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Aufgabe 1

Aufgaben
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Bangladesch ist mit mehr als 1.000 Einwohnern/km² eines der am dichtesten besiedelten Länder der Erde und gilt als Erfolgsgeschichte unter den Entwicklungsländern trotz nicht einfacher naturräumlicher Voraussetzungen.
1.
Der Atrai-Korotoya River liegt im Nordwesten von Bangladesch.
Benenne die in M 1 mit den Ziffern 1-3 gekennzeichneten Oberflächenformen und erkläre deren Entstehung.

(10P)
2.
Klimadiagramme und Thermoisoplethendiagramme sind grundlegende geographische Darstellungsformen der Klimatologie.
a)
Vergleiche den Informationsgehalt eines Klimadiagramms mit dem eines Thermoisoplethendiagramms.
(6P)
b)
Das Thermoisoplethendiagramm von Dhaka lässt Temperaturänderungen innerhalb kurzer Zeit erkennen (M 3).
Erstelle eine kommentierte Profilskizze entlang der Schnittlinien A - B und C - D (die beiden Temperaturkurven sind in ein Diagramm zu zeichnen mit dem Maßstab $1\,\text{cm} \mathrel{\widehat{=}} 2\, °\text{C}$).
Erkläre anschließend ausgehend von M 2 die Unterschiede im Verlauf der beiden Temperaturkurven.
(16P)
3.
Im Jahr 2000 unterzeichneten alle Mitgliedsstaaten der Vereinten Nationen einschließlich Bangladeschs die Millenniumsentwicklungsziele zur gemeinsamen Lösung der wichtigsten Entwicklungsprobleme. Einen Beitrag hierzu leistet die bengalische Nichtregierungsorganisation (NGO) „Jagorani Chakra“. Beurteile den Beitrag des in M 4 dargestellten Projekts zur Entwicklung von Bangladesch in Bezug auf die einzelnen Millenniumsentwicklungsziele unter Angabe der Zeilennummern.
(14P)
4.
Analysiere die Entwicklung Bangladeschs anhand einer von dir vervollständigten Analysespinne (M 7) unter Verwendung aller Daten von M 6.
(14P)
M 1 Atrai-Korotoya River im Ganges-Brahmaputra-Tiefland
M 2 Klimadiagramma von Dhaka, Bangladesch
M 3 Thermoisoplethendiagramm von Dhaka, Bangladesch
M 4 Artikel aus Bangladesch-Zeitschrift „NETZ“
Wir können das!
Frauen übernehmen Verantwortung in einem Selbsthilfe-Projekt
von Peter Dietzel
1
[…] Niemand wäre auf die Idee gekommen, Masura einen Kleinkredit zu geben. Niemand hätte ihr zugetraut, dass sie ein Darlehen für eine Ziege oder Kuh zurückbezahlt. Masura gehörte zu den ärmsten zehn Prozent des Landes. Ihre Bambushütte steht am Rand des Dorfes.
5
Verzagt und ausgegrenzt
„Wir geben den Frauen die Macht. Denen, die ausgeschlossen sind. Die ganz unten sind in unserer Gesellschaft. Auch Macht über das Geld“, sagt Mazed Nazam. Gemeinsam mit anderen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Entwicklungsorganisation Jagorani Chakra Foundation sucht er konsequent die Ärmsten in der Region: Mütter mit unterernährten
10
Kindern aus den Tagelöhnerfamilien, Witwen, Frauen wie Masura, die von ihren Männern verlassen wurden. Umgerechnet 25 Euro-Cent beträgt ihr durchschnittliches Einkommen am Tag. Nicht pro Kopf, sondern pro Familie. Wer mit einer der Familien die einzige verfügbare Schale Reis teilt, den würgt es. So miserabel ist die Qualität des Essens.
3.300 Frauen machen zunächst mit. Sie schließen sich zu Selbsthilfe-Organisationen zu-
15
sammen, jeweils etwa hundert Frauen. Die wenigsten haben die Schule besucht. Wenn sie etwas sagen, ziehen sie verlegen das Ende des Saris vor den Mund. Jede kann einen Kleinkredit erhalten. Masura kauft sich davon drei Ziegen. „Ich bin glücklich“, erzählt sie, „endlich kann ich etwas Eigenes aufbauen.“ Eine andere Frau beginnt, mit Reis zu handeln. Täglich kauft sie einen Sack davon auf dem Markt und verkauft ihn kiloweise im Dorf weiter.
20
Eine Witwe erwirbt Bambusrohre und verarbeitet sie zu Körben. Eine Nachbarin züchtet Kühe. Hier endet jeodch die Gemeinsamkeit mit üblichen Mikrokredit-Programmen.
Die eigenen Fähigkeiten entwickeln
„Das Geld gehört den Selbsthilfe-Organisationen der Frauen“, stellt Mazed klar, „keiner Bank oder NGO. Die Frauen entscheiden, wer von ihnen einen Kredit bekommt und in welcher
25
Höhe.“ Verwaltet wird der Fonds zunächst von Jagorani Chakra. Doch die Frauen gehen selbst zur Bank, zu Fuß und per Rikscha. Sie zahlen ihre Tilgung und die eigene Ersparnisse auf ihr Konto ein: jede Selbsthilfe-Organisation hat eines bei einer Bank im nächst größeren Ort eröffnet. Der Zinssatz für die Kleinkredite liegt normal bei zehn Prozent. Real sind es durchschnittlich 18 Prozent, je nachdem, wie rasch das Gewerbe Geld bringt.
