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Aufgabe 1

Aufgaben
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Interpretation eines literarischen Textes

$\blacktriangleright\;$ Thema: Vom Sturm und Drang zur Klassik – Goethes Lyrik
Johann Wolfgang von Goethe: Schwebender Genius über der Erdkugel – Mit der einen Hand nach unten, mit der andern nach oben deutend (1826)
Johann Wolfgang von Goethe: Prometheus (1774)
$\blacktriangleright\;$ Aufgabenstellung:
1. Interpretiere das Gedicht „Schwebender Genius über der Erdkugel – Mit der einen Hand nach unten, mit der andern nach oben deutend“ (1826).
(40%)
#goethe#gedichtinterpretation
2. Stelle auf der Grundlage eines Vergleichs mit dem Gedicht „Prometheus“ (1774) Goethes Entwicklung vom Sturm und Drang zur Klassik dar.
(60%)
#vergleichen#goethe#sturmunddrang
Johann Wolfgang von Goethe:
Schwebender Genius über der Erdkugel - Mit der einen Hand nach unten, mit der andern nach oben deutend
$\,$
Zwischen Oben, zwischen Unten
Schweb' ich hin zu muntrer Schau;
Ich ergötze 1 mich am Bunten,
Ich erquicke mich im Blau.
5
Und wenn mich am Tag die Ferne
Luftiger Berge sehnlich zieht,
Nachts das Übermaß der Sterne
Prächtig mir zu Häupten glüht,
Alle Tag' und alle Nächte
10
Rühm' ich so des Menschen Los;
Denkt er ewig sich ins Rechte,
Ist er ewig schön und groß.
(64 Wörter)

1sich an etwas ergötzen: an etwas Vergnügen haben
(aus: Goethe Gedichte, herausgegeben von Erich Trunz, München 2007, S. 368)
#goethe
Johann Wolfgang von Goethe: Prometheus
$\,$
Bedecke deinen Himmel, Zeus,
Mit Wolkendunst!
Und übe, Knaben gleich,
Der Diesteln köpft,
5
An Eichen dich und Bergeshöhn!
Mußt mir meine Erde
Doch lassen stehn,
Und meine Hütte,
Die du nicht gebaut,
10
Und meinen Herd,
Um dessen Glut
Du mich beneidest.
Ich kenne nichts Ärmer’s
Unter der Sonn’ als euch Götter.
15
Ihr nähret kümmerlich
Von Opfersteuern
Und Gebetshauch
Eure Majestät
Und darbtet, wären
20
Nicht Kinder und Bettler
Hoffnungsvolle Toren.
Da ich ein Kind war,
Nicht wußt’, wo aus, wo ein,
Kehrte mein verirrtes Aug’
25
Zur Sonne, als wenn drüber wär’
Ein Ohr, zu hören meine Klage,
Ein Herz wie meins,
Sich des Bedrängten zu erbarmen.
Wer half mir wider
30
Der Titanen Übermut?
Wer rettete vom Tode mich,
Von Sklaverei?
Hast du’s nicht alles selbst vollendet,
Heilig glühend Herz?
35
Und glühtest, jung und gut,
Betrogen, Rettungsdank
Dem Schlafenden dadroben?
Ich dich ehren? Wofür?
Hast du die Schmerzen gelindert
40
Je des Beladenen?
Hast du die Tränen gestillet
Je des Geängsteten?
Hat nicht mich zum Manne geschmiedet
Die allmächtige Zeit
45
Und das ewige Schicksal,
Meine Herrn und deine?
Wähntest du etwa,
Ich sollte das Leben hassen,
In Wüsten fliehn,
50
Weil nicht alle Knabenmorgen-
Blütenträume reiften?
Hier sitz’ ich, forme Menschen
Nach meinem Bilde,
Ein Geschlecht, das mir gleich sei,
55
Zu leiden, weinen,
Genießen und zu freuen sich,
Und dein nicht zu achten,
Wie ich.
