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Lernbereich Abitur G-Kurs
LV-Abi 1
Aufgabe 1
Aufgabe 2

Aufgabe 2

Aufgaben
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Textanalyse mit erweiterter Aufgabenstellung

$\blacktriangleright\;$ Text:
Matthias Schulz: Die Polizei, deine Freundin
$\blacktriangleright\;$ Aufgabenstellung:
  • Analysiere den Text Die Polizei, deine Freundin von Matthias Schulz nach dem dir bekannten Kriterien unter besonderer Berücksichtigung der Argumentationsweise.
  • Beurteile als Schluss die Überzeugungskraft der Argumentation.
Text
Matthias Schulz: Die Polizei, deine Freundin
$\;$
Geschlechtergerechtes Blähdeutsch breitet sich in Amtsstuben, Sportclubs und Klassen-
zimmern aus. An Unis lehrt Herr „Dozentin“. Verfällt die Republik dem grammatischen Irr-
sinn?
Poetischer Genuss ist beim Lesen des „Brandenburgischen Hochschulgesetzes“ nicht zu
erwarten. Der neue „gendersensible“ Entwurf schlaucht jedoch über die Maßen.
„Teilzeitstudierende oder Teilzeitstudierender“, ruft es gedrechselt aus dem Text. Er wendet
sich an „die Zuwendungsgeberin und den Zuwendungsgeber“. In Paragraf 31 heißt es:
5
„Hochschullehrerinnen und Hochschullehrer von Fachhochschulen sollen zu Gutachterinnen
und Gutachtern und Prüferinnen und Prüfern im Promotionsverfahren nach Satz 1 bestellt
werden.“
Seitenlang ziehen sich die Wortgirlanden. Alle männerlastigen Stellen wurden getilgt - eine
Schrift wie ein Orientteppich. In den kommenden Wochen tritt das Gesetz in Kraft.(…)
10
Als hätte man keine anderen Sorgen.
Doch das Land zwischen Havel und Spree bereitet eine weitere Pioniertat vor. Die Uni Pots-
dam lässt derzeit ihre Berufungsordnung so umschreiben, dass alle Titel nur in weiblicher
Form erscheinen. Männer verwandeln sich dort zum Herrn „Professorin“.
Was wie ein Witz klingt, macht bundesweit Schule. An vier deutschen Hochschulen wird die
15
Formel bereits verwendet.
Als zickiges Ätschibätsch wollen die Gleichstellungsbeauftragten ihr Ansinnen nicht verste-
hen; vielmehr sei es Ausdruck tiefdurchdachten wissenschaftlichen Grolls. Die Vertreterinnen
der „feministischen Linguistik“ fühlen sich gekränkt von männlichen Herrschaftsstrukturen in
der Sprache. Nun boxen sie zurück.
20
Vor allem das „generische“ (geschlechterübergreifende) Maskulinum ist ihnen ein Dorn im
Auge. In Worten wie „der Kunde“ oder „der Christ“, heißt es, seien die Frauen nur mitgemeint
und damit „unsichtbar“ gemacht. Das sei eine schlimme Diskriminierung.
Zwar ist es bei der Waise oder der Geisel umgekehrt - aber egal, die Empörung ist groß. (…)
Läuft die Bewegung aus dem Ruder? Verliert sie ihre Besonnenheit und löst sich von den
25
berechtigten und vernünftigen Wurzeln? Noch in den achtziger Jahren wurden Frauen mit
„Amtmann“ oder „Kollege“ angesprochen. (…)
All das ist jedoch längst Vergangenheit. Das „Fräulein“: abgeschafft. Jobs werden heute
(m/w) angeboten. Wer den Bürger begrüßt, schließt sinnigerweise auch die Bürgerin ein. Im
Beruf heißt die Frau nicht mehr Koch, sondern Köchin. (…)
30
Allerorten sind Säuberungskommandos am Werk. Schulbücher werden umgehübscht. In
Ingelheim spielt eine „Frauschaft“ Damenfußball. Lehrer treten mit dem Kürzel „Sus“ (Schü-
lerinnen und Schüler) vor die Klasse. Auch in den Behörden finde ein „Sprachwandel ohne-
