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Aufgaben
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Elisabeth Zöller

Wir tanzen nicht nach Führers Pfeife

Und es war Ziegen, der mit einem seltsamen Ausdruck im Gesicht an der Scheibe klebte.
Er hing über dem Lenkrad, die Hand mit der Pistole gegen die Frontscheibe gepresst.
Ein Schatten verschwand blitzschnell im Tunnel.
Aus: Elisabeth Zöller: Wir tanzen nicht nach Führers Pfeife, S. 365, Hanser 2012.
$\blacktriangleright\;$ Aufgabenstellung:
  • Als Paul auf seiner Flucht zum ersten Mal inne hält, gehen ihm unzählige Gedanken durch den Kopf. Aufgewühlt von seiner Tat überlegt er, ob er das Richtige getan hat. Er erinnert sich an die Gespräche mit Bastian und an das Verhalten seines Vaters. Er denkt an die Edelweißpiraten und seine Beziehung zu Franzi.
    Schreibe diesen inneren Monolog.
#innerermonolog
Carl Zuckmayer

Der Hauptmann von Köpenick

VOIGT Ausjeschlossen. Det wär ne Dummheit, det mach ick nich. Nee, Friedrich, da mach dir man keene Sorjn. Ick wer mir nur mal'n bißken ranhalten, wer ick. Was de andern können, det kann ick noch lange. Lacht.
Aus: Carl Zuckmayer: Der Hauptmann von Köpenick: Ein deutsches Märchen, Zweiter Akt, vierzehnte Szene, Fischer Taschenbuch, 1987
$\blacktriangleright\;$ Aufgabenstellung:
  • Voigt will sich die Ungerechtigkeiten nicht mehr länger gefallen lassen und für sich Gerechtigkeit herstellen. Er überlegt, wie er das tun kann und rechtfertigt anschließend sein Vorhaben vor sich selbst.
    Schreibe diesen inneren Monolog (in Schriftsprache).
#innerermonolog
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Elisabeth Zöller