(221 Wörter)
(aus: Goethe Gedichte, herausgegeben von Erich Trunz, München 2007, S. 44ff.)
#goethe
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Interpretation eines literarischen Textes

$\blacktriangleright\;$ Thema: Vom Sturm und Drang zur Klassik – Goethes Lyrik
Johann Wolfgang von Goethe: Schwebender Genius über der Erdkugel – Mit der einen Hand nach unten, mit der andern nach oben deutend (1826)
Johann Wolfgang von Goethe: Prometheus (1774)
$\blacktriangleright\;$ Aufgabenstellung:
1. Interpretiere das Gedicht „Schwebender Genius über der Erdkugel – Mit der einen Hand nach unten, mit der andern nach oben deutend“ (1826).
(40%)
Lies dir zunächst das Gedicht genau durch und markiere dir Dinge, welche dir auffällig erscheinen. Untersuche die Form des Gedichts, den Aufbau, den Inhalt sowie die sprachliche Gestaltung. Entwickle eine Deutungshypothese, welche du durch deine Interpretation bekräftigst oder widerlegst. Strukturiere deine Interpretation in einer logischen Reihenfolge, um es dem Leser einfacher zu machen, deinem Gedankengang zu folgen. Der Schwerpunkt liegt auf der zweiten Aufgabe. Beide Aufgaben sollen von dir in einem zusammenhängendem Text gelöst werden.
  • Einleitung
  • Deutungshypothese
  • Hauptteil 1
    • Formale und stilistische Analyse
    • Interpretation
  • Schluss
2. Stelle auf der Grundlage eines Vergleichs mit dem Gedicht „Prometheus“ (1774) Goethes Entwicklung vom Sturm und Drang zur Klassik dar.
(60%)
In dieser Aufgabe sollst du durch den Vergleich mit dem zweiten Gedicht Goethes literarische Entwicklung darstellen. Interpretiere dazu das zweite Gedicht ebenfalls anhand seiner Form, seines Inhalts, dem Aufbau und der sprachlichen Gestaltung und stelle es dem ersten Gedicht unter dem Aspekt von Goethes Entwicklung gegenüber. Auf dieser Basis sollen literaturgeschichtliche und poetologische Zusammenhänge hergestellt werden. Überlege dir, was du im Unterricht zu dieser Epoche gelernt hast und wie du dein Wissen anhand der Gedichte in deine Analyse einordnen kannst. Gliedere auch diese Aufgabe schlüssig in Absätze und formuliere einen zusammenhängenden Text.
  • Überleitung
  • Hauptteil 2
    • Formale und stilistische Analyse des zweiten Gedichts
    • Vergleich
  • Fazit
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Interpretation eines literarischen Textes

$\blacktriangleright\;$ Thema: Vom Sturm und Drang zur Klassik – Goethes Lyrik
Johann Wolfgang von Goethe: Schwebender Genius über der Erdkugel – Mit der einen Hand nach unten, mit der andern nach oben deutend (1826)
Johann Wolfgang von Goethe: Prometheus (1774)
$\blacktriangleright\;$ Aufgabenstellung:
1. Interpretiere das Gedicht „Schwebender Genius über der Erdkugel – Mit der einen Hand nach unten, mit der andern nach oben deutend“ (1826).
(40%)
Tipp
Lies dir zunächst das Gedicht genau durch und markiere dir Dinge, welche dir auffällig erscheinen. Untersuche die Form des Gedichts, den Aufbau, den Inhalt sowie die sprachliche Gestaltung. Entwickle eine Deutungshypothese, welche du durch deine Interpretation bekräftigst oder widerlegst. Strukturiere deine Interpretation in einer logischen Reihenfolge, um es dem Leser einfacher zu machen, deinem Gedankengang zu folgen. Der Schwerpunkt liegt auf der zweiten Aufgabe. Beide Aufgaben sollen von dir in einem zusammenhängendem Text gelöst werden.
