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Aufgabe 2

Aufgaben
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Australien ist mit 3 Einwohnern/km² eines der am dünnsten besiedelten Länder der Erde mit großen Gegensätzen, das neben physisch-geographischen Extremen auch ökonomische Besonderheiten aufweist.
1.
Ordne die Klimadiagramme A - D (M 1) aufgrund der Niederschlags- und Temperaturverhältnisse den Stationen Queenstown (42° S/146° O), Newcastle (33° S/152° O), Giles (25° S/128° O) und Wyndham (15° S/128° O) jeweils begründet zu.
(14P)
2.
Die notwendige Generalisierung von Karten wie in M 2 führt dazu, dass kleinräumige Strukturen nicht immer abgebildet werden können.
„Die Niederschlagsverhältnisse der Station Esperance (33° S/121° O) können mithilfe der vorliegenden Karte ‚Luftdruck und Winde‘ (M 2) nicht erklärt werden.“
Überprüfe diese Aussage anhand von M 2 und erkläre die Niederschlagsverhältnisse der Station Esperance (M 1) auf Basis der globalen atmosphärischen Zirkulation.
(12P)
3.
Weite Teile Australiens sind von Bodendegradation betroffen, die in den einzelnen Regionen ganz unterschiedliche Formen und Ursachen hat.
Stelle die in den Regionen Esperance, Giles und Newcastle (M 3) vorherrschenden Prozesse der Bodendegradation dar und begründe deren Auftreten in diesen Regionen.
(14P)
4.
Der Human Development Index (HDI) gilt als wichtiger Indikator für den Entwicklungsstand eines Landes.
Australien gehört mit einem HDI von 0,933 (2013) zu den am höchsten entwickelten Ländern der Erde bei einem seit mehr als 20 Jahren anhaltenden Wachstum der Wirtschaft.
a)
Überprüfe am Beispiel Australiens anhand geeigneter Atlaskarten die Aussagekraft des HDI als Entwicklungsindikator.
(7P)
b)
Stelle anhand des Materials dar inwiefern der wirtschaftliche Erfolg Australiens gefährdet sein könnte.
(13P)
M 1 Klimadiagramme der Stationen A-D und der Station Esperance
Aufgabe 2
Aufgabe 2
Aufgabe 2
Aufgabe 2
M 2 „Luftdruck und Winde“ - Kartenausschnitt Australien
M 3 Vorherrschende Prozesse der Bodendegradation in Australien
M 4 Weltmarktpreise für Eisenerz und Steinkohle
M 5 Ausgewählte Strukturdaten Australiens
20002013
Einwohner (in 1.000)20.13423.130
Bevölkerungsdichte (Einwohner/km²)2,53,0
Anteil am BIP (in %)
Landwirtschaft
Industrie
Bergbau
Baugewerbe
Dienstleistungen

1,9
11,1
9,0
6,0
72,0

2,9
8,2
7,1
7,7
74,1
Wichtigste Außenhandelspartner
Export (Anteil in %)
Japan (19,6)
USA (9,7)
Südkorea (7,7)
Neuseeland (5,7)
China (5,7)
China (36,5)
Japan (17,8)
Südkorea (7,6)
Indien (4,9)
USA (3,8)
Wichtigste Exportgüter 2013 (Anteil in %)Erze und Erzkonzentrate (32,6)
Energierohstoffe (Kohle, Erdöl, Erdgas) (24,3)
Agrarische Rohstoffe/Nahrungsmittel (8,6)
Verhüttete Metalle (8,0)
Wichtigste Importgüter 2013 (Anteil in %)Erdöl und Erdölprodukte (15,3)
Kfz und Kfz-Teile (10,7)
Elektronik (7,3)
Maschinen (7,0)
M 5 Ausgewählte Strukturdaten Australiens
Quellennachweise [nach oben]
[1]
eigene Zusammenstellung , Datengrundlage: www.klimadiagramme.de, www.climate-data.org. weatherbase.com
[2]
eigene Darstellung, Kartengrundlage: Diercke Weltatlas 2008
[3]
eigene Darstellung, Kartengrundlage: Gebhardt, Glaser, Radtke, Reuber, Geographie, Spektrum-Verlag 2006
[4]
eigene Darstellung, Datengrundlage: www.finanzen.net/rohstoffe (Zugriff: 20.10.2014)
[5]
zusammengestellt nach: Australian Government - Department of Foreign Affairs and Trade; Australian Bureau of Statistics
Australien ist mit 3 Einwohnern/km² eines der am dünnsten besiedelten Länder der Erde mit großen Gegensätzen, das neben physisch-geographischen Extremen auch ökonomische Besonderheiten aufweist.
1.
Ordne die Klimadiagramme A - D (M 1) aufgrund der Niederschlags- und Temperaturverhältnisse den Stationen Queenstown (42° S/146° O), Newcastle (33° S/152° O), Giles (25° S/128° O) und Wyndham (15° S/128° O) jeweils begründet zu.
(14P)
2.
Die notwendige Generalisierung von Karten wie in M 2 führt dazu, dass kleinräumige Strukturen nicht immer abgebildet werden können.
„Die Niederschlagsverhältnisse der Station Esperance (33° S/121° O) können mithilfe der vorliegenden Karte ‚Luftdruck und Winde‘ (M 2) nicht erklärt werden.“
Überprüfe diese Aussage anhand von M 2 und erkläre die Niederschlagsverhältnisse der Station Esperance (M 1) auf Basis der globalen atmosphärischen Zirkulation.
(12P)
3.
Weite Teile Australiens sind von Bodendegradation betroffen, die in den einzelnen Regionen ganz unterschiedliche Formen und Ursachen hat.
Stelle die in den Regionen Esperance, Giles und Newcastle (M 3) vorherrschenden Prozesse der Bodendegradation dar und begründe deren Auftreten in diesen Regionen.
(14P)
4.
Der Human Development Index (HDI) gilt als wichtiger Indikator für den Entwicklungsstand eines Landes.
Australien gehört mit einem HDI von 0,933 (2013) zu den am höchsten entwickelten Ländern der Erde bei einem seit mehr als 20 Jahren anhaltenden Wachstum der Wirtschaft.
a)
Überprüfe am Beispiel Australiens anhand geeigneter Atlaskarten die Aussagekraft des HDI als Entwicklungsindikator.
(7P)
b)
Stelle anhand des Materials dar inwiefern der wirtschaftliche Erfolg Australiens gefährdet sein könnte.
(13P)
M 1 Klimadiagramme der Stationen A-D und der Station Esperance
Aufgabe 2
Aufgabe 2
Aufgabe 2
Aufgabe 2
M 2 „Luftdruck und Winde“ - Kartenausschnitt Australien
M 3 Vorherrschende Prozesse der Bodendegradation in Australien
M 4 Weltmarktpreise für Eisenerz und Steinkohle
M 5 Ausgewählte Strukturdaten Australiens
20002013
Einwohner (in 1.000)20.13423.130
Bevölkerungsdichte (Einwohner/km²)2,53,0
Anteil am BIP (in %)
Landwirtschaft
Industrie
Bergbau
Baugewerbe
Dienstleistungen

1,9
11,1
9,0
6,0
72,0

2,9
8,2
7,1
7,7
74,1
Wichtigste Außenhandelspartner
Export (Anteil in %)
Japan (19,6)
USA (9,7)
Südkorea (7,7)
Neuseeland (5,7)
China (5,7)
China (36,5)
Japan (17,8)
Südkorea (7,6)
Indien (4,9)
USA (3,8)
Wichtigste Exportgüter 2013 (Anteil in %)Erze und Erzkonzentrate (32,6)
Energierohstoffe (Kohle, Erdöl, Erdgas) (24,3)
Agrarische Rohstoffe/Nahrungsmittel (8,6)
Verhüttete Metalle (8,0)
Wichtigste Importgüter 2013 (Anteil in %)Erdöl und Erdölprodukte (15,3)
Kfz und Kfz-Teile (10,7)
Elektronik (7,3)
Maschinen (7,0)
M 5 Ausgewählte Strukturdaten Australiens
Quellennachweise [nach oben]
[1]
eigene Zusammenstellung , Datengrundlage: www.klimadiagramme.de, www.climate-data.org. weatherbase.com
[2]
eigene Darstellung, Kartengrundlage: Diercke Weltatlas 2008
[3]
eigene Darstellung, Kartengrundlage: Gebhardt, Glaser, Radtke, Reuber, Geographie, Spektrum-Verlag 2006
[4]
eigene Darstellung, Datengrundlage: www.finanzen.net/rohstoffe (Zugriff: 20.10.2014)
[5]
zusammengestellt nach: Australian Government - Department of Foreign Affairs and Trade; Australian Bureau of Statistics
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1.