gleichen“ statt, erklärte die Duden-Mitarbeiterin Karin Eichhoff-Cyrus.
So kennt eine im vorigen Jahr vorgelegte Neufassung der Straßenverkehrsordnung kaum
35
noch Fußgänger, dafür umso mehr „Zu Fuß Gehende“. Der Wagenlenker mutiert zum „Fahr-
zeugführenden“. In Paragraf 26 taucht ein „Fahrender von Rollstühlen“ auf.
Geht's noch sperriger?
Doch das ist erst der Anfang. Viele Rechtsvorschriften in Deutschland atmen ungehemmt
den Geist des Patriarchats. Die Lebensmittelhygieneverordnung spricht vom „Verbraucher“.
40
(…)
Im Grundgesetz findet man sogar den Begriff „jedermann“. Artikel 16 erklärt unverhohlen:
„Kein Deutscher darf an das Ausland ausgeliefert werden.“ Deutsche Frauen schon?
Um derlei Sprachsünden zu stoppen, hat das Bundesjustizministerium strenge Richtlinien
erarbeitet. Das „Handbuch der Rechtsförmlichkeit“ empfiehlt, staatliche Dokumente
45
  • „geschlechtsneutral“ zu verfassen;
  • „Paarformen“ zu nutzen („Unterschrift des Inhabers oder der Inhaberin“);
  • verstärkt das Passiv einzusetzen, weil der Handelnde so verschwindet;
  • das Pronomen „sein“ zu meiden: „Wer sein Haus nicht abschließt“ solle ersetzt werden
    durch „Wer das eigene Haus nicht abschließt“.
50
„Schwachsinn“ nennt das der langjährige Chef der Hamburger Journalistenschule Wolf
Schneider. (…)
Ein Internetsprachführer rät bereits zur Schreibung: „Die Polizei, deine Freundin und Helfe-
rin“.
Ist das noch tolerant oder schon töricht? (…)
55
Und doch läuft nicht alles rund im Lager der Verbalgerechten. Streit ist entbrannt. Es geht
um die reine Lehre der feministischen Orthografie.
Die Doppelnennung („Beamtinnen und Beamte“) finden zwar alle toll. Das sei die „höflichste
und genaueste Variante der sprachlichen Gleichstellung“, heißt es in einem Statement der
Duden-Redaktion. Doch leider ermüdet das Splitting und klingt schnell so leierig wie die Ti-
60
telhuberei aus Honeckers Volkskammer[1].
Manche bevorzugen deshalb den Schrägstrich (Bürger/innen). Oder sie greifen - noch kür-
zer - zur Binnen-Versalie („BürgerInnen“). Das aber empört jene Buchstaben-Ethikerinnen,
die in dem langgestreckten I ein Phallussymbol sehen.
Aber auch um die Formel „Bürger/innen“ tobt Zwist. Auf diese Weise werde die Weiblichkeit
65
„visuell als sekundär“ dargestellt und schlicht ausgeklammert, urteilt spitzfindig die Gelehrtin
Gudrun Perko. (…)
Kein Wunder, dass sich viele GenderFreunde in den Unisex retten. Sie flüchten ins Partizip.
Statt „der Läufer“ sagen sie einfach der oder die Laufende, das passt immer. Der Bläser wird
so zum Blasenden, der Täter zum Tuenden.
70
Schön ist das nicht. Geröll gerät in den Sprachfluss. Der Mundraum wird zum Minenfeld. Äs-
theten dreht sich der Magen um.
Auch Luise Pusch, 70, Grande Dame der feministischen Linguistik, findet die Lösung doof.
Sie verfolgt einen anderen - zweistufigen - Plan: Erst will sie die Männer mit dem generi-
schen Femininum („Herr Ärztin“) so lange nerven, bis die ein Bewusstsein fürs Problem be-
75
kommen. Im nächsten Schritt soll die weibliche Endung -in ganz abgeschafft, und alle Per-
sonen sollen ins Neutrum gesetzt werden.
Es hieße dann für alle: das Kanzler, das Professor.
Was für Aussichten. Endlich wäre über allen Gender-Gipfeln Ruh. Es gäbe kein männlich
mehr und kein weiblich. Nur noch das Sams[2]. Und endlose Langeweile.