Wir tanzen nicht nach Führers Pfeife

Und es war Ziegen, der mit einem seltsamen Ausdruck im Gesicht an der Scheibe klebte.
Er hing über dem Lenkrad, die Hand mit der Pistole gegen die Frontscheibe gepresst.
Ein Schatten verschwand blitzschnell im Tunnel.
Aus: Elisabeth Zöller: Wir tanzen nicht nach Führers Pfeife, S. 365, Hanser 2012.
$\blacktriangleright\;$ Aufgabenstellung:
  • Als Paul auf seiner Flucht zum ersten Mal inne hält, gehen ihm unzählige Gedanken durch den Kopf. Aufgewühlt von seiner Tat überlegt er, ob er das Richtige getan hat. Er erinnert sich an die Gespräche mit Bastian und an das Verhalten seines Vaters. Er denkt an die Edelweißpiraten und seine Beziehung zu Franzi.
    Schreibe diesen inneren Monolog.
Oh Gott! Wo bin ich nur? Ach egal, ich muss gleich weiter! Was war das? Ich glaube ich höre Schritte? Oder spielt mir mein Gehör schon Streiche? Eine Pause. Ich brauche nur eine kurze Pause, um etwas Luft zu holen.
Was habe ich getan? Was habe ich da gerade nur getan?! Ich habe einen Menschen erschossen. Ein Lebewesen. Ich habe Ziegen erschossen! So, wie auch Zack erschossen wurde. Aber war das richtig? Hätte ich Bastian und die anderen nicht auch versuchen können anders zu retten? Warum hast du diesen Menschen erschossen Paul, warum? Jetzt klebt Blut an meinen Händen. Das Blut eines anderen Mörders. Aber hätte ich Ziegen nicht erschossen, dann wäre Bastian jetzt tot! Und die anderen auch. Ein Menschenleben für all die anderen Leben, die Ziegen schon selbst genommen hat. Für die Angehörigen der Opfer scheint das nur gerecht zu sein.
Ich spüre jetzt noch den Ruck, der durch meinen Arm ging, als ich abgedrückt habe. Ich höre immernoch den ohrenbetäubenden Knall. Sehe, wie Ziegen vornüber kippt, mit diesem seltsamen Ausdruck im Gesicht. So sieht es also aus, wenn man vom Tod überrascht wird. Ich konnte nicht anders handeln - Ich war dazu gezwungen! Hoffentlich habe ich das Richtige getan! Wenn es Bastian nicht gelungen ist zu fliehen, war alles umsonst! Wo Bastian jetzt wohl steckt? Ob er mich gesehen hat und weiß, dass ich ihn gerettet habe? Als ich in den Tunnel gerannt bin, hat er genau in meine Richtung gesehen…Und jetzt werde ich ihn wohl nie wiedersehen. Bastian, ich hoffe du weißt wer dich gerettet hat! Wegen dir klebt jetzt Blut an meinen Händen. Ich habe das für dich getan. Für dich, mein Freund! Früher…pah, da hätte ich für dich nicht mal den kleinen Finger krumm gemacht. Und jetzt habe ich schon zwei Mal deiner Familie das Leben gerettet. Wir werden uns wiedersehen, mein Freund! Irgendwann…Mit seinem Mut und seiner charismatischen Art wird er es sicher noch zu etwas bringen. Ich hoffe bloß, er schafft es, seine Familie wiederzusehen. Für mich ist das nicht mehr möglich. Meine Mutter ist tot. Mein Vater auch. Warum konnte er nicht einfach mit mir untertauchen? Alles ist besser, als in einem Arbeitslager der Nazis elendig zu verrecken! Aber dieser Feigling hat mich, seinen Sohn, im Stich gelassen - einfach zurück gelassen - und hat sich deportieren lassen. Und ich, ich stehe jetzt hier, habe gerade einen Menschen ermordet, und habe niemanden mehr. Nein, halt. Das ist nicht richtig. Ich habe Franzi und die anderen - zumindest die, die davon noch übrig sind. Aber ich kann nicht mehr zurück. Ich muss fort. Ganz weit fort von hier! Dorthin, wo mich kein Nazi findet. Aber dafür muss ich Franzi zurücklassen. Was wird dann aus ihr? Sie wird nicht wissen, was aus mir geworden ist. Und wenn ich noch ein letztes Mal zurückgehe und ihr alles sage? Nein! Paul, du darfst nicht zurück! Du musst fort! Ich liebe Franzi und es wäre auch zu gefährlich für sie. Mir zerreißt es das Herz, wenn ich daran denke, dass ich sie nie mehr sehen werde. Ich wollte doch, dass für ins in Zukunft alles besser wird. Dass wir irgendwann in einer Welt ohne Nazis leben würden und unsere Kinder in Frieden großziehen können. Und jetzt war alles umsonst. Vorbei, alles vorbei. Nie mehr werde ich sie sehen, nie mehr ihre Stimme hören, nie mehr mit ihr zusammen lachen. Nie mehr zusammen kämpfen. Ich habe sie zurückgelassen, ihrem Schicksal ausgeliefert, und ich laufe davon, weg weit weg. Aber sie muss es ohne mich schaffen. Sie muss einfach… Franzi und die Edelweißpiraten müssen es ohne mich schaffen! Sie werden es schaffen! Ich liebe dich Franzi, so sehr, aber ich kann nicht bleiben. Ich muss gehen, jetzt! Wo mich das Schicksal hinführen wird? Vielleicht…in die Freiheit?
#innerermonolog
Carl Zuckmayer

