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Aufgabe 3

Aufgaben
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Gedichtinterpretation

$\blacktriangleright\;$ Thema:
Gustav Falke (1853-1916): Zwei
$\blacktriangleright\;$ Aufgabenstellung:
  • Interpretiere das Gedicht.
#gedichtinterpretation

Gustav Falke: Zwei

$\,$
Drüben du, mir deine weiße
Rose übers Wasser zeigend,
Hüben ich, dir meine dunkle
Sehnsüchtig entgegen neigend.
5
In dem breiten Strome, der uns
Scheidet, zittern unsre blassen
Schatten, die vergebens suchen,
Sich zu finden, sich zu fassen.
Und so stehn wir, unser Stammeln
10
Stirbt im Wind, im Wellenrauschen,
Und wir können nichts als unsre
Stummen Sehnsuchtswinke tauschen.
Leis, gespenstisch, zwischen unsern
Dunklen Ufern schwimmt ein wilder
15
Schwarzer Schwan, und seltsam schwanken
Unsre blassen Spiegelbilder.
(1896)
Aus: Gustav Falke: Zwei.
hrsg. v. Harald Hartung.
In: Bd. 5. Gedichte und Interpretationen,
Philipp Reclam jun. GmbH & Co., Stuttgart 1983, S. 43.
#gedicht
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Gedichtinterpretation

$\blacktriangleright\;$ Thema:
Gustav Falke (1853-1916): Zwei
$\blacktriangleright\;$ Aufgabenstellung:
  • Interpretiere das Gedicht.

Einleitung

Deine Interpretation beginnt wie jeder Text mit einer Einleitung. In der Einleitung musst du den Titel, den Autor und das Erscheinungsjahr nennen und den Inhalt kurz und knapp zusammenfassen.
  • Titel: Zwei
  • Autor: Gustav Falke
  • Erscheinungsjahr: 1896
  • Inhalt: In dem Gedicht „Zwei“ von Gustav Falke, das auf das Jahr 1896 datiert ist, geht es um die Sehnsucht zwischen zwei Liebenden, die sich nicht erreichen können.

