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Inhaltsangabe

Skript
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Definition

Eine Inhaltsangabe gibt dem Leser einen groben Überblick über die Handlung in einem Text oder Buch, die er dann nachvollziehen kann, ohne das Werk oder den Text gelesen zu haben.

Aufbau

Wie jeder andere Text auch, den du verfasst, muss auch die Inhaltsangabe dem üblichen Aufbau folgen:

EinleitungHauptteilSchluss

Einleitung

Die Einleitung der Inhaltsangabe sollte aus wenigen Sätzen (auch Basissätze genannt) bestehen. Die folgenden Punkte sollten in der Einleitung genannt werden:

  • Autor des Textes bzw. Buches
  • Titel
  • Textgattung (also: Gedicht, Kurzgeschichte etc.)
  • Erscheinungsjahr
  • Kurze Zusammenfassung der Handlung

Formulierungshilfen für die Einleitung

  • Im (Erscheinungsjahr) erschienenen (Gattung) (Titel) von (Autor) geht es um (Handlung).
  • Der/Die/Das (Erscheinungsjahr) erschienene (Gattung) von (Autor) behandelt (Handlung).

Hauptteil

Damit du im Hauptteil nichts Wichtiges vergisst, kannst du dir die siebenW-Fragen“ stellen:

  • Wer sind die wichtigsten Figuren?
  • Was passiert in dem Text bzw. der Lektüre?
  • Wie kommt es dazu?
  • Wo findet die Handlung statt?
  • Wann spielt der Text bzw. die Geschichte?
  • Weshalb handeln die Figuren so, wie sie handeln?
  • Welche Auswirkungen hat dieses Handeln auf den Verlauf der Geschichte?

Außerdem solltest du:

  • die Handlung sachlich und neutral wiedergeben und deine persönliche Meinung nicht miteinbeziehen.
  • deine eigenen Worte verwenden und den Text nicht wortwörtlich wiederholen.
  • keine Details erwähnen, die für das grobe Verständnis der Handlung nicht unbedingt notwendig sind.
  • dem Ablauf des Textes folgen.
  • keine sprachlichen Ausschmückungen einbauen.
  • keine direkte Rede verwenden.
  • den Text nicht analysieren oder interpretieren, sondern objektiv wiedergeben.

Schluss

Im Schluss ziehst du ein Fazit, das objektiv (= neutral) sein sollte – auch hier darf deine Meinung nicht mit einfließen. Du kannst die Bedeutung der Textstelle für das Gesamtwerk aufzeigen oder beschreiben, inwiefern sie typische Eigenschaften der Figuren aufweist.

Vorarbeit

Lies den Text mehrmals sorgfältig, bevor du beginnst, ihn zusammenzufassen. Hierfür empfiehlt sich die Drei-Schritt-Lesemethode oder die Fünf-Schritt-Lesemethode.

Wie du Texte effektiv lesen kannst, erfährst zu in unserem Skript zu den Lesemethoden.

Zusammenfassen in drei Schritten

Nachdem du den Text gründlich gelesen hast, kannst du ihn zusammenfassen und eine Inhaltsangabe verfassen. Um sicherzugehen, dass du beim Zusammenfassen eines Textes keinen wichtigen Schritt vergessen hast, kannst du nach dem Drei-Schritte-Modell vorgehen.

Erster Schritt

Im ersten Schritt wird der Text in inhaltliche Abschnitte unterteilt. Du ordnest jedem Abschnitt eine Überschrift zu und fasst anschließend in Stichworten den Inhalt zusammen. Der erste Schritt dient der Unterscheidung zwischen wichtigen und unwichtigen Textstellen.

Zweiter Schritt

Auf Basis der stichwortartigen Zusammenfassung aus dem ersten Schritt kannst du dann einen zusammenhängenden Text verfassen. In diesem Schritt musst du bereits eigenständig schreiben, deshalb solltest du dir den Originaltext nicht mehr anschauen. Achte beim Schreiben besonders auf eine korrekte Rechtschreibung.

Dritter Schritt

Im dritten Schritt verfasst du den Schluss. Hierfür kannst du dir noch einmal deine im ersten Schritt verfassten Überschriften anschauen.

Regeln für eine gute Inhaltsangabe

Um eine gelungene Inhaltsangabe zu schreiben, kannst du dir die folgenden Leitfragen stellen:

  • $\checkmark$ $\quad$ Habe ich die Struktur EinleitungHauptteilSchluss eingehalten?
  • $\checkmark$ $\quad$ Ist die Inhaltsangabe im Präsens (Gegenwartsform) verfasst?
  • $\checkmark$ $\quad$ Habe ich den Handlungsverlauf zeitlich korrekt wiedergegeben?
  • $\checkmark$ $\quad$ Habe ich meine eigenen Worte und keine Zitate verwendet?
  • $\checkmark$ $\quad$ Ist meine Sprache nüchtern und sachlich?
  • $\checkmark$ $\quad$ Habe ich spannungsaufbauende Elemente vermieden?
  • $\checkmark$ $\quad$ Habe ich Details ausgelassen und nur das Wichtigste wiedergegeben?
  • $\checkmark$ $\quad$ Ist meine Inhaltsangabe frei von direkter Rede?

Beispielaufgabe mit Musterlösung

Aufgabe:
Schreibe eine Inhaltsangabe zu der folgenden Textstelle „Der Kinderturner“ aus Erich Kästners Als ich ein kleiner Junge war, 1969.