30
Jede Kreditnehmerin zahlt ein Prozent des Darlehens in eine Versicherung. Diese hilft, wenn das Kapital verloren geht, etwa wenn die Kuh stirbt. So gerät keine Frau in die Schuldenfalle. Auch der Versicherungstopf gehört den Frauen.
Jagorani Chakra führt Schulungen durch: Alphabetisierung, Tierhaltung, Gesundheitsvorsorge, Frauenrechte. Doch probieren geht über studieren. „Wie organisieren
35
wir die Treffen der Dorfgruppen? Wie wählen wir unser Leitungsteam? Was kann es alleine entscheiden, was nicht? Alles mussten wir lernen“, berichtet Anzira Khatun, die Sprecherin einer Selbsthilfe-Organisation. Stück für Stück übernehmen die Frauen das Management ihrer Ersparnisse und Kredite. Kaum eine Frau zieht mehr den Sari vor das Gesicht. Nach und nach gibt Jagorani Chakra die Verantwortung aus der Hand. Anzira weiß um die Brüchigkeit
40
ihrer Organisationen und die möglichen Fallstricke: „Gehen lernt man durch hinfallen“, sinniert sie. „Zwei Kassiererinnen hatten Geld aus ihren Selbsthilfe-Organisationen in die eigene Tasche gesteckt. Sie mussten es zurückgeben.“ 33 Selbsthilfe-Organisationen gibt es. Jede hat inzwischen eine eigene Mitarbeiterin angestellt. Es sind junge Frauen aus den Dörfern, die zehn oder zwölf Jahre lang die Schule besucht haben. Sie machen die Buch-
45
haltung, organisieren Rechtsberatung und sorgen dafür, dass der staatliche Tierarzt ins Dorf kommt. Bezahlt werden sie aus den Zinsen für die Kredite. Gewinne aus dem gemeinsamen Kredittopf schütten die Selbsthilfe-Organisationen an die teilnehmenden Frauen aus.
Selbst entscheiden
Jagorani Chakra ist bengalisch und heißt übersetzt „Rad der Entwicklung“. Neu erfunden ha-
50
ben die NGO-Aktivisten das Rad nicht. Im Gegenteil, sie haben viel abgeschaut, bei der Pädagogik der Unterdrückten aus Brasilien genauso wie beim professionellen Management herkömmlicher Kleinskredite. „Wichtig ist uns die Bewegung“, verdeutlicht Mazed den Namen der NGO. Sechs Jahre lang koordiniert er den Aufbau der Selbsthilfe-Strukturen. An unzähligen Treffen mit den Frauen nimmt er teil. Vor zwei Jahren gab er die Leitung des Pro-
55
jekts ab. „Wir wollen mehr Empowerment“, sagt Mazed, „die ärmsten Frauen entscheiden selbst, über das Kapital, über ihre Vertretungsorgane, ihre Aktionen, ihre Entwicklung“. Empowerment hat in verschiedenen politischen und kulturellen Zusammenhängen unterschiedliche Bedeutungen. Mit seiner knappen Aussage benennt Mazed das, was allen gemeinsam ist. Es geht um die Freiheit der Entscheidung und des Handelns, um die Aus-
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dehnung dieser Freiheit: Die Armen weiten ihre Fähigkeiten sowie ihre Ressourcen aus und wirken in Institutionen mit, die ihr Leben bestimmen, sie beeinflussen diese, verhandeln mit ihnen, machen sie rechenschaftspflichtig […]
5.670 Frauen machen inzwischen mit. Und es werden immer mehr. Sie haben ihr Einkommen gesteigert, durchschnittlich um 130 Prozent. Die Selbsthilfe-Organisationen haben sich
65
wiederum zu einem Frauenverband zusammengeschlossen, „Amaro Pari, heißt er“, berichtet die schmale Anzira Khatun, das bedeutet: „Wir können das auch.“ Sie ist die Vorsitzende. Vierteljährlich überprüft er den Verband der 33 Selbsthilfe-Organisationen. Einmal im Jahr kommt ein externer Wirtschaftsprüfer. Neun Jahre hat NETZ (=deutsches NGO) den Empowerment-Prozess der Frauen unterstützt. Die finanzielle Förderung nimmt kontinuierlich
70
ab: In drei Jahren wollen die Frauen alle Kosten selbst tragen. „Alle Frauen, die so elend dran sind wie wir es waren, können mitmachen“, unterstreicht Anzira die Solidarität. „Wir haben den Hungerschmerz nicht vergessen.“
Nicht locker lassen
Empowerment der Armen hat vier Elemente. Informationen erhalten und zugänglich machen.
