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Aufgabe 1

Aufgaben
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In der Türkei haben sich die Bevölkerungs- und Siedlungsstrukturen in den letzten Jahrzehnten in bemerkenswerter Weise entwickelt. Diese Verändererungen sowie Phänomene des Naturraums sollen im Folgenden untersucht werden.

Aufgabe 1

a)
Erläutere das Klima der Station Izmir aus der globalen atmosphärischen Zirkulation.
(7VP)
b)
Erkläre Gemeinsamkeiten und Unterschiede der Sommer- und Wintertemperatur in Zonguldak und Konya.
(6VP)

Aufgabe 2

Charakterisiere die Gemeinsamkeiten der Abflusskurven der Gebirgsflüsse Çine und Manavgat und erkläre den Abfluss des Manavgat.
(8VP)

Aufgabe 3

a)
Benenne die Talformen des Manavgat in den Querprofilen A, B, C und erkläre jeweils deren Genese.
(7VP)
b)
Die Abfolge der in M5 dargestellten Talquerprofile des Manavgat entspricht nicht derjenigen des idealisierten Längsprofils eines Flusses. Erkläre mit Hilfe einer eigenen Hypothese die untypische Reihenfolge der drei Talformen.
(4VP)

Aufgabe 4

Die Türkei ist in 81 Provinzen unterteilt (M6). Analysiere Tendenzen der Bevölkerungsentwicklung der Türkei sowie der ausgewählten Provinzen anhand von M7 und begründe davon ausgehend die zu beobachtenden Unterschiede.
(15VP)

Aufgabe 5

Erörtere anhand von M8, ob der Verstädterungsprozess im Großraum Istanbul aus ökonomischer, ökologischer und sozialer Sicht einer nachhaltigen Stadtentwicklung entspricht.
(13VP)
Material 1

Häufige Zyklonen-Zugbahnen in der Türkei im Winter

Material 2

Klimadiagramm der Station Izmir

Material 3

Jahresgang der Temperaturen in Konya und Zonguldak

Material 4

Abflussdiagramme der Flüsse Çine und Manavgat

Aufgabe 1
Abb. 4: Die Daten dieser Abflussdiagramme wurden ermittelt (1952-1954), bevor mehrere Staudämme den Abfluss beider Flüsse wesentlich verändert haben.
Aufgabe 1
Abb. 4: Text
Material 5

Talquerprofile im Verlauf des Manavgat

Material 6

Bruttoinlandsprodukt der Provinzen der Türkei

Material 7

Strukturdaten der Türkei und ausgewählter Provinzen

Bevölkerungnatürliche
Wachstums-
rate

(‰)
Kinder-
sterblichkeit


(‰)
Arbeitslosen-
rate


(%)
Anteil
primärer Sektor
am BIP

(%)
Anteil Be-
schäftigte
primärer
Sektor
(%)
19802014Durchschnitt
2010-2014
2014201320132013
Türkei38.395.73077.695.90412,111,19,79,123,6
Agri297.713549.43526,814,410,924,654,0
Bitlis206.691338.02323,514,110,623,239,5
Mus246.476411.21624,713,210,420,338,5
Izmir1.685.7254.113.0727,59,115,45,412,3
Ankara2.423.7895.150.07210,17,011,52,94,6
Istanbul4.074.80614.377.01812,38,810,20,20,6
Kocaeli501.7631.722.79512,58,510,120,110,9

Datengrundlage: Turkish Statistical Institute (TurkStat)
Material 8

Verstädterungsprozess im Großraum Istanbul

Bildnachweise [nach oben]
[1]
© 2016 – SchulLV.
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In der Türkei haben sich die Bevölkerungs- und Siedlungsstrukturen in den letzten Jahrzehnten in bemerkenswerter Weise entwickelt. Diese Veränderungen sowie Phämomene des Naturraums sollen im Folgenden untersucht werden.

Aufgabe 1

a)
Erläutere das Klima der Station Izmir aus der globalen atmosphärischen Zirkulation.
Diese Aufgabe gehört zum Themengebiet Klima. Die Aufgabenstellung verlangt von dir, das Klimadiagramm, welches in Material M2 dargestellt ist, mit deinen erlernten Kenntnissen zur globalen atmosphärischen Zirkulation zu verknüpfen. Beschreibe zunächst das Klimadiagramm und erkläre dann deine Beobachtungen mit den Effekten der globalen atmosphärischen Zirkulation.
b)
Erkläre Gemeinsamkeiten und Unterschiede der Sommer- und Wintertemperatur in Zonguldak und Konya.
Diese Aufgabe gehört zum Themengebiet Klima. Die Aufgabenstellung verlangt von dir, Informationen für zwei Stationen aus einem Temperturverlaufsdiagramm M3 abzulesen. Diese Informationen sollst du dann miteinander vergleichen und Unterschiede sowie Gemeinsamkeiten für die beiden Stationen herausarbeiten. Anschließend sollst du die Gründe für die Unterschiede und für die Gemeinsamkeiten benennen. Dazu sollst du den Atlas zur Hilfe nehmen, um so die Lage der beiden Stationen genauer bestimmen zu können.