[1] Titekhuberei: Anhäufung von mehreren (akadamischen, Adels-, Amts-, Ehren-) Titeln in der Anrede einer Person, um dieser Gewicht zu verleihen. Eine politische Institution der DDR, die Volkskammer, wird hier als Beispiel dafür angeführt.
[2] Das Sams: Hauptfigur einer Kinderbuchreihe von Paul Maar. Es ist ein kinderähnliches Wesen mit einer Rüsselnase, einem Gesicht mit blauen Punkten, roten Borstenhaaren, Froschfüßen und einem Trommelbauch. Niemand weiß, ob es ein Junge oder ein Mädchen ist.
Quelle:
Schulz, M. (2014). Die Polizei, deine Freundin. Der Spiegel, 13, S. 124 f.
#textanalyse
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Textanalyse mit erweiterter Aufgabenstellung

$\blacktriangleright\;$ Text:
Matthias Schulz: Die Polizei, deine Freundin
$\blacktriangleright\;$ Aufgabenstellung:
  • Analysiere den Text Die Polizei, deine Freundin von Matthias Schulz nach dem dir bekannten Kriterien unter besonderer Berücksichtigung der Argumentationsweise.
  • Beurteile als Schluss die Überzeugungskraft der Argumentation.
Tipp
$\blacktriangleright\;$ Bei einer Textanalyse geht es darum, die wichtigen inhaltlichen, formalen, strukturellen und sprachlichen Merkmale des Textes zu erschließen. Die Analyse bleibt im Gegensatz zur Interpretation objektiv.
Pragmatische Texte oder Sachtexte sind nicht fiktional, sondern greifen reale Gegebenheiten auf. Sie sind logisch, pragmatisch und funktional. Aber sie können auch appellierend, argumentativ und kommentierend sein, also die Meinung eines Autors zu einem Sachverhalt wiedergeben.
$\blacktriangleright\;$ Die Aufgabenstellung enthält manchmal einen bestimmten Aspekt, auf den du in deiner Analyse eingehen musst: hier handelt es sich um die Argumentationsweise und Überzeugungskraft
  • Vorarbeit: Zuerst musst du den Text lesen und dir Notizen dazu machen: Autor, Ort und Datum der Erscheinung, Hauptaussage, formale Merkmale. Diese Elemente werden die Grundlage deiner Analyse bilden.
    Pragmatische Texte sind oft argumentierende Texte. Deswegen ist es wichtig, dass du bei der Vorarbeit die Gedankenstruktur und die Intention des Autors herausarbeitest.
  • Gliederung: Grundsätzlich muss deine Textanalyse folgende Teile aufweisen:
    Einleitung - Hauptteil - Schluss
    Jeder Teil deiner Arbeit sollte folgende Bestandteile beinhalten:
    Einleitung: Autor, Titel, Ort und Datum der Erscheinung, Textart, Hauptaussage des Textes
    Hauptteil: Analyse der Gedankenstruktur oder Argumentationsweise, Erläuterung sprachlicher Merkmale, Intention des Autors
    Schluss: Zusammenfassung der Hauptaussage - Wirkung vom Text und Stellungnahme
Tipp
$\blacktriangleright\;$ Bei einer Textanalyse geht es darum, die wichtigen inhaltlichen, formalen, strukturellen und sprachlichen Merkmale des Textes zu erschließen. Die Analyse bleibt im Gegensatz zur Interpretation objektiv.
Pragmatische Texte oder Sachtexte sind nicht fiktional, sondern greifen reale Gegebenheiten auf. Sie sind logisch, pragmatisch und funktional. Aber sie können auch appellierend, argumentativ und kommentierend sein, also die Meinung eines Autors zu einem Sachverhalt wiedergeben.
$\blacktriangleright\;$ Die Aufgabenstellung enthält manchmal einen bestimmten Aspekt, auf den du in deiner Analyse eingehen musst: hier handelt es sich um die Argumentationsweise und Überzeugungskraft
  • Vorarbeit: Zuerst musst du den Text lesen und dir Notizen dazu machen: Autor, Ort und Datum der Erscheinung, Hauptaussage, formale Merkmale. Diese Elemente werden die Grundlage deiner Analyse bilden.
    Pragmatische Texte sind oft argumentierende Texte. Deswegen ist es wichtig, dass du bei der Vorarbeit die Gedankenstruktur und die Intention des Autors herausarbeitest.
  • Gliederung: Grundsätzlich muss deine Textanalyse folgende Teile aufweisen:
    Einleitung - Hauptteil - Schluss
    Jeder Teil deiner Arbeit sollte folgende Bestandteile beinhalten:
    Einleitung: Autor, Titel, Ort und Datum der Erscheinung, Textart, Hauptaussage des Textes
    Hauptteil: Analyse der Gedankenstruktur oder Argumentationsweise, Erläuterung sprachlicher Merkmale, Intention des Autors
    Schluss: Zusammenfassung der Hauptaussage - Wirkung vom Text und Stellungnahme

