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Aufgabe 3

Aufgaben
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Analysierendes Schreiben

$\blacktriangleright\;$ Thema:
Frank McCourt (1930-2009): Ein rundherum tolles Land
#roman#frankmccourt

Frank McCourt: Ein rundherum tolles Land

$\;$
Frank McCourt, irisch-amerikanischer Schriftsteller. Er verbrachte seine Kindheit und Jugend in Irland, ging mit 19 Jahren nach Amerika zurück. Erst nach seiner Pensionierung begann er mit dem Schreiben. Der autobiografische Roman „Die Asche meiner Mutter“ wurde ein internationaler Bestseller. „Ein rundherum tolles Land“ ist der zweite Roman der Lebenserinnerungen McCourts, im Jahr 2008 folgte ein dritter Teil.
$\;$
Als unser Schiff, die Irish Oak, im Oktober 1949 von Cork in Irland aus in See ging, dachten wir, in einer Woche Wären wir in New York. Stattdessen hieß es nach Zwei Tagen auf See, wir fahren nach Montreal in Kanada. Ich sagte dem Ersten Offizier, ich hätte nur vierzig Dollar, und ob mir die Irish Shipping die Eisenbahnfahrt von Montreal nach New York bezahlt. Er sagte, nein, dafür kann die Gesellschaft nichts.
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Zwei Tage später überlegte es sich die Irish Shipping anders, und wir vernahmen die frohe Botschaft, wir laufen New York an, aber wieder zwei Tage später bekam der Kapitän die Order, Albany anzulaufen. Der Erste Offizier sagte mir, Albany sei eine Stadt weit oben am Hudson River, die Hauptstadt des Staates New York. Er sagte, Albany hätte den ganzen Charme von Limerick, ha, ha, ha, ein Schöner Ort Zum Sterben, aber keiner, wo man heiraten oder Kinder großziehen möchte. Er war aus Dublin und wusste,
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dass ich aus Limerick war, und wenn er sich über Limerick lustig machte, wusste ich nie, was ich tun sollte. Am liebsten Wäre ich ihm mal richtig über den Mund gefahren, aber ich brauchte bloß in den Spiegel zu Schauen, pickliges Gesicht, entzündete Augen und schlechte Zähne, und wusste, dass ich mich mit keinem anlegen konnte, schon gar nicht mit einem Ersten Offizier in Uniform und mit der Aussicht auf eine rosige Zukunft als Kapitän seines eigenen Schiffes. Dann sagte ich mir immer, kann mir
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doch egal sein, was irgendwer über Limerick sagt. Mir war es dort nur schlechtgegangen.
Und dann geschah das Seltsame. Ich saß in meinem Liegestuhl in der warmen Oktobersonne, rings um mich der herrliche blaue Atlantik, und versuchte mir New York vorzustellen, ich sah die Fifth Avenue" vor mir, den Central Park“ oder Greenwich Village“, wo alle wie Filmstars aussehen, gesunde Bräune, strahlend weiße Zähne. Aber jedes Mal stieß mich Limerick in die Vergangenheit zurück. Anstatt über die
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Fifth Avenue Zu Schlendern, mit der Bräune und den Zähnen, war ich auf einmal wieder in den Gassen von Limerick, Frauen standen schwatzend an der Haustür und zogen ihre Tücher enger um die Schultern, Kinder mit marmeladenbrotverschmierten Gesichtern spielten und achten und riefen nach ihren Müttern. Ich sah Leute Sonntagmorgens in der Messe, wo ein Tuscheln durch die Reihen lief, wenn jemand vom Hunger geschwächt in der Bank zusammensank und hinausgetragen werden musste von