  • Einleitung
  • Deutungshypothese
  • Hauptteil 1
    • Formale und inhaltliche Analyse
    • Interpretation
  • Schluss
Tipp
Lies dir zunächst das Gedicht genau durch und markiere dir Dinge, welche dir auffällig erscheinen. Untersuche die Form des Gedichts, den Aufbau, den Inhalt sowie die sprachliche Gestaltung. Entwickle eine Deutungshypothese, welche du durch deine Interpretation bekräftigst oder widerlegst. Strukturiere deine Interpretation in einer logischen Reihenfolge, um es dem Leser einfacher zu machen, deinem Gedankengang zu folgen. Der Schwerpunkt liegt auf der zweiten Aufgabe. Beide Aufgaben sollen von dir in einem zusammenhängendem Text gelöst werden.
  • Einleitung
  • Deutungshypothese
  • Hauptteil 1
    • Formale und inhaltliche Analyse
    • Interpretation
  • Schluss
Das Gedicht „Schwebender Genius über der Erdkugel – Mit der einen Hand nach unten, mit der andern nach oben deutend“, geschrieben von Goethe im Jahr 1826, handelt von dem lyrischen Ich, das sich in der Natur in einem Selbstgespräch befindet und über das Leben der Menschen nachdenkt. Das lyrische Ich wird mit dem Genius gleichgesetzt, den man auch als eine schaffende Kraft verstehen kann, die durch ihre Einsicht die Menschen erzieht.
Gedicht 1
Einleitung
Der Genius (lyrisches Ich) reflektiert aus einer Übersicht das Leben und Denken der Menschen und resümiert, dass ein Mensch nur unter der Bedingung der Anerkennung eines harmonischen Zusammenwirkens von Himmel und Erde befähigt ist, das Ideal geistiger Schönheit und Größe zu erlangen.
Deutungshypothese
Schon der Titel gibt durch die richtungsweisende Handbewegung einen Hinweis auf den harmonisierenden Ausgleich zwischen Himmel und Erde. Das lyrische Ich schwebt zu Beginn des Gedichts zwischen Himmel und Erde und beobachtet verzückt die Vielfalt des Lebens. (vgl. V. 1-4) Sowohl die Schönheit des Tages als auch die der Nacht erzeugen eine harmonische Grundstimmung im lyrischen Ich. (vgl. V. 5-8) Das lyrische denkt über den Menschen nach und lobt sein Schicksal. Desweiteren formuliert es die Bedingung für menschliche Größe.
Hauptteil 1
Formale und inhaltliche Analyse
Inhalt
Goethes Gedicht besteht aus drei Strophen zu je vier Versen. Das Metrum ist ein vierhebiger Trochäus und gibt einen ruhig fließenden Rhytmus vor. Das Reimschema kann als Kreuzreim definiert werden, mit regelmäßig wechselnden Kadenzen. Die Form unterstützt durch den regelmäßigen Aufbau und das gleichmäßige Metrum den harmonischen Grundton.
