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Aufgabe 4

Aufgaben
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Interpretation eines lyrischen Textes

$\blacktriangleright\;$ Thema : Volker Braun (geb. 1939): Durchgearbeitete Landschaft
$\blacktriangleright\;$ Aufgabenstellung: Interpretiere das Gedicht.
#gedichtinterpretation
Volker Braun
Durchgearbeitete Landschaft
$\,$
Hier sind wir durchgegangen
Mit unsern verschiedenen Werkzeugen
Hier stellten wir etwas Hartes an
Mit der ruhig rauchenden Heide
5
Hier lagen die Bäume verendet, mit nackten
Wurzeln, der Sand durchlöchert bis in die Adern
Und ausgepumpt, umzingelt der blühende Staub
Mit Stahlgesängen, aufgerissen die Orte, weggeschnitten
Überfahren der Dreck mit rohen Kisten, abgeteuft die
10
$\,$ $\,$ teuflischen Schächte mitleidlos
Ausgelöffelt die weichen Lager, zerhackt, verschüttet,
$\,$ $\,$ zersiebt, das Unterste gekehrt nach oben und
$\,$ $\,$ durchgewalkt und entseelt und zerklüftet alles
Hier sind wir durchgegangen.
15
Und bepflanzt mit einem durchdringenden Grün
Der Schluff[1], und kleinen Eichen ohne Furcht
Und in ein plötzliches zartes Gebirge
Die Bahn, gegossen aus blankem Bitum
das Restloch mit blauem Wasser
20
Verfüllt und Booten: der Erde
Aufgeschlagenes Auge
Und der weiße neugeborene Strand
Den wir betreten
Zwischen uns.
Aus: Braun, Volker: Durchgearbeitete Landschaft. In: Braun, Volker: Gegen die symmetrische Welt. Gedichte. Mitteldeutscher Verlag, Halle (Saale) 1977, S. 34.


[1] Schluff: Bodenart, die feiner als Sand und gröber als Ton ist.
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Interpretation eines lyrischen Textes

$\blacktriangleright\;$ Thema:
Volker Braun (*1939): Durchgearbeitete Landschaft
$\blacktriangleright\;$ Aufgabenstellung:
  • Interpretiere das Gedicht.

Einleitung

Deine Interpretation beginnt wie jeder Text mit einer Einleitung. In der Einleitung musst du den Titel, den Autor und das Erscheinungsjahr nennen und den Inhalt kurz und knapp zusammenfassen.
  • Titel: Durchgearbeitete Landschaft
  • Autor: Volker Braun
  • Erscheinungsjahr: ohne Jahr (o.J.)
  • Inhalt: In dem Gedicht „Durchgearbeitete Landschaft“ von Volker Braun geht es um die rücksichtslose Verformung der Landschaft durch Menschenhand.