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den Männern, die hinten in der Kirche standen und Zu allen sagten, zurücktreten, zurücktreten, um Christi willen, ihr seht doch, wie sie nach Luft Schnappt, und ich wollte auch so ein Mann sein, der den Leuten sagt, sie sollen Zurücktreten, denn dann durfte man draußen bleiben, bis die Messe aus war, und man konnte ins Pub gehen, was überhaupt nur der Grund war, warum man mit all den anderen Männern ganz hinten stand. Die Männer mit dem Durst blieben hinten, damit sie sofort zur Tür rauswischen konnten,
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sobald der Priester sagte, ite, missa est, gehet hin in Frieden. Ich wünschte mir, als Erwachsener in langen Hosen zusammen mit meinem Onkel Pa Keating da hinten bei den Männern mit dem großen Durst zu stehen und hinter vorgehaltener Hand zu lachen.
Ich saß also in dem Liegestuhl und Schaute in meinen Kopf hinein, wo ich mich selbst sah, wie ich mit dem Fahrrad in Limerick herum und hinaus aufs Land fuhr, Telegramme zustellen. Ich sah mich frühmorgens
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über Landstraßen radeln, wo der Nebel aus den Feldern stieg und Kühe mich anmuhten und Hunde auf mich losgingen, bis ich sie mit Steinwürfen verjagte. Ich hörte kleine Kinder in Bauernhäusern nach der Mutter weinen und Bauern ihre Kühe nach dem Melken mit dem Knüppel wieder auf die Weide treiben.
Aus: Frank McCourt: Ein rundherum tolles Land. Erinnerungen. München 1999
(Luchterhand Literaturverlag), S. 9-12
#romanauszug
$\blacktriangleright\;$ Aufgabe 1: Treffen die folgenden Aussagen zu oder nicht? Kreuze an.
trifft zutrifft nicht zu
Die Frachtgesellschaft ändert mehrmals das Ziel der Reise.
Der Erste Offizier spottet über die Heimat des Erzählers.
Der Erzähler kann sich gegen den Ersten Offizier behaupten.
Der Erzähler sucht nach einer Erklärung für sein Heimweh.
(2P)
$\blacktriangleright\;$ Aufgabe 2: Untersuche das Verhältnis von Erzählzeit und erzählter Zeit im gesamten Text. Erläutere dene Ergebnisse.
(3P)
#zeitgestaltung
$\blacktriangleright\;$ Aufgabe 3: Zeige die Bedeutung auf, die die Stadt New York für den Erzähler hat. Belege deine Aussagen am Text.
(3P)
#zitieren
$\blacktriangleright\;$ Aufgabe 4a: Erkläre, was der Erzähler meint, wenn er sagt: „Aber jedes Mal stieß mich Limerick in die Vergangenheit zurück.“ (Z. 19)
(1,5P)
$\blacktriangleright\;$ Aufgabe 4b: Bestimme das sprachliche Gestaltungsmittel in diesem Satz und erläutere seine Wirkung: „Aber jedes Mal stieß mich Limerick in die Vergangenheit zurück.“ (Z. 19)
(1,5P)
#erklären
$\blacktriangleright\;$ Aufgabe 5: Erkläre die folgende Textstelle vor dem Hintergrund des Textes: „Und dann hörte ich die warnenden Worte meiner Mutter, der Teufel, den man kennt, ist besser als der Teufel, den man nicht kennt.“ (Z. 43 f.)
(1P)
#erklären
$\blacktriangleright\;$ Aufgabe 6: Schreibe eine Textanalyse zu dem Text von Frank McCourt.

