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Außenpolitik

Skripte
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Nachdem die Macht im Inneren gesichert war, ging das NS-Regime daran, sein Staatsgebiet auszubauen. Unter dem Deckmantel des "Selbstbestimmungsrechts der Völker" wurden bis zum Ausbruch des Zweiten Weltkriegs Gebiete dem deutschen Reich einverleibt. Dies konnte nur in Absprache und unter Bezugnahme von Drittstaaten geschehen. Wie der Prozess der Machtsteigerung ablief, welche Länder dabei Hitlers Größenwahn zu Opfer fielen und mit wem paktiert wurde, erklären wir dir in diesem Skript.

Remilitarisierung Rheinland

7. März 1936 maschierten 30.00 Soldaten der Wehrmacht in das enmilitarisierte Rheinland ein. Im Versailler Vertrag wurde bestimmt, dass ein 50 Kilometer breites Gebiet entlang des Rheines nicht mehr militärisch gesichert werden darf. Diese Aktion sollte es vor allem Frankreich erschweren, in Deutschland wieder einzumaschieren. Der Einmarsch im Rheinland sorgte für harsche Kritik des Auslands, wurde aber nicht durch militärische Mittel unterbunden. Hier spielte es vor allem eine Rolle, dass Großbritannien nicht bereit war, Frankreich bei solch einem Schritt zu unterstützen. Für Hilter stellte dieses gelungene Unterfangen einen immense Prestige Gewinn im Inneren dar.

Deutsch-Japanisches-Bündnis

Am 25. November 1936 wurde eine Allianz zwischen Japan und dem Deutschen Reich beschlossen. Vicomte Kintomo Mushanokoji und Joachim von Ribbentrop unterzeichneten den Antikominternpakt. Der Vertrag war eher eine symbolische Grundlage für späteres Handeln und gegen die Ausbreitung von kommunistischen Gedankengut. Der Antikominternpakt regelte in einem geheimen Zusatzprotokoll, dass keine Verträge mit der UdSSR geschlossen werden, die dem Geist des Paktes zuwiderliefen. Zwar isolierte sich Japan und das Deutsche Reich zunehmends auf der internationalen Bühne immer mehr auf Grund ihrer aggresiven Außenpolitik, doch knüpfte man 1940 mit Italien zusammen den Dreimächtepakt. Nach dem japanichen Angriff auf Pearl Harbor am 7. Dezember 1941 und der Kriegserklärung der USA an Japan am Tag danach, erklärten Italien und das Deutsche Reich den USA am 11. Dezember den Krieg. Mit der Deklaration der Vereinten Nationen am 1. Januar 1942 trat die USA offiziell in den Kampf gegen Nazi Deutschland und Italien ein. Der Kriegseintritt der USA und die ungemeine Kraftanstrengung der Sowjetunion ermöglichten es schlußendlich, das Deutsche Reich und seine verbündeten 1945 vollends zu besiegen.

Anschluss Österreich

Eines der zentralen Themen von Adolf Hitler in der Anfangsphase seiner Diktatur war die Aufhebung des Vertrags von Versaille. Hier war geregelt, dass Österreich und das Deutsche Reich sich nicht zu einem Staat zusammenschließen dürfen. Es wurde von der internationalen Völkergemeinschaft befürchtet, solch ein Deutschland würde neue Konflikte in Europa vom Zaune brechen. Am 25. Juli 1934 versuchten österreichische Nationalsozialisten durch einen Putsch die Staatsgewalt an sich zu reißen. Erst nachdem italienische Truppen sich sammelten um den Putsch zu verhindern, wurde den Putschisten die Unterstützung von Adolf Hitler entzogen. Als Italien allerdings durch seine Expansionspolitik zunehmende international isoliert wurde, sah es sich gezwungen, enger mit dem Deutschen Reich zusammenzuarbeiten. Ein Entgegenkommen war das Zugeständis dass Deutschland sich Österreich einverlauben könne.
Der Einmarsch erfolgte am 12. März 1938 und stieß auf keinerlei Gegenwehr. Im Soundfile kannst du die Weisung des damaligen österreichischen Kanzlers an seine Truppen anhören.

Soundfile 1: Kurt Schuschnigg, Bundeskanzler Österreichs vom 29.07.1934 - 11.03.1938.(Public Domain.)
Aufteilung der Tschechoslowakei Im Vorfeld kam es zwar zu Versuchen, auf diplomatischem Wege durch Kurt Schuschnigg (diktatorisch regierender Bundeskanzler des Bundesstaates Österreich) und durch eine Volksabstimmung diesen Vorgang zu unterbinden, letztendlich scheiterte die Wahrung der östereichische Eigenständigkeit an der Mehrheitsmeinung der Bevölkerung und der Einflussnahme Berlins.
Die in Deutschland bereits seit 1933 praktiziertenen Terrormaßnahmen gegen unliebsame gesellschaftliche Gruppen wurde sofort auch in Österreich durchgeführt.

Sudetenkrise

Nationalsozialismus: Außenpolitik
Abb. 2: Die 1 in der Grafik markiert das im Oktober 1938 abgetrennte Sudetenland. Die 2 steht für den Einmarsch in Prag im März 1939 und die Formierung des "Reichsprotektorat Böhmen und Mähren". Die 3 kennzeichnet die Slowakische Republik, ein Satellitenstaat des Deutschen Reichs.
Nationalsozialismus: Außenpolitik
Abb. 2: Die 1 in der Grafik markiert das im Oktober 1938 abgetrennte Sudetenland. Die 2 steht für den Einmarsch in Prag im März 1939 und die Formierung des "Reichsprotektorat Böhmen und Mähren". Die 3 kennzeichnet die Slowakische Republik, ein Satellitenstaat des Deutschen Reichs.

Münchner Abkommen

30. September 1938 wurde die Abtretung der Sudetengebiete mit dem Münchner Abkommen auf völkerrechtliche Füße gestellt. Mitwirkend dabei waren die Staatsführer Frankreichs, Großbritaniens, Italiens und Deutschlands. Weder die Tschechoslowakei noch ihr wichtigster Verbündeter, die Sowjetunion, waren eingeladen.
Obwohl das Deutsche Reich unter Adolf Hitler versichert hatte, nach dem Sudetengebiet keine weiteren Gebietsansprüche mehr geltend zu machen, maschierten am 15. März Truppen in Prag ein und die Tschechoslowakei war von der Weltkarte verschwunden.
Der Ansatz Adolf Hitlers Deutschland gewähren zu lassen und damit zu rechnen, dass es friedenstiftend sei seine Wünsche zu erfüllen nannte man Appeasement Politik.

Deutsch-Sowjetischer Nichtangriffspakt

Nationalsozialismus: Außenpolitik
Abb. 3: Der sowjetische Diktator Josef Stalin schüttelt dem deutschen Außenminister Ribbentrop die Hand um den Pakt zu besiegeln.
Nationalsozialismus: Außenpolitik
Abb. 3: Der sowjetische Diktator Josef Stalin schüttelt dem deutschen Außenminister Ribbentrop die Hand um den Pakt zu besiegeln.
Bildnachweise [nach oben]
[1]
Public Domain.
[2]
https://goo.gl/wO00of – Sequence of events, Jaro p., CC BY-SA 3.0.
[3]
https://goo.gl/tyA862 – Moskau, 24. August 1939, Bundesarchiv, CC BY-SA 3.0 DE.
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