Aufgabe 2

$ $
Charakterisiere die Gemeinsamkeiten der Abflusskurven der Gebirgsflüsse Çine und Manavgat und erkläre den Abfluss des Manavgat.
Diese Aufgabe ist in zwei Teile gegliedert. Die Aufgabenstellung verlangt von dir zunächst die beiden Abflussdiagramme, die im Material M4 dargestellt sind, zu vergleiche und die Gemeinsamkeiten der beiden Diagramme zu beschreiben.
Danach sollst du Gründe benennen, warum der Abfluss des Manavgat sich so verhält wie er im Diagramm dargestellt ist. Dazu kannst du die Karte M1 verwenden, in die der Fluss sowie das Gebirgsgebiet, durch das er fließt, eingezeichnet ist. Zur Begründung sollen klimatische Prozesse beschrieben werden.

Aufgabe 3

a)
Benenne die Talformen des Manavgat in den Querprofilen A, B, C und erkläre jeweils deren Genese.
Du sollst bei dieser Aufgabe die drei Talformen, die im Material M5 dargestellt sind, benennen. Anschließend sollst du für jede der drei Talformen den typischen Entstehungsweg beschreiben. Zum Thema Entstehung steht dir kein Material zur Verfügung, dies musst du anhand deines erworbenen Wissens beantworten.
b)
Die Abfolge der in M5 dargestellten Talquerprofile des Manavgat entspricht nicht derjenigen des idelisierten Längsprofils eines Flusses. Erkläre mithilfe einer eigenen Hypothese die untypische Reihenfolge der drei Talformen.
In dieser Aufgabenstellung wird dir gesagt, dass die Reihenfolge der Talprofile, die in M5 dargestellt sind, nicht der idealtypischen Reihenfolge entspricht. Deine Aufgabe ist es, zunächst die idealtypische Abfolge zu benenne, die hier dargestellte Abweichung zu identifizieren und anschließend eine eigene Hypothese aufzustellen, die die ungewöhnliche Reihenfolge erklären kann.

Aufgabe 4

$ $
Die Türkei ist in $81$ Provinzen unterteilt (M6). Analysiere Tendenzen der Bevölkerungsentwicklung der Türkei sowie der ausgewählten Provinzen anhand von M7 und begründe davon ausgehend die zu beobachtenden Unterschiede.
Anhand von M7 sollst du systematisch untersuchen, inwiefern sich die Bevölkerungszahl in der Türkei verändert hat. Bei der Auswertung einer Tabelle sind vor allem die Durchschnitts-, Höchst- und Tiefstwerte interessant. Berechne zuerst das allgemeine Wachstum aller Städte im Zeitraum zwischen 1980 und 2014. Gruppiere dann die Ergebnisse und wähle Beispiele aus, die für die Gruppen sprechen.

Aufgabe 5

$ $
Erörtere anhand von M8, ob der Verstädterungsprozess im Großraum Istanbul aus ökonomischer, ökologischer und sozialer Sicht einer nachhaltigen Stadtentwicklung entspricht.
Der erste Schritt bei dieser Aufgabe ist es, den Begriff „nachhaltige Stadtentwicklung“ zu definieren. Ohne diese Definition kannst du deine Bewertung fällen. Danach ist es deine Aufgabe, das Wirkungsgefüge nach den drei gefragten Aspekten zu unterteilen. Markiere Schlüsselbegriffe, die eindeutig einer der Gruppen angehören. Wenn du alle Felder eingeteilt hast, kannst du bewerten, ob du die darin markierten Begriffe für eine nachhaltige Stadtentwicklung sprechen. Davon ausgehend gilt es deine Bewertung zu formulieren.
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Aufgabe 1