Der Operator „zuordnen“ verlangt von dir, die Klimadiagramm-Stationen in M$\;$1 begründet in einen Zusammenhang mit den Städten zu stellen. Bei den Klimadiagrammen handelt es sich um Walter-Lith-Diagramme. Bevor du die Aufgabe löst, ist es wichtig, dass du die Zusammenhänge zwischen Klima und der globalen atmosphärischen Zirkulation verstehst. Sehr hilfreich ist es, den Atlas zur Unterstützung zu verwenden. Beschreibe erst das Klimadiagramm und nehme dann begründet Stellung zum zugeordneten Ort. In Abbildung 1 ist die atmosphärische Zirkulation in Australien dargestellt, um die Klimaverhältnisse im Anschluss noch einmal nachvollziehen zu können.
2.
Der Operator „überprüfen“ verlangt von dir, dass du anhand von M$\;$2 die vorgegebene Behauptung an konkreten Sachverhalten misst. Im zweiten Aufgabenbereich fordert der Operator „erklären“ von dir, dass du die Informationen aus M$\;$1 so darstellst, dass Ursachen, Folgen und Gesetzmäßigkeiten der Niederschlagsverhältnisse verständlich werden.
3.
Der Operator „darstellen“ verlangt von dir, Strukturen und Zusammenhänge aus M$\;$3 zu beschreiben und zu verdeutlichen. Zudem sollst du das Auftreten in diesen Regionen begründen, also Argumente finden und Zusammenhänge darlegen. In dieser Aufgabe ist es wichtig, den Atlas zur Hilfe zu nehmen und schon bereits erarbeitete Informationen aus M$\;$1 und M$\;$2 miteinzubeziehen.
4.a)
Der Operator „überprüfen“ verlangt von dir, die vorgegebene Behauptung über den HDI, in Bezug auf Australien, an geeigneten Atlaskarten und innerer Stimmigkeit untereinander zu messen. Vorerst solltest du den HDI definieren und aufzeigen, welche Komponenten er umfasst.
4.b)
Der Operator „darstellen“ fordert von dir, anhand des Materials Zusammenhänge zu beschreiben und zu verdeutlichen. Hierfür kannst du M$\;$3 (Bodendegradation in Australien), M$\;$4 (Bodendegradation in Australien) und M$\;$5 (Strukturdaten Australiens) verwenden.
1.
Der Operator „zuordnen“ verlangt von dir, die Klimadiagramm-Stationen in M$\;$1 begründet in einen Zusammenhang mit den Städten zu stellen. Bei den Klimadiagrammen handelt es sich um Walter-Lith-Diagramme. Bevor du die Aufgabe löst, ist es wichtig, dass du die Zusammenhänge zwischen Klima und der globalen atmosphärischen Zirkulation verstehst. Sehr hilfreich ist es, den Atlas zur Unterstützung zu verwenden. Beschreibe erst das Klimadiagramm und nehme dann begründet Stellung zum zugeordneten Ort. In Abbildung 1 ist die atmosphärische Zirkulation in Australien dargestellt, um die Klimaverhältnisse im Anschluss noch einmal nachvollziehen zu können.
2.
Der Operator „überprüfen“ verlangt von dir, dass du anhand von M$\;$2 die vorgegebene Behauptung an konkreten Sachverhalten misst. Im zweiten Aufgabenbereich fordert der Operator „erklären“ von dir, dass du die Informationen aus M$\;$1 so darstellst, dass Ursachen, Folgen und Gesetzmäßigkeiten der Niederschlagsverhältnisse verständlich werden.
3.
Der Operator „darstellen“ verlangt von dir, Strukturen und Zusammenhänge aus M$\;$3 zu beschreiben und zu verdeutlichen. Zudem sollst du das Auftreten in diesen Regionen begründen, also Argumente finden und Zusammenhänge darlegen. In dieser Aufgabe ist es wichtig, den Atlas zur Hilfe zu nehmen und schon bereits erarbeitete Informationen aus M$\;$1 und M$\;$2 miteinzubeziehen.
4.a)
Der Operator „überprüfen“ verlangt von dir, die vorgegebene Behauptung über den HDI, in Bezug auf Australien, an geeigneten Atlaskarten und innerer Stimmigkeit untereinander zu messen. Vorerst solltest du den HDI definieren und aufzeigen, welche Komponenten er umfasst.
4.b)
Der Operator „darstellen“ fordert von dir, anhand des Materials Zusammenhänge zu beschreiben und zu verdeutlichen. Hierfür kannst du M$\;$3 (Bodendegradation in Australien), M$\;$4 (Bodendegradation in Australien) und M$\;$5 (Strukturdaten Australiens) verwenden.
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1.
$\blacktriangleright$  Ordne die Klimadiagramme A-D aus M$\;$1 jeweils begründet zu
Tipp
Der Operator „zuordnen“ verlangt von dir, die Klimadiagramme in M$\;$1 begründet in einen Zusammenhang mit den Städten zu stellen. Bei den Klimadiagrammen handelt es sich um Walter-Lith-Diagramme. Bevor du die Aufgabe löst, ist es wichtig, dass du die Zusammenhänge zwischen Klima und der globalen atmosphärischen Zirkulation verstehst. Sehr hilfreich ist es, den Atlas zur Unterstützung zu verwenden. Beschreibe erst das Klimadiagramm und nehme dann begründet Stellung zum zugeordneten Ort. In Abbildung 1 ist die atmosphärische Zirkulation in Australien dargestellt, um die Klimaverhältnisse im Anschluss noch einmal nachvollziehen zu können.
Tipp
Der Operator „zuordnen“ verlangt von dir, die Klimadiagramm-Stationen in M$\;$1 begründet in einen Zusammenhang mit den Städten zu stellen. Bei den Klimadiagrammen handelt es sich um Walter-Lith-Diagramme. Bevor du die Aufgabe löst, ist es wichtig, dass du die Zusammenhänge zwischen Klima und der globalen atmosphärischen Zirkulation verstehst. Sehr hilfreich ist es, den Atlas zur Unterstützung zu verwenden. Beschreibe erst das Klimadiagramm und nehme dann begründet Stellung zum zugeordneten Ort. In Abbildung 1 ist die atmosphärische Zirkulation in Australien dargestellt, um die Klimaverhältnisse im Anschluss noch einmal nachvollziehen zu können.

M$\;$1 zeigt Walter-Lith-Klimadiagramme. Allen Stationen ist die Höhenlage des Ortes, sowie die durchschnittliche Jahrestemperatur und die Niederschlagsmenge pro Jahr in mm zu entnehmen. Die Diagramme zeigen die Temperaturen und Niederschlagsraten der Stationen über die Monate verteilt. Auf der x-Achse befindet sich dabei die Abfolge der Monate, beginnend mit Januar. Die y-Achse zeigt auf der linken Seite die Temperatur in °C, auf der rechten Seite die Niederschlagsmengen in mm.
