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Die Haut

Skripte
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Die Temperaturen steigen, die Sonne kommt wieder raus und man freut sich auf die wärmeren Tage draußen. Doch wenn man nicht vorsichtig ist, endet der Tag mit einem knallroten Sonnenbrand und es juckt und brennt höllisch.
Dass die Haut eines erwachsenen Menschen ungefähr zwei Quadratmeter groß ist, hast du vielleicht schon mal gehört oder dir gedacht. Doch dass die Haut mit drei bis fünf Kilo das schwerste Organ des menschlichen Körpers ist, wusstest du vermutlich noch nicht. Die Haut ist eines der ersten Organe, die du bei anderen Menschen wahrscheinlich wahrnimmst: Hautfarbe, Hautmerkmale, Falten und vielleicht sogar Sommersprossen machen das Erscheinungsbild des Menschen individuell. Dabei ist einem oft nicht bewusst, welche vielfältigen Aufgaben die Haut besitzt und warum es deshalb so wichtig ist diese zu beschützen.
Abb. 1: Wenn die Haut nicht sorgfältig vor Sonneneinstrahlung beschützt wird, kann ein Sonnenbrand entstehen, der Krebserkrakungen verursachen kann.
Abb. 1: Wenn die Haut nicht sorgfältig vor Sonneneinstrahlung beschützt wird, kann ein Sonnenbrand entstehen, der Krebserkrakungen verursachen kann.
Kommen wir erstmal zum Aufbau der Haut. Diese besteht nämlich aus drei Hauptschichten: Die Oberhaut (Epidermis), die Lederhaut (Dermis) und die Unterhaut (Subcutis). In der Abbildung 2 kannst du nochmal genauer sehen, wie die Haut aufgebaut ist und welche Komponenten sie besitzt.
Abb. 2: Der Aufbau der Haut bestehend aus den Schichten Oberhaut, Lederhaut und Unterhaut. 1. Hornhaut, 2. Keimschicht, 3. Extrazelluläre Matrix, 4. Haarwurzel, 5. Talgdrüsen, 6. Haarbalgmuskel, 7. Schweißdrüse, 8. Blutkapillaren, 9. Schmerzrezeptor, 10. Berührungsrezeptor, 11. Wärmerezeptor, 12. Druckrezeptor, 13. Fettzellen
Abb. 2: Der Aufbau der Haut bestehend aus den Schichten Oberhaut, Lederhaut und Unterhaut.
1. Hornhaut, 2. Keimschicht,
3. Extrazelluläre Matrix, 4. Haarwurzel, 5. Talgdrüsen, 6. Haarbalgmuskel, 7. Schweißdrüse, 8. Blutkapillaren, 9. Schmerzrezeptor, 10. Berührungsrezeptor, 11. Wärmerezeptor, 12. Druckrezeptor, 13. Fettzellen
Beginnen wir mit der Oberschicht, der Epidermis, die das Deckgewebe bildet. Sie kann unterschiedlich dick sein. In der Regel ist sie 0,03 - 0,05mm dick. Wenn du bestimmte Stellen der Haut besonders stark beanspruchst, z.B. an den Fingern durch Gitarre spielen oder nach langen Wandertouren, dann ist dir bestimmt aufgefallen, dass deine Haut dort besonders hart ist. Diese Verdickung nennt man Hornhaut (1) und sie besteht aus besonders vielen Schichten der Epidermis. Unter der Hornschicht befindet sich die Keimschicht (2). Ihre Aufgabe ist es kontinuierlich neue Hautzellen zu produzieren, die folglich an die Oberfläche wandern. In 28 Tagen sind alle Zellen der Oberhaut komplett mit neuen Hautzellen ausgetauscht. Pro Tag verliert der Mensch ca. 1 Milliarde Hautzellen. 80% des Hausstaubs besteht aus den ausgestorbenen Hautzellen, die von uns abfallen.
Die Lederhaut (Dermis) ist das Bindegewebe der Haut. Sie heißt so, weil sie unserer Haut Form und Festigkeit gibt. Sie besitzt verschiedene Stoffe, die ihr Elastizität verleihen. Kollagen, Hyaloronsäure und Elastin sind nur einige Beispiele dafür. Der eine oder andere dieser Begriffe ist dir vielleicht beim Kauf einer Creme bestimmt schon mal aufgefallen. Sie versprechen oft Straffung und Feuchtigkeitsversorgung der Haut, um sie dadurch jünger und frischer wirken zu lassen. In der Lederhaut sind in der extrazellulären Matrix unterschiedliche Bestandteile eingebettet. Hier befinden sich die Haarwurzeln (4) mit Talgdrüsen (5) und Haarbalgmuskeln (6). Wenn kalt ist, dann stehen dir die Haare zu Berge und du kannst eine Gänsehaut erkennen. Dies soll die Körpertemperatur konstant halten und vor Kälte schützen. Natürlich hat der Mensch über die Jahre sehr viel weniger Haare als seine Vorfahren und deshalb ist diese Funktion nicht mehr so wirksam und man sollte deshalb bei Kälteempfinden lieber etwas Wärmeres drüberziehen, als sich auf die Körperbehaarung zu verlassen. Im Gegenteil, wenn dir zu warm wird, dann fängst du an zu schwitzen. Hierfür sind die Schweißdrüsen (7) zuständig, die ebenfalls in der Lederhaut eingelagert sind. Durch die Abgabe von Wasser, verdunstet diese durch die Verdunstungswärme und der Körper kühlt ab. Auch noch sehr wichtig für die Körpertemperaturregelung sind die Blutkapillaren (8) in der Lederhaut. Sie versorgen außerdem die Haut mit wichtigen Nährstoffen und Sauerstoff.
