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Formen des Widerstands

Skripte
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In der Zeit des Nationalsozialismus´ gab es viele Menschen die offensiv aber auch versteckt Widerstand leisteten. Doch was bedeutet der Begriff Widerstand und welche bekannten Personen des Widerstands sind heute noch von Bedeutung?

„Wer nicht für uns ist, ist gegen uns“

Adolf Hitler
Dieses Zitat von Hitler wurde häufig als Parole verwendet und stammt ursprünglich aus dem Matthäus Evangelium. Hitler sah sich hier im Kampf gegen das Böse, den Widerstand, ähnlich wie in dem Mythos des Kampfes Christi gegen den Antichrist. Wichtig ist vor allem, das den Menschen unter der Herrschaft des NS-Regims keine Enthaltung bei öffentlichen Anlässen und schon gar kein Widerspruch gestattet wurde. Nur eine volle Unterstützung des Systems war legitim. Je stärker sich die Kriegslage im Leben verankerte umso aggressiver wurden kritische Äußerungen bestraft.
Trotzdem gab es immer wieder Menschen, die sich den Idealen des Nationalsozialismus´ widersetzten, Politiker genauso wie Studenten, Mitglieder der einfachen bevölkerung, Künstler und überzeugte Christen.
Natürlich war auch bei überzeugten Gegnern des Nationalsozialismus´ die Angst immer mit dabei, für Äußerungen und Handlungen belangt zu werden. Darum änderten viele ihre Meinung doch oder äußerten sie nur sehr zögerlich. Viele Künstler und Gelehrte flüchteten aus Deutschland ins Exil, beisppielsweise Brecht, Domin und Arendt. Zwar wird diese Emigration nicht als Widerstand gesehen, doch ist die Zahl der Emigranten ein deutliches Zeichen der Unzufriedenheit und des Freiheitsbestrebens.
Widerstand
Als Widerstand gilt im wissenschaftlichen Sinne jede Systemkritik, die zwei Bedingungen erfüllt. Zum einen muss das NS-Regime als gesamtes System ablehnt werden. Zum anderen sollte die Kritik am System öffentlich wirksam sein und einen möglichst hohen Wirkungsraum abdecken.
Nach dieser Definition betrieben maximal 20.000 - 40.000 Menschen aktiven Widerstand.
Widerstand
Als Widerstand gilt im wissenschaftlichen Sinne jede Systemkritik, die zwei Bedingungen erfüllt. Zum einen muss das NS-Regime als gesamtes System ablehnt werden. Zum anderen sollte die Kritik am System öffentlich wirksam sein und einen möglichst hohen Wirkungsraum abdecken.
Nach dieser Definition betrieben maximal 20.000 - 40.000 Menschen aktiven Widerstand.
Es ist noch heute sehr wichtig, an den Widerstand zu erinnern. Wir stellen die im Folgenden einige wichtige Personen und Organisationen des Widerstands vor:

Hans und Sophie Scholl

Die Geschwister Scholl waren Mitglieder der „Weißen Rose“, eine studentisches Gruppe aus München, die besonders durch Flugblätter gegen die Diktatur Hitlers aktiv wurden. Die beiden Geschwister gelten als Leitfiguren der Organisation, die Flugblätter verschickte, verteilten, zum weiterverteilen an zentralen Orten auslegten und in Universitäten unter den Kommilitonen verbreiteten.
„Weil ich bestrebt sein wollte, als Staatsbürger dem Schicksal meines Staates nicht gleichgültig gegenüber zu stehen, entschloss ich mich, nicht nur in Gedanken, sondern auch in der Tat meine Gesinnung zu zeigen.“
(Hans Scholl)
Ab Januar 1943 war Sophie an der Herstellung von Flugblättern beteiligt und geriet somit auch ins Visier der Fahndung. Schlussendlich schaffte es das sechste Flugblatt, mit einem Aufruf zum Sturz des NS-Regimes nach Großbritannien, wurde da vervielfältigt und mit Flugzeugen über Deutschland abgeworfen. Ein großer Erfolg für die Organisation.
Am 18. Februar des Jahres wurden Sophie und ihr Bruder bei einer Aktion in der Münchener Universität von einem SA-Mann gestellt und von der Gestapo inhaftiert. Sophie und Hans nahmen ihre Freunde in Schutz und stellten sich als Hauptakteure dar. Sie wurden gemeinsam mit einem Mitglied der Organisation, Christoph Probst, am 22. Februar im Münchener Strafgefängnis enthauptet.
Nationalsozialismus: Formen des Widerstands
Abb. 2: Briefmarke mit den Gesichtern von Hans und Sophie Scholl.
Nationalsozialismus: Formen des Widerstands
Abb. 2: Briefmarke mit den Gesichtern von Hans und Sophie Scholl.
„So ein herrlicher Tag, und ich soll gehen. Aber was liegt an unserem Leben, wenn wir es damit schaffen, Tausende von Menschen aufzurütteln und wachzurütteln.“