a)
Du sollst bei dieser Aufgabe das Klima Izmirs anhand der globalen atmosphärischen Zirkulation erklären.
Tipp
Diese Aufgabe gehört zum Themengebiet Klima. Die Aufgabenstellung verlangt von dir, das Klimadiagramm, welches in Material M2 dargestellt ist, mit deinen erlernten Kenntnissen zur globalen atmosphärischen Zirkulation zu verknüpfen. Beschreibe zunächst das Klimadiagramm und erkläre dann deine Beobachtungen mit den Effekten der globalen atmosphärischen Zirkulation.
Tipp
Diese Aufgabe gehört zum Themengebiet Klima. Die Aufgabenstellung verlangt von dir, das Klimadiagramm, welches in Material M2 dargestellt ist, mit deinen erlernten Kenntnissen zur globalen atmosphärischen Zirkulation zu verknüpfen. Beschreibe zunächst das Klimadiagramm und erkläre dann deine Beobachtungen mit den Effekten der globalen atmosphärischen Zirkulation.
Die türkische Stadt Izmir liegt an der Mittelmeerküste 25m über Meereshöhe. Dadurch weist die Klimastation bei Izmir ein recht typisches Mittelmeerklima auf.
Die Jahresdurchschnittstemperatur von 17,7°C ist relativ hoch. Betrachtet man die einzelnen Monate, sieht man, dass das Thermometer nur im Januar knapp unter die 10°C rutscht, das heißt, die Winter sind ausgesprochen mild. Die Sommer- und Herbstmonate Mai bis September sind mit über 20°C sehr warm. Das Temperaturmaximum wird mit etwa 27°C oder 28°C im Juli erreicht.
Die Monate Oktober bis April weisen einen hohen Niederschlag auf und gelten als humid, während die Monate Mai bis September aride sind. Das Niederschlagsmaximum wird im Dezember mit gut 170mm erreicht, das Minimum im August mit etwa 5mm. Über das ganze Jahr verteilt fällt durchscnittlich 693mm Niederschlag.
Izmir liegt während des Sommers im Bereich des subtropischen Hochdruckgürtels, der die Hardley-Zelle im Süden von der Ferrel-Zelle im Norden abgrenzt. Dadurch sinken Luftmassen in der Region Izmirs ab, was zu einer verringerten relativen Luftfeuchte führt. Es kommt zur Wolkenauflösung, sodass der Himmel über Izmir unbedeckt bleibt und die Sonnenstrahlen die Region ungehindert aufheizen können. Außerdem kann ohne Wolken kein Niederschlag fallen, weshalb diese Zeit sehr trocken ist.
Dem Sonnenhöchststand entsprechend verschiebt sich der subtropische Hochdruckgürtel im Winter der Nordhemisphäre in Richtung des Äquators. Dadurch gerät Izmir in das Einflussgebiet der Ferrel-Zelle und damit des Westwinddrifts. Damit einhergehend ziehen niederschlagsintensive Tiefdruckgebiete über die Türkei. Die Zugbahnen dieser Zyklone sind dabei nicht immer genau gleich, wie man dem Material M1 entnehmen kann. Dennoch erklären solche dynamischen Tiefs das Absinken der Temperatur und die Erhöhung des Niederschlags im Bereich Izmirs für die Wintermonate.
b)
Du sollst die Gemeinsamkeiten und Unterschiede des Temperaturverlaufs der beiden Stationen bei Zonguldak und Konya herausarbeiten und erklären.
Tipp
