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Heinrich von Kleist

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Steckbrief

Autoren: Heinrich von Kleist
Abb. 1: Kleist, 1801; Kreidezeichnung nach verschollenem Miniaturbild von seiner Braut Wilhelmine von Zenge.
Autoren: Heinrich von Kleist
Abb. 1: Kleist, 1801; Kreidezeichnung nach verschollenem Miniaturbild von seiner Braut Wilhelmine von Zenge.
#kleist

Biographie

Heinrich von Kleist war einer von vielen Autoren, deren Werke erst nach ihrem Tod gebührende Anerkennung erfuhren. Einem pommerschen Adelsgeschlecht entstammend, entschied er sich zunächst, der Familientradition entsprechend, für eine militärische Laufbahn. Jahre später entschloss er sich, das Militär zu verlassen und zu studieren: 1799 begann er sein Studium an der Universität Frankfurt an der Oder, wo er auch Wilhelmine von Zenge kennenlernte, mit welcher er sich 1800 verlobte. Im selben Jahr unternahm Kleist eine geheimnisvolle und nicht geplante Reise, welche ihr Ziel in Würzburg fand. Während dieser Reise wurde er sich seiner Berufung als Dichter bewusst und brach kurz darauf sein Studium ab.
Er hatte sich zum Ziel gesetzt, größter Dichter der Nation zu werden. Aus diesem Wunsch heraus entstand auch seine Bewunderung und gleichzeitige Verabscheuung Goethes.
Kleist machte einen Lebenswandel durch. Er unternahm weitere, „chaotische“ Reisen und plante zwischenzeitlich, Landwirt in der Schweiz zu werden. Im Jahr 1802 löste er seine Verlobung.
Kleist führte ein sehr turbulentes Leben, entsprechend seinem Verlangen nach Intensität. Er stand stets unter Anspannung, was sich auch in seinem Sprechen und Schreiben zeigt.
Sein Drang, an seine Grenzen zu gehen, trieb ihn immer weiter, so weit, dass er Freunde, Verwandte und Bekannte dazu bringen wollte, sich gemeinsam mit ihm umzubringen. Nach langer Suche traf er irgendwann auf die todkranke Henriette Vogel.
Mit ihr zusammen unternahm er seine letzte Reise, welche im Vergleich zu seinen vorherigen geordnet ablief. Die letzte Station dieser Reise war der Kleine Wannsee bei Berlin. Hier erschoss Kleist zunächst Henriette und anschließend sich selbst.