Vorarbeit

Bevor du beginnst, musst du den Text ganz genau lesen. Markiere dabei relevante Textstellen und mache dir Notizen zu Autor, Ort, Datum der Erscheinung und Hauptaussagen sowie formalen Merkmalen. Diese brauchst du als Grundlage für deine Analyse.
Außerdem musst du bei dieser Aufgabe besonders auf die Argumentationsstruktur achten. Arbeite heraus, was der Autor mit welchen Argumenten bezwecken will und inwieweit ihm das gelingt.

Einleitung

Überlege dir für die Einleitung einen kurzen Satz, in dem du den Autor, den Titel und die Erscheinungsdaten sowie die Textsorte nennst. Fasse dann die These kurz zusammen.

Hauptteil

Im Hauptteil musst du nun den Text von Matthias Schulz analysieren. Dabei geht es darum, inhaltliche, formale, strukturelle und sprachliche Merkmale des Textes zu erschließen. Überlege dir, welches die zentralen Aussagen des Autors sind und arbeite die Argumentationsweise heraus. Verknüpfe diese Erläuterungen auch immer mit den formalen und sprachlichen Mitteln, mithilfe derer der Autor seine Argumente stützen will. Außerdem musst du hier ein Fazit ziehen, inwiefern dich der Autor mit dem Text von seiner Position überzeugen konnte.
Allgemeine Merkmale des Textes
  • Der Text wurde in der Zeitschrift Der Spiegel veröffentlicht
  • Die 79 Zeilen sind in 30 Absätze strukturiert, der erste Absatz fasst dabei kurz die These zusammen
  • Der Text ist in Form eines Kommentares verfasst
  • Als provokante Überschrift hat der Autor eine der absurden, neuartigen geschlechtsgerechten Formulierungen herausgegriffen
Analyse des Textinhalts
$\blacktriangleright$ Inhalt
  • Matthias Schulz beschäftigt sich in seinem Artikel mit der neuen Eigenart, geschlechtergerecht zu schreiben
  • Gleich zu Beginn stellt er seine These auf, dass die gendersensible Schreibweise zum grammatischen Irrsinn werden kann
  • Als erstes Beispiel nennt der Autor das Brandenburgische Hochschulgesetz, das in neuer gendersensibler Form verfasst wurde und zählt komplizierte Beispiele wie „Teilzeitstudierende oder Teilzeitstudierender“ auf (Z. 3)
  • Schulz bezeichnet diese Schreibweise als „seitenlange Wortgirlanden“ (Z. 8)
  • Seiner Meinung nach gibt es wichtigere Dinge
  • Nach dieser Feststellung zählt Schulz weitere Beispiele auf für Fälle, in denen geschlechtergerechtes Schreiben als wichtig angesehen wird; z.B. die Berufungsordnung der Uni Potsdam (Z. 11)
  • Er bezeichnet dieses Ansinnen als „zickiges Ätschibätsch“ von Gleichstellungsbeauftragten (Z. 16)
  • Das generische Maskulinum würde als Diskriminierung angesehen, obwohl dies in seinen Augen nicht so ist
  • Nach dieser Erläuterung wirft der Autor die Frage auf, ob die Bewegung sich von jeder Vernunft loslöst und was die Folgen sein könnten (Z. 24 f)
  • Schulz beschreibt, wie die aktuelle Situation in Sachen gendergerechtem Schreiben ist
  • Er bezeichnet das Geschehen abwertende als „Säuberungskommando“ (Z. 30) und stellt die rhetorische Frage, ob es noch komplizierter geht
  • Weiter erläutert Schulz, dass all das erst der Anfang ist
  • Als negatives Beispiel der Entwicklung nennt er nun das Handbuch zur Rechtsförmlichkeit und einen Internetsprachführer aus welchem er die Überschrift zitiert hat (Z. 52)
  • In den nächsten Absätzen beschäftigt sich Schulz mit den Diskussionen, die trotz gendersensibler Schreibung entbrannt sind; manche bevorzugen den Schrägstrich, andere wiederum Binnen-Versalie
  • Die mögliche Lösung, das Unisex, bewertet Schulz als genauso schlecht