In der Unterhaut (Subcutis) befinden sich ebenfalls Blutbahnen, die hier jedoch etwas größer sind. Zusätzlich befinden sich hier auch Nervenzellen, deren Sensoren bis zu den oberen Hautschichten reichen können. Es gibt Nerven, die Schmerzen (9), leichte Berührungen (10) und Wärme (11) empfinden können. In der Unterhaut befinden sich nur Druckrezeptoren (12), die stärkere Berührungen wahrnehmen können. Außerdem befindet sich in der Unterhaut ein lockeres Bindegewebe und Fettzellen (13), die dem Körper Schutz bieten. Bei Frauen ist das Bindegewebe lockerer und der Fettanteil höher, weshalb es an bestimmten Körperstellen zu der sogenannten Cellulite kommt - zur Verärgerung vieler Frauen.
Kommen wir nun zu den Aufgaben der Haut. Generell dient die Haut als mechanische Barriere, die den Körper in erster Linie vor Stößen und Drücken schützt. Zusätzlich bildet sie einen Schutz vor Krankheitserregern. Der pH-Wert der Haut beträgt 5,4 und ist damit leicht sauer. Dadurch können keine fremden Keime und Fremdsubstanzen von Außen in den Körper gelangen. Ebenfalls zum Schutz vor dem Eindringen von Fremdkörpern dienen nicht-pathogene Bakterien und Pilze, die sich auf der Haut befinden, die sogenannte Hautflora. Ein Mensch besitzt im Durchschnitt 1.000 Bakterienarten. Die wenigsten Arten wurden hinter dem Ohr gefunden und die meisten befinden sich am Unterarm. Die Vorstellung von Bakterien und Pilzen, die auf und in unserer Haut wohnen, klingt erstmal ekelerregend, doch sollten wir dankbar für sie sein, da sie uns ebenfalls vor Eindringlingen schützen. Die Haut ist ebenfalls essentiell für die Temperaturregelung. Ohne sie würde der Körper an kalten Tagen leicht Körperwärme verlieren oder an warmen Tagen bzw. nach einer Sporteinheit überhitzen. Zusätzlich reguliert die Haut den Wasserhaushalt. Damit schützt uns die Haut vor Austrocknung und durch Wasserausscheidung werden Mineralstoffe ausgeschieden. Deshalb schmeckt der Schweiß auch salzig. Durch die zahlreichen Nervenzellen, die sich unter der Haut verbergen, fungiert die Haut als ein sensitiver Tastsinn, der Oberflächen, Schmerzen, Temperaturen und Drücke spüren kann. Mit diesem Tastorgan können wir Informationen und Reize aus der Außenwelt registrieren. Nicht zuletzt gilt die Haut als Barriere vor schädlichen Strahlungen. Bei längerem Aussetzen in der Sonne, bildet die Haut als Schutz Melanin. Melanin ist ein Pigmentfarbstoff, der durch UV-B-Strahlungen (eine Art von UV-Strahlung) zur Bildung angeregt wird. Dadurch färbt sich die Haut braun und soll einen zusätzlichen Schutz vor den energiereichen Strahlungen bieten. Die Strahlungen sind nämlich so energiereich, dass sie DNA-Schäden hervorrufen und damit Krebserkrankungen folgen können. Auch Hautfalten werden durch häufiges Sonnenbaden vermehrt gebildet. Obwohl die Haut durch die Pigmentierung versucht eine Schutzbarriere aufzubauen, werden schädliche Strahlungen trotzdem nicht vollständig blockiert. Deshalb sollte man sich immer gut mit Sonnenschutzmittel eincremen, wenn man sich im Sommer draußen aufhält. Dadurch werden lästige und schmerzende Sonnenbrände vermieden, die Haut wird geschützt und Krankheiten werden somit vorgebeugt und man kann den Sommer damit länger und gesünder genießen!
Bildnachweise [nach oben]
[1]
Public Domain.
[2]
© 2015 – SchulLV.
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