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Folgen des Klimawandels

Skripte
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"Unsere Erde hat Fieber!" Diese oder ähnliche Äußerungen hast du bestimmt schon öfter einmal in den Nachrichten gehört. Im Laufe der letzten hundert Jahre ist die durchschnittliche Temperatur auf unserem Planeten um 0,8 Grad Celsius gestiegen. Die Forscher gehen davon aus, dass die Temperatur weiterhin ansteigen wird und die Konzentration der Treibhausgase in der Atmosphäre somit weiterhin zunehmen wird. Doch welche Auswirkungen hat die Temperaturerhöhung und der damit einhergehende Klimawandel? Im folgenden Skript werden wir dir die Folgen des Klimawandels näherbringen und wichtige Beispiele vorstellen.

Folgen und Auswirkungen

In den letzten Jahren wurde den meisten Menschen bewusst, dass die Wettererscheinungen immer extremer werden. Egal ob heftige Stürme, lange Hitzeperioden oder kalte Winter mit Schneechaos - fast überall auf der Welt ist dies spürbar. Allerdings kommt es auch dazu, dass aufgrund der erhöhten Temperaturen die Gletscher schmelzen und der Meeresspiegel dadurch ansteigt. Dies wiederum kann zu Überschwemmungen und Sturmfluten an den Küsten führen.

Schmelzendes Eis

Merke
Zwischen 1993 und 2009, also innerhalb von 16 Jahren, haben die Eismassen der Gletscher weltweit pro Jahr um 275 Milliarden Tonnen abgenommen!
Seit der Industriealisierung haben die Alpen die Hälfte ihres Eises verloren - dies bedeutet, dass die Gletscher und Eisflächen zurückgehen. Des Weiteren geht das arktische Meereis stark zurück - seit 1979 ist die Eisfläche bereits um 40% zurückgegangen.
Was passiert, wenn die Eisflächen immer weiter zurückgehen? Durch das Abschmelzen der Gletscher und Eisflächen schreitet die globale Erwärmung stark voran, da Eis das Sonnenlicht zu über 90% reflektiert, während Wasser die Strahlen absorbiert. Des Weiteren tauen auch die Permafrostböden auf, welche seit der letzten Eisszeit dauerhaft gefroren waren. Die Bauwerke, die auf diesen Böden errichtet wurden müssen neu verankert werden, was zu erheblichen Kosten führt. Allerdings haben die schmelzenden Eismassen auch positive Effekte, da sich Landmassen vergrößern, welche von Bedeutung für die landwirtschaftliche Nutzung werden.
Merke
Zwischen 1993 und 2009, also innerhalb von 16 Jahren, haben die Eismassen der Gletscher weltweit pro Jahr um 275 Milliarden Tonnen abgenommen!
Abb. 1: Ein Satellitenbild von Grönland.
Abb. 1: Ein Satellitenbild von Grönland.
Grönland: Grönland sollte bekannt sein, für seine mächtigen Eismassen, welche das ganze Jahr über vorhanden sind. Aktuell sind auch noch 85% der Landflächen ganzjährig vereist, allerdings sieht der Süden Grönlands mittlerweile anders aus. Früher unvorstellbar, heute Realität: im Süden von Grönland wachsen Kartoffeln und Salate.

Meeresspiegelanstieg

Die steigenden Temperaturen führen außerdem dazu, dass sich die Wassermassen erwärmen. Durch diese Wärme dehnt sich das Wasser aus und zusammen mit dem Schmelzwasser führt dies dazu, dass der Meerespiegel seit 1880 um 20 cm im Durchschnitt angestiegen ist. Wie bereits erwähnt, kann es durch den Anstieg zu Überschwemmungen und Fluten kommen, welche Land- und Wohnflächen zerstören.