Denke bei der Ausarbeitung des Hauptteils an
  • die Beschreibung der Erzählperspektive und der Erzählhaltung
  • die Zeitgestaltung
  • die Darstellung von Inhalt und Aufbau
  • die Beschreibung der beiden Hauptpersonen (Verhalten, Gefühlslage und Stimmungen)
  • Erläuterung der sprachlichen Gestaltung
Setze dich im Schlussteil mit der Situation und der Gefühlslage des Erzählers auseinander.
(18P)
#analysieren
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Thema:
Frank McCourt: Ein rundherum tolles Land
Aufgaben:
$\blacktriangleright$ Analysierendes Schreiben - Textanalyse
Nachfolgend findest du viele verschiedene Aufgaben, die jedoch alle ein Ziel besitzen: das analysierende Schreiben. Wenn du dich also an das Bearbeiten der Aufgaben setzt, lies dir zuerst die Materialien sorgfältig durch. Bei jeder Aufgabe ist noch einmal vermerkt, welches Material du zur Hand nehmen musst. Es geht dabei vor allem darum, dass du das von dir verstandene in eigenen Worten formulierst und somit etwas beschreibst.
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Analysierendes Schreiben

$\blacktriangleright\;$ Thema:
Frank McCourt (1930-2009): Ein rundherum tolles Land
Tipp
Nachfolgend findest du viele verschiedene Aufgaben, die jedoch alle ein Ziel besitzen: das analysierende Schreiben. Wenn du dich also an das Bearbeiten der Aufgaben setzt, lies dir zuerst die Materialien sorgfältig durch. Bei jeder Aufgabe ist noch einmal vermerkt, welches Material du zur Hand nehmen musst. Es geht dabei vor allem darum, dass du das von dir verstandene in eigenen Worten formulierst und somit etwas beschreibst.
Tipp
Nachfolgend findest du viele verschiedene Aufgaben, die jedoch alle ein Ziel besitzen: das analysierende Schreiben. Wenn du dich also an das Bearbeiten der Aufgaben setzt, lies dir zuerst die Materialien sorgfältig durch. Bei jeder Aufgabe ist noch einmal vermerkt, welches Material du zur Hand nehmen musst. Es geht dabei vor allem darum, dass du das von dir verstandene in eigenen Worten formulierst und somit etwas beschreibst.
$\blacktriangleright\;$ Aufgabe 1: Treffen die folgenden Aussagen zu oder nicht? Kreuze an.
trifft zutrifft nicht zu
Die Frachtgesellschaft ändert mehrmals das Ziel der Reise.
Der Erste Offizier spottet über die Heimat des Erzählers.
Der Erzähler kann sich gegen den Ersten Offizier behaupten.
Der Erzähler sucht nach einer Erklärung für sein Heimweh.
(2P)
$\blacktriangleright\;$ Aufgabe 2: Untersuche das Verhältnis von Erzählzeit und erzählter Zeit im gesamten Text. Erläutere dene Ergebnisse.
Die Erzählzeit ist in dem gesamten Text geringer als die erzählte Zeit. Dies ist vor allem dadurch bedingt, dass
der Erzähler die Schiffreise von Irland nach New York beschreibt. Dabei geht er immer wieder darauf ein, dass
die Schiffsroute stets nach einigen Tagen erneut geändert wird. Daraus kann der Leser schließen, dass die
erzählte Zeit größer als die Erzählzeit ist.
(3P)
$\blacktriangleright\;$ Aufgabe 3: Zeige die Bedeutung auf, die die Stadt New York für den Erzähler hat. Belege deine Aussagen am Text.
Die Stadt New York bedeutet vor allem Freiheit und ein neues Leben für den Erzähler. Er verhofft sich durch die
Reise eine wesentliche Verbesserung seines Lebens, was man vor allem daran erkennen kann, dass er sich die
Menschen in New York auf der Fifth Avenue, im Central Park oder in Greenwich Village wie Filmstars vorstellt,
die eine „gesunde Bräune“ und „strahlend, weiße Zähne“ (Z. 18 f.) haben, was genau das Gegenteil zu seinem
eigenen Aussehen ist.
(3P)
$\blacktriangleright\;$ Aufgabe 4a: Erkläre, was der Erzähler meint, wenn er sagt: „Aber jedes Mal stieß mich Limerick in die Vergangenheit zurück.“ (Z. 19)
Der Erzähler stammt aus der Stadt Limerick in Irland. Er verbindet viele negativen Erinnerungen an ein
schlechtes Leben dort, weshalb er davon spricht, dass ihn seine Vergangenheit immer wieder einholt, wenn er
über seine Zukunft nachdenkt oder träumt.
(1,5P)
$\blacktriangleright\;$ Aufgabe 4b: Bestimme das sprachliche Gestaltungsmittel in diesem Satz und erläutere seine Wirkung: „Aber jedes Mal stieß mich Limerick in die Vergangenheit zurück.“ (Z. 19)
Da es sich bei Limerick um eine Stadt handelt, liegt hier eine Personifikation vor. Dies dient dazu dem Leser das
Sprachliche zu verbildlichen, indem man sich dann wirklich eine Person vorstellt, die den Erzähler zurück in die
Vergangenheit stößt.
(1,5P)
$\blacktriangleright\;$ Aufgabe 5: Erkläre die folgende Textstelle vor dem Hintergrund des Textes: „Und dann hörte ich die warnenden Worte meiner Mutter, der Teufel, den man kennt, ist besser als der Teufel, den man nicht kennt.“ (Z. 43 f.)
Da es in dem Auszug darum geht, dass der Erzähler seine Heimat in Irland verlassen möchte, um mit dem Schiff
nach New York zu reisen und dort ein neues Leben zu beginnen, ergeben die Worte der Mutter insofern Sinn,
dass sie ihren Sohn davor warnen möchte in ein unbekanntes Land zu reisen. Sie vertritt die Meinung, dass es
besser sein in einem schlechten Land, das man bereits kennt, zu leben, anstatt in ein neues Land zu reisen und
dort vielleicht ähnlich schlechte Erfahrungen zu mache. Somit ist der Teufel, den man kennt, Irland und der
Teufel, den man nicht kennt, stellt New York dar.
(1P)
$\blacktriangleright\;$ Aufgabe 6: Schreibe eine Textanalyse zu dem Text von Frank McCourt.

