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Studentenproteste

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Studentenproteste

Die 1960er Jahre stellen eine unruhige Zeit für die noch junge BRD dar. Besonders Studenten und jüngere Menschen begeben sich auf die Straße und bringen ihren Unmut gegenüber innen- und außenpolitischen Entscheidungen der Bundesregierung zum Ausdruck. Die „außerparlamentarische Opposition“, kurz APO, entwickelte sich zum Sprachrohr dieses Unmuts. Was die Ursprünge, wichtige Einflüsse und Ziele der Studentenproteste waren erklären wir dir in diesem Skript.
Abb. 1: Zeitstrahl zu den Studentenprotesten.
Abb. 1: Zeitstrahl zu den Studentenprotesten.

Die Anfänge der Studentenproteste

Ihren Anfang nehmen die Studentenproteste an den deutschen Universitäten. Dort protestieren Studenten zunächst für bessere Studienbedingungen. Bald weitet sich der Protest jedoch auch gegen das politische sowie gesellschaftliche System der Bundesrepublik. Hier sind es besonders Themen wie die geplanten Notstandsgesetze, die in den Augen der Studenten die Demokratie gefährdeten, sowie die Nichtaufarbeitung des Nationalsozialismus, also das Verschweigen der Vergangenheit durch die ältere Generation. Aber auch internationale Themen wie der Vietnamkrieg und die Menschenrechtsbewegungen in den USA sind Kernthemen der Studentenproteste. Für viele Studenten ging es um die eigene persönliche Freiheit und gegen die -nach ihrer Meinung- falsche Sichtweise der älteren Generationen. Für die Studenten gab es im Bundestag keine richtige Opposition, die Kritik an der Bundesregierung übte. Diese Aufgabe sollte fortan durch die Gründung der APO, der „außerparlamentarischen Opposition“ geschehen.

Ziele und Themen der APO

In den Augen der APO gab es ein Hauptproblem in der Welt und dies war der Kapitalismus. Dieser stellte die eigentliche Ursache der vielen Probleme in der Welt dar, beispielsweise der Vietnamkrieg, die Ausbeutung der Dritten Welt (also der armen Länder der Welt durch die reichen), die Unterstützung von Diktaturen (dort wo Menschen durch Machthaber unterdrückt werden), die Unterdrückung von Frauen und der ‚Konsumterror‘ in der westlichen Welt. Einen Lösungsansatz stellten daher marxistische Kommunismustheorien dar, welche auf einer gerechten und gleichen Verteilung von Gütern beruhten. Dazu wurden ungewöhnliche Methoden im Alltag wie die Gründung von Wohngemeinschaften und antiautoritäre Kindererziehung angewandt. Ebenfalls wurde die Rolle der Frau überdacht, die zukünftig nicht nur Hausfrau sein sollte, sondern auch auf ihren eigenen Füßen steht.
Abb. 2: Rudi Dutschke
Abb. 2: Rudi Dutschke

Zerfall der APO und Folgen

Bis zu den Angriffen auf Benno Ohnesorg und Rudi Dutschke war der Protest der APO friedlich gewesen. Nun wurden jedoch auch Stimmen innerhalb der APO laut, die sich für eine gewaltsame Vorgehensweise stark machten. Die Frage, die sich stellte, war: Ist Gewalt ein gerechtfertigtes Mittel des Protests? Für viele Gründungsmitglieder war die Antwort darauf ein klares Nein. Für viele jüngere Mitglieder war die Antwort auf die Frage jedoch durchaus Ja. Diese unterschiedlichen Auffassungen über die Anwendung von Gewalt war es schließlich, die dazu führte, dass die APO im Laufe des Jahres 1969 zerbrach. Da es für viele ehemalige Mitglieder der APO unmöglich erschien, ihren Protest gegen die BRD beizulegen, versuchten diese nun in der SPD oder anderen gesellschaftlichen Vereinigungen, wie Kirchen oder Gewerkschaften Fuß zu fassen und auf diese Weise die Welt zu verbessern. Es waren auch Gründungen von Frauen-, Friedens- und Umweltbewegungen, die aus der APO hervorgingen und durch ehemalige Mitglieder gegründet wurden.
Für andere ehemalige Mitglieder gingen diese Schritte jedoch nicht weit genug. In der Vergangenheit hatte der friedliche Protest nicht die gewünschten Ergebnisse gebracht und es war daher an der Zeit, es mit Gewalt zu versuchen. Dies stellt letztlich die Geburtsstunde der linksextremistischen terroristischen Roten Armee Fraktion dar, die in den folgenden zwei Jahrzehnten die BRD mit ihren Anschlägen auf Politik, Wirtschaft und Verwaltung in Angst und Schrecken versetzte.
Bildnachweise [nach oben]
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