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Einführung

Skripte PLUS
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Es gibt wenige Epochen in der Geschichte, die eine solche Faszination auf die Menschen ausüben wie das Mittelalter: Kreuzzüge und Hexenverbrennungen, andererseits pompöse Feste und schöne Burgfräulein, um die bei abenteuerlichen Ritterturnieren gekämpft wurde.
Doch nicht alles, was man über das Mittelalter zu wissen meint, stimmt auch wirklich.
Welche Informationen über diese Epoche nicht stimmen und wie das Mittelalter zeitlich überhaupt einzuordnen ist - diese und viele andere Fragen werden wir mit Hilfe dieses Skripts klären.

Zeitliche Einordnung

Das Mittelalter ist eine Epoche, die sich über rund 1000 Jahre erstreckt hat. Was du bei Epochenbezeichnungen immer im Kopf behalten solltest, ist, dass diese erst später von Menschen eingeführt wurden, die in dieser Epoche natürlich nicht gelebt haben.
Im Falle des Mittelalters ist die Epochenbezeichnung im 16. und 17. Jahrhundert geprägt worden.

Wichtig:
Epochenbezeichnungen werden immer nachträglich von Menschen eingeführt, die nicht zu dieser Zeit gelebt haben.

Die Epoche, die noch immer eine solch starke Faszination auf uns ausübt, lässt sich in drei Perioden einteilen:
  • Frühmittelalter (bis etwa 850)
  • Hochmittelalter (ca. 850 - 1250)
  • Spätmittelalter (nach 1250)

Abb. 1: Die drei Phasen des Mittelalters.
Abb. 1: Die drei Phasen des Mittelalters.
Geschichtswissenschaftler sind sich bis heute nicht einig, mit welchem entscheidenden Ereignis das Mittelalter endet: Einige sind der Meinung, dass 1453 das Mittelalter als beendet gelten kann, als Konstantinopel (das heutige Istanbul) durch das Osmanische Reich erobert wurde. Andere sind überzeugt davon, dass mit der Entdeckung Amerikas durch Kolumbus im Jahr 1492 die Epoche der Neuzeit begann. Wieder andere sehen Luthers 95 Thesen, die 1517 den Beginn der Reformation einläuteten, als das entscheidende Ereignis, welches das Ende des Mittelalters darstellt.

Die Welt des Mittelalters

Das Mittelalter ist sehr vielschichtig. Damit du dich in dieser Epoche besser zurechtfindest, werden nun die wichtigsten Kernbegriffe des Mittelalters vorgestellt und erklärt.

Abb. 2: Christus überreicht Kaiser und Papst die Schwerter der geistliche und weltlichen Macht
Abb. 2: Christus überreicht Kaiser und Papst die Schwerter der geistliche und weltlichen Macht
Daher führten fränkische Könige ab dem Hochmittelalter den Kaisertitel, der mit einer Salbung durch den Papst anerkannt wurde. Beim Papst handelt es sich um den Bischof von Rom und damit um das Oberhaupt der römisch-katholischen Kirche. Der Papst findet sich im Mittelalter auf Augenhöhe mit dem Kaiser. Grund dafür ist, dass die christliche Religion im Mittelalter eine sehr große Rolle im Leben der Menschen spielte.

Adel und Ritter

Beim Adel handelt es sich um Personen, die sich auf ihre edlen („blaublütigen“) Vorfahren berufen und sich deswegen als obere Gesellschaftsschicht im Mittelalter betrachten. Der weltliche Adel umfasst Könige, Herzöge, Grafen und Ritter. Beim geistlichen Adel handelt es sich um den Papst, die meisten Bischöfe und Äbte. Diese Adeligen waren für die Verwaltung zuständig und herrschten über die restliche Bevölkerung des Mittelalters.
Im Gegensatz zu Herzögen und Grafen, die zum Hochadel gehörten, handelt es sich bei Rittern um Vertreter des Niederadels. Ritter waren bewaffnete Berufssoldaten. Neben einer Rüstung und Schwert gehörte das Pferd zur festen Ausrüstung des Ritters. Diese dienten einem Lehnsherrn, zum Beispiel einem Grafen, zur Verteidigung seines Herrschaftsbereichs.

Bauern und Bewohner der Burg

Abb. 4: Bauern übergeben den Zehnt an ihren Lehnsherren
Abb. 4: Bauern übergeben den Zehnt an ihren Lehnsherren

Burgen, Klöster und Städte

Menschen, die nicht als Bauern auf dem Land lebten, wohnten während des Mittelalters in Burgen, Klöstern und Städten. Bei Burgen handelt es sich um imposante Bauwerke, die als Herrschaftssitze von Adeligen dienten. Burgen boten Schutz vor feindlichen Angriffen und stellten daher für die Bewohner einen wichtigen Zufluchtsort dar.
Nonnen und Mönche lebten nicht so häufig in Burgen, sondern in Klöstern. Dabei handelt es sich um die geistlichen Zentren des Mittelalters. Besonders Töchter aus reicherem Haus wurden ins Kloster geschickt, wenn ihr Vater keinen Ehemann für sie fand. Das Motto dieser Klöster im Mittelalter war: Ora et labora! (Bete und Arbeite!)
Im Hoch- und Spätmittelalter zog es einen großen Teil der Landbevölkerung in Burgen. Diese Burgen wuchsen immer weiter und entwickelten sich zu Städten im Spätmittelalter. Städte wurden zu wichtigen Handelszentren und verhalfen Kaufleuten und anderen Handwerkern, die sich fortan in Zünften zusammenschlossen, zu einem sozialen Aufstieg und dadurch zu einem besseren Leben.
Bildnachweise [nach oben]
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