75
An Prozessen, die das eigene Leben bestimmen, teilhaben und entscheiden. Die lokale Organisationsfähigkeit stärken. Öffentliche Institutionen rechenschaftspflichtig machen. Viele ehemals extrem arme Frauen aus Chuadanga sind inzwischen Mitglieder in Elternbeiräten, Marktvereinen oder Moschee-Komitees. Drei Frauen wurden in den Gemeinderat gewählt und vertreten dort die Interessen der Ärmsten. Sie bestehen etwa darauf, dass die bedürf-
80
tigsten Familien Lebensmittelkarten erhalten, und nicht die Verwandtschaft von Lokalpolitikern.
Manche Frauen schaffen es, etwas Land zu kaufen, von dem sie nicht vertrieben werden können, und lassen sogar auf ihren Namen im Grundbuch eintragen. Masura gehört nicht dazu. Ihr ältester Sohn verkaufte die Ziegen, statt sie zu hüten, und brachte das Geld durch. Doch ihre Selbsthilfe-Organisation legte zusammen für einen Neuanfang. Andere Frauen der
85
Gruppe passen jetzt auf die Ziegen auf, wenn Masura zum Markt geht. Auf einem Fleckchen Land, das sie gepachtet hat, baut sie Spinat an. Zumindest stehen neben Reis jetzt öfter auch Gemüse oder sogar Ei auf ihrem Speiseplan. Durch das Dach ihrer Bambushütte regnet es nicht mehr hindurch. Und der jüngste Sohn Idris besucht die Vorschule der Selbsthilfe-Organisation.
90
Netz-Mitarbeiter Peter Dietzel arbeitet seit 30 Jahren in der Entwicklungszusammenarbeit mit Bangladesch.
Peter, Dietzel; NETZ Bangladesch Zeitschrift 2/2011, S. 15-17, gekürzt.
M 5 Millenniumsziele
Ziel 1:
den Anteil der Weltbevölkerung, der unter extremer Armut und Hunger leidet, halbieren

Ziel 2:
allen Kindern eine Grundschulausbildung ermöglichen

Ziel 3:
die Gleichstellung der Geschlechter fördern und die Rechte von Frauen stärken

Ziel 4:
die Kindersterblichkeit verringern

Ziel 5:
die Gesundheit der Mütter verbessern

Ziel 6:
HIV/Aids, Malaria und andere übertragbare Krankheiten bekämpfen

Ziel 7:
den Schutz der Umwelt verbessern

Ziel 8:
eine weltweite Entwicklungspartnerschaft aufbauen

http//www.bmz.de/de/service/glossar/M/milleniumsentwicklungsziele.html(21.10.2014)
M 6 Ausgewählte Paramter der Entwicklung Bangladeschs in den Jahren 1990, 2000 und 2010
ausgewählte Parameter199020002010
Anzahl der Kinder pro Frau4,63,12,3
Lebenserwartung (in Jahren)60,065,369,4
Alphabetisierungsgrad (in%)35,347,457,7
Armut (in % der Gesamtbevölkerung mit $<$2 US-$/Tag)93,084,476,5
Primärer Sektor (Anteil am BIP in %)30,625,518,6
BNE* pro Kopf (in US-$)280,2363,4558,1
*Bruttonationaleinkommen, eigene Zusammenstellung, Datengrundlage: wwww.gapminder.org
M 7 Analysespinne zur Entwicklung von Bangladesch
Bildnachweise [nach oben]
[1]
eigene Darstellung
[2]
eigene Darstellung, Grundlage: www.klimadiagramme.de (21.10.2014)
[3]
eigene Darstellung nach verschiedenen Quellen
[4]
eigene Darstellung
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Tipps
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1.
In dieser Aufgabe sollst du mithilfe von M 1 die Oberflächenformen „benennen“. Das bedeutet, dass du Informationen aus dem vorgegebenen Material entnehmen und diese mit deinen eigenen Kenntnissen unter Verwendung von Fachterminologie angeben musst.
2.
a)
Die Aufgabe verlangt von dir, den Informationsgehalt von einem Thermoisoplethendiagramm und einem Klimadiagramm „vergleichend“ darzustellen. Das bedeutet, dass du Gemeinsamkeiten und Unterschiede zwischen diesen gegenüberstellen sollst. Für diese Aufgabe ist kein Material vorgesehen, weshalb du die Informationen ausschließlich durch deine Kenntnisse wiedergeben musst.
b)
Diese Aufgabe besteht aus zwei Teilen. Im ersten Teil sollst du eine kommentierte Profilskizze entlang der Schnittlinien A-B und C-D aus M 3 erstellen. Im zweiten Teil sollst du ausgehend von M 2 die Unterschiede im Verlauf der Temperaturkurven erklären. Der Operator „erklären“ verlangt dabei von dir, dass du durch dein eigenes Wissen und die in den Temperaturverläufen gegebenen Informationen in Verbindung stellst. Beginne somit unbedingt mit der Erstellung einer kommentierten Profilskizze. Das ist eine graphische Darstellungsweise, die besonders gut bestimmte Sachverhalte in ihrer horizontalen und vertikalen Anordnung veranschaulicht. In dieser Aufgabenstellung wird dabei gefordert, beide Temperaturkurven in ein Diagramm zu zeichnen und dabei den Maßstab von 1$\,$cm pro 2°C einzuhalten. Nimm dir dazu am besten ein kariertes Blatt Papier. Da ein Kästchen 0,5$\,$cm entspricht, zähle für je 2°C 2 Kästchen ab. Die Temperatur schreibst du auf die y-Achse, die Uhrzeit auf die x-Achse. Für den Maßstab der Uhrzeit sind dir keine Anweisungen gegeben, somit kannst du selbst entscheiden wie viele Zentimeter du nimmst. Hier ist es ebenfalls empfehlenswert 2 Stunden auf 1$\,$cm abzubilden.
