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Reformpolitik Gorbatschows

Skript
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Für sowjetische Politikverhältnisse war Michail Gorbatschow ein Jungspund als er im Alter von 54 Jahren zum Generalsekretär der KPdSU gewählt wurde. Nicht nur sein junges Alter war ungewöhnlich für die Sowjetunion, sondern auch seine offene Kritik am System und sein Wille zur Veränderung. Besonders mit ihm verbunden sind die Schlagwörter "Glasnost" und "Perestroika". Was diese Wörter bedeuten und wie die Sowjetunion die Reformen unter Gorbatschows Regierung anging wird dir in diesem Skript erklärt.

Glasnost (Offenheit) & Perestroika (Umgestaltung)

Michail Gorbatschow *2.03.1931 -
Vollmitglied des Politbüros seit 1980
11.03.1985 Wahl zum Generalsekretär der KPdSU
14.03.1990 Wahl zum Präsident der Sowjetunion
25.12.1991 Rücktritt als sowjetischer Präsident und Übergabe der Verantwortung an Russlands Präsident Jelzin
Michail Gorbatschow *2.03.1931 -
Vollmitglied des Politbüros seit 1980
11.03.1985 Wahl zum Generalsekretär der KPdSU
14.03.1990 Wahl zum Präsident der Sowjetunion
25.12.1991 Rücktritt als sowjetischer Präsident und Übergabe der Verantwortung an Russlands Präsident Jelzin
Im Zuge der Eröffnung des XXVII. Parteitag am 25. Februar 1986 ließ Gorbatschow sein Perestrojka Programm von der Partei bestätigen.Die von Gorbatschow ab 1985 angeschobene Programme sollten den Realsozialismus reformieren.
Das größte Problem war die mächtige Stellung einer privilegierten Funktionärsclique die sich von den Bedürfnissen der Arbeiter entfremdet hatte. Daher wollte er dafür sorgen das die Postenvergabe nach Leistung und nicht nach Seilschaften erfolgte. Sein Anliegen war es den Sozialismus zu reformieren, nicht ihn abzuschaffen:
"Mehr Sozialismus bedeutet mehr Dynamik, Elan und schöpferische Anstrengung […] sowie ein besseres und reicheres Leben für das Volk"
"Mehr Sozialismus bedeutet mehr Dynamik, Elan und schöpferische Anstrengung […] sowie ein besseres und reicheres Leben für das Volk"
Die erforderlichen Umgestaltungen dauerten aber zu lange und verschärften den Konflikt zwischen Bevölkerung, Partei und Staat. Vor allem kam es immer wieder zu falschen Weichenstellungen: Seit Anfang 1988 konnten die Belegschaften von Staatseigenen Betrieben die Unternehmensspitze selbst bestimmen. Dies hatte zur Folge das die Arbeiter sich quasi selbst die Löhne erhöhten. Dies verschlimmerte das Missverhältnis zwischen Gehalt und Warenangebot. Für immer mehr Produkte musste man Schlange stehen.
Seine Politik der Offenheit führte zu vermehrtem kritischen Denken in allen Regionen der Sowjetunion. Diskutiert wurden über Umweltlügen der Vorgänge Regierungen oder über Gräueltaten unter Stalin.

Sozioökonomische Probleme

Mithilfe einer Marktliberalisierung wollte Gorbatschow die niedrige und minderwertige Produktion in Industrie und Landwirtschaft reformieren. Organisatorisches und technisches Know-how des Westens wurde eingekauft um die Qualität der Sowjetprodukte zu steigern. Um dies zu kontrollieren wurde am 01.01.1987 eine staatliche Kommission zur Qualitätskontrolle installiert.
Allerdings kam es im Herbst durch Missmanagement und Devisenmangel zu einem Mangel an Grundnahrungsmittel. In Abbildung 2 siehst du eine Szene aus Moskau. Der Mangel beschränkte sich jedoch nicht auf Russland, acht von 15 Republiken führten Lebensmittelkarten für Grundnahrungsmittel ein.
Russland: Reformpolitik Gorbatschows
Abb. 2: Viele Geschäfte hatten keine Waren oder die Preise waren zu hoch.
Russland: Reformpolitik Gorbatschows
Abb. 2: Viele Geschäfte hatten keine Waren oder die Preise waren zu hoch.
1989 und 1990 kam es in der gesamten Sowjetunion immer wieder zu Streiks in der Schwerindustrie. In der sowjetischen Propaganda wurden stets Bergleute als Vorbilder für Arbeitdisziplin dargestellt. Arbeiter die besonders fleißig waren, wurden mit dem Stachanow Orden ausgezeichnet, benannt nach Alexei Stachanow (ein Bergarbeiter der in den 30ern seine Arbeitsnorm um ein vielfaches übertraf). In der Abbildungen 3 siehst du die Entwicklung der Auslandschulden der UdSSR.
Russland: Reformpolitik Gorbatschows
Abb. 3: Die Verbindlichkeiten dem Westen gegenüber stiegen kontinuierlich.
Russland: Reformpolitik Gorbatschows
Abb. 3: Die Verbindlichkeiten dem Westen gegenüber stiegen kontinuierlich.