Diese Aufgabe gehört zum Themengebiet Klima. Die Aufgabenstellung verlangt von dir, Informationen für zwei Stationen aus einem Temperturverlaufsdiagramm M3 abzulesen. Diese Informationen sollst du dann miteinander vergleichen und Unterschiede sowie Gemeinsamkeiten für die beiden Stationen herausarbeiten. Anschließend sollst du die Gründe für die Unterschiede und für die Gemeinsamkeiten benennen. Dazu sollst du den Atlas zur Hilfe nehmen, um so die Lage der beiden Stationen genauer bestimmen zu können.
Tipp
Diese Aufgabe gehört zum Themengebiet Klima. Die Aufgabenstellung verlangt von dir, Informationen für zwei Stationen aus einem Temperturverlaufsdiagramm M3 abzulesen. Diese Informationen sollst du dann miteinander vergleichen und Unterschiede sowie Gemeinsamkeiten für die beiden Stationen herausarbeiten. Anschließend sollst du die Gründe für die Unterschiede und für die Gemeinsamkeiten benennen. Dazu sollst du den Atlas zur Hilfe nehmen, um so die Lage der beiden Stationen genauer bestimmen zu können.
Gemeinsamkeiten:
Im Gesamten ist der Temperaturvelauf ähnlich, da es eindeutig wärmere Sommermonate und eindeutig kältere Wintermonate gibt. Man kann allein an der Temperaturkurve der jeweiligen Station vier Jahreszeiten ausmachen.
Die Temperaturen in den Übergangsmonaten vom Frühling zum Sommer (April, Mai) bzw. vom Herbst zum Winter (September) sind sich sehr ähnlich. Die Durchschnittstemperatur im Mai ist mit 11°C bis 15°C sogar bei beiden Stationen gleich.
Auch die Temperatur in den Sommermonaten Juni bis August unterscheidet sich mit einer Differenz von etwa 1°C kaum. Interessanterweise ist die Temperatur bei der deutlich höher gelegenen Station Konya im Sommer höher als bei Zonguldak.
Begründung der Gemeinsamkeiten:
Zonguldak liegt am schwarzen Meer, sodass die Sommermonate maritim warm geprägt sind.
Konya liegt nördlich des Taurusgebirges im Landesinneren der Türkei. Durch seine abschirmende Luvlage und wegen des kontinentalen Klimas, welches sich unter anderem durch heiße Sommer auszeichnet, ist es in dieser Gegend während der Sommermonate sehr warm. Dies führt sogar dazu, dass es im Sommer in Konya ein wenig wärmer ist, als im tiefer am Meer gelegene Zonguldak.
Insgesamt führt die jeweilige Lage der beiden Stationen zu warmen Sommern. Da außerdem beide Stationen noch nicht in den tropischen Breiten liegen, bilden sich vier Jahrezeiten aus.
Unterschiede:
Im Winter von Oktober bis März sind relativ starke Temperaturdifferenzen auszumachen. Die Maximaldifferenz von rund 6°C bis 7°C ist von November bis Januar zu finden. Die Minimaltemperatur in Konya ist mit 0°C im Januar, die in Zonguldak ist ebenfalls im Januar, allerding ist sie 6° hoch.
Begründung der Unterschiede:
Konya liegt nördlich des Taurusgebirgszugs im Landesinneren der Türkei. Von Wettereinflüssen des Mittelmeers ist es durch seine Luvlage abgeschirmt und besitzt daher ein kontinentales Klima, welches sich unter anderem durch kalte Winter auszeichnet. Außerdem liegt Konya auf einer Höhe von 1.022m über Normalnull, was kalte Winter ebenfalls begünstigt.
Zonguldak liegt nur etwa 9m über Meereshöhe direkt an der Küste des Schwarzen Meeres. Das Klima ist in dieser Region maritim, was bedeutet, dass die Winter mild ausgeprägt sind, sodass es trotz der nördlichern Lage verglichen mit Konya im Winter wärmer ist.

