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Literarische Erörterung

Skripte
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Was ist literarisches Erörtern überhaupt?

Die literarische Erörterung spielt mit der zeitlosen Gültigkeit von Themen in der Literatur. Solche Themen sind beispielsweise Gesellschaftsentwürfe, Wirklichkeitsauffassungen oder Menschenbilder. Für diese Aufsatzform ist es von Vorteil, eine möglichst breite Literaturkenntnis zu besitzen, um für jedes auftretende Thema einige Literaturbeispiele aufführen zu können.

Wie kann eine literarische Erörterung aussehen?

Eine literarische Erörterung kann entweder textgebunden oder textungebunden sein. Im ersten Fall ist klar vorgegeben, auf welches Werk oder welche Werke du dich in deiner Erörterung beziehen sollst. Die Aufgabenstellung könnte lauten: Bestimmen Sie, ausgehend von der Figur des Karl Moor in Friedrich Schillers Drama Die Räuber, typische Merkmale des Sturm und Drang.
Im zweiten Fall ist die Aufgabenstellung offener. Sie könnte lauten: Die Nacht ist ein zentrales Motiv in zahlreichen erzählenden Werken der Romantik. Erörtern Sie vergleichend und unter Berücksichtigung epochenspezifischer Merkmale die Gestaltung des Nachtmotivs in zwei romantischen Werken.
Die Grenzen zwischen freier und textgebundener literarischer Erörterung können fließend sein. Etwa kann dir das Zitat eines Schriftstellers vorgegeben werden, wobei die Aufgabenstellung weitgehend frei bleibt - so im Deutsch-Abitur in Baden-Württemberg (hier 2013, C):
#textgebundeneerörterung

Worauf muss ich beim Schreiben achten?

Allgemeine Hilfestellungen zum Schreiben einer Erörterung kannst du im Skript Erörterung Einführung nachschauen.
#argument#argumentationsstruktur

Das Thema verstehen – Die Einleitung

Manche Thesen, die in der Aufgabenstellung vorgegeben werden, sind hintersinnig. Sie bestehen oft aus nur wenigen Sätzen, die selbst erst interpretiert werden müssen und die einen eigentlich komplizierten Sachverhalt oder eine Meinung pointiert zusammenfassen. Um das Thema möglichst gut zu treffen, ist es deshalb wichtig, zuerst die Aufgabenstellung und den Aufgabentext zu analysieren und den Inhalt der Aussage zu verstehen.
Die Einleitung führt zu deiner Interpretation hin. Es bietet sich an, zunächst das Thema und die Aussagen aus der Aufgabenstellung kurz zu erläutern und in den zeitlichen und/oder thematischen Kontext (Hintergrund) einzubetten.
$\blacktriangleright$ Bestandteile der Einleitung
  • vorgegebenes Thema knapp erläutern
  • Inhalt der Textvorlage kurz wiedergeben
  • Autor, Titel und Textgattung oder Textart nennen
    $\rightarrow$ Handelt es sich um ein Drama, ein Gedicht oder einen Roman? Oder liegt ein Brief, eine Rede o. Ä. vor?
  • Autor, Text und Thema in übergreifende Zusammenhänge einordnen (biografischer, historischer, politischer usw. Kontext)
#einleitung

Passende Lektüren finden – Der Hauptteil

Im Hauptteil geht es an die Erörterung der Thesen aus der Augabenstellung mithilfe verschiedener Literaturbeispiele. Bei der Wahl dieser Beispiele kann man sich an den Lektüren orientieren, die man im Unterricht behandelt hat. Werke wie Max Frischs Homo Faber, Goethes Faust, Lessings Nathan der Weise, Schillers Räuber oder andere Klassiker können je nach Thema gut verwendet werden. Wenn du noch weitere Literatur gelesen hast, kannst du diese natürlich auch einbringen.
Ein möglichst breites Spektrum von aufgeführten Werken ist gut, wichtig ist aber auch, dass du die Titel nicht einfach nur aneinanderreihst, sondern jedes Beispiel ausführst und auf die Aufgabenstellung beziehst.