Hauptteil

In deinem Hauptteil geht es nun darum, das Gedicht zu interpretieren. Führe dazu zunächst die formale Analyse durch. Dazu gehört, dass du die Anzahl der Strophen und Verse, das Metrum, das Reimschema und die Kadenz ermittelst und angibst.
Für die Interpretation des Inhalts gehst du am besten Strophe für Strophe vor - so gehst du sicher, dass du bei deiner Interpretation keinen Aspekt vergisst. Neben dem Inhalt sind aber auch die sprachlichen Mittel, die Braun verwendet, essenziell. Lasse diese aber nicht so stehen, sondern erkläre immer, warum die Mittel eingesetzt werden, denn sie heben immer den Inhalt hervor und unterstreichen ihn.
Gehe bei deiner Interpretation auch auf die Intentions des Textes ein. Es bietet sich an, dies nach der Interpretation der elf Strophen zu machen, denn dann hast du den gesamten Inhalt erfasst und nicht erst Teile davon.
Formale Analyse
  • reimlos
  • freirhythmisch
  • 11 Strophen von verschiedener Länger
  • Vers 11-13 als Achse des Gedichts
  • graphische Darstellung des Gedichts
Die elf Strophen des Gedichts können grundsätzlich in drei Teile gegliedert werden, die wir auf Sprache und Inhalt hin untersuchen.
1. Teil (Strophe 1-3)
$\blacktriangleright$ Inhalt
  • „ruhig rauchende Heide“ (V. 4) wird von Menschen mit Werkzeugen zerstört
  • Rückblick eines Menschen (dem lyrischen Ich) der ein Teil der „Wir-Gruppe“ ist und reflektiert, was sie (die Menschen /Wir-Gruppe) getan haben: „Hier sind wir durchgegangen“ (V. 1)
$\blacktriangleright$ Sprache
  • Anapher: „Hier sind wir […] Hier stellten wir […] Hier lagen […].“ (V. 1-5) Das lyrische Ich beschreibt eindrücklich die Gegend und was die Menschen an diesen Orten der Natur angetan haben
  • Alliteration: „ruhig rauchende“ (V.2 ) Diese Alliteration dient dazu, dass der Leser sich das Bild der Natur einprägen kann
  • Wiederholung: „Hier sind wir durchgegangen“ (V. 1, V. 14) Dieser Satz bildet den Rahmen des Gedichts und kann auch als Fazit des lyrischen Ichs verstanden werden. Das lyrische Ich ruft sich vor Augen, wie die Natur an dieser Stelle früher aussah und was die Menschen damit angestellt haben, als sie durchgegangen sind
2. Teil (Strophe 4-6)
$\blacktriangleright$ Inhalt
  • Menschen zertsören systematisch und brutal die Natur um Raum zum Leben zu schaffen
  • Letzte Strophe dient nochmals als Rückblick des lyrischen Ichs, was die Menschen getan haben: „Hier sind wir durchgegangen“ (V. 1)
$\blacktriangleright$ Sprache
  • Kriegsmetaphorik: „der Sand durchlöchert bis in die Adern“ (V. 6) Der Leser stellt sich bei dieser Aussage nicht den Sand vor, sondern einen Menschen der blutend und durchlöchert daliegt
  • Wiederholung: „Hier sind wir durchgegangen“ (V. 1, V. 14) Dieser Satz bildet den Rahmen des Gedichts und kann auch als Fazit des lyrischen Ichs verstanden werden. Das lyrische Ich ruft sich vor Augen, wie die Natur an dieser Stelle früher aussah und was die Menschen damit angestellt haben, als sie durchgegangen sind
  • Klimax: „das Unterste gekehrt nach oben und durchgewalkt und entseelt und zerklüftet“ (V. 12f.) Dieser Satz bildet den Höhepunkt des Gedichts und zeigt wie schlimm die Natur von den Menschen zugerichtet wurde
  • Wechels der Tempusformen: „Hier sind wir durchgegangen“ (V. 14); „Den wir betreten“ (V. 23) Die wechselnden Tempusformen zeigen zum einen, was in der Vergangenheit passiert ist und was gerade passiert oder noch passieren wird
3. Teil (Strophe 7-11)
$\blacktriangleright$ Inhalt
  • Lyrisches Ich beschreibt die vielen Farben, die die Menschen zusammen mit der Natur zerstört haben, die aber durch ihr Werk teilweise auch entstehen
  • Natur muss den Menschen weichen
$\blacktriangleright$ Sprache
  • Alliteration: „Aufgeschlagenes Auge“ (V. 21) Diese Alliteration dient dazu, dass der Leser sich das Bild der Natur einprägen kann
  • Personifizierung: Die neuentstandene Gegend, die die Menschen erschaffen haben ist unschuldig und wirkt wie neugeboren „weiße neugeborene Sand“ (V. 22)
  • Farbmetaphorik: „durchdringendes Grün“ (V. 15) Hier ist nicht nur einfach von der Farbe grün die Rede, sondern wie das Grün der Natur alles durchdringt. Obwohl die Natur von den Menschen und Maschinen verdrängt und verändert wird, ist sie dennoch stärker als die Menschen und wird sich trotz ihren schweren Verletzungen nie komplett verdrängen lassen
  • Wechels der Tempusformen: „Hier sind wir durchgegangen“ (V. 14); „Den wir betreten“ (V. 23) Die wechselnden Tempusformen zeigen zum einen was in der Vergangenheit passiert ist und was gerade passiert oder noch passieren wird
Rolle des lyrischen Ichs
  • Zerstörung der ursprünglichen Natur durch Mensch, der „Krieg“ gegen sie führt
  • Erkenntnis über die taten der Menschen gegenüber der Natur und Versuch der Renaturierung
  • Lyrisches Ich als Teil der Wir-Gruppe
Intention:
  • Kunstlandschaft als „entseelte“ Natur
  • Verantwortung des Menschen gegenüber der Natur
  • Natur als Opfer menschlicher Technik

Schluss

Am Schluss solltest du die Hauptaussage des Gedichts noch einmal kurz zusammenfassen. Du kannst hier auch sagen, welche Gefühle das Lesen des Gedichts in dir ausgelöst und in welche Stimmung es dich versetzt hat.
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Aufgabe 4