A
Queenstown: Das Klimadiagramm zeigt, dass die Station ganzjährig humid ist, sowie eine Jahresdurchschnittstemperatur von 10$\;$°C hat. Queenstown liegt im Westen der Insel Tasmanien in Luvlage zum 1.617$\;$m hohen Gebirge Mount Ossa. Die niedrigen Jahrestemperaturen sind auf die Entfernung zum Äquator zurückzuführen, welche selbst im Sommer der Südhalbkugel ein Maximum von 15$\;$°C (Februar) nicht überschreiten. Die ganzjährigen hohen Niederschläge können durch die eintreffenden Westwinde auf die Luvlage erklärt werden. Die anströmende Luft wird auf der Luvseite des Berges zum Aufsteigen gezwungen, weshalb es bei entsprechender Luftfeuchtigkeit zu hohen Niederschlägen (2.420$\;$mm) kommt. Im Sommer sind die Niederschlagsraten am höchsten, da sich die innertropische Konvergenzzone (ITC) jahreszeitlich entsprechend des Zenitalstandes nördlich verschiebt. Dadurch verändert sich auch die Lage der Westwindzone, wodurch Queenstown zwischen April und Oktober stärkeren Winden ausgesetzt ist. Im Januar ist die ITC am südlichsten gelegen, daher auch die Westwindzone. Dies begründet geringere Niederschlagsmengen im Winter und auch den größeren Einschnitt im Februar. Durch die Luvlage sind allerdings dennoch sehr hohe Niederschläge zu verzeichnen.
B
Wyndham: Das Klimadiagramm zeigt eine hohe Jahresmitteltemperatur von 29,1$\;$°C mit stark schwankenden Niederschlagsverhältnissen. Im Winter, zwischen Dezember und März, sind hohe Niederschlagsmengen zu erkennen, die Monate April bis Oktober sind arid, im August gibt es nahezu keinen Niederschlag. Wyndham befindet sich in nordöstlicher Luvlage zum Kimberley-Plateau in einer Meeresbucht. Die Äquatornähe erklärt die ganzjährig hohen Temperaturen. Die äquatoriale Tiefdruckrinne verlagert sich im Sommer einige Breitengrade nördlich, weswegen auch die Passat-Zirkulation verschoben wird. Dadurch wehen aus dem subtropischen Hochdruckgürtel, der im Sommer über dem Landesinneren Australiens liegt, trockene Winde. Diese führen zwischen April und November zur Trockenzeit. Im Juli steht die ITC am nördlichsten, weswegen die Auswirkungen auf die atmosphäre Zirkulation für Wyndham am größten sind. So bleibt der Niederschlag im August völlig aus.
Im Sommer der Südhalbkugel, also zwischen November und April, liegt die innertropische Konvergenzzone über dem nördlichen Australien und verursacht somit die Regenzeit. Die Tiefdruckrinne und der zugleich aufkommene Nordwest-Monsun, zu dem Wyndham in Luvlage liegt, verursachen Starkregen. Im Januar befindet sich die ITC am nördlichsten Teil Australiens, was Auswirkungen auf den Niederschlag im Februar mit sich bringt. Somit zeigt das Klimadiagramm im Februar den meisten Niederschlag.
C
Giles: Das Klimadiagramm zeigt schwankende Temperaturen zwischen 30$\;$°C im Winter und 15$\;$°C im Sommer der Nordhalbkugel, sowie ganzjährige Trockenheit. Giles liegt inmitten der Gibson Wüste in hochkontinentaler Lage. Im Südwinter liegt Giles im subtropischen Hochdruckgürtel, aufgrund der nördlichen Verlagerung der innertropischen Konvergenzzone. Im Sommer der Südhalbkugel wird die Trockenheit durch einströmende trockene Südost-Passatwinde verursacht. Somit ist Giles ganzjährig arid, wie im Diagramm zu sehen ist. Die relativ niedrigen Temperaturen können auf nächtliche Austrahlung zurückgeführt werden (da es dort keine menschliche Besiedlung gibt), was eine Abkühlung der Erdoberfläche zur Folge hat. Zudem trägt die kontinentale Lage, sowie der fehlende Ausgleich durch Gewässer zum vorherrschenden Klima in Giles bei.
D
Newcastle: Die Klimastation zeigt ganzjährig feuchtes Klima mit gemäßigten Temperaturen. Die Niederschläge sind zwischen Januar und Juni am höchsten, die Temperaturen liegen im Durchschnitt im Südwinter bei 15$\;$°C, im Sommer der Südhalbkugel bei 20$\;$°C. Newcastle liegt an der Ostküste Australiens in maritimer Lage. Im Januar liegt die innertropische Konvergenzzone über dem nördlichen Australien und verlagert sich zum Sommer hin immer weiter nördlich, bis sie im Juli am nördlichsten steht. Zwischen Januar und Juni wehen, aufgrund der südlicheren Lage der ITC, auflandige Südostpassate auf die Ostküste Australiens und bringen höhere Niederschläge. Zwischen Juli und Dezember sind die Südost-Passate unbeständig. Treffen sie aber auf die Küste, kommt es zu ausreichend Niederschlag.
Aufgabe 2
Abb. 1: Skizze Atmosphärische Zirkulation Australien
Aufgabe 2
Abb. 1: Skizze Atmosphärische Zirkulation Australien
2.
$\blacktriangleright$  Überprüfe die Aussage anhand von M$\;$2 und erkläre die Niederschlagsverhältnisse der Station Esperance (M$\;$1) auf Basis der globalen atmosphärischen Zirkulation
Tipp
Der Operator „überprüfen“ verlangt von dir, dass du anhand von M$\;$2 die vorgegebene Behauptung an konkreten Sachverhalten misst. Im zweiten Aufgabenbereich fordert der Operator „erklären“ von dir, dass du die Informationen aus M$\;$1 so darstellst, dass Ursachen, Folgen und Gesetzmäßigkeiten der Niederschlagsverhältnisse verständlich werden.
Tipp
Der Operator „überprüfen“ verlangt von dir, dass du anhand von M$\;$2 die vorgegebene Behauptung an konkreten Sachverhalten misst. Im zweiten Aufgabenbereich fordert der Operator „erklären“ von dir, dass du die Informationen aus M$\;$1 so darstellst, dass Ursachen, Folgen und Gesetzmäßigkeiten der Niederschlagsverhältnisse verständlich werden.
Der Kartenauschnitt in M$\;$2 zeigt die Luftdruck- und Windverhältnisse in Australien in Januar und Juli. Im Januar liegt ein Tiefdruckgürtel über dem nördlichen Teil Australiens. Auf Esperance treffen auflandige Winde, die diverse Niederschläge mit sich bringen könnten. Die Wintermonate könnten daher von Regen dominiert sein. Im Sommer herrscht ein Hochdruckgürtel über Australien und weht trockene Winde aus dem Landesinneren in Richtung Esperance, wodurch die Sommermonate höchstwahrscheinlich arid sind. Vergleicht man nun M$\;$2 mit dem Klimadiagramm aus M$\;$1, so fällt auf, dass sich beide Materialien widersprechen. Dem Klimadiagramm kann entnommen werden, dass gerade die Wintermonate trocken sind und die Sommermonate regenreich, im Gegensatz zu den Erkenntnissen aus M$\;$2. Dieses Beispiel zeigt, dass die notwendige Generalisierung von Karten wie in M$\;$2 dazu führt, dass kleineräumige Strukturen nicht immer eindeutig dargestellt werden können, die Behauptung ist somit wahr.
Die eigentliche Niederschlagsverteilung von Esperance, die aus dem Klimadiagramm M$\;$1 hervorgeht, kann anhand der globalen atmosphärischen Zirkulation erklärt werden. In den Wintermonaten liegt die innertropische Konvergenzzone (ITC) über dem nördlichen Teil Australiens, weswegen sich auch der subtropische Hochdruckgürtel verlagert. Dieser befindet sich dann über dem Süden Australiens und liegt demnach auch über dem südwestlich gelegenen Esperance. Die Lage des Hochdruckgürtels lässt trockene Winde auf Esperance wehen, was zu ariden Monaten führt. In den Sommermonaten verlagert sich die innertropische Konvergenzzone in Richtung Norden, wodurch sich auch der subtropische Hochdruckgürtel von Süden nach Norden verschiebt und dann über dem nördlichen Australien liegt. Esperance ist dadurch der Westwindzone mit den entsprechenden zyklonalen Niederschlägen ausgesetzt. Demnach sind zwischen April und September hohe Niederschlagsraten zu verzeichnen.
3.