Hauptteil

In deinem Hauptteil geht es nun darum, das Gedicht zu interpretieren. Führe dazu zunächst die formale Analyse durch. Dazu gehört, dass du die Anzahl der Strophen und Verse, das Metrum, das Reimschema und die Kadenz ermittelst und angibst.
Für die Interpretation des Inhalts gehst du am besten Strophe für Strophe vor - so gehst du sicher, dass du bei deiner Interpretation keinen Aspekt vergisst. Neben dem Inhalt sind aber auch die sprachlichen Mittel, die Falke verwendet, essenziell. Lasse diese aber nicht so stehen, sondern erkläre immer, warum die Mittel eingesetzt werden, denn sie heben immer den Inhalt hervor und unterstreichen ihn.
Gehe bei deiner Interpretation auch auf den Bezug des Textes zum Titel ein und erkläre, wie diese zusammenhängen. Es bietet sich an, dies nach der Interpretation der vier Strophen zu machen, denn dann hast du den gesamten Inhalt erfasst und nicht erst Teile davon.
Formale Analyse
  • 4 Strophen à 4 Verse
  • Metrum: vierhebiger Trochäus
  • Reimschema: jeweils der 2. und der 4. Vers reimen sich (abcb)
  • Kadenz: weiblich
1. Strophe
$\blacktriangleright$  Inhalt
  • 2 Personen, die an gegenüberliegenden Ufern eines Baches/Flusses o.ä. stehen („übers Wasser zeigend“, V.2)
  • Mann und Frau („weiße Rose“, V.1, „dunkle“, V.3)
  • Liebespaar, das sich nicht erreichen kann
  • Sehnsucht nacheinander („[s]ehnsüchtig“, V.4)
  • versuchen, Kontakt zueinander aufzunehmen („entgegen neigend“, V.4)
$\blacktriangleright$  Sprache
  • Parallelismus: trotz des Getrenntseins besteht der starke Wille und die Sehnsucht, zusammen zu sein („Drüben du, mir deine weiße“ V.1 und „Hüben ich, dir meine dunkle“, V.3)
  • Metapher: „Rose“ (V.2) steht für die Liebe
  • Farbmetaphorik: „weiß[$\,$]“ (V.1) steht für Unschuld und Reinheit, „dunk[el]“ (V.3) steht für Liebe, die langsam abstirbt und sich aufgibt
2. Strophe
$\blacktriangleright$  Inhalt
  • aus dem Gewässer wird ein „breite[r] Strom“ (V.5)
  • Strom, als unüberwindbares Hindernis, als das, was sie „[s]cheidet“ (V.6)
  • aus den 2 Liebenden werden „blasse[$\,$] Schatten“ (V.6f), ihr Körperliches löst sich auf
  • versuchen noch stärker als davor, Kontakt zueinander aufzunehmen, jedoch „vergebens“ (V.7)
  • starke Sehnsucht nacheinander („[s]ich zu finden, sich zu fassen“, V.8)
  • Trennung macht beide zu seelischen Wracks („zittern“, V.6)
  • es wird dunkler („blasse[$\,$] Schatten“, V.6f), es gibt immer weniger Hoffnung für die beiden Liebenden, sich zu finden
$\blacktriangleright$  Sprache
  • Enjambement/Zeilensprung: V.5 zu V.6 verstärkt die Trennung der beiden Liebenden und betont das Unüberwindbare; V.6 zu V.7 beschreibt das Verblassen der Liebenden zu Schatten, die noch blasser werden
  • Parallelismus: verstärkt wie der Parallelismus in Strophe 1 wieder den starken Willen und die Sehnsucht, zusammen zu sein („[s]ich zu finden, sich zu fassen“, V.8)
3. Strophe
$\blacktriangleright$  Inhalt
  • weitere Sehnsuchtsgebärden („unser Stammeln“, V.9) der beiden Liebenden - aus dem Versuch sich „zu fassen“ (V.8) wurde schon ein Stammeln, es wird immer schwieriger für die beiden, den anderen zu erreichen, und die Hoffnung schwindet
  • das Stammeln wird auch noch durch „Wind“ (V.10) und „Wellenrauschen“ (V.10) übertönt und „stirbt“ (V.10)
  • „sterben“ des Stammelns als Zeichen, dass die Hoffnung nun beinahe vollends gestorben ist
  • der „Wind“ und das „Wellenrauschen“ deuten darauf hin, dass die Situation immer prekärer wird und es für die beiden Liebenden ungemütlich wird
  • das lyrische Ich stellt resigniert fest: „Und wir können nichts als unsre [s]tummen Sehnsuchtswinke tauschen.“ (V.11f)
  • aus dem „Stammeln“ wurden also „stumme Sehnsuchtswinke“ was bestärkt, dass die Hoffnung weg ist und es für die Liebenden unmöglich ist, sich einander anzunähern
$\blacktriangleright$  Sprache
  • Personifikation: das Stammeln der beiden Liebenden wird personifiziert („unser Stammeln stirbt“, V.9f) und somit die Sehnsucht der beiden nacheinander verstärkt; der Versuch, den anderen zu erreichen, wird als Person gesehen und ist somit sehr stark ausgeprägt
  • Parallelismus: dadurch wird die ungemütliche und negativ geprägte Stimmung verstärkt, die vorherrscht („im Wind, im Wellenrauschen“, V. 10)
  • Synästhesie: der Ausdruck der „stummen Sehnsuchtswinke“ verstärkt, dass die Liebenden immer weniger Kraft haben, um Kontakt zueinander aufzunehmen und wie sehnsüchtig sie es dennoch versuchen
4. Strophe
$\blacktriangleright$  Inhalt
  • es ist noch dunkler geworden als zuvor („[d]unklen Ufern“, V.14), die Stimmung spitzt sich zu, die Hoffnung schwindet immer weiter
  • ein „wilder [s]chwarzer Schwan“ (V.15) taucht im Gewässer zwischen den beiden Liebenden auf
  • Klimax von einem Gewässer zu einem breiten Strom bis hin zu dem wilden schwarzen Schwan, es wird immer bedrohlicher und schwerer für die beiden, zueinander zu finden
  • Bedrohlichkeit des Schwans wird durch die Wortwahl „[l]eis, gespenstisch“ (V.13) verstärkt, wirkt unheimlich und unheilbringend
  • Manifestierung des Wissens des lyrischen Ichs, dass es keine Hoffnung mehr für die beiden gibt, zusammenzukommen, außer in den Strom zum Schwan zu springen („unsern [d]unklen Ufern“, V.13f, Akzeptanz, dass beide an getrennten Ufern sind)
  • physischer und psychischer Zustand der beiden verschlimmert sich („schwanken [u]nsre blassen Spiegelbilder“, V.15f)
  • Körperliches zerfließt noch mehr, denn jetzt sind sogar ihre Spiegelbilder blass
  • Hoffnung komplett gestorben, es gibt keine andere Möglichkeit, die Sehnsucht zu besiegen, außer in den Fluss zu springen und vom Diesseits ins Jenseits zu gelangen
  • Sehnsucht als trügerische Brücke im Miteinander der Menschen
$\blacktriangleright$  Sprache
  • Metapher/Farbmetaphorik: „wilder schwarzer Schwan“ könnte Metapher für den Tod darstellen, zu dem sich die beiden Liebenden in die Fluten stürzen müssen, um zueinander zu finden
  • Antithetik: Spiegelbilder können nicht blass sein, dies steht hier sinnbildlich für die immer mehr und mehr schwindende Hoffnung der beiden Liebenden
  • Alliteration: „[s]chwarzer Schwan“ (V.15) und „seltsam schwanken“ (V.15) beweist, dass das Auftauchen des Schwanes die Situation noch verschärft hat und deren Höhepunkt darstellt und das Befinden der beiden Liebenden dadurch schlechter wird
Bezug zum Titel
  • „Zwei“ beschreibt den Wunsch der beiden, eins zu werden
  • gleichzeitig steht es aber auch für die Trennung der beiden, denn es ist kein „wir“, sondern zwei unterschiedliche Personen, die durch den Titel getrennt voneinander betrachtet werden
  • Titel beschreibt auch Sehnsucht nacheinander

Schluss

Am Schluss solltest du die Hauptaussage, die Intention, des Gedichts noch einmal kurz zusammenfassen. Du kannst hier auch sagen, welche Gefühle das Lesen des Gedichts in dir ausgelöst und in welche Stimmung es dich versetzt hat.
#metrum#stilmittel#reimschema
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