Denke bei der Ausarbeitung des Hauptteils an
  • die Beschreibung der Erzählperspektive und der Erzählhaltung
  • die Zeitgestaltung
  • die Darstellung von Inhalt und Aufbau
  • die Beschreibung der beiden Hauptpersonen (Verhalten, Gefühlslage und Stimmungen)
  • Erläuterung der sprachlichen Gestaltung
Setze dich im Schlussteil mit der Situation und der Gefühlslage des Erzählers auseinander.
(18P)
In dem Textauszug des Romans „Ein rundherum tolles Land“, den Frank McCourt 1999 verfasste, geht es um einen Mann, der sich auf die Reise seines Lebens begibt, um in New York nochmal neu zu starten und seine Lebenssituation zu verbessern.
Einleitung
  • kurze Zusammenfassung
In dem Auszug wird die Perspektive des Mannes genutzt, der selbst eine Figur in der Geschichte ist und somit aus der Ich-Perspektive berichtet, was er auf dem Schiff erlebt. Passend zu dieser Erzählweise werden auch die inhaltlichen Vorgänge linear erzählt und entsprechen somit auch den gängigen zeitlichen Abläufen in der Realität. Der Text beginnt daher mit dem Ablegen des Schiffes von „Cork in Irland aus“ (Z. 1), berichtet zwei Tage später über den neuen Plan nach Montreal in Kanada zu fahren, um dann erneut zwei Tage später die „frohe Botschaft“ (Z. 5) zu verkünden, dass es nun doch nach New York gehen sollte. Schlussendlich fährt das Schiff jedoch nach Albany „eine Stadt weit oben am Hudson River, die Hauptstadt des Staates New York“ (Z. 7 f.), „ein schöner Ort zum Sterben, aber keiner, wo man heiraten oder Kinder großziehen möchte.“ (Z. 8 f.) Diese Beschreibung stammt vom Ersten Offizier des Schiffes, der sich einen Spaß daraus macht, den Ich-Erzähler mit seiner Herkunft zu ärgern, indem er Albany, das Ziel, mit Limerick, dem Ursprung, vergleicht. Der Erste Offizier hingegen stammt aus Dublin, trägt eine Uniform und besitzt die „Aussicht auf eine rosige Zukunft als Kapitän seines eigenen Schiffes“ (Z. 13 f.). Wohingegen der Erzähler aus dem schmutzigen Limerick stammt, ein „pickliges Gesicht, entzündete Augen und schlechte Zähne [hat]“ (Z. 12) und weiß, dass er sich „mit keinem anlegen [kann], schon gar nicht mit einem Ersten Offizier“ (Z. 13). Mit den permanenten Anspielungen des Ersten Offiziers wird der Protagonist stets in seine Vergangenheit zurückgeworfen, die er mit seiner Heimatstadt und einer Menge Elend verbindet. Dies zeigt, dass der Inhalt des Auszugs zum einen der logischen Struktur der Zeit folgt und zum anderen den Protagonisten mit fortschreitender Reise immer mehr in seine Vergangenheit zurückwirft. Als er von seiner Zukunft in New York träumt und sich dabei „die Fifth Avenue […], den Central Park oder Greenwich Village [vorstellt], wo alle wie Filmstars aussehen, gesunde Bräune, strahlend weiße Zähne [haben]“ (Z. 18 f.), wird er plötzlich von „Limerick in die Vergangenheit zurück[geworfen]“ (Z. 19) und träumt stattdessen von seinem bisherigen elenden Leben. Es ist ihm nicht möglich das Erlebte hinter sich zu lassen und einen Neustart zu beginnen, da ihn seine Herkunft durch die Geschichten des Ersten Offiziers und damit auch sein eigenes Unterbewusstsein immer wieder einholt.
Hauptteil
  • Erzählperspektive
  • Zeitgestaltung (Gegenwart, Vergangenheit, Zukunft, Vergangenheit)
  • Zusammenhang: Inhalt und Aufbau
  • Zusammenhang mit Zeitgestaltung
  • Beschreibung des Ersten Offiziers
  • Beschreibung des Protagonisten
  • Bezug zur Heimat
Trotz der enormen Anstrengungen des Ich-Erzählers einen Neuanfang zu wagen, das Schiff nach New York zu nehmen und alles andere in Limerick hinter sich zu lassen, kann er seine eigene Herkunft nicht einfach vergessen, sondern definiert sich selbst darüber. So kommt es zustande, dass er von der Gegenwart immer weiter in die Vergangenheit abdriftet, sodass der Textauszug damit endet, dass er sich selbst wieder in seiner gewohnten Umgebung in Limerick sieht.
Schluss
  • kein Neuanfang möglich
  • Protagonist wird stets von der Vergangenheit eingeholt
#stilmittel
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