  • Dann gibt er die Aussicht auf die Neutrum-Bezeichnung, die eine feministische Linguistin einführen möchte
  • Sein Abschluss-Fazit lautet daher: Es gäbe nur noch das Sams und endlose Langeweile
$\blacktriangleright$ Argumentationsweise
  • Seine Argumentation beginnt Schulz mit einer kurzen These, die er für mehr Spannung und Einbezug der Leser als Frage formuliert
  • Als ersten Beleg für die in seinen Augen komplizierte und überflüssige gendersensible Schreibweise nennt Schulz diverse Beispiele aus dem Brandenburgischen Hochschulgesetz
  • Dieses bewertet er mit dem Bild „Wortgirlanden“ und „Orientteppich“ (Z. 8-9)und der schlichten Aussage „Als hätte man keine anderen Sorgen“ (Z. 10) eindeutig abwertend
  • Als zweiten Beleg greift der Autor Berufungsordnungen von Unis auf, die nur noch weibliche Formen verwenden
  • Diese Variante wertet Schulz mit dem lautsprachlichen Kinderwort „Ätschibätsch“ (Z. 16) ab als beleidigtes, kindisches Getue
  • Die Argumentation der feministischen Linguistinnen widerlegt Schulz auf ironische Art und Weise mit einem gesprochensprachlichen Ausdruck „aber egal“ (Z. 23)
  • Im Folgenden wirft Schulz die Frage nach Folgen solcher übertriebener Befindlichkeiten auf; er regt die Überlegung an, ob die vernünftigen Wurzeln langsam vergessen werden
  • Um diese Frage zu beantwortet gibt er zunächst einen Überblick über die Ist-Situation, die er bildlich als Säuberungswahn betitelt
  • Die neuen Bezeichnungen, von denen er einige Beispiele nennt, tut er mit der rhetorischen Frage „Geht's noch sperriger?“ (Z. 37) als kompliziert ab
  • Dann weist er darauf hin, dass all das erst der Anfang ist und zählt das Handbuch der Rechtsförmlichkeit und einen Internetsprachführer als noch schlimmere Beispiele auf
  • Wiederholt stellt er eine rhetorische Frage zum Mitdenken der Leser: „Ist das noch tolerant oder schon töricht?“ (Z. 54)
  • Nach all diesen Beispielen legt Schulz dar, dass auch trotz geschlechtergerechten Bezeichnungen noch lange nicht alle zufrieden sind
  • Er zählt Streitpunkte auf, die weitherhin herrschen: Doppelnennung sei zu ermüdend, Binnen-Versalien seien ein Phallussymbol, Schrägstrich-Versionen klammeren Frauen aus
  • Als einzige Lösung erscheint laut Schulz daher vielen die Unisex-Form, die er als „Geröll im Sprachfluss“ (Z. 70) bildlich kritisiert
  • Zum Schluss gibt Schulz noch einen Ausblick auf das größtmögliche Übel: das Neutrum, das eine feministische Linguistin als perfekte Lösung anstrebt
  • Er schließt daraufhin mit einem eindeutigen Fazit: Die Lösung des Gender-Problems wäre vergleichbar mit dem Sams; eine endlos langweilige Lösung
Eigene Meinung zur Überzeugungskraft
  • Die Argumentation des Autors ist mit vielen Beispielen belegt und schlüssig nachvollziehbar
  • Schulz nimmt die Leser durch lockere Schreibweise, bildhafte Sprache und rhetorische Fragen mit
  • Der Aufbau der Argumentation ist gekonnt gewählt, sodass das größtmögliche Übel am Ende steht
  • Meiner Meinung nach hat der Text eine große Überzeugungskraft

Schluss

Am Schluss solltest du ein abschließendes Fazit ziehen und knapp zusammenfassen, zu welchem Ergebnis du bei deiner Analyse gekommen bist. Greife die interessantesten Argumente noch einmal auf, um Schulz' Position und Argumentation zu bewerten. Achte dabei darauf, nicht wieder ausschweifend zu argumentieren. Außerdem kannst du im Schlussteil auch deine eigene Meinung zum Thema geschlechtergerechtes Deutsch anbringen.
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