Metrum, Reimschema
Die Welt, in der das lyrische Ich in der Ausgangssituation schwebt, ist eine Welt voller Gegensätze, die trotzdem miteinander harmonieren. Die Parataxe zu Beginn des Gedichts, welche aus drei Hauptsätzen besteht, ist eine Feststellung des lyrischen Ichs, die den antithetischen Aufbau der Welt „[z]wischen oben“ und „[u]nten“ (V. 1) betont. Das lyrische Ich betrachtet die Welt aus einer Übersicht, dank der es allwissend ist. Durch die Anapher „Ich“ (V. 3f.) und die Wiederholung von „mich“ (V. 3f.) wird die Bedeutung des lyrischen Ichs im Gedicht verstärkt. Es spielt mit Adjektiven und Beschreibungen. Auch in den Wörtern „Bunt[…]“ (V. 3) und „Blau“ (V. 4) kann man einen Hinweis auf den harmonischen Gegensatz zwischen Himmel und Erde finden. Einerseits kann man die Wörter als Antithese sehen und andererseits stellen sie auch eine Farbsymbolik dar. Sie verweisen zum Einen auf die bunte Vielfalt des Lebens auf der Erde, zum Anderen sind sie als Hinweis auf den blauen Himmel zu deuten. Eine dem Leser unbekannte Sehnsucht des lyrischen Ichs wird durch die Personifikation „die Ferne … zieht“ (V. 5f.) unterstrichen. Das lyrische Ich relativiert die „Sterne[n]“ (V. 7) in der Nacht und die „Berge[n]“ (V. 6) am Tag und zeigt sich beeindruckt von ihrer Beständigkeit und ihrem Sein. Durch die Wiederholung des Wortes „alle“ (V. 9) und das Pronomen „er“ (V. 11f.) wird der Charakter eines grundsätzlichen Postulats verstärkt. Die Wiederholung des Adjektivs „ewig“ (V. 11f.) verdeutlicht die Allgemeingültigkeit dieser Regel. Das lyrische Ich reflektiert über das Schicksal eines jeden einzelnen Menschen und lobt den Menschen für sein „Los“ (V. 10). Durch das Konditionalgefüge in den Versen elf und zwölf „Denkt er ewig sich ins Rechte, Ist er ewig schön und groß.“ (V. 11f.) formuliert das lyrische Ich die Bedingung für menschliche Größe. Nur wenn der Mensch das harmonische Zusammenwirken von Himmel und Erde anerkennt, kann er ewig geistige Schönheit und Größe erlangen.
Interpretation
Das lyrische Ich verkörpert einen Genius, eine abstrakte, weise Instanz, die selbst schon die Ideale des Menschen in sich vereint und durch ihre Reflexion den Menschen zum nachdenken anregen soll und damit auch ein Postulat für das Leben und Denken der Menschen vorgibt.
Schluss
#reimschema#goethe#gedichtinterpretation#metrum#stilmittel
2. Stelle auf der Grundlage eines Vergleichs mit dem Gedicht „Prometheus“ (1774) Goethes Entwicklung vom Sturm und Drang zur Klassik dar.
(60%)
Tipp
In dieser Aufgabe sollst du durch den Vergleich mit dem zweiten Gedicht Goethes literarische Entwicklung darstellen. Interpretiere dazu das zweite Gedicht ebenfalls anhand seiner Form, seines Inhalts, dem Aufbau und der sprachlichen Gestaltung und stelle es dem ersten Gedicht unter dem Aspekt von Goethes Entwicklung gegenüber. Auf dieser Basis sollen literaturgeschichtliche und poetologische Zusammenhänge hergestellt werden. Überlege dir, was du im Unterricht zu dieser Epoche gelernt hast und wie du dein Wissen anhand der Gedichte in deine Analyse einordnen kannst. Gliedere auch diese Aufgabe schlüssig in Absätze und formuliere einen zusammenhängenden Text.
  • Überleitung
  • Hauptteil 2
    • Formale und stilistische Analyse des zweiten Gedichts
    • Vergleich
  • Fazit
Tipp
In dieser Aufgabe sollst du durch den Vergleich mit dem zweiten Gedicht Goethes literarische Entwicklung darstellen. Interpretiere dazu das zweite Gedicht ebenfalls anhand seiner Form, seines Inhalts, dem Aufbau und der sprachlichen Gestaltung und stelle es dem ersten Gedicht unter dem Aspekt von Goethes Entwicklung gegenüber. Auf dieser Basis sollen literaturgeschichtliche und poetologische Zusammenhänge hergestellt werden. Überlege dir, was du im Unterricht zu dieser Epoche gelernt hast und wie du dein Wissen anhand der Gedichte in deine Analyse einordnen kannst. Gliedere auch diese Aufgabe schlüssig in Absätze und formuliere einen zusammenhängenden Text.