$\blacktriangleright$  Stelle die in den Regionen Esperance, Giles und Newcastle (M$\;$3) vorherrschenden Prozesse der Bodendegradation dar und begründe deren Auftreten in diesen Regionen
Tipp
Der Operator „darstellen“ verlangt von dir, Strukturen und Zusammenhänge aus M$\;$3 zu beschreiben und zu verdeutlichen. Zudem sollst du das Auftreten in diesen Regionen begründen, also Argumente finden und Zusammenhänge darlegen. In dieser Aufgabe ist es wichtig, den Atlas zur Hilfe zu nehmen und bereits erarbeitete Informationen aus M$\;$1 und M$\;$2 miteinzubeziehen.
Tipp
Der Operator „darstellen“ verlangt von dir, Strukturen und Zusammenhänge aus M$\;$3 zu beschreiben und zu verdeutlichen. Zudem sollst du das Auftreten in diesen Regionen begründen, also Argumente finden und Zusammenhänge darlegen. In dieser Aufgabe ist es wichtig, den Atlas zur Hilfe zu nehmen und schon bereits erarbeitete Informationen aus M$\;$1 und M$\;$2 miteinzubeziehen.
In der Region Esperance kommt es zur Bodendegradation durch Versalzung. Unter Bodenversalzung versteht man die Anreicherung von leicht löslichen Salzen oder Magnesiumsulfat im Oberboden. Die Ursachen können vielfältig sein. Die Salze, die sich im Boden befinden, können bei einem hohen Grundwasserspiegel gelöst werden. In trockenen Klimaten steigen die gelösten Salze auf natürliche Weise im nach oben gerichteten Bodenwassersog kapillar nach oben. Sie kristallisieren an der Bodenoberfläche aus und bilden sogenannte Salzkrusten. Wasser von Binnengewässern mit Salzgehalt, ohne Abfluss in einen Ozean, können sich in Bodensenken sammeln. Kommt es dann in Trockenzeiten zur Verdunstung, so können sich langfristig Salzseen und Salzpfannen bilden.
Bodenversalzungen können aber auch auf unnatürliche Weise auftreten, durch Eingriff des Menschen. So führen der Anbau von Monokulturen, unzureichende organische Düngung der Böden und unsachgemäße Bewässerungen der Ackerflächen zur Versalzung der Böden. Ausgedehnte Abholzungen führen zudem zu einem Ansteigen des Grundwasserspiegels, was letztendlich eine Akkumulation von Salzen in den oberen Bodenschichten mit sich zieht.
Betrachtet man die Region um Esperance im Atlas, so fällt direkt das Auftreten mehrerer Salzpfannen auf, wodurch der Boden versalzt ist. Zudem kann ein intensiver Ackerbau, mit hauptsächlich Weizen, festgestellt werden. Der Anbau von Monokulturen und eine unsachgemäße Bewässerung kann zum Anstieg des Grundwasserspiegels führen, wodurch die Salze wiederum mobilisiert werden können. Die Versalzung der Region um Esperance hat damit höchstwahrscheinlich natürliche, sowie vom Menschen bedingte Ursachen. Zudem fördert das wechselfeuchte mediterane Klima, wie dem Klimadiagramm in M$\;$1 zu entnehmen ist, die Bodenversalzung.
Das Gebiet, das Giles miteinschließt, ist von Bodendegradation durch Wind betroffen. Damit ist der Bodenabtrag, der durch Wind verursacht wird, gemeint. Ursachen sind vor allem das Fehlen einer Vegeationsdecke, welche eigentlich den Boden vor Abtragung schützt. Gründe für die fehlende Pflanzendecke können wiederum natürlichen Ursprungs oder durch den Menschen beeinflusst sein. So kann durch menschlichen Eingriff, wie Abholzung der Wälder, Überweidung und Ackerbau auf erosionsanfälligen Böden die schützende Vegetationsdecke zerstört werden. Ist die Region Winden ausgesetzt, so wird die Bodenerosion beschleunigt. Die Abtragung der Böden durch Wind kann aber auch auf natürliche Weise geschehen, wie in dem Beispiel der Region Giles. Den Atlaskarten ist zu entnehmen, dass dieses Gebiet die Wüsten Australiens umfasst, die aufgrund der ganzjährigen Trockenheit eine lückenhafte Vegetationsdecke besitzen. Vorallem im Sommer der Südhalbkugel ist die Region den trockenen Südost-Passaten (M$\;$2) ausgesetzt, die die Bodenerosion verursachen.
In der Region um Newcastle ist die Bodendegradation durch Wasser vorherrschend. Der Boden wird demnach durch Einfluss von Wasser abgetragen. Auch die Bodenerosion durch Wasser wird durch eine mangelnde Vegetationsdecke begünstigt. Fehlt eine dichte Vegetationsdecke aufgrund von Abholzungen, Überweidungen und Ackerbau besonders an Hängen, so führt der Oberflächenabfluss nach starkem Regenfall zur Bodenerosion. An Hängen kann es dadurch zu Deformierungen des Bodens, wie Rillen- oder Gullybildungen kommen. Durch ganzjährige Niederschläge in der Region Newcastle (M$\;$1) sind die Bedingungen für die Bodenerosion durch Wasser günstig. Vor allem im Sommer der Südhalbkugel bringen die auflandigen Südost-Passate hohe Niederschläge mit sich, die zum Abtrag des Bodens führen. Durch intensive landwirtschaftliche Nutzung, können jahreszeitlich bedingt zudem Lücken in der Vegetationsdecke aufkommen, was die Erosion des Bodens verstärkt. Dadurch kommt es zu starker Reliefbildung in der Region.
4.a)
$\blacktriangleright$  Überprüfe am Beispiel Australiens anhand geeigneter Atlaskarten die Aussagekraft des HDI als Entwicklungsindikator
Tipp
Der Operator „überprüfen“ verlangt von dir, die vorgegebene Behauptung über den HDI, in Bezug auf Australien, an geeigneten Atlaskarten zu messen. Vorerst solltest du den HDI definieren und aufzeigen, welche Komponenten er umfasst.
Tipp
Der Operator „überprüfen“ verlangt von dir, die vorgegebene Behauptung über den HDI, in Bezug auf Australien, an geeigneten Atlaskarten und innerer Stimmigkeit untereinander zu messen. Vorerst solltest du den HDI definieren und aufzeigen, welche Teil er umfasst.
Der Human Development Index (HDI) ist ein Messwert für den Entwicklungsstand eines Landes. Er setzt sich aus drei Teilbereichen zusammen: der Lebenserwartung, dem Einkommen (BNE/Einwohner) und dem Bildungsgrad (Alphabetisierung). Im Jahr 2013 lag Australiens HDI bei 0,933 und liegt damit, nach Norwegen, auf Rang 2 der am höchsten entwickelten Ländern der Erde. Deutschland liegt mit einem HDI von 0,916 dabei im Vergleich auf Rang 5.
Anhand der Atlaskarte kann belegt werden, dass Australien zu den Ländern mit der höchsten Lebenserwartung zählt. Die Lebenserwartung liegt im Durschschnitt bei 82 Jahren (Stand 2012). Auch in Bezug auf das Einkommen kann Australien zu den am weitesten entwickelten Ländern gezählt werden. Das Bruttonationaleinkommen liegt bei 981,8 Milliarden KKP-Dollar (Stand 2013). Zuletzt wird Australien auch ein hoher Bildungsgrad zugeschrieben, die Analphabetenrate liegt bei 1$\;$% der über Vierzehnjährigen.
Somit befindet sich Australien in allen drei Teilbereichen auf einem sehr hohen Niveau. Noch über den HDI hinaus, kann Australien als hochentwickeltes Land eingestuft werden, was die Aussagen des HDI festigen. So hat Australien eine sehr geringe Säuglingssterblichkeitsrate, eine gute Ernährungssituation, sowie Zugang zu sauberem Trinkwasser. Auch durch den Energieverbrauch, Bevölkerungswachstum und den Anteil städtischer Bevölkerung können Rückschlüsse auf ein gut entwickeltes Land gezogen werden.