Interpretation eines lyrischen Textes

$\blacktriangleright\;$ Thema:
Volker Braun (*1939): Durchgearbeitete Landschaft
$\blacktriangleright\;$ Aufgabenstellung:
  • Interpretiere das Gedicht.
Das Gedicht „Durchgearbeitete Landschaft“ von Volker Braun thematisiert die rücksichtslose Verformung der Landschaft durch Menschenhand und die eigentlich daraus resultierende Verantwortung, die die Menschheit gegenüber der Natur hat.
Betrachtet man die formale Struktur des Gedichts, so fällt auf, dass keinerlei Reimform existiert, das Gedicht ist also freirhythmisch. Es besteht außerdem aus elf Strophen, die von unterschiedlicher Länge sind. Vers 11-13 dient dabei als Achse des Gedichts und wird auch auf besondere Weise graphisch dargestellt. Die elf Strophen des Gedichts können grundsätzlich in drei Teile gegliedert werden, die wir auf Sprache und Inhalt hin untersuchen. Im ersten Teil wird die „ruhig rauchende Heide“ (V. 4) von Menschen mit Werkzeugen zerstört. Hier wird thematisch der Rückblick eines Menschen, des lyrischen Ichs, widergespiegelt, der offenbar ein Teil einer Gruppe ist und reflektiert, was denn sie mit ihrer Umgebung getan haben (vgl. Z. 1). Das lyrische Ich beschreibt hier eindrücklich die Gegend und was die Menschen diesen Orten des natürlichen Lebensraumes angetan haben. Dies wird durch die Anapher „Hier sind wir […] Hier stellten wir […] Hier lagen […].“ (V. 1-5) deutlich. Die Alliteration „ruhig rauchende“ (V. 2) verstärkt das Bild der Natur für den Leser zusätzlich und weckt gewisse Erinnerungen an Stille - ja schon fast an die unmittelbaren Nachwirkungen eines Krieges. Der Satz „Hier sind wir durchgegangen“ (V. 1, V. 14) bildet einen Rahmen um das Gedicht und kann auch als Fazit des lyrischen Ichs verstanden werden. Das lyrische Ich ruft sich vor Augen, wie die Natur an dieser Stelle früher aussah und was die Menschen damit angestellt haben, als sie durchgegangen sind.
Der zweite Teil (Strophe 4-6) behandelt die systematische und brutale Zerstörung der Natur, um Raum zum Leben zu schaffen. Die letzte Strophe dient nochmals als Rückblick und Wiederholung des lyrischen Ichs, was die Menschen getan haben: „Hier sind wir durchgegangen“ (V. 14). In diesem Teil wird die Kriegsmetaphorik verstärkt. So „ [durchlöchert zwar] der Sand bis in die Adern“ (V. 6), doch für den Leser ist es nicht Sand, der durch die Adern läuft, sondern Blut und so taucht das Bild eines Menschen, der blutend und durchlöchert daliegt, vor dem inneren Auge auf. Das Kriegsbild wird durch die Klimax „das Unterste gekehrt nach oben und durchgewalkt und entseelt und zerklüftet“ (V. 12f.) nochmals unterstrichen. Dieser Satz bildet den Höhepunkt des Gedichts und zeigt gleichzeitig, wie schlimm die Natur von den Menschen zugerichtet wurde. Die Adjektive „entseelt und zerklüftet“ deuten somit auf die Gottlosigkeit, die Unmenschlichkeit und die Zerstörungskraft des Krieges hin. Zudem findet in dieser Strophe ein Wechsel der Tempusformen statt - vom Perfekt zum Präsens - welche zum einen zeigen, welche Handlungen der Vergangenheit und welche der Gegenwart zugeordnet werden können.
Im letzten Teil (Strophe 7-11) beschreibt das lyrische Ich, wie die Natur sich verändert hat und welche Veränderungen in ihr vorgenommen wurden - die Natur muss also der Menschheit und ihrem Willen weichen. Dies wird durch die Personifizierung „weiße[r] neugeborene[r] Sand“ (V. 22) klar, denn die neuentstandene Gegend, die die Menschen erschaffen haben, ist durch ihre Farbe zum einen unschuldig, zum anderen zeigt die Personifikation aber auch, dass während des Krieges alles zu Sand zermalmt und zerstört wurde. Die Farbmetaphorik spielt in den letzten Versen des Gedichts eine besondere Rolle. Die Farbe grün zeigt hier beispielsweise an, dass die Natur nicht von Menschen beeinflussbar ist und trotz der Schäden alles durchdringen kann. Das lyrische Ich gibt insgesamt an, dass die ursprüngliche Natur durch den Menschen zerstört wurde und gar Krieg gegen sie geführt wird. Es erkennt immerhin, dass die Menschen für die Zerstörung der Natur verantwortlich sind und dass zumindest ein Versuch der Renaturierung unternommen werden sollte. Das lyrische Ich versteht sich hierbei allerdings nicht als externen Teil, der über die Geschehnisse und die Menschen richtet, sondern nimmt sich stattdessen auch selbst in die Pflicht, da es die gleiche Verantwortung für die Zerstörung der Landschaft, wie alle anderen, trägt.
Generell behandelt der Autor Volker Braun in seinem Gedicht „Durchgearbeitete Landschaft“ die durch die Menschheit künstlich erzeugte Landschaft als eine Art „entseelte“ Natur. Er kritisiert hierbei die Menschen, die gegenüber der Natur eigentlich ein gewisses Verantwortungsgefühl haben sollten. So wird die Natur als Opfer der menschlichen Technik dargestellt.
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