3.
In der Aufgabenstellung wird von dir verlangt, dass du das in M 4 dargestellte Projekt in Bezug auf die einzelnen Milleniumsentwicklungsziele aus M 5 „beurteilst“. Der Operator verlangt von dir eine Stellungnahme, in welchem Maße das Projekt in M 4 Auswirkungen auf die in M 5 aufgeührten Punkte hat. Begründen musst du deine Aussagen mit der Angabe von Zeilennummern. Lese dir zunächst die in M 5 dargestellten Milleniumziele ausführlich durch und verinnerliche diese. Mithilfe dieser kannst du beim Durchlesen des in M 4 gegebenen Textes die für diese Aufgabe relevanten Informationen und Textstellen besser erkennen. Markiere diese, am besten für jedes Ziel eine Farbe. Vergiss nicht am Ende ein kleines Fazit zu ziehen.
4.
Der Operator „analysiere“ verlangt von dir, dass du die Sachverhalte und Materialien systematisch und gezielt untersuchst und auswertest. Dazu musst du erst einmal die Analysespinne von M 7 mithilfe der Daten aus der Tabelle von M 6 vervollständigen. Füge dementsprechend zunächst die fehlenden Werte für das BNE (Bruttonationaleinkommen) pro Kopf und den Anteil des primären Sektors in die Analysespinne ein. Anschließend markierst du die Werte aus M 6 auf den entsprechenden Parametern. Dabei empfiehlt es sich, für jedes Jahr eine andere Farbe zu nehmen (Bsp.: blau = 1990, grün = 2000, rot = 2010). Verbinde nun die jeweiligen Punkte einer Farbe eines Jahres. Abschließend sollst du in Verwendung jedes einzelnen Parameters aus M 6 und M 7 die Entwicklung Bangladeschs von 1990 bis 2010 analysieren.
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Lösungen
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1.
$\blacktriangleright$ Benenne die in M 1 gekennzeichneten Oberflächenformen und erkläre deren Entstehung
Tipp
In dieser Aufgabe sollst du mithilfe von M 1 die Oberflächenformen „benennen“. Das bedeutet, dass du Informationen aus dem vorgegebenen Material entnehmen und diese mit deinen eigenen Kenntnissen unter Verwendung von Fachterminologie angeben musst.
Tipp
In dieser Aufgabe sollst du mithilfe von M 1 die Oberflächenformen „benennen“. Das bedeutet, dass du Informationen aus dem vorgegebenen Material entnehmen und diese mit deinen eigenen Kenntnissen unter Verwendung von Fachterminologie angeben musst.
Aufgabe 1
Abb. 1: Skizze eines Prall- und Gleithangs
Aufgabe 1
Abb. 1: Skizze eines Prall- und Gleithangs
1
Bei dieser Ziffer handelt es sich um einen Prallhang, dem kurvenäußeren Ufer eines Flusses. Dieser entsteht dadurch, dass sich der Stromstrich durch die Zentrifugalkraft, also der nach außen gerichteten Kraft, dem Ufer nähert und dort durch die hohe Fließgeschwindigkeit Material erodiert. Je näher der Stromstrich dabei dem Ufer kommt, desto steiler ist die Uferseite unterschnitten.
2
Bei dieser Ziffer handelt es sich um einen Gleithang, dem kurveninneren Ufer des Flusses. Dieser entsteht dadurch, dass die Fließgeschwindigkeit dort entsprechend gering ist und somit Material abgelagert, d.h. sedimentiert wird. Ein Gleithang befindet sich immer auf der gegenüberliegenden Uferseite vom Prallhang.
3
Bei dieser Ziffer handelt es sich um einen durchbrochenen Mäanderbogen, dem sogenannten Umlaufberg. Je weiter die Erosion des Prallhangs fortgeschritten ist, desto enger werden die Schleifen und legen sich anschließend wie eine Schlinge um einen Berg. Bei weiterer Erosion kommt es letztendlich zum Durchbruch und der Flusslauf wird verkürzt. Die ehemalige Flussschlaufe, nun Altarm genannt, führt nun kein Wasser mehr und fällt trocken.
2.
a)
$\blacktriangleright$ Informationsgehalt von Klimadiagramm und Thermoisoplethendiagramm vergleichen
Tipp
Die Aufgabe verlangt von dir, den Informationsgehalt von einem Thermoisoplethendiagramm und einem Klimadiagramm „vergleichend“ darzustellen. Das bedeutet, dass du Gemeinsamkeiten und Unterschiede zwischen diesen gegenüberstellen sollst. Für diese Aufgabe ist kein Material vorgesehen, weshalb du die Informationen ausschließlich durch deine Kenntnisse wiedergeben musst.