Extreme Wettererscheinungen

2003 war ein Jahrhundertsommer. Extreme Hitze selbst in unserem "kalten" Deutschland - aufgrund der Häufung solcher Ereignisse kann davon gesprochen werden, dass es sich um Folgen des Klimawandels handelt. Durch die enormen Trockenheiten, beispielsweise in Spanien oder Portugal, kam es immer häufiger zu Waldbränden. Jedoch ereignete sich dies nicht nur in Mittelmeerländern, sondern auch in kühlen und feuchten Wäldern Alaskas oder in tropischen Regenwäldern Indonesiens. Darüber hinaus nehmen die Wirbelstürme in den verschiedensten Regionen der Erde zu - warmes Wasser ist hier der Treibstoff für Wirbelstürme.
Abb. 2: Hurrikan Patricia auf einem Satellitenbild.
Hurrikan Patricia im Jahr 2015: Der stärkste jemals gemessene Hurrikan über dem Pazifik (Kategorie 5/5) erreichte das mexikanische Festland. Dadurch, dass sich die Stärke vor dem Eintreffen auf dem Festland abschwächte, war die Zerstörung nicht so hoch, wie zunächst befürchtet. Allerdings mussten trotzdem über 1700 Notunterkünfte errichtet werden, um die Menschen aus den Gefahrensituationen zu evakuieren. Die Auswirkungen des Hurrikans waren starke Regenfälle und Überschwemmungen, dutzende Häuser wurden zerstört.
Abb. Zahl: Hurrikan Patricia auf einem Satellitenbild.

Ökosysteme werden angegriffen

Durch die Erwärmung der Erde kommt es zu einer Veränderung der Lebensräume. Sehr viele Arten müssen somit abwandern, um ihr Überleben zu sichern. Allerdings gibt es auch Arten, die nicht so einfach abwandern können und somit in ihrer Vielfalt verloren gehen. Ebenso trocknen Hochlandwälder aus. Die Folge ist, dass einige Arten aussterben, beziehungsweise vom Aussterben bedroht sind.
Abb. 3: Der König der Arktis.
Der König der Arktis: Der Eisbär lebt in der Arktis, rund um den Nordpol, wo er die meiste Zeit auf dem Eis verbringt. Im Winter sollten sich die Tiere eine dicke Speckschicht anfressen, um davon im Sommer leben zu können. Das Überleben der Eisbären ist seit einiger Zeit allerdings nicht mehr gewährleistet. Das Eis geht zurück und somit auch die Zahl der dort lebenden Bären. Obwohl sie gute Schwimmer sind und einige Zeit im Wasser verbringen können, so kostet das Schwimmen im kalten arktischen Wasser sehr viel Energie. Dies wiederum führt dazu, dass die Speckschicht abnimmt. In schlechten Zeiten greifen sogar die männlichen Eisbären die Weibchen an, in der Hoffnung ihr Überleben zu sichern.
Abb. 3: Der König der Arktis.

Ausbreitung von Krankheiten

Mit zunehmenden Temperaturen verbreiten sich schneller Krankheitserreger. Die Vermutung liegt nahe, dass 150.000 Menschen pro Jahr deshalb sterben. Tropische Wurmkrankheiten breiten sich zum Beispiel in China aus, Salmonellen in Meeresfrüchten führen in Alaska zu Durchfallerkrankungen oder die durch Mücken übertragene Krankheit Malaria breitet sich immer häufiger und weiter aus. Nicht nur Krankheitserreger, auch allgemein die ansteigenden Temperaturen machen sehr vielen Menschen Probleme. So haben häufig ältere Menschen Herz- Kreislauf- Probleme.

Auf der Flucht vor der Hitze

Immer mehr Menschen verlassen ihre Heimat, da aufgrund des Klimawandels keine ausreichenden Lebensbedingungen mehr gewährleistet werden. Die Entwicklungsländer, die am wenigsten zu der globalen Erwärmung beigetragen haben, trifft es besonders hart. Da die Industrieländer genug Geld haben, werden sie verpflichtet, den Entwicklungsländern zu helfen.