Text

Schreiben: Inhaltsangabe
Abb. 1: Turner
Schreiben: Inhaltsangabe
Abb. 1: Turner
Ein Jahr, bevor ich zur Schule kam, wurde ich, mit knapp sechs Jahren, das jüngste Mitglied des Turnvereins. Ich hatte meiner Mutter keine Ruhe gelassen. Sie war strikt dagegen gewesen. Ich sei noch zu klein. Ich hatte sie gequält, bestürmt, belästigt und umgaukelt. „Du musst warten, bis du sieben Jahre alt bist“, hatte sie immer wieder geantwortet.
Und eines Tages standen wir, in der kleineren der zwei Turnhallen, vor Herrn Zacharias. Die Knabenriege machte gerade Freiübungen. Er fragte: „Wie alt ist denn der Junge?“ „Sechs“, gab sie zur Antwort. Er sagte: „Du musst warten, bis du sieben Jahre alt bist.“ Da nahm ich die Hände, ordnungsgemäß zu Fäusten geballt, vor die Brust, sprang in die Grätsche und turnte ihm ein gymnastisches Solo vor! Er lachte. Die Knabenriege lachte. Die Halle hallte vor fröhlichem Gelächter. Und Herr Zacharias sagte zu meiner verdatterten Mama: „Also gut, kaufen Sie ihm ein Paar Turnschuhe! Am Mittwoch um drei ist die erste Stunde!“ Ich war selig. Wir gingen ins nächste Schuhgeschäft. Abends wollte ich mit den Turnschuhen ins Bett. Am Mittwoch war ich eine Stunde zu früh in der Halle. Und was glaubt ihr, war der Herr Zacharias von Beruf? Lehrer war er, natürlich. Seminarlehrer. Als Seminarist wurde ich sein Schüler. Und er lachte noch so manches Mal, wenn er von unserer ersten Begegnung sprach.
Ich war ein begeisterter Turner, und ich wurde ein ziemlich guter Turner. Mit eisernen Hanteln, mit hölzernen Keulen, an Kletterstangen, an den Ringen, am Barren, am Reck, am Pferd, am Kasten und schließlich am Hochreck. Das Hochreck wurde mein Lieblingsgerät. Später, viel später. Ich genoss die Schwünge, Kippen, Stemmen, Hocken, Grätschen, Kniewellen, Flanken und, aus dem schwungvollen Kniehang, das Fliegen durch die Luft mit der in Kniebeuge und Stand abschließenden Landung auf der Kokosmatte. Es ist herrlich, wenn der Körper, im rhytmischen Schwung, leichter und leichter wird, bis er fast nichts mehr zu wiegen scheint und, nur von den Händen schmiegsam festgehalten, in eleganten und phantasievollen Kurven eine biegsame feste Eisenstange umtanzt! Ich wurde ein ziemlich guter Turner. Ich glänzte beim Schauturnen. Ich wurde Vorturner. Aber ein sehr guter Turner wurde ich nicht. Denn ich hatte Angst vor der Riesenwelle1! Ich wusste auch, warum. Ich war einmal dabei gewesen, als ein anderer während einer Riesenwelle, in vollem Schwung, den Halt verlor und kopfüber vom Hochreck stürzte. Die Kameraden, die zur Hilfestellung bereitstanden, konnten ihn nicht auffangen. Er wurde ins Krankenhaus gebracht. Und die Riesenwelle und ich gingen einander zeitlebens aus dem Wege. Ich bekam die Angst vor der Riesenwelle nicht aus den Kleidern. Und so war mir die Blamage immer noch ein bisschen lieber als ein Schädelbruch. Hatte ich recht? Ich hatte recht.
Ich wollte turnen und turnte, weil es mich freute. Ich wollte kein Held sein oder werden. Und ich bin auch keiner geworden. Kein falscher Held und kein echter Held. Wisst ihr den Unterschied?
1 Schwer zu turnende Übung am Hochreck
Quelle: nach Erich Kästner, „Der Kinderturner“, in: Als ich ein kleiner Junge war, Dressler Verlag, Berlin 1969.

Inhaltsangabe

$\blacktriangleright$  Die folgende Inhaltsangabe ist nur ein Beispiel. Wie immer im Deutschunterricht, gibt es kein klassisches Richtig und Falsch. Wenn du dich an die oben genannten Regeln gehalten hast, ist das schon mal ein sehr gutes Kriterium.

Der vorliegende Auszug „Der Kinderturner“ aus dem Buch Als ich ein kleiner Junge war stammt von Erich Kästner und aus dem Jahr 1969. Darin beschreibt der Ich-Erzähler rückblickend, wie er das erste Mal als Kind seinen Turnlehrer kennengelernt hat und was das Turnen für ihn bedeutet. Als kleiner Junge will er unbedingt in den Turnverein eintreten, obwohl er dafür eigentlich noch zu jung ist. Weil er aber nicht warten will, überzeugt er den Turnlehrer mit einer gekonnten Turnübung. Der Lehrer ist begeistert und lässt den Jungen schließlich doch zum Unterricht zu. Später wird aus dem kleinen Jungen ein guter Turner, der fast alle gymnastischen Übungen turnen kann. Nur vor der Riesenwelle hat er sein ganzes Leben Angst, weil er jemanden kennt, der sich bei dieser Übung einmal sehr verletzt hat. Am Schluss dieser Textstelle betont der Ich-Erzähler, dass er immer nur für sich selbst turnt und nicht, weil er mit dem Turnen berühmt werden will. Es ist seine ganz persönliche Leidenschaft. Das wird in dieser Textstelle deutlich.

Bildnachweise [nach oben]
1
Public Domain.
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