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Aufgabe 2

Aufgaben
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Literarische Eröterung

$\blacktriangleright\;$ Thema:
Karl S. Guthke: Schillers Dramen (1994, Auszug)
(aus: Karl S. Guthke: Schillers Dramen. Idealismus und Skepsis. Tübingen, Basel 1994, S. 212-213)
$\blacktriangleright\;$ Aufgabenstellung:
  • Fasse die wesentlichen Aussagen des Textes zusammen. (30%)
    Erötere, ob es sich bei dem Drama Maria Stuart um eine Doppeltragödie handelt, in der Elisabeth eine ebenso tragische Figur darstellt wie Maria. (70%)
    Bearbeitungszeit (inkl. Lese- und Auswahlzeit): 315 Minuten
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Lektürehilfe zu Maria Stuart
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Lektürehilfe zu Maria Stuart
Text
Karl S. Guthke: Schillers Dramen
$\;$
Sie[1] sahen auch in der thematischen Dimension, in der Gegenüberstellung der
Königinnen, eine akkurate Antithetik, also so etwas wie Schwarz-Weiß-Malerei:
hier die ethisch geläuterte Triumphfigur, dort die erbärmliche Verbrecherin, hier
die Heilige und Märtyrerin, dort den Theaterbösewicht, hier die am Ende ihres
5
Lebens von „irdischen“, „physischen“ Motiven nicht mehr erreichbare, sich nach
dem Diktat absoluter Werte bestimmende Idealistin in der makellosen Glorie des
Gewissens, dort die ganz in den Bezügen dieser Welt aufgehende Realpolitikerin,
die sich von Machtwillen und Rachsucht treiben lässt unter dem Vorwand des
Volkswohls und der Staatsräson. Doch so ist das Gegenüber der
10
Protagonistinnen, das die Grundstruktur des Dramas ausmacht, nicht zu sehen;
auf einen Teil der Schiller vorausgehenden Dramatisierungen mag solche plane
Eindeutigkeit zutreffen, auf Schillers Stück nicht. Sie wäre gegenläufig zu seinem
kennzeichnenden charaktergestalterischen Impetus[2].
Setzen sich die beiden Königinnen denn aber wirklich wechselseitig ins Licht, so
15
dass in vollem Sinne von einer Doppeltragödie zu sprechen wäre?
Gewiss hängt Leben und Tod der einen von Tod und Leben der anderen ab; ihre
Geschicke sind miteinander verzahnt. „Ihr Leben ist dein Tod! Ihr Tod dein
Leben!“ lautet eine der aphoristisch geschliffenen Wechselreden, die die
rhetorische Stilisierung antagonistisch[3] auf die Spitze treiben (1294). Die eine
20
Gestalt transzendiert[4] die geschichtliche Welt, die andere hat sie zu bestehen.
Aber bewirkt das bei aller handlungsmäßigen Verbindung der beiden Tragödien
schon ein künstlerisches Gleichgewicht? Deutet der Titel des Dramas nicht eher
auf die stärkere Profilierung der einen Königin, was dann die übliche
Konzentration der Deutung auf Maria nahelegt? Ist Elisabeth effektiv also doch
25
nur die Folie Marias: dazu bestimmt, Marias Umkehr im Anschluss an ihre
Anerkenntnis „früher schwerer Blutschuld“ noch mehr zu verklären dadurch,
dass, wie Shrewsbury Elisabeth ins Gesicht sagt, ihr „edlerer Teil“ unrettbar
bleibt (4028-4029)? Oder aber wirkt Elisabeth auf den unbefangenen Zuschauer
durch ihr eigenes dramatisches und menschliches Interesse, als mehr denn eine
30
bloße, schematisch-eindeutige Folie ihrer Gegenspielerin?
Selten genug ist Elisabeth, der man ohnehin wenig Aufmerksamkeit geschenkt
hat, so gesehen worden. Und doch scheint Schiller selbst einen unübersehbaren
Fingerzeig in diese Richtung gegeben zu haben, als er auf den Gedanken kam,
die beiden Hauptdarstellerinnen sollten von Aufführung zu Aufführung ihre Rollen
35
tauschen. „Weil mir alles daran liegt, dass sie in diesem Stück noch eine junge
Frau sei, welche Ansprüche machen darf, so muss sie von einer Schauspielerin,
welche Liebhaberinnen zu spielen pflegt, dargestellt werden“, schreibt Schiller
[…] nicht etwa über Maria, sondern über Elisabeth.
398 Wörter


[1] Sie: die Deuter des Werks Maria Stuart
[2] Impetus: (innerer) Antrieb
[3] antagonistisch: gegensätzlich
[4] transzendiert: überschreitet (die Grenzen der sinnlich erfahrbaren Welt)
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Literarische Eröterung