Aufgabe 2

$\,$
In dieser Aufgabe sollst du zunächst die Gemeinsamkeiten der beiden Abflusskurven der Flüsse Çine und Manavgat darstellen. Anschließend sollst du den Abfluss des Manavgat genauer erklären.
Tipp
Diese Aufgabe ist in zwei Teile gegliedert. Die Aufgabenstellung verlangt von dir zunächst die beiden Abflussdiagramme, die im Material M4 dargestellt sind, zu vergleichen und die Gemeinsamkeiten der beiden Diagramme zu beschreiben.
Danach sollst du Gründe benennen, warum der Abfluss des Manavgat sich so verhält wie er im Diagramm dargestellt ist. Dazu kannst du die Karte M1 verwenden, in die der Fluss sowie das Gebirgsgebiet, durch das er fließt, eingezeichnet ist. Zur Begründung sollen klimatische Prozesse beschrieben werden.
Tipp
Diese Aufgabe ist in zwei Teile gegliedert. Die Aufgabenstellung verlangt von dir zunächst die beiden Abflussdiagramme, die im Material M4 dargestellt sind, zu vergleichen und die Gemeinsamkeiten der beiden Diagramme zu beschreiben.
Danach sollst du Gründe benennen, warum der Abfluss des Manavgat sich so verhält wie er im Diagramm dargestellt ist. Dazu kannst du die Karte M1 verwenden, in die der Fluss sowie das Gebirgsgebiet, durch das er fließt, eingezeichnet ist. Zur Begründung sollen klimatische Prozesse beschrieben werden.
Gemeinsamkeiten der Abflusskurven:
Die Abflusskurven der Gebirgsflüsse Çine und Manavgat weisen beide Zeitperioden des maximalen Abflusses mit Spitzen auf, wobei die Hauptabflusszeit der beiden Flüsse in den Wintermonaten liegt. Während der Sommermonate fließen deutlich geringere Wassermengen ab, welche dann zum Winter hin sprunghaft ansteigen. So kommt es bei beiden Flüssen zu maximalen Abflussmengen im Jahr 1952 in den Monaten Februar und Dezember. Für das Jahr 1953 ist bei beiden Kurven der Januar am abflussreichsten. Im Jahr 1954 verschiebt sich der Hauptabfluss mehr in den späten Winter / frühen Frühling mit einem Maximalabfluss im März, wobei die Gesamtabflussmenge scheinbar geringer ist als in den Vorjahren.
Abfluss des Manavgat:
Der Manavgat hat laut des Materials M4 ein großes Einzugsgebiet bis in Höhen von 2.600m im westlichen Taurus. Ein Vergleich mit der Karte M1 zeigt, dass diese Region im Einflussgebiet der Winterzyklone liegt. Diese bringen während der Wintermonate Regen, was den besonders hohen Abfluss zu dieser Zeit erklärt. Außerdem kann damit auch dargelegt werden, dass nicht in jedem Jahr die gleiche Menge abfließt, da es klimabedingt zu Schwankungen in den Jahresniederschlägen kommen kann.
Da sich das Einzugsgebiet bis in Höhen oberhalb der Schneefallgrenze im Winter erstreckt, wird die Abflussmenge zusätzlich durch Schmelzwassergespeist. Daher ist der Abfluss auch in den Frühlings- und heißen Sommermonaten noch relativ hoch, ohne dass der Fluss austrocknet.