  • Überleitung
  • Hauptteil 2
    • Formale und stilistische Analyse des zweiten Gedichts
    • Vergleich
  • Fazit
Im Gegensatz zu dem Gedicht „Schwebender Genius über der Erdkugel - Mit der einen Hand nach unten, mit der anderen nach oben deutend“ welches aus dem Jahr 1826 und somit aus der Epoche der Klassik stammt, stammt das Gedicht „Prometheus“, welches 1774 von Johann Wolfgang von Goethe geschrieben wurde, aus der Zeit des Sturm und Drang.
Gedicht 2
Überleitung
Das Gedicht „Prometheus“ besteht aus sieben Strophen mit unterschiedlicher Anzahl von Versen und mit freien Metren. Es gibt nur zwei Reime in diesem Gedicht: „An Eichen dich und Bergeshöhn! Mußt mir meine Erde doch lassen stehn […]“ (V. 5ff.) sowie „Genießen und zu freuen sich, und dein nicht zu achten, wie ich […] “(V. 56ff.). Außerdem erfolgt in der ersten Strophe eine Aufzählung „[…] und meine Hütte, die du nicht gebaut, und mein Herd, um dessen Glut […]“ (V. 8ff.) und in der fünften Strophe liegt ein Parallelismus vor: „Hast du die Schmerzen gelindert je des Beladenen? Hast du die Tränen gestillt je des Geängsteten?“ (V. 39ff.). In der vierten und fünften Strophe sind die Fragen besonders auffällig. Jeder Vers ist hier als Frage formuliert.
Hauptteil 2
Formale und stilistische Analyse
Stilmittel
Im Gedicht kritisiert Prometheus, ein Titan, die Götter, spezifisch Zeus. Es ist eine Art Monolog. Prometheus sagt sich vom Herrschergott los und ist stolz auf seine Selbstbehauptung.
In der ersten Strophe kritisiert Prometheus Zeus, denn er beneidet den Titanen um seine geschaffenen Dinge. (vgl. V. 10ff.). Seinen Zorn lässt Zeus an der Natur beziehungsweise an den Menschen aus, was Prometheus als kindisch erachtet (vgl. V. 3ff.).
In der zweiten Strophe bezeichnet Prometheus die Götter als armselig, denn sie nähren sich nur „von Opfersteuern und Gebetshauch“ (V. 16f.) von Menschen. Selbst arme Leute bringen den Göttern Opfer dar, obwohl sie selbst kaum etwas zum Überleben haben.
In der dritten Strophe rechtfertigt Prometheus seinen Glauben. Er wäre noch ein Kind gewesen, hätte sich nicht zu helfen gewusst und klagte deshalb bei den Göttern über sein Leid.
In der fünften Strophe stellt Prometheus, wie auch in der vierten Strophe, ausschließlich Fragen. Diese bauen aufeinander auf und richten sich vorwurfsvoll an die Götter. Er kritisiert die Götter, sie hätten sich nie um die Leiden der Menschen gekümmert (vgl. V. 39ff.). Außerdem stellt er die Menschen als selbstständig und Herr über sich selbst dar. In den letzten drei Versen der fünften Strophe wirft Prometheus die Frage auf, ob die Zeit und das Schicksal über ihm, so wie auch über Zeus stehen (vgl. V. 44ff.). Die sechste Strophe umfasst ebenfalls eine Frage. In dieser stellt er in Frage, ob Zeus gesagt hat, er solle das Leben hassen und fliehen, weil sich das Leben anders entwickelte als in seiner kindlichen Vorstellung. Seine Selbstherrlichkeit erreicht hier seinen Höhepunkt. Prometheus beschreibt sich selbst als Schöpfer, der Menschen nach seinem Bilde formt und die die Götter verachten wie er selbst (vgl. V. 52ff.). Die ersten zwei Strophen befassen sich also mit der Beziehung Prometheus zu Zeus. Von der dritten bis zur sechsten Strophe erfahren wir etwas über Prometheus Kindheit und seine Vergangenheit sowie über die gegenwärtige Darstellung des Leben Prometheus.
