.
6.
Was kritisiert Kehlmann an der Rezeption zu seinem Roman?
Das Hauptthema seines Romans über die satirische Ideologiekritik wurde vernachlässigt. Stattdessen
wurde es vor allem als ein Buch über Wissenschaft und zwei schrullige Leute angesehen.

Das Hauptthema seines Romans über die satirische Ideologiektritik wurde vernachlässigt. Stattdessen wurde es vor allem als ein Buch über Wissenschaft und zwei schrullige Leute angesehen.
7.
Welches andere Thema wurde dagegen kaum beachtet? Kreuze an.
Humboldts Reiseberichte.
Die Beziehung zu seinen Eltern.
Die Frage des Alterns.
8.
Worauf spielt das letzte Kapitel des Buchs an?
Jeder Mensch will werden, wie seine Eltern. Dem Sohn von Gauß gelingt dies endlich.
Sein Sohn möchte selbstständig werden, um so zu sein, wie sein Vater.
Menschen werden ihren Eltern immer ähnlicher. Auch Gauß' Sohn entfaltet sich letztendlich wie sein Vater.
9.
Was hält Kehlmann von dem lateinischen Spruch „omnia vulnerant, ultima necat“? Erkläre in eigenen Worten.
Laut Kehlmann drückt der Spruch aus, dass nicht das Sterben an sich schlimm ist. Vielmehr stellt der
Prozess des Alterns eine Gefahr dar.

Laut Kehlmann drückt der Spruch aus, dass nicht das Sterben an sich schlimm ist. Vielmehr stellt der Prozess des Alterns eine Gefahr dar.
[nach oben]
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