Aufgabe 3

a)
Du sollst die Talformen des Manavgat, die in Material M5 A, B und C abgebildet sind, benennen und jeweils erklären, wie es zu ihrer Entstehung kommt.
Tipp
Du sollst bei dieser Aufgabe die drei Talformen, die im Material M5 dargestellt sind, benennen. Anschließend sollst du für jede der drei Talformen den typischen Entstehungsweg beschreiben. Zum Thema Entstehung steht dir kein Material zur Verfügung, dies musst du anhand deines erworbenen Wissens beantworten.
Tipp
Du sollst bei dieser Aufgabe die drei Talformen, die im Material M5 dargestellt sind, benennen. Anschließend sollst du für jede der drei Talformen den typischen Entstehungsweg beschreiben. Zum Thema Entstehung steht dir kein Material zur Verfügung, dies musst du anhand deines erworbenen Wissens beantworten.
A:
Bei dieser Talform handelt es sich um ein Kerbtal, wie man an der ausgeprägten V-Form gut erkennen kann. Aufgrund hoher Fließgeschwindigkeiten ist die Tiefenerosion deutlich stärker ausgeprägt als die Seitenerosion. Im Gleichgewicht zur Tiefenerosion verläuft die Hangabtragung. Kerbtäler sind meist im Gebirge anzutreffen, da der Fluss, der ein Kerbtal formt, eine große Fließgeschwindigkeit aufweisen muss.
B:
Die schwach ausgeprägten Übergänge von den Uferabschnitten zum eigentlichen Flussbett lassen auf ein Muldental schließen. Bei einem Muldental kommt es zu starker Hangdenudation, wohingegen die Tiefen- und Seitenerosion nur sehr gering auftritt. Der Einfluss der Sedimentation nimmt zu. Muldentäler werden von langsam fließenden Gewässern gebildet und sind daher vermehrt in flachen Regionen vorzufinden.
C:
Die tiefe Talform mit den relativ steilen, abgeschrägten Hängen deuten auf eine Schluchthin.
Schneiden sehr schnell fließende Gewässer in standfestes Gestein, kommt es zur Tiefenerosion des Untergrundes. Kommt es zu keiner zusätzlichen Seitenerosion sowie keiner Hangdenudation, bildet sich die typischeKlammform mit steilen oder gar überhängenden Talwänden. Übersteigt die Tiefe der Klamm einen kritischen Wert, der von der Standfestigkeit des Gesteins bestimmt wird, kann es zu Felsstürzen und Hangrutschungen kommen und die Hangabtragung gewinnt an Bedeutung. Dadurch werden die Hänge in eine leichte V-Form abgeschrägt. Dies ist die hier dargestellte Schluchtenform.
b)
Die in Material M5 abgebildeten Talprofile A, B und C stimmen nicht mit der idealtypischen Abfolge an Talformen überein. Du sollst eine eigene Hypothese aufstellen, die erklärt, wie es zu dieser Abweichung hätte kommen können.
Tipp
In dieser Aufgabenstellung wird dir gesagt, dass die Reihenfolge der Talprofile, die in M5 dargestellt ist, nicht der idealtypischen Reihenfolge entspricht. Deine Aufgabe ist es, zunächst die idealtypische Abfolge zu benenne, die hier dargestellte Abweichung zu identifiezieren und anschließend eine eigene Hypothese aufzustellen, die die ungewöhnliche Reihenfolge erklären kann.
Tipp
In dieser Aufgabenstellung wird dir gesagt, dass die Reihenfolge der Talprofile, die in M5 dargestellt ist, nicht der idealtypischen Reihenfolge entspricht. Deine Aufgabe ist es, zunächst die idealtypische Abfolge zu benenne, die hier dargestellte Abweichung zu identifiezieren und anschließend eine eigene Hypothese aufzustellen, die die ungewöhnliche Reihenfolge erklären kann.
Eine idealtypische Abfolge eines Flusslaufs ist durch die Folge Schlucht - Kerbtal - Muldental gegeben.
Eine Schlucht nach einem Muldental ist ausgesprochen ungewöhnlich.
Im Folgenden werden zwei beispielhafte Hypothesen beschrieben. Zum Erfüllen der Aufgabestellung ist es ausreichend eine Hypothese aufzustellen.
Hypothese 1: Überlaufdurchbruchstal
Quer zur Fließrichtung des Manavgat verläuft eine Erhebung oder ein Bergrücken, an der bzw. an dem sich das Wasser einst staute. Mit der Zeit stieg die gestaute Wasserhöhe auf Höhe des Hindernisses an und lief über. Aufgrund des steilen Gefälles kommt es zu rückschreitender Erosion, sodass sich der Fluss in die Erhebung einschneidet und seinen Lauf nicht ändern muss. Das Tal mit einer solchen Entstehungsgeschichte nennt man Durchbruchstal.
Hypothese 2: Antezedentes Durchbruchstal
Durch Hebung entstand quer zum Flussverlauf eine Erhebung oder ein schwach ausgeprägter Gebirgszug zur Zeit, als der Flusslauf bereits feststand. Dadurch wurde auch ein Teil des Flusslaufs angehoben. Die Tiefenerosion hielt sich in diesem Bereich mit der Hebung die Waage und der Fluss musste sich keinen neuen Weg suchen, sondern erodierte eine Schlucht in den Untergrund. Ein solches Tal nennt man antezedentes Durchbruchstal.