Tipp
Die Aufgabe verlangt von dir, den Informationsgehalt von einem Thermoisoplethendiagramm und einem Klimadiagramm „vergleichend“ darzustellen. Das bedeutet, dass du Gemeinsamkeiten und Unterschiede zwischen diesen gegenüberstellen sollst. Für diese Aufgabe ist kein Material vorgesehen, weshalb du die Informationen ausschließlich durch deine Kenntnisse wiedergeben musst.
Klimadiagramme repräsentieren die wichtigsten Klimaelemente wie Temperatur oder Niederschlag in einer zusammenfassenden Darstellung. Mit ihnen können die an einer Station vorliegenden klimatischen Gegebenheiten übersichtlich und vereinfacht abgebildet werden. Während des letzten Jahrhunderts haben sich mehrere wichtige Darstellungsformen entwickelt, die sich vor allem in ihrem Informationsgehalt deutlich voneinander unterscheiden können.
Die gängigste Darstellungsform stellt das Walter-Lieth-Diagramm wie in M 2 dar. Eine weitere wichtige Rolle nimmt das Thermoisopletendiagramm nach Carl Troll wie in M 3 ein, in welchem die Punkte gleicher Temperatur zu Linien verbunden werden.
Informationen
KlimadiagrammThermoisoplethendiagramm
Der Jahresverlauf der Temperatur einer Klimastation ist zu erkennen.
  • Die Gesamtniederschläge pro Jahr und pro Monat können abgelesen werden.
  • Die Einteilung in humide (NS > T) und aride (NS < T) Monate wird ermöglicht.
  • Die Monatsmitteltemperaturen können abgelesen werden.
  • Neben dem Jahresverlauf der Temperatur wird auch der Tagesverlauf dargestellt. Für jede Stunde kann die Temperatur abgelesen werden.
  • Die Einteilung in ein Jahreszeiten- oder Tageszeitenklima wird ermöglicht. Liegen die Linien primär waagerecht, liegt ein Tageszeitenklima vor. Liegen die Linien vorwiegend senkrecht, verfügt die Station über ein Jahreszeitenklima.
  • Die Zeiten für den Sonnenaufgang und Sonnenuntergang können abgelesen werden. Dementsprechend kann auf die Tageslänge geschlossen werden.
  • b)
    $\blacktriangleright$ Erstelle eine kommentierte Profilskizze und erkläre anschließend die Unterschiede im Verlauf
    Tipp
    Diese Aufgabe besteht aus zwei Teilen. Im ersten Teil sollst du eine kommentierte Profilskizze entlang der Schnittlinien A-B und C-D aus M 3 erstellen. Im zweiten Teil sollst du ausgehend von M 2 die Unterschiede im Verlauf der Temperaturkurven erklären. Der Operator „erklären“ verlangt dabei von dir, dass du durch dein eigenes Wissen und die in den Temperaturverläufen gegebenen Informationen in Verbindung stellst. Beginne somit unbedingt mit der Erstellung einer kommentierten Profilskizze. Das ist eine graphische Darstellungsweise, die besonders gut bestimmte Sachverhalte in ihrer horizontalen und vertikalen Anordnung veranschaulicht. In dieser Aufgabenstellung wird dabei gefordert, beide Temperaturkurven in ein Diagramm zu zeichnen und dabei den Maßstab von 1$\,$cm pro 2°C einzuhalten. Nimm dir dazu am besten ein kariertes Blatt Papier. Da ein Kästchen 0,5$\,$cm entspricht, zähle für je 2°C 2 Kästchen ab. Die Temperatur schreibst du auf die y-Achse, die Uhrzeit auf die x-Achse. Für den Maßstab der Uhrzeit sind dir keine Anweisungen gegeben, somit kannst du selbst entscheiden wie viele Zentimeter du nimmst. Hier ist es ebenfalls empfehlenswert 2 Stunden auf 1$\,$cm abzubilden.
    Tipp
    Diese Aufgabe besteht aus zwei Teilen. Im ersten Teil sollst du eine kommentierte Profilskizze entlang der Schnittlinien A-B und C-D aus M 3 erstellen. Im zweiten Teil sollst du ausgehend von M 2 die Unterschiede im Verlauf der Temperaturkurven erklären. Der Operator „erklären“ verlangt dabei von dir, dass du durch dein eigenes Wissen und die in den Temperaturverläufen gegebenen Informationen in Verbindung stellst. Beginne somit unbedingt mit der Erstellung einer kommentierten Profilskizze. Das ist eine graphische Darstellungsweise, die besonders gut bestimmte Sachverhalte in ihrer horizontalen und vertikalen Anordnung veranschaulicht. In dieser Aufgabenstellung wird dabei gefordert, beide Temperaturkurven in ein Diagramm zu zeichnen und dabei den Maßstab von 1$\,$cm pro 2°C einzuhalten. Nimm dir dazu am besten ein kariertes Blatt Papier. Da ein Kästchen 0,5$\,$cm entspricht, zähle für je 2°C 2 Kästchen ab. Die Temperatur schreibst du auf die y-Achse, die Uhrzeit auf die x-Achse. Für den Maßstab der Uhrzeit sind dir keine Anweisungen gegeben, somit kannst du selbst entscheiden wie viele Zentimeter du nimmst. Hier ist es ebenfalls empfehlenswert 2 Stunden auf 1$\,$cm abzubilden.