Werk und Einordnung

In seinen Werken ist Kleist seiner Zeit oft weit voraus. Er behandelt sowohl politische Themen, wie in Michael Kohlhaas, als auch psychische Prozesse, wie in Penthesilea. Seine Werke sind oft so umfang- und facettenreich, dass sie in der damaligen Zeit weder aufführbar noch der breiten Masse zumutbar waren. Deshalb wurden zu Kleists Lebzeiten nur zwei seiner Werke aufgeführt.
Kleists erste literarische Leistung spiegelt sich im Drama Robert Guiskard. Herzog der Normänner (1802) wider. Der Autor bedient sich der historischen Figur des gleichnamigen Normannenherrschers aus dem 11. Jahrhundert, um die seiner Ansicht nach generell bestehende Problematik von Herrschaftslegimitation zu verarbeiten. Dies geschieht in deutlicher Parallele zur politischen Realität, besonders zum napoleonischen Treiben in Europa: Von 1792 bis 1815 tobten in Europa die Koalitionskriege zwischen Frankreich und wechselnden Bündnissen europäischer Mächte. In Gestalt des Normannenherzogs, der trotz Pestkrankheit nicht davon zurückschreckt, Byzanz zu erobern, präsentiert uns der Autor die Figur eines heroischen Kriegers und Führers, an dessen Existenz sich alle Hoffnung des Volkes hängt.
Kleist versuchte in seinem Werk vor allem, mit den großen deutschen Autoren Goethe und Schiller gleichzuziehen, sah sich angesichts seiner pessimistischen Lebenssicht aber nicht dazu fähig. „Der Himmel versagt mir den Ruhm, das größte der Güter der Erde“, schrieb Kleist, als er 1803 das erste Manuskript von Robert Guiskard verbrannte. 1807 stellte er aber den ersten Akt wieder her.
Nachdem sich Kleist, besonders von Jean-Jacques Rousseaus Ideal einer natuverbundenen Lebensweise inspiriert, auf dem Weg in die Schweiz gemacht hatte, um fortan ein Leben als einfacher Bauer zu führen, veröffentlichte er anonym sein erstes Werk, das Drama Die Familie Schroffenstein (1803). Ebenfalls während des Schweizer Aufenthalts entstand das Lustspiel Der zerbrochene Krug (1803), welches sich aber bei der Uraufführung im Weimarer Hoftheater als Misserfolg entpuppte. Eine erste vollständige Druckfassung erschien erst in Kleists Todesjahr, 1811. Wirklicher Erfolg war dem Werk erst zehn Jahre nach seinem Tod beschieden.
Im Sommer desselben Jahres entstand auch Amphityron (1803), eine Tragikomödie in drei Teilen, deren Uraufführung jedoch erst 1899 stattfinden sollte. Hintergrund des Werkes war Kleists Anlehnung an das Gesellschaftstheater Molières. Der Begriff „Amphitryon“ entstammt dem Griechischen und verweist auf das handlungsbezeugende Merkmal des Stückes: Da das Präfix „Amphi“ soviel wie „auf beiden Seiten“ bedeutet, ist Amphitryon im Stück doppelt vertreten. Zum einen begibt sich Jupiter in Gestalt des thebanischen Feldherrn zu den Menschen, da jedermann beim Erblicken seiner wirklichen Gestalt sterben würde. So nimmt er in der ersten Nacht die Zeugung des Herakles vor. Zum anderen stößt Jupiter dadurch die von ihm geschwängerte Alkmene und ihren Gatten Amphitryon in einen tragischen und unlösbar erscheinenden Konflikt. Es kommt zur Entfaltung einer Identitätsproblematik, welche die Fehlbarkeit des Gefühls zur Folge hat. Im Amphitryon geht es um die Erkenntnis des Ichs, ferner um die Begründung von Selbstgewissheit und die Bewältigung der persönlichen Identitätskrise des Autors.
Später schrieb Kleist auch Novellen, so etwa Die Marquise von O…. (1808). Da Kleist die dramatische Kunst als höchste literarische Gattung schätzte, kann das Verfassen von Novellen womöglich auf finanzielle Schwierigkeiten zurückgeführt werden. Im Werk werden zahlreiche Probleme angesprochen; zum einen, wie Krieg die Menschen verändert, hier etwa den Grafen F, der zum Vergewaltiger wird. Eigentlich handelt es sich bei ihm jedoch um einen guten Menschen, der die Marquise aufrichtig liebt und sich verpflichtet sieht, sie zu heiraten. Des Weiteren thematisiert Kleist die Brutalität und Rücksichtslosigkeit, mit der zu seiner Zeit Mütter unehelicher Kinder behandelt wurden. Er parodiert zudem die Unmenschlichkeit der bürgerlichen Gesellschaftsordnung sowie ihr Versagen: Die Familie ist als Rückzugsort, wo man geliebt und akzeptiert wird, nicht mehr existent und es bestehen strenge Regeln - die Einhaltung der sittlichen Ordnung ist so wichtiger als die Bedürfnisse des Individuums. Auch die Marquise kann daran nichts ändern, sodass sie die gegebene Ordnung akzeptieren muss, wenngleich sie damit nicht zurechtzukommen scheint.
Die literarische Produktion der Folgejahre ist durch die Niederlage Preußens in der Schlacht von Jena und Auerstedt 1806 geprägt. Dies gilt besonders für das Drama Die Hermannsschlacht (1808). Ausgehend von der historischen Gestalt des Arminius und des daran anknüpfenden Hermann-Mythos', entwickelt Kleist ein System zeitlicher Bezüge, in dem für die Leser Rom als Frankreich, die Cherusker als Preußen und die Sueben als Österreicher erkennbar sein sollen.