Die Informationen aus den Atlaskarten spiegeln somit Australiens HDI wider, der Index ist demnach ein geeigneter Indikator, jedenfalls für den Entwicklungsstand von Australien. Allerdings werden die Lebensbedingungen auch durch die soziale, politische und ökologische Situation eines Landes bestimmt, welche nicht vom HDI berücksichtigt werden. Ökologisch gesehen würde Australien nicht gut abschneiden, aufgrund der Rolle fossiler Energieträger bei der Stromerzeugung und der hohen CO2-Emissionen pro Einwohner. Auch können innerhalb des Index, durch Verwendung von Durchschnittswerten, Disparitäten innerhalb eines Landes nicht dargelegt werden. Somit weist der HDI einige Defizite auf, kann aber dennoch als gewisse Richtlinie angesehen werden. Um den Entwicklungsstand eines Landes aber in mehreren Bereichen beurteilen zu können, ist es wichtig zusätzliche Bereiche zu berücksichtigen und Ungleichheiten eines Landes nicht durch Durschnittswerte zu verallgemeinern.
4.b)
$\blacktriangleright$  Stelle anhand des Materials dar, inwiefern der wirtschaftliche Erfolg Australiens gefährdet sein könnte
Tipp
Der Operator „darstellen“ fordert von dir, anhand des Materials Zusammenhänge zu beschreiben und zu verdeutlichen. Hierfür kannst du M$\;$3 (Bodendegradation in Australien), M$\;$4 (Weltmarktpreise für Eisenerz und Steinkohle) und M$\;$5 (Strukturdaten Australiens) verwenden.
Tipp
Der Operator „darstellen“ fordert von dir, anhand des Materials Zusammenhänge zu beschreiben und zu verdeutlichen. Hierfür kannst du M$\;$3 (Bodendegradation in Australien), M$\;$4 (Weltmarktpreise für Eisenerz und Steinkohle) und M$\;$5 (Strukturdaten Australiens) verwenden.
Wie aus M$\;$5 zu entnehmen, wird Australiens Wirtschaft durch den Dienstleistungssektor dominiert, dieser macht fast 80$\;$% des BIP aus. Der Landwirtschaft- und Bergbauanteil liegt bei ungefähr 10$\;$%, doch machen beide Sektoren einen erheblichen Anteil der Exporte (knapp 70$\;$%) aus. Der Anteil am BIP, der aus der Industrie stammt, lag im Jahr 2000 noch bei 11$\;$%, ist allerdings bis 2013 auf 8,2$\;$% gesunken. Wichtigste Außenhandelspartner stammen hauptsächlich aus dem asiatischen Raum oder den USA. Von 2000 bis 2013 wurde China dabei mit über 35$\;$% Anteil der Hauptaußenhandelspartner, die USA wechselte innerhalb von dreizehn Jahren von Rang 2 auf Platz 5 der bedeutesten Außenhandelspartner. Die wichtigsten Importgüter Australiens sind Erdöl und Erdölprodukte, sowie Kfz und Kfz-Teile. Zudem müssen viele technische Industrieprodukte importiert werden. Auffällig ist vor allem die Abhängigkeit der australischen Wirtschaft von asiatischen Märkten. Der Anteil asiatischer Abnehmerländer ist dabei mit 66,8$\;$% sehr hoch.
Rund 70$\;$% der Exporterlöse werden von Erzen und Erkonzentrate, sowie Energierohstoffen (Kohle, Erdöl und Erdgas) erzielt. Somit ist Australien auf den Export weniger Produkte außerordentlich angewiesen. Die enorme Abhängigkeit vom asiatischen Absatzmarkt hat, durch Krisen in den Ländern, die aufgeschobene oder abgesagte Projekte mit sich bringen, direkten Einfluss auf Australiens Wirtschaft. So führen sinkende Rohstoffpreise und eine geringere Nachfrage zu massiven Steuerausfällen. M$\;$4 zeigt die Weltmarktpreise, in US-Dollar, für Eisenerz und Steinkohle, die beiden wichtigsten Exportgüter Australiens. Zwischen Oktober 2010 und April 2014 ist jeweils ein Preisverfall zu verzeichnen. Der Weltmarktpreis von Kohle sank von ca. 80 US-Dollar auf ungefähr 50 US-Dollar pro Tonne. Die Preise für Eisenerz fielen von 120 US-Dollar auf 90 US-Dollar pro Tonne. Außerdem sind starke Schwankungen innerhalb der vier Jahre festzustellen. Sinkende Weltmarktpreise wirken sich negativ auf Australiens Exporterlöse aus und reduzieren somit das BNE des Landes. Diese Folgen spiegelt auch der errechnete BIP-Anteil an Bergbauprodukten in M$\;$5 wider. So ist der Anteil der Bergbauprodukte am BIP von 2000 von 9$\;$% auf 7,1$\;$% im Jahr 2013 gesunken.
Auch der Anteil der Industrie am BIP ist gesunken. Dies ist darauf zurückzuführen, dass Konzerne, wie Toyota, ihre Pkw-Produktion in Australien einstellen wollen. Dies bedeutet einen Rückgang in der Kfz-Produktion, was sich unmittelbar auf den Anteil der Industrie am BIP auswirkt. Zudem kommt es dadurch zu einem Wegfall vieler Arbeitsplätze.
Auch der Export von agrarischen Rohstoffen und Nahrungsmittel nimmt eine wichtige Rolle für Australiens Wirtschaft ein. Der Anteil der Landwirtschaft am BIP ist von 2000 auf 2013 um rund 50$\;$% gestiegen. Allerdings führen verbreitete Bodendegradationen, wie in M$\;$3 dargestellt, und klimatische Veränderungen zum Verlust von landwirtschaftlicher Fläche, was sich negativ auf Exporterlöse auswirkt.
Aufgrund Australiens rohstofforientierten Exportstruktur ist das Land unmittelbar von Abnehmerländern abhängig. Diese Abhängigkeit von asiatischen Absatzmärkten kann den wirtschaftlichen Erfolg bei Wirtschaftskrisen, z.B in China, direkt bedrohen. Schwankungen der Weltmarktpreise für Kohle und Eisenerz haben einen negativen Einfluss auf das BNE. Demnach hängt der wirtschaftliche Erfolg direkt von den Außenhandelspartnern ab und kann gefährdet werden. Auch der Anteil der Industrie am BIP kann durch reduzierte Projekte gefährdet sein. Allerdings nimmt nach wie vor der Dienstleistungssektor in Australien, der hauptsächlich den Tourismus miteinbezieht, den bedeutensten Anteil des BIP ein. Da dieser Sektor den größten Teil des BIP in Australien ausmacht, ist der wirtschaftliche Erfolg Australiens vermutlich nicht stark gefährdet. Allerdings können bei Wirtschaftskrisen in den asiatischen Absatzmärkten die Exporterlöse von Erzen und Energierohstoffen direkt negative Auswirkungen auf die australische Wirtschaft haben. Ebenso bei schlechten Ernten kann der wirtschaftliche Erfolg bedroht werden.
Bildnachweise [nach oben]
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1.
$\blacktriangleright$  Ordne die Klimadiagramme A-D aus M$\;$1 jeweils begründet zu
Tipp
Der Operator „zuordnen“ verlangt von dir, die Klimadiagramme in M$\;$1 begründet in einen Zusammenhang mit den Städten zu stellen. Bei den Klimadiagrammen handelt es sich um Walter-Lith-Diagramme. Bevor du die Aufgabe löst, ist es wichtig, dass du die Zusammenhänge zwischen Klima und der globalen atmosphärischen Zirkulation verstehst. Sehr hilfreich ist es, den Atlas zur Unterstützung zu verwenden. Beschreibe erst das Klimadiagramm und nehme dann begründet Stellung zum zugeordneten Ort. In Abbildung 1 ist die atmosphärische Zirkulation in Australien dargestellt, um die Klimaverhältnisse im Anschluss noch einmal nachvollziehen zu können.
Tipp
Der Operator „zuordnen“ verlangt von dir, die Klimadiagramm-Stationen in M$\;$1 begründet in einen Zusammenhang mit den Städten zu stellen. Bei den Klimadiagrammen handelt es sich um Walter-Lith-Diagramme. Bevor du die Aufgabe löst, ist es wichtig, dass du die Zusammenhänge zwischen Klima und der globalen atmosphärischen Zirkulation verstehst. Sehr hilfreich ist es, den Atlas zur Unterstützung zu verwenden. Beschreibe erst das Klimadiagramm und nehme dann begründet Stellung zum zugeordneten Ort. In Abbildung 1 ist die atmosphärische Zirkulation in Australien dargestellt, um die Klimaverhältnisse im Anschluss noch einmal nachvollziehen zu können.