(Sophie Scholl am Tag ihrer Hinrichtung, 22. Februar 1943)
Die beiden Beispiele sind sicherlich mit am bedeutendsten für die Geschichte des Widerstands gegen das NS-Regime. Bei Stauffenberg handelt es sich um einen gewaltsam motivierten Widerstand auf höchster politischer Ebene. Die Geschwister Scholl und die Mitglieder der Weißen Rose hingegen wollten ihre Mitmenschen mobilisieren. Es ging nicht um den Widerstand einer einzelnen Person sondern Ziel war es eine breite Anhängerschaft für den Sturz des NS-Regimes zu mobilisieren.
Zwei weitere Beispiele zeigen, dass es auch aus der politischen Opposition Widerstand gab. Außerdem gab es viel stillen Protest und weniger öffentliche Formen des Widerstands durch kunst, Literatur und Musik. Hierbei ist die Definition von Widerstand zu hinterfragen, doch ist die Leistung, die Kunst für das Überleben bietete nicht abzustreiten.

‚Coco‘ Schumann

Der Musiker Heinz Jakob Schumann wuchs im Berlin der 20er und 30er Jahre auf. In den 30ern lernte er die Liebe zur neuen Musikbewegung des Jazz´ und Swing kennen. Er brachte sich selbst Gitarre und Schlagzeug bei und spielte bereits als minderjähriger Jugendlicher in verschiedenen Bands.
Die Einführung der Rassengesetze des NS-Regimes 1935 führte dazu, dass Schumann, aufgrund seiner jüdischen Mutter und eines zum Jugentum konvertierten Vaters als sogenannter Geltungsjude eingestuft wurde.
Als Jude war es ihm nun nicht gestattet, als Musiker zu arbeiten und Geld zu verdienen, denn er war kein Mitlied der Reichskulturkammer mehr. Musikrichtungen wie Jazz und Swing wurden als undeutsch eingestuft und Schumann war somit mehrfach als kriminell einzustufen.
Mit Hilfe von falschen Steueridentitäten spielte Schumann noch bis 1943 bis er auffiel und im März des Jahres in das Ghetto Theresienstadt deportiert wurde.
Mit Fritz Weiss und anderen Musikern war es ihm hier gestattet, Musik zu machen. Das NS-Regime propagierte sogar die Musik- und Kulturveranstaltungen, um Theresienstadt als Vorzeigeghetto zu etablieren. Er wurde sogar dazu gezwungen, an dem Propagandafilm „Theresienstadt“ der SS-Aufsicht mitzuwirken. Die versprochene Freilassung fand nicht statt, stattdessen wurden 90 Minuten Filmmaterial erzeugt, die dem Ausland zeigen sollten, wie gut es den Juden im Vorzeigeghetto erging
„Man hat uns fürs Mitmachen die Freiheit versprochen. Und ich habe es geglaubt“
„Man hat uns fürs Mitmachen die Freiheit versprochen. Und ich habe es geglaubt“
1944 wurde Schumann nach Auschwitz und später ins KZ-Kaufing verschleppt, wo er auf Kommando für die Unterhaltung der Aufsichtskräfte um sein Leben musizierte. Bei seinem Todesmarsch wurde er 1945 von amerikanischen Soldaten befreit.
Bis heute ist Schummann als Musiker tätig und gilt als wichtiger Zeitzeuge der NS-Zeit.
Bildnachweise [nach oben]
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