Inhalt
Goethes Entwicklung vom Sturm und Drang zur Klassik spiegelt sich im Vergleich der Gedichte „Schwebender Genius über der Erdkugel - Mit der einen Hand nach unten, mit der anderen nach oben deutend“ und „Prometheus“ wider.
Vergleich
Das Gedicht „Prometheus“ ist emotional aufgeladen, was sich vor allem in der aggressiven Wortwahl zeigt. Goethe verwendet hier viele aktive Verben und Neologismen. Außerdem besitzt das Gedicht eine große Bildhaftigkeit. Dem gegenüber ist „Schwebender Genius über der Erdkugel“ von Harmonie durchzogen. Das Gedicht schafft durch schlichte Begrifflichkeiten und viele Adjektive eine ruhige, zauberhafte Atmosphäre. Diese Grundstimmung wird auch sehr vom Sprecher selbst beeinflusst.
Atmosphäre/Wortwahl
Zwar sind beide Gedichte Monologe, jedoch ist das lyrische Ich im Gedicht der Klassik ruhig und betrachtet reflexiv die Welt, während Prometheus im Sturm und Drang impulsiv und aufgebracht erscheint.
Haltung des Sprechers
Prometheus geht es um die Auflehnung gegen Obrigkeiten, die Befreiung aus dieser Unterdrückung und die eigene Erfahrung damit. Dem sei das lyrische Ich gegenübergestellt, welches das Leben und das Schicksal der Menschen reflektiert und eine Bedingung aufstellt, um höhere Ideale erstreben zu können.
Inhalt
Das lyrische Ich wird mit einem Genius verglichen. Hier ist ein Genius eine abstrakte, weise Instanz, die die Menschen leitet. Bei Prometheus wird der Begriff des Genies anders definiert. In diesem Gedicht ist ein Genie als eine radikale, individuelle Schaffenskraft zu verstehen, der sich nichts in den Weg stellt.
Genius
Prometheus Aufgebrachtheit drückt sich auch in der äußeren Form des Gedichts aus. Das Gedicht besteht aus sieben Strophen, mit einer unterschiedlichen Anzahl von Versen. Außerdem ist das Gedicht in einem freien Rhythmus geschrieben und besitzt kein Metrum, was den Gedankengang von Prometheus verstärkt. Diesem Schema folgt das zweite Gedicht nicht. Zwar lässt sich auch die Reflektiertheit und Harmonie an der äußeren Form erkennen, das liegt jedoch an dem Trochäus, in welchem das Gedicht geschrieben wurde und an dem Kreuzreim mit wechselnden Kadenzen.
Formanalyse
Durch Ausrufe, Imperative, Fragen, Ellipsen und Inversionen wird Prometheus Emotionalität im Gedicht verstärkt. Diese Stilmittel finden sich im anderen Gedicht hingegen nicht. Das lyrische Ich verwendet Paratxen und Wiederholungen, um sein Postulat deutlich zu machen.
Stilmittel
Goethes Entwicklung vom Sturm und Drang zur Klassik lässt sich nach dem Vergleich besonders an zwei Aspekten verdeutlichen. Das Menschenbild hat sich verändert. Im Gegensatz zum Sturm und Drang besteht es in der Klassik nicht mehr aus Titanismus und individueller Emanzipation, sondern ist durch sittliche Veredelung geprägt. Desweiteren entpolitisiert Goethe die Kunst. Diese soll nun in der Klassik durch Idealbilder die Menschen zu friedvollen Personen erziehen. Das spiegelt sich auch in der Form wider: Es gibt keine freien Formen mehr, nur noch Orientierung an Regeln und grammatikalischen Gesetzen.
#stilmittel#sturmunddrang#vergleichen#goethe
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