$\blacktriangleright$ Bestandteile des Hauptteils
  • zu erörternde These erklären
  • eigene Deutungshypothese erstellen
  • Kontext beachten (biografisch, sozial, politisch, geistes- und kulturgeschichtlich)
  • Argumente für und gegen die zu erörternde Aussage anbringen
  • Struktur: These - Begründung - Beleg/Beispiel
  • textbezogene Aspekte beachten und mit Textbelegen arbeiten (bei textgebundener literarischer Erörterung)
#argumentationsstruktur#begründen#these#beispiel

Ein Fazit ziehen – Der Schluss

Im Schlussteil der literarischen Erörterung solltest du das Gesagte in einem Fazit bündeln. Du gewichtest die im Hauptteil aufgeführten Argumente und äußerst darauf aufbauend pointiert deine Meinung. Es ist sinnvoll, am Schluss Bezug auf deine Einleitung zu nehmen.
$\blacktriangleright$ Bestandteile des Hauptteils

  • Argumente aus dem Hauptteil gewichten
  • daraus eine Schlussfolgerung ziehen (Synthese)
  • Argumentation bündeln und begründete eigene Meinung pointiert vorbringen
#stellungnahme

Beispiel

$\blacktriangleright$  Thema
„Wenn man mir übrigens noch sagen wollte, der Dichter müsse die Welt nicht zeigen, wie sie ist, sondern wie sie sein solle, so antworte ich, dass ich es nicht besser machen will als der liebe Gott, der die Welt gewiss gemacht hat, wie sie sein soll.“
Georg Büchner am 28. Juli 1835 aus Straßburg an seine Familie. Zit. nach G.B.: Werke und Briefe, München, dtv 1965, S. 182.
Erörtern Sie anhand Ihrer Leseerfahrung, inwieweit Sie diesem Verständnis von Literatur zustimmen können.
$\blacktriangleright$  Einleitung
Georg Büchner erklärt im gegebenen Zitat aus einem Brief, den er im Jahre 1835 an seine Familie schrieb, welche Art von Literatur er befürwortet. Der Meinung, dass man eine bessere Welt zeigen müsse, hält er die Ansicht entgegen, dass man die Welt so zeigen soll, wie sie ist. Der Autor spricht hier den Gegensatz der Literaturströmungen des Idealismus und des Realismus, als dessen Vordenker er gelten kann, an. Hat Büchner mit seiner Kritik recht? Und was bedeutet sie, wenn man sie auf die heutige Literatur bezieht? Hierfür ist es vonnöten, sich zuerst mit den Aussagen des Autors auseinanderzusetzen.
$\blacktriangleright$ Argument im Hauptteil
Ich denke, dass Büchner die Wirkungsmöglichkeiten des Idealismus unterschätzt. Er denkt, dass eine Kunst, die sich nicht an die Realität hält, kein Gefühl erregen könne und somit wenig Aussagekraft besitze. Büchner bezieht auch in seinem Zitat seine politische Haltung mit ein. Demnach ist sein größter Anklagepunkt - welchen er in weiteren Briefen erläutert -, dass sich die intellektuellen Idealisten von der Welt des Niederen entfernen, weil sie mit den Regierenden zusammenarbeiteten und aufgrunddessen die Unkultiviertheit der Massen und deren Unmoral zur Schau stellen möchten. Wenn dieses das tatsächliche Ziel der Idealisten gewesen wäre, so würde ich Büchner zustimmen. Eine Literatur, die lediglich demonstrieren möchte, wie erhaben und klug der Autor ist, wie weise er die Welt zu gestalten versucht, ja wie viel besser er alles weiß, kann keine gute sein, denn sie ist nichts anderes als Ausdruck des Egos des Autors. Propaganda gilt nicht als Kunst, da sie suggeriert; Suggestion galt schon seit jeher als Unart des schlechten Künstlers. Aber auch wenn es stimmt, dass der Idealismus weniger eine Kunst für die Massen war und eine gewisse Bildung voraussetzte (jedenfalls bei Schiller), so ist es dennoch falsch, hier von Propaganda für die Oberschicht zu sprechen. Auch Schillers Werk hat Relevanz, der Idealismus insgesamt hat auch Relevanz für den Alltag, da er die Einstellung der Menschen und ihr Weltbild verändern möchte.
$\blacktriangleright$ Beispiel für ein gutes Fazit
Büchners Kritik kann ich also nicht zustimmen, auch wenn ich seine Bedenken vor einer unästhetischen, da absolut unecht wirkenden Literatur teile. Er verkennt aber die Möglichkeiten, die der Idealismus besitzt und lehnt ihn als Strömung ab. Selbstverständlich bleibt jedem selbst überlassen, was er gerne liest, doch ich, der ich dem Realismus und dem Idealismus etwas abgewinnen kann (und auch einer Synthese der beiden Strömungen), finde, dass Kunst keine Verpflichtung hat. Büchner meint, dass man die Welt in der Literatur nicht stark verändert darstellen dürfe, da sie nicht ohne Grund so sei, wie sie ist. Doch Kunst muss nichts, Kunst kann. Jeder gute Autor hat bei der Kreation seiner Literatur eine Intention oder zumindest eine Idee. Wie er diese Idee vermittelt, ist letztendlich ihm überlassen. Der Realismus wie der Idealismus reichen alleine nicht aus, um die Gedanken der Menschen künstlerisch wiederzugeben. Eine Festlegung auf eine der beiden Strömungen verhindert die freie Entfaltung der Kunst. Eine grundsätzliche Verdammung einer bestimmten Literaturströmung verkennt die Freiheit der Gedanken, und diese ist wesentlich für alle Arten der Kunst.