Wichtige Beispiele

Der Golfstrom

Abb. 4: Der Golfstrom.
Der Golfstrom befördert mehr Wasser, als alle Flüsse auf unserem Planeten zusammen. Eine unglaubliche Menge an Wasser, die täglich über unserem Erdball verteilt wird. Dieser Strom befindet sich im Atlantik und bringt uns von der Karibik über Nordeuropa mildes Klima. Doch aufgrund der globalen Erwärmung ist es möglich, dass das Oberflächenwasser im Nordatlantik sich in Richtung Norden nicht mehr so stark abkühlt. Darüber hinaus kann es vermehrt zu Niederschlägen kommen und die Süßwassermenge kann aufgrund der Eisschmelze zunehmen. Die Folge ist, dass sich das salzhaltige Wasser verdünnt und erwärmt. Die Zirkulation wird abgeschwächt, da das Absinken der kalten, schweren Wassermassen verringert wird. Das milde Klima in Nordeuropa würde somit der Vergangenheit angehören. Allerdings ist es sehr unwahrscheinlich, dass der Golfstrom vollständig zum Erliegen kommt.
Abb. 4: Der Golfstrom.

New Orleans - die versunkene Stadt

Abb. 5: New Orleans nach dem Hurrikan.
Abb. 5: New Orleans nach dem Hurrikan.
New Orleans ist eine Stadt im Bundesstaat Louisiana in den Vereinigten Staaten. Bis zu 70% der Landflächen liegen bis zu 1,6 m unter dem Meeresspiegel. Der Hurrikan "Katrina" wütete am 29. August 2005 über New Orleans und hat einen Großteil davon zerstört. Zwei große Kanäle sind deshalb gebrochen und überschwemmten die Stadt fast vollständig. Insgesamt mussten über 1.300 Menschen ihr Leben lassen. Dieser eine Hurrikan richtete so viel wirtschaftlichen Schaden an, wie zwölf zusammen, da durch die Zerstörung der Kanäle eine so große Fläche zerstört wurde! Neben den Todesfällen wurden zwei Drittel aller Häuser stark beschädigt oder gar zerstört. Am 31. August entschloss sich die Regierung dazu, die Stadt vollständig zu evakuieren. Da New Orleans umgeben ist von dem Lake Pontchartrain im Norden und dem Mississippi im Süden und Westen, kann es immer wieder schneller zu Überschwemmungen und Überflutungen kommen. Doch was hat Hurrikan "Katrina" genau mit dem Klimawandel zu tun? Der Golf von Mexiko treibt die Wirbelstürme immer mehr an, da die Oberflächentemperaturen häufig über 26 Grad Celsius betragen und somit sehr große Mengen an Wasser verdunsten. Der freigesetzte Wasserdampf konnte immer mehr Energie in den Hurrikan pumpen. Forscher sind sich sicher, dass aufgrund der globalen Erwärmung die extremen Wirbelstürme zunehmen, da mehr Wasserdampf in die Luft gelangt.
Anhand der vorgestellten Folgen wird sehr deutlich, dass unsere Erde tatsächlich Fieber hat und sich somit stark verändert. Wir befinden uns mittlerweile direkt im Klimawandel und bekommen die Veränderungen deutlich zu spüren. Manche Menschen freuen sich darüber, dass die Temperaturen ansteigen, da sie dies einfach nur mit einem schönen Gefühl und guter Laune verbinden - doch dahinter steckt sehr viel mehr. Das Klima auf der Erde muss geschützt werden, damit die Folgen nicht noch deutlicher werden.
Bildnachweise [nach oben]
1
Public Domain.
2
Public Domain.
3
https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Polar_ Bear_2004-11-15.jpg – Eisbär, Ansgar Walk, CC BY-SA.
4
© 2015 – SchulLV.
5
https://commons.wikimedia.org/wiki/File: PrattLondonLeveeFilmHCarHouseRuins.jpg – Nach der Verwüstung von Hurricane Katrina, Infrogmation of New Orleans, CC BY-SA.
Bildnachweise [nach oben]
[1] Public Domain.
[2] Public Domain.
[3] https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Polar_ Bear_2004-11-15.jpg – Eisbär, Ansgar Walk, CC BY-SA.
[4] © 2015 – SchulLV.
[5] https://commons.wikimedia.org/wiki/File: PrattLondonLeveeFilmHCarHouseRuins.jpg – Nach der Verwüstung von Hurricane Katrina, Infrogmation of New Orleans, CC BY-SA.
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