Der Hauptmann von Köpenick

VOIGT Ausjeschlossen. Det wär ne Dummheit, det mach ick nich. Nee, Friedrich, da mach dir man keene Sorjn. Ick wer mir nur mal'n bißken ranhalten, wer ick. Was de andern können, det kann ick noch lange. Lacht.
Aus: Carl Zuckmayer: Der Hauptmann von Köpenick: Ein deutsches Märchen, Zweiter Akt, vierzehnte Szene, Fischer Taschenbuch, 1987
$\blacktriangleright\;$ Aufgabenstellung:
  • Voigt will sich die Ungerechtigkeiten nicht mehr länger gefallen lassen und für sich Gerechtigkeit herstellen. Er überlegt, wie er das tun kann und rechtfertigt anschließend sein Vorhaben vor sich selbst.
    Schreibe diesen inneren Monolog (in Schriftsprache).
So ein Schwachsinn! Dieses ganze Theater ist doch ein einziger Schwachsinn! Da will man Arbeit und bekommt sie nicht, weil man ein ehemaliger Häftling ist. Da will man eine Aufenthaltserlaubnis und bekommt sie nicht, weil man keine Arbeit hat. Aber als Häftling bekommt man keine Aufenthaltsgenehmigung. Und ohne Aufenthaltsgenehmigung bekommt man keine Arbeit.
So ein Schwachsinn! So eine Ungerechtigkeit! Das ist doch ein Teufelskreis, aus dem ich gar nicht entkommen kann! Oder wie? Oder was?
Irgendetwas muss ich doch tun können! Aber was? Nochmal lieb fragen? Ja, nein, das wird nicht klappen. Oder wie? Oder was? Das tun die ja sowieso nicht. Diese Menschen, die denken sie wären was besseres, nur weil sie eine Arbeit haben. Mitleid? Pah, die doch nicht. Haben Arbeit, haben Geld, haben kein Mitleid. Einen Pass werden die mir nicht ausstellen, eine Arbeit werden die mir nicht geben. Mir nicht! Aber ich werde einen Pass bekommen. So nicht meine Freunde, so nicht. Nicht mit mir!
Und wenn ich euch überrumpeln und erpressen muss. Haha, damit würdet ihr nicht rechnen! Aber das kann ich doch nicht einfach…Oder doch? Vielleicht…Wenn ich im Rathaus einbreche? Nein, Voigt, was denkst du dir denn? Du bist doch gerade erst aus dem Gefängnis raus! Hey! Warum hat mich dieser Kerl jetzt angerempelt?! Scheiß Offizier! Die denken auch, sie könnten sich alles rausnehmen! Oder wie? Oder was? Die Offiziere bekommen doch eh alles geschenkt, ihr Leben, ihre Karriere, die Frauen, da kann ich mir doch wohl einen Pass ausstellen, das ist im Gegensatz dazu ja gar nichts! Und wen juckt denn schon so ein läppischer Pass, das fällt doch gar nicht auf wenn… Aber stop! Das ist doch…Das könnte funktionieren! Ja, na klar! Aber wie? Ich kann doch nicht einfach als Offizier ins Rathaus spazieren und einen neuen Pass verlangen? Aber neulich habe ich doch eine Uniform beim Trödler gesehen, die war auch nicht teuer! Und wenn ich mir dann in dieser Verkleidung ein Kommando aneigne und damit das Rathaus besetze, bis sie mir einen Pass ausstellen? Das muss doch funktionieren! So gescheit sind Soldaten auch nicht, dumm wie Brot sind die, die glauben mir das bestimmt! Folgen doch eh jedem Kommando.
Aber wenn ich dann wieder ins Gefängnis komme? Was dann? Dann beginnt der Teufelskreis von vorne! Das ganze Theater von vorne. So ein Schwachsinn! Wie soll man sich denn sonst helfen? Nein, ich muss diesen Plan in die Tat umsetzen. Das muss einfach funktionieren. Es muss einfach! Was bleibt mir denn anderes übrig? Richtig, nichts! Oder hat jemand eine andere Idee? Oder wie? Oder was? Jetzt muss ich mir nur noch diese Uniform besorgen. Und ein paar Soldaten finden, die mir den Mist abkaufen. Aber die gibts hier ja an jeder Ecke! Der Plan ist so gut wie sicher: Ich dringe mit Soldaten in das Rathaus ein, verhafte den Bürgermeister und lasse mir einen Pass ausstellen. Danach muss ich nur schnell und unbemerkt verschwinden. Nur erwischen lassen darf ich mich nicht - zack, und weg! Wird das funktionieren? Und was passiert, wenn es nicht funktioniert? Was ist die Strafe für so ein Verbrechen? Naja, lieber zurück in den Knast als ein Leben auf der Straße würd ich sagen! Hehe, die werden Augen machen im Rathaus!
#innerermonolog
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