    Aufgabe 1
    Abb. 2: Stumme Profilskizze mit den Temperaturkurven vom 15. April und 15. Juni
    Aufgabe 1
    Abb. 2: Stumme Profilskizze mit den Temperaturkurven vom 15. April und 15. Juni
    Dhaka (Bangladesch) liegt auf der Nordhalbkugel knapp über dem nördlichen Wendekreis. Durch die Erdrevolution verschiebt sich der Zenitstand der Sonne, der Punkt, an dem die Sonne in einem Winkel von 90° zur Erde steht. Am 21. Juni befindet sich der Zenitstand am weitesten nördlich, dem nördlichen Wendekreis (23,5°) und heizt dort die Erdoberfläche, sofern keine Wolken vorliegen, am meisten auf. Da die Jahrestemperaturamplitude, also die Differenz zwischen der höchsten und niedrigsten Monatsdurchschnittstemperatur, kleiner ist als die Tagestemperaturamplitude, also die Differenz zwischen der höchsten und niedrigsten Tagestemperatur, handelt es sich bei Dhaka (Bangladesch) um ein charakteristisches Tageszeitenklima. Obwohl Dhaka keine ausgeprägten Jahreszeiten hat, ergeben sich Schwankungen, wenn wir den Verlauf der Temperaturkurven vom 15. April und 15. Juni aus Abb. 2 miteinander vergleichen.
    Aus dem Klimadiagramm aus M 2 wird ersichtlich, dass Dhaka im April und September über eine Regenzeit (Mitte März - Anfang November) und eine Trockenzeit (Anfang November - Mitte März) verfügt. Die Station hat somit 7,5 humide und 4,5 aride Monate. Solch ein Starkregen, wie er in Dhaka vorliegt, geht immer mit einer immensen Bewölkung einher. Diese führt dazu, dass die Sonneneinstrahlung aufgrund der Reflektion der Wolken abgeschwächt wird. Somit erreicht tagsüber weniger UV-Strahlung den Boden und führt zu einer geringeren Erwärmung dieser bzw. der darüber liegenden Luftschichten. Nachts bewirkt die Bewölkung hingegen zu einer verringerten Wärmeausstrahlung, weshalb die Temperaturen nachts nicht so tief fallen, wie ohne Bewölkung.
    Dies ist einer der Gründe, wieso die Tagestemperaturkurve vom 15. Juni mittags tiefer und nachts höher liegt, als die vom 15. April. Die Temperaturdifferenz zwischen Tag und Nacht ist somit am 15. April höher als am 15. Juni.
    Im Klimadiagramm aus M 2 wird die Monatsdurchschnittstemperatur, welche sich wiederum aus den Tagesdurchschnittstemperaturen zusammensetzt, abgebildet. Aus diesem Grund liegt die Temperatur im Juni, aufgrund der geringeren Temperaturdifferenz, höher als im April.
    Weiterhin führen die monsunalen Starkregen zu einer Abkühlung der Bodeoberfläche, weshalb die Temperatur in den stärksten Regenmonaten, d.h. von Mitte April bis Mitte Oktober, leicht abgeschwächt wird.
    3.
    $\blacktriangleright$ Beurteile den Beitrag des in M 4 dargestellten Projekts zur Entwicklung von Bangladesch
    Tipp
    In der Aufgabenstellung wird von dir verlangt, dass du das in M 4 dargestellte Projekt in Bezug auf die einzelnen Milleniumsentwicklungsziele aus M 5 „beurteilst“. Der Operator verlangt von dir eine Stellungnahme, in welchem Maße das Projekt in M 4 Auswirkungen auf die in M 5 aufgeührten Punkte hat. Begründen musst du deine Aussagen mit der Angabe von Zeilennummern. Lese dir zunächst die in M 5 dargestellten Milleniumziele ausführlich durch und verinnerliche diese. Mithilfe dieser kannst du beim Durchlesen des in M 4 gegebenen Textes die für diese Aufgabe relevanten Informationen und Textstellen besser erkennen. Markiere diese, am besten für jedes Ziel eine Farbe. Vergiss nicht am Ende ein kleines Fazit zu ziehen.
    Tipp
    In der Aufgabenstellung wird von dir verlangt, dass du das in M 4 dargestellte Projekt in Bezug auf die einzelnen Milleniumsentwicklungsziele aus M 5 „beurteilst“. Der Operator verlangt von dir eine Stellungnahme, in welchem Maße das Projekt in M 4 Auswirkungen auf die in M 5 aufgeührten Punkte hat. Begründen musst du deine Aussagen mit der Angabe von Zeilennummern. Lese dir zunächst die in M 5 dargestellten Milleniumziele ausführlich durch und verinnerliche diese. Mithilfe dieser kannst du beim Durchlesen des in M 4 gegebenen Textes die für diese Aufgabe relevanten Informationen und Textstellen besser erkennen. Markiere diese, am besten für jedes Ziel eine Farbe. Vergiss nicht am Ende ein kleines Fazit zu ziehen.