Aufgabe 4

$\,$
Analysiere die Tendenzen der Bevölkerungsentwicklungder Türkei sowie der ausgewählten Provinzen anhand von M7 und begründe davon ausgehend die zu beobachtenden Unterschiede.
Tipp
Anhand von M7 sollst du systematisch untersuchen, inwiefern sich die Bevölkerungszahl in der Türkei verändert hat. Bei der Auswertung einer Tabelle sind vor allem die Durchschnitts-, Höchst- und Tiefstwerte interessant. Berechne zuerst das allgemeine Wachstum aller Städte im Zeitraum zwischen 1980 und 2014. Gruppiere dann die Ergebnisse und wähle Beispiele aus, die für die Gruppen sprechen.
Tipp
Anhand von M7 sollst du systematisch untersuchen, inwiefern sich die Bevölkerungszahl in der Türkei verändert hat. Bei der Auswertung einer Tabelle sind vor allem die Durchschnitts-, Höchst- und Tiefstwerte interessant. Berechne zuerst das allgemeine Wachstum aller Städte im Zeitraum zwischen 1980 und 2014. Gruppiere dann die Ergebnisse und wähle Beispiele aus, die für die Gruppen sprechen.
Während sich in den letzten 30 Jahren in Deutschland und Italien die Bevölkerung auf einem konstanten Level bewegte, wuchs die Bevölkerung in der Türkei zwischen 1980 und 2014 um 102%. Im Durchschnitt hat sich die türkische Bevölkerung in den insgesamt 81 Provinzen also mehr als verdoppelt. Allerdings war die Entwicklung nicht in allen Provinzen gleich. Die in M7 aufgeführten Provinzen Agri, Bitlis und Mus liegen alle unter dem durchschnittlichen Wachstumswert. Hier fällt auf, dass diese Provinzen alle in der östlichen Türkei, genauer in Ostanatolien liegen.
Die restlichen Provinzen hatten entweder 1980 bereits über eine Million Einwohner oder knackten diese Marke bis 2014, die ostanatolischen Provinzen liegen hingegen alle unter diesem Wert. Im Zeitraum zwischen 2010 und 2014 lag die natürliche Wachstumsrate der ostanatolischen Provinzen bei durchschnittlich 25%, was mehr als doppelt so hoch ist, wie der nationale Durchschnitt von 12,1%. Die Millionenprovinzen lagen dagegen um 1,5% unter dem nationalen Durchschnitt. Parallel unterscheidet sich die Kindersterblichkeit zwischen den beiden Gruppen erheblich. Die ostanatolischen Provinzen liegen mit 13,9% über dem nationalen Durchschnitt von 11,1% und die Millionenprovinzen liegen mit 8,4% darunter.
Die Kombination aus hohem Bevölkerungswachstum in Verbund mit hoher Kindersterblichkeit ist ein Indiz für den niedrigeren Wohlstand und eine geringeren Lebensstandard. Die ostanatolischen Provinzen weisen in dieser Hinsicht Merkmale eines Entwicklungslandes auf.
Unterstrichen wird diese Aufgabe durch den hohen Anteil des primären Sektors am BIP von Agri, Bitlis und Mus. Im Durchschnitt liegt der Anteil des primären Sektors am BIP bei 22,7%, gegenüber dem nationalen Schnitt von 9,1%. In den Millionenprovinzen hingegen wird im Durchschnitt nur 7,15% des BIPs durch den primären Sektor erwirtschaftet. Wobei der Durchschnitt, bereinigt von den 20,1%, in der Provinz Kocaeli bei 2,8% läge. Dieser gravierende Unterschied spiegelt sich in der generellen Verteilung des BIP in der Türkei wieder. Das BIP liegt in den Millionenprovinzen im Westen zwischen 12.167€ und 18.333€ und in den ostanatolischen Provinzen zwischen 5.933€ und 8.033€.
Dieses Wohlstandsgefälle erklärt auch die Unterschiede bei der Kindersterblichkeit. In den wirtschaftlich schwächeren Gegenden ist die Infrastruktur noch nicht so entwickelt wie im Westen der Türkei. Auch hängt die höhere Kindersterblichkeit im Osten mit der traditionellen Lebensweise zusammen. Durch den starken Einfluss der Religion auf die Moral der Menschen ist es dort teilweise den Frauen von ihrem Familienoberhaupt nicht gestattet sich von männlichen Ärzten untersuchen zu lassen. Dadurch kann es zu krankheitsbedingten
Beim Bevölkerungswachstum stechen Istanbul und Kocaeli mit einem prozentualen Wachstum von 252% und 243% heraus. Die größte Stadt der Türkei ist damit hinter Moskau die zweitgrößte Stadt Europas. Die Nachbarprovinz Kocaeli profitierte im gleichen Maßen vom Wachstum Istanbuls und weist daher eine fast eben so hohe Wachstumrate zwischen 1980 und 2014 auf. Wobei der Unterschied zwischen den beiden Provinzen vor allem beim Anteil des primären Sektors am BIP deutlich wird. Die Provinz Istanbul hat mit 0,2% einen typischen Wert für eine urbane Agglomeration, während Kocaeli mit 20,1% noch deutlich agrarisch geprägt ist.
Allgemein ist zu sagen, falls die wirtschaftliche Entwicklung in den ostanatolischen Provinzen Anschluss an den Wohlstand im Westen findet, wird auch dort die Anzahl der Geburten sinken. Bei zu großen Wohlstandsgefällen in einem Wirtschaftsraum kommt es zwangsläufig zu Bevölkerungswanderungen. Hier sind erfahrungsgemäß urbane Zentren mit ihren vielfältigen Beschäftigungsmöglichkeiten die bevorzugten Ziele der Migranten.