M$\;$1 zeigt Walter-Lith-Klimadiagramme. Allen Stationen ist die Höhenlage des Ortes, sowie die durchschnittliche Jahrestemperatur und die Niederschlagsmenge pro Jahr in mm zu entnehmen. Die Diagramme zeigen die Temperaturen und Niederschlagsraten der Stationen über die Monate verteilt. Auf der x-Achse befindet sich dabei die Abfolge der Monate, beginnend mit Januar. Die y-Achse zeigt auf der linken Seite die Temperatur in °C, auf der rechten Seite die Niederschlagsmengen in mm.
A
Queenstown: Das Klimadiagramm zeigt, dass die Station ganzjährig humid ist, sowie eine Jahresdurchschnittstemperatur von 10$\;$°C hat. Queenstown liegt im Westen der Insel Tasmanien in Luvlage zum 1.617$\;$m hohen Gebirge Mount Ossa. Die niedrigen Jahrestemperaturen sind auf die Entfernung zum Äquator zurückzuführen, welche selbst im Sommer der Südhalbkugel ein Maximum von 15$\;$°C (Februar) nicht überschreiten. Die ganzjährigen hohen Niederschläge können durch die eintreffenden Westwinde auf die Luvlage erklärt werden. Die anströmende Luft wird auf der Luvseite des Berges zum Aufsteigen gezwungen, weshalb es bei entsprechender Luftfeuchtigkeit zu hohen Niederschlägen (2.420$\;$mm) kommt. Im Sommer sind die Niederschlagsraten am höchsten, da sich die innertropische Konvergenzzone (ITC) jahreszeitlich entsprechend des Zenitalstandes nördlich verschiebt. Dadurch verändert sich auch die Lage der Westwindzone, wodurch Queenstown zwischen April und Oktober stärkeren Winden ausgesetzt ist. Im Januar ist die ITC am südlichsten gelegen, daher auch die Westwindzone. Dies begründet geringere Niederschlagsmengen im Winter und auch den größeren Einschnitt im Februar. Durch die Luvlage sind allerdings dennoch sehr hohe Niederschläge zu verzeichnen.
B
Wyndham: Das Klimadiagramm zeigt eine hohe Jahresmitteltemperatur von 29,1$\;$°C mit stark schwankenden Niederschlagsverhältnissen. Im Winter, zwischen Dezember und März, sind hohe Niederschlagsmengen zu erkennen, die Monate April bis Oktober sind arid, im August gibt es nahezu keinen Niederschlag. Wyndham befindet sich in nordöstlicher Luvlage zum Kimberley-Plateau in einer Meeresbucht. Die Äquatornähe erklärt die ganzjährig hohen Temperaturen. Die äquatoriale Tiefdruckrinne verlagert sich im Sommer einige Breitengrade nördlich, weswegen auch die Passat-Zirkulation verschoben wird. Dadurch wehen aus dem subtropischen Hochdruckgürtel, der im Sommer über dem Landesinneren Australiens liegt, trockene Winde. Diese führen zwischen April und November zur Trockenzeit. Im Juli steht die ITC am nördlichsten, weswegen die Auswirkungen auf die atmosphäre Zirkulation für Wyndham am größten sind. So bleibt der Niederschlag im August völlig aus.
Im Sommer der Südhalbkugel, also zwischen November und April, liegt die innertropische Konvergenzzone über dem nördlichen Australien und verursacht somit die Regenzeit. Die Tiefdruckrinne und der zugleich aufkommene Nordwest-Monsun, zu dem Wyndham in Luvlage liegt, verursachen Starkregen. Im Januar befindet sich die ITC am nördlichsten Teil Australiens, was Auswirkungen auf den Niederschlag im Februar mit sich bringt. Somit zeigt das Klimadiagramm im Februar den meisten Niederschlag.
C
Giles: Das Klimadiagramm zeigt schwankende Temperaturen zwischen 30$\;$°C im Winter und 15$\;$°C im Sommer der Nordhalbkugel, sowie ganzjährige Trockenheit. Giles liegt inmitten der Gibson Wüste in hochkontinentaler Lage. Im Südwinter liegt Giles im subtropischen Hochdruckgürtel, aufgrund der nördlichen Verlagerung der innertropischen Konvergenzzone. Im Sommer der Südhalbkugel wird die Trockenheit durch einströmende trockene Südost-Passatwinde verursacht. Somit ist Giles ganzjährig arid, wie im Diagramm zu sehen ist. Die relativ niedrigen Temperaturen können auf nächtliche Austrahlung zurückgeführt werden (da es dort keine menschliche Besiedlung gibt), was eine Abkühlung der Erdoberfläche zur Folge hat. Zudem trägt die kontinentale Lage, sowie der fehlende Ausgleich durch Gewässer zum vorherrschenden Klima in Giles bei.
D
Newcastle: Die Klimastation zeigt ganzjährig feuchtes Klima mit gemäßigten Temperaturen. Die Niederschläge sind zwischen Januar und Juni am höchsten, die Temperaturen liegen im Durchschnitt im Südwinter bei 15$\;$°C, im Sommer der Südhalbkugel bei 20$\;$°C. Newcastle liegt an der Ostküste Australiens in maritimer Lage. Im Januar liegt die innertropische Konvergenzzone über dem nördlichen Australien und verlagert sich zum Sommer hin immer weiter nördlich, bis sie im Juli am nördlichsten steht. Zwischen Januar und Juni wehen, aufgrund der südlicheren Lage der ITC, auflandige Südostpassate auf die Ostküste Australiens und bringen höhere Niederschläge. Zwischen Juli und Dezember sind die Südost-Passate unbeständig. Treffen sie aber auf die Küste, kommt es zu ausreichend Niederschlag.
Aufgabe 2
Abb. 1: Skizze Atmosphärische Zirkulation Australien
Aufgabe 2
Abb. 1: Skizze Atmosphärische Zirkulation Australien
2.
$\blacktriangleright$  Überprüfe die Aussage anhand von M$\;$2 und erkläre die Niederschlagsverhältnisse der Station Esperance (M$\;$1) auf Basis der globalen atmosphärischen Zirkulation
Tipp
Der Operator „überprüfen“ verlangt von dir, dass du anhand von M$\;$2 die vorgegebene Behauptung an konkreten Sachverhalten misst. Im zweiten Aufgabenbereich fordert der Operator „erklären“ von dir, dass du die Informationen aus M$\;$1 so darstellst, dass Ursachen, Folgen und Gesetzmäßigkeiten der Niederschlagsverhältnisse verständlich werden.
Tipp
Der Operator „überprüfen“ verlangt von dir, dass du anhand von M$\;$2 die vorgegebene Behauptung an konkreten Sachverhalten misst. Im zweiten Aufgabenbereich fordert der Operator „erklären“ von dir, dass du die Informationen aus M$\;$1 so darstellst, dass Ursachen, Folgen und Gesetzmäßigkeiten der Niederschlagsverhältnisse verständlich werden.
Der Kartenauschnitt in M$\;$2 zeigt die Luftdruck- und Windverhältnisse in Australien in Januar und Juli. Im Januar liegt ein Tiefdruckgürtel über dem nördlichen Teil Australiens. Auf Esperance treffen auflandige Winde, die diverse Niederschläge mit sich bringen könnten. Die Wintermonate könnten daher von Regen dominiert sein. Im Sommer herrscht ein Hochdruckgürtel über Australien und weht trockene Winde aus dem Landesinneren in Richtung Esperance, wodurch die Sommermonate höchstwahrscheinlich arid sind. Vergleicht man nun M$\;$2 mit dem Klimadiagramm aus M$\;$1, so fällt auf, dass sich beide Materialien widersprechen. Dem Klimadiagramm kann entnommen werden, dass gerade die Wintermonate trocken sind und die Sommermonate regenreich, im Gegensatz zu den Erkenntnissen aus M$\;$2. Dieses Beispiel zeigt, dass die notwendige Generalisierung von Karten wie in M$\;$2 dazu führt, dass kleineräumige Strukturen nicht immer eindeutig dargestellt werden können, die Behauptung ist somit wahr.