    Zur Jahrtausendwende verabschiedeten 189 Mitgliedsstaten der Vereinten Nationen (UN), unter anderem auch Bangladesch, die sogenannten Millenniumsziele. Diese bestanden aus vier Handlungsfeldern, wie zum Beispiel Armutsbekämpfung oder Schutz der Umwelt. Diese vier Felder wurden wiederum in 8 konkrete Ziele, wie sie in M 5 dargestellt sind, gegliedert. Messen kann man diese Ziele anhand von 48 Indikatoren. Diese Ziele sollen innerhalb von 15 Jahren, d.h. bis 2015 größtenteils umgesetzt sein.
    Das Ziel 1 ist eines der Hauptaufgaben des Projekts „Jagorani Chakra“. Hauptaugenmerk liegt auf den ärmsten Frauen der Region, wie beispielsweise Mütter mit unterernährten Kindern (Zeile 9-10). Dieses Projekt ermöglicht ihnen durch Aufnahme von Kleinkrediten (Zeile 16-17) sich selbst zu versorgen (Zeile 18) und so nicht mehr abhängig von anderen zu sein. Hinzu kommt die Inanspruchnahme einer Versicherung, die sicherstellt, dass die Frauen nicht in eine Schuldenfalle geraten (Zeile 32). Durch das aktive Verhalten in Hinblick der Wirtschaft kann das Projekt eine Verbesserung der Lebensstandards, also die Menge aller Produkte, die eine Person im täglichen Leben besitzt, verzeichnen (Zeile 85-88).
    Den Kindern eine Grundschulausbildung ermöglichen, schreibt das Ziel 2 vor. In dem Projekt steht jedoch primär die Frau im Vordergrund. Trotzdem kann gesagt werden, dass durch die Entwicklung der Frau, welche zu ihrer Zeit kaum oder keine Schulbildung genossen haben (Zeile 15), die Kinder mitprofitieren (Zeile 43-44; Zeile 88-89).
    Auch Ziel 3, also die Gleichstellung der Geschlechter und die Förderung der Frauenrechte, stellt neben Ziel 1 einen Hauptvorsatz des Projekts dar. Die dafür nötigen Vorraussetzungen, wie der Machtzuspruch (Zeile 6) oder die Zunahme der Eigenständigkeit in Bezug auf ihre wirtschaftlichen Aktivitäten (Zeile 24-27), sind deutlich gegeben. Weiterhin kann gesagt werden, dass die vom Projekt durchgeführten Schulungen über Frauenrechte (Zeile 34) sowie der Ausbau von Arbeitsplätzen zu einer Empowerment der Frau beigetragen hat (Zeile 55-58; 69-70).
    In Ziel 4 soll die Kindersterblichkeit gesenkt werden. Obwohl dieses nicht vorwiegender Teil des Projektes ist, hängt die Kindersterblichkeit stark mit dem allgemeinen Lebensstandard und der Gesundheit der Frau, somit also Ziel 5, zusammen. Je besser die wirtschaftliche Lage und schulische Ausbildung einer Frau, desto besser können die Kinder versorgt werden (Zeile 85-89).
    Durch Schulungen zum Thema Gesundheitsvorsorge (Zeile 33) baut das Projekt zudem auf eine Bekämpfung von Krankheiten (Ziel 6). Obwohl dieses Ziel nicht Teil der Projektaufgaben ist, führt eine Verbesserung der Lebensstandards und der damit einhergehenden hygienischen Verbesserungen (Zeile 88-89) zu einer besseren Bekämpfung von Krankheiten.
    Über Ziel 7, die Umwelt verbessern, werden in dem Text und damit im Projekt keine konkreten Sachverhalte genannt.
    Ziel 8 zielt auf einen Ausbau einer weltweiten Entwicklungspartnerschaft ab. Einen kleinen Beitrag leistet dabei die Zusammenarbeit von NETZ, einer deutschen Nichtregierungsorganisation (NGO), und der bengalischen Selbsthilfe-Organisation Jogorani Chakra (Zeile 68-69).
    Ergebnis:
    Obwohl nicht alle Millenniumsziele im Vordergrund stehen, trägt dieses Projekt trotzdem einen wichtigen Teil der Entwicklung des Landes bei. Oftmals kann durch die Behebung eines Entwicklungsproblems weitere Probleme angegangen werden. So kann beispielsweise durch die Verbesserung der Lebensstandards die Gesundheit der Mütter und Kinder verbessert werden. Zudem genießen Kinder von Familien, die ein geregeltes Einkommen haben, zunehmend eine ausreichende Schulausbildung. Nichtsdestotrotz muss gesagt werden, dass es sich bei Jagorani Chakra um ein kleines Nichtregierungsprojekt handelt, welches vor allem die Entwicklung der ärmsten Frauen von Bangladesch zum Ziel hat. Ungeachtet dessen, dass bereits 5.760 Frauen in diesem Projekt involviert sind, trifft dies noch keine Aussage über den Rest des Landes.
    4.