Aufgabe 5

$\,$
Erörtere anhand von M8, ob der Verstädterungsprozess im Großraum Istanbul einer nachhaltigen Stadtentwicklung entspricht.
Tipp
Der erste Schritt bei dieser Aufgabe ist es, den Begriff „nachhaltige Stadtentwicklung“ zu definieren. Ohne diese Definition kannst du deine Bewertung fällen. Danach ist es deine Aufgabe, das Wirkungsgefüge nach den drei gefragten Aspekten zu unterteilen. Markiere Schlüsselbegriffe, die eindeutig einer der Gruppen angehören. Wenn du alle Felder eingeteilt hast, kannst du bewerten, ob du die darin markierten Begriffe für eine nachhaltige Stadtentwicklung sprechen. Davon ausgehend gilt es deine Bewertung zu formulieren.
Tipp
Der erste Schritt bei dieser Aufgabe ist es, den Begriff „nachhaltige Stadtentwicklung“ zu definieren. Ohne diese Definition kannst du deine Bewertung fällen. Danach ist es deine Aufgabe, das Wirkungsgefüge nach den drei gefragten Aspekten zu unterteilen. Markiere Schlüsselbegriffe, die eindeutig einer der Gruppen angehören. Wenn du alle Felder eingeteilt hast, kannst du bewerten, ob du die darin markierten Begriffe für eine nachhaltige Stadtentwicklung sprechen. Davon ausgehend gilt es deine Bewertung zu formulieren.
Da der Begriff „nachhaltige Stadtentwicklung“ in der Aufgabestellung nicht genau definiert wurde, definiere ich diesen Prozess als einen Vorgang, bei dem alle gesellschaftlichen Gruppen am Fortschritt teilhaben. Wobei dieser Fortschritt nicht zu Lasten der Natur stattfindet und parallel die Wirtschaft wächst.
Von der ökologischen Seite gesprochen findet keine nachhaltige Entwicklung statt. Durch die Zunahme des motorisierten Verkehrs auf Grund der stetig wachsenden Bevölkerung kommt es zu häufigen Verkehrsstaus und Luftverschmutzung. Die wachsende Bevölkerung kann zum größten Teil nur in standadisierten Hochhaussiedlungen in der Peripherie untergebracht werden. Diese Zersiedelung der Peripherie führt zum Verlust von Agrar- und Forstflächen. Im gleichen Maße wie Grünflächen zugebaut werden, steigt der Bedarf an Naherholungsflächen. Hier besteht deutlich ein Missverhältnis zwischen Bedarf und Angebot. Das kontinuierliche Bevölkerungswachstum ist unter anderem auf das vorhandene Arbeitsangebot im sekundären Bereich zurück zu führen. Die Präsenz neuer Industriestandorte verstärkt jedoch die Verschmutzung der Oberflächengewässer und der Grundwasserressourcen, welche bereits unter dem erhöhten Verkehrsaufkommen leiden.
Wenn man den sozialen Aspekt betrachtet, findet ebenfalls keine nachhaltige Stadtentwicklung statt. Zwar wächst die Mittel- und Oberschicht durch das hohe Wirtschaftswachstum, allerdings driften diese Gruppen immer weiter weg von der Unterschicht. Es herrscht bereits eine Art von Segregation und die Zahl der "gated communities" nimmt zu. Durch Gentrifizierung werden gesellschaftliche Gruppen mit geringem Einkommen von Gruppen mit höherem Einkommen verdrängt. Vor allem da die verdrängten hauptsächlich Wohnraum in billig gebauten Hochhaussiedlungen am Stadtrand finden. Dieser Vorgang verstärkt Neid und Missmut zwischen den jeweiligen Gruppen. Die ausgeführten Ungleichheiten führten zu einer Zunahme der Kleinkriminalität, ein weiteres Indiz dafür, dass sich Istanbul nicht nachhaltig entwickelt. Eine weitere kriminelle Handlung, die durch die Ungleichheit verstärkt wird, ist der Anstieg der Vetternwirtschaft im Bausektor. Da allgemein bezahlbarer Wohnraum die Grundlage für sozialen Frieden ist, zeigt sich hier deutlich ein strukturelles Problem zu Ungunsten ärmerer Schichten.
Ökonomisch entwickelt sich Istanbul hervorragend. Es entstehen neue Industriestandorte, neue Bildungseinrichtungen und neue Verkehrsinfrastrukturen. Dadurch besteht auf dem Arbeitsmarkt eine Nachfrage nach qualifizierten und unqualifizierten Arbeitskräften. Durch den Ausbau des sekundären und tertiären Sektors kommt es bereits zu Agglomerations- und Fühlungsvorteilen, was eine langfristige Stärkung der Wirtschaft verspricht. Der Wirtschaftsboom führt zu neuen Subzentren in der Peripherie, was sich positiv auf die dortigen Grundstückpreise auswirkt und zu steigenden Profiten im Immobiliensektor führt. Aktuell herrscht ein Bauboom für hochpreisige Wohn- und Einzelhandelimmobilien, dieser Trend schafft Beschäftigungsmöglichkeiten für Personen beider Enden der Einkommensskala.
Die städtische Verwaltung versucht die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen durch den Ausbau von Infrastrukturprojekten zu verbessern. Diese öffentlichen Stimuli erreichern alle Schichten und stehen für eine nachhaltige Stadtentwicklung.
Insgesamt ist allerdings klar zu beobachten, dass die öffentliche Hand nicht genügend Maßnahmen initiiert, um alle Bevölkerungsschichten am Aufschwung teilhaben zu lassen. Die neue Mittel- und Oberschicht scheint überproportional vom Wirtschaftsboom zu profitieren, während die unteren Schichten marginalisiert werden. Dieser Trend spricht gegen eine nachhaltige Stadtentwicklung und wurde anhand diverser Beispielen untermauert.
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