Im gleichen Jahr kommt es zur Entstehung des viel diskutierten Dramas Penthelisea, in welchem der Konflikt zwischen einem stark fühlenden Individuum, der titelgebenden Amazonen-Königin Penthelisea, und der gesellschaftlichen Ordnung thematisiert wird. Das Individuum kann sich im gesellschaftlichen Dasein nicht auf natürliche Art entfalten.
Eine weitere Novelle Kleists, die einen großen Bekanntheitsgrad erlangte, ist Michael Kohlhaas (1808). Das Werk geht auf die gleichnamige historische Figur aus dem 16. Jahrhundert zurück. In ihm greift der Pferdehändler Kohlhaas zur Selbstjustiz, nachdem ihm Unrecht widerfahren ist. Dabei handelt er nach der Devise: „Es soll Gerechtigkeit geschehen, und gehe auch die Welt daran zugrunde.“
Danach verfasste Kleist die bedeutende Schrift Der Katechismus der Deutschen (1809), wobei er sie angesichts der Niederlage Österreichs gegen Napoleon Bonaparte nicht publizierte. In ihr wird Kleists Hinwendung zu einem deutschen Nationalismus deutlich, hatte er doch die Erhebung der Deutschen gegen die französischen Besatzer bewirken wollen. Ursprünglich sollte der Text in der von ihm und Christoph Dahlmann konzipierten patriotischen Zeitschrift Germania veröffentlicht werden. Neben der Hermannsschlacht und dem Gedicht Germania an ihre Kinder zählt die Schrift zu den prominentesten politisch-nationalen Dichtungen Kleists.
In Das Käthchen von Heilbronn (1810), Märchendrama und großes historisches Ritterschauspiel zugleich, bezeugt Kleist selbst den fiktiven Inhalt des Stückes. Wie kaum ein anderes wurde dieses Werk immer wieder bearbeitet, um es „theaterfähig“ zu machen, wobei das Hauptärgernis war, dass Kleist den Kaiser in Käthchen ein uneheliches Kind zeugen ließ. Dies beinhaltete, dass ihr vermeintlicher Vater zum hintergangenen Ehemann wurde.
In der Erzählung Das Bettelweib von Locarno (1810) tauchen erneut typische literarische Verarbeitungen Kleistscher Themen auf: Der Tod des Marchese am Ende des Stückes durch Überreizung (Wahnsinn) und Lebensmüdigkeit - letzteres könnte bereits auf Kleists eigenen (Frei-)Tod verweisen - ist möglicherweise selbst verschuldet, die Unausweichlichkeit des Todes aber bleibt ein Merkmal der Dichtung Kleists. Ferner übt der Autor hier Kritik am Adel, der seine soziale Verantwortung nicht übernimmt.
Kleist veröffentlichte viele seiner Schriften zunächst in den Berliner Abendblättern, so auch Die heilige Cäcilie oder die Gewalt der Musik (1810). Historischer Hintergrund der Geschichte ist ein Bildersturm in den Niederlanden, also die Zerstörung heiliger Bilder oder Denkmäler der eigenen Religion, bei dem radikale Calvinisten 1566 über 400 Bilder verwüsteten. Ausgegeben wird die Erzählung als Sage, da über ein Wunder, welches sich im Aachener Dom im 16. Jahrhundert zugetragen haben soll, berichtet wird.
Mit Prinz Friedrich von Homburg oder die Schlacht bei Fehrbellin (1810) verfasste Kleist das letzte große Drama vor seinem Tod. Besonderes Augenmerk legte er auf das Innenleben des Prinzen, dessen gefühlsmäßig richtiges, aber befehlswidriges Verhalten ihn in der Schlacht ins Verderben treibt. So wird der Sieger von Fehrbellin zum Tode verurteilt und angesichts des Grabes ergreift ihn die Todesangst. Der große Kurfürst, der den Staat als gerechte Macht verkörpert, führt ihn zur Erkenntnis seiner Schuld. So steht Disziplin im Staat über eigenmächtigem, wenn auch richtigem Handeln. Letztlich muss der Prinz die Notwendigkeit des Gesetzes anerkennen.
Kleists literarische Themen behandeln innere Konflikte. Im Mittelpunkt seiner Dichtung steht der Konflikt zwischen dem Individuum und dessen Pflicht, sich in die Allgemeinheit einzuordnen bzw. die Erwartungen und Hoffnungen der es umgebenden Gesellschaft zu erfüllen. Überdies sind Kleist Schriften von einem negativen Weltbild geprägt.
Eine literaturhistorische Verortung Kleists ist nicht ganz leicht. Wie man versucht, ihn in die Strömung der Romantik einzuordnen, attestiert man dem Schriftsteller auch eine Nähe zu den klassischen Dichtungen. Letztere Einschätzung geschieht oft vor der Hintergrund der stofflichen Wahl, da Kleist mehrmals antike und mythologische Inhalte heranzieht. Auch in der literarischen Verarbeitung hält sich Kleist an den klassischen Dramenaufbau, kennzeichnend eher für die Dichter der Weimarer Klassik als für die Romantiker. Dennoch werden in Kleists Dramen die klassischen Stilprinzipien grob verletzt, wie schon die Wahl des jeweiligen Erzählstoffes zeigt: So weicht das allgemein-menschliche, zivilisierende, klassische Element antiker Lyrik der Verwendung von besonderen und emotionalen, aber auch extremen und grausamen Textelementen. Heinrich von Kleist passt demnach in die Schneise zwischen Klassik und Romantik, indem er weder Dichtungsprinzipien der einen noch der anderen Ströomung einhält und stattdessen die Entwicklung persönlicher Eigenheiten und literarischer Ideen in den Vordergrund stellt.