$\blacktriangleright\;$ Thema:
Karl S. Guthke: Schillers Dramen (1994, Auszug)
(aus: Karl S. Guthke: Schillers Dramen. Idealismus und Skepsis. Tübingen, Basel 1994, S. 212-213)
$\blacktriangleright\;$ Aufgabenstellung:
  • Fasse die wesentlichen Aussagen des Textes zusammen. (30%)
    Erötere, ob es sich bei dem Drama Maria Stuart um eine Doppeltragödie handelt, in der Elisabeth eine ebenso tragische Figur darstellt wie Maria. (70%)

Vorarbeit

Bevor du beginnst, solltest du dir den Text von Karl S. Guthke genau durchlesen und seine wichtigsten Aussagen markieren. Wenn du Guthkes Aussagen herausgearbeitet hast, solltest du dir überlegen, wie du diese einzeln nacheinander erörtern kannst. Denke daran, dabei speziell auf die Frage einzugehen, ob Elisabeth eine ebenso tragische Figur darstellt wie Maria. Belege deine Erörterung auch mit deinem eigenen Wissen zu Maria Stuart.

Einleitung

Schreibe zunächst eine Einleitung, in der du auf den vorliegenden Text von Karl S. Guthke eingehst und kurz und knapp seine zentrale Aussage wiedergibst. Erkläre dann in wenigen Sätzen, auf welches Werk er sich bezieht und stelle kurz Maria Stuart vor.

Hauptteil

Im Hauptteil musst du nun zu allererst den Text von Karl S. Guthke analysieren und zusammenfassen. Überlege dir dazu, welches die zentralen Aussagen im Text sind und wie du sie interpretieren kannst. Achte dabei auch auf die Art und Weise, wie Guthke seine Aussagen mit sprachlichen Mitteln unterstützt.
Schließlich musst du die Richtigkeit und Gültigkeit von Guthkes Aussagen überprüfen. Beziehe dich dabei auf dein eigenes Wissen zum Werk Maria Stuart und zu Schiller als Autor. Achte außerdem darauf, dass du immer beide Seiten beleuchten musst. Bringe also sowohl zustimmende als auch kritische Belege an.
Zentrale Aussagen zusammenfassen
  • Forscher deuten den Aufbau von Maria Stuart als akkurate Antithetik
  • Die Königinnen werden nach dem Schwarz-Weiß-Prinzip gegenübergestellt
  • Elisabeth immer nur als komplettes Gegenteil zu Maria
  • Guthke widerspricht dieser attestierten Eindeutigkeit
  • Er sieht Schiller als Autor, der individuelle Charaktere zeichnet
  • Guthke stellt die Frage nach einer Doppeltragödie $\rightarrow$ leitet so seine eigene Erörterung ein
  • Schreibt, dass beide Tragödien miteinander verzahnt sind $\rightarrow$ Beleg mit Zitat aus dem Werk
  • Wirft die Frage auf, ob das allein schon für künstlerisches Gleichgewicht spricht
  • Erklärt, dass der Titel eher gegen dieses Gleichgewicht der Figuren spricht
  • Frage aufgeworfen, ob Elisabeth nur eine Folie Marias ist oder eine eigenständige, tragische Figur
  • Gibt zu, dass Elisabeth viel zu wenig beachtet wurde
  • Erkennt aber einen Fingerzeig von Schiller, dass Elisabeth mehr als eine Folie sein soll
  • Guthkes Fazit: Elisabeth als verkannte tragische Figur in einer Doppeltragödie $\rightarrow$ Mit Zitat von Schiller selbst untermauert
Erörterung
$\blacktriangleright$ Argumente gegen eine Doppeltragödie
  • Der Titel bezieht sich nur auf Maria Stuart
  • Elisabeth wird als Gegenfigur von Maria gezeichnet, um diese als Opfer wirken zu lassen
  • Elisabeths Handlungen nur beschrieben, um Marias Leidensweg aufzuzeigen
  • Leser haben nur Mitleid mit Maria, identifizieren sich nicht mit Elisabeth
  • Elisabeth ist nicht wie von der Tragödien-Theorie gefordert schuldlos schuldig
  • Schiller erfand die Königinnenbegegnung, um die Antithetik zu stärken
$\blacktriangleright$ Argumente für eine Doppetragödie
  • Im Werk selbst gibt es ein Gleichgewicht von Maria und Elisabeth; der 2. und 4. Aufzug sind Elisabeth ihr gewidmet
  • Elisabeth ist als Charakter individuell gezeichnet; fast mehr Charakterbeschreibungen als bei Maria
  • Auch sie hat innere Konflikte und erlebt einen tragischen Ausgang
  • Elisabeth hat auch gute Seiten und ein tragisches Schicksal, das Mitleid erregen sollen
  • Elisabeth ist schuldlos ihrer Rolle als Königin verpflichtet; sie muss ihre Gefühle der Pflicht unterordnen
  • Elisabeth wurde von Schiller extra jünger dargestellt, als sie in Wahrheit war

Schluss

Um deine Erörterung abzuschließen, solltest du ein eigenes Fazit ziehen und noch einmal kurz zusammenfassen, zu welchem Ergebnis du gekommen bist. Greife die interessantesten Argumente aus dem vorliegenden Auszug noch einmal auf, um Guthkes Text zu bewerten.
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