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Wiener Kongress

Skripte
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Der Kampf gegen Napoleon brachte die europäischen Herrschaftshäuser enger zusammen. Als die Revolution und Napoleon endgültig von der Bildfläche verschwunden waren, wollten die aristokratischen Herrscher ihre Macht sichern. Welche Pläne sich die Großmächte zurecht legten, was die Bürger von den Ideen dachten und welcher große Stein dabei ins Rollen kam, erklären wir dir in diesem Skript.

Die Politik der Restauration

Restauration bedeutet Wiederherstellung. Beim Wiener Kongress von 1814-1815 sollten die Machtverhältnisse, wie sie vor der Französischen Revolution herrschten, wieder entstehen. Abgesehen von den ehemaligen kirchlichen Gebieten. Die Großmächte wurden im Wesentlichen in den Grenzen von 1792 bestätigt. Nur die beiden Mächte Preußen und Österreich durften ihre Gebiete erweitern, da der Kampf gegen Napoleon sie besonders beansprucht hatte. In Frankreich wurde der Bruder des vorherigen Königs eingesetzt, Ludwig XVIII. Am Kongress nahmen bevollmächtigte Vertreter aus rund 200 europäischen Staaten, Herrschaften, Körperschaften und Städten teil.
Zu Abbildung 1
  1. England
  2. Russland
Zu Abbildung 1
  1. Österreich
  2. Frankreich
  3. Preußen
  4. England
  5. Russland
Die grundlegenden Ideen des Wiener Kongresses haben wir für dich in Abbildung 2 zusammengefasst.
Revolution 1848/49: Wiener Kongress
Abb. 2: Der Kongress entschied über ganz Europa.
Revolution 1848/49: Wiener Kongress
Abb. 2: Der Kongress entschied über ganz Europa.
Ein weiteres Kind des Wiener Kongresses war die Neugliederung Deutschlands im Deutschen Bund. Der Deutsche Bund war ein beständiges Bündnis, zu dem sich im Jahr 1815 die „souveränen Fürsten und freien Städte Deutschlands“ mit Einschluss des Kaisers von Österreich und der Könige von Preußen, von Dänemark und der Niederlande vereinigt hatten. In Abbildung 3 siehst du das neu entstandene Gebilde und die vergrößerten Staatsflächen von Österreich und Preußen.

Die Karlsbader Beschlüsse

Nachdem auf dem Wiener Kongress der große Plan für Europa gefasst wurde, trafen sich die wichtigsten Mitglieder des Deutschen Bundes 1819 in Karlsbad, um gemeinsame innenpolitische Maßnahmen zu beschließen.
Die Französische Revolution förderte in Deutschland demokratische Gedanken und das Verlangen nach einem geeinten Nationalstaat. Um diese Gedanken zu ersticken wurden vier Gesetzen beschlossen. Die Exekutionsordnung, das Universitätsgesetz, das Pressegesetz und das Untersuchungsgesetz. Diese Gesetze beschränkten die Meinungsfreiheit, die Universitäten wurden unter Überwachung gestellt, Turnplätze wurden gesperrt und es wurden Berufsverbote für liberale und national gesinnte Professoren verhangen.
Diese Einschränkungen führten zu einem Rückzug der Bevölkerung ins Private. Die Zeit nach dem Wiener Kongress und bevor Europa in der Mitte des 19. Jahrhunderts von einer Reihe an Revolutionen in Aufruhr gebracht wurde, nennt man daher Biedermeier Epoche.

Es regt sich Widerstand

Revolution 1848/49: Wiener Kongress
Abb. 4: Der Festzug zum Volksfest auf dem Hambacher Schloss.
Revolution 1848/49: Wiener Kongress
Abb. 4: Der Festzug zum Volksfest auf dem Hambacher Schloss.
Bereits 1817 gab es ein ähnliches Fest auf der Wartburg in Thüringen. 1830 wehrten sich die Polen gegen ihre Russischen Besatzer und im gleichen Jahr gab es einen Volksaufstand gegen den König in Frankreich.
1847 kam es im badischen Offenburg zu einer Versammlung, bei der die ersten demokratischen Forderungen in Deutschland veröffentlicht wurden. Es benötigte jetzt nur noch einen Funken, um das revolutionäre Feuer in ganz Deutschland zum Lodern zu bringen.
Bildnachweise [nach oben]
[1]
Public Domain, bearbeitet von SchulLV – 2016.
[2]
© 2016 – SchulLV.
[3]
©dpa, bearbeitet von SchulLV – 2016.
[4]
Public Domain.
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