Form und Sprache

Kleists schriftstellerisches Schaffen war vielfältig, schrieb er doch sowohl Tragödien als auch Komödien und Novellen. Anders als zu seiner Zeit üblich, hat er keine offenkundig ästhetisch-programmatische Schrift verfasst.
In seinen Dramen Die Familie Schroffenstein und Penthesilea orientierte er sich an Shakespeares Dramenstil und schrieb im Blankvers, einem ungereimten, fünfhebigen Jambus. In letzterem Werk verwendete er eine stilistisch gehobene Sprache und beschrieb in plastischer Sprache Grausamkeiten, die er der griechischen Tragödie nachempfand.
Charakteristisch für seine Sprache ist die Hypotaxe, die aus Haupt- und Nebensätzen gebildete Konstruktion. So gelingt es Kleist, subtiler und genauer zu schreiben, allerdings erreichen seine Schachtelsätze oft die Grenzen des Verstehbaren. Andererseits achtete Kleist auf eine hohe Genauigkeit seiner Sprache sowie auf Knappheit im Ausdruck. So gelingt es ihm, mit wenigen Worten und in wenig Zeit relativ viel zu erzählen. Seine Sprache soll den Leser dazu anregen, mit der Lektüre fortzufahren. Dementsprechend folgt Kleists regelwidrige Interpunktion Rhythmus und Rhetorik, nicht der Grammatik. So ist nicht nur das, was er schildert, Gewalt, vielmehr ist auch die Sprache selbst bei ihm gewaltig, wie es das Stakkato und die Dynamik seiner Schachtelsätze bezeugen.
Trotz seines außergewöhnlichen Stils zweifelte Kleist daran, ob Sprache in der Lage ist, die Wirklichkeit abzubilden. „Selbst das einzige, das wir besitzen, die Sprache taugt nicht dazu, sie kann die Seele nicht malen, und was sie uns gibt sind nur zerrissene Bruchstücke“, schrieb er an seine Schwester Ulrike.
Kleists einerseits durch rohe Gewaltakte recht abstoßende, andererseits anziehende und bewegende Lyrik erweckt häufig den Eindruck von Widersprüchlichkeit. Letzteres gelingt dem Autor besonders durch eine originelle und poetische Sprache sowie durch den Einsatz zahlreicher Spannungselemente, verbunden mit raschen Wendepunkten und dramatisch formulierten Krisen. Viele Passagen seiner Werke scheinen doppeldeutig, ironisch bzw. paradox und unterlaufen damit die vordergründige nüchterne Sachlichkeit der Texte. Dazu ist der Erzähler in den Novellen oftmals unzuverlässig.
Der Autor verwendet häufig Schauplätze, an denen mehrere Handlungen gleichzeitig ablaufen. Neben einer emotionalen Sprache finden zudem detaillierte Beschreibungen Eingang in seinen Schreibstil. Trotz häufiger Verwendung der indirekten Rede gelingt es Kleist, Handlungsorte und Figuren schwunghaft und authentisch zu beschreiben.

Wichtige Werke

  • 1803
    Die Familie Schroffenstein (Drama)
    Kleist veröffentlichte sein Erstlingswerk anonym
    Uraufführung 1804 in Graz
    Die Tragödie wurde von den Zeitgenossen weitgehend ignoriert
  • 1807/8
    Das Käthchen von Heilbronn oder Die Feuerprobe (Drama)
    Erschien 1808 als Fragment in Phöbius
    Buchausgabe in überarb. Fassung 1810
    Uraufführung 1810 in Wien
  • 1808
    Michael Kohlhaas. Aus einer alten Chronik (Novelle)
    Teilweise erschienen 1808 in der von Kleist und Adam Heinrich Müller hg. Literaturzeitschrift Phöbus
    Buchausgabe 1810

    Die Marquise von O…. (Novelle)
    Erschien 1808 in Phöbus
    Buchausgabe in überarb. Fassung 1810
Zahlreiche Werke Kleists wurden verfilmt. Käthchen wurde darüber hinaus als Oper aufgeführt, zuletzt 2016 in Mainz.
Bildnachweise [nach oben]
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