Die eigentliche Niederschlagsverteilung von Esperance, die aus dem Klimadiagramm M$\;$1 hervorgeht, kann anhand der globalen atmosphärischen Zirkulation erklärt werden. In den Wintermonaten liegt die innertropische Konvergenzzone (ITC) über dem nördlichen Teil Australiens, weswegen sich auch der subtropische Hochdruckgürtel verlagert. Dieser befindet sich dann über dem Süden Australiens und liegt demnach auch über dem südwestlich gelegenen Esperance. Die Lage des Hochdruckgürtels lässt trockene Winde auf Esperance wehen, was zu ariden Monaten führt. In den Sommermonaten verlagert sich die innertropische Konvergenzzone in Richtung Norden, wodurch sich auch der subtropische Hochdruckgürtel von Süden nach Norden verschiebt und dann über dem nördlichen Australien liegt. Esperance ist dadurch der Westwindzone mit den entsprechenden zyklonalen Niederschlägen ausgesetzt. Demnach sind zwischen April und September hohe Niederschlagsraten zu verzeichnen.
3.
$\blacktriangleright$  Stelle die in den Regionen Esperance, Giles und Newcastle (M$\;$3) vorherrschenden Prozesse der Bodendegradation dar und begründe deren Auftreten in diesen Regionen
Tipp
Der Operator „darstellen“ verlangt von dir, Strukturen und Zusammenhänge aus M$\;$3 zu beschreiben und zu verdeutlichen. Zudem sollst du das Auftreten in diesen Regionen begründen, also Argumente finden und Zusammenhänge darlegen. In dieser Aufgabe ist es wichtig, den Atlas zur Hilfe zu nehmen und bereits erarbeitete Informationen aus M$\;$1 und M$\;$2 miteinzubeziehen.
Tipp
Der Operator „darstellen“ verlangt von dir, Strukturen und Zusammenhänge aus M$\;$3 zu beschreiben und zu verdeutlichen. Zudem sollst du das Auftreten in diesen Regionen begründen, also Argumente finden und Zusammenhänge darlegen. In dieser Aufgabe ist es wichtig, den Atlas zur Hilfe zu nehmen und schon bereits erarbeitete Informationen aus M$\;$1 und M$\;$2 miteinzubeziehen.
In der Region Esperance kommt es zur Bodendegradation durch Versalzung. Unter Bodenversalzung versteht man die Anreicherung von leicht löslichen Salzen oder Magnesiumsulfat im Oberboden. Die Ursachen können vielfältig sein. Die Salze, die sich im Boden befinden, können bei einem hohen Grundwasserspiegel gelöst werden. In trockenen Klimaten steigen die gelösten Salze auf natürliche Weise im nach oben gerichteten Bodenwassersog kapillar nach oben. Sie kristallisieren an der Bodenoberfläche aus und bilden sogenannte Salzkrusten. Wasser von Binnengewässern mit Salzgehalt, ohne Abfluss in einen Ozean, können sich in Bodensenken sammeln. Kommt es dann in Trockenzeiten zur Verdunstung, so können sich langfristig Salzseen und Salzpfannen bilden.
Bodenversalzungen können aber auch auf unnatürliche Weise auftreten, durch Eingriff des Menschen. So führen der Anbau von Monokulturen, unzureichende organische Düngung der Böden und unsachgemäße Bewässerungen der Ackerflächen zur Versalzung der Böden. Ausgedehnte Abholzungen führen zudem zu einem Ansteigen des Grundwasserspiegels, was letztendlich eine Akkumulation von Salzen in den oberen Bodenschichten mit sich zieht.
Betrachtet man die Region um Esperance im Atlas, so fällt direkt das Auftreten mehrerer Salzpfannen auf, wodurch der Boden versalzt ist. Zudem kann ein intensiver Ackerbau, mit hauptsächlich Weizen, festgestellt werden. Der Anbau von Monokulturen und eine unsachgemäße Bewässerung kann zum Anstieg des Grundwasserspiegels führen, wodurch die Salze wiederum mobilisiert werden können. Die Versalzung der Region um Esperance hat damit höchstwahrscheinlich natürliche, sowie vom Menschen bedingte Ursachen. Zudem fördert das wechselfeuchte mediterane Klima, wie dem Klimadiagramm in M$\;$1 zu entnehmen ist, die Bodenversalzung.
Das Gebiet, das Giles miteinschließt, ist von Bodendegradation durch Wind betroffen. Damit ist der Bodenabtrag, der durch Wind verursacht wird, gemeint. Ursachen sind vor allem das Fehlen einer Vegeationsdecke, welche eigentlich den Boden vor Abtragung schützt. Gründe für die fehlende Pflanzendecke können wiederum natürlichen Ursprungs oder durch den Menschen beeinflusst sein. So kann durch menschlichen Eingriff, wie Abholzung der Wälder, Überweidung und Ackerbau auf erosionsanfälligen Böden die schützende Vegetationsdecke zerstört werden. Ist die Region Winden ausgesetzt, so wird die Bodenerosion beschleunigt. Die Abtragung der Böden durch Wind kann aber auch auf natürliche Weise geschehen, wie in dem Beispiel der Region Giles. Den Atlaskarten ist zu entnehmen, dass dieses Gebiet die Wüsten Australiens umfasst, die aufgrund der ganzjährigen Trockenheit eine lückenhafte Vegetationsdecke besitzen. Vorallem im Sommer der Südhalbkugel ist die Region den trockenen Südost-Passaten (M$\;$2) ausgesetzt, die die Bodenerosion verursachen.
In der Region um Newcastle ist die Bodendegradation durch Wasser vorherrschend. Der Boden wird demnach durch Einfluss von Wasser abgetragen. Auch die Bodenerosion durch Wasser wird durch eine mangelnde Vegetationsdecke begünstigt. Fehlt eine dichte Vegetationsdecke aufgrund von Abholzungen, Überweidungen und Ackerbau besonders an Hängen, so führt der Oberflächenabfluss nach starkem Regenfall zur Bodenerosion. An Hängen kann es dadurch zu Deformierungen des Bodens, wie Rillen- oder Gullybildungen kommen. Durch ganzjährige Niederschläge in der Region Newcastle (M$\;$1) sind die Bedingungen für die Bodenerosion durch Wasser günstig. Vor allem im Sommer der Südhalbkugel bringen die auflandigen Südost-Passate hohe Niederschläge mit sich, die zum Abtrag des Bodens führen. Durch intensive landwirtschaftliche Nutzung, können jahreszeitlich bedingt zudem Lücken in der Vegetationsdecke aufkommen, was die Erosion des Bodens verstärkt. Dadurch kommt es zu starker Reliefbildung in der Region.
4.a)
$\blacktriangleright$  Überprüfe am Beispiel Australiens anhand geeigneter Atlaskarten die Aussagekraft des HDI als Entwicklungsindikator
Tipp
Der Operator „überprüfen“ verlangt von dir, die vorgegebene Behauptung über den HDI, in Bezug auf Australien, an geeigneten Atlaskarten zu messen. Vorerst solltest du den HDI definieren und aufzeigen, welche Komponenten er umfasst.
Tipp
Der Operator „überprüfen“ verlangt von dir, die vorgegebene Behauptung über den HDI, in Bezug auf Australien, an geeigneten Atlaskarten und innerer Stimmigkeit untereinander zu messen. Vorerst solltest du den HDI definieren und aufzeigen, welche Teil er umfasst.
Der Human Development Index (HDI) ist ein Messwert für den Entwicklungsstand eines Landes. Er setzt sich aus drei Teilbereichen zusammen: der Lebenserwartung, dem Einkommen (BNE/Einwohner) und dem Bildungsgrad (Alphabetisierung). Im Jahr 2013 lag Australiens HDI bei 0,933 und liegt damit, nach Norwegen, auf Rang 2 der am höchsten entwickelten Ländern der Erde. Deutschland liegt mit einem HDI von 0,916 dabei im Vergleich auf Rang 5.