Checkliste

Kriterium Kontrollfrage(n)
Operator erfüllt? $\checkmark$ Habe ich die Aufgabenstellung verstanden und umgesetzt?
Einleitung $\checkmark$ In meiner Einleitung habe ich
$\checkmark$ das Thema knapp erläutert, den Inhalt kurz wiedergegeben
$\checkmark$ Autor, Titel und Textgattung/Textsorte genannt
$\checkmark$ Autor, Text und Thema in den Kontext eingebettet
Hauptteil $\checkmark$ Im Hauptteil habe ich
$\checkmark$ die zu erörternde These erläutert
$\checkmark$ eine eigene Hypothese aufgestellt
$\checkmark$ Argumente für und wider genannt
$\checkmark$ die Struktur These - Begründung - Beleg/ Beispiel eingehalten
$\checkmark$ dabei Beispiele von geeigneter literarischer Qualität verwendet
$\checkmark$ den Kontext beachtet
$\checkmark$ Textbelege gebracht (textgebundener Typ)
Schluss $\checkmark$ Im Schlussteil habe ich
$\checkmark$ die Argumente gewichtet
$\checkmark$ meine Schlussfolgerung gezogen
$\checkmark$ meine eigene, begründete Meinung zum Thema vorgebracht
Stil $\checkmark$ klare, verständliche Ausdrucksweise
$\checkmark$ sachlich, aber nicht langweilig geschrieben, sondern sprachlich lebendig
$\checkmark$ kein Nominalstil (alles groß geschrieben), aber auch keine ausschmückenden Adjektive
$\checkmark$ keine Schachtelsätze
Ausdruck $\checkmark$ Ist mein Ausdruck treffsicher und bringe ich genau das zum Ausdruck, was ich sagen will?
Kriterium Kontrollfrage(n)
Operator erfüllt? Habe ich die Aufgabenstellung verstanden und umgesetzt?
Einleitung In meiner Einleitung habe ich:
das Thema knapp erläutert, den Inhalt kurz wiedergegeben
Autor, Titel und Textgattung/Textsorte genannt
Autor, Text und Thema in den Kontext eingebettet
Hauptteil Im Hauptteil habe ich:
die zu erörternde These erläutert
eine eigene Hypothese aufgestellt
Argumente für und wider genannt
die Struktur These - Begründung - Beleg/ Beispiel eingehalten
dabei Beispiele von geeigneter literarischer Qualität verwendet
den Kontext beachtet
Textbelege gebracht (textgebundener Typ)
Schluss Im Schlussteil habe ich:
die Argumente gewichtet
meine Schlussfolgerung gezogen
meine eigene, begründete Meinung zum Thema vorgebracht
Stil klare, verständliche Ausdrucksweise
sachlich, aber nicht langweilig geschrieben, sondern sprachlich lebendig
kein Nominalstil (alles groß geschrieben), aber auch keine ausschmückenden Adjektive
keine Schachtelsätze
Ausdruck Ist mein Ausdruck treffsicher und bringe ich genau das zum Ausdruck, was ich sagen will?
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