    $\blacktriangleright$ Analysiere die Entwicklung Bangladeschs anhand einer Analysespinne (M 7) mithilfe M 6
    Tipp
    Der Operator „analysiere“ verlangt von dir, dass du die Sachverhalte und Materialien systematisch und gezielt untersuchst und auswertest. Dazu musst du erst einmal die Analysespinne von M 7 mithilfe der Daten aus der Tabelle von M 6 vervollständigen. Füge dementsprechend zunächst die fehlenden Werte für das BNE (Bruttonationaleinkommen) pro Kopf und den Anteil des primären Sektors in die Analysespinne ein. Anschließend markierst du die Werte aus M 6 auf den entsprechenden Parametern. Dabei empfiehlt es sich, für jedes Jahr eine andere Farbe zu nehmen (Bsp.: blau = 1990, grün = 2000, rot = 2010). Verbinde nun die jeweiligen Punkte einer Farbe eines Jahres. Abschließend sollst du in Verwendung jedes einzelnen Parameters aus M 6 und M 7 die Entwicklung Bangladeschs von 1990 bis 2010 analysieren.
    Tipp
    Der Operator „analysiere“ verlangt von dir, dass du die Sachverhalte und Materialien systematisch und gezielt untersuchst und auswertest. Dazu musst du erst einmal die Analysespinne von M 7 mithilfe der Daten aus der Tabelle von M 6 vervollständigen. Füge dementsprechend zunächst die fehlenden Werte für das BNE (Bruttonationaleinkommen) pro Kopf und den Anteil des primären Sektors in die Analysespinne ein. Anschließend markierst du die Werte aus M 6 auf den entsprechenden Parametern. Dabei empfiehlt es sich, für jedes Jahr eine andere Farbe zu nehmen (Bsp.: blau = 1990, grün = 2000, rot = 2010). Verbinde nun die jeweiligen Punkte einer Farbe eines Jahres. Abschließend sollst du in Verwendung jedes einzelnen Parameters aus M 6 und M 7 die Entwicklung Bangladeschs von 1990 bis 2010 analysieren.
    Aufgabe 1
    Abb. 3: Analysespinne zur Entwicklung von Bangladesch mit vervollständigten Werten.
    Aufgabe 1
    Abb. 3: Analysespinne zur Entwicklung von Bangladesch mit vervollständigten Werten.
    Die Entwicklung eines Landes hängt von einigen wichtigen Indikatoren ab, von welchen die Wesentlichen in der Tabelle M 6 aufgezählt und in der Analysespinne in Abb. 3 dargestellt wurden. Analysiert man die ausgewählten Parameter für die Entwicklung Bangladeschs für den Zeitraum von 1990 über 2000 bis 2010 ergibt sich folgendes:
    Im Jahr 1990 gebar eine Frau im Schnitt 4,6 Kinder, 10 Jahre später waren dies nur 3,1 Kinder pro Frau. Bis 2010 sank die Geburtenrate weiter auf 2,3 Kinder pro Frau, nur noch knapp über dem Bestandserhaltungsniveau von 2,1 Kindern pro Frau.
    Von 1990 auf 2000 stieg die Lebenserwartung von 60,0 auf 65,3 Jahre. Dies entsprichte einem Wachstum von 5,3 Jahre. In dem selben Zeitraum, von 2000 bis 2010 wuchs die Lebenserwartung auf 69,4 Jahre, also lediglich noch um 4,1 Jahre.
    Die Alphabetisierungsrate, also der prozentuale Anteil der Bevölkerung, der über die Fähigkeit, lesen und zu schreiben zu können, verfügt, betrug 1990 lediglich 35,3 %. Bis 2000 stieg diese auf 47,4 %, bis 2010 auf 57,7 %.
    Die Armutsgrenze wurde von der Weltbank allgemein auf 2 US-Dollar pro Tag festgelegt. Somit sind Menschen, die weniger als 2 US-Dollar pro Tag zur Verfügung haben, von Armut betroffen. 1990 betrug der Anteil in Bangladesch 93,0 %. Im Laufe der darauffolgenden 10 Jahre sank dieser um 8,6 % auf 84,4 %, bis 2010 um weitere 7,9 % auf 76,5 %.
    Im Jahr 1990 wurde 30,6 % des Bruttoinlandprodukts von dem primären Sektor, also von der Landwirtschaft, erwirtschaftet. In den folgenden 10 Jahren sank diese um 5,1 % auf 25,5 % im Jahr 2000. Bis 2010 wurde ein weiterer Rückgang von 6,9 % verzeichnet. Somit sank der Anteil in diesen 20 Jahren um mehr als ein Drittel. Demgegenüber steht die Zunahme des sekundären (Industrie-) und dem tertiären (Dienstleistungs-) Sektor.
    Mit dem Bruttonationaleinkommen pro Kopf kann auf den Lebensstandard der Bevölkerung geschlossen werden. Von 1990 auf 2000 hat sich dieses zwar von 280,2 US-Dollar auf 558,1 US-Dollar so gut wie verdoppelt, liegt jedoch immer noch weit hinter dem Wert von den Industrieländern, wie beispielsweise Deutschland.
    Fazit: Obwohl die Analysespinne (Abb.3) in allen sechs Bereichen eine Verbesserung deutlich macht, liegt Bangladesch noch weiterhin auf einem niedrigen Niveau des Entwicklungsstands. So herrscht in allen Bereichen, so vor allem beim Alphabetisierungsgrad und des BNE pro Kopf durchaus Potential nach oben.
    Bildnachweise [nach oben]
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