Anhand der Atlaskarte kann belegt werden, dass Australien zu den Ländern mit der höchsten Lebenserwartung zählt. Die Lebenserwartung liegt im Durschschnitt bei 82 Jahren (Stand 2012). Auch in Bezug auf das Einkommen kann Australien zu den am weitesten entwickelten Ländern gezählt werden. Das Bruttonationaleinkommen liegt bei 981,8 Milliarden KKP-Dollar (Stand 2013). Zuletzt wird Australien auch ein hoher Bildungsgrad zugeschrieben, die Analphabetenrate liegt bei 1$\;$% der über Vierzehnjährigen.
Somit befindet sich Australien in allen drei Teilbereichen auf einem sehr hohen Niveau. Noch über den HDI hinaus, kann Australien als hochentwickeltes Land eingestuft werden, was die Aussagen des HDI festigen. So hat Australien eine sehr geringe Säuglingssterblichkeitsrate, eine gute Ernährungssituation, sowie Zugang zu sauberem Trinkwasser. Auch durch den Energieverbrauch, Bevölkerungswachstum und den Anteil städtischer Bevölkerung können Rückschlüsse auf ein gut entwickeltes Land gezogen werden.
Die Informationen aus den Atlaskarten spiegeln somit Australiens HDI wider, der Index ist demnach ein geeigneter Indikator, jedenfalls für den Entwicklungsstand von Australien. Allerdings werden die Lebensbedingungen auch durch die soziale, politische und ökologische Situation eines Landes bestimmt, welche nicht vom HDI berücksichtigt werden. Ökologisch gesehen würde Australien nicht gut abschneiden, aufgrund der Rolle fossiler Energieträger bei der Stromerzeugung und der hohen CO2-Emissionen pro Einwohner. Auch können innerhalb des Index, durch Verwendung von Durchschnittswerten, Disparitäten innerhalb eines Landes nicht dargelegt werden. Somit weist der HDI einige Defizite auf, kann aber dennoch als gewisse Richtlinie angesehen werden. Um den Entwicklungsstand eines Landes aber in mehreren Bereichen beurteilen zu können, ist es wichtig zusätzliche Bereiche zu berücksichtigen und Ungleichheiten eines Landes nicht durch Durschnittswerte zu verallgemeinern.
4.b)
$\blacktriangleright$  Stelle anhand des Materials dar, inwiefern der wirtschaftliche Erfolg Australiens gefährdet sein könnte
Tipp
Der Operator „darstellen“ fordert von dir, anhand des Materials Zusammenhänge zu beschreiben und zu verdeutlichen. Hierfür kannst du M$\;$3 (Bodendegradation in Australien), M$\;$4 (Weltmarktpreise für Eisenerz und Steinkohle) und M$\;$5 (Strukturdaten Australiens) verwenden.
Tipp
Der Operator „darstellen“ fordert von dir, anhand des Materials Zusammenhänge zu beschreiben und zu verdeutlichen. Hierfür kannst du M$\;$3 (Bodendegradation in Australien), M$\;$4 (Weltmarktpreise für Eisenerz und Steinkohle) und M$\;$5 (Strukturdaten Australiens) verwenden.
Wie aus M$\;$5 zu entnehmen, wird Australiens Wirtschaft durch den Dienstleistungssektor dominiert, dieser macht fast 80$\;$% des BIP aus. Der Landwirtschaft- und Bergbauanteil liegt bei ungefähr 10$\;$%, doch machen beide Sektoren einen erheblichen Anteil der Exporte (knapp 70$\;$%) aus. Der Anteil am BIP, der aus der Industrie stammt, lag im Jahr 2000 noch bei 11$\;$%, ist allerdings bis 2013 auf 8,2$\;$% gesunken. Wichtigste Außenhandelspartner stammen hauptsächlich aus dem asiatischen Raum oder den USA. Von 2000 bis 2013 wurde China dabei mit über 35$\;$% Anteil der Hauptaußenhandelspartner, die USA wechselte innerhalb von dreizehn Jahren von Rang 2 auf Platz 5 der bedeutesten Außenhandelspartner. Die wichtigsten Importgüter Australiens sind Erdöl und Erdölprodukte, sowie Kfz und Kfz-Teile. Zudem müssen viele technische Industrieprodukte importiert werden. Auffällig ist vor allem die Abhängigkeit der australischen Wirtschaft von asiatischen Märkten. Der Anteil asiatischer Abnehmerländer ist dabei mit 66,8$\;$% sehr hoch.
Rund 70$\;$% der Exporterlöse werden von Erzen und Erkonzentrate, sowie Energierohstoffen (Kohle, Erdöl und Erdgas) erzielt. Somit ist Australien auf den Export weniger Produkte außerordentlich angewiesen. Die enorme Abhängigkeit vom asiatischen Absatzmarkt hat, durch Krisen in den Ländern, die aufgeschobene oder abgesagte Projekte mit sich bringen, direkten Einfluss auf Australiens Wirtschaft. So führen sinkende Rohstoffpreise und eine geringere Nachfrage zu massiven Steuerausfällen. M$\;$4 zeigt die Weltmarktpreise, in US-Dollar, für Eisenerz und Steinkohle, die beiden wichtigsten Exportgüter Australiens. Zwischen Oktober 2010 und April 2014 ist jeweils ein Preisverfall zu verzeichnen. Der Weltmarktpreis von Kohle sank von ca. 80 US-Dollar auf ungefähr 50 US-Dollar pro Tonne. Die Preise für Eisenerz fielen von 120 US-Dollar auf 90 US-Dollar pro Tonne. Außerdem sind starke Schwankungen innerhalb der vier Jahre festzustellen. Sinkende Weltmarktpreise wirken sich negativ auf Australiens Exporterlöse aus und reduzieren somit das BNE des Landes. Diese Folgen spiegelt auch der errechnete BIP-Anteil an Bergbauprodukten in M$\;$5 wider. So ist der Anteil der Bergbauprodukte am BIP von 2000 von 9$\;$% auf 7,1$\;$% im Jahr 2013 gesunken.
Auch der Anteil der Industrie am BIP ist gesunken. Dies ist darauf zurückzuführen, dass Konzerne, wie Toyota, ihre Pkw-Produktion in Australien einstellen wollen. Dies bedeutet einen Rückgang in der Kfz-Produktion, was sich unmittelbar auf den Anteil der Industrie am BIP auswirkt. Zudem kommt es dadurch zu einem Wegfall vieler Arbeitsplätze.
Auch der Export von agrarischen Rohstoffen und Nahrungsmittel nimmt eine wichtige Rolle für Australiens Wirtschaft ein. Der Anteil der Landwirtschaft am BIP ist von 2000 auf 2013 um rund 50$\;$% gestiegen. Allerdings führen verbreitete Bodendegradationen, wie in M$\;$3 dargestellt, und klimatische Veränderungen zum Verlust von landwirtschaftlicher Fläche, was sich negativ auf Exporterlöse auswirkt.
Aufgrund Australiens rohstofforientierten Exportstruktur ist das Land unmittelbar von Abnehmerländern abhängig. Diese Abhängigkeit von asiatischen Absatzmärkten kann den wirtschaftlichen Erfolg bei Wirtschaftskrisen, z.B in China, direkt bedrohen. Schwankungen der Weltmarktpreise für Kohle und Eisenerz haben einen negativen Einfluss auf das BNE. Demnach hängt der wirtschaftliche Erfolg direkt von den Außenhandelspartnern ab und kann gefährdet werden. Auch der Anteil der Industrie am BIP kann durch reduzierte Projekte gefährdet sein. Allerdings nimmt nach wie vor der Dienstleistungssektor in Australien, der hauptsächlich den Tourismus miteinbezieht, den bedeutensten Anteil des BIP ein. Da dieser Sektor den größten Teil des BIP in Australien ausmacht, ist der wirtschaftliche Erfolg Australiens vermutlich nicht stark gefährdet. Allerdings können bei Wirtschaftskrisen in den asiatischen Absatzmärkten die Exporterlöse von Erzen und Energierohstoffen direkt negative Auswirkungen auf die australische Wirtschaft haben. Ebenso bei schlechten Ernten kann der wirtschaftliche Erfolg bedroht werden.
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