Auswirkungen der Prohibition

Eine unwirksamen und ungeliebte Reform brachte Gorbatschow im Mai 1985 auf den Weg. Unter dem Titel "Über die Maßnahmen zur Überwindung der Trunksucht, des Alkoholismus und zur Ausrottung der Destillierung von selbstgebranntem Schnaps" sollte der Alkoholkonsum in der Sowjetunion verringert werden. Vor den wenigen lizensierten Alkoholgeschäften bildeten sich daraufhin durchgänging Schlangen und Alkohlkranke schädigten sich zunehmend durch den Konsum von reinem Spiritus oder anderen Panschereien. Die Drogensucht und illegale Schnapsbrennerei stiegen ebenfalls an. Durch die Zerstörung jahrhunderte alter Weinhänge in Georgien wurde der Volkswirtschaft dieser Teilrepublik nachhaltig wirtschaftlichen Schaden zugefügt.

Tschernobyl

Die Nuklearkatastrophe von Tschernobyl war der schwerwigendste Unfall in der Geschichte der Kernenergie.
Russland: Reformpolitik Gorbatschows
Abb. 4: Das zerstörte Kernkraftwerk Tschernobyl nahe der ukrainischen Stadt Prypjat.
Russland: Reformpolitik Gorbatschows
Abb. 4: Das zerstörte Kernkraftwerk Tschernobyl nahe der ukrainischen Stadt Prypjat.

Friedensnobelpreisträger 1990

Breschnew Doktrin
1968 von Leonid Breschnew (Generalsekretär der KPdSU von 1966-1982) verkündet. Er definierte den sozialistischen Staaten eine "beschränkte Souveränität" und leitete daraus das Recht ab, zu intervenieren, wenn in einem der Sowjetsatellitenstaaten der Sozialismus bedroht war.
Breschnew Doktrin
1968 von Leonid Breschnew (Generalsekretär der KPdSU von 1966-1982) verkündet. Er definierte den sozialistischen Staaten eine "beschränkte Souveränität" und leitete daraus das Recht ab, zu intervenieren, wenn in einem der Sowjetsatellitenstaaten der Sozialismus bedroht war.
Russland: Reformpolitik Gorbatschows
Abb. 5: Von links nach rechts: Husak, Tschechoslowakei; Shikow, Bulgarien; Honecker, DDR; Gorbatchow, UdSSR; Ceausescu, Rumänien; Jaruzelski, Polen; Kadar, Ungarn. (Berlin, 1987)
Russland: Reformpolitik Gorbatschows
Abb. 5: Von links nach rechts: Husak, Tschechoslowakei; Shikow, Bulgarien; Honecker, DDR; Gorbatchow, UdSSR; Ceausescu, Rumänien; Jaruzelski, Polen; Kadar, Ungarn. (Berlin, 1987)
Diese motivierte er zu Maßnahmen im Sinne seiner Perestojka & Glasnost Reformen. Ebenfalls beendete er die Breschnew Doktrin und ließ in Polen 1989 freie Wahlen zu, tolerierte die ungarisch-österreichische Grenzöffnung, intervenierte nicht bei der Öffnung der Berliner Mauer und respektierte die "samtene Revolution" in der Tschechoslowakei.
Für all diese Maßnahmen und seine Bemühungen um die Entspannung der Beziehung zwischen Ost und West bekam er 1990 den Friedensnobelpreis. vor allem blieb er aber wegen seinen Reformen im Gedächtnis, die 1991 zur Auflösung der UdSSR sorgen sollten. Darüber erfährst du mehr im Skript "Zusammenbruch der UdSSR".
Bildnachweise [nach oben]
[1]
https://goo.gl/VaPTM5 – Michail Gorbatschow (1986), RIA Novosti archive, CC BY-SA 3.0.
[2]
© dpa
[3]
© 2016 – SchulLV.
[4]
Public Domain.
[5]
goo.gl/vjZpV4 – Berlin, Tagung Warschauer Pakt, Bundesarchiv, Mittelstädt, Rainer CC BY-SA 3.0 DE.
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